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Nr. 296 Awcttes Blatt Samstag den 17. December
1898
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Die
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Gießener Anzeiger
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General-Anzeiger
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Amtlichem Theil.
vekauntmachung,
betr.: SooutagSruhe l« Gewerdebettieb.
KEr Sonntag de« 18. l. MtS. wird in der Stadt Stehen die Beschäftigung der Gehülfeu in de» Barbier- und Friseur,ewerbe bi» iu 8 Stauden über ? Ufer Nach- Mittag« hinaus, also bi- 5 Uhr Nachmittag-, au«- «ahmiwrise gestattet.
Sieben, den 15. December 1898.
Großherzogltches Polizeiamt Stehen.
___________________Muhl.__
ArrS de« Berhaudlnugeu der Zweite« ßammtt der hesstsche« StLude.
nn. Darmstadt. 15. December 1898.
Die Rimmer wurde um Vtll Uhr eröffnet.
Am Miuistertisch da» gesammte Staat»» uistertum, sowie Staat-Minister Rothe.
vor Eintritt in die Tagesordnung ergreift der Staats- Minister da» Wort und erklärt, dah er heute zum ersten Male die hohe Ehre habe, al» Vertreter de» StaatSmini- sterium» zu erscheinen. Die Kammer möge überzeugt sein, daß er von der Schwere und Verantwortlichkeit de» ihm von Sr. Rvnigl. Hoheit dem Großherzog übertragenen Amte» doll durchdrungen sei. Die Rammet möge ihm da» gleiche Vertrauen eutgegeubriogeo, er werde dasselbe jederzeit zu rechtfertigen suchen. (Bravo) — Präsident Haas gedachte hieraus der Verdienste des verstorbenen Mitgliedes drS Hauses, Reg.-Rath Hechler, und erhebt sich die Kammer zu ehrendem Sedächtnih desselben voa den Sitzen. Im Weiteren gedachte Präsident Haas des Todes de» ReichSkaozlers Fürsten Bismarck und feierte denselben al» den grühteu und genialsten Staatsmann aller Zeiten, der eS verstanden habe, den Frieden zu erhalten, und der sich unsterbliche Verdienste um die Gründung des Deutschen Reiche» erworben habe. Die Kammer und daS gesammte Staatsministeriu» hörte diese tresfltche Rede stehend an. — Hierauf erfolgte die Vereidigung de» an Stelle Hechler» gewählten Adg. Backe» und die Wahl eines StcretärS zum Bureau der Kammer. Adg. Reinhardt- WormS wird mit 49 Stimmen zu diesem Amte gewählt. Als Mitglied de» ersten AuSichuffes (Ftuauz-) wurde der Abgeordnete Römer mit 46 Stimmen gewählt.
Die Sammer tritt nunmehr in die Berathung der Regieruugßvo läge, den Gesetz-Entwurf das Notariat betreffend. — Adg. Köhler beantragt hierzu, dah die bis jetzt eingelaufenen 179 Petltouen, welche sich gegen die Einrichtung de» Notariat» richten, verlesen werden. — Nachdem sich der Berichterstatter geweigert hat, die Verlesung der 179 Petitionen vorzuuedmev, tritt da» Hau» iu die Generaldebatte über den Gesetz-Eutwurf. — Avg. Köhler verliest eine Anzahl von Petitionen, welche sich gegen da» Gesetz aussprechen. Er weist darauf hin, wie schwer die Notariate den Bauernstand schädigen. Die dir jetzt desteheudeu OrtSgerichte HStteo sich eingebürgert und segeoSreich gewirkt. — Adg. Ullrich ist erstaunt, daß von dem Vorredner so wenig Gründe gegen die Notariate vorgibracht worben seien. Für ihn sei daS Notariat eine verbefferuug der freiwillige» Gerichtsbarkeit. Nach der Vorlage sollen die Ortsgerichte nicht