im Verein mit den hohen Viehpreisen dazu, feinen Verpflichtungen leichter und bester Nachkommen zu können.
gehen einer Reihe anderer Städte hat die hiesige Metzgerinnung an die Bürgermeisterei und die Stadtverordneten eine Eingabe gerichtet, worin ersucht wird mit Rücksicht auf die hohen Biehprrise bei der Großh. Staatsregierung in Darmstadt vorstellig zu werden, daß diese durch ihren Vertreter im Bunde-rath energisch dafür eintrete, daß die Zu. fuhr lebenden, ausländischen Viehes nicht mehr als el der anscheinend unr vorgefchützte sanitäre Zweck erfordert, erschwert würde. — Der der CrntrumSpartei augrhörende Reich»' und Landtagsabgeordnete Dr. Schmitt nimmt, wie der „N. M. A." bestimmt wtsien will, kein Stadtverordneten- Mandat mehr an. Geschäftliche Ueberlastung soll der Grund fein. Wenn sich die Mittheilung bestätigt, verliert die Mainzer Stadtverordnetenversammlung eine ihr er bedeutendsten Arbeit», kräfte, die von Freund wie Feind gleich hochgeschätzt wurde. — Bei der bevorstehenden Ergäuzungswahl zur Stadtverordnetenversammlung erschienen auch die Antisemiten auf dem Plan. Merkwürdiger Weise befindet sich unter ihren durch Circular bekannt gegebenen Caudidaten nur ein wirklicher Antisemit, während die übrigen 31 Caudidaten lauter angesehene Persönlichkeiten find, die sich entschieden dagegen erwehren, al» Antisemit betrachtet zu werden. — Der hiesige Schulvorstand hat beschlossen und ist demgemäß bet dem Ministerium vorstellig geworden, daß tu Zukunft bei Besitzung erledigter Schulstellen auch Bewerber fretreligiö fen Bekerwtnifsis Brrückfichiiarmg finden tollen.
* 2Bormatia.@efanb5eit8»!(ife. Bit in bim Tib°»r°uch enthaltenen schädlichen Stoffe suchte man bisher dadurch unwirksam zu machen, daß man die flüssigen Bestandtheile vou einem Pfropfen aus Baumwolle oder Filz auffaugen
sürchtung hegte, daß Nikolaus H, wie Nikolaus I., eher zuviel Energie besitzen möge.
Liffabou, 10. November. Das deutsche Kaiserpaar wird, wie verlautet, auch hier landen und der Königlichen Familie einen Besuch abstatten.
Athen, 10. November. Del Hann iS weigert sich plötzlich, die Bildung des CabinetS zu übernehmen, weshalb der König Zaimis mit derselben betraute.
Athen, 10. November. Der König ist bemüht, Streit -u bewegen, da» Portefeuille de» Finanzminister» im neuen Dabinet zu übernehmen, welche» vollständig delyanuistisch sein wird.
Konstantinopel, 10. November. Der Sultan ließ die Absicht, eine Protestnote gegen die Ernennung de» Prinzen Georg von Griechenland al» Gouverneur von Kreta an die Mächte zu richten, fallen.
— Afrika. Auf die Erwerbung de» Sultanat» Rahetta am Rothen Meere scheint Rußland ernstlich fein Augenmerk zu richten, um dadurch einen Flottenstützpunkt zu gewinnen. Angesicht« der Nachricht, Italien mache Ansprüche auf Raheita, führt die „Nowoje Wremja" au»: „Abeffhnien hat Raheita seit 1875 als Basallengebiet Auffa« beherrscht. Wenn Italien, welche» seit 1889 im Ber- hältniß eint« Suzerän» zu Abeffhnien staud, Raheita durch einen Berirag mit dem Sultan von Auffa unter feine Schutz- । Herrschaft stellte, so ist durch die Aufhebung de» Vertrage» ! von Ucclalli auch jener Vertrag mit Auffa gelöst und Raheita wieder in abeffhvischem Besitz." Da» Blatt hofft, daß Frank- reich, da» mit dem in seinem Besitz befindlichen Dschibuti an Raheita grenzt, gegen die ungesetzlichen Ansprüche Italien» Einspruch erheben werde, desgleichen Rußland, welches nicht nnr für die weitere Unantastbarkeit de» wichtigen Wege» nach I Asien, sondern auch für den Schutz der Rechte des Rußland I befreundeten Abeffhnien» zu sorgen hat. — Die Raheita- I Frage dürste sonach nunmehr in die Reihe der wichtigeren, I noch ungelösten afrikanischen Angelegenheiten treten.
