Paris, 7. Februar. Rochefort traf um 10Vg Uhr vor dem Juftizpalaste ein uud wurde vou der dorr äuge- fammelten Menge mit Hochrufen empfangen, einige riefen: „Nieder mit Rochefort". Letzterer näherte sich diesen Rufern mit den Worten: „Ihr seid wirklich vier Mann, Jeder zu 5 Frcs., da» macht 20 Frc». Da» Syndikat hat sich nicht ruintrt." Hierauf betrat Rochefort den Justizpalast. In der Umgebung deffelbeu sind zwei Brigaden Polizeiagenten zu« sammengezogeu, die in kleinen Gruppen vertheilt find. Im Innern de» Palastes find strenge Maßregeln getroffen- eine Compagnie der Garde republicaine steht zur Verfügung de» Präsidenten. Die Bewegung nimmt zu- die Zeugen treffen ein. Zola, welcher in einem Landauer in Begleitung Els- menceau» uud de» Bertheidtger» Labori eiutraf, wurde vou der Menge beschimpft. Eine Person, welche Hochrufe auf Zola ouSgebracht hatte, wurde von der Menge herumgestoßeu.
Konstantinopel, 7. Februar. Die Armee in Tessa- lle n wird durch Regimenter auS Anatolien auf Kriegsstärke gebracht. Große Proviant- und Munition-lieferuugen für die th'ssalifche Armee find abgeschloffen.________________________
Locale» rrird protiimiclU»*
Gießen, den 8. Februar 1898.
•* Theater Berein. Ueber Fräulein Marie Barkanh, welche Mittwoch Abend hier auftritt, entnehmen wir den „DreSd. Nachr." folgendes: „Der Widerspänstigen Zähmung Lustspiel in 4 Acten von Shakespeare. So altmodisch die Shakespeare'sche Komödie auch in unzähligen Einzelheiten ist, so glücklich ist die ihr zu Grunde liegende Idee, und wenn das Srück auf dem Repertoire lebt und fortleben wird, so ist die» nicht eine Folge der Pietät für den großen Briten, sondern vielmehr der inneren Lebenskraft des Stückes selbst. Die einzelnen Züge im Character der widerspänstigen Katharina, sowie die Art ihrer Zähmung durch den männlichen Petruchio find hochgeifivoll und gern nimmt man ihretwegen daS komödienhafte, faschtngartige und veraltete Beiwerk der Nebenhandlungen mit in den Kauf. Unser geschätzter Gast, Marte Barkanh, darf die Wtderspänstige zu den vollendetsten ihrer Rollen zählen. Dieselbe ist eine in allen Punkten so hochintereffante, künstlerisch ausgeglichene, abgeklärte Leistung, daß man von derselben nicht nur im Innersten befriedigt, sondern sogar gelinde enthufia-mirt wird. DaS künstlerische Ebenmaß- welches die Leistung auszeichnet und mit einem vollendeten Gemälde vergleichbar macht, verhütet jede, selbst die kleinste und an sich entschuldbare Uebertreibuug, und mag Marte Barkanh» Katharina sich auch noch so excentrisch geben: die Drastik wird stets nur künstlerisch und characteristisch, nie übertrieben wirken. Diese harmonische Abstimmung ist der erste und allgemeine Vorzug ihrer Darstellung. Nach vollendeter Bekehrung, oder sagen wir richtiger „Zähmung", verfiel Marte Barkanh keineswegs in da» falsche rein gret- cheuhafte Extrem, sondern fie zeichnete, dem Grundcharacter Katharina» entsprechend, trotz aller Hingebung an den Geliebten und der daraus resultirenden Fügsamkeit, immer noch da» Weib mit der starken, selbstständigen Seele, die sich nur im neuen Gewände präsentirt, gereinigt von den häß- lichen Schlacken einer falschen Erziehung. Diese Absicht wehte besonders wahrnehmbar aus den vortrefflich gesprochenen Schlußworte Katharinas im vierten Acte. Ueberhaupt haben wir, wie hier noch nebenbei bemerkt sei, selten eine Künstlerin kennen gelernt, welche den Dialog so durchaus verständig und den dichterischen Gedanken interpretirend zu gliedern verstanden hätte, wie Marie Barkanh. Die künstlerische Wirkung steigerte sich noch durch manche vortheilhafte Aeußer- lichkeit, z. B. durch die klare, scharfe Aussprache, besonders tm verhängntßvollen „dramatischen r." Bet so vielen Vorzügen konnte natürlich der enthusiastische Beifall des Publikums nicht fehlen. In der „Schulrettertn", welche dem vorbesprochenen Lustspiel voraufging, trat Marie Barkanh naturgemäß weniger hervor. Ihre Baroneffe Nietoch ver- rteth jedoch schon tm ersten Zuge dte geborene Künstlerin, und namentlich dte Declamatton des stimmungsvollen Gedichtes war mit der vielsagenden Betonung des Endreim» „Kann ich dafür" meisterhaft uud rief mit Recht lauten Beifall hervor."
