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hoben sich ein Merkur« nnb ein Diaaatewpel, während im weiteren Umfrei» zalhreiche vereinzelte OeconomiegehSfte die fruchtbare Ebene und die vorhügel bedeckten.
Äeti|, 11. November. Die Stadt Mainz wurde be» kanntlich vor längerer Zeit von dem hier verstorbenen Privatmann Brann zur Universal er bin eingesetzt- bei dieser Erbschaft befand sich auch eine Forderung an eine in New« Dort wohnende verwandte de» verstorbenen Brau». Längere Jahre hat die Schuldnerin bei Brann demselben für dal Darlehen die Zinsen bezahlt, all aber Braun verstorben war, wollte die Frau vou einem Darlehen gar nicht» wissen, besonder! all fie erfuhr, daß die Stadt Mainz all Universal« crbia bei verwögen! eingesetzt worden war. Nun hat die Stadt eine Klage gegen dieselbe bei dem New Dotier Gericht eingeleitet. Lus Antrag der Beklagten wurde der Stadt Mainz ausgegeben, bei dem Gerichte zu New D"t eine gleich große Summe, al! die Forderung der Staat beträgt, zu btponirrn; die! ist nunmehr geschehen.
Giwblhetm, 10. November. Große! Aufsehen erregt hier der Selbstmord der 21 Jahre alten Tochter bei Autlbefitzerl Philipp Reinharb. Wie verlautet, wollte sich dieselbe nächsten Sonntag verloben, mal ihre Eltern jedoch nicht zugaben. Die! nah« sie sich so zu Herzen, baß sie sich gestern Nachmittag auf dem Speicher bei elterlichen Hause! erhängte.
Derart
* Gegen den Vogelschmuck auf Dameuhüten. Die Sängerin Lillt Lehmann in Wien ist belanutlich eine eifrige Verfechterin bei Thierschutzei unb in ber jüngsten Zeit hat fie sich in ben Dienst ber actiocn Propaganda gestellt. Sie versendet an Frauen und Mädchen aller Gesellschaft!« kreise ein illustrirte! Flugblatt, um gegen da! Tragen von anlgestopften Vögeln auf Damenhüten za agitireu. Da» Flugblatt spricht höchst beweglich im Namen der Singvögel, man möge sie nicht al» Leiche auf ben Hüten tragen, nicht 30 Millionen gefiederter Säuger, die in Garten und Feld so nützlich find, einer thörichteu Mode opfern. El ist hübsch, daß sich ein Singvogel der anderen so warm annimmt. Da! Flugblatt trägt schon zahlreiche Unterschriften von Frauen und Mädchen.
e Eine Ecaudalgeschichte, die mit dem Fall Kotze Aehn« lichkeit hat, erregt tu Pot!da« Aufsehen. Seit geraumer 3'1 find bei Beamten, Militärpersoueu und augeseheneu
Bürgern in Pot»bam Postkarten mit beleidigendem, theilweise sogar uuflächigem Inhalte eingelaufen, die manche Empfänger in große Verlegenheit brachten. Die Polizei bemühte sich lauge Zeit vergeblich, diese« Treiben auf die Spur zu tommeu, und auch eine öffentlich aulgeichriebeae Belohnung vou 600 Ml. hatte leinen Erfolg. Endlich gelang el, nach« de« eine ganze Reihe vou Per'oneo in falschen verdacht ge» rathen waren, ben Thürer zu fassen, lieber dessen Person wird vorläuf noch Stillschweigen beobachtet. Wie groß der U«fang der Briesschreiberei war, ergibt sich daran», daß eia Beamter allein sünfzig Stick derartiger anonymer Br efe erhielt. Der Scavdalgeschichte soll bald ein gerichtliche» Nach« spiel folgen.
Wissenschaft, Literatur und Annft.
Reue Laloumusik. Daß non dem viel gesungen», von Wllh. Maase so originell componirten Liede Zuversicht (Verlag von A. Vock, Dreiben) bi! sitzt noch keine Gleoierbearbettung existirte, wirb schon vielfach empfunden worden sein. Diese Lücke in der Eleoierlitteratur wurde nun wohl zu aller Zufriedenheit aus- gefüllt. Die unfl heute vorliegende soeben erschienene nicht schwere aber äußerst brillante Ctavie,fantaste (Preis Mk. l,€0) wird bald ein LieblingSstück aller Damen werden, umsomehr, al! der unter- gedruckte vollständige Text bei Jul. Siinde fchen Gedicht! sehr zum Singen einlebet. Die TiteleuSstattung ist eine der effektvollsten Leistungen auf diesem Gebiete.
