Ausgabe 
12.3.1898 Zweites Blatt
 
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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen.

Garteuftrahe 2.

Wöfltbot b«t MrMitnebme« t 1 Küfer, 2 Maschinenschlosser, 1 Schuh- Macher, 1 Schneider, 1 Aushilfskellner, 2 Portier 1 Aufseher, 1 Fahrbursche, 1 Kistenmocher, 1 Lauffrau, 1 Gartenarbeiter, 2 Schlofferlehrlinge, 2 Bureauge- tzülfen, 1 Schreibgehülfe.

»aetvaet de» «rbeitgeberr 1 tücht. Conditor, 1 Drechsler, 3 tücht. verheir. Glaser bei hohem Lohne für dauernde Arbeit, 2 Weihbinder, 1 Lackirer oder Anstreicher, 1 Bauschloffer, 2 Schmiede, 2 Schuhmacher, 1 Rockschnetder, 1 Schneider fftr Kleinstücke, 1 dto für große Stücke, 3 Bauschreiner, 1 tücht. HauS- bursche, 2HauSbu,schen im Alter von 15 Jahren, 1 Putzfrau, 1 Waschfrau, 3 per- fecte Herrschaftsköchtnnen bei hohem Lohne, 12 Dienstmädchen für Küche und HauS- «beit, 1 Kindermädchen, 1 Flickerin.

Ortsstatut,

de« St«dttrwkitkr»ngspla» für de» ILdostev dn Stadt Gieße» bete.

In Gemäßheit der Artikel 10, 17 und 20 der allgemeinen Bau­ordnung vom 30. April 1881 ist zu dem südöstlichen Stadterweiterungs­plan auf Beschluß der Staotverordneten-Versammlung vom 25. März und 16. November 1897 , nach Anhörung des Kreisausschuffes und mit Ge­nehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 4. Februar 1898 zu Nr. M I. 28522 nachstehendes Ortsstatut errichtet worden.

§ 1.

Die entlang der Oberhessischen- Bahnlinie nach Fulda geplante Ringstraße (Alice-Ring) von der Ludwigstraße bis zum PlatzAm Stern" darf nur auf ihrer Nordsette, der zwischen jener Ringstraße, der Bleich­straße und der Stephanstraße sich ergebende Platz überhaupt nicht bebaut werden.

Die nachstehenden, zunächst die Grenzen des Bebauungsplans bildenden Straßen dürfen insoweit dieselben überhaupt zum Bebauen eröffnet werden vorerst nur auf der gegen die innere Stadt gerichteten Seite bebaut werden und zwar:

der vordere Theil der Schiffenbergerwegs, von der Licher- bis zur Gartenstraße (N< M1 N be§ Plans),

die Ernst-Ludwigstraße von der Gartenstraße bis zum Leih- gesternerweg und

der Lethgesternerweg von der Wilhelm- biSzzur Ernst-Ludwigstraße § 2.

In Ausführung des § 2 des Ortsbaustatutes vom 6. Juli 1888 «erden weiterhin und alsbald zum Bebauen eröffnet:,

der vordere Theil des Schiffenbergerweges, von der Licher- bis zur Gartenstraße,

die Stephanstraße,

die Straße imRiegelpfad", d>e Ebelstraße und

der Leihgefternerweg von der Wilhelmstraße bis zur Actienbrauerei.

§ 3-

Dergleichen stillen nach demnächstiger Skraßenherstellung zum Be­sauen eröffnet werden:

die Bismarck- und die Goethestraße von der Stephanstraße bis zum Platzam Stern",*

die Ernst-Ludwigstraße von der Garten- bis zur Liebigstraße, die Liebigstraße von der Ebel- bis zur Ernst-Ludwigstraße, mit Ausnahme jedoch des Baublockes XIII,

die Querstraße Q Q1 zwischen Riegelpfad und Liebigstraße und die Wilhelwftraße zwischen Ludwig- und Ebelstraße.

§ 4.