beseitigt werden, sondern e» soll in allen Provinzen sich da» Publikum der beiden Aemter bedienen können. Redner wünscht, daß die Notariate als Staatsämter behandelt, «nd daß auch da» Berhältniß der Gerichtsvollzieher demuächst entsprechend geregelt werde. — Jastizminister Dittmar er- klärt, daß die Regierung sich der Tragweite der neuen Se- setzesvorlage voll bewußt gewesen sei. Die von de» Abg. Köhler vorgebrachten Bedevkeu könne er nicht thelleu, da voa einer Beseitigung der Ortsgerichte keine Rede sei. Die von dem Abg. Ullrich vorgebrachteu Wünsche seien noch nicht spruchreif. Was die «osten anlaoge, fe sei es nicht unmöglich, daß die Notariate billiger arbeiten, als die Ortsgerichte. Wolle ma» von einer Schädigung sprechen, so verweise er auf die Notariate in Rheinhessen. Deu Schnitt, welcher den Notaren mit de« neuen Gesetz zugefügt werde, würden sie gewiß nicht angenehm empstnden. Die Regierung thue in Rheinhessen, was sie thun muß, aber auch was sie thuu kann, tun den Notaren das Opfer so leicht wie möglich zu mache». — «dg. Schönberger kann den Patrio- tismus der rheiuhesfischeu Notare recht wohl begreifen. Der steige und falle, sobald es ihre Person betreffe.
Füc ihn aber falle der Kostenpunkt der Notariate am «eisten unteren Klaffen. Ja diesem Urtheil bestärkt die Lhatjach»,
ins Gewicht, und dieser Punkt sei im Gesetz nicht klar gestellt, daß auch am Betrag der Neueiulagea die arbeitende Be-
Die Bedenken, die i» dieser Richtung im Publikum herrschten, völkerung mit über zwei Künstel detheiligt ist, und die durch- seien nicht so leicht zu beseitigen. Auch der Justizmiuister I schuittliche Höhe ihrer Ersteinlage keineswegs unerheblich fich
und der Ausschuß habe sich um diesen Punkt herum gedrückt. 1 darstellt Der etwa» niedrigere Proceutsatz der Abhängig«
Er beantragt die Vertagung der ganzen Gesetzvorlage dis * an der Eiolagensumme gegenüber demjenigen an der Ein- nach Neujahr. — Abg. Jöckel spricht fich für die Einführung | legerzahl wird im Uebrigeo nicht befremden, denn die in der Notariate aus. ES sei bedauerlich, daß eine künstliche Rede stehenden Rate,orten können naturgemäß nicht so hohe Beträge erübrigen und zurücklegen als die Uuternehmerklaffe,
Agitation gegen die Gesetzesvorlage hervorgerusen worden sei, ohne baß man Gründe vorgebracht habe. Er empfiehlt die Annahme des Gesetzes.
Abg. Schönberger and Röhler beantragen noch weiter, über deu vertaguogSauttag namentlich abzustimmeu. — Abg. Sch mitt-Mainz widerspricht dem vertaguugSantrag mit großer Entschiedenheit, der weiter Nichts bezwecke al» da» Gesetz zu Fall zu bringen. Er wird morgen zu demselben da» Wort ergreifen. — Präsident Haa» verwahrt sich gegen die Unterstellung de» Abg. Köhler, al» habe da» Bureau die Vorlage verschleppt und mau wolle die Vorlage noch rasch dnrchpettsche«. Die Geschäftslage der Kammer fei eine solche, daß in nächster Zeit weit über hundert Anträge in den AuSfchüffen zu beratheu seien, und daß eine ganze Anzahl dringlicher Gegenstände erledigt werden müßten. DaS sei der Grund, warum die Kammer zur Berathung vor Weihnachteo zusammengetreten fei.
Die verathungeu werden um x/42 Uhr abgebrochen. Fortsetzung der Berathung morgen früh 9 Uhr.
Deutsches Reich.
