Ausgabe 
12.8.1898 Erstes Blatt
 
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* Die rhränen deS

ES starben an: Zusammen

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d. M. mondlos find

ES eirculiren Gerüchte, daß btr

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Thier verdolmetschen, weiter.

Madrid. 11. August. Die EorteS sollen behufs Rati. fieiruug deS Friedens Anfang« der nächsten Woche rtobernfen werden.

Washington, 11. August. AuS Sau Francisco wird gemeldet, daß 2000 Mann amerikanische Soldaten rat Man lla eingeschifft worden find und 500 Mann weitere Trappen durch einen TrauSportdawpfer dorthin besördert werden.

schönen Hefte«;Das große loo«" nach dem Gemälde von A sied Schwarz, in ptaaiiooUen Buntdruck auSgetührt, ist ein humorvolle» Bild lachenden goldenen Glücke« und .Heilere L clütt* von A. Ptol ist ein Meisterwerk, das, rtngerahmt, In jedem Salon einen Ehren« platz verdient.

Zu ordentlichen Mitgliedern der historischen Eomrnisslon bei der Kgl. bayerischen Akademie der Wissenschaften wurden ernannt: Die ordentlichen Professoren der Unionfität München o. Planck und I. Friedrich, der Universität Bonn Geh. Reg. Rath Ritter, der Universität Heidelberg Geh. Hvsralh ErdmannSdörffer, ferner der Archivdtrector Koser-Berltn und der ordentliche Profestor Scheffer. _____

Lungenschwindsucht Herzkrankheiten Diarrhöe Nierrnentartung KrebS des MagenS Magengeschwür Nabelbruch Sttmmritzenkrampf Verunglückung____

Makrobiotik oder die Kunst, da» menschliche Leben zu ver­längern". Huseland starb am 25. August 1836 al» Professor in Berlin.

Neueste Nachrichten.

Depeschen de» Bureau »Herold*.

Berlin, 11. August. AuS Paris wird demKl. Jourv." gemeldet, die Meldung desGauloiS", daß Dupath de Clam seine Verleumder zu verfolgen beabsichtige, ist un- wahr. Obwohl S öcle seine Anklagen wiederholt, rührt sich Duputy de Elam nicht. DaS DrehfuS-Thndicat verbreitet eine Flugschrift, betitelt: Esterhazy» Verrath, worin neue Enthüllungen über die Beztehuugea Esterhazy» zu Schwartz- koppen gemacht werden.

Köln, 11. August. In der gestrigen Stadtverordneten- Sitzung wurden zwei au» Stadtverordneten und Bürgern bestehende Lommtssionen gebildet, welche den durch do» Unwetter entstandenen Schaden feststellen und die eingrheudln Gelder verthellrn sollen. Oberbürgermeister Becker thrilte mit, daß er mit dem Oberpräfidenten der Rhelnprovtnz eine Besichtigung der durch do» Unwetter heiwgesuchten Orte vor- genommen habe. Da» Unglück sei groß und schleunige Hilfe

vermischter.

* Krofdorf, 10. August. Dem Herrn Hauptlehrer Weil hierfelbst ist von Sr. Majestät dem Könige der Adler der Inhaber des Hausorden» von Hohenzollern au» Anlaß de» 50 jäbrtgen Dienstjubtläum» verliehen worden.

D. Frankfurt a. M., 9. August. Exotische Gäste besichtigten heute eingehend den hiesigen Zoologischen Garten. ES war der Sultan von Stak, dessen an der

siid, der auch im Museum ausgestellt ist. Unter den Bändern ist zunächst das 1885 von den Frauen und Jungfrauen Dresdens zur 25. Jubelfeier der Turuerfchaft gestiftete zu erwähnen, dann das reich mit rmaillirteu Edelmetallplatten besetzte Baud der Münchnerinnen vom Jahre 1889, ferner bei prachtvolle Band der Breslauerinnen vom Jahre 1894 und da» von italienischen Turnern in diesem Jahre gewidmete doppelte «and in den Farben Italiens und des Deutschen Reiches, welches die Wappen beider Reiche in prachtvoller Ausführung aufweist. Seitens der tnruerifcheu Damen Hamburgs tst dem Banner eine besondere Zierde in Gestalt eines aus Silber getriebenen, reich vergoldeten Elchenkravze» verliehen worden, der oben unter der den Fahneostock krönenden Eule angebracht ist. Sn dem Zweige tst da» Hamburger Wappen in farbigem Schmelz befestigt und ein silbernes Band trägt die Widmung: Bon Frauen und Jung- flauen Hamburg». 1898. Im Museum ist ferner da» in einem Umschlag von gepunztem Leder aufbewahrte große EeinoerungSblatt ausgestellt, welche» die Turuerfchaft von Sao Paulo in Brasilien den deutschen Turnern zum neunten Turnfest gewidmet hat, ferner die große Medaille, welche der TurnvereinAndrea Doria" zu Genua tn diesem Jahre der deutschen Turuerfchaft überreicht hat, und die nach der Be­stimmung der Stifter später dem Jahn-Museum zu Freiburg etnverleibt werden soll.

