Ausgabe 
16.7.1898 Erstes Blatt
 
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Lies selbst wüßte». Da Spanien aber kein Geschwader habe, so könnten die Amerikaner die Insel einfach aulhuugern, ohne sich den spanischen Kugeln auSzusetzen. Deshalb sei er entschlossen, den Frieden sobald al» möglich zu veranlassen. Die Nachrichten von einer MinisterkrtfiS seien unbegründet. Nach Meldungen au- Hongkong umzingeln die Insurgenten Manila immer enger. Tie bemächtigten sich der Maschinen, welche da- Trtukwaffer hoch pumpen, sodaß binnen Kurzem Manila ohne Triukwaffer sein wird. In einer offictellen Depesche an den Krieg-mtntster erklärt General Augustin, daß die Garnison von Manila selbst die äußersten Linien festhalte.

Washington, 14. Juli. Die Meldungen über da- Aus- breiten de- gelben Fieber- unter den Amerikanern vor Santiago lauten immer bedrohlicher. E- sollen bereit- über 200 Erkrankungen coustatirt sein.

Der Kampf um Santiago. General Mile- hat nun doch den Oberbefehl über die gesammteu um Santiago vereinigten amerikanischen Streitkräfte übernommen. Nach einer Mittheiluug de-Herold" setzt sich die amerikanische Armee vor Santiago auS folgenden Truppen zusammen: 1. Division unter Brigadegeneral I. F. Kent, 9000 Maun- 2. Division unter General H. W. Lawton, 9000 Mann- 3. Division unter General Hawkivs, 2000 Mann; Cavallerie- Diviston (unberitten) unter Generalmajor Joseph Wheeler, 2000 Mann- zwei Batterien leichte Artillerie, 300 Mann, und zwei Batterien schwere Artillerie, 150 Mann- zwei Compagnien Ingenieure unter General William Ludlow, 200 Manu, und drei Regimenter Freiwillige unter General Duffield, 3000 Mann. Zusammen 25650 Manu, denen angeblich 37 825 Mann spanischer Truppen mit 14 Batterien Artillerie und 8 Schwadronen Cavallerie zu je 75 Mann gegenüberstehen sollen. Da unter den Amerikanern da­gelbe Fieber immer heftiger auftritt, auch in einigen Regi­mentern die Ruhr herrscht, hat man sich in einem gestern in Washington abgehalteneu KriegSrath dahin geeinigt, dem General MileS zu einer energischen Beschießung der Stadt und zum Sturm auf diese um jeden Preis zu rathen, damit die Truppen sich dann auf die fieberfreien Höhen zurückziehen können. Ob dieser Rath mit Erfolg wird befolgt werden können, ist aber fraglich, da die Wege durch anhaltenden Regen derart ungangbar geworden find, daß es den Ameri­kanern bis gestern nicht gelungen war, das Belagerungs­geschütz zweckmäßig zu posttren. Am Dienstag wurde der Waffenstillstand auf 24 Stunden verlängert. Der spanische Commandant Toral erklärte, er sei ermächtigt, die Garnison zurückzuziehen, den Hafen, die KriegSvorräthe und den östlichen Thetl von Cuba zu übergeben. Die Amerikaner aber verlangen mehr: ES ist nicht nur die Stadt Santiago, sondern auch die ganze Provinz Santiago de Cuba mit Ein­schluß der festen Plätze Manzanillo, Holguin, Guantanamo und Baracoa zu übergeben. Die Amerikaner find, falls dies zugestauden wird, damit einverstanden, daß die spanischen Truppen nach Spanien zurückgesandt werden. Den Offizieren soll gestattet werden, ihre Degen zu behalten. Andere Zu- gestäudniffe sollen den Spaniern nicht gemacht werden. DaS spanische Marine-Ministerium will Beweise dafür haben, daß die Amerikaner bei Cavite und Santiago Brand- geschosse verwendet haben. Die Blätter rathen der Regierung dringend, nicht bei den Mächten dagegen Einspruch zu erheben, sondern gleiche Geschoffe gegen die Amerikaner zu verwende», falls sie nach spanischen Häfen kommen. Von Tampa sind drei Detachement» Cavallerie, eine schwere Batterie, ferner Genietruppen und Pflegerinnen vom Rotheu Kreuz nach Santiago abgegaugen. Tagl. Rundschau.

