fragt an, ob von Deutschland eine Antwort auf diesen Protest eiugegangeu sei. Balfour erwidert hierauf, der Protest sei an die chinesische Regierung gerichtet gewesen- eine Antwort darauf sei nicht ergangen.
— Zum Eisend ahubau in S üdweft afrika sollen demnächst von der Colonial-Abtheiluug 150 Arbeiter, sowie 6 Unteroffiziere und 2 Lazarethgehtlfen zur Pflege nach Swakopumnd entsandt werden. Hierzu köllneu sich Mann« fchafteu melden, die im Herbst ds. IS. zur Entlaffung kommen. In erster Linie kommen Angehörige der Eisenbahnbrigade, der Pioniere und alSdann Fachkundige der anderen Muffen tu Betracht. Die Ausreise soll spätestens am 25. September von Hamburg nach Swakopmuod erfolgen. Die Unteroffiziere werden auf drei Jahre mit Allerhöchster Genehmigung nach Südwestafrika beurlaubt, ihre Stellen können besetzt werden, jedoch müffen die Unteroffiziere, wenn die Stellen bet ihrer Rückkehr nicht frei sind, bis zum Freiwerden durch die Colontalabtheiluug entschädigt werden. Die Mannschaften erhalten die Genehmigung zu einem dreijährigen Auslandsurlaub unter Befreiung der gewöhnlichen Dtenstobliegeuhetten und der Rückkehr bet einer Mobilmachung. Die Unteroffiziere erhalten 1200, die Mannschaften 1000 Mk. jährlich, freie Ausrüstung, Hin- und Rückreise, Verpflegung, Unterkunft und ärztliche Behandlung. Deojeuigeu, welche nach dreijähriger ArbeilSzeit dort zu bleiben wünschen, kann ein Stück Landes an Stelle der Rückreise überwiesen und soll in wohlwollendster Weise für ihr ferneres Fortkommen in den Colonien gesorgt werden. Ein besouderer Vertrag stellt die Rechte des Arbeitgebers und Arbeitnehmers, sowie die Pflichten Beider fest, und das Anerbieten kann im Allgemeinen al» ein recht günstige- bezeichnet werden.
OelSuitz, 12. August. Bet der Renovirung der königlichen Strafanstalt in OclSnitz kam e- heute Nachmittag zu ernsten Streitigkeiten zwischen deutschen und tschechischen Arbeitern, weil die beiden Bauunteroehmer tschechische Arbeiter in großer Anzahl eingestellt hatten. Die deutschen Arbeiter stellten die Arbeit ein, die deutsch-böhmischen erklärten fich mit ihnen solidarisch. Die Aufregung unter deu Arbeitern ist sehr groß.
Arr»Krir-
Wien, 12. August. Die Gerüchte von dem bevorstehenden Rücktritt deS italienischen Botschafters Grafen Nigra werden in hiesigen unterrichteten Kreisen als unbegründet bezeichnet.
Wien, 12. August. Baron Banffh, welcher heute früh hier eiugetroffen ist, hatte Vormittags eine längere Coufereuz mit Graf GoluchowSky und Baron Kall ah. Heute Abend begibt fich Bavffy aa da» kaiserliche Hoflager in Ischl.
Dünkirchen, 12. August. Die Stadtbehörde ist unterrichtet worden, daß daS Nordgeschwader deu Hafen zwischen dem 17. und 22. August besuchen wird.
Rom, 12. August. Das Befinden des Papstes ist andauernd ungünstig. Die Schwäche ist in starker Zunahme begriffen. Er kann fich kaum noch auf deu Füßen halten. Die Audienzen find infolge deffeu abgesagt worden.
Loudon, 12. August. Wider Verhoffeu geht der Streik der Kohlellgrubru-Arbeiter in Südwales nun doch weiter, und das Ende ist einstweilen noch nicht abzusehen. Die Tredegar-Kohlen- und Etsengesellschaft, die übrigens zu dem Verbände der BergwerkSbefitzer gehört, hat zwar versucht, einen Sonderfrieden mit den trotzigen Arbeitern abzuschließen - der Mindestlohu sollte 10 v. H. über dem Normallohn fein. Die Arbeiter haben dies Angebot indeß nicht angenommen und die Verhandlungen find im Sande verlaufen. Dennoch breitet sich in der Stille unter den Arbeitern eine Bewegung aus, es bei der verschiebbaren Lohnabstufung bewenden zu laffen, aber einen Mtndestlohn zu fordern.
