Ausgabe 
14.12.1898 Zweites Blatt
 
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mir:Da würde ich schön aukowme«. Wann glauben Sie, daß Bt-murck fich je durch sachliche Gründe hätte bestimmen loffeu?" So auch ist c» zu erklären, daß er in jeder Gegnerschaft nur persönliche Motive gewahrte. Bismarck war ein strammer Royalist, so lange tl galt, zwischen ihm und allen Andern für den König etuzusteheu. Nur wenn es fich um ihn selbst handelte, zwticheu ihm und dem König allein, wechselten die Empfindungen. Da wich Allel dem überlegenen Selbstbewußtsein, dem allerdings nicht unberechtigten. Er schildert oft, wie er gekämpft und ge­litten. Man weiß aber auch, wie sein geliebter König oft schwer an ihm zu tragen hatte. Die Wendung, die derselbe einmal einem Vertrauten gegenüber gebraucht haben soll:@8 ist nicht leicht, unter einem solchen Kanzler Kaiser zu sein", klingt glaubhaft. Der Harpteindruck bleibt immer bis zum Schluß: das Werk steht auf der Höhe der geistige« Potenz dieses Mannes, der, wie je ein Sterblicher, die Fehler seiner Vorzüge, aber im höchsten Maße auch die Vorzüge seiner Fehler hatte, der Deutschlands Schicksal mit seiner ganzen Kraft zu hohem Ziele geleitet und fich in seinen Thaten einen ersten Platz tu der Geschichte auf feine ihm ganz eigene Weise erobert hat.

Berlin, 12. Drcember. Vertretung deutscher In­teressen im Auslande. In dieser Beziehung werden mancherlei Verbesserungen angestrebt. Zunächst wird beab- fichtigt, der Botschaft in St. Petersburg künftig zwei land« wirthschaftliche Sachverständige zuzuthetleu. ES geschieht dies mit Rüjficht auf die bevorstehende Erschließung Sibiriens für die Weltwirthschaft. Dem einen Sachverständigen würde daun die Bearbeitung der großen wirthschaftlicheu Fragen, namentlich die der landwirthschastlichen Verhältuiffe im öft- lichea Raßlaad obliegen, während der andere mehr die land- wtrthschaftlich technischen Aufgaben zu bearbeiten und fich wesentlich auf das westliche (europäische) Rußland zu be­schränken hätte. Der Erstere hat selbstverständlich umfaffende und laugdauerude Informationsreisen im astatischen Rußland auszusühreu. ES hat fich außerdem all wünschenSwerth herausgestellt, den Schwerpunkt der Thätigkeit de» bisher der Botschaft in Wien zugetheilteu landwirthschastlichen Sach- verständigen mehr nach dem Osten zu verlegen. DaS Aus­wärtige Amt hat ihm daher im Eiuveruehmru mit dem preußischen Landwirthschaftsmiuifter den Amtssitz in Bukarest angewiesen. Ferner sollen auf wiederholte Anregung der heimischen Handels« und Jndustriekreise in eine Reihe von wirthschaftlich wichtigen Ländern HaudelSattachees entsandt werden. Zunächst würden noch Südamerika und die Türkei in Betracht kommen. Sie sollen nicht den Gesandtschaften, sondern den cousularischev Vertretungen des Reich» und zwar zunächst den Generaleonsulaten in New-York, BuenoS«Ayres und Konstantinopel beigegeben werden. Diese Orte sollen jedoch, um der Thätigkeit der Sachverständigen innerhalb des betreffenden WirthschastsgebietS keinerlei Schranken zu ziehen, ihnen namentlich auch da» Studium der einschlägigen Fragen durch längeren Aufenthalt an Ort und Stelle zu er­möglichen, nicht als Amtssitze frstgelegt werden. Endlich wird eine abermalige Vermehrung der BerufScousulate tu Brafilieu geplant.

