Ausgabe 
8.5.1898 Erstes Blatt
 
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$. Küchel in Butzbach auf Enteignung von Gelände in Ge- marknng Zell / zu bergbaulichen Zwecken, hier^ Kostensest- setzung.

* Tywvafiam. Herr LaudeSschuliuspeetor Levitztn au- Lemberg wohnte tu dieser und der vergangenen Woche dem Unterricht bei.

* 6tetni Garte». Wie alljährlich, so hat auch Heuer Herr Stein nach unS gewordener Mittheilung wieder Ber- träge mit bedeutenden Loncertdirectionen und berühmten Künstlern zwecks Abhaltung von Coueerteu abgeschlossen. Unsere beliebte RegimentSmufik wird in seither gewohnter Weise ihre Concerte dort weiter abhalten. So wird@tein< Tarten" seinen Ruf als gutes Concertlocal auf gleicher Höhe auch ferner erhalten. Diese-, sowie der Umstand, daß Steins Garten" herrlich gelegen, bequem zu erreichen, einen schön angelegten schattigen Garten und geräumige Hallen für Unterkunft bei schlechter Witterung besitzt, sowie eine» alten RenowmäS vorzüglicher Bewirthung sich erfreut, find wohl die Hauptpunkte, daßStein- Garten" unstreitig eine- der beliebtesten und besuchtesten EtabliffementS hiesiger Stadt während des ganzen Jahres ist.

* Der erste Gießener Stemm- unbRingclnb, welcher am 8. und 9. Mai in den schattigen Anlagen derLiebigShöhe" feinen Ersten Athleten-Wettstreit abhält, hat gegen­wärtig die hierfür ausgesetzten Preise, bestehend aus echten Medaillen, Kränzen und Diplomen, bei Herrn Friseur Rüger, Wallthorstraße 6 ausgestellt.

Auszug aus dem Bericht über die Thätig- keit des Chemischen Untersuchungsamtes für die Provinz Oberheffen in der Zeit vom! April 1896 bis 1. April 1897.

Während drS Geschäftsjahre- von 189697 wurden im UuterfuchungSamte int Auftrage von Behörden oder Privat­personen inSgesammt au-geführt 1016 Untersuchungen.

Bon diesen Gegenständen gingen ein auS: von von

Behörden Privaten

Kreis Alsfeld........ 105 5

h Büdingen....... 104 1

Friedberg....... 78 4

/, Gießen........ 215 361

Lauterbach....... 77 4

, Schotten....... 43 2

AuS Orten usw. außerhalb der Provinz 17

Zusammen . 622 394

Zu Beanstandungen gaben 63 Objecte, gegen 53 im Borjahr, Be.anlaffung.

ber Umersuchung. Anzahl. Grund ber Beanstandung.

Butter .... 4 zu hoher Nichtfettgehalt.

Thokolade ... 1 mehlhaltig.

.... 3 größere Mengen von Essig-

sälchen enthaltend.

Feigen .... 1 von Jnsecten bewohnt.

Fruchtsäfte ... 3 salichlsäure-haltig.

Gewürze ... 5 durch verschied. Zusätze verfälscht.

Milch .... 5 entrahmt.

TpirttuS ... 2 zu geringer Alkoholgehalt.

Töpfergeschirre . 3 gaben Blei ab an 4o/oi0Cn

pochenden Essig.

Trinkwafser . . 29 ungeeignet f. d. menschl. Genuß.

W-in .... 1 hefetrüb.

Wurst .... 3 verdorben.

u .... 3 mehlhaltig.

Summa . 68

Die beanstandeten Proben Vertheilen sich auf die einzelnen «reife wie folgt:

Kreise.

Eingesandt von Behörden. Privaten.

Gesarnmtzahl.

Alsfeld . . .

2

1

3

Büdingen . .

21

_

21

Friedberg , .

8

8

Gießen . . .

14

5

19

Lauterbach . .

3

2

5

Schotten . .

3

3

Dazu außerhalb

Summa

. . 59

der Provinz . . . .

