Ausgabe 
10.11.1898 Zweites Blatt
 
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ffialbnnätn* vor der Pbilosopbtschkll Gesellschaft in «opstadt I gilt die Nachttax-, also da« D-PP-Ue. Für g«t,e Ta,r ^w° st «u, die Zuhörerschaft maßt, freilich die -in-That. zahlt man 25 bi. 35 Mark. Di. Wagen fahren bi. ^ lache schlagend wirken, daß da, «apland jährlich für 1OOOOO 43 Rilom«.» in b« Stunde. In der Stadt dürfen fi- nicht Nsnnd drückte irgend welcher Hrt gewinnt und allein für mehr all 300 Meter per Minute wachen.

sRfrmh fink während der letzten zwei Jahre aul * Siu zveites St von einem riesigen. straußart gen

Vogel der Vorzeit, dem Struthiolithus chersonensia, ist kürzlich nach ReichenowS Ornithologischen Nachrichten von einem Chinesen in einem kleinen Dorfe Nordchinas gefunden worden. Bisher hatte man von diesem ausqestorbemn Vogel­riesen nur Kunde durch ein Ei, das 1857 bei Malinowka im Gouvernement Cherson in Rußland entdeckt wurde, als ei in einem angeschwollenen Bach, der hinter einem Mühleuwehr eine Ausspülung veranlaßt hatte, im Wasser trieb. Dieses Ei ist, nachdem es mehrmals den Besitzer gewechselt hatte, von dem letzten für 1000 Rubel zum Kauf ausgeboten worden. Da sich jedoch kein Käufer fand, behielt es bet Besitzer und bewahrte es längere Zeit auf, bis es schließlich durch einen Zufall in zahlreiche Stücke zerbrach. Nun wurden wenigstens die Trümmer für die Wisienschaft gesichert; sie kamen in das Petersburger Museum, wo man sie, so gut es ging, wieder zusammensetzte. Das jetzt in China gefundene Ei, welches in das Museum zu Cambridge im Unionsftaate Maffachusets gekommen ist, soll mit dem russischen fast voll­ständig übereinstimmen. E» ist 180 Millimeter lang, nutzt in der Querachse 147,5 Millimeter und hat 1897 Cubik- centimeter Rauminhalt. Das russische war etwas breiter und faßte darum 2200 Cubikcentimeter. Allein der Inhalt dieser riesigen Eier muß also schon zwischen 4 und 5 Pfd. gewogen haben, während das ganze Ei unseres Straußes mit Schale und Inhalt nur gegen 3 Pfund wiegt. Der vorzeitige Vogel wird also unseren heutigen Strauß an Größe noch bedeutend Übertroffen haben. Die Erdschichten, aus denen das chinesische Struthwlithus Et stammt, sind zweifellos diluvialen Alters; auch das russische war aus einem rothbraunen bröckligen Lehm mit einer Unterlage von kristallinischem Gips auige«