An allen übrigen, in dem südöstlichen Stadterweiterungsplan ent­haltenen Straßen dürfen Gebäude, die nach diesen Straßen ihren Aus­gang haben, auch unter den Voraussetzungen des § 7 des Ortsbau- statut» vom 6. Juli 1888 vorerst nicht errichtet werden.

§ 5-

Zur späteren Schließung bezw. Verlegung vorgesehen sindAie nach­stehenden Gemeindewege: KW

in Baublock I und IV das Gäßchen nördlich vom vorderen Theil des Schiffenbergerweges,

in Baublock VI das Gäßchen zwischen der Stephan- und Kepler- straße mit östlicher Abzweigung,

ix Baublock VH und VIII der Stephanpfad mit nördlicher Ab- zweigung zwischen Ernst-Ludwig- und Stephanstraße,

w Baublock XVIII und XII der oberste Riegelpfad von der Ebelstraße bis zur Straße imRiegelpfad",

in Baublock XV und XVI der Aulweg mit westlicher Abzweigung zwischen Ernst Ludwig-Straße und Lechgesternerweg,

in Baublock XVI das Gäßchen südlich der Ebelstraße, und der Schiffenbergerweg von der Keplerstraße bie zur Abzweigung der neuen Richtung nach dem Platzam Stern".

Gießen, am 28. Februar 1898.

Großherzogliche Bürgermeister« Gießen.

2349 Gnauth.

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß der Stadt erweiteruugsplau für den Südofteu der Stadt, unter Auf­hebung der entgegenstehenden seitherigen Straßen- und Fluchtlinien für diesen Stadttheil, nunmehr festgestellt ist und daß deffen Einsichtnahme auf unserem Stadtbauamt Jedermann freisteht.

Gießen, 28. Februar 1898. 2350

Großherogliche Bürgermeisterei Gießen.

___________________ Gnauth.

Bekanntmachung.

Die drei Längs-Gewölbe des Kellers unter der Turnhalle des Real- Hymnasiums sollen

Samstag, den 12. d. Mts., Vormittags IO Uhr, im Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 15, unter den im Termin bekannt gegeben werdenden Bedingungen anderweit verpachtet werden.

Gießen, den 7. März 1898.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 2516

t'elumntmnchung

Lieferung vou finoknm.

Das Liefern und Verlegen von ca. 600 qm Linoleum in den Erweiterungsbau für das Realgym­nasium und die Realschule dahier soll Montag, 21. Mär? d. I.,

Vormittags 10 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Be­dingungen für dar Liefern und Ver­legen sind während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 ein zu sehen. Angebote, auf Vordruck, sowie eine Probe des Fabrikats sind bis zum genannten Termin bei uns ein­zureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, 8. März 1898.

Das Stadtbauamt.

Schm andt. 2465

Bekanntmachung.

Vom 1. Aprtl b. Js. werden a« ave« Werktage» zwischen Fronhausen und Gicßen die nachstehenden, hauptsächlich für den Arbeiterverkehr bestimmten Züge mit 3. unb 4. Kliffe wie folgt befördert:

3«g I (vom L/4. bi» 81./» )

Fronhauseo

Friedelhausen

Lollar

Gießen

Zug II (dal ganze Jahr hindurch)

Gicßen ab 6^ Nachmittags

Lollar 612

Friedelhausen 622 *

Fronhausen 721 »

Der bisher Montags und an den Tagen nach Festtagen beförderte Arbeiterzug I MarburgGießen sowie der SamStagS und an dcn Tagen vor Festtagen be­förderte Arbeiterzug H GießenMarburg fällt vom 1. April d. I ab fort.

Deckblätter zum AuSbarig- »nd Taschen- fahrplan werden an Fahrkarten- Ausgabestellen uveutgettlich abgegeben.

Cassel, den 9. März 1898. 2583

«Snigliche «iseudahudirsetiou.

j^Versteigerungenj Eichen- und Uadel- Nllhhotz-Versteigerung.

Dienstag de» 15. März d. I, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Gemeindewald Waldgirmes, DistrictenKlöppelstrauch, Dickeiche, Eisengrube und Totalität, nachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert werden.