Bezüglich der Vertretung der Socialdemo- kratte im Präsidium des Reichstages theileu die -Hamb. Nachr." eine Aeußeruug des Fürsten BiSmarck mit; er hatte sich seiner Zeit einem Vertreter des Blatte» gegenüber wie folgt ausgesprochen: Er halte eS sür einen taktischen Fehler der übrigen Fracttouen, bei der letzten Wahl nicht darauf bestanden zu haben, daß die Socialdemokratie als uächststärkste Partei neben dem Centrum eine Präfidenteustelle zu über- nehmen habe. Es liege seiner Auffassung nach in der Auf­gabe der übrigen parlamentarischen Fracttouen, die soc'al- demokratische Partei durch alle parlamentarischen Mittel zur Entwickelung ihrer ZukunstSpläne zu nöthigen. Wenn dte Socialdemokratie angehaltru werde, das Bild der soctal- aemokratischen Zukunft deS Volkes in klareren Umriffen als bisher der öffentlichen Kritik preiSzugebeu, so werde ihre Gefährlichkeit erheblich vermindert und der Glaube an ihre RegierungSsähigkett überhaupt vernichtet werden. Es sei die Aufgabe der anderen Parteien, die Führer der Socialdemo« kratie aus diesem Wege ad absurdum zu führen. Die Haupt- erfolge der Socialdemokratie beruhten auf ihrer Taktik, Alles w krttifireu, was tm Staate geschehe, aber stets zu ver­schweigen, wie sie selbst den Staat einrichten würden, sowohl im Ganzen, wie im wirtschaftlichen Leben. Die Kritik sei leicht, die Kunst schwer, auch die des Regierens. Das wüßten die Führer der Socialdemokratie- aber wie fie regieren würden, wenn fie an'S Ruder kämen, wiffe man nicht, und wenn fie gevöthigt wären, fich darüber auszusprechen, so würden fie ihren Zulauf verlieren. Ans dem Wege, die Socialdemokratie zur Klarlegung ihres ZukanftSprogramwS und ihrer Regierungsabsichten zu vöthigeu, würde eS ein nützlicher Fortschritt gewesen sein, wenn die socialdemokratische Partei angehalten worden wäre, einen der Ihrigen zum Präsidenten deS Reichstage» herzugeben. Daß fie fich besten weigere, so lange fie könne, sei erklärlich, denn in der Präfidtalstelluig können manche Situationen etutreten, durch ^lche ein svcialtstischer Präsident gezwungen werde, die Maske, durch welche er seine Zukunstspolitik decke, einiger- m^Cnm?u Ob eine Visitenkarte:Paul Singer, erster Btcrpräfident des Deutschen Reichstage»", irgendwo in Empfang genommen werde, oder nicht, sei Gleichgültig. Die Hauptsache bleibe die Aufklärung der öffentlichen Meinung über die Ziele, welche von der Socialdemokratie erstrebt würden, bezw. für fie erreichbar seien,

XmsIomK

.Paris, *2. Dtcember. Senator Martere befürwortet i« einem offenen Briefe die Revifion der französischen Ber- faffung und die sofortige Vereinigung der Kammer und de» Senat» zu einem Cougreß.

Parts, 12. Drcember. Der Fall Piequart. Der Laffationshof hat, wie schon telegraphisch gemeldet, dem

