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aitrft die B. Ztg.": Wenn sich diese uni aul der Urania zugehende Nachricht in allen Punkten bewahren sollte, so dürste sie daß ungeheuerste Aussehen in der ganzen gelehrten Welt erregen und an wissenschaftlichem Werth der Entdeckung bei Neptun gleichkowmen. Vorläufig möchten wir, trotz der Autoritäten, die für die Sache eiutreten, einen Jcrthum für «ögltch halten. Schon zu wiederholten Malen find Planeten entdeckt worden, die sich bei längerer Beobachtung all schweif» lofe Kometen heraulstellten. Aber unmöglich ist in der Schöpfung nicht!.
• Ter ehrliche Kinder wird gesucht. Aul Pari! wird vom 4. September geschrieben: Frau Charles Blanc, die Gemahlin bei Pariser Polizei PrSfecteu, verlor vor einigen Tagen ihre Geibbörfe, die 184 Frl. enthielt und gab die Hoffnung auf, die verhältnißmäßig kleine Summt wiederzn» finden, all vom Polizet-Commiffariot zu Poffy die Meldung rinlief, da! Geldtäschchen sei gefunden und bei der Sicher» heitiwache deponier worden. Der Finder sei ein blutarmer, obdachloser Mann, der vergeben! irgend eine Beschäftigung suche. Von der Ehrlichkeit bei Armen gerührt, läßt nun die Frau PolizeiprSsect den ehrlichen Finder suchen, um für ihn bei ihrem Gatten eine Stelle zu erbitten und ihn so zu belohnen. Bil heute find alle Nachsorfchungeu ohne Resultat geblieben ... bet ehrliche Finder wurde bisher nicht auf» gesunden.
• Klondyke-Glückliche. Kürzlich ist In Seattle, Staat Washington, der Dampfer „Roanoakt" von Fort St. Michael eingetroffen. Er hatte 250 Personen an Bord, die Gold sm Betrag von fünf Millionen Dollar! von Klonbhke mitgebracht Haden sollen. Die eine Hälfte war Goldftanb, die andere Goldklumpen.
• Andres Polar Expedition — verloren? Au! Stock» Holm, 2. September, schreibt man der „Münch. N. N.": Der letzte Hoffnunglfchimmer, der sich an die Rückkehr der Andrüe'schen Polar Expedition von ihrer abenbteuerltd) kühnen Fahrt in die Breiten der hohen Arktis knüpfte, scheint nach den letzten hier eingetroffenen Nachrichten leider gänzlich vernichtet zu sein. Wie bekannt, lenkte «an in hiesigen fach- wissenschaftlichen Kreisen mit der vorrückenden Jahreszeit unb der allmählich von allen Seiten eintreffenden negativen An!» fünften feiten! der abgegangenen Entsatz Expeditionen eine besondere Aufmerksamkeit auf den Archipel von Franz Josef!» Land. Thatsächlich liegt diese! Gebiet ja auch am nächsten in der von Andröe (in seiner Brteftanbendepesche vom 13. Juli 1897) selbst angegebenen Fahrrichtung. Neuerlich angestellte gewissenhafte Beobachtungen haben Überdie! mit unanfechtbarer Gewißheit erwiesen, daß der Ballon „Demen* sich kaum länger all 11 bi! 14 Tage schwebend erhalten haben kann. Auf Grund dieser Voraussetzungen muß unter allen Umständen vermuthet werden, daß eine Landung in nicht allzu großer Entfernung von Franz Joses!»Land effektiv erfolgt ist. Der Polarforscher Weltmann hatte e! darauf hin unternommen, seine trefflich aulgerüstete „Fritbjos*» Expedition zu Beginn bei heurigen Sommer! In den Dienst einer großartig angelegten Entsatz» unb HilsSaction zu Gunsten her schwedischen Polar»Avrnauteu zu stellen. Der englische Forscher, dessen eigentliche