schiedensten Parteien zusammensetzt und lediglich wlrth- schafrltche Ziele verfolgt.
Sanitätshunde.
Von I. B u n g a r tz, Lechenich.
Während der letzten zehn Jahre find in verschiedenen Staaten Versuche angestellt worben, Hunde zu Kriegszwecken heranzubilden, und sicher ist, daß die definitive Einführung derselben in einem Kriegsfälle von unermeßlichem Werth sein wird. Praclische Erprobungen mit Kriegshunden haben in jüngster Zeit die Engländer in Südafrika erzielt, und zwar den Berichten gemäß durchschlagende, und somit die Brauchbarkeit der Hunde in vielen Fällen erwiesen. Die Frage der practischen Verwendung dürfte daher als gelöst zu betrachten sein. .
Seit Mitte der achtziger Jahre mit der Erziehung des Krieg-Hundes und in den letzten Jahren ausschließlich mit der de» Sanitätshundes — den ich zuerst aufstellte — beschäftigt, dürfte ich wohl auf Grund der langjährigen, prac- tischen Erfahrungen und der erzielten Erfolge ein Urtheil zu fällen im Stande sein. Ein richtiger Stamm Kriegs- und Sanitätshunde kann nur durch sorgfältige Zucht und wohl> durchdachte, erprobte Drefiur geschaffen werden. Nach eingehenden Studien und nachdem die verschiedensten Raffen des Hundes, die für den Dienst überhaupt in Betracht kommen konnten, versucht wurden, ergab fich auf Grund der gewonnenen Erfahrungen, daß nur der Collie (Schottischer Schäferhund) ein brauchbarer Kriegs- und Sanitätshund werden kann, und den schlagendsten Beweis hierfür geben die Hunde des „Deutschen Vereins für Sanitätshunde". Uebrigens sind die gleichen Wahrnehmungen auch in Oesterreich gemacht worden und neuerdings, wie bereits erwähnt, von englischen Offizieren in Südafrika.
Vor einigen Jahren hatte ich schon darauf hingewiesen, daß gerade der Collie der geeignetste Hund für den Tropendienst wäre, und angeregt, daß derselbe den Schutztruppen in den Colonien zur Sicherheit beigegeben werden möge. Zu meiner Genugthung ist meine diesbezügliche Ansicht, durch die Versuche seitens englischer Offiziere, glänzend gerechtfertigt worden.
Aus einem jüngst erschienenen Bericht eines deutschen Offiziers der Schutztruppe, Lieutenant Johannes in Bulu- wayo, ergibt sich, daß der Collie der einzige Hund ist, der fich dem tropischen Klima gegenüber als widerstandsfähig erweist, wenigstens schon in der ersten Generation, während alle anderen Raffen die Rase (Geruch) verlieren und eingehen. Es kommt nicht minder in Betracht, daß der Collie einer der dresiurfähigsten und intelligentesten Raffen überhaupt angehört; allerdings sind damit mcht verzärtelte Ausstellungsund Salonexemplare gemeint.
Veranlaßt durch das Dreffurreglement für die Jäger- und Schützen Bataillone, in dem darauf hingewiesen wurde, daß das Aufsuchen von versteckt liegenden Verwundeten nicht zum Gegenstand der Dressur des Kriegshundes gemacht werden solle, dies vielmehr den Sanitätsdetachements rc. überlassen bleiben müßte, stellte ich den Sanitätshund auf, erkennend, daß beide Dienste sich in der Wirklichkeit schwer vereinigen ließen. Diese Ansicht hat denn auch bei den englischen Offizieren in Südafrika Bestätigung gefunden. Es ergab sich, daß während eines Gefechtes ein Hund mit einer Meldung abgefertigt wurde, derselbe unterwegs auf Verwundeie und Todte stieß, er bei diesen verweilte und so seinen oft sehr wichtigen Auftrag vernachlässigte. Rühmend wird hervorgehoben, daß die Collie'- einen erstaunlichen Grad von Spürsinn und Findigkeit bei Aufsuchen von Verwundeten und Tobten bewiesen und dadurch manchem armen Verwundeten da- Leben gerettet, oder ein ai>ständiger Begräbniß verschafft haben.