Sitzung der Stadtverordireteir

am 14. Juli 1898.

Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Grüneberg und Wolff, von Seiten der Stadt­verordneten die Herren Brück, Emmeltu», Faber, Flett, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Jughardt, Kirch, Keller, Loos, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Schiele und Dr. Thaer.

Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Herr Ober­bürgermeister Gnauth, daß die Versammlung unter dem Eindruck zweier Todesfälle stehe, von denen der eine das langjährige Mitglied der Stadtverordueten-Versammlung, Herrn M. Homberg er, der andere ein junges Menschen­leben betroffen. Die Versammlung werde Herrn Homberger, deffen Verdienste bereits wiederholt Anerkennung gefunden, stets ein freundliche- Angedenken bewahren.Hat in diesem Falle", so fuhr der Herr Oberbürgermeister fort,schließlich die Natur bei einem Stebenundfiebzigjährigeu ihr Härte- Recht gefordert, wieviel tragischer ist dagegen die traurige Verkettung unglücklicher Umstände, welche der Schülerin unserer höheren Mädchenschule, Susi Richter, ihr junges Leben gekostet hat. Bon den 168 hölzernen Consolen an dem Dachgefim- der seit 18 Jahren im Gebrauch befind­lichen, von dem verstorbenen Stadtbaumeister Stief erbauten Schule hat eine in Folge unbemerkten und unbemerkbareu Eindringen- von Feuchtigkeit den sicheren Halt in dem au- grfaultrn Sparrensttch des Dache- verloren und unglücklicher Weise gerade diejenige über dem AuSgong de- Schulhauses, und besonders unglücklicher Weise gerade in dem Augenblick, als die Mädchen eine der seltenen NachmittagS-UaterrichtS- stunden verließen. Die inzwischen angestellte genaue Unter« suchung aller übrigen Consolen hat ergeben, daß dieselben fest fitzen, und nur noch eine derselben schien es räthlich al-bald zu entfernen, weil deren eigenes Holz mürbe geworden. Eine gleiche Untersuchung ist zur Zett im Gang bei den in ähn­licher Weise construirten Gesimsen der Stadtmädcheuschule und der Realschule. Andererseits haben die von der Direction der Anstalt angestellten eingehenden Ermittelungen ergeben, daß allerdings etue Stunde vor Eintritt de- Unfall- eine Mitschülerin der Verunglückten zufällig bemerkt hat, daß die fragliche Console sich nach vorn gesenkt hatte und daß diese- Mädchen auch

einzelne seiner Mitschülerinnen darauf aufmerksam gemacht hat. Nicht richtig aber ist, und auf diese Feststellung lege ich gegenüber dem gegeutheiligen Gerede in der Stadt besoudere- Gewicht, daß eine dieser Schülerinnen dem Schuldiener oder dem Lehrer von jener Wahrnehmung Mittheilung gemacht hätte. Wenn danach auch die in solchem Falle übliche Vor­sicht und Sorgfalt nicht au-gereicht haben, um den Eintritt jene- Unfalls zu verhüten, so darf andererseits doch wohl auch gesagt werden, daß kein menschliche- Verschulden dabet Vorgelegen. Dario, wie in dem allseitigen und tiefen Mit­gefühl, da- jene- schwere Unglück in allen Kreisen unserer Stadt hervorgerufen, liegt vielleicht auch ein gewisser Trost für die schwer getroffene Familie. Sie selbst aber, meine Herren, lade ich ein, zum Zeichen ihres Beileide» bei beiden Todesfällen sich von Ihren Plätzen zu erheben."

Der erste Gegenstand der Tagesordnung betraf das Mittelrheinisch-Badisch-Pfälzifche Schützenfest im Jahre 1899. Nach Mittheilung des Herrn Oberbürger­meister» hat bereits im Jahre 1892 die Stadtverordueten- Versammlung den Beschluß gefaßt, der Uebernahme de» Feste» durch den hiesigen Verein zuzuftimmen, doch ist damal» eine andere Stadt au»ersehen worden. Nachdem nun­mehr in Landau definitiv die Wahl auf Gießen gefallen, habe er Angesicht» des früheren Beschluffe» kein Bedenken getragen, die Zustimmung für das nächste Jahr zu ertheilen, er bitte dazu um nachträgliche Genehmigung- die Versamm­lung erklärt sich damit einverstanden.