*• Bortrag. Am Freitag Abend fand stch eine stattliche Versammlung in der Aula de» UntverfitätSgebäudes ein zu dem dritten der angekündtgten Vorträge de» Herrn Profeffor Dr. Sauer Über dte neueren Ausgrabungen auf griechischem Boden. Diesmal sollten wir ein Bild bekommen von den Kurorten und Theatergebäuden der Hellenen. Ausgehend von Dtovyso», deffen Cult fich schon seit dem 7. Jahrhundert in Athen eingebürgert hatte, und von ASklepioS, der in Thessalien und Eptdauro» seine vtelbegehrten Wunder verrichtete, bi» er dann tm 4. Jahrhundert auch seinen Einzug tu der Stadt der PallaS halten konnte, führte un» der Redner an jene berühmten Eultorte dieser beiden Götter, und zwar zunächst nach Athen. Dort war in den sechziger Jahren am Südabhang der Akropolis da» Dionyso» Theater zwar aufgedeckt worden, aber eine genügende Vorstellung von seiner hohen Bedeutung und einstigen Größe und htnwider von seiner Einsachheit konnte man fich erst dann machen, als die von' dem Archäologen Strack privatim unternommenen Ausgrabungen auf Kosten des preußischen Staates und unter der wiffcnschaftltchen Leitung der griechisch-archäologischen Gesellschaft Übernommen wurden und — allen Vorurtheilen und Vermuthungen zuwider — uns klar und deutlich die kreisrunde Orchestra und die einfache Theaterbude der Tragiker deS 5. Jahrhunderts erkennen ließen. Auch des Gotte- Tempel, sowie eine große Basis des CultbildeS erschloß fich unseren Augen, wie man andererseits durch weitere Ausgrabungen am Abhang nach Westen hin, neben dem Heilig- thum de» ASklepioS, die Heilquelle, eine überdeckte Grube, den Raum für die heiligen Schlangen, sowie Gebäude, die für dte Kranken bestimmt waren, in denen fie fich ergehen konnten, aufdeckte und freilegte. Ferner sand man dort an jenem klimatischen Kurort die Erfolge der Heilkraft des
Gottes tu Bildwerken dargestellt- die der fromme Glaube an dte Wunderkraft des Gottes schuf, aber doch noch über- troffen wurden von den Prachtwerken, die in EpidauroS zu Tage kamen. Dort war feit 1881 der Tempel des Gotte» nebst einem Altar vor demselben fretgelegt worden. Neben diesem Tempel steht eines der merkwürdigsten Gebäude de» AlterthumS: ein Rundtempelchen, dessen Giebel- und First« schmuck noch zum Theil erhalten find. In dieser TholoS fanden sich fünf Bilder des stehenden ASklepioS, bei dem einen die rechte, bei dem anderen die linke Schulter auf einen kräftigen Stab, den Schlangen umringeln, gestützt. Seine GefichtSzüge wachen den Eindruck, als dächte er über die Leiden der armen Menschheit nach und sinne auf neue Mittel, der bedrängten Menschheit zu helfen. Aeußerst intet- effant aber find zwei umfangreiche Heilurkuuden der Tempelbehörde, wie viele andere Dinge, dte mit dem Eult in enger Beziehung stehen. Wie aber tn unserer Zeit an einem Kurorte das Theater kaum vermißt werden kann und neben dem Kurhaus oft daS Theater steht, so war dafür auch tu EpidauroS gefolgt: neben dem Heiligthum des ASklepioS stand ein Theater, daS in vollem Maße die Ausgrabungen deS Dionysos Theaters bestätigt und jenes Bild, da» wir uns von der Bühne des 5. Jahrhundert- machen, nur noch vervollkommnet.