Unzweifelhaft steht fest, daß der Sanitätshund im gegebenen Falle eine segensreiche Thätigkeck entfalten wird und manchen an einsamer Stelle liegenden Verwundeten retten kann. Jedenfalls werden die Listen der Vermißten wesentlich geringer werden, wenn der Sanität-Hund allgemein zur Einführung gelangt.
Der „Deutsche Verein für Sanität-Hunde" hat sich nun die Aufgabe gestellt, Hunde für den humanen Dienst heranzubilden, und gibt diese unentgeltlich an die Sanität-colonnen ab. Die uneigennützige Thätigkeit des Vereins fand die weitgehendste Beachtung und wurde noch besonders ausgezeichnet durch eine vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Excellenz Wirkt. Geheimen Regierungsrath Rasse, bewilligte Subvention.
Seit dem nunmehr fast fünfjährigen Bestehen find dem Verein allerorten die größten Sympathien entgegcngebracht worden.
Seine Königliche Hoheit der Herzog Alfred von Sachsen- Coburg und Gotha geruhten das Protectorat zu übernehmen; als Gönner traten bei:
Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Auguste Victoria, Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Friedrich, Ihre Majestät die Königin Carola von Sachsen, Ihre Majestät die Königin Charlotte von Württemberg, -f Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Großherzogin Anastasia von Mecklenburg,
-f Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin Elisabeth von Oldenburg,
Seme Königliche Hoheit der G. obherzog Friedrich von Baden, Seine Königliche Hoheit der Großherzog Peter von Oldenburg,
Seine Königliche Hoheit der Prinzregent Albrecht von Braunschweig,
Seine Hoheit der Herzog Ernst von Sachsen-Altenburg, Seine Hoheit der Herzog Georg II. von Sachsen Meiningen, Seine Hoheit der Herzog Friedrich von Anhalt, Seine Durchlaucht Fürst zu Wied, Kaiserlicher Commissar und Militär Jnspecteur der Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger.
Die Mitgliederzahl weist zur Zett über 300 Personen aller Stände auf.
Um aber seiner uneigennützigen Aufgabe gerecht zu werden, — der Verein gibt, wie bereits vorhin erwähnt, die dresfirten Hunde unentgeltlich an die SanitätScolonnen rc ab — bedarf derselbe der weitgehendsten Unterstützung, da- mit alljährlich eine größere Zahl Hunde hinausgeschickt und für die nothwendig werdende Reserve gesorgt werden kann. ES ist hier jedem human denkenden und fühlenden Vater- landsfreund: Gelegenheit geboten, durch einen jährlichen Beitrag von 3 Mark ein wirkliches Werk der Barmherzigkeit und Nächstenliebe zu üben und so gegebenen Falles mit dazu beizutragen, manches Menschenleben vor einem qualvollen Verblutungstode und der Gefahr de» „Nicht aufgesunden werben“ zu retten.
Ohne Zweifel wird in einem demnächftigen Kriege, wo die Schlachtfelder größer werden, dementsprechend auch die Zahl der Verwundeten erheblich steigen. Bei der Verwendung des rauchschwachen und knalllosen Pulvers, der immensen Durchschlagskraft der neueren Geschosse, gestaltet sich die Kriegsführung, namentlich in der Nacht, zu einer unheimlichen, da weder der Stand des Feindes zu ersehen noch die beste Deckung Schutz bieten wird. Diese in ausgedehntester Weise aufzusuchen, wird den Soldaten eine Pflicht sein und gerade dadurch wird sich muthmaßlich auch die Zahl der verdeckt liegenden Verwundeten gegen früher erheblich mehren, die so, an oft unzugänglichen Stellen liegend, von den Krankenträgern leicht übergangen werden können und einem entsetzlichen Tode entgegen sehen.