Berlin, 15. December. Die ReichStagS-Abgeordueteu Graf Slinkowström und Dietrich haben mit Unterstützung der confervativeu Fractiou im Reichstage den Antrag gestellt, zur Ergänzung de» Strafgesetzbuche» die Bestimmung aufzu- nehmen, daß die Veröffentlichung von Geheimnissen durch die Presse, namentlich wenn da» Bewußtsein obwaltet, daß die Senutniß derselben auf unlautere« Wege erworben ist, mit Strafe belegt werden soll.
Berlin, 16. December. Der Gesetzentwurf zu« Schutze der ArdeitSwilligeu wird, wie der »Hamb, dorr/ hört, fich keiueSweg» auf Bestimmungen beschränken, die fich auf deu TerroriSmu» der Arbeiter beziehen. ES find vielmehr strenge Strafoorschriften tu Aussicht geuommeu, die etwaigen Angriffe der Arbeitgeber auf die Loalttious- frelhett der Arbeiter mit aller Entschiedenheit eutgegentreteu solle«. Dabei wird man insbesondere an schwarze Listen, terroristische Aussparungen u. s. w. zu denken haben. ES ist nicht zu verkenne«, daß die Aussichten de» angekSudigien Gesetze» sich wesentlich verbkffern würden, wenn e» keinen Zweifel darüber ließe, daß es Arbeitgeber und Arbeiter mit dem ole chen Maße deS Recht- und der Billigkeit mißt.
M.P.C. Berlin, 15 December. Für die Spar fähig- teil der arbeitende« Klassen gewinnt man einige Anhaltspunkte ans Daten, welche der soeben erschienene vierte Jahrgang des bayrischen statistischen Jahrbuch» für 1896 enthält. Danach sind in diesem Jahre bei den bayerischen Staatskassen neu eingeirettu: S-werbSthätige, die für fich selbst Spareinlagen machten 65073, juristische Personen (Vereine, Eorporattouen) 8215, nicht erwerbSthättge (Kinder), für welche von Anderen E.nlageu gemacht wurden, 34568. Der Betrag ihrer Ersteiulagen bezifferte fich bei den Erstgenannte« auf 16854 835, bei den Zweiten auf 1079 211, bei deu Dritten aus 5319039. Nur die erste Gruppe, die säst zwei Drittel der neuen Spargäste mit fast ebenfalls zwei Drittel der Neueiulageusuwme in sich begreift, eignet sich zur weiteren Würdigung. Hebt man auS dieser Gruppe daS angestellte und Arbeiter-Personal heran-, so ergibt sich über dessen vethelliguug au deu Sparkassen Folgende-:
Procentantheil an: sämmtlichen Neu Durchsch«. Höhe Einlegern Einlagen einer
Ersteinlage
Land-u. Forstwirthschaft
13,77
10,70
198,18
Industrie
18,65
13,50
184,79
Handel und Verkehr
5,18
8,62
178,51
Häusliche Dienstboten
20,18
10,49
182,78
Oeffeutlicher Dienst
einschließlich freie
Berufsarten
5 21
5.45
266,76
Summa
•/o 62,98
43,76
177,33
Wenn nach diese» Zahlen fast zwei Drittel aller Neu- einlagen fich tu» der Klaffe der Unselbständigen, insbesondere der Arbeiterklasse, rekruttre», so ist das -weisellos ei» günstige» Shmptom von de« Spürsinn und der Sparfähigkett der
für welche fich die Erstriulage durchschnittlich auf rund 890 Mark beläuft. Noch einzelnen Berufen geordnet, ergibt fich die bedeutendste Sparhäusigkeit für die industrielle Arbeiterschaft. Zwar wird ihr au sich hoher Anthetl (18,65 e/0) a» der Einlegerzahl von den häusliche« Dienfiboten noch etwa! übertroffen, und in Durchschnitt find die Beträge, die der Arbeiterstaud von Land- und Forstwirthschaft, sowie vo» öffentlichem Dienst (niedere Bedienstete, Bureaudiener, Portiers re) bei den Sparkassen einlegen, höher- aber die letztere« Fälle find viel seltener als die, iu denen Arbeiter der Industrie zur Sparkasse komme». Und darum erscheine» die industriellen Arbeiter mit einem so na«hasteu Autheil an der Etulageusumwe, daß die Quoten der anderen Arbeiter verhältuißmäßig weit zurückbleideu.