Oberhessischer GeschichtSverei«. In Ergänzung einer Notiz, die wir früher gebracht haben, können wir heute mittheilen, daß Herr Profeffor Dr. Sauer am 17. d. MtS. in der Versammlung de- Oberhessischen GeschichtSoereinS einen Vortrag über die ältere Baugeschichte und die neueste Umgestaltung der Gießener Stadt- kirche halten wird.
Bortrag. Auf den Mittwoch Abend im Hotel Ein« Horn stattfindenden Vortrag über: „DaS geltende und zukünftige Miethrecht", welchen auf Veranlassung des hiesigen Hau-- und GrundbefitzervereinS Herr Dr. Oppen« Heimer hält, feien alle Interessenten aufmerksam gemacht. (Siehe Inserat.)
♦♦ Der Maskenball des Gießener ZitherclnbS, welcher am vergangenen Sonntag im Cafs Letb abgehalten wurde, war sehr gut besucht. Die „serbischen Bauernmädel" führten ihre Gruppe und Tanz sehr schön auS, auch die Bajazo- Gruppe erregte durch Costüme und elegante Au-führung des Tanzes Aufsehen. Die lebenden Bilder, die nach der DemaS- kirung auf der decortrten Bühne gestellt wurden, waren effektvoll. Hoffentlich hat der Verein wieder einen schönen Ueberschuß erzielt.
•• Wetterbericht. DaS gestern tm Norden Schottland- gelegene Depressionscentrum ist über die Nordsee bi- Jütland gezogen. Dabei hat fich der südliche niedrige Druck in südlicher Richtung merklich au-gebreitet und den größten Theil Europa- seinem Einflüsse unterstellt. ES ist daher wieder trübe- Wetter eingetreten und find Niederschläge, größtentheil- Schnee gefallen, welche andauerten. Die Frostgrenze ist erheblich zurückgegangen, eS herrscht am Morgen in Süddeutschland Thauwetter. — Voraussichtliche Witterung: Unbeständige- Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
$ An» dem BogelSberg, 7. Februar. Der Winter, von dem man bis jetzt so wenig gesehen und den man für diese- Jahr als abgethan betrachtete, ist nun doch noch gekommen uud hat die Kaleuderregel wahr gemacht: Weuu die Tage langen, kommt der Winter erst gegangen. Daß man in diesem Winter noch Schnee schippen würde, wie heute geschehen, hätte Niemand nach der seitherigen Witterung geglaubt und noch weniger, daß man in diesem Winter Schlitten fahre. Die seit vorgestern gefallene und durch einen in verflossener Nacht wehenden Schneesturm verstärkte Schneedecke hat eine Höhe von Va bi- 1 Fuß. Heute raffelt auf allen Wegen lustige» Schlittengeläute. Für den Jäzer kommt der so willkommene Schnee zu spät- denn die Hegezeit ist mit dem 1. d. MtS. eingetreten. Nur dem Raubzeug vermag er durch den Schnee etwa» erfolgreicher zu Leibe zu rücken. Unsere kürzlich gebrachte Mittheilung, daß man seither sehr wenig Vögel beobachten konnte, können wir heute dahin ergänzen, daß auch da- Kommen de- Winters, namentlich der Schneedecke, keinesfalls mehr Vögel erscheinen läßt. Damit ist die von anderer Seite geltend gemachte Anficht, daß durch den milden Winter die Vögel mehr von den Ortschaften fern blieben und fich in Wald und Feld aufhielten, Zweifel- loS in Bezug auf unsere Gegend widerlegt. Gerade die vorhandene Minderzahl unserer Standvögel läßt die Bitte bei dem jetzt noch auftretenden Winter um so dringender erscheinen: Gedenket der hungernden Vögel!
§§ Crainfeld, 6. Februar. Der wegen Betrug- inhaftirte Handelsmann D. Bär ist dieser Tage gegen CantiouSleistung auS der Haft entlassen worden.
