Ausgabe 
16.10.1898 Erstes Blatt
 
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Ableben des Kaisers in Kürze zu erwarten steht. ES heißt nämlich, der deutsche, der britische und der japanische Ge­sandte hätten wiederholt dringend eine Audienz beim Kaiser verlangt, die Mitglieder des Tsungli Yamen dies aber für unmöglich erklärt, da der Kaiser in dem kleinen Gebäude neben dem Palast der Kaiserin im Sterben liege, wo Niemand der Zutritt gestattet sei.

Locale» unt provinzielle».

Gießen, 15. October 1898.

Technische Hochschule Darmstadt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den außerordentlichen Profeffor an der Technischen Hochschule Leo v. Wtllmann zum ordentlichen Honorar-Profeffor für Bau- und Jngenieurwiffenschaften an dieser Hochschule zu ernennen.

Höheres Schulamt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 5. October den Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worm-, Profeffor Friedrich Sold an, zum Lehrer an dem Ludwig-GeorgS'Ghmaafinm zu Darmstadt, mit Wirkung vom 17. October 1898 an, zu ernennen.

* P. Stadttheater. DaS dem Rennstall der betriebsamen Firma Blumeuthal'-Kadelburg entstammendeWeiße Rößl" ist tu seinem ungehemmten Siegeslauf über die deutschen Bühnen am Freitag Abend auch zu uns gekommen und vom Publikum mit Hellem Jubel begrüßt worden. Wenn noch in dem letzten Theaterbericht über schwachen Besuch geklagt wurde, so hat diese-Repertoir- und Kaflenstück sämmtlicher Bühnen", wie es auf dem Zettel benannt wird, durch seine Zugkraft ein fast aurverkaufteS Hau« erzielt. Der Stärke des Besuches entsprach auch die Größe des Erfolge«, denn so herzliches Lachen, so lebhafter Beifall, so stürmischer Her­vorruf ist in unserem Festsaale wohl kaum jemals erklungen. ES ist halt ein Stück, bet dem der Zuschauer nicht über den größeren oder geringeren litterarischen Werth nachgrübelt, sondern daS er in seiner frischen, urwüchsigen Komik ohne wettere Prüfung mit offenen Armen wie einen lieben, immer lustigen Freund aufntmmt. Der im letzten Acte so viel be- rufeneRetsezauber" thut eS uns an, und die prächtige neue Dekoration bringt eS meisterhaft fertig, den Alp:nkundigen im Geiste in fein geliebtes Hochgebirge zu versetzen, dem Neuling eine Ahnung jener hehren Naturschönheiten zu er­wecken. Wir alle möchten uns gerne bei der Wirthin vom Weißen Rößl" zu Gaste laden. Denn sie wurde von Helene Schuhmann in so unverfälschtem Dialekt, so fesch und lieb- reizend zugleich gegeben, daß eine wahre Freude war. Auch alle anderen Personen, die wir in dem überfüllten, immer lebhaften Gasthause kennen lernen, werden unS rasch sympathisch. Herr MertenS als Zählkellner Leopold geht äußerlich ganz in seinem Berufe auf, enthüllt aber dabei die innige Liebe zu seiner Josepha so treuherzig, daß wir ihm seinen schließlichen Triumph von Herzen gönnen. Herr Fabrikant Giesecke, der Mann mit den Glüh- und Kate- strümpfeu, durch Herrn Director Helm unübertrefflich ver- körpert, wirkte durch seine Berliner Witze und Redensarten gerade in dieser Umgebung ganz besonders auf die LachmuSkelu ein. Sein Jugendfreund von Untertertia her, der gemüth- liche, sächsische Privatgelehrte mit der großen Naturbegeisterung und dem kleinen Geldbeutel wurde von Herrn Liebscher ganz tadellos wiedergegeben. Herr Dt e tz sch trat als findiger, nie verlegener Rechtsanwalt immer mit der nöthigen Ge­wandtheit und Unverfrorenheit auf, während Herr Köhler die geringere Schneid und Begabung deS kleinstädtischen Sülzheimer wirksam hervortreten ließ. Die Damen Bartholdy und Pauli ließen nicht- zu wünschen übrig da- Gleiche läßt fich wohl auch von den zahlreichen kleinen Rollen sagen. Die Dtrection Kruse-Helm aber kann man zu dem durch- schlagenden Erfolg deS Abends aufs wärmste beglückwünschen- auch auf sie läßt fich das hat diese Aufführung wieder glänzend bewiesen der Kernspruch deS alten Fabrikanten Giesecke anwenden:Det Jrschäft iS richtig."

