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bet Tagesordnung, Beschlußfassung über Anträge, die AuS» . zeichnungrn von BuudeSmitgliedern bett., wurde angenommen. Die vorliegende Frage, ob betreffs Beurtheilung die Einzelgesänge der BundeSveteine einet Besprechung der gelammten Dirigenten unterzogen und deren Ergebniß später den einzelnen Vereinen mitgetheilt werden soll, fand dahin ihre Erledigung, daß ein Beschluß hierüber erst gelegentlich deS nächsten Sängertags gefaßt werden soll. ES wurde hetvorgehoben, daß eine Beurtheilung bet Einzelgefänge auch dann nöthig fei, wenn ein Wettstreit in Gesang nicht beabfichtigt wäre. Hierauf überreichte der BundeS-Dirigent, Herr Hauptlehrer Schneider aus Marburg, m t einet sehr ehrenden Ansprache dem langjährigen Borfitzenden deS Gesangvereins Wetzlar und ältesten Mitglied des LahnthalsängerbundeS, Herrn Wagner, ein Ehrendiplom, wodurch der also Geehrte zum Ehrenmitglied des Bundes ernannt wurde. Der weitere Punkt, Beschluß- faffung übet den gemeinsamen Anttag Liedertafel» Marburg und Liederkranz-Marburg: „Der Beschluß vom Sängertage Gießen am 19. September 1897, betreffend die Ernennung von Ehren-Mitgliedern und Ausstellung von Diplomen für 25 jährige ununterbrochene Mitgliedschaft innerhalb deS Bunde-, wird aufgehoben und dahin abgeänbett, daß sowohl die Ehren- mitgliedschafe und die damit verbundene Auszeichnung, nämlich die Verleihung von Diplomen, als auch die letztere Aus- zeichnung (für fich allein) nur erworben wird a) durch die ununterbrochene 25jährige active Angehörigkeit zum Bunde- b) durch besondere Verdienste um den Bund ober auch um den Männergesang wurde mit etwa folgendem Zusatz angenommen: „Die Anmeldung geschieht beim jeweiligen Vororte, dessen Vorsitzender die Ausführung, nachdem die Sache dem Vängertage Vorgelegen, dem Bundeivertreter überweist. Die DiScusfion über gerade diese Diplom Verleihung und Ehrenmitgliedschaft war sehr lebhaft. Der Grundgedanke ist, daß diejenigen Sänger, die 25 Jahre lang ununterbrochen im Bunde-vereine mltgesungen haben, ober sonstige Leute, die sich in hervorragender Weise um den Bund oder den Männergesang verdient gemache haben, geehrt werden. Da die EängertagS Protocolle jetzt, Dank der Anregung deS Herrn Seebinger, hectographirr und den einzelnen Vereinen zuge- sandt werden, so können fich sämmtliche Sänger rc. über die Verhandlungen eingehend informiren. Bei der Wahl deS nächsten Vororts bezw. FeftortS waren Wetzlar und Dellenburg vorgeschlagen, letztere Stadt erhielt in geheimer Wahl die meisten Stimmen. Zum Bundesdirigenten wurde Herr Hauptlehrer Schneider einstimmig gewählt. Das vermögen deS Bundes beträgt 537 Mark. Bemerkt sei noch, daß bereits drei Herren, nämlich Peter Ritter-Wetzlar, Georg Atzb ach» Gießen und Georg Bcuchmeter.Wetzlar genannt wurden, die 25 Jahre actio als Sänger fungirten.
* • Die 27. Wauderverfammlnug dc» Deutschen Photo- graPheu-Bereiur findet vorn 22. bis 26. August d. I. in Magdeburg statt. Mit dieser Wanderversammlung ist eine Ausstellung verbunden, an welcher fich Mitglieder und Nichtmitglieder des Vereins beteiligen können. Anmeldungen zur Ausstellung werden an Heern Paul Großmann in Magdeburg, Haffelbachstrahe 7, oder an bin Borfitzenden bei Deutschen Pholozraphcn BereioS, Herrn K. Schwier in Weimar, erbeten.
• • Deutscher yeuerwehrtag. Der in Eharlottenburg soeben stattgehadte Deutsche Feuerwehrtag beschloß, den nächstjährigen Deutschen Feuerwehrtag in Mainz abzuhalt-n, wo- selbst gleichzeitig da» 50jährige Bestehen der Mainzer Feuerwehr festlich begangen werden soll.
