Ausgabe 
13.12.1898 Erstes Blatt
 
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Abschluß geführt, sondern nur da« Resultat bi« jetzt gehabt SStten, von der Militärbehörde drft,»mte Angaben übet die Höhe de« Preise«, welche für da« frtteetbenbe Gelände ver- Ringt wird, zu erlangen. D rfer Prri« bttf? sich wir der ^ngst al« Kaufsumme angegebenen Z ffer von 3 250000 SIL Kus Grundlage dieser Summe «erden j.tzt weitere verhand» Zungen fsiührt.

«al Rheinhesten. 11. Dec «der. »d dem dem- 2Lchsti^en Lötederzn'ammentrttt werden die Regierung unb die Sogforbnettn mir iinem ganzen Strauß Bahnprojeete 'iic Rheinhessen beglück!, zu welchen toeitedfe ichon die Bor- beiten vollendet find. Da« hauptsächlichste dieser Pros cte 'st eine Linie Rom andOppruheimRlerftein, die auf der röten Rheinfette direkt nach Darmstadt fortgeführt werden ol. Nach der anderen Seite zu soll.die Bahn über Unben« 4c m, Armsheim bi« Kreuznach gehen. ' '/

«al RheiaheßeN. S. Deceniber. Auch in diesem Jahre nicht fich bet« Herannahen de« Jahre«wechselS ein empfind- er Mangel au landwirthschaftlichta Dienstboten be* m ekbar. Trotz der höchsten Löhne ist es den L-ndwirtheu sicht möglich, Dienstboten zu bekommen. Jungen Leuten an« Gebirgsgegenden ist dtßhalb Gelegenheit gegeben, bei gutem verbimst bauernbe Stellung zu erhalten. Ja Worms Dtrb za« Aabeukeu an bie Veteranen de« Srlegsjthre« 1870/71 ein große« Denkmal errichtet. Dasselbe soll gegen- ibet dem Denkmal für weiland Sroßherzog Ludwig IV. zu Lehen kommen. Ja den meisten Landorteu herrscht noch »er Gebrauch, die Tobten mittelst Bahre hinauszutragea. L is Anregung der Kreilgesundheitsämter einzelner «reise Vaden nun viele Gemeinden die Anschaffung von Todtenwageu Geschloffen.

Xms bei leU Rf bie Astt.

Vor 82 Jahren, am 13. December 1816, wurde ta Benthe bei Hannover der Ingenieur unb Physiker Ernst Werner Siemens geboren. Er erfand dynamo-electrische Maschinen, Typendrucklelegraphen, electrifche Eisenbahnen und ist der Erbauer der ersten unterirdischen Telegraphenleitung von Berlin nach Frankfurt a. M. Siemen« starb am -6. December 1892 in Berlin.

Xtorari

Berichtigung. In der unter der SpitzmarkeDas Licht der Zukunft" erschienene Notiz in Nr. 290 diese« Blatte« soll e« heißen statt 6 bi« 30 Flammen, 6 bi« 2000 Flammen, was wir auf Wunsch der Firma Acetylen- Apparate-Fabrik Gießen hiermit richtigstellen.

-r. Krouhauseu. 6. December. Heute Abend gegen 10 Uhr trabte ganz gemüthlich und fröhlich wiehernd ein führerlose« Pferd durch die Straßen unsere« Orte«. Der «knecht eine« Gießener Pferdemetzger« zog mit eingekauften Pferden durch unser Dorf. Unterwegs war ihm unbewußt ein solche« au« der Leine gekommen, da« nun feinen Weg hierher nahm. Durch sein laute« Wiehern zog e« Zuschauer hinter fich her, die e« denn auch unweit de« Dorfe« beim »bracker Brunnen- einfingen und in die WirtschaftZur Krone* zur Verfügung stellten. Erst in dem s/i Stunde von hier entfernten Odenhausen wurde - der Knecht auf da« iehlende Pferd aufmerksam. Unverzüglich machte er sich auf )en Weg nach Fronhausen, wo er sein Pferd wieder erhielt.

Bein, 8. D.cember. Heute wurde eine Probe­belastung der neinn Rheinbrücke vorgenommtv. Richt v-niger al« 180 Wagen, die mit ihren Lasten je 70 bl« 100 Srntatr wogen, hatte man in drei Reihen aus der vtttte öffaung der »rüde ausgestellt. Der Rückgang, den bie Durchbiegung durch diese ungeheure Schwere e fuhr, be­trug, wie die von Professor »oll von der laodwirthschaftlichen flcQbemie zu Poppelsdorf vorgenommene Ntvellirung ergab, Millimeter, beträchtlich weniger, al« nach der Bor- rerechnuog erwartet worden war. Es ist da« ein glänzenbe« Z ugniß für bie Tragfähigkeit der »rücke und wird auf überängstliche Gemllther eine beruhigende Wirkung nicht :>rrfebleu.

