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17.2.1898 Zweites Blatt
 
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1. Name Fridh!

2. Sitz I 3. Genei wifit' w heim.

4. Die mach gmo Sieh zrichl Gleichheit «offeafchaft 18-8, Wad \u lliyhe an fammhnft beraten.

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Diejenige, 11 Februar 18 W^anbj fii-d rrtuom.

»illtgung von 676527 Mr. Ein Mitglied des Alllschuffe- hat die Streichung bei Dispositionsfonds mit 13000 Mk. beantragt. Abg. Reichardt bespricht die Schwierigkeit der juristischen Examina!. Die gestellten Themata seien so complicirter Art, daß eine Lösung derselben oft geradezu uu- möglich sei. Staatsminister Finger tritt dieser Be­schwerde mit Entschiedenheit entgegen. El sei selbstverständ- lich, daß juristische Examina! nicht leicht seien und die Re­gierung darüber zu wachen habe, daß derartige schwierige Fragen gestellt werden. Bei dem außerordentlichen Andrang znm Studium sei es daher Pflicht der Regierung, daß fie sucht, was möglich ist. Abg. Schmidt bespricht die schlechte Soft und die schlechte Bedienung an der Frauenabrhetlung der medtcinischeu Klinik. Er ersucht um eingehende Unter­suchung der vorgetragenen Fälle, waS Geh. Staatsraih Kuo rr zusagt. Abg. Osann beleuchtet in treffender Weise, in welch enormem Maß sich in den letzten Jahren der Zudraug zum medtcinischeu und juristischen Studium gesteigert habe. Wenn dieses so weiter gehe, werde man bald ein Proletariat des Richter-, Anwalt- und AerztestandeS haben. Er wünscht, daß von Zeit zn Zett Hinweise Seitens der Regierung hier­über gegeben werden, um im Publikum die Sache aufzukläreu. Abg. Ulrich spricht sich für eine Verstaatlichung del ge- sammten MedtelualweseuS (Doktoren und Apotheker), sowie deS juristischen Standes aus. Genau so wie mau dieses für die Seele thue, solle man es auch für den Körper thun. Abg. David spricht sich in gleichem Sinne aus. Abg. Bähr weist auf eine Ueberproduction del geistigen Elementes hin, die selbst in bäuerlichen Kreisen jetzt Platz greife, da jeder gut fituirte Bauer seinen Sohn studtreu laffe. Gegen 6 Stimmen wird hierauf der Betrag von 676 527 Mk be­willigt.

Zu Eopltel 40, Technische Hochschule zu Darm­stadt, erläutert Geh. Staatlrath Knorr vou Roseu­ro th die von der Regierung eingestellten Mehrforderungen von 41 690 Mk. für Anstellung eines besonderen RrchnerS nb Eontroleurl, sowie für Extra Remunerationen der Pro- fefforen. Diese Mehrforderuug ist eine Folge der gesteigerten Frequenz. Durch die Erhöhung deS UnrerrichtSgeldeS werde ein jährliches Mehr von 68 652 Mk. erzielt. Die Gr- fammtforderung der Regierung beträgt hiernach 247 950 Mk. Ein Mitglied des AuSschuffeS beantragt Streichung deS Dispositionsfonds mit 9000 Mk. und der unter Titel 6a

verlangten 47 641 MI., inSgesawmt 56 641 Mk. Abg. Schröder spricht sich höchst aoerkrnneud über die Leistungen der Hochschnle auS. Die von der Regierung gemachten Mehrforderungen seien dem Anwachsen der Fre-uenz ent­sprechend. Dieselben seien in keinem Falle übertrieben. Er empstehlt Annahme bei Ausschußantrages. Abgeordneter Köhler - Darmstadt schildert in glänzender Rede dal Aufblühen der Technischen Hochschule, welche zur Ehre bei hessischen Vaterlandes einen Weltruf erlangt habe. Er bespricht sodann die EehaltSverhältniffe der Professoren und stellt fest, daß die Gehalte derselben fast durchweg in keinem Berhältniß zu denjenigen anderer Länder stehen. Abg. Schönberger spricht sich gegen die steigende Frequenz der Hochschule auS und will hier einen Hemmschuh angelegt haben. Wenn mit den Forderungen so weiter gefahren werde, so gehr daS über den Geldbeutel deS Staates. Abg. Köhler-LangSdorf spricht sich in demselben Stone auS. StaatSmiuister Finger theilt die Bedenken mit, die gegen die Universität und die Frequenz der Hochschule ausgesprochen wurden. ES fei eine Ehre für dal hessische Land zwei Hochschulen zu besitzen. Eine Pflicht deS Staates fei eS aber auch, diese Anstalten auf der Höhe der Wiffeu- schaft zu erhalten. Abg. Ulrich wünscht auch eine bessere Dotiruug der hessischen Volksschulen, die noch immer daS Stiefkind deS Lande- feien. Abg. Reinhardt spricht sich ebenfalls gegen die Ansicht deS Abg. Schönberger aus. Er empfiehlt die RegierungSfordrrung. Abg. Osann hebt hervor, daß die Frequenz der Ausländer gegenüber der Inländer an der Hochschule eine unverhältnißmäßig ungleiche sei. Der Gedanke, dem Aulländer ein höhere- Stadiengeld anzustunen, sei daher nicht von der Hand zn weisen. Bon dem Werth der Hochschule zu reden, halte er für überflüsfig. Die Hochschulen bildeten ein Gegengewicht gegenüber den Universitäten und da- sei erfreulich. Er empfiehlt Annahme der Regieruoglforderung.