269349 Pfand Holz während der letzten zwei Jahre aul dem Ausland etngeführt hat, so daß also der landwtrthschast- liche Bodenertrag noch nicht einmal dazu hingereicht hat, nm die Holzeinfuhr zu bezahlen. Weiterhin gab Hutchtnl eine bemerkenlwerthe Zusammenstellung del Waldretchthuml der HauptlSuder der Welt. An der Spitze stehen das europäische Rußland und Schweden, wo 42 Procent bei gelammten Bodens mit Wald bestanden find,- in Rußland beträgt die Waldfläche etwa 212 Millionen und in Schweden rund 17 Millionen Hektar. El gibt nun noch Länder, die auAul- dehnung bei waldbestanbenen »oben! zwar nicht bal euro­päische Raßlanb, aber boch Schweben bebrütend übertreffen und verhältnißmäßig boch zu ben waldärmeren Säubern ge­rechnet werden müssen. Die Bereinigten Staaten von Amerika hatten 1892 einen Waldbestand von 192 Millionen Hektar, »er aber nur etwa 2 Procent der ganzen Bodenfläche aul* macht und sich in den letzten Jahren durch ben bort üblichen Raubbau noch stark vermtnbert haben muß. Oesterreich ver­fügt über gegen 19 Millionen Hektar Walb und ist mit 31 Procent Waldbodeu bal brittwalbreichste Laub der Welt, an vierter Stelle steht Deutschlanb mit etwa 14 Millionen Hektar nab 29 Procent. In Europa folgt bann an fünfter Stelle Norwegen mit etwa 8 Millionen Hektar und 25 Pro* cent. Ebenfalls zu ein Viertel mit Wald bestanden ist Indien, dal 56 Millionen Hektar Wald befitzt. Einen ganz erheb« lich geringeren Waldreichthum hat Frankreich mit nur 16 Pro- eent und rund 8 Millionen Hektar. Portugal hat 5 Procent Waldbrstand, und noch weniger England, nämlich nur 4Pro- eent. An die unterste Stelle dieser Reihe fetzt Hatchinl die Kapkolonie mit 0,29 Proeent Waldbestand, und schließt mit der Behauptung, daß dal gute Fortkommen von Wäldern an einzelnen Stellen darauf hinbeute, baß die Boden- und Klima- verhäliniffe bei Sandel für eine Hebung bet ForstcnUur burchaul nicht ungünstig seien, unb baß ble Kolonie ihren Holzbedars selbst werde decken können, wenn Bauwpflanzungen dort, wo der Ackerbau schwierig oder unmöglich sei, versucht

Saft. Nachdem fie begeistert getrunken auf bal Wohl der Spender, auf die Freiheit und auf die noch uvvergeffrue Sötte von Wolzogrn, holte Schiller aul einem Schnbfache ein Manuskript hervor unb begann zu lesen Aufangl leise, bann immer pathetischer, lauter, bis fein hoher Geist in ben Worten wledertöute nab bal Feuer bei Geniel aul seinen Augen loderte, während der Freund mit steigender Bewunderung lauschte unb sich weiter und weiter vorbengte, um keine Silbe der herrlichen Verse zu verlieren: el waren die ersten ©eenen von®on Carlol".

Darmstadt.

Im December btffelben Jahrei versammelte sich in ben Räumen bei laudgräfl'chru Schloffel zu Darmstabt eine illuftte Gesellschaft. Der Landgraf nebst Familie unb ber Hof schaarte sich um einen hochverehrten Gast, ben Schwieger- fohn aal Weimar, Karl August. Mit Spannung lauschte die Gesellschaft bem Bortrage eine! jungen, hageren Manuel mit lichten Augen unb röthlichem Haar, der, eine kunstvoll gestickte Brieftasche vor fich, mit glühenden Wangen aul einem Manuscripte vorlas.

Schiller war el, der infolge Verwendung Dalbergl und der Frau von Kalb die Erlanbniß erhalten hatte, den ersten Act seinesDon Carlo!" dem Hofe vrrzuleseu. Lediglich zu bem Zwecke war er nach Darmstadt gekommen, um fich Karl August, dem Freunde Goethel und der Musen, vorzuftellen unb vielleicht der Gedanke ließ sein Herz mächtiger klopfen seine Aufmerksamkeit zu erregen. Ach, wenn el ihm gelänge, wie Goethe, die Freundschaft des edlen Fürsten zu gewinnen, dann wäre el vorbei mit allen Sorgen und man böte ihm die Mittel, fich frei und ungehindert zu entfalten, fich in jene erhabenen Regionen zu erheben, wohin der Flügel- schlag feiner Begeisterung ihn tragen würde.

Athemlose Stille herrschte Schiller, obgleich ein schlechter Vorleser, lal mit aller Glnth seiner Empfindung. Alle Zuhörer waren tief bewegt Rufe der Bewunderung

werden würden.