Absicht darauf hinauSging, die Arbeiten der Jackson'schen Expedition zum erweiterten Abschluß zu bringen, war mit den Transportmitteln für eine längere Vchlittenrelfe zu Lande auf! Beste aulgerüstet. Außer Renuthlerschlitten, Kajak!, einem ganzen Stab geübter und erfahrener Schneeschuh Läufer re. standen ihm über SO Stück ausgezeichnete sibirische Polarhunde zur Verfügung, hie man am 4. Juli in Lrchangel an Bord genommen hatte. Am 80. Juli traf der „Frithjos* nach glücklicher Fahrt am Eap Tigeltoff — der Südspitze von Franz JosefS-Land — dn. Man ging ohne Verweilen daran, eingehende Nachforschungen nach der AndrLe'scheu Expedition anzustellrn. Sie wurde bti Eap Flora fortgesetzt, wo seinerzeit Nansen von len Jackson'schen Leuten an Bord genommen wurde. Fieberhafte Spannung bemächtigte sich der ganzrn Schiffsbesatzung, :16 ein paar Matrosen auf einer frischen Schneewehe die 'Abdrücke menschlicher Fußspuren entdeckten. Man setzte die Hut er such nagen mit größter Umsicht fort unb gelangte unweit ter Landzunge von Tigeltoff zu einer roh gearbeiteten Erb» bitte, die sich indeffen al! verlassen erwies. Sichere Merkmale beuteten Überdiel darauf hin, daß die Bewohner keine!- all! zur AndrLe'schen Expedition gehört haben können. Wahrscheinlich handelte el sich um eine zeitweilige Zuflucht!» Hätte für russische Walfischfänger. Auch norwegische See- >unblj5ger find in den umliegenden Districten beobachtet vorden, sodaß diese möglicherweise Über die Entstehung jener -püttenanlage Ausschluß geben könnten. Nachdem alle Nach» 'otschungen ergebnißlol verlausen waren, nahm der „Frithjos* zunächst südwestlichrn (Sur! unb traf bei Tömmrnä! auf bei Insel König Karll'Land mit der Nothorst'ichen Expedition iiulammen. Letz'ere befand fich in bester Condition und er- Lärtc fich mit den bilherigen wifferrfchastlichen Ergrbnlff.n •eufl Höchste befriedigt. Von König Karll-Land setzte Well» nann mit seinem Gch-ffe nördlichen Cur! und drang bil zum 31° gegen GilleSland vor, wo auf! Neue noch Audrör tttcognoldrt wurde. Al! auch hier kein positive! Resultat zu mzielen war, wandte sich der Dampfer zur Nordküste von Spitzbergen, durchfuhr den H'nlopen Sund unb traf am 31. August in Tromsö in Norwegen ein. Der unerfreuliche Aulfall der Wellmann ichen Expedition dürste, wie erwähnt, ffar die weitere Beurtheilung bei Andröe'schen Sch cksal! von rvt'cheidender Bedeutung fein. Nachdem tm Augenblick fast rlle irgendwie in Frage kommenden Gebiete der arktischen Zone von Polarfahrern der verschiedensten Nationalitäten be» jrcht worden find, erscheint es leider nicht länger zweifelhast, welcher Art dal Loo! war, dem der schwedische Ingenieur fa seinem schwankenden Luftschiffe anheim fiel. Damit ist ja nicht gesagt, daß Audräe überhaupt nicht mehr zurück! hren könnte. Er selbst rechnete mit der Möglichkeit, daß seine Expedition P/a bi! 2 Jahre in Anspruch nehmen dürfte. Der außergewöhnlich zahlr-iche Besuch der Polorgewäffer in Liesem Jahre hätte indeffen nach menschliche« Ermeffen un
bedingt die nSthige Aufklärung beschaffen «üffen. Daß diese dennoch auSblieb, gestattet die Annahme, vaß ein pesfimistifcher Standpunkt in vorliegendem Falle nur zu sehr gerechtfertigt erscheint.
