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Nr. 267 Viertes
Sonntag den 1^. November
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Bekanntmachung.
Gemäß Artikel 39 der Äretiorbnung wirb uachftehenb das Protokoll über blc am 29. October b. I. stattgehabte außerordentliche Sitzung bei Kreistages bkS Kreises Gießen zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Gießen, ben 7. November 1898.
Der Borsttzenbe bei Kreistages bes Kreises Gieße«, v. Bechtold.
Geschehen Gießen, ben 29. Dctober 1898. Protokoll der fLufnuddreißtgstev (außerordentlichen) Sitzung des Kreistages des Kreises chietze«.
Gegenwärtig:
1. Der Borsttzenbe Großh. Provinzialbirector v. Bechtold, 1. Gr. RegierungSralh Dr Wagner, 8. Gr. Kreilamtmann Boeckmann,
4. Gr. Kreilamtmann Freiherr Schenck zu Schweinsberg, 5. Die Kreiitagimitglieber
Bürgermeister Bopp.Bellersheim, Bürgermeister Bücher -Bersrod, Bürgermeister Geißler-Lollar, Fabrikant Georgi»Gießen. Oberbürgermeister Gnauth« Gießen, Rechtsanwalt Dr. Gut fleisch. Gießen, Bürgermeister Heller- Lich, Justizrath Hirsch Horn-Gießen, Bürgermeister Koch-Villingen. Bürgermeister Leun- Großen Linden, Gemeinde Einnehmer Maib»Watzenborn, Bürgermeister Meyer«Großen-Buseck, Oeconom von Oven «Hungen, Brauereibesttzer Eduard Röhr le. Gießen, Bürgermeister Roth«Muschenheim, Gutsbesitzer Schl en ke-Hardthof, Bürgermeister Sommerlab-Wieseck, Apotheker W e l ck e r - Allendorf a. d. Lumda, 6. Die KreiiauSschußmitglleber
Bürgermeister Faulstich, Landgerichtirath Dr. Schäfer, 7^Der Protokollführer, Büreauvorsteher Schiffnie.
Der Vorsitzende eröffnete den Kreistag unter Begrüßung der erschienenen Abgeordneten, und stellte hierauf den Großh. Kreisamtmann Freihcrrn S ch e n ck zu Schweinlberg der Ver. fammlung vor. Es wurde alsdann die Beschlußfähigkeit des Kreistages ermittelt. Entschuldigt fehlen die Abgeordneten kommerzienralh Gail.Gießen. Ingenieur Schiele.Gießen, Bürgermeister Zimmer von Grünberg und Eommerzienrath Heiligenftaedt.Greßen.
Zu Urkundsperlonen wurden die Abgeordneten Großh. Oberbürgermeister Gnauth unb Rechtsanwalt Dr. Gut« fletsch auf Vorschlag bei Vorsitzenben ernannt. Großh. Büreauvorsteher Schiffnie wirb als Protocollsührer bestellt unb burch ben Vorsitzenben mittelst Hanbschlagi verpflichtet.
Der Vorfitzenbe nahm Gelegenheit, in ehrenben Worten der Verdienste bei verstorbenen langjährigen Abgeorbneten Fabrikanten M. Homberger zu Gießen zu gebenken, welchem der Kreistag ein freundliches Andenken bewahren werde. Er bat die eischienenen Abgeordneten, sich zur Bekundung deffen von ihren Sitzen zu erheben, was geschah.
Nunmehr würbe in bie Tagesordnung ein getreten.
Der erste Gegenstand ist die Neubildung der Wahlbezirke für bie Kreistagswadl burch die Bevollmächtigten der Gemeinde» Vorstände, und VertheUung der zu wählenden KreiStagSabge. ordneten.
Der Vorsitzende ertheilt dem Großh. Kreisamtmann Freiherrn Schenck zu Schweinlberg das Wort, welcher referirte. Großh. Oberbürgermeister Gnauth erläuterte ben Vorschlag bes Kreisausschuffes bezüglich ber Neueintheilung der Wahlbezirke, wovon ein Verzeichniß ben Abgeorbneten mit ber Einladung zur heutigen Sitzung zugegangen war. Der Vorfitzenbe eröffnete bie Tilcusfion über biesen Vorschlag, es erfolgte jeboch von keiner Seite eine Bemerkung. Die von bem Kreisausschuß vorgeschlagene Neueintheilung der Wahlbezirke nebst Dertheilung ber zu wühlenden Kreistags» Abgeordneten wurde hierauf einstimmig genehmigt.
a) Wahl zweier Mitglieder unb Stellvertreter für die r verstärkte Ersatzcommisfton.
Der Großh. Kreisamtmann Boeckmann referirte unb theilte bem Kreistag bie Vorschläge be» Kreisaurschuffel mit.