Universität» * Nachrichten.
— Berlin. Wie die Allgemeine Zeitung mittheUt, heben sich in diesem Wmter Semester bi! jetzt an der hiesigen Universität 160 Freuen einschreiben lassen. Der Nationalität nach gehört die große Mehrheit dem preußischen Staate en. Es ftubiren nicht weniger el! 102 Preußinnen; au« dem übrigen Deutschland widmen sich nur eine Sächsin und eine Mecklenburgerin dem Studium an ber Berliner Universität. Au! Rußland kommen 26 studirende Freuen, eu! Amerike 21, England sandte 3, Oesterreich 2, Schweden, Dänemark, Rumänien, Bulgarien sind je durch eine Dame vertreten. Bon 160 stnbirenden Frauen sind 101 protestantisch, 7 katholisch, 47 jüdisch, fünf gaben ihre Religion nicht an. Zwölf von den 160 Studentinnen sind vetheiralhet. Aus der Uederstcht über da! gewählte Studium kann man wohl schließen, daß eine große Anzahl Lehrerinnen sich der Vervollkommnung ihrer Studien in den Schul« fächern widmen. Es fällt aus, daß sieben studirende Frauen sich al! Theologinnen haben einschreiben lassen; es sind ohne Ausnahme evangelische Preußinnen, die wahrscheinlich ihr Oderlehrerinnen- Examen auch in Religion ablegm wollen. Nur drei Medicinerinnen zählt die Berliner Universität, wa! sich au! den Schwierigkeiten er» klärt, die man wegen des anatomischen Studiums macht. Drei Damen studiren die Rechtswisienschaften, sechs StaatSwissenschasten; die übrigen Damen geboren der philosophischen Facultät an, und
»war ftnbtrt hier die größte Anzahl Philologie, Literatur, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte. Äie besondere» Fach hat nur eine Tarne Archäologie gewählt, eine andere studiri AllerthumSwi'senschast, eine Dame widmet sich ausschließlich der Nationalöconvmie. Der Mathematik und den Naturwisimschaften haben sich 18 Damen zugewavdt, eine studirt Astronomie und Mathematik, eine andere Botanik, eine dritte endlich Geographie.
— Leipzig. Von der hiefiaen Hochschule wird gemeldet, daß Prof. o. Frey dem an ihn von Zürich ergangenen Ruf entsprechen wird.
— Münster I. SB. Pros. Dr. SB. Finke an der hiesige» Akademie hat den an ihn ergangenen Rus nach Freiburg i. B. für das Lehrfach der G-schichte angenommen.
— Zürich. In der mebicinischen Facultät der hiesigen Hochschule hat sich Dr. Theodor Hitzig al« Pnvaidocent für innere Siebteln babilitlrt.
— Prag. Hier ist bet ordentliche Professor brr Dogmatik an der deutschen Universität, Dr. Joseph Sprinzl, im 59. LebenSiahre gestorben
— ResU^'o Reciamekarten sind stet« willkommen, weil der Sammler weiß, daß NesttL'» kktndermehl Fabriken ausschließlich nur gediegene, künstlerische Sachen anbieten. Eine wirklich mächtig« Serie von 15 Stück ist die soeben erschimene: .SlestlL'l kleine Runbcn*. Die geschmackvoll vornehmen Heliogravüren stellen drastische Scenen au« betn Ätnberleben bar, und werden sich zweifellos einen Ehrenplatz im Bllder-Album jeder Familie erobern.
Kasan (Rußland), 24. September 1898.
Herrn
I. G. Houben Sohn, Karl
Aachen.
Die un» hn vorigen Jahre gesandten 22 GaShelzösen haben nun einen strengen Winter geheizt und functioniren vorzüglich. Im Januar hatten wir einige Mal bis 30 Grab Reaumur Frost, dabei würben unsere Gebäude nur durch Ihre Defen geheizt, und hatten wir doch bei dieser schweren Kälte eine constante Temperatur von 15 biS 17 Grad Reaumur.
