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08/11/1898 Erstes Blatt
 
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Wie

sondern Alltagsleibenschaften, Conflicte, die dem Arbeiter so verständlich sind wie dem Fabrikherrn, die das Dienstmädchen so berühren wie die ProfesiorSgattin. Diese neue Kunst, die Umwerthung aller Werthe, mußte sich auch auf die Schau« spieler, die nach Hamlets Ausspruch die kurze Chronik ihrer Zeit sind, erstrecken. Steigt hinab, das war da- große Losungswort, das an sie erging, steigt hinab aus den schwindlichen Höhen eurer Kothurnkunst in die Thäler der Menschen.

Am meisten hat sich wohl diese Wandlung bei den so-

So sind denn auch die Heroinen immer seltener bei uns geworden. Das moderne Weib hat nichts Heroenhaftes an sich. Mit Charlotte Wolter ist die letzte große Vertreterin vom alten Stamme ins Grab gesunken. Klara Ziegler, die sich die Kunst eines Piloty zum Muster genommen, ist der Mitwelt nur noch eine halbe Größe. Anna Führing, die den Ausgangspunkt dieser Betrachtung gebildet hat, wird nach der Jeanne Darc auch die römische Kaiserin Messalina in Wilbrandts einst für die Wolter bestimmter Couliffen- römerlragödieArria und Mesialina" spielen und sich hier im eigentlichen Fahrwasier ihrer Kunst, auf dem Gebiete licht lodernder Leidenschaftlichkeit, befinden. Qui vivra, verra!

her ist.

Die Erklärung hierfür liegt in der Thatsache, daß die Revolution in der Bühnenkunst bei uns in Deutschland zweifelsohne am weitesten vorgeschritten ist.

Diese Umwälzung keine ruhige Reform, sondern eine stürmische Revolution ging Hand in Hand mit dem Auf« blühen des realistischen Dramas, das de« sozialen Bewegungen und Bestrebungen unserer Tage sein Dasein verdankt. Die staatlichen Probleme, die uns heute so sehr am Herzen liegen, haben zu allen Zeiten existirt, wenn sie auch zu manchen latent geblieben sind. Aber niemals find Arbeiterfrage und Frauenfrage so sehr in den Mittelpunkt des Interesses ge­rückt Der Arbeiter ist nicht länger der bezahlte Sclave seines Herrn, der Mensch ist in ihm erwacht; die Frau ist nicht länger die Magd ihres Herrn, der Mensch ist in ihr wach geworden, mächtig regt fich in ihr die freie Persönlichkeit, die Individualität. Solchen Regungen konnte das Theater, das speculum mundi, auf die Dauer nicht verschlosien bleiben. Henrik Ibsen hat mit starker, bühnensicherer Hand die neuen Probleme aufgerollt. Richt mehr Könige und Helden, die das Mittelmaß überschreiten, wie sie der von aristotelischer Poetik abhängige Hamburger Dramaturg ver­langte, sondern Menschen von unserem Fleisch und Blut, Menschen wie wir selbst, Menschen mit tausend Fehlern und doch alle von dem Streben nach Wahrheit erfüllt, mit der versengenden Sehnsucht nach dem Glück; nicht mehr kriegerische

wundernettes Rautendelein.

Des Dichters Werk und den Schauspieler nennt man so bei uns in einem Athem. Man hat sich daran gewöhnt, das Stück mit ein paar nichtssagenden Worten abzuthun und dann sofort auf die Darstellung einzugehen. Es ist gäng und gäbe, über die Schauspieler mehr zu reden als über den Autor, der diese Rollen geschaffen. Das erklärt sich ganz einfach aus der Thatsache, daß sich ein Drama in der und der Darstellung dem Gedächtniß einprägt, daß das dichterische Product in der Reproduction durch die Schauspieler länger in der Erinnerung haftet, daß gewiffe Rollen und ihre Ber« tretet fich im Gedächtnißinhalt veramalgamiren. Andere \ allerdings meinen, daß dies ein Ergebniß des Personencults; fei, der mit unseren großen Schauspielern heute getrieben wird. Man muß wissen, was die Sandrock und Baumeister den Wienern find; wie ganz Berlin Kainz und der Sorma huldigt; wie man in München für Lützenkirchen schwärmt. Roch andere und wer kann sagen, ob sie nicht den Nagel auf den Kopf treffen? neigen der Ansicht zu, es sei lediglich die kritische Unfähigkeit des Publikums, das sich über den Werth oder Unwerth eines Stücke» kein selbständiges Urtheil zu bilden vermöge, sich ruhig von dem Tageskrittker ins Schlepptau nehmen lasse und fich daher lieber mit den Schauspielern als dem Kunstwerk befasse.

