^ovderr Lv / * CU.
tzildn £ne dortri, 21$*Äunb *
»* a“toerpB ’W9^^======^ (81tk8'®'«.btI1M8 Ä M' int “ ’WhTL'ft* "”l,eqei' »fiSJ S«*wftÄ äiW'*« nliürti, fit
j/’w W« mit ihr ahn eh Jtfrf'ft!218,6m« t».3n ? flt8?Bne ,n h« Stift I K lEtn bwwahi e^tftt ®Wt 8!(a8lrt, gt^. r„ “0 31. aujüfi bii N <hb»^e >'hrer Littstherrflh-st MMti |; Wohnhaus viednbrtmtk zu Ich- "e Augkilagtr blt ed)tn?r Wx mitb» aufztbaut mar, v, ittmbtt einen HoWWm. di Ingtflajtt auf btt ült^cih uni itt Herrschaft, vck sie \u i lmdrn; bitt \oUbtttab ■.- it ntu ttbitit Tchtarr In 8_. B'mn will btt Ängtllaglt ttlhL i Zian fit btt ihrtr Hmfchast to
hierauf zur Blmhmnz in di
on Wolf: Bit Blfiatr |d 8ü!ai| ! Magi gtlomotn, tr itj^ao und ordentlich bti zu itt Zrit, »i baut wurde unb das Mich» M tttvZimmrigkfelltll ttogtlafitu \M dkpontrt, dahfitwtt dttAnMs'ti Arbeit und i« Setragtu sehr p mgio hat nie bemerkt, daß rie ötfi n t)t iufammta Qabt. 61 W c:i iffat, welchen Grund die Sogektagie iu«nbthMito W W\ £ >lg* »»ta®°pÄ 1H. Ader ans die Sltgiklagte hatte
y_"Mvw* iiixstf S*!tfSÄS beobachtet, als sich *-•
obige ist brr U ba^ fi, jüävX”*“
SÄ?
sS«".-A
r #ä •» te. in der ho^^°. daßtn nab btt nie ” w*j di!
itut»'B Kefahl b« zöagro s^r<«xr 'Ai S?h*;
»i« *” i®"
8S «ti 8»? Or*'1'
ihr ganzes verwögen. Die «eisten Familien liegen bettel» arm auf dem Pflaster. Auf den Feldern, in den Lennen, ; steht man nmr noch zertrümmerte Möbel, Fässer, Balken, Manerreste ufm. Außer den eingestürzten stad noch mehr, als 100 Häuser dem Einstürze nahe. Setreibe, Bohnen n'w. find vollständig vernichtet worden, unb bie Grundbesitzer stob nicht «ehr in der Lage, zn Helsen- daher Beschädigung»- lofigkett unb noch »eit größere Noth. Sus den Straßen campirt das arme Volk zwischen Schlamm» und Trümmer« «assen. Man besürchtet den Ausbruch einer Eptbemie. D e ganze Ortschaft bietet ein herzzerreißenbes Bilk.
• Petrolenmdohrnagen In Hessen-Eassel. Da »on vor einiger Zeit in Vöhl, einem In Hessen Eaffel gelegenen Marktflecken. Petrolenmqaellen entdeckt hatte, «ar in Der» stoffener Woche Proseffor Dr. B y chlag aus Berlin, der Seitens des Ministeriums der Petroleum- und Bohrgesell« schäft in Hannover deigegebeu war, dort anwesend nm bas Terrain in Augenschein zu nehmen. Die chemischen versuche, welche in Berlin unb Halle vorgenomwen worden find, haben die günstigsten Erfolge gehabt, besonders was Reinheit und Stärke des Petroleums anbetrifft. Da sich nun auch der genannte Geologe sehr zufriedenstellend geäußert hat, so wird man in etwa drei Wochen mit Tiesbohrnngen mittelst Maschinen beginnen.