Der Central-Au-schuß zur Förderung der Volks- und Jugendspiele in Deutschland hat um Gewährung eines Jahresbeitrag» nachgesucht. Mit Rückficht auf den guten Zweck stimmt die Versammlung der Bewilligung eines widerruflich zu gewährenden Jahresbeitrags von 20 Mk. zu.

In einem eingehend motivirten Gesuch hat sich die Großh. Handelskammer Gießen an die Kaiser!. Oberpost- directiou Darmstadt gewendet, dieselbe möge im Fernsprech­betrieb eine Zwischenzone von 50 bis 100 Kilometer ein­führen und dafür die Gebühr auf 50 Pfg. ermäßigen. Die Versammlung beschloß auf Antrag der Ftuanzdeputation, da» Gesuch der Handelskammer zu unterstützen.

Zur Anschaffung weiterer Subsellien für die Stadt- kuabenschule werden 400 Mk. bewilligt.

lieber die Eiutheilung de» Gelände», welches von dem unteren Theile der Grünbergerstraße, der Moltke- straße und der Wieseck (am sog. kleinen Steinweg) ein- geschloffen wird, hat da» Stadtbauamt einen neuen Be­bauungsplan vorgelegt. Danach soll zwischen den Besitzungen von Gärtner Berger und H. C. Werner die senkrecht von der Grüuberger Straße auf den Steinweg führende Straße fortgesührt werde» auf eine von der Wieseck nach der Moltke- straße (in den ehemals Jett'schen Gärten) projectirte Straße, wogegen von Durchführung de» sog. kleinen Steinweg» nach der Moltkestraße, zwischen -den Besitzungen von Ruckftuhl und Dornsetff, abgesehen werden soll. Die Versammlung stimmt dem Plan zu, deSgl. demjenigen, welcher eine Straße zwischen den Häusern von Schloffer Stohr und Ztnßer von der Grün­bergerstraße nach der Moltkestraße vorfieht. MW MD

Im December 1895 war beschlossen worden, der Gießener Omnibus-Gesellschaft ein weiteres Dar­lehen zu gewähren, da infolge Ausbruch» der Rotzkrankheit unter ihrem Pferdebestand die Fortführung de» Unternehmens in Frage gestellt war. Diese» Darlehen wurde infolge eiu- getreteuer günstiger Umstände nicht erhoben. Die Gesellschaft beabsichtigt nunmehr zwei neue einspännige Wagen anzu- schaffen und sucht um Bewilligung de» im Jahre 1895 nicht erhobenen Betrages nach. Dem Gesuch wird stattgegeben. Herr Kirch berührt bei dieser GelegenheitdaS Droschken­wesen in der Stadt, welche» den heutigen Anforderungen nicht mehr entspreche. Er hält e» für mtßfiäudig, daß sämmt- liche Droschken ihren Standort nur am Bahnhof haben, er bezeichnet es für bester, wekm ein Thetl der Droschken einen anderen Aufstellungsplatz, etwa in der Nähe de» Marktes, angewiesen erhalte- auch sei eine Aenderung in der Stunden- Eiutheiluug wie hinsichtlich de» Tarif» vothwendig, der ihm besonder» bei den Fahrten in die Umgebung zu niedrig erscheine. Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt sich bereit, Großh. Polizeiamt im Sinne der Darlegungen des Herrn Kirch Mittheilung zugehen zu lasten.

Einer seit mehreren Jahren eingehalteneu Uebung gemäß sollen auch tu diesem Jahre bei der Stadtverordueten-Ver­sammlung Ferien gehalten werden. Die Versammlung bestimmt hierfür den Monat August.

Gegen das Gesuch des Herrn Carl Sommerlad um Erlaubniß zum WtrthschaftSbetrieb im Hause Goethestraße 54, sowie dasjenige de» Herrn Chr. Schön Hal« um Erlaubniß zum Brauntweinau-schank über die Straße hat die Versamm­lung nicht» etuzuweuden.

