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Schwurgericht,
W. Gieße«, 13. December 1898.
Luter vorfitz des Herrn LaudgerichtSrath Dr. Linken- Heid wurde heute verhandelt gegen die 25 Jahre alte Dienstmagd Margarethe Block wegen Meineid». Staat»- anwa'.t Rod) vertritt die Anklage. Rechtsanwalt Wetdig führt die vertheidigung. E» find 3 Zeugen zu vernehme». Die Angeklagte erklärt, nicht bestraft za sein, fie ist geständig, am 29. September d. I. vor dem Schwurgericht in Sachen gegen den Heinrich Karl Foerster au» Gießen wegen Roth- zuchtßversnch wissentlich falsch geschworen zu haben. Die Angeklagte hat in jener Verhandlung eine an fie in Bezug auf ihr sittliche» Verhalten gerichtete Frage rundweg auf mehrfache» Befragen verneint beantwortet, obgleich der Borfitzende, der Staar»anwalt und auch ein Geschworener fie gefragt und darauf hingewiesen, die Wahrheit zu sagen und ja vorfichtig in ihrer Blkunduog zu sein. Die Angeklagte erklärte, fie sei bemal» da» erste Mal vor Gericht gewesen und habe fich geuirt, auf die an sie gerichtete Frage die Wahrheit zuzugebeu.
Staat»aowalt Roch plaidirt auf schuldig im Sinne der Anklage.
Der Bertheidiger schließt fich in Betreff der Schuld den Ausführungen de» Staat»anwalt» an, er vertritt aber die Auficht, die Angeklagte habe vom 61 b nicht den richtigen Begriff und, wenn die Sejchworrneu derselben Auficht seien, müßten fie nothgedruugeu dir Angeklagte freisprecheu.
Staat»auwalt Roch erklärt, dir Angeklagte habe unter der vollen Verantwortung gehandelt und müffe daher die Folgen tragen.
Die Angeklagte erklärte auf Befragen d<» vorfitzrudeu, fie habe damals, al» fie vernommen, gewußt, daß der Meineid eine schwere Sünde sei. Weinend gesteht die Angeklagte, sie sei in der Schule und im Eoufirmanden-Unterricht über die Heiligkett und Wichtigkeit de» Eide» durch den Lehrer und den Pfarrer belehrt worden.
Noch ein Mal tritt der Bertheidiger dafür ein, daß die Angeklagte von dem Wesen bi» Eide» keine Ahnung Hane, al» fie den hier in Frage kommenden Eid leistete. Der Bertheidiger stellt zn dem Antrag noch die Frage wegen fahrläffigeu falschen Gide», und beschließt demgemäß der ®e» richt»hof.
Der Wahrspruch der Geschworenen, den deren Obmann Director Bansa-Gießen verkündet, lautet auf Schuldig bei Meiuetbe». Die Angeklagte würbe zu 1 Jahr Zuchthaus unter Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3Jahren verurtheilt. — Ferner mußte weiter die bauernde Unfähigkeit, vor Gericht ein Zeuguiß ablegen zu können, gegen die Angeklagte erkannt werden.
7. Städtetag für das Großherzogtham Hessen.
(Nachdruck verboten.)
r. Offenbach, 12 December 1898.
Im Coneertsaale de» Turnverein» fand heute der 7. hessische Städtetag in «nwesenbeit von 63 Vertretern der S ätzte deS Großherzogthum» statt. Oberbürgermeister Brink- Offenbach hieß die Erschienenen im Namen bet Stadt willkommen und trat, nachdem die Präsenzliste festgestellt war, hi die Tagesordnung ein.
In Erledigung derselben nahm zunächst Oberbürgermeister Morn ew eg-Darmstadt da» Wort zur Berichterstattung über die Ergebn.ffe de» 6. StädtetageS- er konnte fich habet tm Wesentlichen auf die Feststellung veschränkeu, daß der angestrebten Verlegung der Semeiudestenerziele keine Folge gegeben worden, daß ferner hiufichtlich der Anstellung von Milttärauwärtern im Grmeiudedienst eine Entschließung des Ministerium» noch nicht erfolgt sei.