Sta'tthrater. Die große GesangSpoffeDer Tanz- teufel" von Jacobson-Mannfiädt geht Sonntag den 16. dS. in Scene. Am kommenden Dienstag findet eine Wieder­holung des LustspielsIm weißen Rößl" statt.

Größere RekrutentranSporte, theilweise in Souder- zügeu, pasfinen in den letzten Tagen die hiesige Eisenbahn- stariou. Die Fahrt ging zum Theil nach den Reichslanden, zum Theil nach Mainz, Hanau, Frankfurt u. s. w. Die für Darmstadt und Butzbach bestimmten Rekruten gingen gestern früh hier ab. Am Nachmittag trafen die für daS Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm bestimmten Rekruten (ungefähr 700 Manu) hier ein.

* Bersammlung. Auf die morgen (Sonntag) vormittag Vs 11 Uhr in Stein- Saalbau statifindeude Versamm­lung des Verbandes füdwest deutsch er Detatllist en« Vereine machen wir die hiesigen Geschäftsinhaber mit dem Hinweis auf die bereits früher in diesem Blatte veröffent- lichten wichtigen BerathungSgegenstäude aufmerksam.

** Das Kaiferpanorama hat wieder etee herrliche neue Prachtserie ausgestellt, und zwar Tegernsee. Bon dem lieblichen Tegernsee erregt namentlich da- «ängerschloß, Wohnung der Kaiserin 1897, und die Billa Ntggl, Wohnung der Kaiserlichen Prinzen, die Ausmerksawkeit der Besucher. Mehrere Total-Anfichten von dem genannten Dorfe in Ober- Datynfn finb berückend schön und wirk-n mit ihrem satten ®i:ßn auöejft lebhaft und anmutheud. Auch da- Trgeruseeer Schloß und die Herzogliche Augenklinik feffeln da« Auge, weilt und wirkt doch hier der Herzog Karl Theodor von Bayern, der Bruder der f Kaiserin Elisabeth von Oester- reich, ein bürgerlicher Fürst, der seine inneren Fähigkeiten ohne Stolz in den Dienst der Menschheit stellt. Alr O'fi- zier erzogen, mit allem Glanz geschmückt, den hohe Geburt und Reichthum verleihen können, hat er eS doch über fich vermocht, al- schlichter Lernender sich in die Gefolgschaft ge­leitet Männer zu reihen und mit eisernem Fleiß umfassende«

W!ffen und eine seltene große practische Fertigkeit auf dem i da- ist der Gebete der Augenheilkunde zu erwerben. Seine treueste die

Gehilfin bei diesem edlen Menschenwerk ist seine Gemahlin, eine geborene Prinzessin Braganza. Sie leistet ihm in rastlosem Eifer Dienste al- Assistentin bei Operationen. Bon den übrigen Ansichten nennen wir noch da- Rottachthal, Gmnnd, Schliersee, die Heimalh der Naturschanspieler, Wildbad Kreut, Bayerisch'Zell, Birkenstein. Alle Bilder find von au-gezeichneter Klarheit, und e- ist in der That noch keine schönere Serie al- die gegenwärtige au-gestellt worden.

* Besttzwechfel. Schreinermeister I. I. Schmidt kaufte die Hofratthe Grünbergerstraßr Nr. 10, der Frau Tarl Pipp Wittwe gehörig, für 36,000 Mk.

** Wetterbericht DaS barometrische Maximum über Skandinavien hat seine Lage wenig verändert, wahrend die östliche Depresfion weiter hereindringt. Ueber den britischen Inseln wehen dabei ziemlich lebhafte südöstliche Winde. In Eentral-Europa ist die Luftdruck-Bertheilung gleichmäßig ge­worden und haben bereits gestern die Niederschläge meisten- ort- aufgehört. Da- Wetter war in Süddeutschland am Morgen noch trüb, doch ist in den südlichsten Theileu Deutsch­lands Aufklärung etugetreteu. Die Hotstatlonen hatten be­sonder- am Morgen Helle- Wetter. In ganz Deutschland find die Morgentemperaturen ganz erheblich gesunken. Bo rau-sichtliche Witterung: Zunächst wechselnde Bewölkung, dann von Westen her wieder zunehmende Trübung. .

