vubapess, 15. Juai. Der ungarische Reichstag wird am 22. oder 23. auf 21/a Monate in die Sommer« irrten gehen. Unmittelbar nach der Vertagung begeben sich die Mitglieder der ungarischen Qaoten-Deputation -nr Fort« setzung der jetzt unterbrochenen Verhandlungen nach Wien.
Preßbirg, 15. Juni. Bet etner Exercierübung de» hiesigen 5. Artillerie-Regiment» stießen beim Auffahren In die Fahrltnte zwei Züge derart heftig zusammen, daß die Pferde übereinander stürzten und die Mannschaften unter sich begruben. Ein Lieutenant erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, ein Wachtmeister wurde durch einen Säbelstich, außerdem ein Freiwilliger und mehrere Soldaten verletzt.
Belgrad, 15. Juni. Der serbische Minister de» Aeußern erhob bei der Pforte Vorstellungen wegen neuerlicher Gr euz« ein fälle durch die Aruauten.
Rev-York, 15. Juni. Da» letzte Telegramm de» Admiral» Samson au» Guautauomo besagt, die Lage der amerikanischen Truppen sei kritisch geworden und zwar infolge der erneuten Angriffe der Spanier. Bet den letzten Gefechten haben die Insurgenten den Amerikanern keinen Beistand geleistet.
wahlbervegrrng.
X. Darmstadt, 15. Juni. Zur Reich»tag»wahl t« Wahlkreise Darmstadt« Groß-Gerau. Alle Parteien haben in der letzten Zeit große Anstrengungen gemacht- die Socialdemokraten bedienen fich dazu großer affichirter Aufrufe au» der „Mainzer Volkszeitung", worin so und so viel al» die BoikSrechte beschränkend den Wählern vorgehalten wird. Sicher ist, daß ihr Candidat entweder mit dem der Natioualliberalen ober dem der Antisemiten in Stichwahl kommt. Der Bund der Landwirthe hat für den hiefigen Kreis Stimmenfretheit (für den Natioualliberalen oder den Antisemiten) seinen Anhängern gelaffeo- da» Centrum empfiehlt Wahleuthaltung- nur ein namhafte» Mitglied dieser Partei tritt in ein em hiesigen Blatte sür eine Zählcandidatur Schmitt ein. Wa» das sür einen Zweck haben soll?
Cocale* und ^provinzieller.
§ AuS dem Ohmthal, 15. Juui. Die endlich eiugetreteue Befferung de» Wetter» kommt der allseits begonnenen Heuernte sehr zu statten. Hat auch die ungewöhnlich lang dauernde Regenzeit manchen laudwirthschaftlichen Schaden verursacht, so hat sie doch einen Futterreichthum gezeitigt, wie rc zu den Ausnahmen gehört. Wie im Felde der Klee, so steht in den Wiesen da» HeugraS in vollkommenster Art. Wer zur jetzigen Zeit die zahllosen Heukegel tu den Wiesen unsere» OhmthaleS erblickt, der kann auch die Größe de» dle»jährigen Heusegeu» ermrffen, der nur Fortbestand der sonnigen Witterung bedarf, um ein vollkommener zu werden. Daß bet einem solchen Gradbestand die Preise sür da» HeugraS auf niedriger Stufe stehen, ist eine naturgemäße Folge. Die Hälfte und nicht selten ein Drittel der sonstigen GraS- preise werden zur Zeit bei den HeugraSversteigerungen erzielt. Da da» Heugra» meist von den kleineren Landwtrthen ge« steigert wtrd, so ist die Ersparung ihrer Ausgaben gewiß bemerkeuSwerth. — Im Felde stehen die Aussichten für das Wtntergetreide ebenfalls recht günstig. Der Rap» verspricht eine gute Ernte, Korn und Wetzen stehen üppig und kicht. Da» Korn befindet fich jetzt tn der Blüthe, ihm kommt da» trockene Wetter mithin zur rechten Zett. Nur die Kartoffeln haben sehr gelitten, besonder» die srüh gesetzten. Trotz der vorgerückten Jahreszeit steckt man jetzt noch Kartoffeln nach, um die Lücken zu schließen.
vermischter.
* Wa» amerikanische Touristen in Europa auSgeben. ®ine Retse nach der alten Welt gehört in den Bereinigten Staaten alljährlich während der Sommermonate zum guten
blindlings der Fährte eine» Wilde» gefolgt. Plötzlich sei er bi» zum Gürrel in Sumpf und Moor gesunken. Auf seine Anordnung habe man da» Waffer zusamwengeführt und der Quell- sei nach ihm „Landgrasenboru- genannt.