Nachdem sodann da» al» zweiter Punkt auf der TageSordnuvg stehende Gesuch der Stadt Beu»heim um Zulassung zum Stadtetag genehmigt wordeu war, wurde in die Berathung über die Regelung ber Volk»schullehrer.Gehälter eingetreten. Die Lehrer enb Lehrerinnen ber städtischen BolkSschalen find seit Jahren bemüht, eine Aufbesserung und möglichst einheitliche Regelung ihrer GkhaltSverhättuiffe zu erlangen, und diese Bewühungen haben zu Anfang diese» Jahre» zu einer gleichlauteuden Eingabe der städtischen BolkSschul- lehrer von Mainz, Darmstadt, Offenbach nnd Gießen an die Verwaltung dieser Städte geführt. Damit wurde für definitiv augestellte Lehrer ein Anfang»gehalt von 1400 Mk., Wohnuug»- eutschädiguug und em in 27 Dienfijahreu zu erreichende» Höchstgehalt von 3200 Mk., für definitiv augestellte Lehrerinnen em Anfang»gehalt von 1200 Mk. und ein im gleichen Zeit- raum zu erreichende» Höchstgehalt von 2280 Mk. gefordert. Das Gehalt der Schulverwalter sollte von 1000 Mk. An- faagSgehalt innerhalb fünf Jahren aus 1400 Mk., dasjenige btt Schulverwalterinueu von 1000 Mk. auf 1200 Mk. und WohnuugSeutschädlguvg steigen. Die letztere sollte nach Maß- gäbe der in den verschiedenen Städten verschiedenen verhält- hältuiffe berechnet werden. — Diese Eingabe hat bereit» die verschiedenen Stadtverordneten-Sollegieu beschästigt, fie hat in der Folge auch zu einer Besprechung der Bürger- meister der Städte geführt, in der dann beschlossen worden war, tzie Angelegenheit dem Städtetag zur Erledigung zu überweisen und den Oberbürgermeister Guauth-Gießen mit der Erstattung be» Referat» zu beauftragen. Diese» sehr umfangreiche Referat tst Ende November an die Thetl- srhmrr am Städtetag und an einzelne Lehrer versandt wor- den. Der Berichterstatter kam darin zu dem Schluß, sür definitiv angestellte Lehrer ein Gehalt von 1350 M. für den Anfang *nb ein in 30 Jahren zu erreichende» Höchstgehalt von 2850 M.- für definitiv angestrllte Lehrerinnen ein Au- saugSgehalt von 1200 M. und ein gleichfalls in 80 Dienst- jähren zu erreichende» Höchstgehalt von 1950 M. zur Au- »ahme za empfehlen. Schulverwalter sollte» nach den weiteren Vorschlägen de» Berichterstatter» mit 1150 M. - Schulder-
Walter innen mit 1100 M. Ausang»gehalt beginnen und vom siebenten Dienstjahre ab 1400 bezw. 1300 M. beziehen.
In den Städten Mainz, Darmstadt und Worm» war «an aber noch vor de« Bekanntwerben biete» Proj cte» zu ber Einficht gekommen, baß ble Lehrrrgehälter nicht einheitlich ür alle Städte de» Großherzogthum» zu regeln seien - die Bürgermeisterei Offenbach werbe davon «tt dem Ersuchen veistä»digt, den Gegenstand von der Tagesordnung des StäbtetageS abzusetzen und jtber Stadt zu üb erlösten, in welcher Weise fie den Wünschen der Lehrer Rechnung tragen wolle. Diesem verlangen wurde indeffen nicht entsprochen, weil man in Offenbach die Meinung vertrat, daß der Städtetag selbst über die Absetzung deS Gegenstände» zu entscheiden habe, daß übrigen» eine weitere Au»sprache auch dann noch vortheilhaft sei, wenn man damit nicht zu de« gewünschten gemeinsamen Vorgehen komme.