AlSfeld, 14. Oktober. Da- Museum de- Geschicht-- und AlterthumSoereiu- der Stadt Alsfeld ist nun soweit gediehen, daß seiner Eröffnung nicht- mehr im Wege steht. Dieselbe wird, wie wir erfahren, am Sonntag den 23. d. M. stattfiaden. An diesem Tage haben nur die Mitglieder, so­wie die Spender von Ausstellungsgegenständen Zutritt. Zur Eröffnung ist eine entsprechende Frier geplant, deren Pro­gramm veröffentlicht werden wird.

Mainz, 14. November. Heute Nachmittag wurde tu der Neubruunerstraße ein vier Jahre altes Kind von einer Wetufuhre überfahren, so daß e- starb. Das Kind war taubstumm und lahm- den Fuhrmann trifft keine Schuld.

Schwarjk Krtrachtuugen übersWeiße Rößl"

Von Dr. M. Schilling.

Just in diesen Tagen haben wir dir 100jährige Wieder- !!ehr deS Tage- gefeiert, au dem da- Weimarer Theater Schiller- Wallenstein zum ersten Male aufführte. Die größeren Bühnen haben sich das nicht entgehen Uff en und die Trilogie zu Ehren unsere- populärsten Dichters auf- geführt, allen voran natürlich Weima?, da- in Herrn von Sonnenthal den berufensten Bertreter für den dämonischen Helden gefunden zu haben glaubte. Ernst von Wildenbruch, der schwungvolle Patriot, hat der Borstellung einen Prolog vorausgesandt. So hat man den Klassiker geehrt an der Stätte, wo fich zum ersten Male das wildbewegte Krteg-bild entrollte, im Burgtheater in Wien, im königlichen Schauspiel­haus und im Schillertheater in Berlin und auch sonst im deutschen Reich.

Und am nächsten Tag traten wieder die materiellen Interessen unserer Bühnenleiter in ihre Rechte, dasweiße Rößl" stand wieder auf dem Sptelplav, auf Schiller folgte wieder Blumenthal. Da- ist so der Lauf der Zeit.

In der October,Nummer von Belhagen und Klafing« MonatShefteu sucht Heinrich Hart, der bekannte Berliner Kritiker, den unerhörten Erfolg diese- Lustspiels zu begreifen und zu erklären. Er geht davon au-, daß gewiffe Literatur« Produkte den Geist eine- bestimmten Zeitabschnitte- treu wiederspiegeln. So characieristisch LesfiugSNathan" für da- HumauitätSzeitalter ist, so wichtig ist SchillersWallen- stein" für den Ausgang de- vorigen Jahrhunderts. Dem Antritt deS neuen Jahrhunderts" hat Schiller die idealen Verse gewidmet:

In des Herzens heilig stille Räume

Mußt du fliehen au- des Lebens Drang!

Freiheit ist nur in dem Reich der Träume, Und da- Schöne blüht nur im Gesang."

DaS war fein vornehmster Grundsatz, und hierin liegt seine mächtige Wirkung auf den deutschen BolkSgeist begründet. Auch der Geist der Gegenwart hat, so fährt Hart mit schein­bar ernster Miene fort,in einem Monumeutalwerk ein Ab- | und Spiegelbild gefunden, und zwar in keinem anderen als dem jüngsten Erzeuguiffe der Schwankstrma Blumenthal und Kadelburg, betiteltIm weißen Rößl"." Mit dem um geheurm Erfolge dieses ProducreS können fich nicht einmal unsere jetzigen Literaturheroeo, Hauptmann und Sudermann, meffeu- Richard Wagner« Gesammtwerke haben nach Hart nicht tn einem Jahrzehnt diese Aufführungszahl erreicht. Einzig und alleinEharlrhS Tante" ist vielleicht ebenso oft über unsere Bühne gehopst. DaS ist höhere Gerechtigkeit, wenn man diese englische HanSwurstiade mit dem L la mode zugeschnittenen deutschen Schwank in einem Äthern nennt.

Und darin liegt eben die Erklärung für den beispiellosen Erfolg deS Stück-, daß die Berfaffrr geradezu glänzend den Zeitgeschmack getroffen haben.

