Ausgabe 
15.6.1898 Zweites Blatt
 
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fahren ergangen, welche im Ganzen recht zweckmäßiges Vorschriften enthält und insbesondere sich von jener klein- I lichev Unduldsamkeit frei zu halten versteht, die so manchen ' Verordnungen der Verwaltungsbehörden über daß Radfahren leider eigen ist. In einem Puukre gibt ste aber zu Yedevkeu Anlaß und zwar mit Rücksicht auf die Zuständigkeit, welche nach dem Reichsstrafgesetzbuche der LavdeSgesetzgebuug auf strafrechtlichem Gebiete noch Vorbehalten ist. Ste räumt nämlich der Polizeibehörde da» Recht ein, unter Umständen die Fahrradkarte und die Nummerplatte auf die Dauer oder auf Zett zu entziehen. Diese Bestimmung ist ungilttg, ste beruht auf einer Ueberschrettuag der Grenzen, welche tm § 5 de» St.-G.-B. der Landesgesetzgebung auf strafrechtliche« Gebiete gezogen find. Die Einziehung bestimmter Gegen­stände kann die Landesgesetzgebung als Strafe nur bet vor­sätzlichen Vergehen und Verbrechen androhev, wegen Ueber- tretung ist die Einziehung überhaupt nur in devjentgru Fällen statthaft, in welchen da» Reichsstrafrecht fie selbst vorgesehen hat, die Aufzählung derselben ist erschöpfend und eine Er- gäozuvg tm Wege der Landesgesetzgebung auSgeschloffen. Die Ungiltigkett ergibt sich aber des Weirereu daraus, daß die angedrohte Maßregel mittelbar eine Untersagung des Radfahrens bedeutet. ES ist aber den LaudeSgesetzgebnngen nicht gestattet, die Untersagung bei Radfahrens als Straf­androhung zu verwertheu. Da möglicherweise andere Bundes- staateu ähnliche Bestimmungen erlafien werden, hat die Frage eine grundsätzliche, über das Gebiet de» einzelnen Bundes­staates htnausgeheude Wichtigkeit.

* Die silbernen Zwavzigpfenuigstucke. Laut BundeSrathS- beschloß soll bekanntlich eine Umprägung filberner Zwanzig- Pfennigstücke auS den bet der RetchSbank lagernden Beständen im Betrag von acht Millionen Mark, und zwar zu fünf Achtel in Fünfmarkstücke, zu drei Achtel in Zweimarkstücke, erfolgen. ES ist bekannt, daß die filberueu Zwanzigpfenutgstücke beim Publikum wenig Anklang gefunden Haden und vom Verkehr confequeot abgestoßen worden find. Mit Rücksicht auf diese Unbeliebtheit der silbernen Zwanzigpfennigstücke wurde denn auch bereits tu den Jahren 1879 und 1883 im BundeSrath über die Frage der Umpräguug gedachter Müuzsorte tu gröbere Retchsstlbermünzen verhandelt, und gelangten damals silberne Zwanzigpfenutgstücke in Beträgen von fünf und drei Mtlltoneo Mark zur Einziehung bezw. Umprägung. Inzwischen hat die Abneigung de» Verkehr» gegen die filberneu Zwauzigpfeunig- stücke nicht nur keine Minderung, sondern eher noch eine Ver­schärfung erfahren, dergestalt, daß der in die Reichsbank zurückgeflofieue Borrath an diesen Münzen sich fortwährend steigerte und Ende März 1898 den Betrag von 9194000 Mk. erreichte. Da die GesammtauSprägung an silbernen Zwauztg- pfeuntgstückeu sich auf 35 717 922 Mk. 80 Pfg. beläuft, von denen inSgesammt 13 006288 Mk. 20 Pfg. wieder zur Ein­ziehung gelangt find, so ergiebt die Rechnung, daß von den für den Umlauf übrig gebliebenen 22711 634 Mk. 60 Pfg. zur Zeit mehr al» 40 Procent tu den Beständen der Reichs- bank lagern. Hiernach kann e» wohl keinem Zweifel unter­liegen, daß die Ausprägung von filberneu Zwanzigpfenuig- stücken eine erheblich bedeutendere gewesen ist, als die Nach­frage des Publikums Nach solchen Münzen, und daß eS fich empfiehlt, Umprägungeu der filberneu Zwanzigpfenutgstücke tu gangbarere Sorten vorzunehmen.