Wetterbericht. Ein barometrische» Maximum von ziemlicher Intensität und Ausdehnung hat von Westen her neuerdings von einem großen Thetle Europa» Besitz ergriffen. Auch im Innern Rußlands liegt ein Gebiet hohen Druckes, welches sich westlich fortbewegt. Auf diese Weise hat die gestern noch sehr umfangreiche Depresfiou eine sehr bedeutende Einschnürung erfahren und zieht sich heute als eine Furche geringen Drucke» von der skandinavischen Halbinsel und der Ostsee südwärt» nach Galizien und Siebenbürgen. Im Rordwesten der britischen Inseln tst bereit» eine neue De- presfion erschienen, welche ihren Einfluß bi» nach der Süd- käste England» auSdehut. Voraussichtliche Witte- rnng: Etwa» bessere», aber im Südeu zunächst noch unbeständige» Wetter.

Butzbach, 10. August. DieGetreuen von Butzbach" werden am eigentlichen BeisetzungStage de» Fürsten Bi»- marck durch eine Ab schtedsspende au der Ruhestätte de» Gründer» von Neudeutschland vertreten sein.

W. Au» bet Weitetau, 10. August. Die Ernte- arbeiten find burch zwei Regentage jäh unterbrochen worden, und ängstlich schauen die Leute nach den regen- schwangeru Wolken, denn man hat mit dem.Schneiden und Binden de» Weizen» und der Gerste begonnen, die durch Regenwetter sehr an ihrem Aussehen und ihrer Güte beein­trächtigt werden. Diese Schädigungen können ganz wesentlich abgehalten werden, wenn unsere Landleute nur ihren alten Schlendrian beim Binden der Garben aufgeben und eine andere Art einfahren wollten, die seit Menschengedenken in nassen Gegenden wie z. B. in Norddeutschland, oder in Ober- boyern, wo e» häufig, selbst in ganz trockenen Sommern regnet, mit Bortheil angewandt wird. Bei un» bindet man riefige Garben, knebelt fie so gewaltig zusammen, daß die Seile fast platzen und setzt die Garben in Haufen auf die Felder. Bei anhaltendem Regenwetter dringt daS Wasser In die Strohhalme, e» kann aber nicht wieder heran», weil die Seile zu fest zusammengeschnürt sind, folglich muß die Feuchtigketr nach und nach verdunsten, wodurch Schimmel »ad Moder entsteht. Alles diese» wird vermieden, wenn die Garben ganz klein gemacht werden, etwa eine Armvoll stark. Diese kleine Garbe wird nur mäßig festgebunden und nicht »af Hausen gesetzt, sondern mit dem Kopfe, die Sehren nach oben, aus die Erde gestellt und zwar doppelreihig, etwa» oaeinauder gelehnt. Regnet e», so läuft da» Wasser augen­blicklich au» den Sehren den Strohhalm hinab auf die Erde, . tine stockende Nässe, die da» Keimen und Wachsen der Körner beschleunigt, kann dann niemals entstehen. Hört e» nur wenige Stunden auf zu regnen, geht ein wenig Wind, oder scheint die Sonne, dann find die kleinen, auf die Köpfe ge­stellten Garbenrethen rasch trocken und man kann sie ein* fahren. Ist aber ein großer Fruchthaufen, wie fie bet uns zedunden und aufgesetzt werden, einmal durchgeregnet, daun vergehen viele Tage, bi» er wieder trocknet. Warum wollen nun unsere Bauern so schwer an diese» ganz vortreffliche Sarbenbtnden heran? Weil fie glauben, der Drescherlohn würde bei der fünffach größeren Garbenzahl außerordentlich oettheuert. Dagegen schützt man sich sehr leicht und einfach, daß man die Dreschmaschine nicht für die Garbenzahl, sondern Mf Zeit miethet, wodurch man die Pret-regelung tn der Hand hat. Schreiber dieser Zeilen hat in der mittleren anb südlichen Wetterau gerade diese» Jahr den gewaltigen Bortheil wieder beurrhetlen können, den da» Binden tn kleine Sarben bei der anhaltenden Nässe gewährt. Merkwürdiger- »eise find e» aber nicht die kleinen Bauern, die diese Dor- thetle am allerersten nöthig hätten, die aber in ihrem alten Schlendrian fortfahren, sondern die größeren Landwtrthe find die vernünftigen. Vielleicht tragen diese Zeilen etwa» dazu !bet, die kleinern Landwtrthe aufzurütteln.