Aber war es denn früher anders? Hat man zur Zeit unserer Klassiker weniger Wesens von den Schauspielern ge- macht? Rein, im Gegentheil. Wenn man die Theaterjournale der damaligen Zeit, deren es eine stattliche Anzahl gab, durch- fieht, so wird man gewahr, wie ausführliche Berichte den Schauspielern ^widmet find. Lessing, der Hamburger Dramaturg, beschafügt sich eingehend mit den^Leistungen der Schauspieler, viel eingehender, als es ein Recensent von heute thut und zu thun vermag. Da wird Eckhofs Leistung in einem längst verschollenen Drama aufs Ausführlichste ge- würdigt- wir erhalten eine feine Analyse des Zorns. Wer von den Modernen vermöchte das psychologisch so ausgezeichnet wiederzugeben? Von den Deutschen war wohl keiner im , Stande, so treffliche Schauspieleranalysen zu liefern wie Lichtenberg, dem man den Ehrennamen einesdeutschen Swift" beigelegt hat. Man muß wissen, wie Corona Schröter zu Goethes Zeiten in Weimar gefeiert wurde; was Ludwig Schröder, der erste im heutigen Sinne realistische Mime der deutschen Bühne, den Hamburgern gewesen ist; was Jffland, nicht nur der Theaterd^rector, sondern auch der Schauspieler, für Berlins Kunstleben zu bedeuten hatte. Dann fällt die Phrase von dem Personencult, den man mit den jetzigen Schauspielern treibt, in sich zusammen; und wenn man seine Blicke nach Frankreich lenkt auf Sarah Bernhardt und Coquelin, nach Italien auf Eleonora Düse und Zacconi, nach England auf Ellen Terry und Irving, so wird man zu der I Ueberzeugung gelangen, daß es mit der übermäßigen Ver­ehrung, die die Mimen bei uns genießen, nicht allzu weit

Auszug aus den Airchendüehesn

der Stadt Giebea.

Getraute.

MarkuSgcmetnde.

Den 29. October. Ludwig Becker, Fabrikarbeiter zu GießA und Katharine Rausch, Tochter des verstorbenen Arbeiters Hetnrt« Rausch zu Merlau.

Zum Gastspiel Anna Führiug's.

(Originalbericht.)

Sie waren gestern Abend im Theater, meine Gnädige? hat es Ihnen gefallen?

Danke, sehr gut, Possart ist doch ein ausgezeichneter

Mephisto.

Was halten Sie von derVersunkenen Glocke"?

Es ist ein so poetisches Stück, und die Sorma ist ein

Aus des Leit för -ett.

Dor 224 Jahren, am 8. November 1674, starb zu Bunchill der englische Dichter John Milton, besonder­berühmt durch die Epopöe .Paradies lost (Das verlorene Paradies), worin er den Sündeofall des ersten Menschen schildert, durch den alle- Unheil in die Welt gekommen sei. Milton wurde am 9. Drcember 1608 zu London geboren.

Eingesandt.

Gieße«, dm 8. November 1898.

Zur Stadtverordneteuwahl t

Während man sich schon allgemein zur Wahl rüstet, vermiss» wir noch die Anregung des Detailltsten-Vereins hierzu.

Diese Vereinigung ist nun einmal berufen, die Interessen der Gießener Geschäftsleute in der Oeffmtlichkeit zu vertreten, und sie bat uns zum Oefteren gezeigt, daß sie ihre Aufgabe ltchUg erfaßt hat.