• • Die Zulassung der Postasfisteuteu zum Secretät-Exameu wird, der „Köln. VolkSztg." zufolge, vorn nächsten Jahre ab erfolgen. Diese Neuerung toub von ben beteiligten Be- amten mit großer Freube begrüßt werben.
Befitzwechfel. Der Bauunternehmer H. Carls verkaufte sein Fcankfurterstraße Nr. 60 gelegenes Besitztum an die Fabrikanten Gebr. Ploetz für 36 000 Mk.
• • Und der Regen regnet jeglichen Tag! 8 alb hat bis ^tzt recht behalten mit seiner Prognose vom verregneten Sommer. Leider! Aber auch in seinen Einzelbestimmungen trifft der Wetterprophet meist das Richtige. So sagte er ?iom Juli: „Die Niederschläge vom 7. bi- 12. siad zunächst chwach, steigern fich aber um den 11. bedeutend. Die Temperatur geht bedeutend zurück." Stimmt auffallend. Für ben 13. bis 16 sollen Gewtter in Aussicht stehen, vom 17. bis 19. Regen, der 18. ist ein kritischer Tag. vom 20. bi! 25. nimmt der Regen ab und die Temperatur steigt. Do! uäre das einzig Tröstliche vom Juli.
A Aus dem Ohmtal, 13. Juli. Genau vor vier Wochen begann man mit der Heuernte, heute ist fie noch mcht all völlig beendigt zu bezeichnen. Wer eS eilig gehabt hat, der ist am besten habet weggekommen. Wal vor 14 Togen ,emäht werden konnte, ist in bester Qualität eingebracht vorden. WaS jetzt noch auf den Wiesen liegt, steht aus wie altefi Dachstroh, und was noch steht, beginnt abzusterben, da lex Z-.itpunkc der Heuernte um 14 Tage überschritten ist. Dazu läßt da- ewige Rrgenwetter das hohe Gral lagern und -faulen. Wo man indessen schon vor vier Wochen da- Heu» zra! gemäht, da steht das GrummetgraS in bestem Wüchse, einem Wüchse, der oft demjenigen tut Zeit des Grummet» mähen- gleichkommt. Für die Setzpflanzen ist allerdings das regnerische Wetter Vortheilhast, aber schon naht die Ernte, »er Wintersamen ist reif und wird geschnitten und auf dem Vorn blüht der Halme, da w'll unb braucht der Landmann Sonnenschein unb heiteren Himmel. Man hat ihn bem Comits der Wiener JubiläumS-AuSstellung verheißen, aber wo bleibt der schöne, trockne Sommer? ES ist wohl gew ß roch bekannt, daß fich genanntes Comits au sämmtliche meteorologische Anstalten bei ContineutS und alle berufenen Fachmänner um eine wissenschaftlich begründete Prognose für die Witterung«» verhältniffe deS diesjährigen Sommers gewandt. Ein Elaborat, dem die Beobachtungen der sämmtlichen Anstalten der Hauptstädte zu Grunde lagen, besagte, daß in diesem Jahre die Erbe unter der Regentschaft der Sonne stehe und diese heuer
in viel geringerem Maße „Flecken" zeige all in den vorhergegangenen Jahren. Auf Grund dieser Thatsachen unb anderer Berechnungen gelangte man zu der begründeten (?) Annahme, daß die Monate Juni, Juli, August und September ein dauernd schöne» Wetter aufweisen werden. Wie schmählich ist biete Hoffnung zu Wasser geworden. Waren April, Mai und Juni schon verregnet, so macht ei der Juli eher noch ärger; denn fast kein Tag, höchsten! einer, vergeht ohne Regen. Da behält schließlich Falb wieder einmal recht, der uns — wie bekannt — einen sehr regnerischen Sommer in AuSficht gestellt. Wahr bleibt auch die alte Bauernregel für diesen Jahrgang: wie'! wintert, so sommerrs.
Darmstadt, 13 Juli. Der „Polit. Corresp." zufolge unterbleibt d-r heurige Besuch deS CzarenpaareS in Darmstadt. Ungewiß ist auch, ob eS nach Dänemark kommt. Am 16. August begtebt fich da! Kaiserpaar zur Enthüllung des Denkmals Alexanders II. nach Moskau.