• Versand der Kriegsfreiwiligen von 1870—71. Der »Verband der Kciegsfretwllligen von 1870/71" — Vor» fitzender Landdauinspeetor Wulff, Lankwitz — giebt eigene .Mittheilungen* heraus, die über die beteiligten Kreise hinaus Beachtung verdienen. Die soeben erschienene Nummer, welche dem Andenken Bismarcks gewtdmrt ist, zeigt Wieder die gewohnte geschmackvolle Ausstattung unb einen reichen Inhalt. Das Titelblatt trägt das Biidniß des Fürsten Bismarck, während der Text mit der Beschreibung •er Blsmarck-Ehrung des Verbandes beginnt, von allgemeinem Intereffe find die frisch geschriebenen, mit hübschen Illustrationen versehenen Aufsätze über die ersten Kriegs» freiwilligen in Jena, über die Feldpost, sowie über die Kriegsfreiwilligen von 1813, 14, 15. Eine Schilderung des wfiula*, des mit dem Leibhusaren Regiment mitgelaufenen, tzor Drlürns aefallenen Jungen, Kriegserinnerungen eines 64er», kurze Notizen und zahlreiche Verbands»MÜthetluugen füllen den Rest der 32 Seiten starken Nummer. Bismarck» luteratur Sammler machen wir auf diese Bismarck-Nummer, welche im LommiifionSverlage von Dito Drewitz, Berlin N., Monbijouplatz 10, zum Preise von 1,00 Mark zu haben »st, aufmeif am.
• Die vollstiiadige Morrdfinsteruitz am 27. December. Au diesem tage ipäc Abends ereignet sich eine Mond» finsterniß, die ihrem ganzen verauf nach in Affen, Europa, Afrika, im Jüdischen nab Atlantischen Dcean gesehen werben finn. Bei feiner gegen Osten gerichteten Bewegung tritt der Mond in den Erdschatten ein um 10 Uhr 47,8 Min. MEZ, •le vollständige Verfinsterung beginnt 11 Uhr 57,4 Min. unb endigt 1 Ubr 26,8 M u. Die Fiustern'ß überhaupt endigt ih 28. December 2 Uhr 86,4 Min. früh. Während der vollständigen verfiosterung verschwindet die Mondscheibe nicht für das Auge, sondern nimmt gewöhnlich ein düster fünfer roihcS Aussihen an. Denkt man sich den Raub der Mond» scheibe in 360 Grade getheilt, so tritt der Erdschatten au der Stelle aus den Mond, der 112 Grab ostwärts vom nörd- lichfteu Punkt der Mondscheibe liegt.
• Weihuachtsbitle oer Deutschen Seemanns Mission zu Sm st er o am. Die deutsche Seemauns'Misfiou in Amsterdam ift im Jahre 1888 geatünbet durch die Anstalten für innere »isfion in Bielefeld (P. v. Bodelschwingh). Der Deutsche Misfiousoereiu in Amsterdam, welcher diese überaus wichtige Arbeit gemeinsam mit dem vou den Bielefelder Anstalten eitianbten Misstouar betreibt, gewährt in feinem Vereins» laufe, Warmoesstroat 71, den deutschen Seeleuten jed-' zeit grstliche Aufnahme. Mancher brave Seemann betritt jähre» l-«g nicht den heimathlicheu Boden, auf de« weiter Meer aab in Ländern fremder Zunge verbringt er sein Leben in itaem Beruf voller Gefahren unb Entbehrungen. Wie all» jährlich, so soll auch jetzt wieder eine Weihuachtsbescherruug ftr unsere deutschen Seeleute veranstaltet werten. Wer hzilft, unseren Brüdern ein fröhliches Weihnachtsfest bereiten? Seldsenduugen und Gaben aller Art werden mit herzlichem Dank entgegengenommen in Deutschland durch: Pastor a. Bobelfchwiagh, Bielefelds Pastor M.yrriugh, Bunde (Ost» frietlanb; Pastor 6. Voß, DSHreo b. Hannover- Pastor fl. Lötter, L-ngerich i. Hannover- Pastor E. Kamp'.rmauu, Steinbergen b. Bückeburg; PredigtamtScandidat Borrkomp, Grebiqeriewwar Wittenberg a. d. Elbe.