. . 4

63

In wisienschaftlichem Jntereffe und um mit als Unter- läge zu dienen für seitens de- chemischen Untersuchungsamtes zu machenden Vorschläge bezüglich des geplanten ErlafieS einer neuen Milchverkaufsordnung für die Stadt Gießen wurde damit begonnen, eine Reihe von versuchen anzustellen, über deren Einfluß verschiedener Futterartikel bei Kühen auf die Beschaffenheit der von denselben producirten Milch. Die versuche sollen fortgesetzt werden. Die Anzahl der im Auf- trage von Behörden auSgeführten Untersuchungen war int letzten Jahre erheblich niedriger als im Vorjahre. ES er­klärt sich dieser Umstand daher, daß die Kosten dieser Unter- fuchungen zum großen Theil auS den den verschiedenen Behörden für diese Zwecke bewilligten Crediten bestritten werden und daß dementsprechend die Anzahl der Untersuchung-- objecte nach der Höhe ihrer UntersuchungSkosten bemeffen werben muß.

Da im Laufe de- Betriebsjahres eine größere Anzahl von Bier« und Weinprsben untersucht wurden, und die UntersuchungSkosten dieser beiden Objecte bedeutend höhere find, al- diejenigen der int Vorjahre in größerer Anzahl zur Untersuchung herangezogrnru Gegenstände Gewürze, Petro- l^u' .2'Qt,ttcn 22* f° hat in Rücksicht auf die, einzelnen Behörden zur Verfügung stehenden Summen, die Anzahl der zu untersuchenden Proben wesentlich erniedrigt werden müffrn. Die Anzahl der int Auftrage von Privaten auSgeführten Untersuchungen ist dagegen im letzten Jahre erfreulicherweise erheblich gestiegen, sodaß sie die Summe der in den fünf

ersten Jahren de- Bestehens des UntersuchungSamteS aus­geführten übertrifft.

Mit dem Kreise Gießen war eine Vereinbarung ge­troffen, daß versuchsweise ein Beamter des chemischen Unter- suchungSamteS eine Anzahl von Orten des Kreises persönlich bereisen würde, um eine unvermuthete Visitation der resp. Geschäfte oorznukhmeu, eS gelangte die Controle im Kreise Gießen auch in dieser Weise zur Durchführung. Die Visitation mußte indeß wegen verschiedener hindernder Umstände auf wenige Orte beschränkt werden. ES wurden besucht: 16 Bäckereien, 65 Gastwirtschaften, 15 Metzgereien, 4 Mühlen und Mehl­handlungen, 60 Specereihandlungen. Es fand sich bei diesen versuchen Gelegenheit, die resp. Geschäftsinhaber auf mancherlei Umstände aufmerksam zu machen, deren Abhilfe von hygienischem Standpunkte aus nothwendig und wünschenSwerth war. Eine große Anzahl von NahrungS- und Genußmitteln sowie Ge­brauchsgegenständen wurden an Ort und Stelle besichtigt und wenn angäuglich auch da untersucht von verdächtig erscheinenden Proben entnommen. Der Bericht gedenkt ferner der Umwandlung deS Untersuchungsamtes in eine selbstständige Anstalt (bisher nmrj sie mit dem hygienischen Institut der Universität verbunden) und spricht schließlich Herrn Geheiwrath Prof. Dr. Gaffkh, welcher sich sowohl um die Gründung wie um den Bestand deS UntersuchungSamteS in hohem Grade verdient gemacht, seine Anerkewung auS. Den Schluß des Bericht- bildet eine Darstellung der Untersuchung des Gießener LeitungSwaflerS, welches darnach als ein in jeder Hinsicht vorzügliche- bezeichnet wird.

Die Einnahme auS den auSgeführten Untersuchungen ergab den Gesammtbetrag von 2663.90 Mk., im Vorjahre 2857.45 Mk.

vermischte».