Amerika. Die letzten Berichte au» den Bereinigten I Staaten zeigen, daß da» Repräsentantenhaus! republikanisch bleibt, während der Senat eine republikanische I Mehrheit erhält. BemerkeuSwerth ist e«, daß die Republi- I kaner in den örtlichen Wahlen ein starke» Uebergewicht hatten, I bei der Wahl der Congreßmitglieder aber einen empfindlichen I Rückgang zeigten. Die unabhängige Preffe erklärt, die starken I Verluste der Republikaner bei den Wahlen zum Repräsen- I tautenhause zeigten, daß Mac Kinley» Politik einen großen I Theil de» amerikanischen Volkes nicht befriedige, da doch nach I dem erfolgreichen Kriege eine kräftige republikanische Mehr. I heit zu erwarten gewesen sei. — Der neue Senat wird be- I stehen au» 52 Republikanern, 27 Demokraten, 5 Populisten I unb 4 Silberrepublikanern - 5 Sitze sind noch zweifelhaft. I 3n Texa» wurden bei Schlägereien gelegentlich der Wahl sich« I Personen getödret und vier verwundet.
— Die in Pari» in der Mittwoch»-Sitzung der Frieden»- I commisfion von den amerikanischen Delegirten übergebene Denkschrift weist die von den Spaniern gegen die PreiSgebuug der Philippinen angeführten Gründe zurück, ohne einen Gegenvorschlag aufzustellen. Au» derselben geht hervor, daß die Amerikaner die Sicherung der cubauischen Schuld wie bisher ablehnen und die Abtretung der Philippinen fordern, welche Spanien verweiaert.
Stuttgart, 6. November. Letzter Tage spielte sich im WilhelmSpalast, tu welchem der König Wilhelm von Württemberg refidirt, ein geradezu erstaunlicher Vorfall ab, über welchen folgender Bericht vorliegt: Ein Mann war über den Gartenzaun de» Palais an der Seite gegen die Urbanstraße geklettert, hatte sich durch ein offenstehendes Fenster in da» a e£e Übungen und gelaugte von da unbemerkt in da» erste Stockwerk. Dort fand er die THÜre zu dem Gemache einer fürstlichen Person offen, die eben abgereist war. Ohne Zögern nahm der unetngeladene Gast Besitz von dem unbewohnten Zimmer und richtete sich allda häuslich ein. Nachdem er feine Stiefel zum Wichsen vor die THÜre gestellt, rauchte er noch eine Cigarre, benützte die mit dem Königlichen Wappen gezierten Briefbogen, um an den König und andere Fürsten zu schreiben unb legte sich alSbann zu Bette. Sm andern Morgen ließ er sich tu Hemdärmeln im Corridor blicken; aber erst als er dort in voller Garderobe sich zeigte, wurden die Lakaien auf ihn aufmerksam. Er behauptet,, fürstlichen Geblüt« zu fein. Die Polizei hat ihn zur Brod- achtung seine» Geisteszustandes internieren laffen.
Mainz, 10. November. Unter Hinweis auf das Vor-
Xu* be* Seit für die Aett.
Vor 142 Jahren, am 12. November 1756, wurde zu Bordenau in Hannover der berühmte Feldherr Gerhard David von Scharnhorst geboren. Er ist der Schöpfer der Landwehr und Reserve und entwarf dis trefflichsten Feld- zugspläne. Allein die Schlacht bei Lützen setzte seiner kriegS- kundigen Thätigkeit ein jähe« Ziel. Infolge einer dort empfangenen Schußwunde starb Scharnhorst am 28. Juni 1813 in Prag.
«athslifche •entiubt.
Samstag den 12. November.
Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
sie zur Hofdame und hat feine Freude daran, daß die originelle „Bicky", — so heißt sie nämlich — nunmehr den „Hecht im Karpfenteiche" spielen werde. Aber die Herrlichkeit dauert nicht lange. Ein Besuch des Fürsten bei ihr bringt die bösen Zungen in Bewegung, und de» Fürsten Mutter sorgt dafür, daß dir ländliche Schönheit gar bald in» Hau» ihre» Vater» zurückkk-hrt. Mit der „Hofgunst" ist e» demnach au». Aber natürlich sorgt der Dichter für ausgleichende Gerechtigkeit. Schön-Vickh erhält ihren Flügeladjutanten, den sie selbstverständlich schon langst geliebt, ohne e» zu wissen. Alles löst sich in Wohlgefallen auf, und dem Dichter dankt da« Publikum für einen heiteren Abend. Sus dem vorher Gesagten ist leicht ersichtlich, daß mit „Bickh" da» Stück steht oder fällt. Bet uns wird erstere» der Fall sein, der Theater-Verein hat in Frl. Walter au» Darmstadt eine hervorragende Vertreterin gewonnen, die ihre Stelle am dortigen Hoftheater in wahrhaft künstlerischer Weise auSgeführt hat.
AuS Lich, 10. November, wird un» geschrieben: Die Mtttheilung d d. Lich, 5. November, in Nr. 263 de» „Gießener Anzeiger" ist dahin zu berichtigen, daß die Erhebung de« Dorsi» Lich zu einer Stadt nicht am 1. Mai 1300, sondern durch die vom deutschen Kaiser Albrecht I.
Locale» unb j-rovlnzlelles.
Gieße», 11. November 1898.
Ans dem SerichtSdienst. Durch Entschließung Großh. Ministerium« der Justiz ist der Großh. Gericht»- affcffor Dr. Gebhardt in Fürth bi« aus Weitere» mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eine» Amt»auwalt» bei den Grobherzoglichen Amtsgerichten Alzey, Pfeddersheim und Wörrstadt und der Großherzogliche GerichtSoffeffor Rauch in Alzey bi» auf Weitere» mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eine« AmtSauwaltS bet den Großherzoglichen Amtsgerichten Fürth, Beerfelden, Hirschhorn und Wald- Michelbach beauftragt worden.
•* Ein von Herrn Photograph Daniel Schuchard gefertigte» Bild be» Bauer'scheu Gesangvereins ist in dem Schaufenster be« Herrn Marcu» Bauer für einige Tage an»gestellt.
** Theater Verein. Zweite Vorstellung am Mittwoch den 16. November. War der erste Abend dem klasfifchen Lustspiel gewidmet, so wird der zweite ein ganz moderne» bringen, und zwar eine Novität, die einen großen Thetl der Bühnen sich bereit» erobert hat und die noch fehlenden sicher in ihre Kreise ziehen wird. Neu ist die Geschichte grade nicht, die un» Trotha in seinem „Hosgnnst" erzählt, aber lustig bleibt sie doch. E« ist bekanntlich nicht das erste Mal, daß die typischen Gegensätze von urwüchsiger Ländlichkeit und verbildeter Salon- ober Hofgesellschaft zu Lustspiel-Wecken au»genützt werden. Aber die Art, wie Trotha e» thut, ist liebenswürdig und erfindungsreich genug, um neuerdings zu feffeln und uns willig einer ziemlich haltbaren Heiterkeit auszuliefern. Herr von Trotha ist bekannt al« Mitarbeiter G. v. Moser», und diese Mitarbeiterschaft ist von fichtlichem Etvfivffe auf Geist und Technik feine» Stücke» gewesen. ES bandelt sich um die abenteuerliche Geschichte eine» ländlichen Wildfange«, der auf den Parketboden der Hofgesellschaft zum Entsetzen der höfischen Leisetreter durch seine urwüchsige Gradheit und übersprudelnde jugendliche Laune alle Schranken de» üblichen Ceremoniell» durchbricht. Aber diese „Landpomeranze" ist nicht nur schlechthin da» „enfant terrible« brr Hofgesellschaft- sie zeigt sich vielmehr halb al« gewitzte Diplomatin unb bringt da« Kunststück fertig, in ber kurzen Zeit ihrer höfischen Laufbahn den Fürsten zur Entdeckung seine» Herzen» und zur Au«sprache mit dem Gegenstand seiner unbewußten Neigung, der Prinzeß Elisabeth, klug zu leiten. Al« sie den Fürsten zum ersten Male trifft, hält sie ihn für einen einfachen Lieutenant und schlägt demgemäß nicht gerade den Ton devoter Untrrwürfizkeit ihm gegenüber an. Die Natürlichkeit ihre» Auftretens aber wirkt auf diesen erfrischend- er macht
Anzeigen bet* Ktndt Gietzen.