• BetficheruuglanSalten der Bayerischen Hypotheken- nutz Betreiben! tu München. Die Fenerverstchermtgsaustult hrtte Ende October d. I. einen Zugang von Mk. 243.703,105 ei verffchernugscapital. Die Brutto »Prämie stieg auf «k. 2,697 578.65 Der augeweldete Bruttobetrag an Schäden betrug Uümo Dctober Mk. 2,409,917. Die Zahl hr vrandfälle stieg auf 5979. Die Lebensverficherungs« «stalt verzeichnete bis Ende Dctober ds. Js. einen Netto» pgang von 8829 Versicherungen über Mk. 9,242.011, gegen L902 Versicherungen über Mk. 7,650 293 in der gleichen grit des Vorjahres. Bei der Leibrenten.Anstalt fand ein Zugang von 321 Versicherungen mit Mk. 1,820,321 Eapitals» Zulage für Mk. 171,963 jährliche Reute statt und erhöhte ßch der Bestand auf 3639 v'rstchernngen mit Mk. 2,121,785 zchresreute. In der Uofall-Brnnche wurden 1953 all- g «eine und Reife-Unsallversichernngen über Mk. 17,254 767 Verffcherungsfumme für den Todesfall, Mk. 30,176,929 Versicherungssumme für den Jnvaliditätsfal und Mk. 10,181.54 Tagesrevte für vorübergehende Erwerdsuaf ähigkete oögrschloffen, sowie 1593 Haftpflichtversicherungen über Mk. 49,851,666 Höchstschaden'umme. An Schäden wurden angemeldet: ein Todesfall, drei I validitätsfälle, 180 Fall: mit vorüber» gehender Erwerbsunfähigkeit und 60 Haftpfltchtfchäden. Beim H'^aunahen des Winters fei besonders hin^ewiefen auf die Hrftpflichtverficherung ftir Haus- und Grundbtfitzer, wodurch
bie Anstalt diesen Ersatz bietet für die mancherlei Entschädig« rmgsan'prüche, denen dielelden Rusgefetzt sind bei Uafällku, «e che Inwohner oder P^ffanten erleiden infolge unterlaffeuer Streuung bei Glatteis, durch Heradfallen von Schnee und Eis von den Dächern, S nrz auf der Treppe infolge mangel» haster Beleuchtung u. f. w.
• Die Kölner 6tabteettoiltung hat für die noch nicht 25 Jahre alten unverheiratheten Arbeiter an den städtischen Gaswerken durch einen Nachtrag zur Arbeitsordnung Sp ar- zwang eingeführt. Ein bestimmter Betrag des Lohnes wird einbehalteu und in der städtifi^en Sparkaffe ongeiegt. Gespart muß werden vou einem Arbeiter im Alter von 14 Jahren halbmonatlich mindestens 1 Mk., von 15 Jahren 1,50 Mk., von 16 Jadren 2 Mk., vou 17 Jahren 2,50 Mk., veu 19 Jshren 3,50 Mk., von 20 Jahren und darüber 4 Mk. vor de« 25. Jahre kann der Arbeuer feine Ersparnisse nur bann ausgezahlt erhalten, wenn er fich feinen eigenen Hausstand gründet, ober wenn er zu« Militär eingezogen wird. In ähnlicher Wrise ist der Tparzwang von der Maschinenbau» Actieu'Gesellichaft Köln-Boheuthal eiugeführt.