AsssUnsd.
Wie». 15 December. Der deutsche Botschafter Graf Eulenburg wurde heute Mittag vom Kaiser iu Audienz empfangen. Mau bringt die Audienz mit den fchwebeuden Behandlungen betreffend die Ausweisungen österreichischer Untertanen au» Preuße« iu Zusammenhang.
ölen, 15. December. Heute Mittag ist über Wien und Umgebung ein heftiges Gewitter «iedergegangeu, verbunden mit Hagelschlag.
Rom, 15. December. Da- in Mantua erscheinende Blatt „Provinzia" bringt die Meldung an» Eritrea, daß Menelik italienische Kriegsgefangene seine« Löwen al» Futter vorgeworfen habe.
Sitzung der Stadtverordneten
am 15. December 1898.
Anwesend: Herr Oberbürgermeister Guauth, Herren Beigeordneten Georgi, Grüoederg und Wolff, von Setten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmeliu», Flett, Dr. Gaffkh, Grünewald, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Kirch, Loo», Löber, Orbig, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Schwall und Wallenfels.
Bor der Sitzung der Stadtverordneten fand unter Vorsitz des Herrn Provinzialdlreclors v. Bechtold die Wahl vo» fünf KreiStagSmitglieder« für den ersten Wahlbezirk (Stadt Gießen) statt. E» erhielten Stimmen die Herren: Oberbürgermeister Guauth 20, Beigeordneter Georgi 20, Dr. Gutfletsch 20, Dr. Schäfer 19 und Scheel 18. Die Genannten find danach gewählt.
Fran Daniel M o o g Wwt. hat letziwillig der Stadt ein Capital von 1500 Mk. zugewendet mit der Bestimmung, daß au» dem Z n-erträgmß ihre und ihre» Ehemannes Grabstätte unterhalten wird. — Ein wettere» Legat derselben Erblasserin besteht in 5000 Mk., von deren Zinsen alljährlich am Todestage ihre» Ehemann» (2. October) an bedürftige und würdige Wittwer ober Wittwen, unter denen die verwandte« de» Vorzug genieße« sollen, Gaben von nicht unter 20 Mk. ver- theilt werden solle«. Die Versammlung beschloß, die Stiftung mit Dank anzunehmen.
Dir Firma Andr. Euler soll eine hinter deren Neub« an der Steinstraße und de« NachbarhaNse liegende Rest- parzelle städtischen Gelände» von 57,8 Oaabrahneter zum Preise von 350 Mk. Überlassen werden.
Schloffermeister Hermann Leherzapf beabsichtigt, tat ehemals Aruold'scheu Hause am Asterweg eine Werkstatt ein- zurichteu, zn welchem Zwecke er einen etwa 21/, Meter breiten Streifen vom Hofe de» zur Zett von der Gewerbeschule berufen ehemaligen Schulhause- am Asterweg gegen ein Stück dahinter liegenden, ihm gehörige« Gelände» ei»- tausche« will. Die Versammlung lehnt da» Gesuch mtt Rücksicht daraus, daß die Stadt durch Abttetnug de» fraglich en Gelände» später in der freien Verfügung über da» Gesanmtt- gelände beeinträchtigt werden könnte, ab.
Die Urlaubsgesuche der Geometergehilfeu Philippi und Werkmanu, welche fich auf das Geometerexameu vor- bereiten wollen, werden auf Befürwortung le» Stadtgeometers genehmigt.
Au Stelle des verstorbenen Mttgliedes im Verwaltung»-