Locales und provinzielles.

Gießen, 15. Jult 1898.

* AnSzeichnnng. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, dem Gemeindefeldschützen und Forstwart Leonhard Bernhard in Ober-Gersprenz da» Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür 50jährtge treue Dienste", dem Obermeister der Schreiner tu der Wageufabrik vonGebrüder Gastell" zu Mombach, Andreas Strub in Mainz das Silberne Kreuz des Verdienstorden- Philipps de- Großmüthigen zu verleihen.

** Hoher Besuch. Sicherem Vernehmen nach werden Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Groß­herzogin kommenden Samstag vom Bahnhof dtrect über Bahnhofstraße und Westanlage nach der Ausstellung auf Oswald-garten fahren, danach die Altcefchule besuchen und um 5*/a Uhr wiederum über Nord-, Oft- und Südanlage und die Frankfurterstraße zum Bahnhof fahren- auf den genannten Anlagen werden die hohen Herrschaften günstige Witterung vorausgesetzt nochmals von den Trägerinnen unserer hesfischeu Volkstrachten begrüßt werden.

Backer VerbandStag. Die Verhandlungen des zweiten Tage» des Unterverbande» Mitteldeutschland der deutschen BSckerinuuugen am gestrigen Donnerstag betrafen vorwiegend interne und geschichtliche Angelegenheiten. Der Antrag der Siebener-Commission, al» Vorort Castel für die nächsten zwei Jahre betzubehalteu, wurde angenommen. Al» Olt de» nächsten VerbaudStageS wurde Alzey gewählt. Die Wahl der Delegirten zum nächsten, in Magdeburg stattfindenden Ceutral-VerdandStag wurde der Innung zu Alzey, Wörrstadt und Gießen übertragen, während eS bezüglich der vierten zur Entsendung eines Delegirten berechtigten Innung dem BerbaudSvorstand überlasten wird, geeignete Wahl zu treffen; vorgesehen waren Eschwege, HerSfeld, Hofgeismar und Wetzlar- In einer einstimmig angenommenen Resolution wurde den im Lohnkampfe mit den Gesellen befindlichen Collegen in Hamburg, Altona und WandSbeck insofern Hülfe zugefichert, als der Geschäftsführer ermächtigt wurde, falls finanzielle Hülfe zu: Stützung durch den Ausstand gefährdeter Existenzen nöthig fei, solche durch einen außerordentlichen Mitglieder- beitrag zu gewähren. Nach Erledigung einiger geschäftlich^ Gewährung von Reisediäten u. s. w., betreffenden Angelegen­heit wurde der BerbandStag geschloffen. Dem gemeinsamen Mahle in Steins Garten folgte um 3 Uhr ein Ausflug nach dem Schiffenberg.

** Auf die morgige Ausstellung bezügliche Anficht»' Postkarte» mit verschiedenen hessischen Trachten hat Herr Ernst Balser hier in mehreren Sorten anfertigen (offen. Dieselben werden jedenfalls großen Absatz finden.

* Vergiftet. DieN. Heff. BolkSbl." schreiben au» Darmstadt vom 14. dsS. MtS.: Gestern kam eine Dame aus Gießen hier zugereist und logtrte fich in einer Gast" wirthschaft dahier ein. Da dieselbe heute Vormittag da» Zimmer nicht verließ, sah der Gasthalter nach und fand die Dame tobt im Bette liegend. Dieselbe hatte fich vergiftet.

* Das Niedertreten de» Getreide» wird streng bestrafte § 368,9 de» Strafgesetzbuches droht Geldstrafe bi» zu 60 Mk. oder Haft bi» zu 14 Tagen Demjenigen an, der unbefugt vor beendeter Ernte über Wiesen oder bestellte Aecker geht. ES scheint zur jetzigeu Zeit angebracht, diese Gesetzesvorschrift in Erinnerung zu bringen.