AvaNgelifche • e*tiu>t.
Sonntag den 13. November. 23. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst.
I« der Gtavtkirche.
Vormittags 9‘/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heubel.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marcusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein.
Nachmittags 5 Uhr: Siehe Johanneskirche.
In der Johanneskirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lucasgemeinde. Pfarrer Euler.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Montaa den 14. November, Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmandensaal der Johanneskirche. Text: Apostelgeschichte 2,14 ff. Pfarrer Euler.
Die Vereinigung der Neuconfirmirten der Lucasgemeinde fällt Dienstag den 15. November — wegen des Jahresfestes des Vereins für innere Mission — aus.
Nächsten Sonntag, den 20. November, als am letzten Sonntag des Kirchenjahres, Todtenfest zum Gedächtniß an die Verstorbenen. An diesem Tage findet Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofscapelle ein Gottesdienst statt.
Im Coustrmandensaal, Neustadt 61 r
Donnerstag den 17.November, Abends 8 Uhr: Bibelstuude. Phil. 2, 5 ff. Pfarrer Dr. Grein.
I au» den Dynasten Philipp von Falkenstein zu Münzenberg I ausgefertigte (tm Fürstlichen Archiv zu Lich aufbewahrte)
Urkunde d d. Heilbronn, den 10. Merz 1300 erfolgte. ________ ^|wv wue Vlium u
„Dutum apud Haylicprunnen a. d. MCCC VI. idus I ließ, ’obeT man Heb ben Rauch ^uch wohl burch Stückchen marcu, regm nostri anno secundo.“ Ein Abbruck ber von Holzkohle ober Meerschaum. Erfahrung-gemäß zeigten Urkunde ihrem Wortlaut nach findet sich in Dr. Ludwig I sich indeß diese Körper nicht porö» genug, sodaß sich auf Baur, - „Hessische Ihfnnben . »b. I. Nr. 1311. G. 884. I deren Oberfläche eine Schmierschtcht bildete, die nur zu bald
GrLnberg, 8. November. Rentnerin Fräulein Oehl die Pfeife ober Spitze verstopfte. Da außerdem meist ber bot öem £urnöerein ein Clavier für bie Turnhalle Rauch einen Theil seine»Aroma« dabei einbüßte, pflegte ber Uum ®ei4enf 0emajt. Die wahrend der Gallmarkttage burch I Raucher bie sogen. GesunbheitSpfeifen und -Spitze» bald Herrn Weitz au« Schotten in der hiesigen Turnhalle veran- I wieder bei Seite zu legen. Zweckmäßiger erweist sich die staltete Ausstellung ausgestopfter Thiere ergab einen Rein- von Friedrich Benz in Worm» am Rh eist in den gewinn von über 100 Mk., welcher Betrag der Turnverein«- Handel gebracht- chemisch präparirte Spirale au« spanischem kaffe ^ufließen wird. Die freiwillige Feuer weh r, I Rohr, welche in ben untern, etwa» weiter gehaltenen Theil "''»le berichtet, m verflossenen Sommer ihr 25 jährige» be» auSeinanbernehmbaren Pfeifenrohr«, bezw. ber Spitze Jubiläum feierte, wirb ben eigentlichen Stiftung»tag, 11 No- I eingeschoben wirb. Der Erfinber ist hierzu burch die Ueber* rnmmX« H°°pEuug und nachfolgendem Bier- | zeugung geführt worden, daß man den Weg be» Rauche»
commer« im Gasthof „Zum Hirsch begehen. I verlängern muß, wenn bie nachtheiligen Stoffe sich grünblich
