Ausgabe 
17.11.1898 Erstes Blatt
 
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baß besonders in den letzterwähnten Gebieten die Arbeiten nicht immer ohne Gefahr für die Betheilißten find, bewies schon vor einiger Zeit ein Vorfall, bei dem eine Anzahl an Land beschäftigter Leute von feiadlichen Eingeborenen ange­griffen wurde. Letztere wurden daraufhin durch eine Expe­dition des LanbungScorpS der Möwe" gezüchtigt. Trotzdem ereignete sich aber kürzlich wiederum ein ähnlicher Fall, aller­dings au einer anderen Stelle. Als Mitte Juli dieses Jahres S. M. S.Möwe" Berweffuugen am Neumayer-Fluß an der Nordküste von Deutsch Neuguinea vornahm, benutzte eine größere Horde von Eingeborenen aus dem Innern die Ge­legenheit, als das Schiff selbst zur Triangulation Anker auS- geworfeu hatte, um die am Laude errichtrte Pegrl- statiou unerwartet zu überfalleu, die nur mit zwei Matrosen besetzt war. Doch diese braven Leute ließen sich auch durch die Uebermacht nicht ins Bockshorn jagen. Unbeirrt durch die Psetlschüffe nahmen sie die Gewehre zur Hand und ver- theidigten kaltblütig ihren Posten. Die Eingeborenen hatten auf einen derartigen Empfang wohl nicht gerechnet, nachdem drei der Ihrigen verwundet waren, zogen sie eS vor, schleunigst wieder in den undurchdringlichen Büschen zu ver­schwinden. Nur einen von ihnen fand man nachher tobt mit einem Schuß tu den Kopf tu dem Buschwerk. Die beiden Matrosen waren unverletzt gebliebeu. AlS durch die Schüffe aufmerksam gemacht, dieMöwe" schleunigst heraukam, waren sie ruhig wieder bet Ihrer Arbeit. Die beiden wackeren Leute waren die Matrosen HeuSberg aus Elberfeld und Adolphi aus Barmen.

Art-Urird.

Wien, 15. November. Die weitere Gestaltung der Dinge in Oesterreich hängt nicht mehr von der Opposition im österreichischen Parlament allein ab. In Ungarn ist die Lage sehr ernst geworden. Halbamtlich wird sie alsparla­mentarische Anarchie" bezeichnet. Die Odstruction dauer» ununterbrochen fort. Wenn die TageSordnuugSdebatte auch irgend einmal vielleicht schon Mitte dieser Woche zu Ende gehen sollte, so wird die JndemvitätSdebatte reichlichen Stoff zu neuer Odstruction bieten. Auch find für die nächsten Tage wieder, wie neulich schon, Sturmscrnen zu gewärtigen. Ihren Zweck, da- Eabinet Bauffh zu stürzen, wird die Odstruction indeß, so versichert man, nicht erreichen. Der ungarische Ministerpräsident scheint sich vielmehr schon jetzt für alle Fälle eiuzurichteu. In diesem Sinne schreibt der halbamtlichePester Lloyd", die parlamentarische Sint- fluth werde die amtliche Thätigkeit des ungarischen Staate» nicht zum Stillstände zwingen, denn die Regierung werde, gestützt auf das Vertrauen der Krone und der großen Mehrheit des Parlaments", die Verwaltung wetterführen unter Voraussetzung oder vielmehr in der Gewißheit einer nachträglichen Indemnität. Also Staatsstreich in beiden Thetlen der Monarchie in Aussicht, und da» imJubiläums- jahr".

Wien, 15. November. Die Sloveneu haben einen großen nationalen Erfolg zu verzeichne«. Das Grazer Obergericht hatte in wiederholten Entscheidungen Ausführungen sloveuischer Rechtsanwälte in sloventfcher Sprache vor dem Grazer Oberlandesgerichte für unzulässig erklärt. Dagegen haben nun die sloventschen Advocsten die Berufung an den obersten Gerichtshof ergriffen und dieser hat, offenbar unter unmittelbarer Einflußnahme des Ministeriums, dahin ent­schieden, daß die sloveuische Sprache vor dem Grazer Ober­gerichte der brutschen Sprache gleich zu achten sei. Mit dieser grundsätzlichen Entscheidung in der Tasche werden nun die sloveuischen Vertreter an die Regierung herantreten, um die Ernennung sloveuischer OberlaudeSgerichtSräthe für Graz zu verlangen, denn die Zulaffung der flovenischru Sprache zu den Verhandlungen bedingt die Kenututß dieser Sprache auf Seiten der Richter. So wird langsam, aber planmäßig baS Vordringen des sloveuischen Elementes in deutsches Gebiet durch dir Regierung gefördert.