Die heutige Besprechung wurde durch bin Berichterstatter Oberbürgermeister Gnauth- Gießen mit einer Erläuterung berjenigen Gesichtspunkte eröffnet, bie für ihn bei Abfassung seine» Bericht» bestimmend waren. Bisher habe man die Lehrergehälter in den Städten verschieden und unabhängig von den Bezügen der seminaristisch gebildeten Lehrer an höheren Lehranstalten und jenen der Landlehrer geregelt, und diese Art habe fich, wie fich zeige, nicht bewährt; man müffe vielmehr bemüht sein, gleichartige verhältuiffe sür alle Städte und zwar in Anlehnung an da» BeamtenbesoldungSgesctz zu schaffen. Eine derartige Regelung empsehle sich umsomehr, al» man damit den Anlaß zu immer neuen Beunruhigungen vermeide, und e» sei auch einfach nicht einzuseheu, warum eine solche nicht möglich sein solle. Freilich sei zu erwarttu, daß bann auch bie Lanblehrer mit ihren Anforderungen kämen und Gleichstellung mit den städtischen Lehrern verlangen würden; allein er sei gar nicht der Meinung, baß ba» eine unerwünschte Folge sein würbe, zumal der Geunbsatz: Gleiche Vorbildung, gleiche Bezahlung für die Lehrer vor Allem Geltung habe. Der Redner betont schließlich, baß er Werth barauf gelegt habe, seine Meinung noch einmal darzulegeu, obgleich nach dem Vorgehen der Städte Mainz, Darmstadt und Worm» eine gemeinsame Regelung nicht mehr zu erhoffen stehe.
Der Eorrefereni Dr. Kayser- Worm» schloß fich den Ausführungen be» Referenten in ber Hauptsache au; er bot zunächst einen historischen Rückblick auf die Entwicklung de» LehrerstaubeS, er erläuterte bie Unterschiede zwischen den Anforderungen ftüherer Zellen und der Gegenwart und trat bann mit außerordentlicher Wärme sür die Gleichstellung aller seminaristisch gebildeten Lehrer ein.
Oberbürgermeister B riuk-Offenbach bat, man wöge zunächst nur die Frage deS gemeinsamen Vorgehen» erörtern, ein Eingehen auf bie Gehaltssätze zunächst aber thuolichst vermeiden.
Beigeordneter ReiS-Maiuz sprach fich in längerer Rede dahin au», daß für die Lehrer nur die feste Bezahlung bie rechte sei. Man möge die für Mainz demnächst zu erwartenden Beschlüffe abwarten und fich diesen bann auschliehen - bann dürfe man sicher sein, bie Lehrer zufriedeugestelli zu habeo, und auch bann werbe man eine gewisse Gemeinsamkeit be» vergehen» haben.
Oberbürgermeister Gaßner-Mainz gab kurz bie Erklärung ab, baß bie Mainzer Stadtverordneten-Versammlung die in bim Bericht der R serevun ausgestellte Skala als zu niedrig erachtete und fich darum Vorbehalte, diese selbstständig und unabhängig von dem Verhalten anderer Städte zu erhöheu. Daran seien die Vertreter ter Stadt Mainz für die heutige Besprechung gebunden.
Oderbürgermetster Köhl er-Worm» meinte, bie Stäbte sollieu den Lehrern nach Maßgabe ihrer Finanzlage genügen.
Stadtverordneter Heile». Offenbach versprach, bie Forbervngeu der Offenbacher Lehrer in ber Offenbacher Stadt- verordneten-V::sawmlu5g zu unterstützen.
Stadtverordneter Brentano . Offenbach sprach im Sinne btr Mainzer Vertreter und Stadtv. Ulrich-Offenbach empfahl bie Einsetzung einer Commission sachverständiger Männer, bie fich mit der eivheitlichen Regelung befaffeu und dem nächsten Städtetag Bericht erstatten solle. Er hält tm Uebrigeu die Forderungen für berechtigt und eine einheitliche Regelung für möglich.
Oberbürgermeister Brink-Offenbach erklärt, daß da» Wohlwollen gegen die Lehrer allgemein sei, daß man aber mit der Finanzlage rechnen müffe. Wenn man in Offenbach nur in den vollen Geldsack zu greifen brauchte, dann würde er ber Erste sein, ber Sätze in Voranschlag brächte, die jene ber Stadt Mainz noch weit Übertreffen. Er stehe auf dem Stand- punkt Gnauth».
Der Städtetag lehnte schließlich eine Beschlußfaffung über den Gegenstand ob und erklärt, daß e» mit der gepflogenen Aussprache fein Bewenden haben solle.