An der gedeihlichen Entwicklung unserer Stadt, an der Hebuns von Handel und Verkehr in derselben, nimmt der Kleinhandel da regsten Anthetl und Hand in Hand mit diesem das Gewerbe- daher darf den Geschäfttzleutm bet den zu lösenden wichtigen Fragen die >5» sammenietzung deS Stadtoorstandes nicht gleichgültig sein.

Wir richten die dringmde Bitte an den Vorstand des Detaillistm> Verein-, die Hände nicht in den Schooß zu legen und sein«-Mit­glieder zu einer Versammlung behufs Stellungnahme zur Stadt- verordnetmwahl zusammen zu rufen.

Mehrere Geschäftsleute.

Wetterbericht. In der Luftdruck vertheilnug ist im Großen und Ganzen feit gestern wenig Aenderung eingetreten. | Im Norden de- «rdtheil- besteht die umfangreiche Depresfion , fort. Central-Europa bedeckt relativ höherer Druck, doch find auch hier verschiedene Unregelmäßigkeiten vorhanden. Gleich­zeitig bildet fich aber im westlichen Mittelweerbecken ein neue! Minimum aus. Die Witterung war auf unserem Gebiete heute Morgen vielfach nebelig. Die Hochstationen hatten im Allgemeinen noch schöne- Wetter. Borau-sichtliche Witterung: Im Allgemeinen unbeständige» Wetter mit stellenweisen Niederschlägen.

Silber-Hochzeit. Schneidermeister Jacob Kahn und I fctffen Ehefrau dahier begingen gestern da- silberne Ehe« | jublläum. Der Jubilar ist in Gießen der jüngste Veteran au- dem Krieg-jahre 1870/71. |

Evangelischer Bund. Dien-tag den 8. November, j Abend- 8x/2 Udr, wird in der akademischen Ortsgruppe de- I Evaugeltichen Bindes Herr Missionar Scholten von der | Baseler M.sston einen Vortrag überKamerun" halten. I Alle evangelischen Christen find herzlich zu diesem Vortrag, I die im R'staurantBavaria" (Seibel) stattfiidet, ein- geladen.

** Da» nächste Schwurgericht wird, waS seine Dauer I betrifft, wohl da- umfangreichste werden, da- seit langer Zeit | tagte Wie man hört, liegen bi- jetzt neun Sachen zur ver« [ Handlung vor, darunter eine Verhandlung, die drei Tage in » Anspruch nehmen dürfte. |

- Sewerbegericht. Al- Beifitzer für da» Gewerbegericht I find bestimmt pro Monat November: für die Arbeitgeber | Jean Kirch, für die Arbeitnehmer Schreiner Kreiling- | pro Deecwber: Schuhmachermeister Berg für die Arbeit- | gebet und C garreamacher Rudolph für die Arbeitnehmer. I

Unfall, vorigen Freitag Abend stürzte ein beim I Theater beschäftigter Mann, welcher in einem Hause der I Brandmasse Theaterrequifiteu holte, derart, daß er nach seiner I Wohnung gefahren werben und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen I mußte. Da die Treppe nicht beleuchtet gewesen sein soll, I wird der Hausbesitzer für den Schaden auszukommeu haben. I

Feuer. Ja verflossener Nacht 12 Uhr ertönte die I Feuerglocke. Ein dem Oeconomen Röder gehöriger Stroh- j hausen an der Liebigstraße war von roher Hand angezündet I worden nnb brannte nieder.