* Die Kunst auf der Weltenlstellang 1900. Die franzöfischen Künstler haben die beängstigende Entdeckung gemacht, daß der Kuustpalast, der für die Weltaulstellung in den Lhampl- Tly^t! gebaut wird, bei Weitem nicht ausreicht, um im Aul- ftellongSjahr sowohl die einheimischen al! die fremden Künstler zu beherbergen. Nach der bestehenden Hebung, den An!» ländern 40 Procent bei Raume! anzuweisen, würden diese nur 645 B iber aulstellen können und für die beiden franzöfischen Gesellschaften würde der Raum nur für 855 Bilder auSreichen. Nach dem Procentsatz de! letzten Salon! könnte der neue Salon davon nur 285 beanspruchen unb so viel pflegen die Jurymitglieder allein aulzustellen, da sie bil zu zehn Werken einfenben dürfen. Bei der letzten Weltausstellung bestanden neben einander der Jndustriepalast und der Kunst- Palast bei Marlfeldel, und schon damall war der Raum viel zu klein für die Bedürfnisse der ausländischen Künste. Wenn diese bei der nächsten Ausstellung gebührend zur Geltung kommen und auch die jüngeren franzöfischen Künstler ihr Recht finden sollen, so wird kaum etwa! Andere! Übrig bleiben, al! einen großen Annex zur Aufnahme von Kunstwerken In den Plan der Weltausstellung eirgnfügen.
* Tic Bergkrankheit bei dem Bahnbau auf dem (Borner» grat. Der mit der Ueberwachung der Arbeiter an der Bergbahn auf dem Gornergrat betraute Arzt, ein Herr de Courten, hat nach der Revue Scientifique ausfallende Erfahrungen an seinen Schützlingen gemacht. Die Bahn geht bekanntlich von Zermatt in einer Höhe von 1607 Meter aus, ist 10 Kilometer lang und endet in einer Höhe von 3020 Meter. Im Jahre 1896, als die Arbeiter an dem unteren Theile der Bahn beschäftigt waren, war ihr Gesundheitszustand ausgezeichnet, im vorigen Jahre dagegen bei der Arbeit in den höheren Theilen ließ er viel zu wünschen übrig. Vom Sommer ab ei eigneten fich trotz des günstigen Wetters mehrere Krankheitsfälle, und mit dem Eintritt größerer Kälte im September verschlimmerte sich ihr Zustand. Die Erkrankten klagten über große Schwäche, starke Kopfschmerzen, Appetitmangel, Herzklopfen u. s. w. Die Aufseher überzeugten sich, daß sie nicht mehr die gleiche Arbeit leisten konnten. Während die körper» liche Untersuchung keinen Anhalt bot, war der Puls matt, aber beschleunigt, die Temperatur zuweilen bis fast 3° unter der normalen. Anfangs dachte man an Grippe; da sich aber die Krsnkheitserscheinungen nach kurzem Aufenthalt in Zermatt verloren, nach Wiederaufnahme der Arbeit aber bald wieder einstellten, so mußte e» zweifellos erscheinen, daß man es hier mit Fällen von Bergkrankheit zu thun hatte. Diese Arbeiter stammten aus der oberitalienischen Ebene; sie wurden zur Vermeidung solcher Fälle durch Bergbewohner ersetzt, die aber auch nicht sämmtlich von der Bergkrankheit verschont blieben.
* diu anarchistischer Rluiaturstaat. Auf einer fast un» zugänglichen Insel bei Mittelmeere!, La Galite, bei Tabarka an der tunesischen Küste, verwirklichen etwa hundert Prrsoueu, die 18 Familien ficiliauischen Ursprung! angehören, da! anarchistische Ideal. Sie werden geboren, leben unb sterben unb verhelrathen sich ohne Stanbelbeamte, ohne Richter, Priester unb Aerzte, sie kennen keine Gesetze, zahlen keine Stenern, fie nähren fich gemeinsam von bem Ertrage ihrer Felder und vom Fischfang, unb fast niemal! betritt bei Fuß eine! Fremden die Insel. Mau glaube aber nicht, daß auf ihr ein patriarchalische! und ruhige! Leben geführt werde. Die Einrichtung der freien Liebe ist vor allen Dingen die Veranlassung zu häufigen Streitigkeiten und Kämpfen, selbst mit blutigem Aulgaug. E! herrscht da! Recht bei Stärkeren, auch die Blutrache. Kürzlich ging ber Behörde in Tabarka die Anzeige eine! auf ber Insel an einem alten Fischer begangenen Morde! zu, unb insolgebeffen fuhr ber Regierung!» bampser „Triboulet" mit bem Untersuchungsrichter unb GeuS- batmen nach ber Julei ab. Der Mörber, ein ganz junger Mann würbe gefangen genommen und nach dem Festlande abgeführt. Auch diesmal war Eifersucht die Veranlassung ber Mordthat.
