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15.11.1898 Erstes Blatt
 
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Nr. 268 Erstes Blatt.Dienstag den 15 November lSf>S

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Gießener A nzeiger

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welche für die einzelnen betreffenden Ausgabeposten bestimmt find.

Der am Schluffe de» Rechnungsjahre» nicht in An- rechnung gekommene Betrag der Vorschüsse ist in dem Rechnung»abschluffe nachzuweffen.

Von der Rechnung.

IV. Die Ziffer 18 wird durch nachstehende Vorschrift ersetzt:

18. Der Rechnung ist eine Nachweisung de» Kapital­vermögen» (einschließlich de» verzinslich angelegten Reserve­fonds) und der Kapitalschulden (einschließlich der Vorschüsse der Gemeinde) beizusügen.

v. Bechtold.

Muster III.

Rechnung

der Gemeindekrankenverficherung zu .... für da» Jahr . .

1.

2.

3.

4.

6.

Jorbericht.

(Sergi, poe. 16 der Anweisung vom 26. Mürz 1891.

. Einnahme.

1. Kastenbestand')

2. Zinsen von Kapitalien und sonstigen belegten Geldern, sowie Erträge von sonstigen VermSgenS- lhrtlen...............

9. Geiammtbeittäge, ausschließlich Zufatzbeittäge»)

4. Zuiatzbeiträge für Familtenunterstützung«) . .

5. Vorschüsse aus der Gemetndrkaffe«) . . . .

6. Ersatzleistungen für gewährte Krankenunter- stützung«)..............

7. Ersatzleistungen von BerusSgenossenschaften, Un­ternehmern, BerficherungSanstalten für gewährte Krankenstlrsorge, llosallrenten, Zuschüsse zum Krankengeld')............

8. Au» verkauften Werthpapieren, zurückgezogmen Kapitalien, Sparkasten und Bankeinlagen . .

9. AusgenommeneDarlehm und soosttgentcht unter5 fallende Vorschüste, andere durchlaufende Posten

10. Sonstige Einnahmen').........

Summe der Einnahmen

Anmerkun g l) Baarvoirath und Vorlagen nach dem Abschluß der vorhergehenden Rechnung.

2) Für die gemeinsame Gemeindekrankenverficherung find di« ein­zelnen Beiträge wie folgt auseinander zu halten:

») Gemeinde.......

für die Zeit vom . . . bi» . . . . Mk. Pf

e. s. w.

b) Gemeinde

für die Zett vom . ... bi» .... Mk Pf. u. s. w. u. s. w.

3) nach Z 9 Abs 1 Satz 2 de» KrankenverficherungSgisetze».

4) nach S 9 «bs. 4 dest. Gesetze».

6) nach Krankenversicherung«^?-» SS 3» Abs. 4, 3b Sbf. 2, 50, 57 Abs. 4 57 Abs. 1 und 2, Landw. Unfall und Krankcnver- sicherungsgesey vom 5. Mai 1886 88 136 Abi. 5, 137 Ab?. 3.

6) nach Unfallversicherung»^?«» vom 6. Juli 1884 8 5 Absatz 8 und 9, 8 8; Landw. Unfall- und KrankenverficherungSgesetz vom 5. Mat 1886 8 10 Abs. 4, $ 11; Unfallversicherung»^-» vom 11. Juli 1887 8 6, Abs. 1; UnsalloersicherungSgefrtz vom 13. Juli 1887, 88 10 Abs. 1, 11 Abs. 2; Gesetz betreffend die Invalidität»- uno Altersversicherung vom 22. Juli 1889, 8 12 Absatz 2.

7) Freiwillige oder vertragsmäßige nicht aus gesetzlicher Verpflichtung beruhende Zuwendungen, Strafgelder, Mahngebühren rc.

Ab?. 1, de» UnsallverficherungSgesetze« vom 11. Juli 1887 $ * Absatz 2.

3) der bet dm Einnahmen unter Ziffer 9 erwähnt« Art

4) KrankentranSportkosten, Zinsen, Provisionen, Stempelgebützr« und sonstige RebenauSlagen beim Ankauf von Werthpapieren. k.

e. Abschluß. _____ Summe der Einnahmen Summe der Au»gabeo

Verglichen bleibt Rest')

Anmerkung. 1) Unter dem Abschluß der Rechnung ist der ver­bleibende Rest, welcher in «u»ständm. Vorlagen (oeraletche Ziffer 9») und in baarem Vorrath bestehen kann, in diesen einzelnen Thetlen nachzuwetsen oder zu liquidsten.

Detttfche» Reich.

Darmstadt, 12. November. Ihre Königliche Hoheit Prin­zessin Heinrich von Preußen sind heute Vormittag kurz nach 10 Uhr zum Besuch am Großhrrzoglichen Hofe hier eiugetroffen und von Seiner Grobherzoglichen Hoheit den Prinzen Wilhelm am Bahnhof empfangen worden. Höchstdteselbe wird am Montag Abend die Reise nach Italien, dezw. Kiaotschou sortsetzev. Im Gesolge Ihrer Köaiglithev ! Hoheit befinden sich die Hosdawe Fräulein v. Plänkaer und I Kawmerherr Graf v. Hahn-Neuhau».

Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog enb j die Großherzogin find heute vormittag 11 Uhr 19 Mtn. j von Pari» hierher zurückgek-hrt. Allerhöchfidieselben wurden von Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Elisa- beth am Bahnhof empfangen, Höchstwelche gestern Abend ! von Loburg hierher zurückkehrte. I« Gefolge befanden sich die Hofdame Freiio v. Rotsmann und Flügeladjutant Oberst Frhr. v. Grancy

Seine Hoheit der Prinz und Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen trafen heute Mittag 12 Uhr 53 Mio. hier ein. Höchstdieseiben nahmen an de« Großherzoglichen Luucheon theil und kehren im Lause de» Nachmittag» nach Rumpenheim zurück

Berlin, 13 November. I« Staat»«intsteriu» fand gestern die bereit» aogekündigre Verhandlung über die j kulturelle Hebung de» Osten» statt. Finauzminister \ Miqael leitete die Sitzung. Die Verhandlungen waren von mehrstündiger Dauer und wurden Abend» zum Abschluß ge­bracht.

Hamburg, 13. November. Dir nun abgeschlossene Samrn- lung für da» Bismarck Denkmal weist an eingegaugenen Beiträgen eine Gesammt'uwwe von 442417 Mk. auf.

Friedrichtznth, 18. November. E» steht nunmehr fest, daß die Beisetzung de» Fürsten Bi»«arck nicht am 27. d». ! stattfinden kann. Wahrscheinlich wird fie bi» Neojahr der- j schoben.

Vrauoschweig, 12. November. DieBraunschweiger Neuesten Nachrichten veröffentlichen heute einen Brief d » Herzog» von Cumberland, in welchem dieser erklärt, daß sich auch heute noch in seiner Stellungnahme zur braun­schweigischen Thronsolgesrage nicht» geändert habe. Er ver­weise auf seine früheren Liklärungeo, in denen er bekanntlich seine Ansprüche auf Hannover und Braunschweig aufrecht erhält. Da» Schreiben schließt «>t der au»drückltcheo Brr- ficheruog, eine Aenderung in dieser Stellnogoahme ist nicht eiogelreteu. Mil dieser Erklärung tritt der Herzog nach dreijährige« Schweigen wieder zu« ersten Male vor die Oeffeotlichkeit.

Äebectien, Expedition und l>r**rn:

-chukßratze Mr. 7.

Amtlicher Theil.

Gießen, ben 10. November 1898.

Betr.: Die Verwaltung und RechnungLführung der Ge- meindekrank-nversicherung.

Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die (Srosth. Bürgermeistereien und (vemciude- krankeuversichernngS-Rechner des Kreises.

Dien achstehendeu durch Ministerial-Amt»blatt Nr. 2 vom 18. Januar 1893 angeordneten Aenderungen der Anweisung , über die Verwaltung und Rechnung»führung der Gemeinde- ; krankenversicherung vom 26. März 1891 sehen wir un» ver- [ anlaßt, nochmals zur genauesten Nachachtung zu Ihrer Kenntniß zu bringen, unter dem Anfügen, daß hiernach in»- : besondere gemäß Ziffer II ein besondere» Tagebuch nnd ein b -sondere» Handbuch geführt werden muß, welche» letztere in der Weise einzurichten und mit Rubriken zu versehen ist, wie e» den für die Aufstellung der Rechnung dezw. de» Voranschlag» gegebenen Vorschriften entspricht. ' Eine Verbindung von Tage- und Handbuch in einem Formular ist demgemäß nicht mehr zulässig.

Fall» die seither geführten Tage- und Handbücher der Gemeindekrankenvei ficherungen diesen Bestimmungen nicht ent- sprechen sollten, so find längsten» vom 1. Januar 1899 , an solche vorschrist»gemäß anzulegen und zu führen.

Im Anschluß an die von dem Bundesrath getroffenen i neuen Vorschriften über die Statistik und Rechnungsführung der Krankenkassen (vergl. die diesseitige Bekanntmachung vom 28. December 1892, Reg.-Blatt Nr. 34) wird di- Anweisung, betr. die Verwaltung und Rechnungsführung der Gemeinde­krankenversicherung vom 26. März 1891 (Ministerial-Amts- blatt Nr. 4 vom gleichen Tage), wie folgt abgeändert und bezv. ergänzt:

Zu II. Krankenbuch.

I. In Ziffer 5 poe. a find die Worte(Vergleiche Ziffer 3, 6, 7 unter b Ausgaben, de« in unserer Verfügung vom 24 Oktober 1887 Amtsblatt Nr. 8 mitgetheilten For­mular II)' zu ersetzen durch die Worte(Vergl. Ziffer 3, 6, 8 unter b Ausgaben de» Formular» II Ziffer I der Anlage A. der diesseitigen Bekanntmachung vom 23. De- cember 1892 Reg.-Blatt Nr. 34.)*

Zu III. Kaffen, und Rechnungswesen. Von dem Rechner.