Rtdda, 13. Juni. Der zur Aufrechterhaltung der Ordnung gebttdeteu Bürgergarde hatten die Jungfrauen eine seidene deutsche Trikolore mir darauf gesticktem Niddaer Stadtwappeu und Reichsadler verehrt, welche heute vor fünfzig Jahren auf dem Marktplätze feierlich eiugewriht wurde.

E. Echzell, 12. Juni. Am 19. März v. I. schlug der Blitz in unseren Kirchthurm und richtete großen Schaden au. In diesem Frühjahre wurde eia Blitzableiter auf dem Thurme angebracht. Kaum war die Schutzvorrichtung einige Tage ferttg, so trat das große Unwetter am 9. d. Mt». ein, der Blitz schlug in den Thurm, es krachte und knatterte und damit war Alles abgemacht. Eine beffere Erprobung des Blitzableiters konnte mau sich gar nicht wünschen Trotz de» häufigen Regens fieht e» in unseren Fluren prächtig aus, wir können auf eine schöne Ernte zählen, wenn kein Hagelwetter hineinschlägr. Tiefliegende Wiesen stehen wohl unter Waffer, dasür haben höher liegende, trockene Wiesen prachtvolles Futter. Die herrschaftlichen GraSverstetgerungeu brachten bis jetzt fast alle mittelgute bi» gute Preise. Die Obstbäume haben durch da» anhaltende Regenwriter gelitten, die angesetzten kleinen Früchte find vielfach ganz abgrfallen. Auf ein reizendes Naturspie^ möchten wir schließlich den Touristen aufmerksam machen. Biele Eichen, Roßkastantcu und andere Bäume wurden von den Maikäfern zur Hälfte und mehr ihres BlätterschmuckS beraubt. Jetzt find die ab- gefrefieuen Blatter bis auf halbe Größe wieder betgewachfen und zeigen eine hellgrüne Farbe, während die stehengebliebeuen Blätter inzwischen tief dunkel- und graugrün geworden sind. Da» ist eine allerliebste Schatttrung und viele Bäume sehen wundervoll auS. Ein Maler würde fich vergeblich bemühen, so etwa» nachzuahmen.

Offenbach, 18. Juni. Gestern Nachmittag kam e» in Obrrrode zu einem argen Wahlscandal. Die Social­demokraten hatten in dem genannten Orte auf Nachmittag 4 Uhr eine Versammlung angekündigt, in der der social- demokratische Eandtdat Ulrich 'prechen sollte. Dieser konnte jedoch nicht erscheinen, weßhald die Versammlung in Er- maugelong eine» anderen R 'nerS nicht stattfindru konnte. Die Socialdemokraten beschlosien nun, in die um 6 Uhr an- gekündigte EentrumSversumwlung zu gehen. In derselben gaben ste zu fortgesetzten Störungen Anlaß, verlangten während der Rede de» Eentrvm»candidatev da» Wort und störten die Versammlung in jeder Weise. Der die Versamm­lung überwachende Gendarm forderte nun zur Ruhe auf, welche Aufforderung die Ruhestörer mit thätlichen Angriffen auf den Gendarmen erwiderten. Dieser zog schließlich blank und verletzte zwei Personen. Einer der Excedenten drang

daun in da» Pfarrhan» ein und verlangte in brüskem Tone i den Pfarrer zu sprechen. Als ihm gesagt wurde, derselbe sei nicht anwesend, mißhandelte er die Wirthschafterin und demolirte Alle», wa» ihm in die Finger kam.