* * Wasserpost. An der Ehreubreitsteiner Schwimm­schule wurde eine verkorkte Flasche aufgefischt, worin sich eine Bisitkarte mit folgender Bemerkung befand:Bei Carl FabianZur Stadt Frankfurt" in RüdeSheim a. Rh. haben wir ein fehr vergnügtes Stündchen verlebt. Wik können diese» Hau» Jedem empfehlen. Ueberbringer dieser Karte erhält von Herrn C. Fabian ein gute» Trinkgeld. Georg Grünig, Bautechniker in Gießen."

* * Zur Warnung für Ladeuiuhaber sei darauf hin­gewiesen, daß nach mehrfachen gerichtlichen Entscheidungen die Anbringung von Schaufenster«Aufschriftenon parle- frangais oderenglish spoken strafbar ist, wenn weder der Inhaber de» betreffenden Geschäft», noch einer seiner Angestellten thatsächlich der französischen oder englischen Sprache mächtig, die erwähnte Aufschrift au Schaufenstern oder Ladeuthüreu also lediglich zum Zwecke der Reclame unberechtigter Weise angebracht ist. Die Berurtheilungrn erfolgen auf Grund des § 1 des Gesetzes zur Bekämpfung de» unlauteren Wettbewerb», weil ein derartiges Vorgehen, da» nur bezweckt, den Ausländern eine leichtere und bequemere Kaufmöglichkeit vorzufptegeln, sich al»unrichtige Angabe über geschäftliche Berhältniffe" darstelle.

* * Zn Amerika verstorbene Heffen. Elgin, Jll., Frau Louise Platt, geb. Bolz, 41 Jahre alt, aus Rodheim. Delhi Township, Ingham Co., Mich., Peter Glanz, aus Haingründau. MaScoutah, Jll., Adam Lehn-' Hardt, 48 Jahre alt, au» Heffen-Darmstadt.

Pöhl-Gon», 11. Juli. Bei der am 12. Juli statt­gehabten Wahl eines Beigeordneten der hiesigen Ge­meinde wurde der seitherige Beigeordnete, Herr Anton Langsdorf IV., mit 61 Stimmen wtedergewählt. Im Ganzen betheiligten sich au der Wahl 75 Abstimmungs­berechtigte.

Butzbach, 14. Juli. Die Herrn Jacob Roth gehörige, iu der Kasernenstraße dahier gelegene Hofraithe, verbunden mit WirthschaftSbetrieb, ging für die Kaufsumme von 26,600 Mk. an Herrn Restaurateur Heinrich Kalbfleisch über. Der Befitzwechsel erfolgt am 1. October.

Bad Nauheim, 14. Juli. Vorgestern wurden dahier 2352 Bäder gefertigt, die höchste Zahl, welche bi» jetzt an einem Tage erreicht wurde.

Seligenstadt, 13. Juli. Vor 50 Jahren. Am 11. Juli 1848 kam der neuernannte Reich»verweser, Erz­herzog Johann von Oesterreich, auf seiner Reise zur Frank­furter Nationalversammlung durch unser Städtchen, mit Glockengeläute und Böllerdonner begrüßt. Am Postamte, wo die Pferde gewechselt wurden, waren die Geistlichen, Beamten und Stadtvorstände zum Empfange versammelt. Herr Bürgermeister Goy gedachte in seiner Ansprache auch der früheren Besuche der Kaiser au» dem Hause Habsburg, namentlich Leopold» I., Karl» VI. und Franz II., de» da­mals schon verstorbenen Bruder» des Reichsverwesers. Hinter dem Bürgermeister hatten zwei Herren in prächtigen Uni­formen Stellung genommen. Der Reichsoerweser schien sich für die beiden Herren sehr zu intereifiren und fragte deßhaib den Bürgermeister, was für Offiziere fich in seiner Um­gebung befänden.DaS find meine Poltzeidiener," aut« wortete prompt da» Stadtoberhaupt. Der RetchSverweser setzte danach lachend die Reise nach Frankfurt fort. ______________________Darmst. Tgl. Anz.

Arrr der Zeit für die Heft.

Vor 8 Jahren, am 16. Juli 1890, starb in Zürich der Dichter Gottfried Keller. Nachdem er bereits 1846 mit Gedichten und 1854 mit einem geistvollen RomanDer grüne Heinrich" hervorgetreten war, erschien 1856 seine NovelleDie Leute von Seldwyla" worin er das Dorfleben

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