Damit wird die Verhandlung abgebrochen. Morgen früh Sitzung. __________________________________

Cecales uttb

A Mainz, 14. Februar. Bezüglich der Unterschleife im städtischen Gaswerk hier erfährt mau jetzt, daß sich im Laufe der gerichtlichen Untersuchung heraulgestellt, daß die unterschlagenen Beträge bei Weitem nicht die Höhe er­

reichen wie anfänglich behauptet wurde anb «tt Aulnahme del KasfirerS von den in Urttersuchung gezogenen Beamte« den meisten überhaupt nur ein bodenloser Leichtsinn zur Last gelegt werden lann. Bet dem Uebergang bei Galwerkl in die städtische Verwaltung sind die meisten Angestellten mit übernommen worden und da dal Galwerk getrennt von den übrigen Zweigen der städtischen Verwaltung liegt, so haben sich mit der Zeit allerlei Mißstände und Nachläsfigkeiteu et» geschlichen, die schließlich zu den jetzt aufgedeckren Verhält- ntffen geführt haben. Der Cttrct, um welchen die Stadt geschädigt ist, dürfte kaum Mk. 30,000 betragen. Welche Summen fortgesetzt für Stiftungen und Schenkungen gegeben werden, läßt sich wieder daran- ersehen, daß allein im letzten Quartal des vorigen Jahre! von dem Großherzog für Mk. 310,675 Süfruogea genehmigt wurden. Bon dieser Summe wurdm für Hospital und KiaukeuzweckeMk. 150,000, für die katholische Kirche Mk 74,397, für d e evangelische Kirche Mk. 64 650, für Bildungl-wecke und Schulen M 19,000, für die israelitische Gemeinde Mk. 1628 und der Rest für sonstige Zwecke bestimmt.

CiNwtur wwb Kun*.

Ungewöhnlich reich an Aktualitäten in Bild und Wort find die beiden neuesten Hefte der Großfolio-AuSgabe de! beliebten Familienblattes »Heber Saab vnb «Urr* (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). In dieser Zeit, wo die Vermehrung der deutschen Kriegsflotte im Vordergründe der politischen Erörterungen steht, hat besonderes Jnterefie ein vom Schiffsbau-Ingenieur Max Hahn verfaßter, von zahlreichm Abbildungen begleiteter Aufsatz: ,®t< ein Schiff entsteht.* Au» dem mannigfachen Feuilleton heben wir die Plauderei über das Factt des deutschen RennbetriebeS im Jahre 1897 hervor, den für weite Kreise wichtigm Aufsatz über Wtnterkuren und den Artikel über die totale Seemenstnsterniß vom 22. Januar. Die beiden Romane »Stechlin^ von Theodor Fontane undDie Hungerstetne" von Gertrud Franke-Schieveldetn nähern sich ihrem Abschluß. Schon im nächsten Hefte beginnt der neue große RomanVon zarter Hand* von Johann«» Richard zur Megede, der mit seinem im vorigen Jahre veröffkNtltchtm WerkeOuttt!M sich in die erste Reihe der deutschen Romandtchter gestellt hat.

Jena, 14. Februar. Der Eoncertmetster Herr Felix Berber aus Jena wurde zum ersten Concertmeister deS Stadt- und Gewand- hauSorchesters in Leipzig gewählt.

Vf* Beitw in diese« etnnnt Geeignete Risttästchen fftt etaeie, «eisen nnd Roitzsch wünschen an! Schone ott« HsAen an Rainen, Böschungen nnd ALnnan für dR nützlichen HeAentzaüter!

Bad-Ranheim, 11. Januar 1898.

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Die ordentliche Generalversammlung findet Sonntag den 20. Februar, Nachmittags 3 llhr, im Saale des .Englischen Hofes" dahier statt.

Tagesordnung: 1) Rechnungsablage von 1897. 2) Vorstands­wahl. 3) Antrag von Mitgliedern, Herstellung des $ 7, wie derselbe vor 1898 war, Vollausbezahlung des versicherten Werthes, $ 10 wegen der Taxation.

Zahlreiches Erscheinen sehr erwünscht.

Grünberg, 10. Februar 1898. 1658

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im Frl-Hnmtr Wald.

Donnerstag den 584. d. M.

«erden versteigert:

lang,

583 Reisstangen.

Dienstag d. 22. Februar:

66 rm Buchen Scheit, 26 rm Eichen- Scheit, 238 rm Buchen Knüppel, 120 rm Eichen- und Nadel-Knüppel, 6870 Buchen-, 1830 Eichen- und Nadel-Wellen, 43 rm Buchen- und Nadel-Stockholz.

Der jedesmalige Anfang ist Vor-

Eichenstämme, 2,29 fm haltend, Fichtenstämme, 65,63 fm haltend, darunter

Stämme Schnittholz von 1,17 bis 2,24 fm Inhalt,

Fichten-Derbstangen bis 18 m

Holzversteigerung.

Montag den 21. Aebrrrar l. I. sollen in den Waldungen der Gemeinde Staufenberg, District Strackeloh und Mark, nachver­zeichnete Holzsortimente versteigert werden:

Bei der am 18. d. Ms. im Gemeindewald Oberkleen stattfindendeu Holzversteigerung werden noch miwerkauft:

60 rm Buchen Derb,

250 BuchewReiser,

300 Weichholz-Reiser.

Groß-Rechtenbach, 14. Febr. 1898. 1654 Das Bürgermeister-Amt.