X. Darmstadt, 10. August. In einer Versammlung von ca. 70 Personen au» den verschiedensten BerufSkretsen wurde der Beschluß auf Errichtung eine» BtSmarck-Denkmal» in Darmstadt gefaßt und ein engere» öomhe, au« einigen 20 Mitgliedern bestehend, mit dem Recht der Kooptation gewählt, der an» sich einen geschästSfÜhrenden Ausschuß wählen soll. Der von Herrn RetchStagSabgeordneten Dr. Osann verfaßte markige Aufruf, der demnächst publicirt werden soll, wurde einstimmig gntgehetßen.

d. M. einen gewaltigen Meteorstrom, dessen Ausgang»- punkt im Sternbilde de»Perseu»" liegt (wovon auch die BezeichnungPerseioen" herrührt). Dieser Strom, der die Sonne in der Form einer großen Elipse umfließt, bewegt fich retrograd, dos heißt in einer der Erdbewegung entgegen» gesetzten Richtung und braucht zu einem einmaligen Um- schwunge 1217g Jahre. Der Strom schneidet die Erdbahn von oben nach unten an einer Stelle, wo die Erde vom 10. bi» 14. d. M. fich befindet, und daher kommt e», daß fie bei jedesmaliger Rückkehr zu dieser Stelle die Breite de» Strome» durchqueren muß. Da» Zusammentreffen der Erde mit den Perseideu (auchThränen des hl. Laurentius" ge­nannt) geschieht in Form einer Begegnung- man kann daher diese Meteore am besten vor Morgenanbruch beobachten, denn die Morgenseite der Erdoberfläche ist immer diejenige, mit der fie im Welträume vordringt. Die Geschwindigkeit, mit welcher die Perseiden sich bewegen, ist im Mittel größer als die Geschwindigkeit, mit der die Erde fich bewegt. Die Dauer der Sichtbarkeit einer Sternschnuppe beträgt 0,45 Zritsecunde- itjre Entfernung zwischen 140 und 232 Kilometer. Der Reichihum an Meteoren ist fast in jedem Jahre der gleiche und darin unterscheiden fich die Perst'isen von allen anderen großen Meteorstlömen, die manchmal an Meteoren sehr arm sind. Die diesjährigen SichtbarkettSverhältniffe der Perstlden ►flat) überhaupt sehr günstig, da die Nächte vorn 10. bis 14.

Ostküste Sumatras gelegenes Reich an Ausdehnung mit manchem europäischen Königreich coccurriren könnte. Die braune Majestät, die sich hier übrigens mit dem TitelKgl. Hoheit" bescheidet, ließ sich von der Direction hrrumsühren und gab wiederholt ihrer Ueberraschuog Ausdruck über die Vollständigkeit, tn der die Thiere ihres Reiche» im Frank­furter Garten vertreten feien, von denen allerdings nur sehr wenig größere Arten fehlen. Der Fürst, der eine durchaus gründliche Kenntniß von der Lebensweise und dem Vorkommen der Thiere verrteth, ließ sich von dem indischen Großkaufmann Katz, dessen Gast er ist, den Bericht Über jede» einzelne Am Abend reiste er nach Berlin

______________Hs. Laurentius. Wie alljährlich, so passirt unsere Erde auch Heuer in der Zeit vom 10. bi« 14. Meteorstrom, dessen Ausgang»-

Wissenschaft, Literatur und ^unft.