Ein bemerkenswertes TrncherkAvststück vollbrachte Lyarles D. Myer« von Cleoeland, dem es in der Tunder- bay gelang, bis 68/» Meter tief hinabzusteigen. Nach Siebe btträgt die größte Tiefe, die ein Taucher durchschnittlich n reicht, 63 Meter, was einem Drucke von etwa 40 Krlo ruf den Quadratzoll entspricht. Ein Taucher Namen» Hooper ;,ng siebenmal bis auf 42 Meter hinab, wobei er das Schiff .Lope Horn* anffand, da« an der Küste Südamerika« ver­sunken war. Einmal blieb er dabei volle 42 Minuten unter d m Wasser. Em anderer Taucher, Namen« Lambert, der he Wertsachen de« spanischen Postdampser» Alsonzo XII.

zu bergen hatte, mußte 54s/i Meter hinunter gehen. 24 Meter taucht »cder geübte Taucher.

SpitlplM itr »rrtmigftn frankfurter Stahttfirater.

CpcrtUau»

Diev»l«g dm 13. December: Stumme von Portici. Mittwoch dm 14. December: Dritte« Abonnement-Concert unter Mitwirkung von Pablo de läetafele. Donnerstag dm 15. December: Zu BeethoomS Geburtstag. Fidelio. Freitag dm 16. December: Zu Webers Geburtstag. Der Freischütz. Samstag dm 17. December: Der Opernball. Sonntag dm 18. De­cember : Tannhäuser.

tjgmtfHrtbintfi

Dienstag den 13. December: Zaza. Mittwoch bat 14. De­cember : König Lear. Donnerstag dm 15. December: Im weißen Rößl. Freitag dm 16 December: Zaza. Samstag dm 17. December: Der Hültenbesitzer. Sonntag den 18 De­cember, Nachmittag» 3', Ubr: EircuSleute. AbmdS 7 Uhr: DaS Erde. Montag dm 19 December: Die Räuber.

Derfdyr, Cattb* unb VMfswirtbfd?aff<

rftOtt», 10 Decbr. Fruchtpreise 9Brt|atX 16,4016,70, Jtorn X 00,0000,00, Gertz« X 15,32-15.50, Hafers 13,20-13,60, Erbsen X 18,00-10,00, Ltnsm X 00,0000,00, Wicken X 13,00, Lain X 00,00, JUrtoffdn X 7,000,00, Samen X 00,00OO/X).

Wiffenfcbaft, CUeratox unb ««"ft.

3m Anlage von H. May Nachiolger in Lauterbach (Hefim) ftnb folflenb« zwei Werke rrtchimm und soebm zum Per- sandt gekommen.

1. Die Hexa von vingenhei«. Oderhesfischer BolkSroman aus bat Zetten der Hexmvro»effe. Mit Benutzung der vorbandmm Originalacten <1652 di« 1660) b eibriitt von Schäser.

1. Der wilden Krauen «estützl. (Der welle Fr« GestäulS ) Oderhesfischer BolkSroman au» dm Zeitm der deuischm Bcfreiung«- kriege (1807 MB 134) von Gg. Schäfer.

Die erste der beiden hier angezeizten Er,ählungm wird manchem Leser detz .Siehener Anzeiger», noch in guter Erinnerung sein. Sie erscheint jetzt zum ersten Male in Buchtorm, ein Unternehmm, da» wir nur begrüßen können Der Dersaffer schildert unfl «ul Gruvd der Originalactm die greulichm Erscheinungm, die der Hexmwadn de« 17. Jahrhundert» leider auch in unserem engeren Baiellande gezeitigt hat. Seine Darstellung ist hi-rin historisch getreu, ober I umso ergreifender, da er e» verstanden hat, seinen Gestalten warm pulstrmde» fieben einzubauch'n und Re un» hierdurch mmschlich nahe zu bringen. Mit groß-m Mttgefühle foigm wir den Schicksalm der ^Hexe^ unb freuen un» über ben mdlichen öteg, zu dem treue Liede unb selbstlose Freunbschast ihr verhelfen.

