Ausgabe 
9.2.1898 Zweites Blatt
 
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breiter zu reinigen und überhaupt überall zu helfen, wo er fehlt.

Die Jagd beschränkt fich im Februar zweckmäßig auf da- Raubzeug, wie Füchse, K'tz-n, Marter, Iltisse u. s. w.

Schanghai, 24. December. Am 20. ds. Mts. wurden

auf dem Exerzierplatz außerhalb der Chinesenstadt Shangat zwei Chinesen und eine Chinesin hin gerichtet- die ersteren erdroffelte und die Frau köpfte man. DaS Verbrechen, dessen -ie Männer sich schuldig gemacht hatten, war, demOstas. Ll." zufolge, daß sie tu die Ermordung des Mannes der Hin­gerichteten Frau verwickelt waren. Das Gerichtsverfahren hatte ergeben, daß es der Frau wohl bekannt war, daß ihr Geliebter ihren Gatten zu ermorden beabsichtigte- sie ver­heimlichte ihm aber dies. Der Provinzial Rechter war un­gewiß, ob er das Weib hierfür zum Tode oder zur Ver- .bannung verurthetlen sollte. Er wandte sich demnach nach Peking, von wo daun der Befehl zur Hinrichtung kam. Der wirkliche Mörder, der Geliebte der Frau, wurde bereits im Frühjahr d. I. tn Tntschau hingertchtet- hätte sie an der Lrmordung persönlich theilgenommen, so wäre ihr Vergehen burch denZerftückelungS-Prozeß" geahndet worden. Die beiden Männer, die man erdrosselte, waren nicht persönlich an dem Mord betheiltgt und sie hätten, dem Gesetze nach, »u fünf Jahren Gesängniß oder drei Jahren Verbannung serurtheilt werden sollen. Da aber die Frau des Ermordeten von Pekmg aus zur Hinrichtung verurtheilt worden war, so rrbnete die höchste CriwinabJnstavz an, daß auch sie hin- gerichtet werden sollten, und zwar durch Erdrosseln, tn China tine mildere Todesstrafe als Hinrichtung durch daS Schwert.

Der 16. Kongreß für innere Medicin findet vom 13. bis 16. April 1898 in Wiesbaden statt. Das Prä­sidium übernimmt Herr Geh. San. Rath Professor Dr. Moritz Schmidt (Frankfurt a. M.) Folgende Themata sollen zur Verhandlung kommen: Am ersten SitzuugStage, Mittwoch den 13. April: Ueber den medicintsch klinischen Unterricht. Re- itreuteu: Herr Geheimerath Professor Dr. v. Ziemffen München) und Herr Professor Dr. R. v. Jaksch (Prag), il« dritten SitzuugStage, Freitag den 15. April: Ueber intestinale Autoiutoxicationen und Darm Antisepsis. Referenten: Herr Professor Dr. Müller (Marburg) und Herr Professo* Dr. Brteger (Berlin). Auf besondere Aufforderung des Ge­ich äftSeomitöS hat fich Herr Professor Dr. Leo (Bonn) be­reit erklärt, einen Vortrag üb-r den gegenwärtigen Stand ie» Behandlung bet Diabetes mellitus zu hatten. Folgende

Vorträge und Demonstrationen find bereits angemeldet: Herr Schott (Nauheim): Ueber chronische HerzmuSkelerkrankungen. Herr van Nteßen (Wiesbaden): Der SyPhtltSbactlluS (Demonstration). Herr B. Laquer (Wiesbaden): Ueber den Einfluß der Milchdiät auf die Ausscheidung der gepaarten Schwefelsäuren. Herr Determann (St. Blasien): Klinische Untersuchungen Über Blutplättchen. Herr Weintraub (Wiesbaden): Ueber experimentelle Mageuectasieu. Wettere Anmeldungen von Borträgen nimmt der ständige Secretär des CongrefleS, Herr San.-Rath Dr. Emil Pfeiffer, Wies­baden, Parkstraße 9b, entgegen. Mit dem Congreß ist eine Ausstellung von neueren ärztlichen Apparaten, Instru­menten, Präparaten usw., soweit sie für die innere Medictn von Interesse find, verbunden. Besondere Gebührtu werden da­für den Ausstellern nicht berechnet. Hin- und Rückfracht, Aufstellen und Wtederetnpacken sowie etwa vöthige Beauf­sichtigung find üblicher Weise Sache der Herren Aussteller. Anmeldungen und Auskunft bei Herrn San.-Rath Dr. Emil Pfeiffer, Wiesbaden, Parkstraße 9b.