New Jork, 12. August. Nach Washingtoner Meldungen unterzeichnete Cambon iw Empfangssaale deS Staats- fecretariat» das FriedeuSprotocoll. Gleichzeitig erließ Mac Kinley eine Proclamation betreffend die Einstellung der Feindseligkeiten.
Partituren Glucks machte, entschloß er fich, den Spuren des großen Meister» zu folgen. Er erklärte fetveu Eitern, daß er sein Glück einzig in der Hingabe au die Kunst fände, und blieb seinem Vorsatze treu, obgleich seine leidenschaftliche und bigotte Mutter ihn verfluchte und sein Vater ihm jede Unterstützung entzog.
Trotzdem er so nur auf fich selbst angewiesen war, ent- w ckelre fich sein Talent in glänzender Weise und er wurde einer der bedeutendsten Componlsten seine» Vaterlandes.
Manche» schöne Mädchen begegnete ihm noch auf seinem Wege, für manch eine entbrannte sein Herz in feuriger Neigung — doch seine erste Liebe vergaß er nie. Die Erinnerung umgab fie mit leuchtenden Farben, er dachte nicht mehr de» damals empfundenen Schmerzes, nur de» Glücke», welche» ihm da» Zusammensein mit Estelle bereitete, die sein schlummerndes Talent geweckt.
Nach vielen, vielen Jahren sah er fie al» beinahe fiebzig- jährige verheirathete Frau mit weißen Haaren wieder und die immer noch Aumuthige erregte ein neue» zärtliche» Empfinden im Herzen de» Einundsechzigjährigen.
In seinen Memoiren schildert Hektor Berlioz diese» Wiedersehen mit Estelle, dem Stern, „beffen strahlende Schön- 6eit den Morgen seines Leben» erhellte", und schließt mit den Worten: „Welche der beiden Machte vermag den Menschen in lichtere Höhe zu tragen, die Liebe oder die Mufik? Da» ift ein große» Problem. Doch scheint mir, dürfte man sagen: Die Liebe vermag un» keine Vorstellung zu geben von der Mufik, aber die Musik kann uns die Liebe vergegenwärtigen. Warum jedoch die eine von der anderen trennen? Sie find die beiden Flügel der Seele."
— Gleichzeitig treffen von zwei verschiedenen Seiten Mittheilungen vom oberen Nil ein. Au» Pari» wird angekündigt, nach den letzten Nachrichten müffe die franzöfische Expedition Marchand zu Anfang August im oberen Nil ein- getroffen sein. Verstärkungen und Lebensmittel für dieselbe würden am 10. September von Bordeaux abgehen. — Die andere Meldung, aus Brüffel, betrifft einen Unfall congo- staatlicher Offiziere. Ein am 25. Mai von Redjaf am Nil abgegangenes Boot wurde, als es am Ufer anlegen wollte, von einer ErkandungS-Abtheilung der Derwische mit Gewehr- feuer empfangen. DaS Boot hatte vier Europäer an Bord. Zwei derselben, die Lieutenants Walhousen und KoppejanS, sprangen in den Nil und ertranken. Von den beiden anderen wurde einer getödtet, der andere schwer verwundet. Der Congostaat ist in neuerer Zeit recht vielfach von Mißgeschick betroffen worden._____________________________________________
Jahresbericht der Grotzh. Handelskammer
Gießen für 1897.
(Fortsetzung.)
5) Butterhandel.
Im Vuttergeschäft war ein wesentlicher Rückgang durch die in den letzten Jahren entstandenen Molkereien, sowie auch durch die Thätigkeit der Consumvereine zu constatiren.
6) Cigarrenfabrikation.