Auf Anfrage bei Vorfitzenben genehmigte ber Kreistag die Abstimmung burch Zuruf, worauf an Stelle bei ver. storbenen Bürgermeister» Köhler von LangSborf ber Großh. Bürgermeister Roth von Muschenheim al» Srsatzmitglied gewählt würbe. Die übrigen Commisfion»mitglieber würben wiedergewählt.
Wahl von Sachverständigen für die nach bem Gesetz über die Krieg»leistungen vorn 13. Juni 1873 vorzumhmen. ben Abschätzungen.
Der Vorfitzenbe ersuchte ben Großh. Regierungsrath Dr. WagNer bafl Referat zu erstatten. Dieser unterbreitete dem Kreistage bie in rubrkirtem Betreffe gemachten Vor. schlüge bes Kreisausschuffes, welche hierauf, unb zwar eben, falls burch Acclamation, einstimmig genehmigt würben. Da« nach würben neu gewählt:
1. für ben Bezirk Gießen: für ben Stabtverorb- neten Vogt ber Ortsgerichtsmann unb Slabtverorbnete Anbrea» Keller zu Gießen.
2. für ben Bezirk Großen-Linben. für ben verstorbenen Heinrich Velten in. zu Großen-Linben der Gemeinde« Einnehmer Heinrich Velten V. daselbst.
3. für den Bezirk Hungen: für ben verstorbenen Bürgermeister Köhler von LangSborf ber Bürgermeister K o ch von Villingen.
Alle übrigen Sachoerstänbigen würben wiebergewählt.
Wahl ber Musterung», unb Aushebungicommisfion für die Mobilmachung-pferbe.
Da» Referat erstattete auch hier ber Großh. Regierung« rath Dr Wagner. Hiernach hat ber Krei»au»schuß vor« geschlagen zu wählen:
a) für ben Mufterungibezirk Großen-Linben: für ben verstorbenen Kaufmann Jacob A r n o I b von Grüningen dessen Sohn, ben Gastwirth Arnold daselbst al» Stell- »ertreter
b. für ben Musterung-be-irk Lich: für ben ver» storbenen Bürgermeister Köhler von LangSborf beffen Sohn Jacob Köhler in Eberstabt, unb für ben Oberverwalter Erb von Lich den Pachter K he in vom Albacherhof, beide al» Mitglieder.
c) für ben Musterungsbezirk Gießen: für ben vorstorbenen Vorsitzenben Rubolf Güngerich zu Heibertshausen bas Mitglieb Friebrich H e l f r i ch zu Gießen als Vorfitzenben, unb für biesen letzteren Pachter Kaiser von Friebelhausen als Mitglieb, sowie für Joseph Güngerich zu Gießen ben Ortsgerichtsvorsteher Gro» zu Gießen al» Stellvertreter.
d) für ben Musterungsbezirk Grünberg: für Wirth Hofmann zu Grünberg ben Großh. Bürgermeister Lang von Obenhaufen als Stellvertreter.
e) für ben Aushebungsbezirk Gießen: für Joseph Güngerich zu Gießen ben Ortigericht-oorsteher Gro» zu Gießen al» Stellvertreter.
f) für ben Aushebungsbezirk Hungen, für Oberverwalter Erb von Lich Pachter Klein vom Älbacherhof al« Taxator, unb für ben verstorbenen Bürgermeister Köhler von LangSborf ben Pachter Fülbert von Utphe als Stell» Vertreter.
Bezüglich ber weiteren Mitglieber ber Musterung«. Commissionen unb ber Taxatoren ber Aushebungs-Commissionen war Wieberwahl beantragt. Der Vorfitzenbe beantragte auch hier, bie Wohl per Acclamation vorzunehmen, wa« einstimmig genehmigt würbe.
Der Kreistag hat hierauf die obengenannte Wahl dem Vorschlag be« Krei-ausschusse« gemäß vollzogen.
Die Tagesorbnung war hiermit erlebigt. Weitere An. träge würben nicht gestellt. Der Vorfitzenbe schloß ben Kreistag unter Au«bruck be« Danke» für da» Erscheinen ber Abgeorbneten.
Der Vorfitzenbe: Die Urkunb«personen:
v. Bechtold. Gnauth, Dr. Gutfleisch.
Der Protokollführer:
Schiffnie.
Bekanntmachung,
bett.: Gesuch der Dresdener Allgemeinen Bttficherung«auftatt um Lrthetlnug der Erlaubniß zu» Geschäftsbetrieb i» Sroßherzogthum Hessen.