* Generalversammlung de» FischereivereiuS für daS I Großherzogthum Hessen. In der in voriger Woche in G e r n S- I beim adgehaiteneu Generalversammlung des Fischereiverein- I für da- Großherzogthum Hessen, welche unter dem Vorsitz I de- Frhrn. Hryl zu Herrnsheim abgehalten wurde, wurden I einige für die Allgemeinheit interessante Mittheilungen ge- I macht. Bezüglich der ThStigkeit deS FischrreivereinS in dem I abgelaufenen Jahre entnehmen wir, daß in den Rhein nicht I weniger als 43,207 Karpfen und 2837 Forellen- und Schwarz- I bärsch? eingrsetzt worden sind- in die Lahn wurden 1700 Karpfen eingesetzt. Ferner wurden in diese Gewässer 1002 I Zander und 40,000 Zandereier eingesetzt, in GebirgSwafler 6000 Bachseibli-g-brut und 17,000 BachsetblingSeier, außerdem Regeabogensorelleneier 12,000 und Regerbogensorellenbrut 500. Zu einer längeren Debatte gab der Artikel 48 de- Fischerei­gesetzes Veranlassung. Derselbe besagt:Wer in schiffbaren Strömm und Flüssen mittelst Anwendung der einfachen Handangel fi cht, macht fich eine» Fischereisrevel- nicht schuldig, vorbehaltl'ch aller Privatrechte." In der Versammlung wurde hervorgehoben, daß dieses Recht den Fischereipächtern großen Schaden bringe und müßten nach dieser Richtung hin dieselben Bestimmungen wie bei den Jagdpächtern maßgebend sein, hier müßte der Frevel ebenfalls bestraft werden. Tchlichlich sprach fich die Versammlung einstimmig dahin au-, bei der Großh. Staai-regierung um Aufhebung dieser voll­ständig v'laltetea Bestimmung, welche an- dem vorigen Jahr- h'.,nd-.rt stamme, vorstellig zu werden. Beschlossen wurde ferner, fich mit dem nassauischen Fischereiverein in Verbindung zu setz- > wegen gemeinschaftlicher Beschickung der im Juni 1899 in Frankfurt a. M. stattfindenden Wanderausstellung der deutschen Landwirthschaftsgesellschaft. In diesem Jahre sollen ebcnsallS wieder Fische in die Fischwässer eingesetzt werden, so in den Rhein Karpfen, Regenbogenforellen und Forellen- bärsche, in die Lahn Karpfen, in die oberhesfischen GebirgS- wäffer Bachsetblinge und in die Teiche Regenbogenforellen. Bei der Dorstaud-wahl wurden die seitherigen Mitglieder wieder gewählt- neu gewählt wurden die Herren Dr. med. Dörr au- Mainz, Forstmeister Meyer und Reallehrer Hagen.

Vermischtes.

Kostspielige Freibillett. Em Pariser Buchhändler erzählt folgende- charakteristische Geschlchichen, da- wieder einen Bewei- für die allbekannte Excentricität Barah Bernhardt- liefert: Die gefeierte Künstlerin erschien eine- BorwittagS in seinem Geschäft und kaufte eine beträchtliche Anzahl Bücher. Der Kaufmann zeigte sich seiner Kundin gegenüber natürlich von äußerster Zuvorkommenheit, und Madame Bernhardt schien sehr guter Lauae zu sein. Gerade wollte sie den Laden verlassen, al- ihr plötzlich noch etwa- eiufiel. Sie nahm dem erstaunten Buchhändler den Bleistift au- der Hand und richtete eine flüchtige Frage an den Mann, die dieser nicht verstehen konnte. Suchcud blickre Sarah dann auf den mir Büchern bedeckten Ladentisch, ergriff einen Baud an» dem vor ihr liegenden Prachtwrrk von Scott, öffnete ihn in der Mitte und schrieb schnell ein paar Worte auf die aufgeschageue Seite. Ehe der Eigenthümer de- kostbar ge­bundenen Werke- e- noch verhindern konnte, hatte bie caprtciöse Frau daS beschriebene Blatt herauSgeriffen und e- ihm mit verbindlichem Lächeln hingereicht, verblüfft bückte der Mann erst der hinau-schwebenden Gestalt der Künstlerin nach und bann auf da- Blatt, da- er noch in der Hand hielt. ES repräsentirte eine Anweisung für zwei Einlaßkarten zur Vorstellung im Renaissance-Theater. Hrffrntlich findet fich ein Liebhader für da- von der Hand der gefeierten Tragödin eine- Satte- beraubten Prachtwerke-, sonst dürsten dem Buchhändler die zwei FreibilletS etwas rhener zu stehen kommen.

Passende Bezeichnung. Bekannter:Nun, und Du hast ein Fräulein Doctor geh irathet?" Junger Ehemann (der die erste Gardinenpredigt erhalten hat):Ja wohl! Sie hat mir heute früh ihre Antrittsvorlesung gehalten."

* Unteroffizier :O Meier! Lassen Sie doch Ihre Dummheit von einer Actiengesellschaft ausbeuten!"

