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Nr. 8i> Viertes Blatt. Somtag den 17. April
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Gießener Anzeiger
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Gießen, den 16. April 1898.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: Roth. ________________
Deutsches Leich.
Berlin, 15. April. Der Kaiser wird nicht schon am 3. Mai, wie au« Metz berichtet worden war, mit der Kaiserin auf Schloß Urvtlle eintreffen, da der Monarch au diesem Tage nach bestimmter Zusage der Vermählung einer Tochter feines Flügel-Adjutanten, Oberst Graf v. Kltnkowström, bei- wohnen wird.
Berlin, 15. April. Die (Konfirmation des Kron- privzen und des Prinzen Ettel Friedrich ist sür die Pfingst. woche in Aussicht genommen. Doch hat sich der Kaiser seine Entschließung Vorbehalten, wo seine beiden ältesten Söhne rovfirmirt werden sollen, ob in der Schloßktrche zu Berlin oder in Potsdam.
Verli«, 15. April. Die Vermittelung der Mächte im spanisch amerikanischen Streitfälle wird nun vielleicht doch noch in Wirksamkeit treten, »eber den Inhalt der Note, die der spanische Mtntsterrath gestern beschlossen hat, wird der „Voss. Ztg." aus Paris gemeldet: In der Denkschrift, die die spanische Regierung an die Mächte richten will, wird sie Nachweisen, daß der cubanische Aufstand einzig und allein jom amerikanischen Zuckerrtng hervorgerufeu und unterhalten wurde. Trotz der Beschwerden Spaniens seien bet Hellem Tage auf amerikanischem Boden 70 Fltbustterzüge ausgerüstet worden. Die Häuptlinge der Empörer seien größtenthetls keine (Kubaner, sondern Abenteurer aller Länder, deren Lebens- zweck der Buschkrieg sei. Die Denkschrift zählt Spaniens Zugeständnisse an die (Kubaner auf. ES sei Alles geschehen, um den Frieden auf der Insel herzustellen, die amerikanischen Eousuln seien ober Werkzeuge der Aufständischen geworden, und als die Selbst-Verwaltung bereits Früchte zu tragen versprach und der Friede gefichert geschienen habe, sei ein amerikanisches Geschwader in die cubantschen Gewässer geschickt worden, um die Aufständischen zu ermuthigen.
Berlin, 15 April. Die Berufs- und Gewerbe- zäh lung am 14. Juni 1895 hat nach dem Verwaltung-» bericht des königlichen Statistischen Bureau» in Berlin für die Jahre 1885 bis 1896 einen Kostenaufwand von fast 2 Millionen Mack verursacht. Für die Zwecke dieser Zählung wußten im Bureau bi» 1086 Hilfsarbeiter beschäftigt werden. ES waren nicht weniger btna 362 Millionen Zahlen-Ein- tragnugen erforderlich und rund eine halbe Million Tabellenformulare großen Formats, welche zusammen eine Fläche von raud 53,000 Quadratmeter ausmache r, also ungefähr ein Stück Land von über 23 Morgen bedecken und in Meter- breite anetnandergelegt eine Bahn von über 7*/, Meilen ergeben würden, welche ganz mit Zahleo-Eintragungeu zu bedecken waren Die Kosten für die letzte Volkszählung am 2. December 1895 betrugen 500,000 Mk.
Berlin, 15 April. Ja der letzten Nacht ist tu der Hasenhaide bei Berlin ein Lustmord verübt worden und zwar au dem Dienstmädchen Louise Günther aus Berlin. Die Leiche war vollständig entkleidet, der Unterleib von der Brust aus in seiner ganzen Länge aufgeschl'tzt und schrecklich verstümmelt. Der Mörder ist noch nicht enrseckt, doch hält mau denselben für einen Schlächter, zumal die Mutter der Ermordeten au» den Gesprächen ihrer Tochter etwa» von einem Schlächter gehört zu haben glaubt.
Posen, 15. April. DaS hiesige Schöffengericht verur- theilte heute einen Uhrmacher wegen Aurftellen von Uhren und Schmucksachen mi dem polnischen Adler und der Umschrift: „Gott erlöse Polen" in seinem Schaufenster zu 50 Mk. Geldstrafe. Die Verurtheilung erfolgte auf Grund einer Regierung» - Polizei - Verordnung, welche das öffentliche Ausstellen von Gegenständen mit dem polnischen Adler und darauf bezüglichen Inschriften verbietet.
Karlsruhe, 15. April- Der Kaiser trifft hier am Montag ein. Er wird Abend» im Hoflheater Glucks „Orpheus und Enridyke" io der Hottl'S Bearbeitung anwohnen und begibt sich am DienStag Vormittag nach Kaltenbronn zur Auerhahnjagd.
Wien, 15. Apeil. Au» Kanea meldet die „Neue Freie Presse": Am DienStag fand ein Streit zwischen französischen und türkischen Wachtposten statt, welcher große Dimensionen annahm.