§ «u» dem "'bereu Bogettberg, 10. November. Da» I auSscheiben sollen. AlSbann finden diese Stoffe Zeit, sich Gebrumm der Dampf-Dreschmaschine verstummt allgemach in abzusitzen, und namentlich da» Ammoniak vermag sich zu den Ortschaften; ausnahmsweise allerdings gibt e» Dörfer, I neutralifiren. In dem vorliegenden Falle bleiben sie sämwt- darinnen bis zu Weihnachten die Maschinen in Thätigkeit lich an den Windungen der Spirale hängen unb bringen in bleiben. Dafür hört man jetzt au» ben Tennen ben Tact- I das poröse Material ein, da« durch bie chemische Jmprägni- fcWog brr Drescher. Obwohl das meiste Getreide „maschint" I rung eine außerordentliche AufsaugungSsshigkeit brfitzt. Da wird, gibt e« doch noch genug landwirthschaftliche Kleinbetriebe, I die Präpariruug durch AuSkochen geschieht, find dabei den dl« statt de« Maschinendrusches ben alten Handdrusch au«- I Rohrzellen gleichzeitig alle Stoffe entzogen worben, bie ben fieren. ES fiud das fast ausnahmslose solche Betriebe, bei I Geschmack be« Rauche« beeinträchtigen könnten. Ist nach benen der Bcfitzer die erforderlichen Arbeitskräfte in der I etwa 3 Wochen bie Spirale verschmutzt, so reinigt man sie eignen Haushaltung besitzt. In biefem Falle ist bann ber I burch AuSkochen, wenn man e« nicht vorzieht, jedesmal eine Drescherlohn gespart ober bie anberufall« erforderliche AuS- I neue Spiral-, bie nur etwa 5 bi« lO Pfg. kostet, einzusetzen, gäbe selbstverbieut. Außerdem klappen bie Flegel aber auch I (Preislisten versenbet ber Erfinder auf Wunsch.) noch in solchen Tennen, in denen bereit« bie Maschine ge- I — arbeitet. Man zieht hier ba« Kornstroh vom Hanbbrusch bem I von Maschinendrusch vor, weil e« zur Berwerthung für I «mgqanvr.
Strohseile u. A. sich viel bester eignet. Mit bem Verkauf I BUtt», dm 11. November 1898.
ber au «gedroschenen Frucht haben bie Landwirthe nicht I Das Repertoire des Stadttheaters.
mehr bie früheren oft größeren Umstände- bie Getreibehänbler I In voller Uebereinstimmung mit demRecensintm des „Gießmer kommen in die Ortschaften und kaufen bie feilgebotenen I Anzeigers" möchte ich zu den tctzten Darbietungen des Stadttheater» Fruchtvorräthe birect von den Verkäufern auf. Besonder« ! Eine kurze kritische Bemerkung machen. Die TheaterverhSttnisse htathvi ift 17 <mA,e I baben sich zweifellos im Vergleich zum vorigen Jahre gebestert. Der
begehrt ist ber Weizen, ber im Allgemeinen mit 17 Mark I Saal unb die Bühne find würdiger ausgestattet worden, die Neu-
für den Doppelcentner verkauft wird. Daß um diese Zeit I besetzung des Personals befriedigt tm Allgemeinen. Allein der Weg
ber Fruchtverkanf lebhafter wie sonst ist, dasür sorgt ber I vom Gießener Stadttheater bis zur Pflegestätte ächter Künstlerschast
morgen kommende „Martini". Die Acker-, Pacht-, und andere I noch riesenweit. Daher möge es doch die Direction unterlastm, o, , a . s. r , ... . Tn U'<.1 v i t I sich an Aufgaben heranzuwagen, denen sie nicht gewachsen ist. Man
Zielgelder find fällig, ber Hauptzahltermin für ben Landwtrth I hat gesehen, daß die Aufführung der „Jungfrau von Orleans" sich steht vor ber THÜre. Wenn in den vorausgegangenen Jahren I in dem Augenblick zur Farce entwickelte, da Herr Helm, der bewährte ber Landmann besonder« für diesen Zeitpunkt besorgt sein I Komiker, als Erzbischof von Reims auf die Bühne tret. Die Be-
s° h'lst tim g-w.ß d« di-,ISHr!g- „.ch- @.n..fe8en | L-S
die Aufführung von „Arria und Messalina", die sich, was die Leistung einzelner diesiger Schauspieler anbetraf, im Verlauf deS Abend« geradezu zur Qual für die Zuhörerschaft gestaltete. Eine verständige Regie wird in unserer dramatischen Literatur Stücke im Ueberfluß finden, die in den Rahmen der hiestgcn Bühnenverhältnisie passen. Man darf also der Direction deS Stadttheaters, deren aufstrebende Thätigkeit nicht verkannt werden soll, den wohlgemeinten Rath geben, zukünftig in der Zusammenstellung des ReperroirS auf Schauspieler und Publikum mehr Rücksicht zu nehmen. v. X.