Die beklagenswerthe Geschästsftille. unter welcher unsere Industrie in den letzten Monaten des Jahres 1896 zu leiden hatte, übertrug sich auch auf 1897 und hielt im Laufe des Frühjahrs an, um alsdann einer Wendung zum Befferen Platz zu machen. Die Nachfrage begann um diese Zeit eine regere zu werden, der Absatz erweiterte sich in Folge dessen nach und nach zu befriedigendem Umfang und vermochte sich auf demselben auch während des weiteren Theiles vom Jahre zu erhalten. So erfreulich diese Seite unseres Geschäftsverkehrs demnach war, so wenig günstig lagen die Verhältnisse in anderer Beziehung. Namentlich war es der Einkauf von Rohmaterial, der sehr erschwert wurde durch die ungenügende Auswahl guter überseeischer Tabake und die hohen Preise derselben. Dies trat besonders fühlbar bei Sumatra hervor, welche Tabakgattung in überwiegender Menge durch Gewächse vertreten war, die sowohl in Farbe, als auch in Brand und Geschmack nicht den bescheidensten Ansprüchen genügten, aber dennoch, unter dem Einfluß der amerikanischen Concurrenz, ungewöhnlich hoch bezahlt wurden. Auch andere Bedarfsgegenstände für die Fabrikation, wie z. B. Kistenfourniere, erzielten eine Preisaufbesserung; ebenso verfolgten die Löhne eine stetig steigende Tendenz. Diese verschiedenen Umstände bewirkten eine wesentliche Beeinträchtigung des Geschäftsgewinns, da ein Ausgleich durch Preissteigerung des Fabrikats, der übergroßen Concurrenz wegen, ausgeschlossen erschien. Die Production von Cigarren ist in den letzten Jahren ganz rapid gestiegen, in demselben Maße hat sich der Wettbewerb — häufig mit nicht ganz lauteren Mitteln — verschärft, und es bedarf deshalb seitens derjenigen Fabrikanten, welche ihren Geschäftsumfang erhalten wollen, der äußersten Anspannung ihrer Kräfte, sowie eines immer größeren Aufwands an Reisespesen rc. Dies gilt selbst für solche Zeiten der Conjunctur, wie wir sie im zweiten Abschnitt des Berichtsjahres hinsichtlich der Absatzverhältniffe zu verzeichnen haben. Von anderer Seite wird uns betr. dieser Branche berichtet: Der Geschäftsgang pro 1897 muß im Allgemeinen als sehr ungünstig bezeichnet werden. — In Folge des außerordentlich starken Angebots von Cigarren gestaltete sich der Absatz recht schwierig und war derselbe zum Theil nur durch Concessionen, wie Preisermäßigung oder Zielverlängerung, zu erreichen, was um so unangenehmer empfunden wurde, als gleichzeitig die Rohtabakpreise sehr hohe waren. Unter diesen Umständen war es trotz vermehrten Reisens und sonstiger großen Unkosten nicht möglich, den Betrieb in btr früheren Ausdehnung aufrecht zu erhalten und blieb das Geschäft unlohnend.
7) Corsetfabrikation.
Wie schon früher berichtet, leidet diese Branche unter der preisdrückenden Wirkung der Ueberproduction, da außer England — welches zollfreien Eingang gestattet — fast sämmtliche übrigen in Betracht kommenden Vertragsstaaten Prohibitivzölle dem Import entgegcnstellen. Um erleichterte Ausfuhrbedingungen zu erzielen, wird Specialisirung dieser Industriezweiges bei künftigen Zoll-Verhandlungen als dringendes Erforderniß bezeichnet und ist ein demgemäßer Antrag dem Zollbeirath in Berlin unterbreitet worden. Von dem allgemeinen geschäftlichen Aufschwung blieb der Artikel insofern nicht unberührt, als der inländische Consum in Folge gesteigerter Kaufkraft ein größerer war. Anregend wirkte die Frauenbewegung für gesundheitsgemäße Reform der Kleidungsstücke, welche besonders construirte Mieder erheischt. Da unsere Berichterstatter schon mehrere Jahre vorher in dieser Richtung thätig waren und sich mit erprobten, ge- schützten Spccialitäten zuerst eingeführt, kam ihnen jener Impuls in befriedigender Weise zu statten.
8) Dampfziegelei und Thonwaarenfabrikation.