Aus unserer sich ihrem Ende zuneigendeu Wanderung berühren wir noch den Geißelst ein, einen schwer zu- gängigen Fel», von dem au» man die grauen Häupter der benachbarten Rhön erschaut. Bet klarem Wetter soll gar der seroe Jnsel»berg de» Thüringer Walde» dem scharseu Ange sichtbar sein.
Der von den Sieden Ahorn kommenden, vorhin erwähnten „alten Straße" folgend und rüstig au»schreitend, treffen wir bei guter Zett iw Elubhau» auf dem Hoherod». köpf ein. Frischauf! Da» ,st Tourtstengruß. Wir geben «od empfangen ihn. Bald schäumt da» kühle Bier im Krug, und gute Atzung bringt der brave Wirth. Trauliche Zwie- spräche füllt die Stunden, manch kernig Lied erschallt im frohen Kreise weit in da» Land hinein und auch der Bumbaß tritt in seine Rechte. Wa» der Bumbaß ist? Ein moderne» Musikinstrument, nicht» wehr und nicht» weniger. Von bewährter Krast virtuo» gehandhabt, erzielt er eine „durchschlagende" Wirkung.
Wie die flüchtigen Stunden eilen! Schon dunkelt die Nacht herein. Sie mahnt zum Aufbruch. Ein kräftiger Händedruck, und wir steigen den steilen Bergpfad hinunter. Der fahle Mond mischt feinen matten Glanz mit goldener Sterne Schein. Unsicher ist der Tritt. Wenn ich nicht be« ftimmt wüßte, daß de» Monde» mangelhafte Beleuchtung daran schuld fei, so würde ich den alten Gesellen darauf ausehen, ob er nicht ein schiefe» Gesicht zieht. Bum, bum! Der Klang liegt immer noch in meinem Ohr und weckt Erinnerung mir an frohe Stunden.
Schottener KreiSbl.
Ton, wenigsten» in gewissen Gesellschaftskreisen. Infolge des spanisch-amerikanischen Krieges dürften diese Gaste jedoch diesmal auSbleiben und so berechnete ein moderner Ada« Riese soeben, waS Europa dadurch einbüßen dürste. Im Durchschnitt unternehmen, nach zuverlässigen Quellen, jährlich 25000 Yankee» die Fahrt Über den großen „HäringSteich", und der Aufwand dieser wird auf allermindestens 4000 Mk. pro Kopf oder auf zusammen hundert Millionen Mark veranschlagt. Blieben die Amerikaner in diese« Sommer wirklich ouS, so würden wir also doppelte Ursache haben, den unseligen Krieg zu bedauern.
* An Dorado für Ctndirende muß die medizinische Hochschule in Kairo sein. Die Regierung kommt den Musevsöhueu, die fich dort dem Studium der Medizin widme» wollen, in freundlichster Weise entgegen. Abgesehen davon, daß sämmtttche Vorlesungen kostenlos find, erhält jeder Besucher der Hochschule auch noch ein monatliches Taschengeld von 41 Mk. Um das Studium noch angenehmer zu gestalten, hat mau für die Studenten eine besonder - Restauration eingerichtet, in der ihnen unentgeltlich Speisen und besonders Getränke verabfolgt werden. Dieses letztere Beveficium dürfte vielen deutschen Maseniöhnen die egyptische Hochschule als die vollkommenste aller Univerfitäten erscheinen laffeu. Auch die Sportplätze für Fußball-, Lawn Tennis-, Crocket- spiel u. f. w. steht den Herren Studenten zur Verfügung. Alle diese Stipendien hat die Regierung indeffen den Studirenden nur gezwungen gewährt. Die Hochschule, die früher mehr al» 200 Besucher hatte, wurde, als sie in die Hände der Engländer gerieth, von den Eingeborenen gemieden, und es war zu befürchten, daß die Profefforeu bald vor leeren Bänken lesen würden. So kam man auf den Gedanken, da» Studinm in der erwähnten Weise zu erleichtern und dadurch mehr Hörer heranzuziehen. Sehr geglückt ist dieser Versuch aber nicht, denn die Akademie hat augenblicklich nur 21 Besucher, die die Univerfität nur als VetsorgungS- anftalt betrachten, mehr den Lawn-Teonis-Platz, als die Vorlesungen besuchen, und weniger darauf bedacht find, ihren Wissensdurst zu stillen, al» in der gastfreundlich geöffneten Restauration den gewöhnlichen leiblichen Durst zu löschen.