Darmstadt, 10. August. Am heutigen Tage beging die G. Jongdaus'sche Hofbuchhandluna ihr 100jShriges Be­stehen. Gegründet am 10. August 1798 von Georg Fr. Htyer, wurde das Geschäft später von seinem Sohn und nach dessen Tod von G. JonghauS übernommen. 'Nach dem am 31. August 1870 erfolgten Ableben desselben übernahm Herr Aug. Klingelhöffer das Sortimentsgeschäst, unter dessen unermüdlicher Thätigkeit stch das­selbe heute noch dcS guten allen Rufes erfreut. Drr Verlag wurde nach Abtrennung des Sortiments von der Familie Jonghaus weiter- geführt und erschienen in demselben namentlich staatswissenschaftliche, localwtssenschastltche und pädagogische Werke; besondere Erwähnung verdienen die in den 50er Jahren erschienenen kartographischen Werke und die Reliefkarten Europas. Mit der G. Jonghaud'schen Hos- buchhandiung Verlag ist bekanntlich seit Jahrzehnten der Grotzh. Staatsoerlag verbunden. Möge der alten, hochangesehenen tflrma in ihren jetzigen einzelnen Zweigen weiteres Blühen und Gedeihen be- schieden sein.

Zur Geschichte des viel gelesenen Romane»Eine egyptische Königstochter" von Georg Ederö lhetlt E. Peschkau in den Berl. N. Nachr." mit: Zur Geschichte der literarischen Moden bietet Eders ein ganz besonders interessantes Beispiel. H.rr Karl v. Hall- derger der Verleger deS Verstorbenen, hat mir selbst erzählt, wie die Bände derEgyptischen Königstochter", die in dem Keller des Ver­lags aufaespeicherl waren, schon zum Einstau plen bestimmt waren. Zehn Jahre lang lagen sie da und Niemand interesstrte sich für das Buch, eS ging nicht. Run sollte der gewaltige Haufen wenigstens aus dem Wege, er sollte wieder in die Papierfabrik, da­mit neues, weißes, verkäufliches Papier daraus werde. Da begann es sich plötzlich zu regen es wurde Stimmung für daS Buch ge­macht. Die Geschichte von den Hammeln des Panurg, die Rabelais erzählt wiederholt sich wieder einmal. Nachdem ein einflußreicher Herr gesprochen hatte, kamen Dutz-nde, die nun für daS Werk Riclame machten. Und jeder aus diesem Dutzend z-ugte wieder neue Dutzend In ein paar Wochen war der Hallberger'sche Keller leer, ohne daß daS Elnstampfen nöthig gewesen wäre, und bann folgte eine Auflage der anderen. Im A'ter von 27 Jahren hatte Ebers die Egyptische Königstochter" veröffentlicht und bann schwieg er dem" Mißerfolg deS Buches entsprechend, zwölf Jahre lang. Nun war der Erfolg da und sein Gelehrtenberus hatte ihn vor dem Zu- grunbegehen bewahrt, er konnte noch einmal beginnen.

Wir Deutsche unterscheiden uns von anderen Nationen im Wesentlichen dadurch, daß wir, bei allen Idealen, die wir hüten und pflegen, doch jedes Ding, daS unser Interesse näher berührt, mit nüchternem Verstände prüfen. Einen Beweis dafür liefert die coloffale Verbreitung, welche das große tllustrirte Fam'lieniournalKur Alle Welt" (Deutsches VerlagshauS Bong & Eo., Berlin >>., Preis des VierzehntagshefteS 40 Pfg.) in ganz Deutschland und übrrall im Auslande, wo Deutsche wohnen, gesunden bat. fielen Erfolg hatFür Alle Welf seiner reichen künstlerischen Ausstattung, seiner sorgfältigen belletristischen Redaction, sowie dem Umstand zu danken, daß darin dem Publikum in einer Fülle der gediegenftm Artikel und Illustrationen Beleb ung und Abklärung über die neuesten Fortschritte aus allen Gebieten deS Gewerbe?, der Industrie, der Technik und Wissenschaft geboten wird. Für Alle Welt be­ginnt eben einen neuen Jahrgang und da» erste Heft enthält gleich ?w.i große Romane,Die Wildkatze" von Ida Peisker und Schuld und Sühne" von Ernst Daudet. Neben den Romanen stoben wir eine reizende Humoreske,Der parfümirte Bräutigam von Ernst Lrottendorf, eine wissenschaftliche AbhandlungGold- urst» Diamanten­macher" von Gerhard Stein, einen hochinteressanten AufsatzHoch- zeitSaberglauben" von ValeSka Buchwald, und viele, zumeist durch Illustrationen erläuterte technische und wissenschaftliche Artikel. Herr­liche Kunstbeilagen eröffnen den illustrativen Thetl de» überra'chend

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 11. August, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittag». Wasser 15°, Luft 19°.

