strebenden bayerischen Kreisen Zustimmung finden wird. Daß diese Annahme de- Münchener Blatte- fich bewahrheiten wöge, wollen wir um so mehr wünschen, al- wir au- de« kürzlich mitgetheilteu Bericht unsere- gut iuformirteu Münchener Vertreter- leider ersehen haben, daß die widerstrebende und verdrossene Stimmung in Bayern einen größeren Umfang hat, al- von offiziöser Seite zugegeben wird. Die Stimmung de- bayerischen Bolk- verknüpt nun einmal mit seiner bisherigen Mtlitär-Strafproz'.ßorduuug im Gegensatz zu den preußischen Einrichtungen gewisse legendenhafte Vorstellungen, die auf der Uukeuntniß nicht nur der preußischen Verhältnisse, sondern auch des UrtheilS ihrer eigenen nächst« bethriligten Fachmänner beruhen, immerhin aber doch nun einmal vorhanden find. Wir zweifeln nicht, daß Vernunft und Wahrheit einmal zu ihrem Rechte kommen und diese Borurtheile bestegeu werden- aber da- kann doch nur in der Praxi- geschehen, niemals so lauge mau fich noch theoretisch über Reservatrecht uud sonstige Prtnzipienfrageu der neuen Ordnung herumstreitet. AuS diesem Geficht-punkt würden wir e- für einen Gewinn halten, wenn jetzt, nachdem die grundsätzliche Einigung über alle Streitpunkte erfolgt ist, die ganze Angelegenheit recht schnell und energisch betrieben würde, damit alle Unklarheiten beseitigt werden.
Husloaö,
Budapest, 14. December. Trotz der Drohung der Opposition, die Wahl de- Minister- Perczel zum Präfi- deoteu de- Abgeordnetenhause- mit Gewalt zu verhindern «ud den Mtnisterpräfidenteu Banffy im Abgeordnetenhause nicht mehr zu Wort kommen zu lassen, ist Banffy -och entschlossen, die Präsideutenwahl am Montag vorzuuehmeu. Banffy eouferirte dteserhalb heute Vormittag mit mehreren poltttichen Persönlichkeiten. Die Oppofitiou beabfichtigt, am Sonntag im Verein mit den Socialtsten tu Pest uud ganz Ungarn große Protest-Demonstrationen gegen die Regierung zu iuscenireu.
Pari-, 14. December. Präsident Faure empfängt heute Nachmittag die fpauisch-amertkauischeu Delegirteu der Frtedeu--Lommisston. Am Nachmittag werden dieselben dem Minister de- Au-wärtigeu einen Besuch ab- statteu.
London, 14. December. Der Rücktritt Hareourt- al- Führer der liberalen Partei erregt ungeheure- Aufsehen uud wird allseitig al- große- politische» Ereiguiß angesehen. Man befürchtet, daß der Rücktritt einschneidende Aeuderuugeu im politischen Leben nach fich ziehen wird.
Cocoles rrnd provinzielles.
Gießen, den 15. December 1898.
** Am nächsten Sonntag, dem letzten vor Weihnachten, dürfen laut Verfügung des Großh. Kret-amt- sämmtliche Geschäfte bi- v Uhr Abend» geöffnet sein, worauf wir da- kauflustige Publikum nochmal- aufmerksam machen.
** X. Die 29. Hauptversammlung de» Mittelrheiuifcheu Architekten- uud Zugenteur-Bereiu», dem bekanntlich Fachgenoffeu au- Gießen, Mainz, Wiesbaden, Worm- uud der Residenz augehöreu, wird Samstag den 17. December zu Darmstadt abgehalteu. Neben den üblichen geschäftlichen Verhandlungen soll über die Stellungnahme de- Verein- -u Baufragev tu der Umgebung de- Kurfürstlichen Schlosse- zu Mainz be> ratheu, auch über die letzte Delegtrteuversammlung de- Verbände- zu Freiburg t. Br. refrrirt werden. Herr Geh. Oberbaurath Hofmann wird Mittheiluugen über den heutigen Stand der Sräbtebaufragen machen.