II. Die Ziffer 9 erhält folgende abgeänderte Fassung: Der Rechner hat ein besonderes Tagebuch und ! tin Handbuch zu führen. Da» Handbuch ist in Einnahme ' nnd Au»gabe mit einer Einrichtung zu versehen, welche den \ für die Aufstellung der Rechnung bezw. de« Voranschlag« Vorgeschriebenen Rubriken (Vergl. anliegendes Muster III, welches an die Stelle de« der Anweisung vom 26. Mürz 1891 beigefügten entsprechenden Formulars tritt) entspricht.

In da« Handbuch find alle Einnahmen und Ausgaben in der Weise einzutragen, daß der Betrag derselben je nach der Art der Einnahme oder Au«gabe unter der entsprechenden Rubrik au«geworfen wird.

Einnahmen und Ausgaben, welche aus Vorjahren her- rühren, find nicht al» Rest«Einnahmen ober .Ausgaben zu buchen, sondern in derjenigen Rubrik auszuwerfen, in welche fie ihrer Art nach gehören.

Das Handbuch beginnt mit dem Monat Januar jede» Rechnungsjahre« (f. Zffer 14 der Anweisung) und wird am Ende de« Monat« Januar de» folgenden Jahres für da« vorhergehende Kalenderjahr unter Beachtung der folgenden Bestimmungen abgeschloffen. Die Einnahmen und j Ausgaben im Monat Januar de» folgenden Jahre« (erst, malig des Jahres 1893) find, soweit fie au« dem ab- gelaufenen Rechnungsjahr herrühren, noch in da« Buch für da» letztere aufzunehmcn. Dagegen find die in diesem Monat eingehenden Einnahmen, welche au« dem begonnenen neuen Rechnungsjahr herrühren, sowie die da» neue Rechnungsjahr betreffenden Ausgaben m da» für diese» zu führende Buch einzutragen.

HI. Hinter Ziffer 9 wird eingereiht:

9a. Diejenigen Gemeinde - Krankenversicherungen, welche einem gemäß §§ 46, 46 b de» Krankenverficherung»gesetze« errichteten Kaffenoerbande angehörcn, haben über etwaige Vorschüsse (Vorlagen), welche sie auf Grund de» § 46 Absatz 4 a. a. O. zur Verbandskaffe leisten, im Handbuch ein besonderes Vorschußkonto (Vorlagerubrik) zu führen.

Die bei der Umlegung der Verbandsausgaben den Kaffen angerechneten Beträge der Vorschüsse find al« endgültig ver- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 ausgabt in diejenigen Rubriken de» Handbuchs aufzunchmen,

b. Ausgabe.

1. Für ärztliche Behandlung

2. Für Ärinei und sonstig- Heilmittel ....

3. Krankengelder:

a) an Mitglieder

b) an Angehörige der Mitglieder') ....

4. Kur- und Derpsiegunghrosten an Krankenanstalten

5. Ersatzleiftungen an Dritte für gewährt- Kranken- Unterstützung')

6. ZurückgrzabUe Vor?Löste der Semetvdekaffe

7. Zurückgezahlt« Beiträge . - -

8. FürKapi,alantagen(AnkausoonDerthpapterenrc.) Anlagen bei Sparkasten und Banken ....

9. Zurückgezahlt« Darlehen») andere durchlaufende Vosten ..............

ia SonMge Ausgaben«)

Summe der Ausgaben

«omerkung. 1) nach 8 7 Ab?. 2 de« KrankenverficherungSgesetze».

2) nach Krankenv-rficheruugSgesetz 8 57 Ab?. 2 57» Ab? 13, 7B<

Wien. 13. November. Der Kai?er verlieh de« l5ni|L sächsischen Hofrath und Kammermusik Linctor Trust Schuch den AdrlSstand mit dem P'ädtkat Edler.

Wiener.Reußadt 13. November. Die große Bau«w,ll- sptunerei Halnisch in NadelSbnrg ist total niedergebrRiutt. Der Schaden beträgt mehrere Hunderttausend Gulden.

Turin, 13. November. Ein vorn 4. Bersaglieri.Regiment deseriirter Soldat theilte brieflich der Mllitärbehörde mit, daß er Anarchist sei und nunmehr gegen itn Prinzen von Neapel ein Attentat verüben »erbe.

Mailand, 13. November. Der ,CeeoIo' meldet, daß die bekannte Tänzerin Ostern au» Monaco «»»gewiesen worden sei, weil die Fürstin auf sie eifersüchtig sei.

P«ri», 18. November. Privatnachrichten au» Laherme bestätigen, entgegen den amtlichen Meldungen über den An­stand Dr eyfuß', daß dieser de« Wahnsinn nahe sei. Eavaiauae» large» verhör brachte n'cht die geringsten Be-