Die im vorjährigen Bericht geschilderten Verhältnisse treffen auch für das letzte Geschäftsjahr zu; die Nachfrage blieb eine sehr rege. Hohe Kohlenpreise aber und der Mangel an Arbeitskräften mochten sich auch in diesem Jahre wieder sehr bemerkbar und wird auf die Dauer das Einftellen aus- wärtiger Ziegeleiarbeiter wohl kaum zu umgehen fein.
9) Buderus'sche Eisenwerke.
Das Jahr 1897 war sowohl für den Bergbau wie für die Eisenindustrie günstig. Fast während des ganzen Jahres bestand eine lebhafte Nachfrage nach Erzen und Roheisen, die manchmal nicht im vollen Umfange befriedigt werden konnte. Die Preise der Rohstoffe, Erze und Coks haben eine weitere Steigerung erfahren, während die Grundpreise für Gießereiroheisen mit Rücksicht auf den ausländischen Wettbewerb nicht erhöht werden konnten. Für unser Unternehmen war
das Berichtsjahr um deswillen von erhöhter Bedeutung, weil in ihm die geplanten Neu- und Umbauten auf unfern Hütten zum planmäßigen Abschluß gebracht wurden; auch die 5,2 Kilometer lange Seilbahn, die unsere Grube Amanda mit der Sophienhütte verbindet, konnte im Mai dem Betrieb übergeben werden. Das Urtheil sachverständiger Gutachter geht dahin, daß das Geschaffene auf der Höhe der Technik steht und die Hochofenanlage in jeder Beziehung leistungsfähig ist. Die wesentlich vermehrte Roheisenerzeugung unserer Georgshütte und Sophienhütte ist auch Der Grund, weshalb mit dem 1. März 1898 die bei Gießen gelegene Margarethenhütte vorläufig außer Betrieb gesetzt wurde; die Hütte arbeitet am theuersten, und die zeitige Nachfrage nach Roheisen kann durch die beiden vorhergenannten Hütten voll befriedigt werden. Sodann erwähnen wir noch, daß eine Bankgruppe unsere neue 4procentige Anleihe im Betrage von 6 500000 Mk. fest übernommen hat. Der Erlös hieraus diente dazu, die alte 5 procentige Anleihe zu tilgen, die noch vorhandenen Reftkaufschillinge obzustoßen und die Betriebsmittel zu verstärken. Vorläufig haben wir Schuldverschreibungen in Höhe von 500000 Mark von der Begebung ausgeschlossen, weil wir augenblicklich für das Geld noch keine Verwendung haben; unsere geldliche Lage ist in jeder Beziehung fichergestellt. Was nun die Aussichten für das laufende Jahr 1898 angeht, so dürfen wir auf Grund der bereits abgeschlossenen Erz- und Roheisenverkäufe ebenfalls auf ein befriedigende» Ergebniß rechnen, wenn auch nicht zu leugnen ist, daß die Marktlage eine gewisse Abschwächung erfahren hat. Wir glauben, daß die wirthschaftlichen Verbände der Bergwerksund Eisenindustrie einen jähen Niedergang der Conjunctur verhindern werden, zumal wenn sie sich, wie das die Absicht ist, zu dem Zwecke vereinigen, die Einfuhr in ihren Erzeugnissen nach Möglichkeit zu beschränken und die Ausfuhr zu heben. Des allgemeinen Interesses wegen ist noch zu bemerken, daß der Preußische Landeseisenbahnrath in seiner Sitznng vom 10 December v. I. die Einführung eines Allgemeinen ermäßigten Erztarifs beschlossen hat. Gleichzeitig beschloß der Landeseisenbahnrath, die Königliche Staatsregierung aufzufordern, eine Untersuchung darüber anzustellen, ob in den Productions- und Absatzoerhältnissen im Lahn-, Dill- und Siegbezirk eine solche Veränderung eingetreten ist, die eine weitere Ermäßigung der Sätze des Nothstandstarifs und der Fracht für Brennmaterial für gerechtfertigt erscheinen lassen; wir hoffen, daß diese Untersuchung zu dem Ergebniß führt, daß insbesondere für unseren Bezirk als Ausgleich ermäßigte Coksfrachten zur Einführung gelangen.