• Die SrbSsrtppe 1« Stiefelschaft. Die „Warmer Zig." erzählt in längerer Ausführung einen ihr verbürgten Vorgang aus bem Solb atenleben, ber fich in ber Hauptsache so zutrug: In einer mecklenburgischen Garnison pflegte fich ein kaum satt zu befommenber Dragoner vom MittagStisch einen Topf mit Esten zum Abend aufzuheben, obschon solche Schmuggelei trüber bte Ordnung läuft Wie er fich eine! Abends an ber Erbsfuppr gütlich thun will, wirb ber Oberst angemclbet. Der Dragroner weiß nicht wohin mit der ErbS» suppe, doch schüttet er fie auf Anrathen seiner Zimmergeuoffen in einen blank geputzten Stiefelschaft, woraus er bie Stiefel wleber auf bie Borte stellte. Im nächsten Augenblick ist der Oberst im Zimmer, unb schon will er sich wieder entfernen, als ihm Etwas am Rande der Stiefel auffällt. Er langt fie herunter und entdeckt nun die Bescheerung, was allgemeine Heiterkeit bewirkte. Auch der Oberst lachte, und bte einzige Strafe für den Dragoner war bte, baß ihm verboten wurde, zu «aufen.
• Ter durchgebtannte böhmische Löwe! Anläßlich einer in Dux kürzlich abgehalrenen Palacky-Feier hatten die Herren Wenztlsbrüder, um threm Feste al! einem national-tschechischen mehr Nachdruck zu verleihen, die Anwesenheit deS „böhmischen Löwen" in corpore für angemessen erachtet unb zu diesem Zwecke einen großen Fleischethund auSerseheu, ber, angethan mit einem zweiten Schweife und einer künstlichen Mähne, daS böhmische Löwenthier versywbolifiren sollte! Karo indeffen wußte die ihm hiermit angethaue Ehre nicht genügend zu würdigen unb benutzte einen unbewachten Augen- blick, um seine beiden Schweife einzukneifen unb mit gänzlicher Hintansetzung seiner Würbe zu echappireu. Dal Erscheinen bei durchgebrannten böhmischen Löwen in den Straßen der Stadt erregte ungeheure Heiterkeit, ein Erfolg, der von den Herren Böhmaken ganz und gar nicht beabfichtigt war.
Wissenschaft, Literatur und Kunst.
. ~ »Deutscher rolvatenvort^, Jlluftrirte Zeitschrift für dal
btull(bt ^ter und Bolt. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. Oö; P"i! pro Quartal Mk. 1.80. Verlag von Kar! Stegtsnrund. Berlin SW., Defiiucrüraße 13. 9. Jahrgang, er’4ta? -ntdäU: Im Quartier. Ein Manöver-
ttlednttz von H. Waldemar (Schluß). - Halt! (BUdertert.) — Titnft im Kriege. Von General d. Inf. i. D. v. sttetschman. — «ul dem Dimstleben deS Cavalleristen. Don Qderstlieutenant ber 6.flDaarric e. D. d <5anbcn - D.S Recht der langen Spieße. Don 3',®'au,5?nn*, <Mtt ÄbjUbungm). - Militärische «eziehung.a wischen Preußen und Rußland. Beitrag zur Geschichte deS freund- ichaMlchen Verkehr! der Herrschersamtlien beider Reiche, (»u! bem Archiv deS Märkischen Muirum! ) — Im Manöver: Erwachen im Manerquartier. (Blldertert.) - Dav aUgememe große Offiziers- caflno in 61. P tervburg Don 0. 6. — Versetzt. Eine Plauderei von (rritz BUy. — Sus den Schienen. — Suvsäckclnde! Benehmen. — Vaterländische Gedenktage. — Vermischtes. — Splitter und Funken. — Räthsel. — Briefkasten. — Inserate.
