stellt Darmstadt. In 1897/98 verausgabte der Club für touristische Zwecke Über 7600 Mk. - für die WegmarkirungS' Unterhaltung find 800 Mk. vorgesehen. Au Stelle deS gesundheitshalber auSscheideuden sehr verdieuteu Borfitzrn- deu, Stadtverordneten R. Müller, wählte mau eiusttmmig Bürgermeister Röhler. Ersterer erhielt das Rttterkceuz 2. Rlaffe des PhilippSordeuS für seine Verdienste um die Clubsache uud den Odenwald.
K. vobenhansen bei Ortenberg, 15. Mai. Bei dem benachbarten ForsthaaS Ftukeuloche wurde eine kohleusaure Mineralquelle entdeckt. Etu Herr Dr. Schuld auS Berlin nimmt gegeawärtig Bohrversuche vor uud sucht die- s:lbe zu erweitern. Wie man allgemein hört, soll daS Wasser einen sehr großen Gehalt an Kohlensäure haben. Sehr wahrscheinlich geht der Herr mit der Absicht um, dasselbe al- Mineralwasser zum Versandt zu bringen.
A Mainz, 15. Mai. Ju der nächsten Sitzung der hiesigen HaudelSkammer wird, wie wir hören, der Antrag gestellt werden, in Anbetracht des fortwährend steigenden Getreidepreise- bet dem Ministerium in Darmstadt vorstellig zu werden, den Vertreter Hessen- im BuudeSrath zu beauftragen, die Aufhebung der Getreidezölle bis auf Weiteres zu beantragen. Mit diesem Vorgehen folgt mau einem Beispiele der Mannheimer HaudelSkammer, welche schon vor einigen Tagen ein ähnliches Gesuch au die badische Megieruug nach RarlSruhe hat gelangen lassen.
Bingen, 7. Mai. „Wer Andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!" Die Wahrheit diese- Sprichwortes mußte e«u hiesiger Restaurateur erfahren, der anläßlich deS gestrigen ViehmarkteS einem Händler in feinem Locale für fein in einem hiesigen Stalle uutergebrachtes Rühchen „ungesehen" 100 Flaschen prima Seet als Kaufpreis anbot. Topp schlug der Händler zu, aber, oh weh--kurze Zeit darnach
erschien er mit „seiner Kuh", einer Jammergestalt, die unter Brüdern 50 Mk. werth sein mochte. Der Restaurateur, der sich schon in'- Fäustchen gelacht und vou „Reugeld oder gutem Geschäft" geträumt, machte ein langes Gesicht und har nun zum Schaden noch den Spott, denn der Händler besteht auf seinem Kaufpreis und die ganze Stadt hat Stoff zum Lacken. ________________________
Dtrtni festes»
D. Frankfurt a. M, 15. Mai. Zu Gunsten des Fonds flir das in (Kronberg zu errichtende Kaiser Friedrich. Denkmal wird in der RosenauSftelluug noch vor ihrer ofsizielleu Eröffnung, am HimmelfahrtStage, Donnerstag den 19. Mat, ein großes Frühjahrsfest stattfiadeu, deffen Reinertrag da« Au-stellungScomitä dem erwähnten edlen Lwecke zuführen wird. Die Festlichkeit wird durch Doppel- concerte zweier Milüärcapelleu und durch die Mitwirkung vou Tumeru, Sängern und Radfahrern auS ersten hiesigen VereinSkreisen eine besondere Anziehungskraft erhalten. Zum Schluß des Festes wird ein Feuerwerk abgebrannt werden. — Viilfeitiger Aufforderung entsprechend, finden sodann bis zur
Eröffnung der Ausstellung an jedem Soun» uud Feiertage — so namentlich auch zu Pfingsten — Coucerte auf dem AuS. stellungSplatze statt.
* 8m8, 12. Mai. DaS anhaltende Regeuwetter richtet vielfach Schaden in deu Getreidefeldern an. Auch aus Nassau uud der Umgegend kommen Klagen übet Verderben der Ernte. Die Kornfelder in deu guten Lagen sehen wie gewalzt auS, viele Laudwirthe fangen au, ihre Korufelder abzumäben.
Unio^Uats - Nachrichten.
Marburg, 14. Mai. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der hiesigen Universität fand heute Morgen um 11 Uhr die endgilttge Jmmatriculation der zu dem Sommer-Semester neu inscribtrten Studenten statt. Se. Magnificenz Herr Rector Professor Dr. Lehmann begrüßte zunächst die Erschienenen und wies darauf hin, daß ein großer Theil von ihnen jetzt zum ersten Male in die Reihen der akademischen Bürger etntreke. Er verband damit den Munich, daß sie die akademische Freiheit richtig genießen möchten. Der Zweck der letzteren sei nicht Müßiggang, sondern daS Streben, die Gaden des Geistes auszubtlden, damit jeder Einzelne zum Heil und Wohl für sich selbst, wie auch für andere und das ganze Volk wirken könne. Der Zweck des Studiums sei nicht nur Vorbereitung zum Examen, sondern zum Leben. Die Studtrenden wurden hiernach einzeln aufgerufen und nahmen nach dem üblichen Handschlag ihre Matrikel in Empfang.___________________________
Unterhaltungen in Bad Nauheim^
vom 17. bis 22. Mai.
Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7 bis 8 Uhr am Kurbrunnen, Nachmittag- und Abends siehe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Spetsesaale des Kurbauses.
Dienstag den 17. Mai, Nachmittags von 3bts6Ubr: Eoncert der Kurcapelle auf der Terrasse. Mittwoch den 18. Mat, Nachmittags von 3 di- 6 Uhr: Eoncert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Flattersucht. Donnerstag den 19. Mai, Nachmittags von 4 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Eoncert der Capelle des Thüringischen Ulanenregiments Nr. 6 aus Hanau. Freitag den 20. Mai, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr: Eoncert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kuecapelle. Gastspiel der Solo- tänzertn des Frankfurter Stadttheaters Frl. Josephine Weiß. Der sechste Sinn- Hierauf: Serpentin-Tanz, getanzt von Frl. I. Weiß Zum Schluß: Das Versprechen btnterm Herd. Samstag den 21. Mai, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Eoncert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Renaissance. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 22. Mai, Nachmittags von 4«/, bis 7 und von 8 bis 8»/« Uhr auf der Terrasse: Eoncert der Capelle des 2. Nassauischen Jnf.-Regts. Nr. 88 aus Mainz.________________
Sfidpla to nndchta fratferta
Opernhaus.
Dienstag den 17. Mai: Der Freischütz. Mittwoch den 18. Mai: Orpheus in der Unterwelt. Donnerstag den 19. Mai: Margarethe. Freitag den 20. Mai geschloffen. Samstag den 21. Mat: Martha. Sonntag den 22 Mai: Götterdämmerung. Montag den 23. Mai: Mikado.
Schauspielhaus.
Dienstag den 17. Mai: Hüttenbesttzer. Mittwoch den 18. Mat: In Behandlung. Donnerstag den 19. Mai: Logenbrüder. Freitag d-n 20. Mat: Jungfrau von Orleans. Samstag den 21. Mai: Die versunkene Glocke. Sonntag den
22. Mai: Comtesse Guckerl. Montag dm 23. Mai: In Be- bandlung. In Ctoil.
Verfetxr. Caufc* und
Gründers, 14 Mai. Frucktvreise. Weizen25,00—26,00, Korn A 19,00—20,00, Gerste A 17,50-18,00, Hafers 17,50—18,50, Erbsen A 15,50-20.00, Linsen 00,00, Wicken A 00,00, Lein A 00.00, Kartosteln A 6,00—7,00, Samen A 00,00.___________
Neueste Nachricht««.
Depeschen de« Bureau „Herold".
Berlin, 16. Mat. Aur Madrid wird gemeldet, daß der General-Capitän von Manila beauftragt worden sei, für die Philippinen die erwünschten Reformen zu bewilligen.
Rom, 16. Mai. Der focialisttsche Abgeordnete P eScetti flüchtete sich, da er verhaftet werden sollte, in daS Kammer- gedäade und weigerte fich, dasselbe zu verlassen. Da die Polizei das Kammergebäude nicht betreten darf, so befindet sich die Regierung in großer Verlegenheit.
Mailand, 16. Mai. Die Zahl der Verhafteten betragt 1000, von denen 700 als unschuldig wieder entlassen wurden. 300 Personen werden noch in dieser Woche vou dem Kriegsgericht abgeurtheilt werden.
Amsterdam, 16. Mai. Der katholische Parteiführer Bahlmann starb auf der Rednertribüne in der offenen Kammerfitzung.
Paris, 16. Mai. „Siäcle" verzeichnet die Nachricht, Oberst Paty du Clam, der im Zola-Prozeß eine hervor- ragende Rolle spielte, fei in eine Nervenaustalr überführt worden.
Loudon, 16. Mai. „Daily Mail" meldet an« Key West, daS Feuer der Spanier bei CienfuegoS habe deßhalb eine so gute Wirkung gehabt, weil bei den spanischen Batterien mehrere deutsche Artilleristen fich befunden hätten.
Loudon, 16. Mai. „Daily Mail" meldet auS Was hing- ton, man wisse noch nicht, wo das spanische Geschwader fich befinde, jedoch werde versichert, daß General Sampson dasselbe binnen 48 Stunden stellen werde.
Loudon, 16. Mat. Ein offizielles Telegramm au» Ho ngkong meldet, in Manila sei der Preis sür ein Pfund Fleisch auf P/i Dollar gestiegen.
G. Darmstadt, 16. Mai. Die Erste Kammer nahm mit 13 gegen 12 Stimmen die Errichtung eine- Boll- gymnasiumS in Friedberg an.
Jede sorgsame Mutter sollte auf den Rath deS ArzteS hören und beim Waschen der Kinder die ärztlich empfohlene Patent-Mycrholin-Seife anwenden. So schreibt z. B. ein bekannter Arzt: „Bei meinem Kindchen (z. Zt. 7, Jahr alt) wegen oberflächlicher Hautschrunden rc. zu Waschungen in Gebrauch genommen, hat sich großartig bewährt." Die Patent-Myrrholin-Setfe, welche überall, auch in den Apotheken, erhältlich, ist bereits in vielen Familien unentbehrlich geworden. 360
'utz-W
Mittwoch brn 18. Mai I.
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Versteigerung voraussichtlich theilweise bestimmt.
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