Kindtaufe an Bord einer deutschen Kriegsschiffes. Sonn­tag den 1. Mai sand in Kiel an Bord de- Flaggschiffes des Panzergeschwader»Kurfürst Friedrich Wilhelm" die Taufe des jüngsten Sohne- de- Geschwaderchef-, Vice- admiral- Thomsen, statt. Da» Achterdeck war mit einem Zeltdach überspannt und auf diese Weise in einen Salon um- gewandelt. Der Stab des Schiffe», sowie Deck- und Unter- Offiziere, desgleichen ein Theil der Mannschaften wohnten außer zahlreichen geladenen Damen und Herren der Gesell- schäft der Feier bei, zu der der Täufling int Boot an Bord gebracht wurde. ES dürfte die» die erste Kindtaufe sein, die an Bord eine» deutschen Kriegsschiffe» vollzogen wurde.

* Spanisches Soldatenmaterial. Nüchtern, heiter, kräftig, gehorsam, empfänglich für Ansporn, begeistert sür sein Vater- land und seine Fahne, hat, schreibt dieKöln. Ztg.", der spanische Soldat zu allen Zeiten die schönsten Beweise von Opferfreudigkeit, Bedürfnißlofigkeit und Muth gegeben. In den Befreiungskriegen in Amerika, Afrika, Afiev, in den MauiguaS von Cuba, den Sümpfen der Philippinen verzeich­net die Geschichte seine Bravour, in all diesen Kämpfen hat er sich, schlecht bezahlt, bekleidet und verpflegt, von Seuchen und feindlichen Kugeln bedroht, unter glühender Sonne und auf eisbedecktem Felde stet» wie ein Held geschlagen. Die DtSciplin ist weniger rigoros al» in manchen anderen Staaten, mild und väterlich angewendet, wird sie gern acceptirt. Einen Schatz von Opserfreudigkeit bedeckt der grobe blaue Mantel. Nüchternheit, Mäßigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Anstrengungen find dem Spanier aller sozialen Schichten eigen. Ob Catalonier ober Navarrese, Andalusier ober Gallejo alle haben die Kraft de» Temperaments jung und sorglos fingen fie auf Märschen und in der Kaserne, int Arrest und selbst nach Kämpfen, die schwere Opfer ge- fordert. Natürlich bieten die verschiedenen LandeStheile, bei territorialem Ersätze, Truppen von ungleichem Werthe. Der beste Soldat ist wohl der Castilier.

* Die letzte Audröe-Botfchaft hat sich, wie vorauszusehen war, gleich allen früheren Allarmnachrichten als völlig unbegründet erwiesen. Der Docent Otto Nordenfkjöld, der sich zur Zeit an einer wissenschaftlichen Klondyke-Expedition betheiligt, hat von Victoria aus ein Telegramm an die schwedisch, amerikanische Exporifirma Ek u. Co. gerichtet, in dem er mittheilt. daß die Nachricht von der Ankunft Andrees in den bewohnten Districten um Klondyke gänzlich auf Er­findung beruhe. Das Ganze fei auf einen schlechten Scherz seitens eines Klondyke-Yankees zurückzuführen. Profeffor A. v. Nordenfkjöld, der auf der Vega-Conferenz der Anthro- pologifchen Gesellschaft in Stockholm den Inhalt des Victoria- Telegramms bekannt gab, äußerte sich im Anschluß an die zahlreichen Falschmeldungen betreffs der Andröeschen Expedition dahin, daß an und für sich bisher fein Grund vorliege, das Ausbleiben authentischer Nachrichten über Andree als ein bedenkliches Symptom zu betrachten. Unter allen Umständen seien für Andree die Aussichten, bewohntes Festland zu er­reichen, ungleich günstiger, als sie seinerzeit Nansen auf seiner Seite gehabt. Je mehr man Gelegenheit habe, die meteoro­logischen Verhältniffe zu studiren, die in den kritischen Juli- tagen des vorigen Jahres in den arktischen Gewässern herrschten, um so mehr scheine sich die Voraussetzung zu befestigen, daß Andröe auf einer der dem europäisch-asiatischen Continent vorgelagerten Polarinseln, vielleicht Franz Josefs-Land oder Nowoja Semlja, gelandet sei. In diesem Falle würden die zahlreichen Polarschiffe, die im Frühjahr gegen Norden ziehen, bald zuverlässige Kunde einholen. Habe Andree das Festland gewonnen, so werde hoffentlich die Stadlingsche Hilfsexpedition in der Lage fein, den beabsichtigten Entsatz zu leisten.Ich denke", schloß Nordenskjöld,daß man über Andrees Schicksal die besten Hoffnungen nähren darf. Mein Lieblingstraum ist es, die Anthropologische Gesellschaft möchte in der Lage fein, dem kühnen Polar-Aeronouten schon im nächsten Jahre ihre höchste Auszeichnung, die Vegamedaille, an die Brust zu heften."