DaS zwttte der obengenannim Bücher mochten wir lieber ein Ledmtzbild al« einen Roman nennen, umsomehr, al« sich der Eharacter de» Helden ntchi erst im Laufe der Handlung entwickelt, sondern von vornherein feststeht. Auch geräth der Heid nicht in Lonfllct mit sich selber: klar, fest unb ruhig ein ganzer 2)tann, schreitet er durch das Lcbm und fast selbstverständlich ist c», daß ihm Neid unb Verleumdung aus die Dauer nich!« anhaben können. Auch in diesem Buch weiß der Berfaffer an das Menschenher, zu rührm unb ihm eine ernste Mahnung an da» Vergänguche, aber auch ein hoffnungsvolle» Trostwort zuzurufen. lief ergrelfenb wirkt die Schilderung vom Tode der Gattin d«S Helbm, dem ersten ver­nichtenden Blitzstrahl, der in eine bi» dahin selten glückliche Familie einschligt, unb dem bald weitere Schläge folgen sollen. Versöhnend mit diesem herben Schicksal wird gerade sein Hereinbruch der Grund zum Emporsteig-.n unb künftigen Glück be6 Helden und seiner Fa« milie. 98at diesen Erzählungen für unS ganz besondere» Jnterrffe verleibt, ist brr Umstand, daß Re beide aus heimischem Boden sptelcn, die erste E.-zähluna ganz, die zweit« in ihrem et Ren unb iheilweise auch im zweiten Theil. WetterauischeS Leben und Wetterauer Art wirb hier treff-nb geschilbert. Wcnn wir auch bie Milberung mancher AuSbrücke gewünscht hätten, so müssen wir boch unbedingt zugeben, baß das geschilderte Volk so denkt und spricht. Dabei liegt ein warmer von Herzen kommender Humor über der ganzen Dar- stellung, der alle Derbheiten in sanfterem Lichle erscheinen laßt. Vorzüglich gelingem dem Verfasser z. B. auch die Schilderungen be» jüdischen Leben», dessen Eigenihümlichkeiten, gute wie schlechte, der Verfasser neben vollkommener Beherrschung de« hebräisch deutschen DialectS genau kennt. Einen großm Vorzug beider Bücher bilbet aber ber wahre unb aufrichtige Patriotismus, bet durch ihre Zeilen geht, mag btt Verfasset von der Treue be« Hcssenoolke» reben, mag er in kräftigen Zügen bie ruhmvolle Erhebung Deutschland» am Beginne unsere» Jabrhunbert» schllbetn. Gerade hierdurch werden beide Bücher zu Volksbüchern, denen wir bei ihrem billtgen Prei» unb ihrer guten Ausstattung von Hetzen weite Verbreitung wünschen.

In kurzer Zeil Bauchredner! Praktische Anleitung zum erfolgreichkn Selbstunterricht in der Bauchredekunst. Nebst einem Anhänge: Da» Nachahmen von Thierstimmen, MuRkinstrumenten u. A. P. attische Regeln, UrbmigSoorträge, Täuschungsstücke rc- Von Adolf «gmann. Elegant geheftet. Preis Mk. 1,20. Schwabacher'jche Verl.gSduchhandlung in Stuttgart. In dieser Schrift wird zum ersten Mal dne vollständige und syst'inaiisch ausgebaute Lehre der Bauchrtdekunst geboten, indem der Vorgang de» B uchredenS in seine Elemente »erlegt unb Jeder, der normal sprechen kann, in Stand gesetzt wird, in sechs überaus leichten Lectionen bie Bauchrebckunst schnell unb oollstänbtg zu erlernen.___

Kirchliche Anzeigen der Stadt Giefzen.

E v a u g e l i f ch e Gemeinde.

Montag den 12. December, AbendS 8 Uhr: Bibetstunde im 6onRrmanbcn)aaI der Johanneskirche. Apostelgeschichte 3, 11 ff. Pfarrer Euler. .

Am Sonntag, den 18. December, 4. Advent, Nachmittag» 4 Uhr, kirchliche ChtistbescheetungSfeier der Kleinku^et-Bewahranstalt in der JobanneSkircke, zugleich GemeindegoiteSdiMst.

MtitfenacbrldrtciL

«ordbattscher Llotzd, tn Gietzm vertreten durch die «ge»t« C-'l

Loo» und Z. M. Schulhof. _

Bremen, 10 Decbr. scher transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Weimar, Eapitän F. Mentz, vom NorddeutsLen Utw in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittag» wohlde-alten in Rew rJon angekommen.

Neueste Nncstrichten.