* Was einem auflandigen Mädchen tn Berlin paffiren kann. Dieser neuerdings oft erörterte Thema ist in den letzten Tagen um einen traurigen Beitrag bereichert worden. Ein in einem Wetngeschäft im Centrum der Stadt als Geschäftsführerin angestelltes Fräulein S. ist in ihrem Beruf ständig bis zur späten Abendstunde beschäftigt. Als fie am Freitag voriger Woche Nachts 12 Uhr ihrem Prinzipal die Kaffe übergeben und dann den Heimweg nach ihrer Wohnung angetreten hatte, verspürte fie heftigen Hunger. Die Dame ist magenleidend und daher zu besonderer Diät verpflichtet. Sie ging in die am Köllnischen Fischmarkt be- legeue Centrale der Gebrüder Aschinger und verzehrte dort ein paar Brödchev, sowie zwei Gläschen Bier. Neben dem Tische, an welchem ft: Platz genommen hatte, saßen fünf offenbar etwas angetrunkene Herren, die zuerst mit der Dame erfolglos ein Gespräch anzuknüpfen suchten und darauf­hin allerhand Redevsarten zweideutiger Natur führten. Zu diesen Leuten gesellte sich zeitweilig der Geschäftsführer des LocalS- der Umstand, daß die Dame in unmittelbarer Nahe der Angetrunkencn ihren Platz hatte, mochte in dem Ange­stellten den Glauben erweckt haben, daß fir zu der Gesell­schaft gehöre. AlS der Geschäftsführer aber bald gewahr wurde, daß die Dame in keinerlei Beziehung zu den Gästen stand, schlich er sich von hinten an sie heran und zog ihr plötzlich den Stuhl, auf welchem fie saß, fort, sodaß sie zur Erde niederfallen mußte. Bevor Fräulein S. sich von ihrer Bestürzung erholt hatte, war sie dann vom Geschäftsführer

beim Arm gepackt und zur Thür hinauSgeworfeu worden- Der empörende Vorgang erregte unter dem anwesenden Publikum natürlich lebhaftes Aufsehen- einige Gäste standen auf und stellten fich der auf der Straße vor Schmerz und Scham laut weinenden Dame als Zeugen zur Verfügung. Einer dieser Herren unternahm es, einen Schutzmann auf- zusuchen, den er vor dem Gebäude der städtischen Sparkasse auffand. Nach einigen Einwendungen erklärte der Beamte fich auch bereit, das Local zu betreten, und die Zeugen des Vorganges kehrten mit der Dame in die Restauration zurück. Dieser FeststellnngSversuch verlief nun recht merkwürdig. Der Aufforderuug, seinen Namen zu nennen, begegnete der Geschäftsführer mit den Worten:Mein Name ist Meier und das übrige geht Sie garnichtS an." Dann erkühote er fich, an den Schutzmann das Ersuchen zu richten, nunmehr ebenfalls den Namen der von ihm mißhandelten Dame fest- zustellen. Diese mußte auch wirklich dem Beamten auf die Wache folgen, wo sie nach Aufnahme ihrer Personalien aller­dings sofort wieder entlassen wurde.

Literatur und Arrnft.

FamoS! Der neue Familien- und Vereinshumorist. Eine fortlaufende Sammlung von humoristischen Vorträgen und Auf­führungen, Schwänken, Couplets (mit Noten), Pantomimen usw. für eine oder mehrere Personen (Damen uno Herren). MU faß­licher Anleitung zum wirksamen Vortrage, sowie practischen Wtnkm für Regte, Costüm, Maske, Decoratton und R.qutfiten. HerauLa gegeben von Paul Rüthling, Kgl. Hoffchaufpteler. Stuttgart, Verlag von Levy & Müller. Heft 47 (4. Jahrgang Heft 11). 48 Setten Großoctav. Einzelpreis 90 Pfg., tat Abonnement 75 Pfg. Gerade in der jetzigen Zeit, wo das gesellige Leben seine schönsten Blüthen treibt, wo in allen Vereinen Festlichküten veranstaltet werden, bet denen man gern dem Humor die Zügel schießen läßt, wird daS soeben zur Ausgabe gelangt- 47. Heft vonFamoSl Der neue Familien- und Veretnshumorist" überall willkommen geheißen werden.