Die Droschke der Znkttnft. Dal Organ bei Oester- reichischen Automobil-Clubs macht, wie bte »Neue Freie Presse" mitthrilt, interfff ante Mittheilungen über bte in Hamburg in Verwendung stehenden Automobil-Droschken, welche bort ihre eigenen Standplätze haben unb vom Pub­likum eifrig benützt werden.Ich setzte mich," schreibt ber Berichterstatter,in ben bequemen, vier Personen faffenben Wagen, ber Lenker trat nach rückwärts, hob eine Klappe ein letsel Surren, der Motor arbeitete. Ein Kutscher, der seinem Pferde die Dicke abzieht, braucht längere Zeit. Mit leisem Ruck zog der Wagen an. Der erste Thetl meiner Fahrt ging über den stark belebten Jungfernstieg. Ich konnte hier beobachten, um wie viel größer die Lenkbarkeit bei Au­tomobile! in den Hänbeu etnel geschulten Manuel ist, all jene bei Pferbe!. Trotz bei starken Verkehr! wanb fich unser Wagen viel rascher all jeher aabere burch da! Gewirke. Dal Pflaster war sehr schlecht, aber der Wagen zeigte nur eine geringe Erschwerung. Auf dem mit Alphalt belegten neuen Jungfernsteig war die Fahrt ideal. Dann folgte elende! Pflaster, und bort verminderte fich bte Schnelligkeit bei Wagen! um ein Geringe!. Im Ganzen legten wir elf Kilometer tu einer halben Stunbe zurück." Der Besitzer bei Automobilwagen Unternehmen! gab bem Verfasser bei Arf.kell folgende Aufklärungen: Unser« Publikum wurde e! bald klar, daß eine Fahrt im Automobil nicht mehr kostet al! in der Droschke, daß aber der Motorwagen selbst in ber Stadt um ein Drittel schneller ist. Damit war bal Unternehmen ge­sichert. Die Wagen stehen selten still. Für 1200 Meter werden 80 Pfennige gerechnet, je 400 Meter mehr kosten 10 Pfennige. Bon 11 Uhr Nacht! bi! 6 Uhr Morgen!

wurden laut, und auch ber Herzog Karl August hielt nicht mit feiner Anerkennung zurück.

.Welch wundervolle Brieftasche," rief bte Fran Erb- prinzesfin entzücke, inbem fie bal Geschenk bei Körner'schen Kreise! mit Kennermiene betrachtete.

ES ist eine Gabe von lieber Hand,- antwortete ber Dichter ruhig.Ich betrachte fie all Talilman, der mir Glück bringt" __

Deshalb haben Sie fie wohl auch mitgenommen r1 Deshalb, durchlauchtigste Prinzessin."

Nau begann Karl August zu sprechen, über bal Drama, über Don Carlos, über Schiller selbst. Der Dichter, ohne Scheu, schüttete bem edlen Manne sein übervolles Herz an!, lebhaft blinzelnd, mit bem häufigen Lächeln, bal im Gespräch auf seine Lippen zu treten pflegte. Alle seine Gefühle, seine Wünsche gab er mit ber Naivetät etnel weltnukandigen Jünglingl zu erkennen. Sein neue! Drama gebuchte er dem Herzog zu widmen ach, wenn er mit Goethe, Wieland und Herder tu Weimar wohnen, wenn er bei Herzog! Gunst gewinnen könnte, wie wollte er schaffen unb arbeiten!

Mit gütigem Lächeln hörte ber Herzog bem Enthusiasten zu, ohne fich zu irgenb welchen Versprechungen herbeiznlaffen. Noch hatte aber Schiller Darmstadt nicht wieder berlaffen, all er am 27. December folgenden Brief de! Herzogs erhielt:

.Dem Sachsen-Weimarischen Rath Dr. Schiller, jetzt zu Darmstadt.

Darmstadt, den 27. December 1784.

Mit vielem vergnügen, mein lieber Herr Doetor Schiller, ertheile ich Ihnen den Character all Rath in meinen Diensten; ich wünsche Ihnen dadurch ein Zeichen «einer Achtung geben zu können. Leben Sie wohl. Karl August,

H. z. S. W."

Trtumphtrend kam Schiller in Mannheim wieder an.- Ein Titel war damals mehr werth, all jetzt, er öffnete alle Thüren. Jetzt erst entschloß er fich, die Sendung aus Leipzig, die er vor sechs Monaten erhalten, zu beantworten, in einem Schreiben voll Dankbarkeit und Liedenlwürdigkeit, in bim et bte Gründe seines Schweigens ehrlich barlegte. Bald traf die Erwiderung ein, eine Einladung nach Leipzig:Kommen Sie selbst sobald als möglich. Dann wird fich Manches sagen lafien, was fich jetzt noch nicht schreiben läßt. 61 schmerzt uns, daß ein Mann, der uni so thener ist, Kummer zu haben scheint. Wir schmeicheln uni, ihn lindern zu können, unb das macht uni Ihre Freunbschaft zum Be- dürfoiß."