•• Bei Beginn der Borträge über da- neue Bürgerliche Gesetzbuch, die für Gericht-Affrfforen uud -Sccesststeu Dien-« rag- im Jnstizgebäude zu Darmstadt stattfiadeu, hat Herr Landgrricht-rath Dr. Buff angeregt, die Herren möchten fich an Vortrögru über kaufmännische Buchführung, für deren Leitung eine geeignete Persönlichkeit zu gewinnen wäre, betheiligen. Der Anregung lag die richtige Erwägung zu Grunde, daß bet der heutigen Entwickelung von Industrie, Gewerbe uud Verkehr noch weit wehr al- tu srüheren Jahrzehnten der Jurist über genaue Krunioiß und gründliche» Berständntß vieler für die kaufmännische Thätigkeit wichtigen Fragen, insbesondere der verschtedeuen Buchführungen, ver- tüzeu müsse, um vorzüglich in der späteren richterlichen Thätigkeit den in dieser Richtung an ihn herantreteuden Aufgaben gewachsen zu sein. In dankeu-werther Förderung dieser Anregung hat da- Großh.Ministerium die Ueberuahme der Kosten auf die StaatSkaffe verfügt und werden die Bor- ttäge mit Beginn nächsten Jahre- ihren Anfang nehmen.
•• Somertvereiu. Am 13. d. Mt-. sand unter dem Vorsitze von Herrn Geheimerath Oncken die außerordentliche Generalversammlung drs Concertverein- statt, die der Vorstand berufen hatte, um über die Stellungnahme de- Verein- zur Verweigerung der Stadtkirche durch den Ktrcheuvorstaud zu beratheu. Bou Seiten de- Dorstande- wurde berichtet über die Berhaudluugeo, die mit dem Ktrcheuvorstaud gepflogen worden waren, um ihn zpr Ueberlaffuvg der Stadtkirche für die Aufführung de- „Elias" zu be- wegen, sowie von dem rein negativen Ergebuiß, da- diese Verhandlungen hatten. Die Kirche war utcht nut für den • verweigert worden, sondern man hatte dem Eoncert- ffnet, daß er auch künftighin bei se»ueu Aufführungen geistlicher Werke auf die Stadtkirche nicht mehr zu rechnen habe. In der eingehenden Di-cusfiou, die fich au diese Mit- thetlungeu knüpfte, wurde allgemein dem Bedauern über diese- Ergebuiß der Berhaudluugeu Ausdruck gegeben: auch darin herrschte völlige Ueberetustimmuug unter den Erschienenen, daß der Eoucertverein al- solcher utcht in der Lage sei, weitere Schritte tu dieser Angelegenheit zu thuu, uud daß er, wenn der Ktrcheuvorstaud auf seinem ablehnenden Standpunkt verharre, von der Aufführung von Oratorien und PasstouSmufikeu tu Zukunft abseheu müsse, »m Letztere- zu verhüten, wurde der Vorschlag gemacht, die
evangelischen Gemetndemitglteder, denen die Sache am Herzen liege, möchten fich nochmal- au den Kircheuvorftand wenden mit der Bitte um Aeuderuug jene- Beschlusses. Auch dieser Vorschlag fand die Billigung der Versammlung, uud in der Dt-cusston die fich daran knüpfte, wurde den Anwesenden von berufener Seite die erfreuliche Au-ficht eröffnet, daß erneute Verhandlungen vielleicht zu einem befriedigenden Ergebuiß führen würden. Mit dem von allen Anwesenden aufrichtig getheilten Wunsche, daß auf dem eiuzuschlageudeu Wege eine friedliche uud freundliche Verständigung zwischen Toucett« verein und Kircheuvorftand gefunden werden möchte, wurde die Versammlung geschloffen. -ck.
** -dt Stadttheater. Ja der gestrigen 7. Bolk-vor- stelluug, die recht gut besucht war, gelaugte Lessings „Mtuua von Baruhelw" zur Aufführung. Herr Liebscher führte die Regie meisterhaft uud gab die Rolle de- Riccaut de la Marltutere, wie wir die- von ihm gewohnt find, mit verblüffender Gewandtheit. Recht gut verkörperte Herr Walter al- Just deu treuen Diener de- Major- Tellhetm, utcht minder glücklich war die Darstellnug de- btderbeu gewesenen Wachtmeister- Paul Werver durch Herrn Merker. Gar zu beweglich für einen Wirth, den mau fich doch nicht mit Unrecht auch körperlich als eine gewichtige Person vorzustellen gewöhnt ist, war un-Herr Wtlhelmi, der ebenso wenig, wie Herr Helm deu Komiker zu verleugueu vermag,- daS ist aber auch da- einzige, wa- wir an ihm auszusetzen haben, uud gern zollen wir feine« Spiel im übrigen alle- Lob. Ganz uud gar am Platze war Fräulein Pauli, al- Fränzcheu- in der That ein liebreizende- Fraueuzimmercheu, dem e- utcht allzu schwer fiel, deu begeisterten, getreuen Wachtmeister Paul Weruer zu fesseln. Eine überaus shm- pathische Erscheinung war Fräulein Rux, als Dame tu Trauer, der man die fetuen Umgaugsformeu der Rittmeister»- wtttwe mit Geuugthuung aumerkte. Fräulein Würdig, war uu- al- Minna von Baruhelm offen gestanden zu gemeffeo, um al- Inbegriff des Soldateuglücke- gelten zu können; freilich legte ihr die Hauptrolle keine leichten Aufgaben auf, aber wir meinen doch, fie könnte überall etwa» mehr aus fich herau-gehen. EdelfrSuletn find doch auch Menschen. Herr Dietz sch gab deu Major vou Tellheim im ganzen gut, ließ aber ebeufall- au Bewegung-frethett zu wünschen übrig. Man möchte doch auf der Bühne gern de- Leben- tune werden, und nicht den Eindruck de- Gemachten gewinnen. Wir können uu- de- Grdaukeu- nicht erwehren, al- hätten dte Vertreter der letzten beiden Rollen, gehoben durch einige glückliche Erfolge, da- Bewußtsein, e- könne ihnen nun gar nicht mehr fehlen. Dem ist aber nicht so, auf der Höhe zu bleiben, ist schwerer, al- fie zu erklimmen; da» sollte mau beherzigen. — Die Ausstattung der Räume war zeitgemäß, dte Costüme desgleichen.