Backfisch (demnächst 16jährig):Endlich, endlich wird man bald nicht mehr erzogen!" (Mgg. Bl.)

genannten Heroinen bemerklich gemacht. Geht man die haupt­sächlichsten Bühnenwerke des letzten Jahrzehnts durch, so wird man nur sehr wenig Rollen finden, die Heroinen zugedacht sind. Bei Lessing kann man sie noch in jedem Drama an- treffen: die Marwood inSarah Sampson", die Orsina in Emilia Galotti", auch die Sittah imNathan" und endlich ! ins Lustspielmäßige gewandt Minna von Barnhelm. Bei ' Schiller wird dieser Typus, der in der tragedie der Franzosen

wurzelt, seltener.Die Jungfrau von Orleans' zwar ist bis vor kurzer Zeit auf unseren Bühnen von der Heroine gespielt worden, sehr zum Nachtheil des Werkes. Johanna ? darf nicht, wie dies auch noch bei den Meiningern geschah, ; als eine andere Kriegsgöttin, als panzerklirrende Schlachten- a lenkerin dargestellt werden, sondern als das von dem Geist ? überkommene Landmädchen, als die gottergebene, fromme, - keusche Jungfrau. Sonst verpufft der erste Monolog al» * ein bloßes Raketenfeuerwerk prasselnder Rhetorik, die später t in ihrer Brust erwachende Liebe wird mindestens von der i psychologischen Seite aus anfechtbar.

unser Panorama für nur 30 Pfg. un- die drei Länder mit ihrer herrlichen lanvschafllichen Scenerte gerade so natur­getreu zeigt, al- wären wir an Ort und Stelle. Unsere Reise geht von Kopenhagen au-, dessen Sehenswürdigkeiten uns mächtig an-iehen- hervorzuheben ist da» Thorwaldsen- Museum mit feinen einzig dastehenden Werken de- berühmten Bildhauer-. Wunderbar schön ist die Smdt Stockholm ge­legen, wie prächtig nimmt fich nicht der Mälarsee mit seiner crhstallenen Fluth au-. Stolze Schlösser spiegeln sich m ihm, geschmückte Boote, Dampfbarkaffen und größere Fahr- zeuge geben dem Ganzen ein prächtige» Bild. An groß« artigen Monumenten, die die öffentlichen Plätze zieren, ist Stockholm überreich. Die Umgegend Stockholm- zeigt die Herr' chsten Landschlöffer. Riesige Schneidemühlen zeugen von dem mächtigen Holzhandel. Alle» ist inrereffant und bi- in- Kleinste zu unterscheiden. Christiania mit ^imn Pracht­bauten, seiner Univerfität, seinem großen Hasen, Kirchen und Denkmälern, ferner Drammen in seiner schönen Lage, bie großartigen Wvffersälle von HönefoS, bilden einen würdigen Schluß der übrrau» prächtigen Serie, welche von einer Photo- grapdischeu Gesellschaft au- Pari- anfgenommen ist.

Herr Provinzialrabbiner i. P. Dr. Levi, welcher vor Kurzem sein 92. Lebensjahr vollendet hat, begeht heute in völliger geistiger und körperlicher Frische sein 7 0jährige- Doctorjubiläum. Im Namen der philosophischen Facultät überbrachte der Decan Herr Dr. Behren- dem Jubilar, welcher vor siebzig Jahren an der hiesigen Lande», untverfisät promovirt hat, die herzlichsten Glückwüasche. Indem er die Seltenheit eine- solchen Feste- und die Freude der Facultät betonte, Überreichte er Namen» derselben eine tabula gratulatoria, deren Text Zeugniß davon ablegt, welcher Belebtheit fich Hrrr Dr. Levi auch in den Kreisen unserer ahna mater erfreut. Möge e» dem hochverehrten Herrn vergönnt sein, noch eine Reihe von Jahren in un­getrübter Gesundheit den Abend seine» inhaltvollen Leben» tn unserer Mitte zu verbringen!

mÜller-Gießen, Wermuth-Worm- und Baben-Astheim. Die 7.....

nächstjährige Generalversammlung findet in Hirschhorn statt, i Actionen, von der Hybris gegen die Götter eingegebene Thaten,