* 3* der Klemme. Auf welche Weise ein reisender Raucher zwischen Vohwinkel und Hagen in einen nerven- anspannenden Zwist widerstreitender Pflichten kommen kann, beleuchtet eine Zuschrift der „Köln. Ztg.": „Ich war", so heißt es darin, „ausnahmsweise im gleichzeitigen Besitze eine» brennenden Cigarrenftummel» und einer Fahrkarte erster Klaffe und stieg auf dem Bahnhofe zu Langenberg io ein Abtheil ein, an dessen Fenster inwendig, aber von außen lesbar ein Schild hing: „Für Raucher". Kaum hatte ich Platz genommen, al» ich gerade vor mir eine Bekanntmachung von dem bekannten, ungefähr wie folgt lautenden Inhalt bemerkte : „Das Rauchen ist in der ersten Wagenklaffe strengstens untersagt, sobald einer der in demselben Abtheil Mitreisenden Fahrgäste dagegen Widerspruch erhebt." Nun war ich zwar allein und hatte somit keinen Widerspruch gegen die Aufzehrung weine» Stummel» zu befürchten/ außerdem aber las ich deutlich die auf den beiderseitigen Wagensenstern pen- delvdeu Schilder, die beiderseits mit den Worten „Für Rancher" bedruckt waren. Ich legte mir aber doch die Frage vor, was wohl geschehen würde, wenn auf der nächsten Station ein unfreundlicher Mitreisender einstiege und auf Grund der schön eiugerahmten Bekanntmachung Widerspruch gegen mein Rauchen erhöbe. Die juristische Schwierigkeit des Falle» lag auf der Hand/ aber, glücklicher Weise war die Lösung, wie ich nunmehr zu meiner Freude gewahrte, schon gefunden. In einem gewissen Achtungsabstande von der glänzenden Einrahmung war nämlich eine vierte Kundmachung aufgehängt, welche lautete: „Zur Nachricht. Die in diesem Abtheil am gebrachte Bekanntmachung, nach welcher das Rauchen strengstens unterlagt ist, sobald ein in demselben Abtheil Mitreisender Fahrgast dagegen Widerspruch erhebt, wird hierdurch außer Kraft gesetzt." Der Zug hielt in NevigeS, und richtig stieg ein Herr ein, der mich etwas verwundert anblickte. Ich verwies auf die vier Kundgebungen der Eisendahn-Direction, und lachend qualmten wir bald alle Beide in vollem Bewußtsein unseres Rechte»."
e Neber den Stand der Aufiedlunglverhältnifie in Südwest Afrika g'ebt folgende Auskunft de» Gouvernements Aufschluß, welche zur Information für Auswanderung». luftige genügen dürfte. Darnach haben Ansiedler, d. h. Leute, welche fich dem Landbau und der Biehwirthschaft widmen wollen, ohne Vermögen geringe AnSfichten. Zu diesem Zwecke find mindesten» 10 000 Mk. erforderlich. Mit diesem Mindest- capital ausgerüstet, können praktische und nüchterne Leute, welche persönlich vor keiner Arbeit zurückicheuen, auf Erfolg rechnen. Tüchtige Handwerker, besonder» vom Baugewerk, haben auch, ohne im Besitz größerer (Kapitalien zu fein, immer Aussicht auf Arbeit und Verdienst. Auch beim Bahnbau werden noch weiße Arbeiter gegen einen monatlichen Lohn von 100 Mk. und freie Verpflegung angenommen. Kaufleuten, welche nicht im Besitz genügender Mittel sind, um selbstständig zu arbeiten, kann die Einwanderung nur dann angerathen werden, wenn sie mit einem festen Engagement kommen. Kaufgeschäfte find bereit» sehr reichlich hier. Nach der Rinderpest ist der Binnenhandel so beträchtlich zurückgegangen, daß schon diese zum Theil sehr mäßigen Umsatz haben. Für tüchtige Leistnagen werden durchschnittlich hohe Löhne gezahlt, besonders an Handwerker. Der Lebensunterhalt kommt dem- entsprechend thener zu stehen, dürfte aber im Allgemeinen nur wenig thenrer fein, als in