Str bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß du-ch Entschließung Großh. Ministerium« be« Innern vom
3. November d. I«. der Dresdener Allgemeinen Versicherung«» anstatt die Erlaubniß zum GeschäfiSvetrieb im Großhe.zog» ihum Hessen nutet den üblichen Bedingungen auf Widerruf ertheilt worden ist.
Gießen, den 12. November 1898.
GroßherzoglicheS KreiSamt Gießen.
v. Bechtold.
Bekanntmachung.
Gießen, den 10. November 1898.
Bett.; Zahlungen von Pensionen, Unterstützungen, Erziehung«- beihülstn u. s. w. für Rechnung der Reichsbaupikaffe.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen EN die Grosth. Bürgermeistereieu de- Kreises.
GS kommt häufig vor, daß Quittungen übet Pensionen, Unterstützungen re. an» der ReichShavptkoffe mit unleserliche» Abdruck des Dienststempels der attesttrendeu Bürgermeisterei« versehen find. In Folge von Beanstandungen derartiger Qnittnogen durch die Reichshauptkaffe har sich die Großh. Hanptstaatskaffe veranlaßt gesehen, die Großh. Rentämter und DistriciSeinnehmereien anzuweisen, alle Quittungen übet ; Zahlungen aus der Reichshauplkaffe, wenn dieselben nicht mit einem deutlich lesbarem Abdruck des DenstsiempelS des AtteftauSsteüe,« veesehen find, nicht zu houorireu.
Sie wollen fich daher nur solcher Stimpel bebtenen, die einen deutlich lesbaren Abdruck hinterlagen, und nnS zur Probe einen Sternbelabsruck einsenden.
v. Bechtold.
Deutsche» Reich.
Berlin, 11. November. Ueber die Rückreise de» Kaiserpaare« meldet ein Telegramm ans Baalb eck, daß der Kaiser und die Kaiserin heute Abend nm 6 Uhr in Beirut eintreffen und sich an Bord der „Hohenzollern" begeben, welche morgen früh 6 Uhr in See geht.
Berlin, 11. November. Die „Post* bestätigt, daß ber Kaiser in keinen spanischen Hafen an Land gehen werde. Die angrkändigteu Falschmeldungen hätten nut den Zweck, in Amerika den Glauben zu erwecken, als wenn Deutschland in der Philippinenfrage für Spanien Partei nehme, wodurch in Amttika Verstimmung gegen Deutschland hervorgerufen J würde.
Berlin, 11. November. Wie die ,Berl. Reuest. Nachr." vernehmen, haben die verschiedenen Gruppen, die sich um die j Erwerbung von Bergwerken, Eisenbahn- und anderen Ton» • cesfionen in bet Provinz Schantnug gebildet hatten, fich ' nunmehr zu einem einheitlichen Syndikat vereinigt. — Der neu ernannte Gouverneur von Siamschon, Tap'tSn zur See Jäschke wird fich Mitte Januar auf seinen neuen Posten begeben.
Berlin, 11. November. Die durch die Zettuugen gehende Nachricht, daß der Entwurf zu einem Fleischbeschau- Gesetz bereits dem BnndeSrath ^gegangen fei, kann der „Nordd. Allgtm. 3tg.w zufolge nicht richtig fein. Nach de« Informationen de» genannten Blattes ist der Entwurf noch Gegenstand von Berathuogen zwischen den betheiligten Regierungen.
Berlin, 11. November. Die »Nordd. Allgem. £tg.* schreibt: Sichttem vernehmen nach find als deutsche Mit» glieber der am 24. d. Mts. in Rom znsammeutrttenb« internationalen Tonferenz zur Berathung von Maßregeln gegen den Anarchismus in Aussicht genommen: der deutsche Botschafter in Rom, Freiherr v. Sourrna-Jeltsch, Geh. Ober»Regierungsrath v. Philipp«- boru und Ober»VerwaltuugsgerichtSrath Prof. Dr. v. Martitz.
Berlin, 11. November. Au der Beisetzung deS Fürsten Bismarck werden voraussichtlich Abordnung« nicht theilnehmev. Fürst Herbert Bismarck hat die Theil- vahme mit Rücksicht auf die Jahreszeit und mit Rücksicht auf den Mangel einer Gelegenheit die betreffende Abordnung zu empfangen, abgelehnt.
Bnliu, 11. November. Nach einem der „Boss. ßtg/ aus Madrid übermittelten Drahtbericht berlautet dort au« bester Quelle, die S v n i g i n werde ein eigenhändige« Schreib« an Kaiser Wilhelm richten und ihn einladen, noch Madrid zu komm«. Da e« Brauch sein soll, daß Herrscher eine« Landes solche Einladungsschreiben nur ergehen lassen, wenn sie Übttzeugt find, daß diese zusagend beantwortet werden, so hält »an hier die Ankunft deS Raffer« in Madrid für sicher.