Diese Fälle nun nach Möglichkeit zu mildern, hat sich der genannte Verein zur Aufgabe gestellt. Die dressirten und richtig geführten Sanitätshunde suchen mit fast unfehlbarer Sicherheit Verwundete selbst an solchen Stellen auf, wo von den absuchenden Krankenträgem wohl kaum ein solcher vermuthet wird. Unermüdlich dringen die Hunde durch das dichteste Gestrüpp, suchen mit aller Sorgfalt jede Vertiefung, jeden Graben und dergleichen ab, und ihrer Findigkeit dürfte so leicht nichts entgehen.
Wie manche Thränen werden durch die Braven getrocknet werden können, wie manches Elend und wie viel Kummer von Familien fern gehalten und wie manches hoffnungsvolle Leben vor sicherem Untergang bewahrt. Und solches Elend im Ernstfälle mindern zu helfen, ist wohl eines kleinen Opfers werth. Taufende werden es dereinst Dank wissen, daß man in fürsorglicher Weise in Friedenszeit gearbeitet hat, um die Schrecken eines Krieges nach Möglichkeit abzuschwächen. Jedes beigesteuerte Scherflein wird hundertfältige Frucht tragen, und das Bewußtsein, ein wirklich edles, menschenfreundliches Unternehmen unterstützt zu haben, dürfte für jeden Spender ein reichlicher Lohn fein.
Bekanntlich werben durch den ersten Vorsitzenden des „Deutschen Vereins für Sanitäts-Hunde", die Hunde gelegentlich der demnächstigen Hundeausstellung im Terrain bei der „Schönen Aussicht" zum ersten Male einem größeren Publikum vorgeführt.
Locales und ssrovinzieUes.
Gießen, 13. Juni 1898.
• • Zur ReichStagSwahl. Wir machen die Wähler unserer Stadt darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche Mitte Mai die Wohnung gewechselt, oder welche diesen Wechsel erst nach dem 15. Mai polizeilich gemeldet haben, in demjenigen Wahllocal ihre Stimmen abzugrben haben, welche» sür die alte Wohnung bestimmt ist. Nach den Listen haben am 16. Juni 4311 Wähler gegen 4044 da» letzte Mal, ihre Stimme in Gießen abzugeben.
cf* Theater-Lettin. Wiederholung der Dilettanten- Ausführung am 14, Juni, Abend» 8 Uhr. Durch Inserate und Notizen haben wir unsere Leser bereit» davon in Kenntniß gesetzt, daß morgen, Dienstag, eine Wiederholung de» munteren Schwankes „Han» Huckebein" stattfinden wird. Wir sind erfreut, daß unsere Voraussetzung, e» flieht ein volle» Hau», und da» volle Hau» wird fich köstlich amü- fieren, für die erste Vorstellung buchstäblich eintraf. ®» ist ein angenehme» Gefühl, nicht zu den falschen Propheten ge- zählt zu werden, man,schöpft daraus Muth, sein Hellsehen noch Öfter zu benutzend Die Gelegenheit bringt eS mit fich, daß wir sofort davon Gebrauch machen können und da sehen wir ganz deutlich am Dienstag Abend den Gießener Festsaal (vulgo Leib» Saal) dicht besetzt, dessen Insassen nicht nur herzlich, sondern auch stürmisch lachen. Weiter sehen wir aber auch, daß es Leute giebt, die immer noch aus eine dritte Aufführung warten, leider irren fich diese, denn da» famose Gießener Ensemble löst fich unwiderruflich am Dienstag Abend auf. Großstädtische Allüren, die eine „Letzte Vorstellung", „Allerletzte Vorstellung“ und „Unwiderruflich letzte Vorstellung" so wie ähnliche Marktschreiereien kennen, haben bei nn» keinen Eingang gefunden und sollen keinen finden. Guten Darbietungen genügen empfehlende Worte, die freilich wieder- holt werden müssen. Und wenn daS böse Menschen Rrclame nennen, so ist da» weiter nicht», wie mißverstandene AnS- legung eine» garstigen Fremdwortes.
Concett. Wir erlauben nn», die verehrten Leser diese» Blatte» noch einmal auf daS am Mittwoch, dem 15. Juni, Abend» 8 Uhr in „Stein» Garten" stattfindende Concert de» Trompetercorp» des Kürassier-Regiment» von Srhdlitz aufmerksam zu machen (flehe Anzeige).