Bernsfeld, 5. Februar. In hiesiger Gemeinde läßt gegenwärtig ein Laudwirth einen Brunnen groben. Als fich am 2. d. Mtö. der Bergmann I. Kirsch von sWeiter-haiu und Wilhelm Mage l von Bernsfeld in dem bereit-20 Meter tiefen Brunnen befanden, löste fich der soeben entleerte Förderkübel vom Seil und stürzte in die Tiefe, den Bergmann Kirsch uiederschmetterud. Schwer verletzt wurde er herausbefördert und nachdem der Arzt gerufen und der verletzte verbunden war, nach seiner Wohnung nach Weiter-Hain verbracht. Gestern ist nun der Bedauernswerthe, der ein fleißiger Arbeiter war, seinen Verletzungen erlegen. Mangel kam mit dem Schrecken davon. Darmst. Ztg.
Jugenheim, 6. Februar. Heute Nacht ist das Wohnhaus auf dem Sr. Durchlaucht dem Prinzen Ludwig von Battenberg gehörenden Thalhof ganz niedergebrannt. Die Fran und die Kinder de- Pächters, Herrn Luckai, wären beinahe mitverbrannt und retteten mit Mühe da» nackte Leben- die BedauernSwerthen hatten nicht einmal Zeit, die Oberkleider mitzunehmen. Herr Luckai ist zwar verfichert, wird aber doch einen großen Schaden erleiden. Fünf in verflossener Woche geschlachtete Schweine, die bereit- zu Würsten, Schinken rc. verarbeitet waren, verbrannten mit
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von 500 Mk. auf die Ergreifung deS Thäter-.
* Frankfurt, 5. Februar. Wie die „Frkf. Ztg." erfährt, ist es angeregt worden, daß die noch lebenden Mitglieder de- Frankfurter Parlament» von 1848/49 eine Erinnerungsfeier veranstalten und zwar in der Weife, daß fie am 18. Mai, dem 50. Jahrestage der Eröffnung de» Parlament», hier in Frankfurt eine Zusammenkunft haben. Der Zweck der Zusammenkunft ist selbstoerständl'ch kein politischer- sie soll nur der Erinnerung, der Auffrischung von Bekanntschaften und dem historischen Rückblicke gewidmet sein. Die Zahl der noch lebenden Mitglieder de» Fcanksurter Parlament» ist keine große mehr- fie wird ein Dutzend kaum übersteigen. Bon den bekannteren find noch am Leben vor Allem der Präfideut deS Parlament», Eduard Simson, dann Profeffor Biedermann, der Dichte» Wilhelm Jordan, Prof. Sepp und der ehemalige österreichische Unterricht-minister Stremayr.
* Freiburg, 5. Februar. Gestern verurtheilte da» Schwurgericht den Brandstifter Albinu» zu lebenslänglichem Zuchthau» und wegen verschiedener Diebstähle zu !*/, Jahr Gefängniß. AlbinuS hatte fein Hau», in dem er einen Blumenladen befaß, angezündet. Bei dem Brande büßten zwei Frauen ihr Leben ein. Am Abend des Brande- hatte er zahlreiche Gegenstände feine» Laden» beseitigt und während des Brande» stahl er an- einem gleichfalls im Haufe befindlichen Laden verschiedene Sachen. Ec war zu 8500 Mk. versichert- in dem Schreiben an seine Versicherungsgesellschaft hatte er zuerst 3000 Mk. angegeben. Diesen Brief holte er vom Poftamte wieder und änderte die Ziffer in 8000 Mk. um, dem die Branduntersuchung führenden Amtmann gao er einen Schaden von 10- bi» 12000 Mk. an. Den Höhepunkt erreichte der Proceß bei der Vernehmung des Zeugen F-, der mit AlbinuS zu gleicher Zeit in Haft war- zu ihm hatte Albinu» geäußert: „Wer kann mich verantwortlich machen für da» Leben der zwei Menschen? Mich hat Niemand gesehen und die, welche etwas wiffen ober gesehen haben könnte,
Er trägt einen braunen neuen weichen, oben eingedrückten Schlapphut, braune Jacke und Weste, bunteigraue» Beinkleid mit breiten Streifen an Seite, Umlegekragen und Remontoir- uhr mit Nickelkette. Der Gesuchte soll ziemlich viel Geld bei sich sühren. Die Staatsanwaltschaft setzt eine Belohnung
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AnSbach iu Betracht. Das Signalement ist folgendes: etwa 25 Jahre alt, 1,65 Meter groß, runde», ziemlich volle» Gesicht, blonde Haare, röthlicher kleiner Schnurrbart, auf der rechten GeflchtShälfte zwei verkrustete, etwa Fünfztg- pfenuigstück große Hautabschürfungen, eine dritte verkrustete Hautabschürfung an der linken Schläfe, schielt auf dem rechten Auge, spricht bayerischen und Frankfurter Dialect.
und waren diese Vorräthe nicht verfichert. Man vermuthet, daß da» Feuer in einem Kamin zum ÄnSbruch gekommen ist.
