Ausgabe 
11.6.1898 Zweites Blatt
 
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Oft führe» selbst die wichtigsten Maßnahmen bei recht gut heilbaren Zuständen nicht zum Ziele, weil der Kranke sie nicht ausführt oder nicht auSführen kann. Alle Behandlung vermag den Raucher nicht von seinem Racheucatarrh zu be­freien, so lange er bei seiner Gewohnheit verharrt. Ganz besonders kommt dieser Gesichtspunkt bet der zu einer Geißel unseres Jahrhunderts herangewachseuen Nervosität in Betracht. Einsichtslosigkeit und Willensschwäche hindern hier oft die sehr wohl mögliche Heilung, öfters freilich auch die stärkere Gewalt äußerer Umstände, welche die BedaueruSwertheu tu dem Zwange des Berufes so lange festhalteu, btS einZu spät" keine Heilung mehr erreichen läßt.

Eng begrenzt also erscheint daS Leistungsgebtet der Heil­kunde, aber doch hat sie schon Bedeutendes vollbracht. Tie hat Großes und Gutes geleistet in dem steten Bestreben, die Entstehung und Art der krankhaften Veränderungen genau zu erforschen, festzustellen, durch welche Vorgänge und unter welchen Bedingungen der Organismus die Störungen am leichtesten überwindet oder ausgleicht, und, wenn möglich, in zweckmäßiger Weise diese Vorgänge zu unterstützen. Dazu kommt als Hauptaufgabe der Heilkunde, daS Verhüten krank­hafter Zustände und das Erkennen der Krankheitsursache. Vielfach ist eS eben nur ein Vernichtung der Krankheitsursache, was man als Heilung bezeichnet. Wenn die verschluckte Kalilauge durch sofort gereichten Eisig neutraltfirt wird, so hat man zwar einHeilmittel" angeweudet, aber mau erreicht dadurch doch nur eine Unschädlichmachung deS Krankheits­erregers, nicht eine Heilung der Mageuverletzuog oder Haut- affeetiou.

Somit verbleibt der Heilkunde als Hauptgrbiet zur Be° thätigung ihrer Tüchtigkeit die Behandlung der Krankheits« symprome. Die unübersehbare Zahl pharmazeutischer Prä­parate dient in ihrer überwiegenden Schaar gerade diesem Zwecke/ in den meisten Fällen ebenso die Anwendung der Brunnen« und Badekuren, der Electricität und vieler anderer therapeutischer Hilfsmittel. Man unterschätze die Wichtigkeit dieser Aufgabe der Hetlkuost nicht. Für den Leidenden ist es meist ohne jede Bedeutung, ob diese oder jene anatomischen oder functionellen Veränderungen bestehen, nur keine Em­pfindung will er von ihnen haben, nicht gestört werden in seiner Leistungsfähigkeit, nicht verkürzt werden in seiner Lebensdauer. Und außerdem hilft die symptomatische Be« Handlung allein oft über gefährliche Episoden im Verlaufe der Krankheit fort. Niemand wahrlich, welchem daS ziel­bewußte Handeln des Arztes einen theuren Angehörigen er­halten hat, dem z. B. HerzkollappS schon den Stempel deS Todes aufzuprägeu schien, wird gering denken von der Be­handlung der Symptome.

Obgleich also die Heilkunst überall auf Schranken stößt, ist ihr LetstungSgebiet doch ein sehr ivhaltreicheS, sind ihre Aufgaben doch groß und bedeutend und wahrlich deS Schweißes der Edlen werth! Jedoch muß der Arzt sich stets bewußt fein, daß er nur der Diener der Natur ist, nicht ihr Meister. Kann aber die Heilkunst die Natur nicht meistern, so folge sie ihr treu beobachtend. Die Wahrung dieses Grundsatzes gerade verbürgt einen wirklichen Fort­schritt hilfreichen Könnens, sie liefert auch den Schlüffe! zu dem Geheimniß des mächtigen Erfolges der wahrhaft großen Aerzte.

vermischt«.

Herrenberg (Würu.), 9. Juni. Unweit der Stadt wurde heute ein Schäfer mit 43 Schafen und einem Hunde vom Blitz erschlagen.

* Der Schwierigkeit, welche der Transport moderner Geschütze, besonders auf «eiche« oder ansteigende« Terrain bietet, wollen die Amerikaner durch die Lonstruction von zer­legbaren PofitiouSgeschützen begegnen. Diese haben ein mit Zügen versehenes inneres Rohr, über welches sich genau aufgeschliffene, in der Mitte «it eine« entsprechenden Loch versehene Scheiben aus Gußstahl schieben laffen. vier starke Schraubenbolzen ziehen die den Mantel bildenden Platten in der ganzen Länge des Geschützes fest zusammen und spannen fie gleichzeitig auf da« innere Rohr. Die letzten Platten sind mit je vier Löchern zur Aufnahme der Schraubenbolzen ver­sehen. Der Transport der einzelnen Thetle dürfte aller­dings, wie da« Berliner Patent-Bureau Gerson & Sachse schreibt, auf Schwierigkeiten irgend welcher Art nicht stoßen. Eine andere Frage ist aber, ob trotz deS sorgfältigsten Zu- sammenpreffeuS der Theile eine so innige Verbindung ent­steht, daß die gewaltigen, bei der Explosion der Ladung auf­tretenden Spannungen in gehöriger Weise ausgenommen werden und nicht noch viel früher eine Zerstörung deS Kerne« erfolgt, als solche ohnehin bei den aus einem Stück bestehenden schweren Geschützrohren einzurreten Pflegt.

Gefährlicher Boden.Wo haben Sie denn eigentlich Ihre Frau kennen gelernt, Herr Kuüserich?"Auf der Eisbahn!"Ja, ja, da hat sich schon Mancher was geholt!"

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