«atttz, 8. Juni. Die Strafkammer de» hiestgen Land­gericht» hat einen unverbefferlichen Pantfcher, den schon viermal mit Geldstrafen bi» 150 Mark bestraften Milch- Händler Philipp Jacob Oswald von Gimbsheim, der feiner vollständig entrahmten Milch 50pCt. Waffer zusetzte, zu drei Wochen Gefänguiß verurtheilt.

Oppenheim, 9. Juni. Nach der vorgestrigen Wahlver­sammlung im Hotel Schüler fand ein Dienstmädchen im Ber- sammluugSsaal ein Portemonnaie mit über 300 Mk. Inhalt auf dem Boden liegen. Da» ehrliche Mädchen lieferte den Fund sofort au den Dienstherrn ab. Später meldete fich der Eigenthümer, ein vorübergehend hier wohnender Unternehmer, und erhielt sofort seine Geldbörse ausgeliefert. Die Belohnung des Dienstmädchen» bestand in einemDanke schön!"

DermifcM*.

Hanau, 8. Juni. Die evangelischen Geistlichen des Hanauer Lande» beschloffeu in ihrer gestern tu Gelnhausen abgehaltenen Eonfereuz, in Bad Orb eine BolkSheilstätte für Erwachsene zu errichten. Mit dem 15. Juli 1898 soll die Einrichtung in» Leben treten.

Safsel, 11. Juni. Auf der Bahnstrecke Caffel-Corbach wurde ein Wagen, der einen Kaufmann, einen Fleischer­meister und zwei Pastoren zu einer Wahlversammlung nach Eorbach fuhr, nachdem die die RetchStagSwahl erörternden Jnsaffeu die Zugankauft überhört hatten, von der Loco- motive erfaßt. Da» Pferd wurde zermalmt und der Wagen zertrümmert, aber wunderbarer Weise wurden alle vier Jusaffen durch den furchtbaren Anprall rückwärts ge­schleudert und kamen mit dem Leben davon,- alle haben nur Quetschungen erlitten.

Athen, 7. Juni. Der durch da» letzte Erdbeben in Tripolis angerichtete Schaden wird auf 300000 Drachmen geschätzt. 16 Häuser find eingestürzt, daS Rath- hau», da» Poft- und Poüzeigebäude aber unbrauchbar ge­worden. Sechzig zu einer HochzeitSfeier vereinte Personen entgingen beim Einsturz de» HauSdache» nur dadurch dem Tode, daß fie eiligst unter die Tische flüchteten. E» sind Überhaupt keine Menschen uwgekommeu, wa» fich au» dem Umstande erklärt, daß dem ersten schwächeren Stoße der -weite verheerende erst nach einer Pause folgte. So konnten die Bewohner fich noch in» Freie retten.

* Derby Preisausschreiben. Nachdem die PcelSauSschreib ungen der bekannten Berliner TageszeitungDeutscher Sport" mehr und mehr Beifall in allen Sportkreisen ge­funden, hat fich der Verlag eutschloffen, einen neuen großen Preis auSzuschreibeu: e» handelt fich darum, die vier bezw. drei ersten Pferde im Deutschen Derby zu Hamburg, dem größten klafftschen Rennen Deutschlands, zu bestimmen. Für die richtigen Lösungen dieser Aufgabe sind nicht weniger als 3000 Mk. al» erster Preis, 1000 Mk. al» zweiter Preis und 500 Mk. als dritter Preis ausgesetzt. Letzter Ein- fenduugStermin ist der 23. Juni, und concurrenzberechtigt find alle Abonnenten auf da» dritte Quartal. Probenummern mit den näheren Bedingungen erhält man gratis von der Expedition desDeutschen Sport", Berlin NW., Georgen- ftraße 23.