* Eine Bibercoloate aa der Arbeit bildet jetzt eine der größt ^Sehenswürdigkeiten im Zoologischen National- park in Washington. Nachdem die Biber sich mit ihrem

neuen Aufenthalt vertraut gemacht hatten, nahmen sie als- dald chre gewöhnliche Thätigkeit auf und bauten drei breite Dämme, deren größter wenigstens vier Fuß hoch war. Diese Wälle waren durchweg das alleinige Werk der Biber. Al» Material dienten ihnen entweder Bäume, die sie in ihre« Gehege selbst durchgenagt und so gefällt hatten, oder Zweige, die ihnen zum Futter dargereicht waren. Die Biber schneiden ihr Baummaterial in passende Stücke, die sie zum Wasser schleppen, bis zu dem Orte, wo ber Damm gebaut werden soll, hinflößen und dort mit Schlamm und Laubwerk zu einem festen Bau zusammenkitten. In Verbindung mit jenem Damm haben die Biber eine Wohnung gebaut nebst einigen kleinen unterirdischen Gängen am Ufer. Der Eingang zu diesen Wohnungen ist stet« unter Wasser gelegen und kann nur tauchend erreicht werden. Die Thiere haben sich bereit» ganz an die Nähe des Menschen gewöhnt, so daß das Publikum de» genannten Parkes bei nötiger Vorsicht die Biber an der Arbeit beobachten kann.

* Der armen Spielbaak von Monte Carlo, die ver­gangene» Jahr blo» 22 Millionen Franc» verdient hat, ist nun auch noch da» Unglück widerfahren, von einer inter­nationalen Gaunerbande um einige tausend Franc» geprellt zu werden. In den letzten Monaten häuften sich bei der Spielbank in auffälliger Weise die Forderungen nach dem Biaticum", dem Reisegeld, da» die Bank au»grplünderten Spielern zur Rückfahrt nach ihrer Heimath gewährt. Zu­meist handelte eS sich um Damen, die angeblich all ihr Hab und Gut an der Roulette verspielt hatten. In solchen Fällen verlangt die Bank zunächst von den Bittstellern da» Borzeigen der Einlaßkarten zu den Spielsälen. Sie wurden von den Spielerinnen in genügender Zahl beigebracht. AIS aber die Gesuche immer zahlreicher einliefen, führte man die Bitt­stellerinnen auch in die Spielfäle, damit die Croupier- und chefs de partie® bekundeten, daß die Bittstellerinnen wirk­lich große Summen verspielt hätten. Hier kam e- nun zu aufregenden ©eenen. Die Croupier» behaupteten, daß die betreffenden Damen wenig oder gar nicht gespielt hätten. Aber im Publikum fanden sich stet» einige Herren, die da» Gegentheil versicherten. Die Damen weinten und schrieen, daß die Bank fie zum Selbstmord zwinge, da» Publikum nahm regelmäßig für fie Partei und um dem Skandal ein Ende zu machen, opferte die 8ant einen 500- oder 1000 Fr- Schein. Bor einigen Tagen hob nun die Nizzardische Poli­zei eine Bande verdächtiger Ausländer auf, die im verdacht ber Falschmünzerei standen. Aber in ihrer Wohnung fand man nur Hilfsmittel, um die Eintrittskarten zu den Spiel- falen von Monte Carlo nachzumachen. Die Gauner besuchten die Spielsäle häufig, spielten aber nicht, sondern gingen aufl- schließlich darauf auS, von der Bank das Biaticum zu er­schwindeln, wa» ihnen auch in vielen Fällen gelungen ist. Die Spielbank läßt nunmehr Eintrittskarten mit Wasser­zeichen und anderen Chikanen Herstellen, so daß den Fälschern daS Handwerk erschwert wird.