Südafrika. Nenerding» ist da» Gebiet von verfeba als öffentliche» Schürfgebiet erklärt worden. Uebcr die Erfolge, welche die Schürfer haben werden und über da» Vorkommen von Gold und Edelsteinen u. f. w. kann iudeß noch nicht» Bestimmte» gesagt werden. Für den Landerwerb gelten die nachstehenden Bedingungen: 1. Bei der Verfteigeruag von Farmen (10000 Kap'sche Morgen -= Hektare, auf Wunsch auch kleinere), wird der Zuschlag nach der Wahl der kaiserlichen Landeshauptmann- schäft einem der dort Höchstbietenden ertheilt, wenn das An
gebot «indesten» die Höhe von 1 bi» 2 Mk. für den Kap'- scheu Morgen erreicht. 2. Der Kaufpreis kann in einer Summe auf de« verkaufstermin ober in Theilzahlungen er- legt werden. S. Auf de« verkaufsterwin «uß «indestens ein Zehntel de» Kaufpreise» in Baar gezahlt werden, ein -weite» Zehntel spätesten» nach einem Jahr. Da» Restkanf. geld «uß binnen 15 Jahren getilgt werden- die Restschnld wird mit jährlich 4 v. H. verzinst. Für da» Restkaufgeld bleibt die Farm verpfändet,- eS wttd im Grundbuch al» erste Hypothek eingetragen. 4. Kosten für Bermeffung und Grenz- fteinsetzung und für die Befitzurkuode hat der Käufer zu tragen/ ebenso Gruodbuchkosten. 5. Die Bewirtbschastnog be» Grundstücke» ist spätesten» ein Jahr nach dem Kaufe in Angriff zu nehmen, auch ist da» Grundstück zehn Jahre io eigenem Besitz und Bewirthschaftuvg zu halten. 6 Wenn die Bedingungen 3 bi» 5 nicht erfüllt werden, so fällt da» Grundstück an die Regierung zurück. Nach Ablauf von zehn Jahren vom Kaufe ab wird eine Grundsteuer von jährlich 200 Mk. aaferlegt. Die Einführung einer Gebändesteuer wird hierdurch nicht berührt. Heber die Farm führende oder noch zu legende ober bie Grenzen berührend öffentliche Wege finb vom Besitzer nach Maßgabe barüber noch zu erlassender Verordnungen in Ordnung zu halten.
• Socialer Maßstab. Kranker: „Nun, Herr Doctor, habe ich die Gicht?" — Arzt: „Hm, wie ist deun Ihr Siu. kommen?" — Kranker: „Dreiraufend Mark jährlich." — Arzt: „Nein, da haben Sie nur ge f chwollene Füße."
* Gannethnmar. Neu eingelieferter Spitzbube (feine Zelle betretend): „Herr Aufseher, tck werbe boch hier hoffentlich nid) durch Clavier spiel in eene Nachbarzelle belästigt?"
Boßhaft. Schauspieler: „Erlauben Sie, ich habe ans meinen Gastreifen nur erste Rollen gespielt." — Direktor: „Da» glaube ich — auf die zweite hat man gewiß gerne verzichtet."
Citeratur und Aunst.
— Die Umschau, lieber ft d)t über die Fortschritte und Bewegungen aus dem Gesammtgebtete der Wtssenfchaft, Technik, Liteiatar und Kunst. Jährlich 52 Nummern. - Preis vierteljährlich Mk. 2.50. Postzeitungsliste Nr. 7362. Verlag von H. Bechholb in Frank, furl a. M., Neue Kräme 19 21. — Die körperlichen Grundlagen unsere- Seelenlebens ist baS Thema eines sehr interessanten ilu‘> fatzrs, den Professor Dr. F. Ktenttz-Gerloff in der soeben erschienenen Nr. 25 der Umschau veröffentlicht. Daran schließt sich ein tllustrtrter Aufsatz von Profeffor Karl Widmer über Läuger'sche Vasen, die zur Zeit zu den geschätzlesten Ariikeln der deutschen Keramik gehören und mit Richt die Aufmerksamkeit weiterer Kretie verdienen. Dieselbe Nummer der Umschau enthält da» „Wörterbuch der kryptischen Sprache" von Professor Dr. Adolf Erman — DaS neue Auer'sche elektrische Glühttcht — Wisscnschastliche Kongresse — Alkohol au« CokesofengaS — Technische Neuheiten — Empsehlenswerthe Kurorte und Sommerfrischen — Zeitschriftenschau.