• Für «rbeiterunterstnhuag unb Arbeiterwohlfahriszwecke haben gestiftet : Herzog Ernst Güather von Schleswig-Holstein für 1000 Beamte, Domestiken und Arbeiter in Primkeuan eilte Peufiovs- und Wittwen UuterstÜtzungSkaffc, Adolf Vöddinghans in Elberfeld 20000 Mk., die Braunschweigische Actien-Gesellschaft für Jute» und Flachs-Jadustrie 70000 Mk. (außerdem 42 000 Mk. für bie Beamten btr Gesellschaft), Eolzmann und Sriffert in Sangenberg 50000 Mk., Fraoz Elouth in Köln NippkS 100000 Mk. (einschließlich für Beamte), Graf Guido Henkel v. Donnersmarck 1 Million, Karl Freuden» berg in Weinheim 50000 Mk, die Gesellschaft freiwilliger Ärbetterfreunbe zu Riel 60 000 Mk. (für Altenheim „Kaiser W Ürelm'Stift"), bie Gesellschaft für Gastudustrie in Augsburg 15000Mk., Ttadtrath Hagen in Freienwalde a. D. 100 000 Mk. (für Errichtung eine» Altenheim» für ehemalige Handwerker und Kaufleute), die Ehemische Fabrik „Hermania" in Schöne» b» cf 80200 Mk., Sommerzienrath Hertel in Waldenburg 15000 Mk., die Köln»Rottweiler Pulverfabriken 770000 Mk, Actiengefellichaft Ludwig Löwe in Berlin 50000 Mk., Privatier Mauskopf in Frankfurt a. M. 250000 Mk. (für Errichtung eines Altenheims), Lommerzienrarh Manz in Bamberg 6000 Mk., Hofmöbelfabrik Heinrich Pelleuverg 50000 Mk., Zuckerraffinerie von vom Rath und Bredt 100000 Mk., Frau Eommerz'.enrath R-ichardt 10000 Mk. (für die Arbeiter der Deffauer Zuckerfabrik), Jagenteur Strauß in Dürkheim 20000 Mk., Frau geb. Katharina Wageaführ, Mitbesitzerin des Eisenhütten» und Emallirwerk» Tangirhütte 100000 Mk, vuchdruckereibefitzer W'kprecht in Plauen t. v. 10000 Mk.
• Nach den vorläufigen frgebnifien bet Eeimiual Statistik für das Deutsche Reich für 1897 wurden im Jahre 1897 wegen verbrechen und vergehen gegen Reichsgefetze 463584 Personen utrurtgiilt, darunter 45 251 unter 18 Jahre alt. Die verurtheilur g erfolgte bei 82 688 Personen wegen Verbrechen und vergeben geq-n Staat, öffentliche Drbnung unb Religion, bei 195 759 wegen verbrechen und vergehen gegen bie Prrson, bei 183806 wegen Ve/brechen und Pexqet)en gegen bas Vermögen nnb bei 1331 wegen Amtsbelictet». Beim vergleich mit ben Vorjahren finb bie Berurtheilungen wegen verbrechen und vergehen gegen bie Person stetig unb zwar wesentlich gestiegen, bie Zavl der Verurtheilteu dieser Sotcgork betrug 1892: 157 928, 1894: 181977, 1897: 195 759, ebenso Haden stetig zugeuommeu die verbrechen und vergehen gegen Staat, öffentliche Drbnnnr» unb Religion, welche von 66392 im Jahre 1892 auf 82 688 im Jahre 1897 gestiegen find. Die Zahl der wegen Btrbrechen und Vergehen gegen das vermögen verurtheilteu betrug 1892: 196437, fiel bis zum J.hre 1896 auf 179 136 und stieg im Jahre 1897 auf 183806, gegenüber 1892: 12631 weniger, von bea 45 251 ^Jugendlichen", dos heißt 12 bis unter 18 Jahre alten Perlonen, wurden unter Anderen cer» urtheilt: 22544 wegen Djedstahis, 7537 wegen Köcper- Verletzung, 2852 wegen Sachbeschädigung, 2111 wegen Unterschlagung, 3667 wegen Betrug», Hehlerei und Urkunden« fälfchung, 1170 wegen Sittlichkeitsvergehen, 22 wegen Mord, Todtschlag und R.udcsmord, 175 wegen Brandstiftung unb 50 wegen Meineid.
Literatur und Kunst.
— Landor» Werk ,,^uf verbotenen Wegen" (Leipzig, F. A. Brockyaus) du überall großetz Aussehen erregt, sodatz weven nach MouatSirtft eine zweite unveränderte Auflage zur Ausgabe getan ,t. Das mit einer ^ülle von interesianten Abbtldungen autzgeftattete Buch oet bient in btr Dhat die allgemeine Aufmerksamkeit, denn die Erlebn'ffe Landors, die er auf feinen verbotenen Wegen det bm flxaufamcn Tibetanern halte, si d im höchsten Grate sensationell. Der billige Preis von 10 Mk. für das elegant ecbunvene, unter Anderem auch 8 fünftitttftre Chromoiafeln umfaffende Werk empfiehlt es als Weihnachtsgeschenk für Jcbermann, auch für die reifere Jugend.