Paris, 15. November. Zu dem heute vom EaffatiouS- hofe gefaßten Beschluffe betreffend DreyfuS meldet der Temps", daß DreyfuS nicht nur informirt wird, sich für die Bertheidigung vorzubereiten, sondern daß die Regierung ihm auch gewisse Schriftstücke zuseudeu muß, welche Fragen enthalttu, die von DreyfuS beantwortet werden müssen. Da das regelmäßige Postschiff nach der TeufelSiusel nur am 9. eines jeden Monats abgeht, wird wahrscheinlich ein Special- schiff im Laufe des morgigen TageS nach der TeufelSiusel abgehen. Die Regierung ordnete an, DreyfuS von Allem zu unterrichten. Der Colontenminifier erhielt aus Cayenne ein Telegramm, daß DreyfuS bet guter Gesuudhett set.

Pari», 15. November. Ju der heutigen Kammerfitzung hat der Abgeordnete LagieS die Regierung über den B ei ch luß des EaffatiouShofe« interpellirt. Der Minister- präfideut verweigerte jedoch die Annahme der Interpellation. Dieselbe wird von dem gleichen Abgeordneten am nächsten Donnerstag wieder eingebracht werden. Der Abgeordnete Boyer hat alsdann die Regierung interpellirt, das Gesetz vom 15. Deermber 1897 auch auf das Militärgerichts- Verfahren auSzudehuen. Das Gesetz verlangt, daß jeder An­geklagte bei seinem Verhör durch den Untersuchungsrichter von seinem Anwalt begleitet sein muß. Zum großen Er­staunen der Abgeordneten erklärte de'. KriegSminister sich bereit, den Antrag anzunehmeu. Er will sogar die Dring­lichkeit für diesen Antrag angenommen wissen. Der Kriegs­minister erklärte weiter, der Gouverneur Zurlinden sei voll- ständig im Recht gewesen, den Obersten Ptcquart in Geheim- haft zu halten. Diese Worte riefen einen großen Tumult im Parlament hervor. Wahrscheinlich werden Cavatgnac und Drumont die Regierung wegen des heutigen Beschlusses des LassattouShofeS interpelliren.

Paris, 15. November. Dem®oh" zufolge ist das gestrige Zeugeu-Verhör der Generale Zurlinden und Chauvi ne von größter Wichtigkeit gewesen. Zurlinden soll in ausführlicher Weise dargelegt haben, wie mau auf die

Schuld DreyfuS gekommen sei, und auch Chanoiue soll erklärt haben, daß er nach wie vor von der Schuld DreyfuS über­zeugt sei. Der Inhalt des geheimen Dossier sei solcher Natur, daß durch die Veröffentlichung desselben die Beziehungen mit den fremden Mächten compromittirt würden. Heute Nach­mittag sollen der frühere Präsident der Republik, Casimir Perier, Minister-Präsident Dupuy und Capitän Lebrun Renault vernommen werden.

London, 15. November. WieDaily Chroniele" auS Washingtou gemeldet wird, erklärte ein Minister, wenn Spanien sich weigere, die Philippinen aufzugebeu, werde Amerika sofort die Feindseligkeiten wieder aufnehmeu und die Insel gewaltsam wegnehmeu.

Großbritannien. Am Montag begann auf dem Tyne ein Ausstand der Matrosen und Heizer, welche eine Lohnerhöhung forderten. Die Ausständigen verlangen 4 Lstrl. 15 Schill, auf den in das Ausland bestimmten Schiffen. Drei Dampfer lehnten die Lohnerhöhung ab und find bereits boykottirt worden. Der Ausstand erstreckt sich auf dreitausend Mann.