A Mainz, 13. Juli. Der zum hessischen Staatsminister beförderte Geyeimrath Rothe wurde in heutiger Stadtverordnetenversammlung zum Ehrenbürger von Mainz ernannt. Oberbürgermeister Dr. Gaßner benutzte den Anlaß, daran zu erinnern, welches hohe Interesse der Scheidende für bai Ge« meindewesen in Ma nz betätigt, wofür er Gehetmrath Rothe m Namen ber Stabt Mainz gebankt und ihn gebeten habe, auch in feiner zukünftigen hohen Stelle Mainz seine Sympathien zu bewahren. — In gleicher Stadtverordnetenfitzung wurde auch an Stelle deS jüngst verstorbenen Dr. Geter Stadtverordneter Haffner zum unbesoldeten Bürgermeistereibeigeordneten gewählt. Stadtverordneter Haffner ist ein Bruder bei gleichnamigen hiesigen Bischoss und vertritt wie Dr. Geier d e Centrumlpartei in der Bürgermeisterei.
Anr der Zeit für die Seit
Vor 64 Jahren, am 15. Juli 1834, wurde in Spanien die Inquisition gänzlich beseitigt, deren Schrecken den Odem der Freiheit seit 1471 dort erstickt hatten. Der leiseste Verdacht, das falsche Zeugniß eines Feindes konnte vordem in die grauenvollen Jnquisttionskerker und zu gerichtlichen Verhören führen, wo man durch die furchtbarsten Folterqualen Geständnisse der Schuld zu erpressen suchte.
Jena, 18. Juli. Der Delegirtentag alter CorpSstndenten in Kösrn hat ben GesammtauSschuß ersucht, „die Frage der Mensurreform weiter im Auge zu behalten und, wenn möglich, im Laufe del nächsten Jahre! Ermittelungen über ben derzeitgen Staub der Mensuren bei den einzelnen Corp! anzustellen und darüber dem nächsten Delegirteutage zu be- richten.-
♦ Ein köstlicher Schulwitz ist dieser Tage thatsächlich in einer Loblenz er Schule von einer Schülerin geliefert worden. Die Lehrerin frug die Kinder im Geschichtsunterricht nach ben Eltern de! verstorbenen Kaiser! Friedrich III. Den Kindern war in der Woche vorher die Verwandtschaft des Kaiserhauses erklärt und ihnen zur Erleichterung des Gedächtnisses eingeprägt worden, den Eltern des Kaiser! Friedrich, dem Kaiser Wilhelm I. sei am Deutschen Eck, ber Kaiserin Augusta in den Rheinaulagen ein Denkmal errichtet worden. Auf die erwähnte Frage nach den Eltern deS Kaisers streckten verschiedene Kinder nicht ben Finger, weshalb die Lehrerin eine ber anscheinend Unwissenden fragte: „Nun, weißt Du nicht mehr, wer die Eltern deS Kaiser! Friedrich waren?" Die prompte und gewiß nicht erwartete Antwort lautete: „Doch, der Bater steht am Deutschen Eck und die Mutter sitzt in den Rheinaulagen!*
♦ Ein Name, der leicht zu merken ist. Man berichtet au! London: In England macht man fich oft über die Länge deutscher Worte lustig. Die wallifischen geographischen Namen aber überflügeln bei Weitem Alles, wa! Deutschland in dieser Beziehung aufzuweifen hat. Auf Anglesea giebt eS einen Ort, der fich Llanfairpwllgwyngyllgogerchwynrydro- bwllllandsilliogogogoch nennt. Die gewöhnliche Aokürzung heißt allerdtnas nur Llanfairpwil. Da weiß ber Postmeister schon, was gemeint ist.
Landwirthschaftliches.
— Schwere Hagelschläge. Die für düseS Jahr prophezeiten schweren Hagelwetter haben sich wirklich eingestelll; allenthalben sind heftige Gewitler mit Hagelsch'ag niedergegangen unb haben die Ernte oernichlet oder schwer geschädigt. Manche Hagelversicherungs-Gesell- schaftm haben j tzt schon ebenioofde ober mehr Schadenanmeldungen als im ganzen-vergangenen Jahre. Diejenigen Landwirthe, welche sich noch immer ablehnend gegen die Hagelversicherung verhalten, werden dies im heurigen Jahr mehr denn je bedauern, denn zweifellos werden wieder Tausende von Bauern ihre Ernte durch Hagel- schlag verlieren ohne versichert gewesen zu fein. Um ein paar Mark an Prämien zu tparen, sehen sie leichtsinnigerweife ihre wlrthschaft- liche Ex stenz aufS Spiel! Wie in jedem schweren Hageljahre, so stellt sich auch in diesem wieder eine betrübende Folgeerscheinung der Nichtveificherunz vieler Bauern ein, nämlich der beschämende Hagel- bettel. Die betreffenden Bauern sollten lieber ihre Pflicht gegen sich und ihre Angehörigen erfüllen, indem fie ihre Felbfrütte versichern, als ihren srlbftoerfchulbeten Schaden durch Bettel zu ersetzen suchen. Der Hagelbeitel sollte endlich aus DeuUchland verschwinden, weil er eine Schmach für den tüchtigen deutschen Bauernstand ist, und weil er die Lässigen noch indolenter macht, indem diese sich auf die öffeniliche Wohlthättgkeit verlassen.