Gesuch Laboris, welches verlangt, daß das oberste Tribunal von jenen gesetzlichen Bestimmungen Gebrauch mache, welche ihm das Recht geben, im Falle von Couflieteu unter ver­schiedenen Gerichtsständen dte Competenzfrage zu entscheiden, Folge geleistet. Referent Athalin trat sür dte principielle Zulässigkeit des Begehren- LaboriS ein. Der Berichterstatter fetzte auseinander, daß zwischen dem Beschluß deS EivilrtchterS Fabre, welcher Piequart und Leblois wegen Mtttheilung eines geheimen militärischen Documeuts vor das Zuchtpolizei- gericht verweist und der Entscheidung deS Gouverneurs Zur- ltnden, welcher Piequart dem Kriegsgericht bereits für den 12. December unterwirft, tatsächlich ein Tompetenzcouflict besteht, welchen der oberste Gerichtshof prüfen wüste. Er wies sodann darauf hin, daß Piequart vor daS Kriegsgericht gestellt wurde, und verlas den betreffenden Act des Militär- gouverueurs. Aus diesem geht nach einem Bericht der N. Fr. Pr." hervor, daß Piequart wegen fünf Facten vor dem Kriegsgerichte angeklagt wird. Erstens wird ihm Fälschung zur Last gelegt. Piequart habe in Dienste eine Fälschung begangen, indem er einen Kartenbrief fabricirte, welcher nicht datirt war, und auf die Adresse den Namen und die Wohnung des Majors Esterhazy hingesetzt. Er habe lügenhafter Weise behauptet, daß dieser Karteubrtef von einem fremden Militärattachä ausgiug, dessen offieielle Stellung den Beziehungen Esterhazys zu ihm einen der- brecherischen Character gäbe, ferner daß dieser Brief auf einer Botschaft gefunden worden ist. Diese Fälschung hatte den Zweck, in betrügerischer Weise die Schuld deS angeblichen Adressaten des Kartenvriefes zu beweisen, nämlich dte des Major» Esterhazy, welcher vom Kriegsgerichte vom Verbrechen de» Hochverrathes einstimmig fretgesprochen wurde. Zweitens wird Piequart angeklagt, von der Fälschung Gebrauch ge­macht zu haben. Die übrigen drei Anklagepnnkte gegen Piequart betreffen die Mittheilnng der Spionage-Affaire Boulot, weiter der Acten über den Brieftaudendienft und endlich de» geheimen Dossiers DreyfuS an Leblois. General- procurator Manau vertritt dieselben Rechtsanschauungen und knüpft au da» Referat Bard» an, um den Zusammenhang zwischen den einzelnen RechtSfällev, in welchen Piequart eine Rolle spielt, zu beweisen. Er bespricht ausführlich die An­klagepnnkte gegen Piequart, dir der Militärgonverueur auf­stellt.Wir können", schloß Manau,da« Gesuch Picquarts nicht einfach verwerfen- wa» wir im Namen der heiligen Gerechtigkeit verlangen, ist, daß wir uns über die wilden Leidenschaften erheben, die den vorliegenden Proceß, sowie den Proceß Drryfus, der mit ihm zusawmenhängt, verwirren- was wir fordern, ist, daß Sie vollkommen aufgeklärt werden nnd daß man nn» selbst alle Beweisstücke zugänglich macht, welche Licht bringen können. Wir wollen Alles wissen, ehe wir über diese Rechtssache uns vollständig äußern. Wir haben eine Gewissenspflicht zu erfüllen mit dem Gesetze in der Hand, welches man muß es immer wiederholen unsere einzige Richtschnur ist. Unsere Pflicht ist es, das Gesuch um Regelung der Competenzen mit allen fich daraus ergebenden Eonskqaevzen anzunehmen. Diesen Anträgen schloß fich, wie schon bekannt, der Cassation-Hof an, indem er entschied, dte Auslieferung der Sitten von den beiden mit der Affaire Piequart be^äftfflten Jurisdictionen abzufordern, ferner avzuordnen, daß tiefe Acten binnen vierzehn Tagen an den Caffationshof geleitet werden, endlich, daß alle in Schwebe befindlichen Procrsse vertagt werden. Nachdem der Caffa- tiouShof seinen Beschluß in der Plcquart-Affaire verkündet hatte, begab fich Advocat Labori mit seinem Secretär nach dem Gefängniß, um Piequart davon zu benachrichtigen. Piequart war sehr erfreut und dankte seinem Vertheidiger auf daS Herzlichste. Man glaubt, daß da» Kriegsgericht über Piequart am Montag zusammentreten, den Beschluß des CassationShofs zur Kenntniß nehmen und fich dann auf un­bestimmte Zeit vertagen wird. In eingeweihten Kceisen will mau wissen, daß Piequart in den nächsten Tagen in Freiheit gesetzt werden soll.M. N. N."

London, 12. December.Daily Mail" meldet aus Rom, es sei unrichtig, daß die Abrüstungs-Conferenz auf unabsehbare Zeit vertagt sei. DaS einzige Hiuderniß der Confereuz sei die augenblicklich veränderte politische Lage. Die Conferenz werbe jedoch im Mai in Petersburg fiattfinden.

Loudon, 12. December. Die liberale Partei hat ein Referendum organifirt, um zu erfahren, welche politische Persönlichkeit aus dem liberalen Lager sie zum Führer wählen oll. Da» Ergebniß dieses Referendum» war, daß für Rose- berry die meisten und für Harcourt ;6te vächfihöchste A-zahl Stimmen abgegeben wurden.

Odessa, 12. December. Auf der Katharinenbahn ereignete fich em schwerer Unglücksfall. Zwischen der Station Marzenew und Ko<chktcw waren 48 Arbeiter mit Geleis« Reparaturen beschäftigt- als plötzlich ein Eilgüterzug heran­brauste, traten die Arbeiter in da» Nebengeleis. In dem- eiben Augenblick brauste auf diesem Geleise ein Expreßzug heran, der den größten Thetl der Arbeiter überfuhr. Acht Mann wurden zermalmt und waren auf der Stelle tobt. Die m-isten anderen trugen schwere Verstümmelungen davon.