— fremden Zungen", die angesehene Zeitschrift für die Er»ählungSlileraiur de« SuSlande« «Stuttgart, Deutsche Der- lagS-Anstali. Preis pro Heft 50 Psg.), bietet in den bttbm neuesten Heften (16 und 16) mehrere Werke ersten Range!, au! deren Leclüre jeder Literaturfreund wahren Gewinn ziehen wird. Wir fiiden darin zunächst den schwedischen Roman „DaS Haupt der Medusa" von Gustas af Geijerstam, ein Werk, da! sowohl die schwedische wie die deutsche Kritik (u. A. die bekannte Schriststelle^in Laura Morholm in der „Frankfurter Zeitung" und Marie Herzseld in ihrem Buche „Die skandinavische Lueralur und ihre Tendenzen"^ al! eine der bedeutendsten Erscheinungen der neuesten Literatur bei Norden! rühmen. Ferner in Heft 16 die Dorfnovelle .K'ysta" von Marya Konopnicka, der größten polnischen Dichterin der G genwart — ein Meisterwerk tiefster Empfindung, psychologischer Schärfe und dramatisch-tragischer Kraft. Nicht minder vollendet ist dad köstliche Stimmungsbild „Auf den Wällen von Monsortc" von dem großrn italienischen Realisten Giovanni Verga. Dem leichteren Genre gehören an die Erzählung „Sultan" von dem portugiesischen Schriftsteller Trindade Eoelho, ein ungemein frische! Bild au! dem portu« gtestschen Bauernleben, und die liebenswürdige Skizze „Hab Papa lieb" von dem Franzosen Michel Coiday. Der Humor deS Auslandes ist vertreten durch die launige Erzählung „Der blaffe Jüngling" des Ungarn K. Murai und da! originelle spanische Märchen „3aan Holgado und der Tod".
— P. K. Rosegger» Lchristen. BolkS-AuSgabe Zweite Serie. Die Ausgabe erfolgt in 100 Lieferungen A 3b Pfg. (A. Hari- lebens Verlag in Wien.) Die zweite Serie ber wohlfeilen Volksausgabe der besten früheren Schöpfungen P. K. Rosegger! hat folgenden Inhalt: Höbenseuer. — Allerlei Menschliche!. — Da! Ge- schtchlenbuch des Wanderer!, 2 Bde. — Die Aelpler. — Martin der Mann. — Spaziergänge in der Hetmath. — Sonntagsruhe. — Feierabende. — Sonderlinge. — Bergpredigten. — Am Wander- ftabe. — Der Schelm aus den Alpen, 2 Bde. — Meine Fcrten. Zusammen 15 Bände in 100 Lieferungen; hiervon sind bisher 30 Lieferungen auSgegeben. ES ist ein schöner Eifolg ber ftübeten Werke P. K. Rosegger!, daß sie sittlich unb wirthschaftlich auf bk breite Masse be! Volke! mit Kraft wirken. Jedes dieser Werke zeigt den großen Reichthum be! warmen GesühlSleben! de! Dichters. So ist baS Kind be! Volkes ber rechte Prebiger unb Erzieher be! Volke! geworben unb feine kraftvoll gezeichneten VolkSgestalten, die rückhali- lo! Fehler unb Vorzüge derselben in ledenbigster Form vorführen, müffen be! ganze Volk sittlich reinigen. Die gleiche hohe Kraft der Zeichnung offenbart sich besonders auch in den psychologischen Studien, welche Bauerncharactere behandeln. Wa! Wunder, wmn die schönen Musenkinder be! fruchtbaren Dichters In den weitesten Kreisen bie bankbarsten Leser gefunben haben, wenn ber Name Rosegger einen guten Klang hat in allen Zonen, wo man Deutsch benkt, fühlt und schafft. Die Volksausgabe ber früheren Schriften Rosegger! ist mit großer Freude zu begrüßen, möchte sie in allen Kreisen Eingang finden zur Gesundung be! Volksleben!.
