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December 1770, wurde in 'Onbidjter, Ludwig vou ™ Hal er die ltwickelung gebracht. Seine übtrqueHenber wohlklingen« iub - W HSnn tonnte, vn »üiebttc^clui an die
!6. März 1827 in Wim.
richt.
, 15. December 1898.
Ikld eröffnete um 8^, ich Wilhelm ®atx uno darob wegen VxauWuor. Id Zimmermann. W Btt- ittalt MeudelsohN/ für fch erschienen. Dm Auge« iß sie za Siaiurvd in virr the vorlützlich, gemeinsan, la tagte Maurer Dambmauu rtiftraft, ttHärt, 24 Jahre tu Kamerad, obgleich sein »xnr Mr. DrxAugetlagie Laer seien tu der Silvester- i Wlrthschast gewesen nab ade der Seuoffe Ihn gesagt, und draußen hat ih« Sarr Boimann, der ihn em K°l I thuu und ID« die Sch'»» illtzen an der Planke Sache Andere die Th°t lir», 22 3«i« alt jn I* g»il ®*.
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Kraft beauftragten, in ihre« Namen für len vrrrrrtheilten ein Saadengesuch ernznrercheu. Ferner veranstalteten ste intet fich eine Sammlung, beten Ergrbotß der in Saale abwesenden Ehefrau Basfiu auszehändtgt wurde- dieselbe ist mit ihren drei Kindern, von den drängenden Gläubigern ihres Ehemanns ihrer Habe entblößt, tu das Gemeinde- Armenhaus ausgenommen wo.den.
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• Eiogrschaeit. Auf der Schynigen Platte bei Wilders- wyl im Berner Oberland ist ein Trupp Arbeiter von frisch gefallenem hohen Schnee eingeschlossen worden. Er muß die Schneeschmelze oder das Festwerden der weißen Decke abwarten, bi» ein Abstieg möglich ist. Gefahr für die Eingeschlossenen bestcht nicht; da ste mit dem Röthigen versehen stnd, mag e» ihnen am geheizten Ofen da oben gemüth- lich vorkommen, zumal der Draht den telegraphischen Verkehr mit der Außenwelt vermittelt.
• Wieso ist der Himmel blau? Wie wir der Chemiker Leitung entnehmen, sprach in der Sitzung der Belgischen Akademie der Wissenschaften vom 3. d». Prof. W. Spring über den Ursprung der blauen Farbe des Himmel». E» ist heute allgemein angenommen, daß die blaue Färbung de» Himmel» eine Folge der Reflexion des Sonnenlichtes an feinen, in der Luft schwebenden Wasierbläschen sei. Diese Annahme stützt fich aus die tatsächliche Polarisation de» Tageslichte». Spring hat nun gefunden, daß eine passend verdünnte Ryodaneisenlösung eine mit jenem Blau comple- «entäre Farbe besitzt. Betrachtet men den Himmel durch eine solche Lösung, so erscheint er weiß, indem die blauen Lichtstrahlen gelöscht werden; die Polarisation aber bleibt bei ihrem vorigen Verhältnisse stehen. Es scheint also, als ob der Ursprung der blauen Himmrlsfarbe von der Polarisation unabhängig wäre, und folglich diese auf eine weiße Reflexion zurückzuführen sei. Die schöne blaue Htmmelssarbe muß daher al» eine Absorptionrsarbe angesehen werden, welche von den vier an fich schon als blau erkannten Substanzen, die in der Lust Vorkommen, nämlich Sauerstoff, Ozon, Wasser- dampf und Wasserstoffsuperoxyd, heroorgebracht wird.
• Den ecatspielern zur Beruhigung. Die Frage, toi» viele von einander verschieden» Scatspiele c6 gibt, beantwortet, wie wir der „Nationalzeitung" entnehmen, der Heidelberger Mathematiker Professor Moritz (Santot in seinem Buche über die „Arithmetik drs täglichen Leben»" mit folgender Wahrscheinlichktirsrechnung: Es entscheidet die Reihenfolge, in welcher die 32 Kartenblätter ursprünglich lagen, und für diese ist PM die Permutationszahl. Andererseits ist es gleichgiltig, in welcher Reihenfolge jeder der Spieler seine zehn Karten erhielt, und tn welcher Reibenfoloe die zwei Karten im Scat liegen-man muß deshalb durch Pie . Pie P10. Pj dividiren. Die gesuchte Anzahl ist also:
P10 • P1O • PjO • P>
----- 2,379,b44,03V 309,440
Um sich nun ein Bild von der Größe dieser Zahl zu machen, denke man fich 50 Millionen Menschen Tag nnb N ich» ohne die geringste Pause Scat ipirleud und eine Minute als Zeitaufwand für einmalige» Mischen und Austheilen der Karten- man denke fich ferner lauter von einander verschiedene Spiele, so bedarf e» etwa 90 Jahre, wenn man alle Mög« bettelten der verschiedenen Spiele erschöpfen wollte. Da dürften wohl selbst die Seßhaftesten im Altenburger Scat- vatcrlaude passen.
