einem neuen Kreuzer zurücklegen. Der Panzer „Deutschland" wird vorerst In Kiaolschau stattonirr bleiben.
Hamburg, 16. März. Zwischen dem Hamburger Senat und d-rn Kaiser fand anläßlich de» Stapellaufs des Kreuzer» „Hansa* ein warm gehaltener Depeichen-AuStausch statt. Der Senat hatte an den Kaiser ein TUegramm gerichtet, welche» vom Kaiser auf gleichem Wege erwidert wurde.
Köln, 16. März. Der „Köln. Ztg." wird au» London gemeldet, in dortigen parlamentarischen Kreisen werde erzählt, Lord Salisbury werde nicht mehr in seine amtliche Thätigkett zurückkehren. Balfour solle vorläufig die Geschäfte d.-s auswärtigen Amtes Übernehmen. Al» Nachfolger habe Salisbury den Lord Crower gewünscht.
AttsLaud.
Wien, 16. März. Infolge der oppositionellen Haltung de» versafsung»treuen Großgrundbesitze» von Tirol und Steiermark hat sich die in nerpoltttsche Situation wieder verschlechtert. Wie verlautet, wird die Minorität da» Anerbieten einer vieepräfidentenstelle im Abgeordneten» Hause nicht occeptiren und zwar au» dem Grunde, weil die Linke die Zukunft al» problematisch und die Herstellung der parlamentarischen Ordnung al» schwer durchführbar betrachtet. Die Regierung beräth daher bereit» mit den Führern der Rechten, wa» zu geschehen habe, wenn die Odstruction die parlamentarischen Verhandlungen unmöglich macht.
Wien, 16. März. Eine der „Poltt. öorrefp/ au» Uesküo zugegangene Meldung stellt gegenüber den in letzter Zett verbreiteten Nachrichten über bedeutende Trupp en - verschiedung en an der Grenze gegen Bulgarien fest, daß im Bilajet Kofiowo seit Monaten keine Truppenbewegung erfolgt ist. Die Besetzung entlang der Grenze diese» Bffajet» erreiche kaum die Stärke von 10 Bataillonen.
Pari», 16. März. Die CassattonS-Berhand- lun g en in der A ffatre Zola sind auf den 31. d. Mt». angesetzt. Die Nichtigkeitsbeschwerde ist auf 12 Thatlachen gestützt.
Brüssel, 16. März. Die Offiziere des Kriegsschiffe» „Stein* wurden heute vom König empfangen. Der Empfang dauerte ungefähr zwei Stunden.
London, 15. März. „Daily Mail" berichtet au» New» Kork: Die Idee eine» Bündnisse» zwischen den Bereinigten Staaten, England und Japan werde In offictellen Kreisen nicht al» günstig angesehen. Man sagt, dieser Gedanke sei den Traditionen der vereinigten Staaten zuwider und gefährlich, weil er Spanten in die Arme de» Dreibünde» werfe. Jedenfalls würde Spanten tm Falle eines Krieges von Deutschland und Italien unterstützt werden.
Barcelona, 16. März. Der bisherige Martneattachö bet der spaatichen Gesandtschaft in Washington, So dral, erklärte einem Berichterstatter gegenüber, Mac Kinley, die Mitglieder der Regierung, sowie alle ernsthaften Amerikaner wollten keinen Krieg.
Lissabon. 16. März. Bon dem amerikanischen Geschwader sind während besten Anwesenheit tm htefigeu Hafen ungefähr 20 Mann deferttrt.
<oc*U* ernt prootajica&o
Sieben, den 16. März 1898.