Rußland. Ein neues unmittelbares Eingreifen des Zaren in die Staatsgeschäfte wird gemeldet. Dieser Tage erging ein Befehl des Zaren durch das Departement der Staatsöconomie allen Ministerien zu, im nächstjährigen Staatshaushalt keinesfalls die ordentlichen Ausgaben zu er­höhen und die außerordentlichen jedenfalls möglichst einzu- fchränken. Amtlich begründet wird der Erlaß durch letztjährige Mißernten. Tatsächlich meinen gutunterrichtete politische Persönlichkeiten jedoch, der Befehl des Zaren stehe außerdem noch ober hauptsächlich in ursächlichem Zusammenhänge mit der Friedenskundgebung. Jedenfalls ist der Rundbefehl von höchstem Interesse, da ein unmittelbares eigenes Beginnen des Zaren zu derartigen Erlassen nur bei Fällen außerordent­lichster Wichtigkeit bisher gebräuchlich war.

M.P.C. Ueber den Stand der rusfischenRüstungen in China erfährt derStandard" Folgendes: Seit einem Jahr ist Port-Arthur buchstäblich angefüllt mit Soldaten, welche ununterbrochen zu Wasser und zu Lande eintreffen. Es find jetzt bereits über 40000. Außerdem haben die Russen bei Niou-Tchouang ein verschanztes Lager errichtet. Die Russen haben die Wasserwege der Mandschurei völlig in der Hand, da die chinesischen Truppen einfach vor ihnen zurück­gewichen find und theilweise ihre Forts verlassen haben. Wenn die Truppenanhäufungen in der Mandschurei fortdauern, so ist nicht nur bald die ganze Mandschurei in den Händen der Russen, sondern letztere bedrohen auch die Eisenbahnlinie von Chang-Hai-Kouan bis Tien-Tfin und Peking. Die einzigen chinesischen Truppen, welche den Russen hier entgegengestellt werden könnten, stehen halbwegs zwischen Peking und Niou- Tchouang und sind überdies in Händen russischer Jnstrutteure. Der englische Lord Beresford soll bei seiner Ankunft in Niou- Tchouang aus Port-Arthur die russischen Kriegsvorbereitungen in einem so vorgeschrittenen Stadium angetroffen haben, wie man es in England bis dahin gar nicht für möglich gehalten hatte.

Assen. In Petersburg hat die Rede Lord Salis­burys eine besondere Aufregung hervorgerufen. Man sagt sich, daß in der Hauptsache die Kundgebung gegen die russischen Erwerbungen in China gerichtet ist, und daß Eng­land die Gewinnung eines neuen Verbündeten für seine Pläne im Stillen Ocean verkündet: die Vereinigten Staaten. Man erwägt außerdem, daß England ohne sonderliche Anstrengungen Japan gegen Rußland mobil machen kann und die russische Diplomatie auch über Deutschlands Haltung im Unklaren ist. So will denn Rußland vor der Hand in seinen Plänen auf China im Osten des Himmlischen Reiches die äußerste Vorsicht beobachten. Infolge dieser Nothwendigkeit hat aber die Rede des britischen Premiers eine empsindliche Rückwirkung auf das Ansehen des Finanzministers Witte ausgeübt, der wieder­holt die asiatische Politik Murawjews zu durchkreuzen suchte, immer ein langsameres Zeitmaß anempfahl und sogar dafür eintrat, daß Rußland mit England in Asten eine Verständigung suchen müsse. Zur Zeit ist jedenfalls der Murawjew'sche Einfluß dominirend. Dies wird zu einer Verstärkung des vorgehenden Zuges in der russischen Politik führen, wenn auch nicht in Ostafien, sondern in Afghanistan und Persien und auch im nordwestlichen China. Man will eine Heerstraße von der Stadt Binsk am Ob nach der alten Chinesenstadt Kobdo schaffen. Dort soll auch ein russischer Vertreter an- sässig sein, um die mit Peking nur in loser Fühlung stehen- den Völkerstämme des nordwestlichen Chinas an die russische Schutzherrschaft zu gewöhnen. Diese neuen Pläne werden von der russischen Gesellschaft schon deshalb mit besonderer Sympathie ausgenommen, weil sie in einem Vorrücken Ruß­lands in diesem Gebiet das Näherkommen an die indische Grenze feiert.

Localer «nd provinzielle».

Gieße«, 16. November 1898.