** Stadttheater. Die am vergangenen Sonntag mit großem Beifall aufgeuomweue Operettenpoffe „Untere Marine" wird am Freitag Abeud wiederholt und zwar wieder unter grfl. Mitwirkung vou Mitgliedern de- Bauer- fcheu Gefaugveretu-. — Fräulein Frieda Eichel-Heim von Darmstadt spielt hier die „Elaire" im „Hüttende sitz er" utcht Sonutag, sondern Montag deu 19. d. M.
** Knustnotiz, von Emil Elaar, dem Intendanten der vereinigten F a^kfntter Stadtiheatet, ist soeben im Cottascheu Verlag ein Vaud Gedichte „Weltliche Legenden" er» schienen. Emil Claat ist den Gießenern von der Zett her noch wohlbekannt, da et mit kündiget Hand die Aufführungen de- Theaterveretu- leitete. Emil Ölaar hat fich auf dem deutschen Parnaß längst eine Heimstätte erworben. DaS Werk aber, mit dem er jetzt eben an die O-ffeutltchkeit tritt, bedeutet zweifellos den Höhepunkt seine- dichterischen Schöffen-. Da zieht eine Fülle getst- uud gewüthvoller Klänge au unserem Ohr vorüber, Höhen und Tiefen de- Leben- durchmißt be» Poeten Flug, uud wa- uu- au- all deu formschönen Gedichten eutgegeufchlägt, ist ein wahrhaft edle-, für die Ganzheit fühlende- Meuscheuherz. Die „Weltlichen Legenden", die von dem berühmten Verlag auf- Vornehmste au-gestattet find, werden al- gehaltvolle Weihuachtsgade sehr willkommen sein.
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♦* Landwitthfchaftlicher Verein für die Provinz Oberhesteu. Zu nuferem Bericht in Nr. 298 über die diesjährige Ge- ncralvetfamwluug de- Laudw. Vereins für die Provinz Oberheffen am 12. dS. Mt». gingen uns nachfolgende Zeilen als Ergänzung zu: Auf der Tagesordnung stand zunächst der Bericht über die Thätigkeit de- Vereins. Der Präfident, Se. Erlaucht der Herr Graf zu SolmS-Laubach, refertrte hierüber In eingehendster Bdfe, woraus hervorgeht, daß der Verein im letzten Jahre eine außerordentlich rege Thätigkeit entwickelt hat. Wir müssen uu- hier versagen, alle Thätig- keit-gebtete zu besprechen, wollen vielmehr nur einzelne Punkte heraußgreifen. Auf d:m Gebiet der Hutweidenmeliorattonen im Vogelsberg ist der Verein, nachdem er in deu Jahren 1896 und 1897 Bersuch-meliorattonen auf 111 Morgen in 16 Gemeinden durchgeführt hatte, im Jahre 1898 zu eigentlichen Meliorationen übrrgegougev. E- waren im laufendeu Voranschlag 18000 Rk. hierfür eingesetzt. Die Gemeinden erhalten bei AuSsühruug solcher Meltoratioueu die Hälfte der Melioratioutkosten al- Zuschuß vom Bereto. Im Laufe de- letzten Sommer- find nun tu Folge de- Vorgehens des Verein» in 21 Gemeinden Hutweidenwelioratiouen auf einer Fläche von ca. 800 Morgen und einem Melioration»- kapital von ca. 22000 durchgeführt wordeu dezw. find in Durchführung begriffen. Am regsten ist die Thätigkett de» Verein- auf dem Gebiet bet Viehzucht gewesen. Dte Herd- duchführung wurde fortgesetzt. Es find in das Simmenthaler Herdbuch jetzt 2150, in da- Bogel-berger 748 Stück ein- getragen worben. Die Zuchtveretne wurden nach einem einheitlichen Statut reorganifirt bezw. eine Anzahl neu errichtet. Es bestehen jetzt Zachtveteiue für Simmenthaler Vieh in Alsfeld, Lauterbach (mit 3 Gectioueu), Büdingen, Friedberg (mit 23 localen Vereinigungen), in Gießen (mit 8 Localvereiueu), in Schotten und Babenhausen, mit über 1200 Mitgliedern. Bulleustattoneu bestehen 12 tu der Provinz, uud ist die Er- ?