Nach einer kurzen Pause wurde die Besprechung de» Anträge» Hei le »-Offenbach, die Uebernahme von Privat- arbeiten durch städttsche Anstalten angenommen. Der Antragsteller ewpstehlt feinen Antrag kurz mit dem Hinweis darauf, daß e» durchaus unstatthaft sei, daß die Stadt mit den von den Bürgern aufgevrachteu Kapitalien den Bürgern Cou- currevz mache.
Ja dem Antrag wird verlangt, ber SiLdtrtag wolle fich grundsätzlich gegen die Uebernahme und Ausführung von Privatarbeiteu und Lieferungen, sowie gegen die Betheiliguug an öffentlichen Ausschreibungen und Lieferungen Sillen» städtischer »Betriebe auSsprechiu. — In dir Debatte, an ber sich Stadtverordneter Falk- Mainz, Beigeordneter Weller-Worm», Beigrordueter Huhn-Mainz, Oberbürgermeister M o rneweg - Darmstadt, Bürgermeister Nasch- Bingen, Oberbürgermeister Gnauth-Sieben und Stadtverordneter Str oh-Offenbach betheiligren, wurde in wesentliche Uebireiustiwmuug coustatirt, daß nirgend» den Handwerkern eine wirkliche Eoucuireuz bereitet weide, daß man aber auch einen Stamm tüchtiger städtischer Installateure unter hatten und beschäftigen wüffe. S» empfiehlt
fich darum, die Arbeiten in städtischen Bauten in erster Linie durch städtische Arbeiter auSsührin zu laffen, ohne jedoch da» Handwerk auSzuschließeu, daß man private Arbeiten aber nicht suchen und jedenfalls nur bann ausführe, wenn es ausdrücklich verlangt werbe ober besondere Umstände e» vothwendig oder wünschenSwerth machten. Dem vorliegenden Antrag in seiner allgemeinen Faffung kann man jedenfalls auch bei aller Sympathie für daS Handwerk nicht zustimmr». Schließlich wurde der Antrag mit allen gegen eine Stimme adgelehnt.
Nachdem noch ein weiterer Antrag Heile»: »Mit Rlickfi-tzt auf die hohen Fleifchpreise geeignete Schritte eivzuleiten, um eine Milderung ober bie gänzliche Aufhebung ber Grenzsperre zu erwirken" angenommen nnb eine vor stellung an den Reichstag beschlossen worden war, wurde Bingen als Ort für den nächsten Städtetag bestimmt und der 7. Städtetag geschloffen.
• Rach einen zugleich praktischen wie vornehmen Weihnachtsgeschenk wirb in diesen Tagen wieder vielfach Umschau gehalten. Wer nun al» Festaugebinde eine Nähmaschine zu erwerben gedenkt, der lenke seine Schlitte nach dem hiesigen Geschäft der Singer So. Aet.-Ges., frühere Firma G. «ei Hing er in der Bahnhofstraße 4, ble feinen Anforberungen nach Jeher Richtung hin Rechnung tragen wird. Die daselbst ausgestellten, btkavntlich Weltruf genießenden echten Singer Nähmaschinen zeigen einfache wie hochelegante AuSstattuug, die immer aber mit praktischer Verwendbarkeit verbunden ist. Reden wir einmal vom Luxu», so finden wir dort eine große Anzahl vornehmst auSgestatteter Maschinen, darunter solche mit versenkbarem Oberthiil, unter denen Jedermann einen Dameuschreibtlsch al» eine Nähmaschine vermutheu wird, und die deshalb jedem Salon zur Zierde gereichen dürfte. Stets auf äußerste Vervollkommnung ihrer Erzeugnisse bedacht, hat die Singer Compagnie in den letzten Jahren die Einrichtung getroffen, daß ihre Maschinell zur Erleichterung für die Damen auch elektrisch betrieben werden können und nur einer einzigen Einschaltung bedarf e», diese Einrichtung, dort, wo elektrischer Strom bereit» vorhanden ist, zu schaffen. Auch an Vielseitigkeit übertreffen die Original Singer Nähmaschinen Alles, was auf diesem Gebiete existier. Wer fich z. B. die kostbaren, künstlerisch schön angeführten Kunststickereien — wahre Nadelmalrreieu — avfieht, der wird e» kaum glauben, daß diese wunderbaren Arbeiten nicht der Hand der Kunststickerin ihr Dasein verdanken, sondern auf ber gewöhnlichen Famllien-Nähmaschtue ber Singer So. btm Leben eutgegengereift find. So bietet denn die echte Singer Nähmaschine alle Vorzüge, die man an ein solche» Hilfsmittel zu stellen berechtigt ist und mehr al» andere verdient fie e», bei Weihnachts-Einkäufen Berücksichtigung zu finden.