Verteil £anS» utt£ Vrttswirthschaf^
Gießen, 13. Juli. Auf dem gestrigen Ochsenmarkt waren etwa 250 Stück aujgetrieben. Der Handel war flau, da fremde Käufer fehlten. Ein hirsiger Händler fuchte ganz schweres Gangvieh, welches nur in einigen Paaren am Markt war und legte dafür 940—960 Mk. für das Paar an. Die nächst schwerste Waare ging zwischen 800—875Mk. ab, während noch leichteWaare mit 700—750Mk. zu haben war Junge Stiere waren nur wenige am Markt. — Der Sch weinem arkr hatte einen Auftrieb von 4—500 Stück, darunter sehr wenig Ferkel. Wohl in Folge des schlechten Wetters waren wmig Käufer am Markt, wodurch die Verkäufer veranlaßt wurden, von dem anfänglich geforderten sehr hohen Preise abzulassen. Es wurden gehandelt: Ferkel 3 Monat alt nut 40—50 Mk., ältere mit 60—70 Mk., Läufer halbjährig mit 100-120 Mk., kräftigere Springer mit 140—160 Mk. pro Paar. Fettvieh war nicht vorhanden.
Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 14. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 13°, Luft 11°.
Rübsanren'sche Badeanstalt.
Uenefte ttadmebten.
Depeschen brt Bureau „Herold*.
Köln, 14. Juli. Boa den Mitgliedern eiael Gesangvereins auS Ältenborf, welche einen Ausflug nach Köln unternommen hatten, erkrankten bei der Rückkehr eine Anzahl Personen unter Vergiftung« Erscheinungen. Zwei der Er- krankten sind bereit» gestorben. Die Staatsanwaltschaft hat die Obduction ber Leichen angeordnet.
Bonn, 14. Juli. Im Prozeß gegen den Schutzmann Kiefer au« Köln wirb voraussichtlich heute das Unheil gefällt werden. Der gestrige BerhandlungStag brachte eine ungünstige Wendung für den Beschuldigten, indem zwei Damen al« Zeugen auftraten, die Kiefer gleichfalls auf offener Straße verhaftet unb trotz der Legitimation eine! dazwischen tretenden Herrn in Polizei-Gewahrsam abgtführt hatte.
Wien, 14. Juli. Nach ber Auffassung ber Osficiösen ist der Beschluß der Club-Obmänner-Conf erenz durchaus nicht als ein totaler Abbruch der Beziehungen zwischen dem Crbinet und dtr Covferenz der Club-Obmänner anzusehen. Gras Thun soll vielmehr erklärt haben, er werde in entsprechender Zeit abermals an dieselbe herantreten. Sollte auf) dies keinen besonderen Erfolg haben, so werde im August der ReichSrath einberufen und demselben ein Sprachengesktz vorgelegt werben. Da das Scheitern dieses Borhabens zu gewärtigen sei, würben die Bo ksdoten nach Hanse geschickt werden und daS Gesetz mittelst de« § 14 becretirt.
Budapest, 14. Juli. In bem ungarischen Gab in et ist eine KrifiS abgebrochen, indem der Handelsminister Daniel seine Demission gegeben hat. Die Krifi« wird sich aber nicht auf daS Handellportefeuille allein beschränken, sondern weitere Kreise ziehen. Die politische Lage ist ungemein kritisch. Baron Baoffy fährt morgen nach Ischl, um dem Kaiser Bericht zu erstatten.