rlchtuug von weiteren 8 für nächstes Frühjahr geplant. Zwecks Auffrischung de- in der Provinz gezüchteten Simmeu* thaler Viehs hat der Verein au- der Schweiz einen Jwport vou 40 Stück Ortgiualthiereu durchgeführt. Weiterhiu hat er eine Anzahl Thterschaueu abgehalteu, uämltch 4 Bezirks- thierfchaueu, 3 Brrllenlchaueu und 2 Localschaueu, uud hat hierfür eine Summe von ca. 20000 Mk. verwendet. Der Verein unterhält 4 Zuchthöfe für Vogelsberger Vieh, die hauptsächlich dazu dienen, den Gemeinden die Mögltchkeit zu gewähren, sich gute Bullen dieser Rasse leicht beschaffen zu können. Der Verein ist bann weiterhiu noch thätig gewesen auf ben Gebieten der Schweinezucht, Ziegenzucht und Geflügelzucht. — Al» zweiter Punkt stand auf der Tagesordnuog »in Vortrag beS Herrn Landesökonomierath Müller-Darmstadt über Ziele unb Wege bet Bewirthschaftung mittlerer und kleiner Lanbgüter. Der Referent legte in dem sehr beifällig aufgenommeuen Vortrag im Einzelnen die Gesichtspunkte klar, nach denen unter deu bestehenden volk-wirthschaftlicheu uud betriebStechuifcheu Beziehungen heute gewirthfchaftet werden muß.
-th-
Wetterbericht. Während da» über der Ostsee gelegene Minimum nach dem Innern Rußlands abzieht, liegt bereits wieder eine neue Depression vor der nördlichen Küste. Bet ben Gebieten niederen Drucke- find in südlicher Richtung Ausläufer vorgelagert, welche ihren Einfluß über deu größreu Theil vou Europa ausdehuen. Da» barometrische M-ximum wird immer mehr nach dem Südwesten de- ErdtheilS zurück- gedrängt. Derselbe weist übrigen- auch innerhalb seiner Grevzeu eine unregelmäßige Luftdruck-Vertheilung auf. — Vorau-sichtliche Witterung: Fortdauernd unbe» ständige- Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
Xus be* Seit fßr bU »Stt
Vor 128 Jahren, am 16. December 1770, wurde zu Bonn Deutschlands größter Tondichter, Ludwig von Beethoven, geboren. Durch seine Symphonien hat er die Musik auf eine neue Stufe der Entwickelung gebracht. Seine bewundernswerthesten Werke voll Überquellender wohlklingender D^odien, die er selbst — taub — nicht hören konnte, sind: „Eroica", „Adelaide" und der „Liedercyclus an die ferne Geliebte". Er starb am 26. März 1827 in Wien.
Schwurgericht.