• • Wanderfahrt deS SaneS IX bei D. R. v. Der Vorstand der „Wanderer, G. R. G." erlaßt eine Ein- ladung im „Deutschen Radfahrerbund" zur VereiuSdauer- fahrt nach Gießen am 18 /19. Juni. Der Vorstand der Wanderer spricht feine Freude au», daß der Gauvorstand dem auf dem Herbstgautage vor. Jahre» in Nauheim gestellten und angenommenen Anträge — alljährlich mindesten» eine seiner großen Veranstaltungen in die hiefige Gegend (Nord- bezirk) zu verlegen — so schnell durch die Festsetzung dieser Wanderfahrt nach Gießen entsprochen hat. Die Bewohner
unserer Stadt, welche von jeher ein rege» Interesse für alle sportlichen Veranstaltungen verhängt haben, werden auch am 19. Joni er. wissen, wa» sie unseren Gaukameraden in gast- freundlicher Beziehung schuldig find. Umfassende Vorbereitungen zu eine« festlichen Arrangement zu Ehren der Gäste find getroffen. In der Erwartung, daß der kameradschaftlichen Einladung sehr zahlreich entsprochen wird, rufen blt „Wanderer" allen Ganmitglieberv ein herzliche» Willkommen am 19. Juni in nuferer schönen Gartenstadt Gießen zu.
* • Schöffengericht. Am 3. Mai d. I. meldete« wir btt Verhaftung eine» jungen Menschen wegen versuchten Tin- bruchbiebstahl». Die Sache, welche am Freitag vor ben Schöffen verhandelt wurde, hatte fich schou im Vorverfahren al» eine verhältnißmäßig harmlose erwiesen. E» halte fich dabei herauSgestellt, daß e» fich um weiter nichts handelt, al» um eine Sachbeschädigung, die ein Betrunkener begangen, und so wurde denn der Angeklagte dieserhalb und wegen Betretung eines fremden Raume» am Freitag zu einer Geld» strafe von 20 Mk. verurtheilt.
• • Seltener Fund. Niemand hat wohl bisher geahnt, daß untere Lahn einen so kostbaren Schatz auf ihrem Grunde bergen würde, wie er Samstag vormittag durch einige badende Studenten in der Rübsameu'schen Badeanstalt gehoben »nrbr Der Schatz bestand nämlich in einem der edelsten Erzeugnisse Gießen» — in et iem Fasse de» mit Recht so berühmten Bichlerbiere» von nicht weniger denn 28 Liter Inhalte Innerhalb weniger Secunden waren natürlich sämmtliche an wesende Studenten darum versammelt, und al» Frau Rüb- famen in liebenswürdigster Weise einen Krahnen und Gläser zur Verfügung stellte, begann inmitten der Badeanstalt ein noch nie dagewesener fröhlicher Frühschoppen, und auf dok Wohl de» gütigen Spenders war da» Fundobject in kurzer Zeit unter thätiger Mithilfe de» Bademeister» und einiger Arbeiter seines kühlen Inhalt» beraubt. Auf einer Postkarte wurde dem Spender, Herrn Bichler, heißer Dank für die un« verhasste Gabe abgestaltet, mit dem Anfügen, man fei nicht abgeneigt, weitere derartige Spenden dankend in Empfang zu nehmen.
* *R. Die Sectio« Lollar de» d e u t s ch e n Werkmeister- Verbandes feierte ihr diesjähriges Stiftungsfest durch einen Ausflug in den Wiesecker Wald. Die eingeladeue Ge- saugSabtheilung des Turnverein» Wteseck trug wesentlich zur Verherrlichung de» in schönster Weise verlaufenen Feste» bei.