— Die Sternkunde. Geweinsaßlich bargestellt von R. H. Blochmann, 315 Seiten, Gr. 8°. M«t 69 Adbitdungen, 3 tafeln unb 2 Sternkarten. In cleaentern Orig.-Bd. Mark 5.-. Dieses tm Birlage von Strecker <t Moser in Stuttgart soeben erschienene W-.ik wirb allen T-nen willkommen sein, bie wohl dos Ledürsniß Haden, eine ber erhadenstm Wiffenschaftnr kennen zu lernen, aber nicht in der Lage find, umiangreichere Werke iu studiten. Wenn auch in be letzten Zeit mehrere gute Bücher über bm gleichen Stoff ericheenen finb, fo können wir gerade btt dieser jüngsten Er- icheinung ber «stronomtschln LUleratur einen der Hauptsacloren. bie ein Werk »um Allgemeingut machen helfm, mit ganz d-sooberer Freude begrüßm: Die Wohlfeilheit besselbm. Die Verleger haben in btr Sltrnkunbe für einen recht btscheibenen Preis wirklich Erstaunliches geleistet. Dem gediegenen Eint and, ben sauberen Illustrationen rote überhaupt brr ioitbefien Ausstattung ent pricht auch b<r Inhalt. In glatte^, lerchfiaßltcher Darstellung finden wir hi».r in gemeßener kkü zt alles da:, wa» uns der Himmel in seinen unermeßlichen Tiefen ir jenen Ltchtfianolen erzöblt, bie wir in ewig schönem Glanz an «fern erstrahle,! fehtv. Es würde zu weit führen, hier auf den uusta-rgr^chen Stoff näher einzugehen: Genug, baS Werk, welches ucatn ktr.tr lerchtfaßlichen, »ormvollendeten Sprache auch btt Heranwachsenden Jugend ein treffliches Weihnachtsgeschenk fein dürste, berechtigt uns zu dem Wun'che, baß t» recht bald eine Zierde jeder Hausdidliothek werben möchte.
— Im Berlage von Geora Heinrich Meyer, Leipzig etfchie» soeben die erste Lieferuna von Äboli Pichler» Ureier beschichte» und Heinrich Sohnreys Dorfgeschichten. Des Verlegers Bemühe», dielen wirklich guten Süttern die verdiente Verbreitung zu verschaffen, bars der Unterstützung aller Freunde gesunden Lesestoffes ficher sein.
Soeben erschien Gotthilf, .von Berlin nach Kon» ftantinopep, Mk. 1,20. Verlag von M»r Badenzten, Ratvenow. Der Deriasier schrldeit, veranlaßt durch dir Ralferreife, sehr anziehend seine vor fünfzehn Jahren ausgesührtt Orientreise.
Gottndienfi m der zyuagogk.
Samstag den 10. Tecemder 1899.
Vorabend 4» Uhr, Morgen» 9 Uhr Predigt, Nachmittags 3 Uhr, SabbalhauSgang 511 Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesrllschast.
Sabbathseier am 10. December 1898.
Freitag Abend 4 Uhr, SantStag vormittag 8“ Uhr Predigt, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 5“ Uhr
WochengotteSdienst Morgens 7 Uhr, AbendS 5 Uhr.
Pertct», fand« VeUtuAc febaft
ttwHMrg. 7. December. Fruchtmarkt. Rotber wetzan X 14,21, weißer Westen * 14.00, Korn x 11.19, Gerste X 9.28, Haier a 6-88
Neuestc Nachrichten.
Oevesche» des Vureeu» .Herold^.
Berlin, 8. December. Da» Ergebniß btr gestligen Schriftführerwahl im Reichstage ist nach Schluß der gestrigen Plenar-Sitzung tm Reichstage vom Bureau offiziell festgestellt worden. Die von ben Conferoaliven, der Reichspartei, ben Nationalliberalen, bem Centrum, den Freisinnigen und den Polen vorgefchlagenen Candidaten haben die meisten Stimmen erhalten. Der Soctaldemokrat Schippel ist gegen den Grasen KwUecki unterlegen.