Stadttheater. Al» vierte BoikSvorstelluuz wirb am Donnerstag den 17. b Mt». Sudermann»Hetmath" im hiesigen Stadttheater oufgeführt. Eintrittspreise 40, resp. 20 Pfg. Auf vielfachen Wunsch wirb am Freitag Moser» reizenbes LustspielDa» Stiftungsfest" gegeben. - DaS Gastspiel de» hier mit Recht beliebten Hofschanspirler» Heinrich Hacker von Darmstadt fiuber am DreuStag nächster Woche statt.

Ei».Verein. Die nicht eingelvsten Mitglieds­karten können bi» zum 25. os». Mt». bei Herrn Friseur Gerharbt, Linbenplatz (stehe Inserat), abgeholt werben. Wer also nicht noch einmal Eintrittsgeld bezahlen will, dem em­pfehlen wir, hiervon Gebrauch zu machen. Auch eine Ein- ze chuungSltfle für neue Mitglieder liegt baselbst offen.

Ein neuer UuterhaltuugS- uud SrwerbSzweig für da» weibliche Geschlecht eröffnet sich jetzt in einer bisher uu- bekannten SpecieS ber Feberblumenarbeit, bie in einer Herstellung künstlicher Blumen au» Federn besteht. Feber­

blumen, in ber jetzigen vollenbung, finb wohl da» Hervor­ragendste, was in den letzten Jahren in ber Blumenindustrie erzeugt wurde. In einer täuschenden Nachbildung natür­licher Blumen gearbeitet, find diese an wunderbarer Schön­heit, prachtvollen Farbentönen, sowie an Haltbarkeit schwerlich zu übertreffen und eignen sich sowohl für Putz, wie für jede Art Decoration. Blumenkörbe jeden Genre» können au» diesen herrlichen Nachbildungen echter Kinder Flora» arrangirt werben. Auch werben in Federschmuckarbrit Gebrauch»- und LuxuStzegenstande von ganz außerorbsntlicher Schönheit her- gestellt und bieten prachtvolle Ballfächer, transparente Licht­schirme, mit grünen MooSfasern besetzt, sowie reizende Sonnen­rosen mit herrlichen Ranken Gelegenheit zu Weihnacht»- geschrukev, sowie als Lampen- und Wanddecorariou die größte Zierde selbst für den verwöhntesten Geschmack. Diese aller­liebsten Arbeiten find jetzt bei Herrn Reiber, Möbelgeschäft, SelterSweg, hier, ausgestellt, und hat sich Fräulein Emilie Wellhäuser, eine Meisterin und Lehrerin in dieser neuen Kunst, für einige Zeit Bleichstraße 24, 2. Stock, eingerichtet, um daselbst einen CnrsuS zur Erlernung dieser schönen Sachen zu erthetlen. ES ist also jetzt für unsere Damen und Sinder Gelegenheit geboten, reizende Arbeiten zu erlernen.