Lemberg, 15. April. Die Weichsel steigt rapide. Bi» heute Vormittag stand sie bereit» 2 Meter über der normalen Höhe. Infolge de« andauernden Regen» fand bei Pralkowice ein großer Bergsturz statt.
Pari», 15. April. Den letzten Nachrichten au» Madagaskar zufolge find über 6000 Personen auf der Insel Mayotte infolge des EyclonS obdachlos geworden. Die Insel ist völlig zerstört.
Marseille, 15. April. Die Post au» Madagaskar ist hier eingetroffev. Darnach soll die Lage auf der Insel sehr besriedigend und die Unterwerfung de» letzten Rebelleu- chef» beendet fein. Die defensiven Operationen im Innern dauern fort.
Bonbon, 15. April. „Daily Mail" wird au» New- York gemeldet, daß der spanische Botschafter sich auf seine Abreise vorbereite und daß der französische Botschafter mit der Wahrung d-r spanischen Interessen betraut sei.
London, 15. April. „Daily Chronicle" empfiehlt England, eß solle ein Büudniß mit den Vereinigten Staaten eingehen, um in den spanischen Gewässern eine Flotten-Demonstratiou zu infetniren, gegen die Spanien ohnmächtig fei.
Loudon, 15. April. „Standard" meldet, in diplo- matischeu Kreisen sei mau versichert, daß noch eine Verständigung im spanisch amerikanischen Eonfiict herbeigeführt werde.
Loudon, 15. April. „Daily New»" berichten au» Washington, Mac Kinley habe sich über sein Verhalten mit den Großmächten verständigt.
Loudon, 15. April. Au» Peking wird gemeldet, Baron v. Heyktng habe wichtige Zugestäudniffe für die Hofceremonie in Verbindung mit der Ankunft de» Prinzen Heinrich erlangt. Die KaiserioWittwe wird den Prinzen empfangen und der Kaiser hat zugestimmt, ihn al» auf gleicher Rangstufe mit ihm stehend zu behandeln. Der Kaiser hat ferner eingewtlligt, den Besuch de» Prinzen Heinrich zu erwidern und mit ihm an derselben Tafel im Sommerpalaft zu fitzen, wo der Prinz Ehrengast sein wird. Obgleich diese Concefftonen nur (Kere- moniensache find, wird ihnen ein großer Werth beigelegt, da fie die letzten Schranken der kaiserlichen Vorurtheile durch- brachen haben. Prinz Heinrich wird wahrscheinlich einem Wettrennen beiwohnen unö dem Sieger einen Pokal Überreichen. DaS diplomatische CorpS arrangirt bereit» Gala- Diner» und Piknik» zu Ehren des hohen Besuch».
Madrid, 15. April. DaS EinberufuugSdecret für die Corte» sagt in der Einleitung, daß die Kammern nach ihrem Zusammentritt Beschlüsse von entscheidender Wichtigkeit zu faffen haben werden. Die Thronrede wird ganz kurz sein. Sie wird die Kammern auffordern, der Regierung die Mittel zur Wahrung der Ehre Spanien» zu gewähren.
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Darmstadt, 15. April. Auf tragische Weise und lediglich durch die zu verdammende Renomage-Trinkerei hat der Com- pagnteschreider der 6. Compagnie vom Leib-Garde-Regimeut Nr. 115 sein Leben eingebüßt. Derselbe trank am ersten Feiertag Nachmittags in einer hiesigen Wirtschaft zuerst einen halben Schoppen Wein und dann fünfviertel Schoppen Nordhäuser Branntwein. In die Kaserne zurück- gekehrt, überfiel ihn eine derartige Mattigkeit, daß er sich frühzeitiger wie die Stubenkameraden zu Bette legte. Nach einiger Zeit fiel den übrigen Soldaten seine GefichtSfarbe auf, die ganz blau war. Als jedoch der hierauf sofort au» dem Garnison-Lazareth geholte Arzt eintraf, konnte dieser nur noch den Tod de» jungen Mannes constatiren. Der durch eine so bedauerliche Ursache ums Leben gekommene junge Mann war der Sohn eines Hoteliers aus Calw in Württembergs Die Leiche wurde dorthin überführt.