**Pr. Saalbanverein. Da» dritte Go nee rt de» SaalbauveretnS brachte als Hauptnummer zwei Trio» von Schumann und Schubert und eine Eellofonate von Anton Rudtnstetn. Die aussührendeu Künstler, Herr Musikdtrector Trautmann und die Herren Herber und Hegar, die vom ersten Loueert her noch in bester Erinnerung standen, hatten sich damit keine leichte Ausgabe gestellt, sodaß eS um so erfreulicher ist, wenn wir melden können, daß sie dieselbe im Ganzen gut gelöst haben. Bet einem Ensemble, daS tm Allgemeinen selten sich zu gemeinsamer Wirksamkeit vereinigt, ist ein epacteS Zusammenspiel um so anerkcnnenswerther, und kleine Schwankungen, wie tm Scherzo de» SchuderttrtoS, vermochten deshalb den Genuß deS Ganzen kaum zu deein- trächttgen. In der Sonate von Rudtnstetn halte sich Herr Hegar ein dankbare», temperamentvolle» Werk ausersehen, da» er mit der verständntßoollen Unterstützung seitens des Herrn Trautmann sehr wirkungsvoll vortrug, und daS ihm reichlichen ehrenden Beifall einbrachte. Die zwischen den Sammermusikwerken etngeschobrnen Lieder sang der für Gießen fast unvermeidlich gewordene, aber stet» wieder gern gesehene und gehörte Frankfurter Künstler, Herr Adolf Müller. Wir Gießener sind gerade tn diesem Winter durch Lieder- fänger allerersten Range» sehr verwöhnt worden, und wenn wir un» als Kritiker heute erlauben, Herrn Müller solchen Größen gleichwerthig zu schätzen, so thun wir damit nicht zu viel. Sowohl die Lieder von Franz, wie die von Bruch, Meyer und Schumacher machten tn Herrn Müllers geistvoller Interpretation tiefen Eindruck und forderten da» Publikum zu lebhaftem Beifall heraus. Der Besuch deS EonccrteS ließ recht zu wünschen übrig. Abgesehen von dem guten Zweck, dem diese» ganze Institut der Kammermusikconcerte dient, sollten die hiesigen Musikfreunde auch den dargeboienen Ge- uüffen mehr Jntereffe entgegen bringen, namentlich wenn dieselben io befriedigen, wie t» bisher der Fall war.
• • ktadttheater. DaS letzte Benefiz dieser Saison findet im hiesigen Stadttheater am nächsten Freitag den 18. er. süc Fräulein Käthe Biotti statt. Zur Aufführung gelangt alsdann „Die Else vom Erlenhof", Volksstück von Siegfried Conrad Staack, in welchem Frl. Biotti die Titelrolle spielen wird. — Nächste Woche erscheint auf der Bühne unseres Stadtlheaters der letzte Gast der Saison Mi na Sandow vom Deutschen Theater in Berlin für ein auf zwei Abende berechnetes Gastspiel.
• • Prämiirang. In der Vogel Adtheilung der Geflügel-Ausstellung haben erhalten: für Canarien- üoncurrenz'äliger Chr. Fried. Fivke-NÜrnderg 1. Preis, Hrch. Lerch II. Gießen 1. Preis und Ehrenpreis für beste Emzelletstung, Ehr. Arnold-Fulda zwei 2. Preise und Vereins-
Ehrenpreis für beste Gesamwtleistung (silberne vergoldete Medaille), Adolph Laudon-Gießen 2. Preis und drei Diplome. — Für einen sprechenden Zmergpapaget erhielt Frau Jenny Wohlmuth als 1. Preis eine silberne Medaille und als Ehrenpreis ein Theeservtce. — Für die Gesamwtleistung in Exoten wurde Karl Eller Frankfurt a. M. als Vereins Ehrenpreis eine silberne Medaille zu Theil. — Dem zoologischen Institut unserer LaudeSuniversität wurde für ausgestellte präpartrte Vögel die silberne Medaille zuerkannt. Desgle'chen der Firma A. Kretzfchmar-Gießen. — Die Firma Emil Fischbach- Gießen erhielt für Bogelfutter die silberne Medaille. Broncene Medaillen erhielten Karl Müller Frankfurt a. M. für Bogelfutter und Utensilien zur vogelpfl ge, Georg Möhl Weißbtudermetster für einen Zierkäfig und Conrad Rüdsamen für Bruteier. — Diplome erhielten LouiS Rolloff Gießen für einen Zierkäfig, R. Rödiger-Gteßeu für Aquarien, I. M. Schulhof für Futterartikcl, v. Sripp Volkmar bet Marburg für Nistkästen, Gustav Walter-Gießen für SPretiS Patent- Futter, Wilh. Dechert, K. Heinzerltng und Georg Todt sämmilich von Gießen, für Bruteier.