* Mittheilungen über Ladefristen für Wagenladung»- güter auf den Königlich Preußischen und Großhrrzoglich Hessischen Staat»bahnen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Anforderungen an die Eisenbahnverwaltung zur Be­wältigung de» Güterverkehr» in außerordentlicher Weise ge­steigert. ES ließ sich in Folge dessen trotz der größten An­strengungen nicht'vermeiden, trotz der Güterwagengestelluug in den Zeiten de» stärksten Verkehr», im Frühjahr und Herbste Unregelmäßigkeiten vorkamen. Neben der großen Zunahme de» Verkehr» ist dieser Uebelstand auf bie vielfach über ba» wirkliche Bebürfniß hiuauSgehende Dauer ber Lade­fristen zurückzuführev. Diese Fristen, welche früher nur sechs TaseSstunden betrugen, würben im Jahre 1878 auf 12 Tagesstunden ausgedehnt, und außerdem gestattete no» die Bahnverwaltung, daß auch vor Beginn und nach Schluß dieser Tagesstunden Be- und Entladungen vorgenommev wurden. Die VerkehrSordnung sieht zwar di? Einschränkung ber Ladefristen vor, wenn der geregelte Verkehr durch protze Güteranhäufungen gefährdet wird, doch hat die Preußische. StaatSbahuverwaltung von diesem Rechte bisher nur selten Gebrauch gemacht, trotz der schärfsten Angriffe, bie häufig wegen nicht rechtzeitige« Wagengestellung gegen fie laut würben. Auch in absehbarer Zeit soll eS nicht beabfichttgt sein, die Ladefriftrn für die jeweilige Dauer be» Wagen­mangel» allgemein abzukürzen. Dagegen erscheint e» nicht unbillig, die Fristen da einzuschränken, wo fie seither über­reichlich bemeffen find. ES gilt dies insbesondere bei allen Wagen, die ab 9 Uhr Morgen» den Verfrachtern zur Vrr- fügung stehen und deren Benutzungsfrist bi» zum Schluffe ber TageSgefchäftSstunben als vollkommen ausreichend zu betrachten ist. Die jetzige Vorschrift, wonach bie Labefrist für solche Wagen erst am nächsten Morgen um 9 Uhr ab­läuft, hat nach den gemachten Erfahrungen für bie Berkrhr- treibenden keinen besonderen Werth, sür bie Eisenbahn aber, unverhältnißwäßig hohe Nachtheile, da ber folgenbe Nacht­betrieb ber Eisenbahn bie betreffenden Wagen nicht mit nm« fassen kann. Die Preußischen Staatsbahnverwaltungen haben bewgemäß beschlossen und angeordnet, baß ab 1. Januar 1899 bei demjenigen Wagen, deren Avifirung und Bereit­stellung dergestalt erfolgt, baß spätesten» um 9 Uhr Vor­mittag» bie Labefrist beginnt, bie Be- bezw. Entlabefrist mit dem Schluffe ber Geschäft-ftunben desselben Tage» ihr Ende erreicht. AuSgeuommen von dieser Anordnung find alle Ab­sender oder Empfänger, welche außerhalb eines Umkreise» von zwei Kilometer vom Stationsorte wohnen. Hiermit wird eine weitere Ursache de» Wagenmangel» beseitigt, ohne daß eine unbillige Beeinträchtigung berechtigter Verkehrs­zweige oder einzelner Jntereffenten eintritt. Die Eisenbahn» Verwaltung kann bei Lösung ihrer stet» wachsenden Aufgaben eine eutzegenkommende Mitwirkung der BerkehrSintereffenten nicht entbehren, und er darf hiernach wohl angenommen werden, daß die vorstehend mitgetheilte, im öffentlichen Ber- kehr»intereffe begründete Maßnahme überall die richtige Würdigung finden wird.

** In Amerika verstorbene Hesse«. In Belleville, Jll., Frau Eva Elisabetha Schütz, geb. Koob, 50 Jahre alt, au» Lieberbach. In Elgin, Jll.. Karolina Platts 18 Jahre alt, au» Robheim a. b. B. Ja Harriet»- Ville, O., Frau Christine Peppel, geb. Haa», au» Hessen- Darmstadt. Ja Santa Clou», Jnb., Wittwe Katha­rina Kaiser, geb. Wiegand, 68 Jahre alt, au» Hessen- Darmstadt. In Belle Ville, Jll., Nikolaus Menge», 60 Jahre alt, au» Semd.

Wetterbericht. Die Herrschaft de» hohen Drucke» hält fortgesetzt an und zieht sich ein barometrische» Maximum von Westen nach Osten über den ganzen Continent. Dem­zufolge bauert auch die im Flachlande meist nebelige, in den höheren Lagen heitere und allenthalben ruhige Witterung an. Niederer Druck bedeckt nur den äußersten Norden. Voraussichtliche Witterung: Fortdauer de» bestehenden WitierungS-Character».

§ Aus de« oberen Ohmthal. 15. November. Zu ben BermeffnngSarbeiten ber oberen Ohmthalbahn ist dieser Tage die ministerielle Genehmigung ei.ngelaufen. Die Continentale Eisenbahnbau- und BetriebSgesellschast zu Berlin hat den Ingenieur Herrn Hebold mit den VermeffungSarbeiteu betraut, welche bereit» fleißig in Angriff genommen find und in einigen Tagen beendet sein werden. Wie die MontirungS- fähnchen zeigen, soll die geplante Bahn von Mücke über Merlau, Kirschgarten, Wettsaasen, Ruppertenrod, dem Ohm­thal entlang bis nach Oder-Ohmen gehen, hier sührt fie aus bie Hauptstraße nnb dieser entlang nach Ulrichstein. Ist hier ber höchste Punkt gewonnen, so soll fie bann bem Wiesenthal oberhalb Ulrichstein» entlang nach Herbstein ihren Weg nehmen^ 1 Dem abgesteckten Weg ber neuen Bahn kann man seine An-

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