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Die Frankfurter Bank

(Neues Baukgebäude, 69 neue Mainzerstraße)

übernimmt

Werth-Papiere zur Verwahrung und Merrvattung

(offene Depot«)

auch Testamente, Hypotheken- und bergt Doeumeute, ebenso: Vormuudschafts-, Pflegschafts- und gesperrte Depots, sowie solche, wovon die Nutznießung dritte« Personen znfteht,

unter den im Reglement festgesttzten Bedingungen; sie besorgt hiernach: die Abtrennung und Einziehung der Zins- und Divtdenden-Coupons, die Entgegennahme von Hypothekenzinsen, die Controlle über Verloosungen und den Jncasso verlooster, respective zurück­zahlbarer Papiere, sowie auf Antrag die Versicherung gegen Cours Verlust bei Ausloosungen, den B'-zug neuer CouponSbogen oder definitiver Stücke, die Besorgung ausgeschriebener Einzahlungen, Conoerttrungen und Aus­übung von Bezugsrechten nach vorder erhaltenem Auftrage und Ein­zahlung der erforderlichen Geldbeträge,

ferner: de« Au- und Berkaus von Werthpapieren, sowie alle mit der Anlage und Berwerthuug von Capitalieu ver­bundenen Manipulationen.

Das Reglement, sowie die zur Deponirung erforderlichen Formulare sind von der Bank unentgeltlich zu beziehen.

Frankfurt a. M, Januar 1898. 692

Direktion der Frankfurter Bank.

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Wir empfehlen uns zur Anfertigung von

Haus-Wasserleitungen jeder Art, als: Kalt- uud Warwwasferaulagen, Closet- uud Badeeiurichtuugeu usw. in vorzüg­licher Ausführung und unter Verwendung besten Materials, sowie zur Vornahme von Reparaturen vorhandener Haus-Wasserleitungen, Musterlager in Badeöfen, zink- und gußeis. emaillirten Badewannen, BoilerS, Closets in den bewährtesten Coustructiouen, Pissoirs, Waudbruuuen in Gußeisen uud Por­zellan, Waschbecken, Küchenausgüsseu, Garteuhydrauten usw.

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Zu jeder Auskunft und Anfertigung von Kosteuauschlägeu sind wir gern bereit. 1255

Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.

(f JIE sehr die Damenwelt immermehr die unverwüstliche Qualität und die äusserst praktischen Eigenschaften der Vorwerkschen y y Kleider - Schutzborden anerkennt, beweist die Thatsache, dass dieselben nach wie vor für weit mehr als

100,000 ^leider wöchentlich

Verwendung finden. Vor Verwechselung der Original-Schutzborde mit den vielen minderwertigen Nachahmungen schützt allein der auf die Waare auf gedruckte Name des Erfinders Vorwerk.

Urkiumtiniirljung

Oeffentliche Aufforderung.

Ansprüche an die unten mit Flur und Nummer bezeichneten, den bei­gemerkten Besitzern in den Grund­büchern zugeschriebenen Liegenschaften, die theils veräußert, theils über­schrieben werden sollen, sind sogewiß

binnen vier Wochen

vom Erscheinen in den Blättern ge­rechnet, dahier vorzubringen und zu begründen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in die Mu- tationsoerzeichnisse verfügt werden:

1) Gemarkung Garbeuteich

Licher, Jacob und Ehefrau, geb. Müller zu Garbenteich, Flur X M. 723.

2) Gemarkung Gießen

Simon, Balthasar und Ehefrau, geb. Forbach zu Wißmar, Flur 25 Nr. 24.