Amerika. Die Kehrseite de» Imperialismus. Die i« dem Bericht Algers betonte Rothwendigkeit, die regn- läre Armee auf 100000 Mann zu bringen und zum Theil aus Eingeborenen der annectirten Gebiete zusammenzusetzen, wird die Regierung In Washington in eine recht schwierige Lage bringen und die Bevölkerung etwas von dem spüren lassen, was man bei uns vielfachDruck des Militarismus" nennt. Bri einer Armee von 100000 Mann, die sich auf fünf Jahre verpflichten, würden zur Ergänzung jährlich 20000 Neueinstellungen nöthig werden, bezw. Längerdienen von soviel Leuten über fünf Jahre hinaus, die dann aber j mit monatlich je 80 Mk. zu bezahlen wären. Nach den Erfahrungen, die reguläre Truppen wie Freiwillige im Kriege l unb selbst in dm Lagern der Heimath mit der Fürsorge der Kriegsverwaltung gemacht haben und die in der Presse einen i faxten Ausdruck fanden, wird es zweifelhaft erscheinen, ob 1

der Zudrang zum Dimst im Heere derselbe fein wird, wie vor dem Keiege, wo 189697 z. B. da» Angebot den Umfang der thatsächlichen Einstellungen (8285 Mann) be­deutend überstieg. Unter die bisherige Besoldung der Leute wird man auch nicht hinabgehen dürfen. Der nackte Sold beträgt für die im ersten und zweiten Jahre dienenden Leute monatlich 52, für die im brüten, vierten unb fünften dienen­den monatlich 56 Mk. Hiezu kommen 800 Mk. als Be- kleidungsentschädigung für die fünf Jahre uud nach deren Ablauf 240 Mk.deferred pay" (aufgesparter Sold) sowie die Reisekosten nach den Orten, wohin die Leute entlassen werden wollen. Man rechnet nicht zu hoch, wenn man bei einer Armee von 100000 Mann nach den obigen Sätzen allein an Besoldung, BekleidungSentschädigung und deferred pay rund 100 Millionen Mark im Jahre rechnet, selbst wenn man dm Truppen auf Cuba, Portorico und dm Philippinen, wie dies doch sicher eintreten müßte, nicht höhere Sätze zahlte als denjenigen in der Heimath. Außerdem würde die Zahl der Unteroffiziere vervierfacht und ihr Sold, wie der Senat dies schon 1897 genehmigt, erhöht werden müssen; eine Vervierfachung des Offiziercorps wird nöthig, eine Vermehrung der bespannten Geschütze u. s. w., der Unterkunftsräume, Uebungsplätze; Verpflegung und Rationm beanspruchen sehr viel höhere Ausgaben, höhere gemischte Verbände find zu bilden. Hebungen mit gemischten Waffen haben stattzufinden, die Vorräthe und Waffenreserve sind zu steigern, kurz die sämmtlichen Einrichtungen find aus den Fuß einer großen Armee zu bringen. Von dem, was für die Milizen nöthig wird, sehen wir hier ganz ab, glauben aber nicht zu hoch zu schätzen, wenn wir annehmen, daß die Durchführung d^s Alger'schen Vorschlags für die Armee an rein militärischen Ausgaben 280 Millionen Mark jährlich aufzuwenden zwingen wird. Dazu kommen ferner die gewaltig gestiegenen Ausgaben für die Marine und die schon 1897 auf 592r/z Millionen Mark fich belaufenden Pensionen, die infolge des letzten Krieges natürlich einen sehr großen Zuwuchs ^fahren werden.

CUeratur unö KMttfL

_ v Wie schreibe ich meine Weihnachtsgrütze und Neu­jahrsglückwünsche 1 100 Original-HllfSverse zur Abfassung ge­reimter Postkarten mit und ohne Ansichten zu Weihnachten, Sylvester und Neujahr. Von L. Groß. In illustr. Umschlag geheftet. Preis 25 Pfg. Schwabacher'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart. Diese» Büchlein erscheint gerade im rechten Augenblick. Die darin ent­haltenen Verse haben den Vorzug, daß sie sür Jedermann praktisch verwendbar sind.