W. Gießen, 15. December 1898.
LaudgerichtSrath Dr. Liukenheld eröffnete um 9% Uhr die Verhandlung gegen Friedrich Wilhelm Baer unb Wilhelm Darnbmann an» Raiurod wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt StaatSanwald Zimmermann. Als Ver- theidiger für Baer ist Rrcht-anwalt Mendelfohn, für Dambmaun Rechtsanwalt En gisch erschienen. Deu Angeklagten wird zur Last gelegt, daß fie zu Raiurod in vier Fällen 3 Scheuern und 1 Hofratthe vorsätzlich, gemeinsam in Braud gesetzt haben. Der Angeklagte Maur-r Dambmanu wegen Betrug uud Widerstand vorbestraft, erklärt, 24 Jahre alt zu sein. Baer fei sein guter Kamerad, obgleich fein Vater ihn vor dem Menschen gewarnt hätte. Der Angeklagte ist geständig unb erzählt, er unb Baer seien in bet Silvesternacht in bet Schauwmauu'schen Wirthschaft gewesen und hätten Schvap» getrunken, ba habe der Genoffe ihn gesagt, er solle mal mit heraus kommen, uud draußen hat ihm Baer gesagt, er wolle dem Förster Bormann, der ihn ein Mal aagezeigt habe, einen Schabernack thun und ihm die Scheuer anstecken. Dambmaun will draußen an der Planke Wache gestanden haben, während der Andere die That ausgeführt hat. Der Angeklagte Baer erklärte, 22 Jahre alt zu fein, er ist ebenfalls Maurer nad 6 Mal vorbestraft. Der Angeklagte giebt zu, deu Braud in der NeujahrSvacht angelegt zu haben, jedoch habe er mit Dambmaun gemeinsam gehandelt, dieser habe mit geholfen, die Planke, welche den Zugang zur Scheuer sperrte, zu durchbrechen uud sei auch mit der Inbrandsetzung der Scheuer eiuverstanbeu gewesen. Das Feuer zerstörte nicht nur die in Braud gesetzte Scheuer, sondern ergriff auch eine Nachbarscheuer, die dem eigenen Bettet be» Dambmaun gehörte. —Der Angeklagte Damdmanu bestreitet, deu Willen gehabt oder betätigt zu Haden, gemeinsam mit feinem Genossen den in Rede stehenden Brand anzulegen, er will dem Baer sogar gesagt Haden: „laß da», meinem Bettet feine Scheuer brennt sonst auch mit ab". Baer gesteht zu, in der Nacht vom 27. bi» 28. Februar im „Steinernen Wlrthshau»" bet letzte Gast gewesen zu sein, er fei dann über einen Wlesenweg nach Hause zu gegangen, und da habe e» plötzlich Feuer geblasen, er bestreitet mit aller Entschiedenheit, da- in jener Nacht in der Hofraithe der Schauermauu'icheu Wirthschaft ausgebrochene Feuer, dem ebeufall» eine Scheuer zum Opfer fiel, angelegt zu haben. Al» Baer ben Feuerschein sah, will er nach dem Spritzenhaus geeilt fein, wo schon Alle» in Thätigkeit wat. Der Angeklagte hat dann mit retten helfen. Trotz de» Zureden» de» Borfitzenden, der Angeklagte Baer wöge doch die Wahrheit sagen, bleibt jener dabei, et habe diesen Brand nicht angelegt. — Der Angeklagte Dambmaun erklärt, daß Baer sich ihm gegenüber gerühmt hat, da» Feuer bei Schauermann angelegt zu haben. Baer brstrettet mit großer Redegewandtheit die ihn belastende Angabe seine» Mitaugr- klaßtev. — Nach dem Schauermauu'fchen Brande brannte e» in Bechthold» Mühle zu Raiurod. — Dambmaun erklärt, er sei bi» zur Feterabeudftunde mit Baer in der Wirthschaft bei Schanetrnanu gewesen. Sie seien zusammen nach Haufe gegangen. Schon in der Wirthschaft habe der Mitangeklagte geäußert, er wolle dem Bischhof tn Bechthold» Mühle einen Schabernack anthnn. Auf dem Nachhauseweg hat Baer gesagt, wir stecken dem Bischhof die Scheuer an und ihm zu- gemuthet, die- zu thun. Dambmaun will dir» abgelehnt, fich aber zum Mttgehen bereit erklärt haben.
Zur Verhandlung gegen deu Station-asfistenten Bussin ist nachzutragen, daß die Geschworenen ben Rechtsanwalt
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Zeitung entnehm! Akademie der ■ über ben UrsM beute allgemein > Himmels eine F feinen, in der Li Annahme W Tageslichtes- © verdünnte Rhoda, raentäre Farbe b eine solche Lichtstrahlen gelöie ihrem vorigen Ve der Ursprung der unabhängig märe,: Mückzuführen sei. daher als eine A von den vier an f die in der Lust vork
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• Tu Ca* viele vou eiua
gibt, beant»ortet, der Heidelberger \ feinem Buche Ober folgender Wahrlche folge, in velcher und für diese ist iß gleichgiltig, in zchu Karten erhi, Aartruimtzcatliek bivldirro. Die gi
Um ßch nun Dachen, duür ea R 'cht ohne die gr als Zeßausmaud s »arten; «an den! Spiele, so bedarf l'chkritrn der ver dürften wohl sel! "drterlaude paffen.
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