* • Der Verein zvr Züchtung reiner tzuvderaffen in Gießen Veranstalter, wie wir bereit» mitgerheilt haben, tm Juni eine zweitägige Ausstellung für Hunde aller Raffen und hat, um eine Coll'sion mit der am 4. und 5. Juni in Leipzig stattfindenden Ausstellung zu vermeiden, den Termin für feine Veranstaltung endgültig auf den 18. und 19. Juni festgesetzt. Als Preisrichter Haden bi» jetzt zugesagt die Herren: Seb. Tillmann, Coblenz I. Gergen», Frankfurt a. M., G. v. Otto Kreckwitz, München, Ernst Piöffler, Frankfurt a. M., Br. .Bertram, Leipzig, H. Boppel, Cannstatt, Br. Diffinä, Rüffelsheim a. M., während mit einer Anzahl SpectalelubS noch Verhandlungen zweck» Delegationen von Richtern schweben. Allem Anschein nach steht dem Gießener Unternehmen eine starke Betheiligung in Aussicht, da bereits die namhaftesten Züchter und Kynologen die Beschickung der Ausstellung zugesagt haben. Die offiziellen Programme gelangen Anfang April zur Ausgabe.
• • Gelandete Leiche Wie der „Wetzl. Anz." hört, ist die Person ter am Sonntag gelandeten Leiche al» die einer Fran Elisabeth Usinger geb. Müller aus Gießen ermittelt worden.
• * Friedberger Kirchenbaulotterie. Der erste Preis der Friedberger Votierte tm Betrag von 50,000 Mk. fiel auf Nr. 150.977. An größeren Gewinnen wurden ferner gezogen: 165,730 (Mk. 40.000), 259,408 (Mk. 20,000), 80,885 (Mk. 10,000), 128,661 (Mk 2000), 232 065; 74,804; 172,636; 149,008; 60,448 je Mk 1000; 112 595; 231,890; 157,306; 223 584; 250,906; 281 200; 265 153; 32,293; 241,348; 224 469; 21 648; 64,179; 21,202 je Mk. 500. 130 155 (Mk. 30,000), 282,137 (Mk. 2000) 135,070; 41,066; 216,302 je Mk. 1000.
•• An Wechfelstempelstemr gingen tm Februar d. IS. innerhalb der Ober PoftdirectionS Bezirke» Darmstadt 13 628 Mk. ein, zusammen mit den Vormonaten deS Etats- jahreS 1897/98: 155,836,60 Mk. oder 10,174,20 Mk. mehr als tm entsprechenden Zeiträume von 1896—97.
Friedberg. 14. März. Sus einer Gaffe im östlichen Theil von Friedberg: Vater zum Sohn im Garten: „Willy, geh' mal in die Küch' und hole mal die Beißzang'". Willy geht hinein und ruft: „Mutter, du sollst mal heraus- kommen brr B'tter hat'» gesagt."_________Ob-rh. Anz.
Schwurgericht.
W. Gießen, 16. März 1898
Landgerichtsrath Br. Schäfer eröffnete heute Vormittag die Verhandlung gegen den ißetäbhmr Joh. Hrch. Strack von Homberg a. b. O. wegen TodtschlagS. Der Angeklagte ist noch unbestraft und 21 Jahre alr. Die vertheidigung führt Rechtsanwalt Weidig, die Anklage vertritt der Erste Staatsanwalt Br. Güngerich. Es sind 14 Zeugen und der Kreisarzt Br. Döring von Alsfeld als medictnischcr Sachverständiger zu hören. Bor Eintritt in die Verhandlung bemerkt der Vorfitzende, daß wegen des in Frage stehenden verbrechens zwei Personen alS der Thal verdächtig in Untersuchungshaft gewesen seien, nämlich Frl. Toni Bock und Ludwig Hartmann, der letztere ist der Sohn der Getödteten; dieser Verdacht hat fich aber nicht destättgt und die Untersuchung deren volle Unschuld erwiesen. Der Angeklagte ist beschuldigt, in der Nacht vom 13. zum 14. Februar die 78 Jahre alte Wrttwe Daniel Hartmann von Homberg vorsätzlich getvdtet zu haben. Der Angeklagte war am Abend der That von 7 bis 12 Uhr in der Dech'schen Wirthschaft zu Homberg mit einigen Altersgenoffen zusammen und hat dort sechs GlaS Bier getrunken, war aber nicht betrunken. An jenem Abend war im Ort eine Hochzeit. Strack und seine Genoffen zogen vor daS HochzetiShau», um