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Rom, 11. August.

Papst trotz der vaticanischen Ableugnung ernstlich erkrarkt ist.

Brussel, 11. August. Bei einer gifttrn Abend ab­gehaltenen Protestversammlung gegen die uvgerechtkn Verurthrilungin in Italien wurden bet sehr zatlreichem Be­suche viele sehr heftige Reben gegen die italienische Militär- Herrschaft gehalten. Die So-'alistenführer van der Beiden, George« Lorrand, sowie ber Führer der Ehristlich-Sozialen, Cat llon, ergriffen da» Wort, um gegen bie Vorgänge in Italien m sprechen. Am Schlvsse der Versammlung wurde einstimmig die Gründung eine« Eowiis» deschlvssen, um die Familien der politischen Märtyrer zu unterstützen. E a Tadtl». Votum gegen den König Humbert und gegen die italttni che Regierung wurde einstimmig durch Scclamation genehmigt.

Pari», 11. August. DaS AppellationSgericht vrrurtheilte gestern in der B e r u f u n g «i n st a n z Z o la wegen «delbtgung ber Schreibsackverständigen zu einem Monat Gefäogniy, 2000 Mark Geldstrafe und je 10000 Mark Schaderersatz an bie drei Tchreidsachverständigen. Da» Polizeigericht halte bekanntlich Zola zu 14 Tagen Gesängniß verurtheilt.

Aus ter Zeit für die Jdt

Vor 136 Jahren, am 12. August 1762, wurde zu Langensalza der treffliche Therapeut Christian Wilhel^m Hufeland geboren, der als Arzt und Schriftsteller sich eines europäischen Rufe» erfreute. Berühmt ist sein Weik:

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des hesfischea Laub- tnbo bei 11.arrntt« ilbattn zu den Ernte­te Antwort gegeben, 24. September fest« zum 29. September ib von fünf Tagen zu den auherordeM' e, die eine solche Ar- i MilitSrbehölben er- Soldaten zur Hil^ che der Regimes >o die Auweisuu; u- oach Möglichkeit p Mch« Laodwirthm i um VfrbtlMfie leatMzil wtnhen. \x* uub ach tznr WW tn. In vtr Hemd tt ungesähl Folgte gilt farbigen Körpe: nbfioffe werden nlt auf die zu f^eo' iasten vermöge ihrer jften unmittelbar auf IX Farbstoffe auf jschkn Berbiudaug w IlterW«! »««J* igang ü«8«6* ,»,t (In 1°°'«

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«nm. Die in Wammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit aus von auSwärt» nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

£a*6« «nd vole»wirthschaft«

atatan, 10. August. Fruchtmarkt. Rother Weizen JC 17 00, weißer Weizen X 00.00, Koro, alte», X 12.42, neue» X 10,49, Gerste X 00.00, Hafer X 8-61.

Schiffsnachvichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen oct treten durch die Agenten Lari Loo« und I. M- Schulhof.

Bremen, 10 August. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Doppelichraubm - Schnellpostdampfer Kaiser Wilhelm der Große, Capitän H. Engelbart, vom ^torddeulschen Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Vormittag« wohlbehalttn in New Z)oik angenommen.

Bremen, 10. August. [Per transatlantischen Telegraph.j Dcr Postdarnpser München, EapiiSn P- Grolch, vom Norddeutschen Lloyd «n Bremen, ist gestern, 12 Uhr Mittag«, wohlbehalten in Baltimore angekommen.

WöchentlichelNebrrstcht der Todesjäüc in Gießen.

32. Woche. Dom 31. Juli bis 6. August 1898.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (incl. 1600 Monn Militär). SterblichkeitSziffer: 21,58, nach Abzug ber Ortsfremd« 10,79«/«.

Kinder