Wer fich heute nach de- Tages aufreibender Arbeit in« Theater setzt, der will behaglich unterhalten sein, der will fich amüfiren, der will um jeden Preis lachen.DaS Leben ist so ernst, im Theater will ich die WerkeltagSsorgen ver- geffeu", das ist heute nicht allein der Standpunkt der Kunst­banausen, so denkt leider die große Mehrzahl der Zeitgenoffen. Und darum strömen fie alle inSweiße Rößl", fie alle lachen über die verliebte Wirthin, da« lispelnde Jüngferchen und den schüchternen Jüngling mit der großen Glatze. Er ist doch auch zu drollig, so recht gemüthlich, glatt und seicht. Und ist da« nicht urkomisch, wenn der olle Berliner den Mund aufthut und sein längst zum geflügelte Worte gewordeue« ^Det Jeschäft i« richtig" vorbringt?Det Jeschäft iS richtig", ]

bezeichnendste Slu-diuck au- demweißen Rößl": Berfaffer freuen fich de« blühenden Geschäfts, da«Publi- i 5U® fich- daß ihm daS Geschäft erspart bleibt, einige | Steren Jahrgänge derFliegenden" durchzustudteren. Alle« > Geschäft! So recht zu unserer Zeit paffend, wo die Menschen immer mehr auf ein klägliches Zahlenniveau herabfirken.Ja de« Herzeus heilig stille Räume mußt Du fliehen au« der Leben« Drang", fo rief begeistert Schiller am AuSgange be» vorigen Jahrhundert«, und aus Oscar Blumenthal« Munde klingt es nicht minder überzeugend:Det Jeschäft iS richtig."

Vormischte».

* Müuzauction zn München. Am 7. November er. md folgende Tage kommen unter Leitung de« Experten Otto Helbing in München verschiedene Münzsammlungen zur Versteigerung, und zwar: Die Sammlung deS Herrn I. R. in W., ferner die nachgeloffenr Sammlung de« fei. Herrn Josef Walter, ScheideanftaltSbefitzer in Schwäb. Gmünd rc. re. 1. Münzen und Medaillen de« ErzstifteS Salzburg. 2. Neuere Prägungen (Vereins- und Geschichtsthaler, Doppelthaler, Doppelgulden, Gulden rc.) 3. Münzen und Medaillen ver­schiedener Länder deS Mittelalters und der Neuzeit rc. rc. Der Tatalog enthält ca. 3200 Nummern- die Versteigerung wird jedenfalls 56 Tage in Anspruch nehmen. (Katalog ohne Tafeln gratis. Jllufttirter Eatalog mit sech« Tafeln (50 Nummern) Abbildungen ä 4 Mk. zu beziehen durch dm Experten Otto Helbing in München, Maximiltanstraß- 32/1 l.

Aschaffenburg. 13. October. Nachdem die Grundstücke in Stockstadt, auf welchen vor 3% Jahren die Limescommission das römische Bad gefunden hatte, in den Besitz der hiesigen Actiengesellschaft für Maschinenpapierfabrikatton übergegangen sind, hat auf Einladung letzterer Herr Kreisrichter Konradi aus Miltenberg die Ausgrabungen in Stockstadt aufs Neue begonnen. Es wird nicht nur das vor 3y2 Jahren bereit« bekannt gewordene römische Bad wieder ans Tageslicht ge­bracht und erhalten, sondern es wird auch an anderen Stellen nachgeforscht, und es sind, wie dieAschaffenb. Ztg." aus zuver­lässiger Quelle vernimmt, gestern aufs Neue eine große An­zahl Steine mit römischen Inschriften aus dem 3. Jahr­hundert ausgegraben worden, welche, wie die früheren, dem hiesigen städtischen Museum zugesührt werden.

* In Stuttgart war in den letzten Tagen eine Katzen. Ausstellung veranstaltet worden. Sie wurdeerste internationale Katzen-Ausstellung" genannt. Sie wies in mehr als 100 Nummern 15 Katzenarten auf, darunter die seltensten und seltsamsten Arten aus allen Weltthellen. Das werth vollste und intereffanteste Exemplar war eine algerische Angorakatze, braun und schwarz gestreift; ihr Besitzer, Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern, bewertete sie auf 2000 Mk. Auch ein algerischer Angorakater, die Mody - Killkatze aus Amerika, die indische Knotenschwanzkatze, die Zwergkatze, ferner in Deutschland gezüchtete Angorakatzen, wie auch deutsche Haus und Nutzkatzen waren vertreten.