dort zu fingen, sie wurden indeß dort zurückgewiefen. Die Genoffen trennten fich darauf vom Angeklagten und dieser bUcb allein auf der Straße. Der Angeklagte erk ürt, er sei an dem Tage mit der getödteten Frau Hartmann nicht zusammen gewesen, er habe auch nie Streit mit derselben gehabt, er w sie nur, daß er die Wittwe Hartmann in jener Nacht auf offener Straße tn Homberg mit seinem Messer gestochen habe, aber nicht warum er die« gethan und wie er dazu gekommen. Frau Hartmann ist am salzenden Tage an den Berletzungen verstorben. Der Angeklagte erklärt, er sei in jener Nacht besinnungslos betrunken gewesen. Der Angeklagte ist zuerst in der Sache als Zeuge vernommen, es handelte sich damals um die Ermittelungen gegen Fräulein Bock. üuS den Acten wird dem Strack vorgehalten, daß er al» Zeuge erklärt har, er sei tn jener Nacht nicht betrunken gewesen, auch die weiteren Deposittonen, die der Angeklagte als Zeuge gemocht, stimmen mit der Situation überein, die später durch die Zeugenvernehmung festgestellt werden wird. Der Angeklagte bleibt dabet, er sei an jenem Abend total betrunken gewesen. E» werden den Geschworenen die Kleider der Getödteten, die sie an dem Abend der That getragen,
vorgelegt, wo mit denselben der Beweis geliefert werden soll, daß der Stich, den dieselbe erhalten, mit großer Wucht geführt set. Auf Befragen de» vertheidiger» gibt der Angeklagte an, am Morgen des 13. Februar in Kirtorf gewesen zu sein; er habe dort mit seinem Vater und noch einem Mann bi» Mittags mindestens zehn Kävnchen Schnaps getrunken. ®r habe dann bi» 3 Uhr im Wald geschafft. — Dem Zeugen Gendarm Müller theilte die Wittwe Hartmann mit, daß sie tn der Nacht vorher gegen f/sl Uhr von der Hochzeit heimgegangen. Unterweg» sei ein junger Man«, den sie nicht erkannt, bald rechts, bald links, bald hinten oder vorn um sie herum gegangen, sie habe denselben ersucht, sich zu entfernen und schließlich gedroht, um Hilfe zu rufen. Hierauf habe sie einen Faustschlag an die linke Seite bekommen und der Manu habe sich fortgemacht. Bon einem Stich habe sie erst später etwa» gemerkt, als sie da» Blut am Körper herunterrteseln fühlte. Die verletzte will dann um Hilfe gerufen haben, aber von Niemand gehört worden sein. — Der Zeuge erklärt, er persönlich habe den Strack im verdacht gehabt, der Thäter zu sein, und nach dieser Richtung hin inzwischen Beobachtungen angestellt. Der Angeklagte hat dann, nachdem man ihn in Hast genommen, gestanden, die That verübt zu haben. Der GenSdarm erklärt, der Angeklagte fei ein streit- und rauflustiger Mensch, der allgemein al» solcher in Homberg gefürchtet wäre. — Hierauf wird der Sodn der Getödteten, Bürstenmacher Ludwig Hartmann, als Zeuge vernommen. Er erklärt, weder er noch seine Mutter haben je mit dem Angeklagten einen Streik oder eine Differenz gehabt. Seine Mutter fei in der verhäagnih- vollen Nacht gegen 1 Uhr von der Hochzeit heimgekommen, sie habe geklopft, worauf er ihr geöffnet. Die alte Frau sagte, ein Kerl habe sie belästigt und ihr einen Schlag vor die Brust versetzt, der sie sehr schmerze. Sie hat dann weiter den Vorgang der Nacht so geschildert, wie die» vom Gtnsdarmen Müller dargestellt ist. Der Sohn hat die Mutter in» Bett bringen müffen und hierbei hat derselbe wahrgenommen, daß die Mutter einen Stich erhalten Er hat sofort ärztliche Hilfe gerufen und ist ebenso sofort zum GenSdarmen gegangen.
Eingesandt.
Gieße«, 16. März 1898.