Beilin, 8. December. Dem Reichstage ist die Bestimmung betreffend Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe zugegangen. Der Abgeordnete Lenzmann (freisinnige Volkspartei) beantragt den Erlaß eines Reichs-Berggesetzes und die Aufhebung der Fideicommiffe, die Eisaß-Lothringer beantragen die Aufhebung der Dictatur- Gewalt unb die Aenderung des Wahlrechtes für ben elfaß» lothringischen Landes-Ausschuß.
Wien, 8. December. Das „Fremdenblatl^ bestätigt, daß bi» Regierung morgen tm Abgeordnetenhause ein Aus- g l eich »»Provisorium sowie eine Vorlage betriff» Verlängerung des Duotengefegei bis Ende Juni 1899 erbringen wird.
Wien, 8. December. Wie in Regierungskreisen versichert wird, verbleibt der Reichs-Kriegsmivister v. Kriegs- Hammer auf feinem Poften.
Wien, 8. December. Graf GoluchowSky wurde gestern vom Kaiser in längerer Audienz empfangen. Die Audienz soll mit der Interpellation des Abgeordneten Rutkowski wegen de» Vorfalles in Beirut in Zusammenhang stehen. Au höchster Stelle soll diese Interpellation gerniß- dilligt worden sein.
Budapest, 8. Dtcrmber. Seit gestern Abend sind 21 Mitglieder an» der liberalen Partei ausgetreten, denen noch eine Anzahl folgen dürfte. Bon hervorragenden Abgeordneten befinden sich unter den Ausgeschiedenen: bie Grafen Andraffh, Esakh, Szechecyi und Bathyar-hi. Au Bavffy's Stelle dürfte noch vor JahreSschluh ein Geschäfts» Ministerin« treten, welche« die Dppofition willig die Indemnität und ein Ausgleichs Provisorium gewähren wird. Die Unabhängigkeits-Partei beschloß gestern Abend in ihrer Eouferenz, den Grsitzrmwurf Tizsa, falls derselbe thatsächlich auf den Tisch de» HauseS gelangen sollte, als Hochverrat!) gegen die Verfassung zu betrachten und mit ganzer Energie und allen Mitteln daS Zustandekommen de» Gesetzes zu verhindern. Man sieht mit Spannung der weiteren Entwickelung der politischen Lage entgegen.
Paris, 8. December. Man erwartet heute die Antwort des Generals Kitchener. Er wird fich nach Marseille begeben nnb von dort nach Aegypten einfch>ff?n.
Paris, 8. December. Der Präsident be» Eaffatious- hofrs hat dos geheime Dosfier vollfiä.idig durch gesehen. Er wird in der nächften Woche die Generale Govse und Bois- deffre verhören.
Paris, 8. December. Der ,3our* sagt, es sei noch nttmol» eint so ernste Rede, wie diejenige Monson», in Par«» von einem fremden Botschafter gehalten worden.
Parts, 8. December. Der Eoffaiioushos beschästigte fich den gestrigen ganzen Nachmittag mit den Aussagen, welche der Uotersuchungkrichter Ber tu Ins vor dem Eaffa- tionshofe gemacht hat. Man glaubt, daß das verhör von Bertnlus weitere Haussuchungen nach sich ziehen wird, durch die besonders von Dupaty de Elam überrascht sein dürste.
Paris, 8. December. Der französische ©raubte beim Negn» Memlik ist vou der staa»Sfi^chen R-ztetu^g beauftragt worden, der Mission Marchand entgegen zu gehen, um dieselbe mit Ledensmttteln innerhalb des adeffyaifchcn Gebietes zu versorgen.
Pari», 8. December. In republikavischrn Kreisen ist «an ber Ansicht, daß das Ministerin« Dupuy bald gestürzt werden dürfte, wenn es nicht energisch in den nächsten Tagen vorgehe.
Paris, 8. December. Es verlautet, Delcaffö werke in London an frag tu, ob Monsons Rede von Lord Salisbury gebilligt werde.
Leudou, 8. December. In einer hiesigen Zritfchrist wird ein sensationeller Artikel veröffentlicht, worin tie von der Königin Victoria und dem Prinzen von Wale» betriebene Politik als im Gegensatz zur nationalen Poi t k stehend hingestellt wird.