* Was alles vom Redactenr verlangt wird? Haben Sie keine Angst verehrter Leser, eS folgen keine gereimtenStofe* geseufzer", wie fie ein geplagter Bürgermeister vom Lande auSzustoßeu pflegt, sondern nur die Schilderung einer wahren Begebenheit, wie fie sich so oft im Leben eines Kleinstadt- rebacteur» wiederholen und deren eine hier zum verständniß mancher Folgeerscheinungen und mit der Bitte um Abhilfe für die Zukunft wiedergegeben fei. ES ist 9 Uhr, d e Setzer stehen vor den gefüllten Schriftkästen und warten aus da» Manuscript, wie die Raubthiere der Menagerie auf den Moment der Fütterung. Wehe dem armen Rebacteur, ber durch irgend eine Abhaltung den Hunger der Manuscript- freffer nicht genügend zu stillen vermag. Er wird nicht nur durch die ewig Mahnenden, die in feine Stube bringen, wie die Mäuse in den Thurm zu Bingen, zur Verzweiflung ge­bracht, sondern tausend Flüche donnern ihm nach und in den Bugen der Setzer giebt e» auf der Welt kein gröfeere» Scheusal. Soeben trifft die Berliner Post ein, und muthig vertieft man sich in die Parlamentsberichte, Spanisch-Ameri­kanische KriegSnachrichten re, um so schnell al» möglich den Manuscripthunger zu stillen. Da plötzlich klopft Jemand: Hören Sie, ich möchte Ihnen Bericht über unsere letzte Versammlung machen!"Sehr schön, bitte geben Sie mir Ihren Zettel, soll besten» besorgt werden".Nein, nein, ich mufe Ihnen da» biedren, wie ich» haben will!" Bester Herr, ich habe gar keine Zeit. Geben Sie mir Ihre Notizen, das Andere wird schon besorgt!" (auffahrend)Na wenn Sie nicht wollen, mir liegt nichts daran, dann lassen Sie'»!"Sie können doch nicht verlangen, dafe ich mich hier hinsetze und nach Ihrem Dictat einen Bericht schreibe, während die Leute oben auf Manuscript warten und ich alle Hände voll und zwar da» Dringendste zu thun habe? Bitte geben Sie mir doch Ihren Zettel und ich verspreche Ihnen Inen guten Bericht."Nein, nun will ich nicht mehr!" läuft wüthend zu der Coucurrenz-Zeitung.)

CanbwirtBfdmftlictycs*

Die Wissenschaft hat wiederum eine Frage gelöst, welche sür die Landwirlhschast von größter Bedeutung ist. Richt zu unter­schätzende Feinde unserer Halmfrüchte sind Hederich und wilder Senf, benm di-ber nur höchst mangelhaft betzukommen war. Ader auch diesen Unkräutern itt man zu Leide gegangen, indem ein er­probtes Mittel. 2O»/0 schwefelsanreo ffiftn, gesunden ist, welche», mit einer selbftthätigen patenitrien Pflanzensplitze regenartig gespritzt, den Hederich und wilden Sens verntchtct, ohne da» Getreide zu be­schädigen. Die Anwendung deS Mittel« und die Handhabung der Spritze sind durch die landwirthschastliche Maschinenfabrik von PH. Maysarth & Co., Frankfurt a. M.. beschrieben und kosten­frei zu beziehen. Eine Postkarte genügt, um sich diese wichtige Lectüre zu verschaffen.

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Aufgebote.

April: 30. Ludwig Jacob Roth, Instrumentenmacher zu Gießen, mit Marie Friederike Alt Hierselbst. 30. Heinrich Zöizer, Oeconom dahier, mit Anna Maria Daum zu Brauerschwend. Mat: 2. Paul