Ich gehe nach Leipzig", rief er entschloßen seinem treuen Streicher zu, all btefer Abendl bet ihm erschien Siel, liel ba! soll heißen: wir helfen Dir! Die Zakanst liegt nun offen vor mir, alle Drangsal hat ein Enbe. Jv Leipzig winkt Hilfe, auch ber Herzog von Weimar wirb wich nicht vergeffen. Warum sollte ich nicht an feinem Hofe btt gleiche Rolle wie Goethe spielen können? Ich bin zwar uilV Jurist, aber ein Jahr Stubium, unb allel Nöthtge gelernt!"

So phantafirte, Jubelte der Dichter, groß in seinen Hoff­nungen, feinen Plänen. Mitte April 1785 reiste er al- Streicher verbrachte mit ihm ben letzten Mannheimer Abend. Um Mitternacht erst trennten fich die treuen Freunde, tief' erschüttert einander die Hand reichend.

Leb wohl, lieber Freund", sagte Schiller mit einer Thräue im Ange.Seb wohl und höre, Andreal: laß uns einander nicht eher schreiben, bis Du Capellmetster bist und ich Minister!"

(Schluß folgt.)

spült worden. , c

Der nengewahlte preußische Landtag wird hoffentlich del H u m o r S bei seinen Sitzungen nicht ganz entbehren. Findet sich doch einSchelm" in derMenge", der durchaus nichtErnst" feinWill" und denHesse"n, denBoehm , denKoffack" undMohr" gern aufsKorn" nimmt. Er greift in dieHitze", vonMücke' n umschwärmt, gern zum Seidel" und man hört ihn allerleiMunkel"n über den Ring- derHofmänn-er und die Repräsentanten der Land- wirthschaft, denFeldmann" undNeubauer", denWerden- Hofer", denHirt" undFischer". Das Handwerk vertreten einSchneider" vonRoeren", einSchmidt", der auch Dietrich"? fertigt, was ihn mit demRichter" und dem Stockmann" in unangenehme Berührung bringt, ferner em Sattler" und einBeinhauer", derKnoch"en zuHorn - fachen verarbeitet. Neben denChristen" begegnen wrr da auch einemHeyden", der sogar seinenGötzen" nutgebracht, all Gegensatz dazu, der besonderenWeihe" halber, selbst einenEngelmann", der keine Schuld hat, wenn krotzdemdal Opfergelt" rechtKnapp" ist und nur aul einemSchillmg und einemDreyer" besteht. ZweiKrieger" und ein Hauptmann" mit ihrenDegen" folgen dem "Heevemann , rote einst demPappenheim" seine Dragoner. Ate Wiffen- schaft ist nur durch ein einzigesBuch" repräsenttrt, die Litteratur durch einenArndt",Gleim",Bemalt)7 u. s. w. Vertreter der edlen Kunst des Gesanges sind ein ,/Ober­mann" und einSänger", die im Zweifel sind, ob der Kritiker ihremSchall" einLobmann" oder eint böser Geisler" sein wird. EinKrämer", deffen Geschäft den Krebs"gang geht, vertritt den Handel, einSchaffner' den Verkehr, einHausmann" das Dienstpersonal. ZweiSeher eröffnen uns den Ausblick in die Zukunft und lassen hoffen, daß der neue Landtag verstehen wird, was dem Votte frommt und es verschonen wird mit einerKuhr" ä laEisenbart .

bie heutige Erörterung üter die Foschodafrage werbe rasch erledigt werben unb ruhig verlaufen. Die «eisten Blätter brücken bie Hoffnung aul, baß die an der Erörterung theilnehmenden Redner vermeiden werben, Worte zu ge­brauchen, welche den englischen Jingoilmns heraulforbern unb die gegenwärtigen Schwierigkeiten verschlimmern könnten.