Zseuburg, 15. April. Wie man im vormaligen Fürsten- thumIsenburg um das Wohl der Untertanen besorgt war, da» ergiebt sich aus einer Verordnung vom 10. April 1762, „die Anschwellung der Interessen" betreffend. Diese Ver- ordnung hat folgenden Wortlaut: Nachdem wahrzunehmeu gewesen, daß bet denen Untertanen, welche Copttalien zinsbar ausgenommen, oftmals die Jntereffen 5, 10 auch wohl mehr Jahren aufgewachsen, und woran die CreditoreS größtentheils schuldig gewesen, weil fie nicht auf deren Be
richtigung ernstlich getrieben, und der nachläsfige Debitor e* sich gefallen lassen, von der Zahlung von Zeit zu Zeit be- freyet zu bleiben, so daß endlich durch Aufwachsung der Jntereffen die Untertanen gänzlich ruinirt worden find, und völlig auSgeschätzet werden müssen, da fie doch füglich zu gehöriger Zeit, wenn fie genöthigt worden wären, die In- tereffeu hätten abtragen und in einem guten Stand ver- bleiben können - AlSW haben Serenssfimi Nostri Hochfürstliche Durchlaucht zum Besten der Untertanen gnädigst zu verordnen vor gut befunden, daß denen CreditoribuS oder Darleihern, welche denen Untertanen oder Landes-Einwohner» Geld, — eß sehe gegen gerichtliche Versicherung, oder auf bloße Schuldscheine, zinßbar darleyhen, in Zukunft nur auf zweijährige Interessen Action gegeben, denenjenigen aber alle Klagen auf über zwei Jahrgänge weiteres aufgeschwolleue Interessen — versagt werden solle, welche nicht längsten» binnen einem Monath nach dem 2. Jahr Klage erhoben und solche behörig prosrquirt haben, al» worauf Fürstliche» Hofgericht und die «erntet prompte Justiz administrireu sollen. — Heutzutage werden die ZinStermine meist schon mit Ungeduld erwartet und keinem Darleiher wird eß einfallen, Zinsen auf zehn ober noch mehr Jahre anwachsen zu lassen.
△ Main,. 15. April. In der heutigen Schlußsitzung der seit DienStag hier tagenden Generalversammlung de» Vereins deutscher Schuhmacher wurde ein von einem Vertreter von Hamburg gestellter Antrag, aus Einführung einer facub tativen, jedoch centr olf firten ArbeitSlos env er - sicherung unter Leitung des CentralvorstandeS de» Verein» mit großer Mehrheit angenommen. D<e Rechnung der Ver. sicherung soll getrennt von der Hauptkasse des Verein» geführt werden. — Nachdem man erst vor wenigen Tagen in Kassel zwei Personen verhaftet hat, die zu einer Falsch- münzerbaude in Frankfurt gehörten, sind vorgestern in dem nahen Wicke zwei Arbeiter einer dortigen Malzfabrik unter dem Verdacht der Falschmünzerei von der GenSdarmerie festgenommen worden. Bei einer polizeilichen Durchsuchung be» Zimmer» der Arbeiter fand man in einem Bett versteckt geschmolzene» Blei und eine au« Ghp« geformte Matrize. Die aufgefundenen Falsifikate trugen eine sehr schlechte Präg- ung, sodaß man annehmeu kann, daß die beiden Fälscher vorerst noch mit Versuchen beschäftigt waren.
△ AuS Rheinhessen, 15. April. Für die projectirte electrische Bahn Bingen-Kreuznach sind nunmehr die Pläne vollendet und ist daran» zu ersehen, welchen Weg die Bahn nehmen soll. Von dem Nahrquat in Singen au»- mündend würde die Bahn folgende Orte berühren: Büde»- heim, Dietesheim, SponSheim, Gerolsheim, Gensingen, JppeS- heim, Planig, Kreuznach, woselbst die Bahn bi» zum Kurhaus geführt werden soll. Die Concesfion zur Anlage der Bahn ist im Besitz der Firma Brown, Broverie u. Cie. Frankfurt.
Vermischtes.
» Die Frage der Bekämpfung der Lungenschwindsucht wird auf der diesjährigen Naturforscher - Versammlung in Düsseldorf in den Verhandlungen der hygienischen Ad- thetlung einen Hauptgegenstand der TageS Ordnung bilden. Der auf der vorjährigen Versammlung in Braunschweig gewählte vorbereitende Ausschuß wird, um sich über den Gang der Verhandlungen schlüssig zu machen, am l.Juni im Reich»- gesundheitSamt zunächst zu einer Dorberathnng zusammen- treten und dabei auch die Frage der Bildung eines Central- verbände» der Deutschen Heilstättenvereine bezw. de» engeren Zusammenschlüsse» derselben mit dem bereits bestehenden Central Comite erörtern. Dem Vernehmen nach beabsichtigt auch Geheimrath v. Lehden den Heilstätteuberathuugen in Düsseldorf beizuwohneu.
♦ ein Preisausschreiben zur Förderung des fociales Frieden». Bei dem letzten großen Ausstande in de« Berliner Schuhfabriken spielte bekanntlich die Frage der Bethetligung der Arbeiter bei der Verwaltung des Arbeitsnachweise» die Hauptrolle. Trotzdem die Unternehmer in diesem Punkte nicht nachgegeben haben und die Arbeiter schließlich unterlegen find, erläßt jetzt die Zeitschrift „Schuh und Leder" ein Preisausschreiben über die Frage: „Wie ist die Arbeitervermtttlung für die Schuh- und Lederindustrie zur Förderung des socialen Friedens zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer am besten zu organisiren?" Der Preis beträgt 1000 Mark. Dem Preisrichtercollegium gehören n. A. an: Die ReichStagSabgeordneten Freiherr Hrhl zu Herrnsheim, Professor Hitze, Professor Paasche, Commerzieu- rath Röficke, Redacteur Bock und der Vorsitzende de» Verbandes Deutscher Arbeitsnachweise Dr. Richard Freund.