Arr»zrrg aus den Stande»atnt»*egrfte*is

der Ttadt Gießen.

Aufgebote.

October: 3. Albert Gustav Eduard Paul, Schneider zu Gießen, mit Katharine Marie Kleh hterselbst. 8. Richard Julius Mörler, Kutscher zu Bad-Nauheim, mit Lina Katharine Kauß, Büglerin daselbst. 10. Clemens August Gutmann, Drechsler zu Andernach, mit Thekla Gertrude Graef daselbst. 10. August Sttebeling, Kaus- mann zu Gießen, mit Hubert« Christine Meckel zu Wetzlar. 11. Wilhelm Noll, Schneider zu Gießen, mit Anna Eltsadethe Theodore Ruppel von Biedenkopf. 14. Georg.cky, Obergäitner zu Biedenkopf, mit Elisabethe Pfeiffer hterselbst. 14. Friedrich Emil Bender, Kaufmann dahier, mit Antoinette Wilhelmine Ernestine Jungblut hterselbst.

~ Eheschließungen.

October: 8. Friedrich Wilhelm Gustav Weiffenbach, Grohh. Amtsrichter zu Herbstein, mit Marie Peters Hierselbst. 8. Johavv Evangelist Schweiger, Sattler dahier, mit Katharine Wilhelmine Elisabethe Bellof von Rödgen, Kreis Gießen. 8. Carl Maximilian Hoch, Glaser zu Wetzlar, mit Emma Wilhelmine Katharine Rörig hierselbst. 8. Johannes Lathar, Fuhrmann zu Gießen, mit Maria Anna Margaretha Dern hierselbft. 12. Abraham Cahn, Kaufmann zu Aachen, mit Johanna Rosenthal hterselbst. 12. Heinrich Braum Taglöhner dahier, mit Margarethe Stephan hierselbft. 12. Philipp Belloff, Kaufmann zu Offenbach a. M., mit Maria Johanna Schomber hterselbst.

Geborene.

October: 2. Dem Schornsteinfeger Wilhelm Zwesch ein Sohn. 6. Dem Glaser Johann Wilhelm Räuber eine Tochter. 8. Dem Taglöhner Christoph Gans eine Tochter. 10. Dem Installateur Julius Dickorä ein Sohn. 12. Dem HtlfSbremser Peter Fackiner ein Sohn, Georg Karl Heinrich.

Gestorbene.

October: 8. Philipp Braun, 50 Jahre alt, Landwirth von Hattenrod. 8. Heinrich Wagner, 27 Jahre alt, Bergmann von Ueckerifeifen. 8. Marie Johannette Dorothea Ost, 14»/« Stunden alt, Tochter von Lehrer Friedrich Ost zu Merenberg. 9. Georg Maibach, 45 Jahre alt, Geflügelhändler von Holzhausrn, Kreis Friedberg. 9. August Obderbeck, 25 Jahre alt, Schreiner von, Altena t. Wests. 10. Emilie Koch, ged. Michel, 70 Jahre all Wittwe von Forfttnspector Karl Koch dahier. 11. Anna Heeb, geb Schaaf, 24 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Johann Heeb zo Frickhofen, Kreis Limburg. 11. Clara Elisabethe Rau, 3 Monate alt, Tochter von Taglöhner Heinrich Rau dahier. 12. Johanna Krack, 7 Monate alt, Tochter von Fabrikarbeiter Jnnocenz Krack dahier.

Au»zr«g aus -en Kirchenbüchern

der Stadt Gießen.

Evangelische Vemeinbe.

Getraute.

MatthäuSgemetnbe.

Den 12. October. Heinrich Braun, ein Wittwer, Taglöhner zu Gießen, und Margarethe Stephan, Tochter des Lehrers L P. Wilhelm Stephan zu Wetzlar.

Marku-gemeinba.

Den 9. October. Johannes Lather, Fuhrmann zu Gießen, und Marie Anna Margarethe Dern, Tochter des verstorbenen Acker­manns Wilhelm Dern zu Klein-Rechtenbach.

Denselben. Philipp Belloff, ein Wittwer, Kaufmann zo Offenbach, und Marie Johanna Schomber, Tochter des verstorben« Ziegeleibesitzers Heinrich Schomber zu Gießen.