— Die Deutsche DerlagS-Anstali, in deren Verlag bekanntlich die Journale „lieber Land und Meer", „Jllustrirte Welt", „Deutsche Roman-Bibliothek", „Aus fremden Zungen" und „Deutsche Revue" erscheinen, feierte am 1. September die fünfzigste Wiederkehr des Tages, an dem Eduard Hallberger seine Verlagsbuchhandlung, aus der die Deutsche Verlags-Anstalt hervorgegangen ist, begründete. Aus Anlaß dieser Feier erschien eine Festnummer von „lieber Land und Meer", die neben einer Geschichte des Hause! die Porträt! der Begründer und Leiter desselben und von hundertundzwanzig Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen veröffentlicht, unter denen wir die ersten litterarischen Namen Deutschlands finden. Aul den Abbildungen der großartigen Geschäftshäuser der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart, ihrer Papierfabriken in Wildbad, Süßen und Salach und der andern geschäftlichen Etablissements gewinnt der Leser unschwer einen Ueberblirf über bie colossalen Dimensionen dieses buchhändlerischen Großbetriebes. Aus den der Festschrift beigegebenen statistischen Notizen entnehmen wir, baß bie Deutsche Verlags-Anstalt gegenwärtig 928 festangestellte Beamte unb Arbeiter beschäftigt. Sie zahlte diesem Personal an Gehältern unb Löhnen im letzten Jahre 1107484 Mk., und der aefammte Geldumsatz belief sich in derselben Periode auf ungefähr 8 Millionen Mark. Möge der Deutschen Verlags-Anstalt ein weiteres Wachsen und Gedeihen beschieden sein!
— Soeben erschien ber bewährte »Mittelrheinische ver- bandö-Kalender für Landwirthe", Jahrgang 1699. Wir machen besonder! daraus aufmerksam, bay ber Kalenber badurch eine Erweiterung erfahren hat, daß in ben WitterungSkalenber bte kritischen Tage nach Professor Falb unb im Anschluß en bas Kalendarium bte muthmaßliche Witterung ber einzelnen Monate b.s Jahre! 1899 ausgenommen worben sind, lieber die große Nützlichkeit ber dem Kalender betgegebenen Wäller zur landwtrth'chaftttchen Buchführung unb ber HilsSlabellen besteht kein Zweifel. Unter Letzteren seien namentlich hervorgehoben: die Beispiele von Futtermifchungen für verschiedene Zwecke nach ben Wolff'fchen Tabellen. Der Kalender enthält folgende Aussätze: Paul Wagner. — Etwa! über die Nutz- geflügelzucht im Bauernhöfe von LandwirthschastSinspector Schneider, Hosgut Kleeberg. — Wie soll der kleine Landwind feine Felder düngen? von Geh. Reg. Raih Prof. Dr. Maercher, Halle a. S. — Die San Jos!»Schildlau!, mit Abbildungen, von W. Th. Goethe in Geisenheim a. Rh. — Wa! bat ber Landwtrth bei Einsendung von Proben der von ihm gekauften Dünge- unb Futtermittel an die Versuchsstation zu berichten? von Pros. Dr H. Fresenius in Wie!» toben. Den Nachrichten au! ben Verbänden folgt die Aufstellung einer Anzahl landwirlhschattlicher Lehr- unb Unterrichts-Anstalten des Derbanbsgebiete!, deren Leistungen und Kosten im Einzelnen angegeben find, alsdann die Messen und Märkte bi5 Großterrog- lhum! Hessen, sowie ber Re^ierungS-Bezirke Eafftt, Wiesbaden, Coblenz r .
Die Kinder essen es wirklich gern, aber auch für Erwachsene läßt sich in ca. 10 Minuten ein liettiche! Gericht durch einfaches Kochen bet Milch mit Brown unb Polson'l Monbamin Herstellen. Dies etgiebl eine nahrhafte unb leicht verbauliche Speise, regt durch seinen eigenen Wohlgeschmack Kinder wie auch Kranke an, solche Mllchspeise häufiger zu erbitten. Beliebige Zuthat von Donlll», Eilrone rc., Beigabe von Fruchtsauce, gekochtem Obst erhöhen ben Geschmack und liefern zugleich für btn Famlllen- tisch ein nahrhafte! unb köstliche! Dessert. Ausführliches auf ben Mondamin-Packeten L 60, 30 unb 15 Psg. erhältlich in allen einschlägigen Geschäften. Engro! bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M.