Die Kaiserin Charlotte von Mexico, die seit 32 Jahren mit umnachtetem Geiste im Schlöffe Bouchont in Belgien weilt, ist 58 Jahre alt geworden. Der König, die Königin und Prmzeffiu Clementine haben fich nach dem Schlöffe begeben, um der unglücklichen Fürstin ihre Glück­wünsche darzubringen. Seitdem die Kaiserin Charlotte im September v. I. eine ernste Krankheit durchgemacht hat, ist ein neues ärztliches Verfahren in ihrer Behandlung zur An­wendung gekommen. Dieses Verfahren soll wunderbare Er­folge hervorgerufen haben- die schrecklichen Krisen, unter denen die Kaiserin schwer litt, sollen aufgehört haben. Heilung steht allerdings nicht zu erwarten.

Uncle Sam8 Söldlinge" ist eine in derWacht am Sunde" (Tacoma, Washington) veröffentlichte Zusammen- stellung überschrieben, die die Offtziergehälter in den Bereinigten Staaten mittheilt. E» erhalten darnach jährlich: Im Landheer: Der Generalmajor 30000 Mk., der Brigade­general 24000 Mk., der Oberst 14000 Mk., der Major 10 000 Mk., der Hauptmann (beritten) 8000 Mk., unberitten 7200 Mk., der Premierlteutenant (beritten) 6800 Mk.. un- bcritten 6400 Mk., der Secondlieutenant (beritten) 6000 Mk, unberitten 5600 Mk. Seit Washington» Zeiten hat ei keinen General" mehr gegeben, auch ist gegenwärtig der Rang de» Geuerallieutenant» unbesetzt- diese beiden Stellungen würden mit einer Gage von 40000 beziehungsweise 32 000 Mk. auSgestattet sein. In der Flotte: Der Contre-Admiral 24000 Mk., der Commodore 20000 Mk-, der Capttän 18 000 Mk., der Commandeur 14000 Mk., der Lieutenant- Commandeur 12000 Mk, der Lieutenant 10000 Mk., der Fähnrich (Snfign) 8000 Mk. Der Rang des Admiral» und Bice-Admiral» ist zur Zeit unbesetzt- dieser sowie ihre Gage entsprechen der de» General» und de» Generallieutenants der Armee. Die Unterosfiziere beziehen monatlich al» Sergenren 88 Mk., al» Corporale 72 Mk., die Gemeinen 52 Mk., außerdem volle Verköstigung und Bekleidung. Die Offiziere müffen fich selbst kleiden und nähren. Angesichts der Thene- rungSverhältntffe in den Vereinigten Staaten können die Gehälter nicht übermäßig hoch genannt werden.

* Da» BeretttignugSfrst alter Sorpßstndenlen in Godes­berg gestaltete fich diesmal zu einer bedeutungsvolleren Feier, weil zugleich das 100jährige Bestehen des deutschen CorpS- studeutenthnmS gefeiert werden sollte. Gegen 300 alte und junge CorpSstudemen waren, zum Theil aus weit entfernten Ländern unseres Vaterlandes herbeigeeilt. In dem herrlich geschmückten Saale des GodeSberger Kurparke» wurde da»

Festmahl abgehalten. Da» Hoch auf b-v Kaiser braute Pro­fessor Moldenhaner-Köln au», der die innigen Beziehungen de» Hohenzollernhause» zu den deutschen CorpS barlegte. An den Kaiser wurde ein Telegramm abgesandt, auf daS folgende Antwort einlief:Möchte der Geist der CorpS auch in den kommenden Jahrhunderten der alte bleiben, bann wird e» un» nicht an Männern fehlen, welche, von Kraft und Muth begeistert, ihr Bestes etnsetzen für Thron und Vaterland. In bekannter Anhänglichkeit, mit herzinnigem Dank für den freund- k'chen Gruß, t« Geiste besJhrem Feste zugegen. Wilhelm I/R. Die meisterhafte Festrede hielt Dr. Firle Bonn. DaS Hoch auf die deutschen Frauen wurde von dem Beigeordneten Piecq- Köln auSgebracht, der in seiner ebenfalls von Beifallsrufen unterbrochenen Rede mit warmen Worten der geplanten deut- fcheu Nationalfeste gedachte und unter den Corpsstudenten für fie zu werben suchte. Unter jubelnder Zustimmung wurde nach einem Hoch auf den Fürsten Bismarck an diesen do Telegramm gesandt.