Die Weihnachts-Nummer (Heft 7) derModernen Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57, Leipzig, Wie», Stuttgart. Preis für Abonnenten und solche, die noch jetzt in das Abonnement eintreten, 1 Mk.; für Nichtabonnenten 3 Mk.) ist soebm erschienen. Die diesmalige Weihnachts,Nummer ist eine Leistung, die in künstlerischer und textlicher Beziehung als eine wirklich außer­gewöhnlich bezeichnet werden muß. Eiste Autoren und Künstler haben an ihr mitgewirkt. Und nun der Inhalt selbst die mit höchster Vollendung in Farben auSgeführtm doppelseitigen Extta- kunstbeilagenLobe den Herren den mächtigen König der Ehren!" nach dem trefflichen Originalgcmälde von A. Schram undWinter» Einzug" nach dem Originalgemälde von A. Schwarz. Dann die doppelseitigen Kunstbeilagen in vollendetstem Holzschnitt:Sonnen- cultuö" nach I. Adam,Er tanzt mit ihr?!" nach Konrad Kiesel und imWiener Walde" nach A. Kaufmann, sowie die meisterliche doppelseitige Illustration in FarbendruckWeihnachten an der Loire 1870" nach E. Zimmer und die Fülle der übrigen Illustrationen, unter ihnen zahlreiche Engelsköpfe aus dem künstlerischen Schmuck deS neuen Domes in Berlin mit dem beschreibenden Text von H. Vollmar undWeihnacht im Walde" von A. Andersen Lundby mit dem innigen Gedicht von Frida Schanz. Zwei ausgezeichnete, echt weihnachtlich gestimmte Novellen:Der Leitartikel" von Georg Buß undAngenommen!" von Dora Duncker sind wahre Perlen erzählender Kunst. Nicht minder trefflich ist der von William Pape farbig illustrirte Artikel:Ein Fest am kaiserlichen Hofe zu Berlw" von Ludwig Pietsch und die Plauderei von Serafine DetschyGeben ist seliger denn Nehmen". Zu alledem dte inhaltsreiche Beilage mit ihrer fesielnd geschriebenen Uebersicht über Weihnacht»'Literatur und Kunst.

Hitioerfiiais - Nachrichten.

Berlin. Dr. med. Otto Voges, Mitarbeiter am hiesigen Institut sür Jnfcclionskrankheiten, ist a!ö Professor der Hygiene und Leiter de« bakteriologischen StaatSlaboratoriums nach Buenos Ayre» berufen worden.

Halle a. S. Der Eongreß deutscher Historiker wird Ostern 1900 hier tagen.

Bonn. Der außerordentliche Professor Dr. W. Schtmper wird dem an ihn ergangenen Ruf nach Basel als ordentlicher Pro­fessor und Dtrector des botanischen Gartens Folge leisten.

Leipzig. Der bisherige Prioatdozent Dr. Wilhelm Streit­berg ist zum außerordentlichen Professor in der philosophische» Facultät der Akademie zu Münster t. Wests, ernannt worden.

Budapest. Der Staatsrechtslehrer Professor Dr. Aladar Schnierer ist im Alter von 63 Jahren gestorben.

Brüssel. Dte hiesige Universität feierte vor einigen Tagen daS 25jährige Professoren Jubiläum ihres neuen RectorS, Dr. Paul Heger.

Leiden. Dr. E. Dubois ist zum Professor für Minera­logie und Erystallographie an der Universität Amsterdam ernannt worden.

Paris. Als Dozentin ist zum ersten Male in Frankreich eine Frau von dem Director der Assißtance publique angestellt worden. Frau Dr. Bl. Edwards Pilliet wird in der Schule der Wärterinnen des Hofpitals Larivoisivre über Physiologie lesen und in der Salptztriöre, der bekannten Anstalt für altersschwache unb geisteskranke Frauen, einen CursuS über Verbandslehre halten.

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sam und betonen, daß sich i und kostet trotz der hübschen Ear- auch die diesjährigen Eartons , tons keinen Pfennig mehr wie sonst

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tabel wie praktisch, nützlich u. Willkomm, ist. Jeder

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Haussrauen, Herrschaften, dte! ton enthält 3 Stück ächte DoeringS Damen-und Herrenwelt auf diese Seife mit der Eule, ist in allm günstige Gelegenheit auswerk l unseren Verkaufsstellen zu haben fern und betonen, daß fich j und kostet trotz der hübschen Ear-

Htzuch für Weihnachten 1898 ihrer prachtvollen Ausstattung kommt in den hiesigen Nieder- und Eleganz wegm als ein Ge­lagen die allbeliebte Ioerings» fchmk erweisen, das nicht minder Seife mit