30 Stück schöne Eichenstämme mit 51 fm,

2 Buchenstämme mit 2,3 i km,

23 Fichtenstämme mit 23,12km,

32 rm Eichen Nutzholz L - 53 , N-dil-

22 Erlen. 12 mir. Sänge,

85 Stück Eichenstangen j von 1. bis 45 Nadelftangen j 3 Klasse,

32 rm Nadel Reiser, zu Spalier geeignet.

Zusammenkunft in der Markwiese bei dem Häuschen.

Waldgirmes, den 9. März 1898. Der Bürgermeister.

Bernhardt. 2497

ab 522 Vormittags

522

522

, 512

Holzversteigerung

Mrftl. Oberförstern Hohensolms

1. Donnerstag den 17. März Vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft District Hollerberg. Buchen rm: 47 Scheite, 13 Prügel, 16 Stöcke, Wellen: 750 (Astw.), 1500 erste Durchforstung. Eichen: 850 Wellen erste Durchforstung. Fortsetzung Nachmittags 2 Uhr District Schert er- toalb Zusammenkunft: Straße am Scheuerwald bei Hohensolms. Buchen: 66 rm Scheit, 24 rm Knüppel, 31 rm Stöcke, 1400 Astwellen, 1500 Durchforstungswellen (zweite). Eichen: 8 rm Scheite, 19 rm Knüppel, 20 rm Stöcke, 1200 Wellen.

2. Freitag den 18. März. District Pfiffes»ink. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr an derBlas- bacher Ochsenwiese". Buchen: 33 rm Scheite, 40 rm Prügel, 18 rm Stöcke, 440 Astwellen, 5800 zweite Durchforstung, 1800 dritte Durch­forstung. (Achen: 23 rm Scheite, 1 rm Prügel, 64 rm Stöcke, 900 Wellen. 2522

3. Montag den 21. März. Zusammenkunft Vormittag» 10 Uhr am Altenberg an der Wetzlar Hohensolmser Straße. District Alteuberg. 2000 Eichen-Durchforst- ungSwellen. District Bleidenberg. Kiefern: 5 rm Prügel, 9 rm Stöcke, 770 Wellen. District Grundwald. Buchen: 38 rm Scheite, 47 rm Prügel, 28 rm Stöcke, 3640 Wellen, zumeist zweite Durchforstg. 50 Eicken- wellen, 150 Fichtenwellen. District Ausevald Buchen: 22 rm Knüppel, 7 rm Stöcke, 3950 Wellen, zumeist dritte Durchforstung. Eichen: 18 rrn Scheite, 40 rm Stöcke, 800 Wellen.

Hohensolms, den 9. März 1898.

Fürstliche Oberförsterei.

Holz-Versteigerung.

Im Freiherrlich von Rabenau'schen Revier Friedelhausen sollen Freitag den 18. d. Mts. in den Districten Burgwald und Hainbuch versteigert werden:

55 Eichenstämme mit 5,42 cbm und 12 Birkcnstämme mit 1,22 cbm (zu Wagnerholz geeignet), 1 Linden­stamm mit 0,32 cbm, 350 Fichten- Derbstangen und 850 Fichten-Reis- Rangen, zu Bohnenstangen geeignet, sowie 70 rm Buchen-, Eichen- und Kiefern - Scheit und Knüppel, 4200 Eichen- und Nadelholz-Wellen und 20 rm Eichen-Stöcke.

Die Zusammenkunft sindet Vor­mittags 9Vi Uhr am Ausgang der Kreisstraße Friedelhausen auf die Marburgerstraße im District Burg­wald statt.

Friedelhausen, am 7. März 1898. 2534____________Schneider.

Gebote auf die diesjährige Loh> ernte der Gemeinden Ebersgöns 105, Groß-Rechtenbach 70, Münchholz­hausen 60, Niederkleen 60, Ober­kleen 300 Centner sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift hierhin bis einschließlich den 16. ds. Mts. einzureichen.

Groß-Rechtenbach, 9. März 1898. 2521 Das Bürgermeister-Amt.

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