Direktor der Gasanstalt Kasan
9*1.: Max Pickering.
Bei Todesfällen
übernimmt die Buchdrackerel des Giessener Anzeigers, Schulstrasse 7, die schnellste Anfertigung von Trauerbriefen und Dankangangskarten, welche auf Wunsch couvertlrt geliefert worden.
Konkursverfahren.
In dem Concursoerfahren über da» Vermögen de« Schuhmachers Ludwig Klinke! VI. in Lollar ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalter», zur Erhebung von Einwendungen gegen da! Schluß« verzeichniß der bei der Vrrtheilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfaffung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Ver« mögensstücke der Schlußtermin auf Dienstag den 6. December 189S, Vormittag 10 Uhr, vor dem Großh. Amtsgericht hier- selbst bestimmt.
Gießen, den 11. November 1898.
Orth, 11319
Gerichtsschreiber d<s Großherzogltchen Amtsgerichts.
llrrllcinrriniiini
Dienstag den 15. und Mittwoch den 10. November 1898, jedeSmal Nadumilag! 2 Uhr, sollen im Pfandlocale zu Gießen, SelterSweg 11, gegen Baarzahlung versteigert werben :
Sopha, Commode, GlaSscbrank, Ver- ticow, 1 Kasienschrank unb anbere Hausgeräthe, sowie 1 Pserb, 1 Wagen, 1 Rind und eichene Dielen.
10S86__Kemmer, Pfandmeister.
Versteigerung.
Dienüag den 15. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere tch Neustadt 55 gegen Baarzahlung:
1 Patentsesiel, 4 Sopha», 2 Sessel, 1 Schreibsecretär, 1 Ballen Barchenb, 2 Nähtische, 1 Kleiderschrank, einen Zimmerteppich, 1 Sophatisch, einen Regulator, 1 Spiegel, 1 Consol, 1 Wanduhr, 1 Schwein, 1 Handwagen, eine Partie Hute u. s. w.
11341 Born, Gertchisoollzteher.
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Gartcnftraste 2.
Angebot der Arbeitnehmer! 1 Bäcker, 1 Spengler, 1 Krankenpflegerin auf Woche, 1 junger Glascrgehilfe, 1 Sattler, 1 Bau- oder Maschinenschlosier, 1 Schneider, 1 Schreiner, 2 HauSburschen, 2 Taglöhner, 3 Fuhrknechte, 1 Kleider- macherin, 2 Schreibgebülfen, 2 EommtS, 1 Kutscher.
Nachfrage der Arbeitgeber: 4 Eisendreher, 1 jüngerer Spengler auf Ladenarbeit, 1 tüchtiger selbstständiger Installateur, gelernter Spengler, 6 tüchtige Spengler auf Weißblech, 2 Glaser, 1 junger Tapcziergebilfe, welcher auch polstern kann, 1 tückt. Sattler, 4 Bauscblosser nach Auswärts, 1 jüngerer Schneider, 1 Schneider auf Stückarbeit, 1 tückt. selbstständ. Schreiner für dauernde Arbeit, 1 Einlegerin, 2 HauSburschen, 5 Laujsrauen, 3 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, eine Anzahl Lumpensortirerinnen, 8—10 Ausripperinnen
Lehrlinge: 3 Bäcker, 2 Barbiere, 2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, 2 Glaser, 1 Kupferschmied, 8 Lackirer, 2 Mechaniker, 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Schneider, 2 Schreiner, 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Wagner.
Preise der Gas-Cokes.
Für den Centner ab Verkaufsstelle:
Ltück CokeS..............1,— Mk.
Nutz CokeS in zwei verschiedenen Korngrößen für Stuben-
hetzung und für weite unb enge Ofenschächte passend lerfkincrt:
Größe Nr. 1, etwa» größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte . . 1,10 Mk.
Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße de» Anthracit ...........1,15 Mk.
Iu Wagenladungen vou wiudestenS 36 Ceutuern: LlückcokeS............... 0 95 Mk.
NnstcokeS Nr. 1 ............l 05 Mk.
RustcokeS Nr. 2............1.10 Mk.