— Die endgiltige Gestaltung des neuen «eichotag» Wird der vom »Deutschen Reichs-Anzeiger" als .Unikum" bezeichnete, überall bekannte, schwarz wetß-rothe Buchzwerg ,i)er Neue Reichstag" von Joseph Kürschner in seiner dritten Ausgabe auch diesmal rasch, sicher, zuverlässig mUtheiien und dem deutsctren Volk unmittelbar nach den Stichwahlen seine Vertreter in instruktiven Biographien und guten PortraitS vorführen. Der Generalstao bil diesmal tm Verlage von G. I. Göschen in Leipzig erscheinenden, ihatsächlich jedem Deutschen unentbehrlichen Werke- arbeitet seit Beginn der Wahlbewegung mit siebe. Hatter Schnelligkeit, um au« Tausenden von Quellen daS nöthige Material zu schöpfen. Wahl- comtted, ReichstagScandidaien, vor Allem auch die zahlreichen Freunde deS tn Hunderttausenden von Exemplaren verbreiteten BucheS, solllen die Bemühungen des unermüdlichen Herausgeber- durch Einsendung von biographischen Daten, PortraitS it. möglichst unterstützen und dabei nicht erst den Ausfall der Wahl abwarter. Wer ralch gibt, gibt auch hier doppelt! Die Adresie des Herau-geberS ist: Geheimer Hofrath Jos ph Kürschner in Leipzig.
— Mit Schlägel und Gtsen. Eine Schilderung des Bergbaues und seiner technisch n Hilfsmittel. Von Dr. Wilhelm Bersch. (Mit 26 Vollbildern und über 300 Text-Abbildungen.) In 25 Lieferungen zu 50 Pig., davon 20 erschienen (A. Hartleben» Verlag in Wien.) Unser Jahrhundert, das mit Rech! als das „eUerne' bezeichnet wird, hat erst den Metallen zur vollen Geltung veiholfeo, und diese waren es, welche all die taufend Errungenschasten der Technik ermöglichten, welche dem W lihandel neue Bahnen eröffneten und den Menschen befähigten, siegreich den Kampf mit den Natur- gemalten zu bestehen. Ebensolchen Aniheil an diesen Fortschritten nimmt aber auch ein anderer Rohstoff, der gleich den meisten Metallen dem Erdinnern entstammt, eS ist dies die Kohle. Beide werben bergmännisch gewonnen, und wenn wir alle jene technischen Errungenschaften, welche dem scheidenden Jahrhundert ihren Stemel aufdrückten, bis auf ihren Ursprung verfolgen, so sehen wir, daß die zu ihrer Herstellung nöthigen Rohstoffe in letzter Linie fast immer die Hände deS Bergmannes pasfiren mußten. Deßhalb verdient schon der astehrwürdige BergmannSstand größere Beachtung, altz ihm bisher von Seite des Publikums zu Theil wurde, er verdienl unser Jnterrsse aber umsomehr, als er in seiner Ausübung eine Fülle be« Interessanten bietet, zahlreich- Zweige der Naturwissenschaften tn Dienste stellt, und tm vollsten Sinne dctz Wortes bei Urquell unserer Euliur war und ist. Alle diese Verhältnisse berücksichtigt da« teiat illustririe Werk „Mit Schlägel und Eilen", das tn leicht verständlicher Weise den Bergbau schildert, und nicht nur seines Inhalte«, sondern auch der Ortatnalität deS Themas wegen gewiß zahlreiche Freunde unter allen Gebildeten erwerben wtrd.
— Photographisches Cerrtralbtatt. Verlag von Georg D. W. Eallw-y, München: Herausgeber Prof. Schmidt; Redakteur F Mathie-Masuen. Es liegt uns da« neueste Heft dieser Zeitschrift, die sich die Pflege der künstlerischen Photographie zur Aufgabe gemacht bat, vor, und daß sie diese ernst nimmt, sehen wir daran, was sie heute bietet; eS ist klar, daß die künstlerische Photographie am ehesten dort zu suchen ist, wo eben Kunst getrieben wird — bei unseren schaffenden Künstlern und eS ist ebenso begrüßen«' alv dankenSwerth, daß das Centralblatt als erste unter den deutschen Schriften diesen Weg zu begehen anfängt. DaS vorliegende Maihest ist den kunstphoiographrschen Bestrebungen deS kgl. Akademieprofessor« Daul Hoeker gewidmet. WaS wir hier sehen, find keine gestellten Polen maskirt r Leute, eS ist Leben und Wahrheit in bester Form DoS Hest enthält fünf Vollblätter und eine große Zahl Illustrationen. RohseidBastkleider Mk.lS.aOÄ5* compl. Robe. — Tussors und 8 han t an g- Pongees — sowie schwarze, weiße und farbige Henneberg-Seide von 75 Pfg. bi» Mk. 18.66 per Meter — in den moberntten Geweben, Farben und Deffm«. An Private porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 229
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