Ue6et die Arbeit bei Kaiser» berichtet eine Militär- zeitschrift: Im Jahre 1897 legte da» Auswärtige Amt dem Kaiser vor: 1026 Jmmediatberichte- serner traf der Kaiser 751 Entscheidungen und vollzog für CabinetSordre», Ernennungen rc. 802 Unterschriften. Im Ganzen legte da» Amt dem Kaiser 5857 Berichte vor. Im Civilcabinet de» Kaisers wurden rund 50,000 Sachen durchgearbeitet- die Zahl der täglich erfolgenden Eingänge von Post und Tele­graph betrug bi» zu 400. Alljährlich vollzieht der Kaiser an Handschreiben, CabinetSordre», Bestellungen, Patenten rc. an 7000 Stück. Da» Militärcabinet bringt ebenfalls große Arbeit. So waren durchschnittlich durch den Kaiser zu erledigen 5114 CabinetSordre», 1540 Patente der Generai- ordenscommtsfion, 1726 Patente der Geh. KrtegScanzlei. InSgesammt vollzog der Kaiser während seiner Regierung»- zeit 7000 Entscheidungen und 8000 Unterschriften, unter­breitet wurden ihm 10,000 Jmmediatberichte und 58,000 gewöhnliche Briefe. Daneben hört ber Kaiser jährlich 150 bi» 160 Borträge de» Chef» des Militarcabinets, je 50 Vorträge de» KriegSmintster» und des Generalstabschefs, 185 Marine­vorträge - auch trifft er rund 770 Entscheidungen in Marine- angelegenheitev. Hierbei mag noch erwähnt werden, daß der Monarch eine große Anzahl ber ihm vorgelegten Schriftstücke mit theilwese recht ausführlichen 4Ranbbemerfungen versteht. Rechnet man nun noch bte Erledigung ber privaten An- gelegenbeiten hinzu, so kommt man zu bem Schluß, baß der Kaiserkeine Zeit hat, mflbe zu sein."

Ciicrain* Miet Amnft.

VonEuphorion", Zeitschrift für Literatur- geschichte (Vertag der R. u. K. Hof Buchdruckerei und Verlag»- Handlung Karl Fromme, Wien), gelangte soeben bafl erste Heft des fünften Bandes zur Ausgabe. In der literarhistorischen Welt hat sichEuphorion" ein» feste und angesehene Stellung bereit» er­worben, aber auch der Ntchtfachmann findet tmEuphorion" An­regung mannigfacher Art. Die bedeutendsten Literarhistoriker Deutsch­lands und Oesterreichs gehören zu den Mttarbeuern dieser Zeit­schrift; sie zählt aber auch ausländische Gelehrte zu ihren regel- mäßigen Thetlnehmern, wodurch eine Vtelsetttgkett der Anschauungen und des Stoffes verbürgt ist.

Universität- - Nachrichten.

Bonn. Der bekannte Pandektist Proseffor Dr. Juliu» Baron ist 9. Juni gestorben.