Pari«. 14. Juli. Oberst Picquart ist gestern verhaftet und in daS Gefängniß be la Santö eingeliefert worden. Die Verhaftung geschah im Zimmer deS Unter» suchungSrichter«, wohin Picquart zw:ck« feiner Vernehmung eine Vorladung erhalten hatte. Picquart war in Begleitung seines Advokaten Labori erschienen unb verlangte, daß dieser der Vernehmung beiwohnen dürfe. Der Untersuchungsrichter ließ diel nicht zu und erklärte Picquart für verhaftet, nachdem Letzterer fich nochmals geweigert hatte, ohne Zeugen dem Richter Rede und Antwort zu stehen. Die Strafverfolgung P cquartl geschieht auf Grund be« SpionazegesetzeS. Die Verhaftung Esterhazy« und feiner Geliebten erfolgte, weil beide verdächtig find, jene Sperance unterzeichneten Telegramme fabrieixt zu haben, welche dem Krieglminister in die Hände gespielt wurden und ben Eindruck erwecken sollten, all stehe P cq rart mit einem geheimen Syndikat in Verbindung.
Paris, 14. Juli. Wie nun bekannt wird, war Oberst Picquart derjenige, der dem Kriegsgericht bei der Verhandlung gegen Dreyfu« ,im Auftrage des Kriegsministers die geheimen Schriftstücke vorgelegt hatte, auf Grund deren Dreyfus verurtheilt wurde. Da nun mehrere dieser geheimen Schriftstücke verschwunden sind, nimmt man an, daß Picquart dieselben an fich genommen hat. Deshalb erfolgte auch gestern die Haussuchung bei ihm.
Pari«, 14. Juli. Ein intimer Freund des Kriegs- Minister Cavaignac erklärte, er könne bestimmt verficht, daß der Dreyful-Prozeß nicht reoidlrt werbe, aun bann nicht, wenn Esterhazy fich al! Schreiber bei Vorderen. I bekenne. El seien zu viele Leute compromittirt, ber (Beat» ralstab, dreißig frühere Minister, sowie mehrere bedeutende Ztitungen.
London, 14. Juli. „Morning Post" meldet out Washington, baß fich in den letzten Tagen tn und um Santiago eine Stimmung geltend macht, welche e« wahr- saieinlich erscheinen läßt, daß nach der Einnahme von Santiago die Streitigkeiten wieder aufgenommea o er dieselben bi« znm Herbst verschoben werden.
Lovdon, 14. Juli. Die letzten Nachrichten vom Kriegsschauplätze besagen, baß den Amerikanern durch dal Auftreten deS gelben Fieber« vor Sannago und ber Ruhr vor Manila eine große Gefahr drohe. Auch ber anhaltende Landregen ber feit einigen Tagen herrsche, beeinträchtige die Operationen der Amerikaner vor Santiago.
Madrid, 14. Juli. Marschall Bianco telegraphirte neuerdings, daß er unter keinen Umständen ben Frieden billige. Noch sei Zeit, Cuba wirksam zu vertheidigen. Soeben erst seien dem Feinde schwere Verluste zugefügt worden, und die spanischen Truppen hätten sich beroisch geschlagen.
New-York, 14. Juli. In einer Unterredung, welche der französische Botschafter mit Mac Kinley hatte, erklärte letzterer, daß er Befehl gegeben habe, alle spanischen Gefangenen besonders aber die Offiziere mit allen Ehren zu behandeln. — Einem hier eingetroffenen Telegramm zufolge, sind gestern hundert Fälle von gelbem Fieber bei den amerikanischen Truppen vor Santiago vorgekommen.
Rew-Doik, 14. Juli. Der Martnernioister bestätigt, daß da« Geschwader des Admiral« Watson auf dem Wege nach Spanien sei. Da« Geschwader (Samara« werde ganz bestimmt einen sicheren Hafen erreicht haben, ehe da«» selbe Waison ausfiaden würde.
10 Flammris je für 4—6 Personen
lassm sich aus 1 Packrt Mondamin ä 60 Pfg. Herstellen. Erscheint
der Preis auch etwas hoch, so ist wiederum Mondamin dermaßen
ergiebig, daß sehr wenig davon zu einem Flammrt gehört. Der
' durch Mondamin erlangte zarte und köstliche Geschmack ist unver-
! gleichlich, weil frei von jedem Beigeschmack. Dies wolle die Hausfrau
j besonders beachten. Im U drigen bürgt für die gute Qualität
Brown und Polson's 40jähriger Weltrut. Mondamin ist in allen
einschläg. Geschäft, z. hab. Engros bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M.