Wäre eS nicht zu ermöglichen, daß, gleichwie in früheren Jahren, sich einer der Herren vom Gleiberg. Verein der Mühe unterzöge, au« den letzten Fremdenbüchern, die Manche« Jntereffanie enthalten, eine Blumenlese zu veröffenilichen' Wenn wir nicht irren, hat der Burgwtrth die letzten Bücher für feine Rechnung angeschasft,! ste find somit fein Eigenthum und wenn er dieselben nach AuSnützung, der Vergessenheit anheim fallen läfct, wa« sehr schade wäre, so könnte e» ihm Niemand weh'en. Wir sind überzeugt, daß eine auSzugSwttse Veröffentlichung der eine Fülle von Humor und Ernst bietenden Aufzeichnungen da« Interesse an unserer schönen Nachdarburg heben und eine bessere Frequenz derselben herbeiführrn würde.
Neueste Hadyridytm.
Depeschen de« Bureau „Herold".
Berlin, 16. März. ES wird bestätigt, daß Geheimer OberrrgterungSrath von Trott zu Solz vom Ministerium des Innern al» Regieruug»präfide»t nach Coblenz geht.
Berlin, 16. März. Die letzte Nummer de» anarchistischen Blattes „Armer Conrad" ist wegen Vergehen der Gotteslästerung confiscirt worden. Die Straslhat soll in einem au» der Hölle katirten Briese degargrn fein.
Kiel, 16. März. Der Kaiser hat der Familie de» Prinzen Heinrich sein lebrnSgrohes Bild tn Del zum Geschenk gemacht. DaS Bild zeigt den Monarchen im Marine- maniel
Bonn, 16. März. Ein Student der Medicin au» Hagerau i. Eis., der im ärztlichen Staat» Examen stand, hatte ein Verhältniß mit einer Bonner Labengehilfin. Um die Folgen d, ff üben abzuwenden, nahm er mit einem anderen Mediciner aa dem Mädchen eine Operation vor, welche btffen Tod hevdeisührte Die beiden Studenten wurden verhafiet.
Lemberg, 16. März. Die westgalizische Stadt Ujsciefolne ist fast vollständig niebergebrannt.
Budapest 16. März. Die gestern Nachmittag von den Socialdemokiaten und Studenten inszenirten Demonstrationen fanden Abend» ihre Fortsetzung, vor de« liberalen Club wurde gerufen „Abzug Banffy, e» lebe die Revolution". Die Fenster mehrerer Staatsgebäude, u. S. b|e der Hauptpost, wurden eingeworfen, weil dieselben nicht decorirt waren. Vor dem National-Theater kam es zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, wobei mehrere Ben Haftungen vorgenommen wurden, darunter auch die de» au» Pari» zurück;ekehrten Führers der focialtstischen akademischen Jugend, de» Juristen SzadadeS.
Pari», 16. März. Der Fall de» Advocaten Demange wird am nächsten Dienstag verhandelt werden. Der Advocat Bardouy, welcher unbefugt Briefe, die auf den Proceß Zola Bezug hatten, dem Justizminister eingereicht hatte, hat seinen Austritt al» Vorstandsmitglied de» Advocaten - Verein» angezeigt.
Paris, 16. März. Picquart» vertheidiger, Ledloi», löuric vom O.d^ungSrath der Advocat-n für ein halbe» Jahr die Ausübung der Advoeatur unterlagt.
nn. Darmstadt, 16. März. Die Regierung stellte in der Zweiten Kammer den Ärtreg, da» Finanzgesetz noch auf April und Mat auszudehnen.
"WB. Berlin, 16. März. Staatsseeretär Posad ow sfky erklärt: in der Budget-Commission, die Regierungen würden zusttmmen der Aufnahme von Paragraphen in das Flotten- gefetz, wonach, falls die Marineansgaben in einem Etatsjahre 117,525,494 Mk. übersteigen und Reichseinnahmea nicht au»- reichen sollten, der Mehrbetrag nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der den Maffenverbrauch belastenden inbirecten Reichs steuern gedeckt werden darf.
S)ai Fa!
*26, 2 x, unten* gesehen werben
gießen
VerstE
Für btt Gi opbtfalmologifi soll für biS die ßieferunn auf bem öfhr Mge vergeben
Die Lieserun <uf bem Bern mittag-1 von 3
Verriegelte u luffänft vers bis zum 24. \ wähnten Bure, Gießen, den
Großder;ogiich der chinngiscki Unive Bose.
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