• Köln oder Lola? Die Versuche, eine einheitliche Schreibweise herbeizusühreu, find mißlungen. In der letzten Stadtverordnetenfitzuog wurde folgende» Schreiben des Oberpräfidenten bekannt gegeben: „Der Herr Minister des Innern hat durch Erlaß vom 27. November entschieden, daß er vorläufig nicht in der Lage 4st, dem Anträge der Stadt Köln auf Erlaß einer die Schreibung dieses Ortsnamens mit K angeordneuden Verfügung zu entsprechen. Weiterhin hat der Minister äuge- ordnet, daß zur Zeit von allgemeinen, die Schreibung
von Ortsnamen mit 0 oder K betreffenden Bestimmungen abzusehen sei, und bemerkt, daß landespolizeiliche Verfügungen der Regiernngspräfidenten über die Feststellung der Schreibweise von Ortsnamen nicht ohne seine vorherige Zustimmung zu erlassen feien/ Herr Beigeordneter Pelmann bemerkte, daß es danach einstweilen bei der verschiedenen Schreibweise verbleiben müsse. Köln werde von der königlichen Regierung, von der Post und von der Steuerbehörde mit C, von der Eiseubahnbehörde, der Handelskammer uvd der städtischen Behörde dagegen mit K geschrieben.
• Da» Alter der Niagarafalle. Hebet die Zeit, die noth- wendig war, um die Fo.m der Absturzstellen der N agara- falle, wie sie heute ist, herbeizuführeR, find bislang viele Behauptungen aufgetaucht, die aber ledtgl ch auf Schätzungen beruhten. Eine genaue wissenschaftliche Uatersuchung hat nun kürzlich Prof. ®. Wright ausgeführt, über deren Ergebnisse er in einem Vortrag vor der American Association in Boston berichtete. Prof. Wright ist der Anficht, daß das Alter der Fälle ganz bedeutend überschätzt wird, und daß die Entstehung derselben in eine viel spätere Periode fällt, al» man an- nimmt, weil die Zerstörung der Felsenmassen durch die Gewalt de» Wassers sehr schnell bewirkt wird. Nach seinen genauen Berechnungen können die Fälle höchstens 12000 Jahre alt sein, wahrend nach den früheren Theorien mindestens 40000 Jahre nothwendig sein sollten, um die heutige Form der Fälle herbeizuführen.
• Auch ein Record. Man weiß, daß Belgien doS im Slcoholausschäuken reichste Land Earopas ist. Welche Ortschaft aber innerhalb des Laude» die verhältnißmäßig kneipenreichste ist, darüber hat fich ein Streit erhoben. Endlich hat man der Gemeinde Ghislenghien den Prei» zuerkannt, wo auf je 13 Einwohner ein „Cabaret" kommt. Dieser Record wird aber jetzt angefochten. Der „Petit bleu" theilt mit, daß in dem Dorfe Baucelle» im Gebiete von Philippe- Ville bei einer Einwohnerschaft von 64 Männern, 55 Frauen und 72 Kindern unter 16 Jahren 17 Kneipen vorhanden find, wobei also auf vier erwachsene Männer eine Kneipe käme. —
Hotteid reust in der Synagoge.
Samstag den 17. December 1898.
Borabend Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr Schrifterklärurrg, Sabbathausgang 5« Uhr.
Schlfs-nachrichte«,
Der Postdampfer „Friesland" der „Web Star Sine- in Antwerpen ist laut Telegramm am 13. Deccmber wohlbehalten in New- Uorl an gekommen.