3) Gemarkung Leihgestern

Strack, Johannes und Ehefrau, geb. Menges, zu Leihgestern, Flur I Nr. 133 und 134.

4) Gemarkung Reiskirchen

Fritzel, Heinr'.ch und Ehefrau, geb. Althaus von Reiskirchen, Flur XI Nr. 132.

Wagner, Heinrich III. und Ehe­frau, geb. Döring, von Burkhards­felden, Flur XI Nr. 132.

5) Gemarkung Steinbach

Keßler, Julius Karl und Ehefrau, geb. Wallbeck, zu Steinbach, Flur IV Nr. 5, Flur IV Nr. 5 a.

6) Gemarkung Watzenborn- Steinberg

Leicht, Johannes III. zu Watzen­born, Flur VIII Nr. 717.

Heß, Balthasar IV. zu Steinberg, Flur VIII Nr. 368.

Gießen, 28. Januar 1898.

Großherzogliches Amtsgericht.

Langermann. Schmidt.

Wiener. 1394

Mittwoch, den 9. Februar er.,

Nachmittags 2 Uhr,

werden im Bieker'schen Saute versteigert: Sophas. Sessel, Stühle, Commoden, Kleiderschränke, 1 Dertikow.l Schreib­tisch, 1T> umtau m- Spiegel, 1 Panzer- kassaschrank, 1 vollständiges Bett, 1 Linoleumteppich, 1 Regulateur, 1 Nähmaschine u. a. m. 1361 Geißler, Gerichtsvollzieher.

1327

1328

920.

1391

3. Reservefond . .

4. Betriebsrücklage .

5. Reingewinn . .

660.40

1687.31

595.84

v/4

1658 71

2379.21

98.53

768.01

Bilanz

31. Deeember 1897

am Activa. Waarenvorrath . . Kassenvorrath . . Aussteh. Forderungen Manco .... Werth des Geschäfts»

Gießen, den 3. Februar 1898.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

Gießen, den 3. Februar 1898.

Die Armen'Deputation der Stadt Gießen.

Passiva.

1. Geschäftsguthaben der Mitglieder

2. Noch zu bezahlende Ver­waltungskosten

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4.

Bekanntmachung.

Die Lieferung des Armenbrodes und des Bedarfs des Bürgerhospitals in Brod, Wecken, Kuchen, Mehl, Milch, Fleisch, Schmalzfett, Colonial- t(raren, Hülsenfrüchten, Seife, Petroleum, sowie die Fertigung der Schuhe ini Särge für Arme pro 1898/99 soll im Wege der Submission ver­leben werden und sind Offerten hierauf verschlossen unter Beifügung von kinistern bis zum 15. d. Mts. bei dem Armenamt, bei welchem auch he .Bedingungen eingesehen, sowie die zur Submission auf Colonial- mären rc. zu verwendenden Formularien bezogen werden können, ein- jinichen.

Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1896 91

Während 1897 gingen zu . ab ._____________

Daher Stand der Mitglieder Enve 1897 91 Annerod, den 23. Januar 1898.

Laudwirthschaftlicher Consumvereiu, eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpsticht.

Der Director: Feuster. Der Rmdant: Phil. Mohr VIII.

Bekanntmachung.

Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für erme Confirmanden auf C|ern 1898, bestehend in Knabenanzügen von schwarzem Cheviot, in chwarzem Cachemir zu Mädchenkleidern, Futter dazu, weißem und farbigem [wtnbtn ttrvWW Donell, soll im Submissionswege vergeben werden und sind desfallsige 'n Ün Offerten unter Beischluß von Mustern bis spätestens zum 15. d. Mts. ick Herrn Hospitalverwalter Dörr verschlossen abzugeben.

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Ajrtlöt ' ' y ....

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Man kaufe nur nimaline-Wichse. Diese Wichse giebt mit einigen Bürstenftrichen einen tiefschwarzen, lockartigen Glanz und macht das Leder weich und wasserdicht.

Zu haben in allen bessere« GeschLfte«. 942

Alleinige Fabrikanten Braun & Co., Friedberg (Hessen).

Gin Schreibgehüife gesucht.

M Rechtsanwalt Dr. Fuhr,