E. Annerod, 12. Joni. Mit der Fahnenweihe, die heute der hiefige Gesangverein „Heiterkeit" beging, war ein größere» Säug erfest verbunden, da» unter Theil- nähme von ca. 20 Vereinen der benachbarten Orte auf» schönste verlief. Zu größeren derartigen Festen ist da» sc schön gelegene, von Berg und Wald eingeschloffene Annerod wie geschaffen und in feiner „Platt" hat der Ort einen Festplatz, wie ihn die weitere Umgebung kaum befitzt. So kam e», daß bereit» von Mittag ab die Festtheiluehmer unserem Orte zuströmten. Nachdem die mit ihren Fahnen erschienenen Vereine bewillkommnet, ordnete fich gegen 2 Uhr ein stattlicher Festzug, der fich bald daraus durch den schön geschmückten Ort nach der „Platt" zu bewegte. E» nahmen am Zuge außer dem festgebeuden Verein Theil: Die Gesangvereine „Eintracht" Steinberg, „Germania" Groheu-Buseck, „Eintracht" Steinbach, der Kriegervereiu Aonerod, die Gesangvereine „Concordia" Rödgen, „Liederkranz" Leihgestern, „Eintracht" Rödgen, Gesangverein Albach, „Teutonia" Anne- rod, „Sängerluft" Oppenrod, „Liederblüthe" Garbenteict-, „Jugendkranz" Alten-Buseck, „Frohfinn" Garbenteich, „Sängerkranz" BerSrod, „Germania" Steinbach, „Eintracht" Großen-Buseck, „Liederblüthe" Burkhardsfelden, „Heiterkeit" Großen-Buseck, „Victoria" Garbenteich, Freiwillige Feuer- wehr Annerod. Nach Ankunft auf dem Festplatz hielt Herr Pfarrer Schwabe In markigen Worten die Festrede, in welcher er da» deutsche Lied feierte und mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog schloß. E» folgten hierauf Gesänge der Einzelvereine, die durchweg eine gute Schulung der Säuger ernennen ließen. Die Feier gestaltete fich später zu einem gemüthlichen Volksfest. Die Bewirthung hatte die Brauerei Jhring In Lich übernommen, die durch einen vorzüglichen „Stoff" die Festthelluehrner befriedigte.
W. Ober-WidderSheim, 12. Juni. Al» vor zwei Jahren der Ban der neuen Bahnlinie begann, entwickelte sich bet nn» eine Basaltsteinindustrie, die fich seitdem langsam und stetig weiter anabrettete. Jetzt ist ein Fall eingetreten, der für unseren bequem an zwei Bahnlinien gelegenen Ort, mit seinen prächtigen, nahen Wäldern von großer Bedeuiung werden kann. ES wurde vor einiger Zeit eine Mineralquelle entdeckt, die aller Wahrscheinlichkeit nach mit den treffliche" Heilquellen de» benachbarten Salzhausen zusammenhäugr, oder mit ihnen verwandt Ist. Eine Gesellschaft hat die Quelle erworben und wird Geländekäufe wachen. De Grundstücke in der Nähe der Quelle galten seither 300 bi» 400 Mk. der Morgen- jetzt werden 2000 Mk. geboten, also daS fünf* bis sechsfache, aber die Eigenthümer wollen nickt loSfchlagen. Diese Zurückhaltung erinnert den Einsender on einen äußerst Interessanten Fall, der zu Aufaog der fiedfiger Jahre, al» die Wogen der Gründungen rlefig hoch gingen, in dem benachbarten Michelau paifirte. Dort fanb man auf einem Acker Eisenstein, und ein unternehmender Herr wünschte da» Grundstück zu kaufen. Er bot nach und nach bi» |° 20,000 Gulden d. h. über 34,000 Mk., doch der Bauer war hartköpfig und behielt da» Grundstück. Nach und uacd verschwand da» GrüoduugSfieber, und im Jahr 1877 kam der große Krach, und mit dem Eisenbergwerk wurde e» nicht* Vielleicht war eS ein Glück, daß e» lo tarn — vielleicht aucv nicht. Wenn eine Sache so glänzend bezahlt wird, daß der Eigenthümer bedeutend besser daran Ist, al» vor dem verkaufe, soll er ja sagen können. Bel nn» ist e» häufig ander». | Wenn den Leuten in solche« Fällen 1000 Mk. geboten ' werden, wollen fie 10,000 und wenn ihnen 10,000 Mk. ia
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