Verkehr, Caufr rrrrd
MbMm, 14. December. Fruchtmarkt. Roth er ®d|e» X 14,04, weißer Weizen X 00.00, Store X 11.08, Gerste X 9 62, Hafer X 6.85
Neueste Nachrichten.
Depeschen de» Bare« .Herold*.
Berlin, 15, December. Der Seuioreu-Conveut de» Reichstage» hat beschlossen, daß die Weihnacht», feiten heute beginnen und bi» zum 10 Januar fich erstrecken sollen. Im neuen Jahre wird als erster Gegenstand der Tagesordnung die Mililät - Vorlage zur Btrathung gelangen.
Berlin, 15. December. Die socialdemokratische Fract on beschloß, einen Antrag im R-ichStoge einzubringen, daß bei bea gesetzlichen Bestimmungen über die Gefährdung eine» Eisenbahnzuges neben Gesängnißstrafe auch die Geld- strafe zugelossen werde. Weiter sollen Amendements zu bea bereits vorliegenden Anträgen bezüglich der lex Heinze und des Groben Uafug-Parag^aphen gestellt nnb der Strafvollzug wegen der politischen Gefangenen wieder zur Sprache gebracht werden.
Berlin, 15. December. W e das „Berliner Tageblatt" au» Petersburg meldet, starben infolge der bei dem Bombenladen auf dem Fort Eonstantin zu Kronstadt er
folgten Explosion bis jetzt 14 Personen. Fünf stnd schwer verwundet.
•refelb, 15. December. In einer Bersammluvg der ausständigen Weder wurde mit den Fabrikanten eine Einigung erzielt. Die Fabrik von Engländer hat in eine Lohnerhöhung gewilligt. Es steht also die allseitige Wieder- aufuabme der Arbeit zu erwarten.
Wien, 15. December. Der fortschrittliche Partei- B erb and im Wiener Gemeinderath hat beschlossen, über die vom Bürgermeister und der Majorität des Gcmeiuderaths ausgeübte Geschäflsordvungs-Berletzungtn und den zu Tage getretenen Terrorismus bei dem Statthalter Beschwerde zu erheben.
Prag, 15. December. In der städtischen Steuerkaffe find große Uuterschleife entdeckt worden. Mehrere Beamte wurden verbastet.
Budapest, 15. December. Der zweite Vicepräfideut bei Abgeordnetenhauses, Kardo»,dankte ebenfalls ab. Im Haufe wird der der äußersten Linken angehörendc 84 Jahre alte Madarasz, welcher schon im Jabre 1848 Reichstag»- Milglied war, als Alters Präsident Präsidien und das Hau» auffordern, über die Präsidentenwahl Bestimmungen zu treffen, falls die Opposition die Wahl überhaupt zuläßt. Den Tisza'schen Gesetzentwurf unterschrieben 244 Abgeordnete. Nachträglich werden ibn auch die Kroaten unterschreiben. Die Regierung» Mchrheit beträgt jetzt ohne Kroaten 67 Mann.
Ao«, 15. December. DU italienische Polizei wird auf Vorstellung der spanischen Regierung Don Larlos auf- fordern, Italien zu verlassen, weil er von Venedig uns eine umfangreiche agitatorische Thätthkeit entfaltet.
Paris, 15. December. Die „Libre Parole" verfichert, die Nachricht von der Rückkehr Dreyfns werde in einigen Tagen bekannt gegeben werden.
Pari», 15. December. Die Kammer wird sich demnächst mit einigen Interpellationen zu beschäftigen haben und zwar wie schon gemeldet, betreff» des Ankaufs bei Buches: Die Nation unb die Armee durch den Pariser Gemeinderath und mit der Drumont'schen Interpellation betreffs der Maßregelung des Bürgermeister» von Algier. Diesen beiden Interpellationen dürfte fich noch eine dritte zugesellen, welche sich auf da» Manifest der neu gegründeten Liga zur Ver- theidigung de» Lande» bezieht.
Pari», 15. December. Picquart soll fich noch immer nicht entschlossen haben, das Gesuch um seine provisorische Freilassung zu unterstützen. Jndeß hossm seine Freunde, daß er doch noch uachgrbeu wird. Frehcinet will in der That nichts in der Angelegenheit thuu. Wegen seiner Weigerung wird er in der Kammer von bea Socialisteu iuterpellirr werden.