_______________________(Fortsetzung folgt.)
Locale» unt provinzielle».
Grünberg, 9. August. Die heute stattgehabte Gemeinde- rath»-Ersatzwahl hatte zum Ergebniß, daß Herr August Stammler mit 157 Stimmen wieder-, die Herren Karl Dippel mit 147 und Loui» Moll mit 140 Stimmen neugewählt wurden. Bon 369 Stimmberechtigten hatten 228 von ihrem Wahlrechte Gebrauch gemacht.
Laubach, 9. August. Bei der gestrigen GemeinderathS- wähl wurden die Herren Eckhardt, Göbel und Högel wiedergewählt, die beiden ersten mit 49, der letztere mit 26 Stimmen; die nächst höhere Zahl von Stimmen fielen auf Landwirth G. H. Wagner und Bäcker Hellwig. — Bon der Firma A. Röm Held (Friedrich-Hütte) wurde dem hiesigen Zweigverein de» Vogelsberger Höhevclnb» da» eiserne Gestell zu einer Bank — e» ist die» schon da» sechste Mal — gespendet. Die Bank wurde am sogenannten „rothen Stahl" aufgestellt- iu der Umgevung unserer Stadt befinden sich bereit» jetzt neun solcher Bänke.
§ AuS dem Vogelsberg, 12. August. Noch kurze Zeit und im Felde knallt wieder die Flinte des Jäger» hinter den aufschwirrenden Rebhühnerketten und feem tn der Flucht sein Heil suchenden Hasen. Die Getreideernte ist in diesem Jahre um fast 14 Tage später al» gewöhnlich. Dadurch erhält da» Niederwild längeren Schutz, der insbesondere den verspäteten Rebhühnerketten zu Gute kommt. Die Aussichten der Feldjagd find al» durchaus gut zu bezeichnen. Wohl war das nasse Frühjahr und der nasse Vorsommer der Entw ckelung deS jungen Wilde» nicht günstig, allein dasselbe hat doch wenig Schaden genommen. Recht zahlreich find die Reb- hühnerfamilien, die man jetzt zur Zeit der Ernte antrifft. Der überaus gelinde Winter hat dieses gesuchte Federwild weniger becimlrt, wie sonst, so daß fich zahlreiche Stämme im Frühjahr bilden konnten. Einzelne Ketten zeigen bereit» sehr starke, fast ausgewachsene Glieder- allerdings trifft man auch noch Nachzügler an, deren Jungen erst Wachtelgröße besitzen. Nach dem vielfältigen Wachtelschlag, den man in diesem Frühlinge au» dem Felde vernommen, läßt sich auf einen Wachteljahrgang schließen. Solche Jahrgänge, in denen die Wachtel ungewöhnlich stark vorkommt, find sehr selten. Bekanntlich gehört die Wachtel auch zum jagdbaren Federwild, und fie wird von Feinschmeckern keineswegs verachtet — und da» nicht ohne Grund. Der überaus milde Winter ließ die Hasea ihren ersten Satz nicht nur frühe werfen, sondern auch glücklich durchbringen. Gerade dieser erste Satz der Hasen ist aber von besonderer Wichtigkeit für den Hasen- bestand eines Jahres überhaupt, weil die von diesem Satz ducchgekommenen Hasen nochmal» Junge werfen. Nach Aussagen der Landwirthe, die ja um die Zeit der Heege mehr in das Feld kommen als der Jäger, werden die jungen Häslein im Felde recht häufig bemerkt. Allerdings muß betont werden, daß der Hase niemals im Vogelsberg so zahlreich vorkommt wie in der Wetterau, ober der Rhein- und Mainebene. Dafür übertrifft aber auch der GebirgShafe den der Ebene an Größe und Gewicht. Was den Stand des Hochwildes anbetrifft, der in unseren Wäldern vorzugsweise ober besser lediglich an» Rehen besteht, so muß derselbe al» ein guter bezeichnet werden. Die nun zu Gude gehende Blattzeit hat manchen feisten Bock das Lebens- und Liebens- licht für immer auSblafen helfen. Diese günstige Beutezeit läßt aber auch den Preis für das Rehwild herabgehen, bi»
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