Die Strafkammer bei Cassationshofel beschäftigte fich am Montag mit ber Untersuchung, betreffend bie Revision bei Dreyful-Prozefsei. Alle tfu* gange bei Gerichtshöfe! waren auf! Strengste ^gesperrt. Ja ben Wanbeigängen bei Jnstizpalaste! geht bal Gerücht, Picquart werbe unverzüglich vom Mikitärgericht freigegeben unb hem Civilqericht zur Verfügung gestellt werben.

London, 8. November.Daily Mail" commentirt eine Ansprache Marchands in Kairo und erklärt, England fei keineswegs gewillt, Frankreich gegenüber unritterlich zu handeln. Es sei jedoch der Zeitpunkt gekommen, wo gewisse Fragen gelöst werden müßten. Großbritannien werde letzt das Protectorat über ganz Aegypten verkünden. Daily Cronicle" meint, man dürfe der Rede Marchands nicht allzugroßen Werth beilegen. Das Blatt glaubt, daß trotz der England verletzenden Worte Marchands die freund­schaftlichen Beziehungen zwischen England und Frankreich wieder hergesteüt werden können.

CocaUs tmb provinzr-lles.

Darmstadt, 8. November. Der al! Nachfolger des Herrn Pfarrer Steiner zum Geistlichen de! Dtacouiffenhause! Elisabethcnstist ernannte Herr Pfarrer Johanne! Deggan von Heuchelheim, ber von seiner früheren Wirksamkeit hier noch in bestem Anbenkev steht, wurde gestern Vormittag im Hauptgottesdienst bei Stiftel in feierlicher Weise in sein neues Amt ewgewiesen. Nachdem die zahlreich versammelte Ge- «einte zum Eingang ba« SiebAch bleib' mit beiuer Gnade" gefangen, hielt Herr Superintendent Waal unter Zugrunde- lepuuß des Textei Kol. 1, 18:Christus ist dal Haupt bei Leibes, nämlich ber Gemeinde" in seiner tiefgründigen, geist- und gehaltvollen Weise bte herzlich empfundene Einführung!- xm, an die fich die förmliche Verpflichtung bei neuen Hau!- geistlichen nach ber befonberen Formel bei Stiftes anschloß. El folgte bie Siturgte unb die Verlesung der Epistel und des Evangeliums des Resormattonsfestes (Offenbg. 14, 6 u. 7, Math. 11, 1215) burch Herrn Deggan unb ber Gesang des SutherltedesEin' feste Burg ist unfet Gott", das ober, wie bie übrigen Choräle, im Tempo eine Erfahrung, bte wir kürzlich auch im Riiul ber lutherischen Kirchen Seipzigs wachten so sehr überhastet wurde, baß mitzukommen der Gemeinde wirklich kaum möglich war. Seine warmherzige unb überzeugende, mit volltönendem, klarem Organ vor- gttrageae Avtrittspredigt hielt Herr Pfarrer Deggan auf Grund von 1. Cor. 3, 2123 über bal Thema: 1) Allel ist euer im rechtfertigenden Glauben an den Herrn, der für uns gestorben unb auferstauben ist. 2) Ihr aber seid Christi in heiligender Siebe zu dem, ber in unb unter uns wohnt. Ueber ben Sebenllauf bei zu St. Petersburg geborenen, nunmehr 48jährigen Pfarrers erfahren wir, daß er seine geistliche Saufbahn all Vicar in Spöck in Baben begann, dann Pfarrvicar in Brehmen, später Pfarrverwalter, bann Pfarrer in Friebrichlthal würbe. Im Februar 1880 würbe wurde er all hessischer Reiseprediger im Dienst ber Südwest- deutschen Confereuz für Innere Mission in Darmstadt an- gestellt und h?t fich hier in dieser Stellung viele Freunde er- worden. Im November 1885 trat Deggau in den hessischen K.rchendirust über und wurde cl» Pfarrer in Sanglborf, im März 1889 zum Pfarrer in Heuchelheim bei Gießen ernannt, wo er seither in reichem Segen gewirkt bat. Dämmst. Ztg.

Der Waldreichthum der Welt. Im Kap lande fängt J man an, fich bebeutenö für Foistwttth chaft zu wteresfiren, wie ein Vortrag von Dr. Hutchins, demConservator der |