•• Z« Redeeifer. In einer an einem Münchener Gerichte staitgehabten Verhandlung verftieg fich, wie die „Münchener Ztg." erzähtt, ein Bertheidiger tm Eifer seine» Plaidoyer» zu folgendem „Ergüsse": „Meine hohen Herren! Der Angeklagte ist Bierbrauer und trinkt viel Bier, und daß tm Rausche Manche» geschieht, baß wissen Sie, meine hohen Herren, wohl selbst am Besten!" — E» braucht wohl nicht gesagt zu werden, daß diesen Worten stürmische Heiterkeit folgte. —
Eingesandt.
Gieste«, den 12. December 1898.
Zwei in Nummer 291 des „Gießener Anzeigers" befindliche Eingesandt machen auf die schlechle Passage auf dem Wege nach Heuchelheim aufmerksam und ba nun einmal beS schlechten Zustande» der Rodhrimerstraße gedacht ist, fo soll durch diese» Eingesandt auch des nicht Mieten Zustande» des Mittelwegs Erwähnung geschehen.
Seit etwa acht Wochen find im Mittelweg Haufen von Pflastersteinen schanzenartig angefahren worden, und harren dieselben bis heute noch der Verarbeitung zwecks Herstellung einer ordnungsmäßigen gepflasterten Straße, so rote e» in der Erednerftraße und H.ldebrandstraße, welch letztere noch nicht vollständig bewohnt, geschehen ist.
Es ist dringend nothwendig, daß der Mittelweg angesichts des nocd herrfchenden gelinden Weii-rS bald vollständig gepflastert wird und die Haufen Steine und der Schmutz, der nicht allein die Ve- wohner des Mittelwegs, sondern auch die Passanten desselben am Paffiren hindert, verschwinden; es wäre dies um so mehr erforderlich, da durch die Haufen Sterne eine Zufuhr von Wagen zu den sog. ArbeiterhLuSchen überhaupt nicht möglich ist, sondern nur von der entgegengesetzten Seite. r e r
Auch läßr die Beleuchtung bc8 Mittelweg» bei großer Dunkelheit noch zu wünschen übrig, so daß leicht Jemand ba9 Unglück treffen kann, über die lagernden Steinhaufen zu stolpern.
Mehrere Bewohner de» Mittelweg».
Briefkasten.
JF. H. in L. Nach unserem Dafürhaltm begann da» 19. Jahrhundert mit ber ersten Secunde des Jahres 1801, es endet somit am 31. December 1900, Abend» 12 Uhr.
Neueste Nachrichten.
Depesche» bei Bure« .Herold'
Verli», 13. December. Das „Kleine Journal" meldet au» Parisi General Zurlinden verweigerte die Frellassung Picquart». Es stehen neue Conflicle in Ausficht. Die Anhänger Dreyfu»' find bereit, die Freilassung Picquart» mit Gewalt zu erzwingen. Die Situation verschlimmert fich mit jeder Stunde. Der Ministerrath beschloß energische Maßregeln gegen die algerische Judenhetze. Wahrscheinlich wird über Algerien der Belagerungszustand verhängt und dem General - Gouverneur dictatorische Gewalt verliehen werden.
Berlin, 13. December. Gestern wurde hier wiederum ein Gefangen-Aufseher der Strafanstalt Plötzensee wegen Durchstechereien zu drei Jahren Zuchthaus verurthellt.
Weftttbae, 13. December. Esterhazy, der fich angeblich seit vier Wochen hier a«Mt, soll dieser Lage nach Amerika abdampfen.