Lausanne. Vom 19. Juli bi» 27. August veranstaltet die philosophische Fakultät unserer Universität auch in diesem Jahre die so beliebt gewordenen Fertencurse. Vor Allem sind diese Eurse für Lehrer und Lehrerinnen der neueren Sprachen berechnet- fie bieten ihnen willkommene Gelegenheit, sich im Französischen zu ver- oollkommuen und einen Einblick in da» moderne System de» neu- sprachlichen Unterrichts zu gewinnen. Auch in diesem Jahre erthetlt der Dircctor der Eurse, Herr Jean Bonnard, Professor der romanischen Philologie in Lausanne, Avenue Davel 4, berettwtlltgst Auskunft. Hoffentlich werden die Eurse auch in diesem Sommer eine beträcht­liche Zahl von Thetlnehmern und Thetlnehmerinnen an die schönen Gestade des Genfer Sees locken.

Hauswirthschaftlieher.

DaS allen Genoffenschaften gratis zugegangene und sonst ,um Ladenpreis von 3 Mk. erhältlicheJahrbuch deS Allgemeinen Verbandeo der deutschen landwirthschaftlichen Genofiem schäften", berauSgegeden von der Anwaltschaft zu Offenbach (Prä­sident Haas), gibt uns auf 220 Seiten groß Quartformat einen Einblick in die großartige Entwicklung de» Genossenschaftswesen», welches nach dem Vorbilde HeffenS in allen deutschen Staaten organisirt ist und entsprechende Ausbreitung gefunden hat. Au» dem statistischen Zahlenmaterial geht hervor, daß unsere hessischen landwirtbschastlichen Gmoss-nschasten, insbesondere die Spar- und Darlehnskassen, immer noch an der Spitze marschtren, wie gut sie ge­arbeitet haben und steben. Wer mit volkSwirthschastlichen Fragen, mit ber Organisation der wirthschasiltchen Selbsthilfe, der Organi­sation des Eredtts, der Bekämpfung bett Kredit- und Maaren- Wucher» sich zu 1 eteffen hat, darüber ortentiren will, dem kann diese» Buch aufs Wärmste empfohlen werden; es ist da» Beste, was auf diesem Gebier bisher geleistet wurde.

Verfemt, £an& u*6 VsUrvirthschaft.

Germania, Lebens-BersicherungS-Actien-Gesellschafi zu Stettin. Die am 11. Mai sialtgehabte 40. o-denNtche General, Versammlung genehmigte die von den fünf Revisoren geprüfte JahreSrechnung und ertheilte dem VerwaltungSraih und der Direktion Entlastung. Von brm verbliebenen Reingewinn des Jahre» 1897 in Höhe von 4252689 Mk. erhalten bte Actionäre als Dividende 15 pEt. ihres Baareinschusse» mit zusammen 270000 Mk., tfliegen die mit Gewinnantheil Versicherten eine Prämien-Rückvergütui'» von 3798562 Mk. Reu ausgefertigt wurden 10377 Policen über 41109543 Mk. Kapital und 242770 Mk Jahresrente. Der am Schluffe des Jahr.S verbliebene Gesammrbeftand der Kapital Ber- sicherungen belief sich auf 180828 Policen über 558650486 Ml- Versicherungssumme und übersteigt den Bestand am Anfang bei Jahres um 22234750 Mk. Kapital. An Prämien vereinnahmte Mr Gesellschaft im Rechnungsjahr 25115812 Mk, an Zinsen 7404334 Mk- Ter Verlauf der Sterblichkeit war auch tm verfloffmen R-chnungp fahr ein rech, günstiger. Durch b:e im Jahre 1897 eingetretenw 2161 Sterbesälle unter den Versicherten der eigentlichen Vrben» Versicherung, von denen kein einziger zu einem Streitfälle geam du Gesellschaft Anlaß gegeben hat, wurden tm Ganzen 6253091 Ml fällig. Die Gcsammt Activa der Germania, von welchen 82 pfct I mit 172874944 Mk. in mündelsicheren Hypotheken zinttlragenl angelegt sind, stiegen im Jahre 1897 um 13801161 Mk. am 210461 447 Mk.

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