£ ax'dx» he» Buren .Herold*.

verlln. 12. December. Der Kaiser empfing gestent Mütag 12>/, Uhr das Präsidium de« Reichstage«. Beim Willkommen reichte der Kaiser den drei Herren bie Hand. Er sprach sich zunächst erfreut über ben Verlauf und über den Schluß der Sitzung au«, in welcher da« Präsidium de» Reichstage« constüuirt wurde. Dann ging der Kaiser auf die internationale Situation ein. Er betonte, obwohl Deutschland mit allen in Betracht kommenden Mächten auf ftiedl chem und freundschaftlichem Fuße stehe, sei doch große Aufmerksamkeit erforderlich wa« ja auch jeder Laie einsehe, und fei e» deshalb nothwendig, die vor- geschlagenen Vervollkommnungen und Ergänzungen der Armee herbeizuführen. Was vorgeschlagen fei, wäre freilich wenig, aber er hätte zur Schonung der Steuerkraft des Landes nicht mehr vorschlagen lassen. Dann ' prack der Kaiser mit Be- ftledigung von seiner Palüftinareise, worauf Graf Ballestrem dem Monarchen die Glückwünsche zu dem Verlaus der Reise Namens des Reichstags aussprach. Am Schluß der Audienz, welche drei Viertelstunden dauerte, reichte der Äaifer den Herren wiederum die Hand. Dann wurde das Präsidium von der Kaiserin empfangen, welche gleichfalls von bet Palästinareise sprach und sich bei Herrn von Frege nach ber sächsischen Königsfamilie erkundigte.

Berlin, 12. December. Aus Part« meldet da« .«leine Journal": Der Befehl zur Haftentlassung Piequarts Ist gestern unterzeichnet worden. Dieselbe steht uomtttelba» bevor.

Heilbronn, 12. December. Sin anscheinend trrfiuvigeU Arbeiter verletzte zwei Kameraden lebensgefährlich, weil er glaubte, dieselben feien an seiner Krankheit schuld, ttr erschoß fich daun selber.

Wien, 12. December. Die christlich - sociale Partei beschloß, fich au der Obstructlou der Linken im Adgeordaetenhause nicht zu bethetligeo, sondern eine ab- warteude Haltung eiozunehmeu. Dagegen beschlossen die Soclalisteu, gegen jede weitere Obstruction energisch Front za machen.

Bubapest, 12. Decrmber. Ja der gestrigen L ovf e.r enz 'ämmtlicher Oppofittonsparteieu wurde der Beschluß gesaßt, im ganzen Lande ein Protest-Manifest gegen da« Vor- gegeu der Regierung zu verbreiten und mit allen zu Gebote stehenden Mitteln den Kamps gegen die Regierung fortzu- sctzen. Der Kaiser soll im Laufe dieser Woche hier eiutreffen.

Budapest, 12. December. Baron »auffy ist gestern wieder hier eiugetroffen. Bon informirter Seite wird ver- fichert, daß »aoffy vorn Kaiser sehr gnädig empfangen worben sei. »aaffb habe vorn Kaiser die Zustimmung für seine weiteren Pläae betreffs der parlamentarischen Durchspreckuog der dem Adgeordneteuhause vorzulegenden Gesetzentwürfe erwirkt.

Prag, 12. December. Trotz aller Dementi bestätigt il sich, daß von Seiten der maßgebend'n tschechischen Partei­führer eine Annäherung an die Deutschen unternommen wurde und daß die bezüglichen BerhonUungeu nach sortdaue,«

Oedevbnrg, 12. December. Nachdem die Schüler bei hiesigen evangelischen L ceum« fich geweigert hatten, dem Festgottesdienst anläßlich de« Regierung«-Jubiläum» de« Kaiser« beizuwohnea, wurden denselben alle bi«her ge­währten Vergünstigungen entzogen und die Rädelsführer von der Anstalt entfernt.

Paris, 12. December. Gestern Abend clrcnltrten hier die sauber barsten Gerüchte. Es hieß, die Polizei- Commiffare aller Pariser Stadtviertel seien zum Pläsecteu geladen worden, um außerordentliche Instructionen für die heutigen Morgenstunden entgegen zv nehmen. Man sagte, Dteysu» solle nach Pari« überführt werden, nachdem er an­geblich gestern in ber Nahe von Bordeaux eingetroffen und bereit« eine Abthellung Dragoner dorthin abgegangen sei. Vie Bahnhöfe auf der Strecke BordeauxParis feien mili­tärisch streng überwacht. Schließlich versicherte man, daß die Antisemiten und Nationalisten größere Kundgebungen beab­sichtigten. Es stellte fich jeboch halb heraus, baß alle Ge­rüchte auf Erfinbuug beruhten und keinerlei Maßregeln ge­troffen waren.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Beuern für das Jahr 1899/1900 l egt vom 15. December b. I. an nochmals acht tew lang zur Einsicht ber BetheUigten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

Beuern, den 12. December 1898.

Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern.

Otto. 12287

-NrrstkigmniM

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Versteigerung.

Mittwoch den 14. December, Bor- mittaflb 11 Ubr, versteigere td> im tSükerscduvpcn ber früheren Oderhesin'cken Sifexbabn für Rechnung .den e» angeht:

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