Mainz, 7. Februar. An Emile Zola ist heute fol- genbe Depesche abgegangen: „Eine Vereinigung von sechzig Mainzer Anhängern de» großen Meisterschriftsteller-, bewegt von seinem hochherzigen Vorgehen und dem Muth, mit dem er für den Triumph deS Lichte-, der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit in- Feld zieht, drücken ihm ihre lebhafte Sympathie und tiefste Bewunderung auS."
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Vermischtes.
* Berlin, 7. Februar. Dte Staatsanwaltschaft tn Heidelberg theilt dem hiefigen Polizeipräfidium mit: Heute Nacht wurde in Heidelberg die Dirne Katharina Eübler au» Schlierbach durch Erdrosseln am Burgwegr beim Alten Schlosse ermordet und ihr der Unterleib aufgeschlitzt. AlS Thäter kommt ein angeblicher Backer an»
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* Oberkirch. 4. Februar. Im Nachbarorte Ringelbach lanbete heute Mittag ein großer Fesselballon, der fich auS Straßburg „widerrechtlich entfernt" hatte. In Straßburg hatten nämlich heute früh 8»/, Uhr bie Hebungen ber militärischen Luftschifferabtheilung unter Führung bi» Lieutenants Fingerhut vom Fußartilleric-Regiment Nc. 10 begonnen. Da ober ber SBiab sehr stark unb ungünstig war, so riß kurz vor 11 Uhr ba» veil de» Fesselballons, und ber Ballon flog in die Höhe uab in östlicher Richtung über den Rhein dem Schwarzwald zu. TS gelang der Mannschast, glücklich in Ringelbach bei Oberkirch zu landen. In der Gondel befanden fich Lieutenant Waiblinger vom Jnf.-R gt. Nr. 143 und Lieutenant Pfuhl vom Fußart.-Regt. Nr. 10. Der Ballon wurde gut geborgen und heute noch wiedir nach Straßburg verbracht.
• Straßburg, 6. Februar. Ueber eine verschärfte Grenzbewachung auf französischer Seite wird der „Straßburger Poft" au» Metz geschrieben: „Allen Reisenden, die nach Frankreich fahren, sei der gute Rath gegeben, sich mit auSretchenden AuSweißpapieren zu versehen. Wahrscheinlich infolge ber DreysuS Bewegung scheinen selten» ber französischen Grenzpolizei bie Ueberwachungsmahregeln gegen Reisende tn letzter Zeit strenger gehandhabt zu werden al» früher. Nicht nur werden die Reisenden jetzt an den französischen Grenzstationen sehr häufig angehalten und nach ihren Papieren gefragt, sondern efl scheint sogar, daß in manchen Fällen, namentlich bet solchen Reisenden, deren AenßereS einen militärischen Anstrich hat, noch eine besondere Uebcrwachung an- geordnet wird." E» wird bann von einem Kölner Herrn von martialischem Aeußern berichtet, der in dieser Beziehung unangenehme Erfahrungen in Nancy machte.
* Berliner Glossen zur Illumination. Ob man sich den „Rummel" mal ansieht — schließlich ist es ja doch immer dieselbe Geschichte. Aber es ist so'n richtiges Hohenzollern- roetter und da muß man schon was für den nothleidenben Mittel- und Handwerkerstand thun und sich die Stiebet n bischen caput treten. Also muthig „rin in'S Verjnügen - was die überfüllte Pferdebahn fein soll und dann mitten» mang in die Stadt, eine bunte Gesellschaft hier." Das ech« Berlinerthum herrschte vor; denn „was ein Bischen wat ist", „macht den Großkeizigen" und kaust sich eine „Weitz' lackirte" (Droschken). Aber desto ungemüthlicher. Geravt
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