Bei gleichzeitiger (Entnahme vou miudestens 5800 Ceutuern: EtückcokeS...............0.90 M.
RußcokeS Nr. 1 ............l.— Mk.
NuffcokeS Nr. 2............1.05 Mk.
Für Aufuhr au daS HauS werden 5 Pfennig für den Ceutuer berechnet.
NB. Sofrrn da! verbringen der CokeS auf die betr Lagerplätze (Keller, Stall k ) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht die! ohne besondere Vergütung.
Der Verkauf unserer (SascokeS unter nnb biS einschließlich 5 Centner finbet bis auf Weiteres im GaSwerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten voa über 5 Centner verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen ein
KleinverKaus unserer «ascokes
vou I bis 5 Centner
eingerichtet worden, nämlich bei ben Herren Joh. Fischer, Mcestraße 19, H. Hof, Löwengaffe 11 und Bahnhofstraße 33, Jakob Kahl, Frankmrterstraße 151, Cd. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Cmil Pistor Nachfolger, Markrstraße 10, Georg Lchäser, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, Saplanlgaffe 5.
Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascokes lammt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen hinter 5 Centner zu. 6429
Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.
Ot'Kililntinilihliilgnl
Submission.
Für die psychiatrische Klinik sollen auf dem Wege öffentlicher Submission nachstehende Geg-nstände vergeben werden:
1. 25 dreithei'ige Roßhaar- Matratzen,
2. 14 Roßhaar-Kopsklssen,
3. 23 Roßhaar Kopfkeile,
4. 14 Feder-Kopsktssen,
5. 59 wollene Decken.
Die für diese Lieferung gü tigen allgemeinen Bedingungen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Juni 1893) und die spectellen Bedingungen liegen an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr in dem Berwaltungsbureau offen.
Offerten find verfiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 9. December d. I., Vormittags 11 Uhr, in dem erwähnten Bureau abzugeben.
Der Zuschlag erfolgt bis 17. December d. I.
Gießen, den 11. November 1898. Großherzogl. Verwaltung»-Direction der psychiatrischen Klinik.
Sommer. 11330
Submission
Für die psychiatrische Klinik soll für das Rechnungsjahr 1899/1900 auf dem Wege öffentlicher Submission die Lieserung von
ra. 9000 6tr. patk«t--oaks
vergeben werden.
Die Bedingungen liegen an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr in dem Verwaltungsdureau offen.
Offerten find ve. siegelt und mü entsprechender Aufschrift versehen bii zum 29. November d. I», Lor- mittag» 11, in dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bi» zum 13. December d. I».
Gießen, den 11. November 1898. Großh.rzogl. Verwaltung»«Direction der psychiatrischen Klinik.
Sommer. 11329
Jahresfcst
des OberhklMkll Nktkivs für Innere Mission.
Dienstag den 15. November, Nachmittags 3 Uhr, im Eon- firmandensaal, Neustadt 61. (Berathung über „Evangelisation und Gemeinschaftspflege in Oberheffen.) 61/* Uhr: Festgottesdienst in der Sladt- kirche. (Prof. D. Flöring aus Friedberg.) Uhr: Freie Versammlung in Steins Garten. Mittwoch den 16. November, Vormittags 10 Uhr, im Confirmandensaal bet Johanneskirche: Jahresversammlung (Verhandlung über „WirthShauL- und Volksleben" ) 11267
Vom 13. bis 27. November
finden auf Lonys Bierkeller jeden Abend 8 Uhr
EmgelisiiliWS-NnsMmlniigkii
statt, wozu Jedermann freien Zntritt hat.
Thema:
Wie Kann Dir geöosfen werden?
Leiter der Veisammlungen: Evangelist I. Better. 11312
Augusta-Victoria - Töchterpenstonat.
Der Weihnachts-Cursus
für alle Arten ferner Stickereien, Malen in Oel, Porzellan, Aquarell, Kensinaton, Ehromo (besondere Art), Brandmalerei, Kerbschnitt rc.
MT beginnt den 17. November.
Anmeldungen jeder Zeit. 11317
Hanfcouverts
mit Firmendruck
liefert aehnell au kUBgea Preisen die
Brühl’sche Univ.-Druckerei
(Fletach. Erben.)
Schulstr ässe 7.