Pari», 15. December. „Radical" meldet, daß gestern Abend Picquart beschlossen habe, den Antrag auf Haftentlassung zu unterzeichnen Der Kriegsminister hat versprochen, innerhalb 24 Stunden da» Gesuch zu beantworten.
Pari», 15. December. „GauloiS" bespricht die Meldung der „Daily MaU", wonach der Herzog von Orleans seine Mission in Abessinien auf geben mußte, weil Menelik ihm den Durchgang durch Abessinien verweigerte. Da» Blatt vrröffentlicht ein Interview mit dem Herzog, worin dieser erklärt, er sehe aus dem Artikel der „Daily Mall" nichts andere», als ein englische» Manöver, dessen Endziel er nicht erkmnen könne.
Paris, 15. December. Gestern Abend fand unter dem Vorsitz de» Letter» der „Aurore" eine Versammlung statt, in welcher die Aufhebung der Haft Picquart gefordert wurde. Mehrere Redner forderten insbesondere auf, fich auf der Straße vollkommen ruhig zu verhaltm. Pressens« sprach energisch gegen den AntisemttiSmu». Die Versammlung löste sich dann ruhig auf.
Pari», 15. December. Die zweit? Subskriptionsliste, welche „Lrbr-Parole" veröffentlicht, um die Wtttwe Heury zu unttrstützen, hat 1117 0 Franc» ergeben.
Madrid, 15 December. Der „Jmparcial" bestättgt die deutsch - spanischen Verhandlungen wegen des Verkaufs der Carolinen.
Bekanntmachung.
136 Mark Zinsen aus der Stiftung der dahier verstorbenen Elisabethe Schmidt find zu gleichen Theilen an vier bedürftige, unbescholtene, ledige, in Gießen lebende Dienstmädchen im Alter über 50 Jahre unb vier arme Wittwen au» Gießen nach der Auswahl bet Stadtvorstandes zu vergeben.
Anmeldungen zum Bezug derselben haben bis zum 1. Januar 1899 unter Beibringung des erforderlichen Nachweises bei der unterzeichneten Stelle zu geschehen.
Gießen, den 13. December 1898.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
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ChnffbkschkklMg für brave, bedürftige Kinder.
Unterzeichneter hat auch in diesem Jahre wieder eine Christbescheerung (50.) für bedürftige Kinder veranstaltet, unb mit großer Freude bekennt er hiermtt öffentlich, daß e» in feinem lieben Gießen noch recht viele edle Menschen giebt, die ein warmes, fühlende- Herz für die Nochleidenden tm Busen tragen, die daher gerne bereit find, ihre milde Hand aufzuthun, wenn es güt, Dürftige zu unterstützen. Die Gaben find nämlich tn diesem Jahre wieder in so reichem Maße gespendet worden, daß ich in die angenehme Lage versitzt wurde, 276 Kindern eine recht schöne Weihnachts- freude bereiten zu können, und ich spreche hiermtt allen edlen Gebermnen unb Gebern für die über au» reichlichen Zuwendungen meinen herzlichsten Dank au». ES wäre mir jedoch nicht möglich gewesen, eine so große Anzahl von Kindern zu bedenken, wenn ich nicht auch dabei die Zinsen aus meinet Stiftung unb aus der der verstorbenen Elifabethe Schmidt, zusammen 132 Mk betragend, hätte verwenden können. Dah^r spreche ich auch den edlen Bürgern, die meine Stiftung bewirkt haben, und bec hochverehrlichen Stadtverordneten-Versammlung, bie die Güte hatte, mir die Schmidt' che Stiftung zur Anschaffung von Schuhen zu überweisen, abermals meinen wärmsten Dank nu6. Ich bank« auch noch der verehr- lichen Rebattion dieses geschätzten Blattes, die, wie alljährlich, so auch diesmal dieser Einladung unentgelttiche Aufnahme gewahrte.
Zur Bescheerung, mit der auch zugleich eine Christseier verbunden ist. und die in der Turnhalle der Ttadtmädchrufchule (Westanlage) am kommenden Touutag, den IS. December, Nachmittags präeis 4 Uhr, stattfinden wird, lade ich hiermit frmndlichft ein. Die @aben für die Kinder können jedoch schon von Vormittags 10 Uhr an in Augenschein genommen werden, und ich bin mit Vergnügen bereit, über deren Verthellung nähere Auskunft zu geben.
Gießen, den 14. December 1898.
H. Curschmanu, Lehrer i. P.


