Bozen, 6. April. Bon dem Berge Mosna bei Roveretto löste sich ein große» Fel»stück. Zahlreiche Weincultuten stob zerstört.
Ao». 6. April. (Ttefani.) Spanien hat irn Prioeip den Waffenstillstand mit den cubauischeu Insurgenten, wie er vom Papste vorgeschlagen ist, angenommen. So erwartet mau jetzt die Aatwort Mc Kinley» au den Papst. Boa dieser Antwort wird e» abhöngea, ob die Verhandlungen zwischen Madrid und Washington fortgesetzt werden können. Mau glaubt, die Mächte würdea einhellig Schritte thuu, um einen Bruch zwischen Spanten und den Bereinigten Staaten zu verhindern. »
Madrid, 6. April. Die Eindrücke der Lage sind andauernd schlecht. Die anfänglich an die päpstliche Vermittelung geknüpften Hoffnungen find aufgegebeu. Die Einen erwarten, daß die Bereinigten Staaten sofort den Krieg erklären, die Andern glauben, daß sie die» behufs besserer Vorbereitung bi» zum October aufschieben. Im letzteren Falle käme hier eine latente Mtnisterkrtfi» zum Au»bruch. Eta Theil de» Labtnet» neigt zu Zugeständnissen, der andere Theil will nicht» davon hören. Die Erregung gegen die Königin« Regentin wegen ihrer Neigung zu einem Compromiß ist im Zunehmeu begriffen und hat bereit» einen bedenklichen Grad erreicht. Frkf. Ztg.
Stockholm, 6. April. Der schwedisch-norwegische Lonsul in Sao Francisco telegraphirteheute au da» Ministerium des Aeußeru: Eine Person Nameu» Jacob Carr kam von Alaska nach der Departurebay und gibt vor, Briefe vom „Professor" AndrLe mit sich zu führen- er weigert sich, vähere Aufschlüffe zu geben. ES werden Untersuchungen augestellt.
Newyork, 6. April. Wie eine Depesche der „Newyork Times" au» Washington meldet, wird da» fliegende Geschwader unter dem Befehl de» Commodore Schlrh innerhalb 24 oder 48 Stunden wahrscheinlich nach deo Carrarischen Inseln abgehen. — Dem „Newyork Herold" zufolge hat das Staatsdepartement gestern Abend den General« eonful Lee angewiesen, Habana sobald al» möglich zu verlassen. Nach einer Meldung der „Newyork Tribüne" au» Washington hegt mau dort wenig Hoffnung auf Aufrechterhaltung de» Frieden», wenn Spanten nicht vollständig uach- gebe. Wie daffelbe Blatt meldet, wird die Botschaft de» Präsidenten eingehend die vergeblichen Bemühungen der Bereinigten Staaten während mehrerer Jahre, die Lage auf Cuba zu befferu und den Schutz für Leben, vermögen und Jntereffen der Amerikaner zu sichern, besprechen, und die auf Cuba verübten Grausamkeiten und die Zerstörung der „Maine" al» Beweis für den vollständigen Zusammenbruch der Autorität Spanten» anführeu.
Newyork, 6. Aprtl. Wie die „Newyork Tribüne" über die Botschaft des Präsidenten weiter meldet, werde diese darthuo, daß Spanten die Bereinigten Staaten vollkommen berechtigt habe, zu iuterveuireo, wenn erforderlich mit bewaffneter Macht, indem e» seine Unfähigkeit, die Insel zu verwalten, nicht zugab und e» ablehnte, Zugeständnisse zum Zweck der Wiederherstellung der bürgerlichen Ordnung »nd de» Frieden» zu machen uud Ersatz sür die Verluste an Leben und Besitz, die Amerikaner betroffen haben, anzubteteu.
Washington, 6. April. Der Senat hielt heute eine geheime Sitzung ab. Präsident Mac Kinley berief zwei Führer jeder Partei nach dem Weißen Hause, um ihnen Aufklärung über die Lage zu geben. Hiernach verlautete, die Botschaft werde heute nicht au den Coogreß gelangen. — Der Martnesecretär Loug verweigerte die Auskunft darüber, ob die Verschiebung dem Wunsche, den Amerikanern da- verlassen Habana» zu ermöglichen, oder anderen Gründen zuzu- schreiben sei.
Hongkong, 6. April. DaS Geschwader der vereinigten Staaten lichtet die Anker. Der amerikanische Befehlshaber kaufte den englischen Dampfer „Nanshan" sowie Kohleuvorräthe an.
Cotales Mttö protHttjicIUs.
Gieße», den 7. Aprtl.
— Die Zweite Kammer der Stände wird am 16. Mai zur Berathung neuer GeietzeSvorlageu wieder zusammentreten, vorher wird die Erste Kammer die Berathung deS Finanz- budgetS pro 1897/1900 vornehmen.
•• OmnibnSverkehr Schtffenbergerwald. Bet günstiger Witterung beabsichtigt der Vorstand der OmntbuSgesell« schäft bereit» au den Feiertagen uud zwar von Charfreitag ab die Linie zu eröffnen und bet Bedarf auch am 1. uud 2. Osterfetertage tu Betrieb zu lassen. Die Sommerwagen fahren um 3 und 4 Uhr Nachmittags ab Marktplatz und um 6 und 7 Uhr Abend» ab Wald. Der Fahrpreis beträgt wie gewohnt 20 Pfennig. — Die Stadttouren werden in üblicher Weise eingeschränkt.
Silberne Hochzeit. Am heutigen Tage begeht der seit langen Jahren bet Herrn Ehr. Spieß am Neuenweg dahier In Diensten stehende Herr Georg Rolls h ausen und seiae Ehefrau da» Fest der silbernen Hochzeit. Wir wünschen dem Jubelpaare, daß ihm auch fernerhin völlige Gesundheit vnd Zufriedenheit beschieden sein möge.
•• Probe einer neue» Bietapparat Ret«iguugs«Mafchine. Gesteru Mittag um 2 Uhr wurde tm Restaurant zum Löwen in Anwesenheit von Vertretern de» KreiSamte», der Polizeibehörde uud deS Vorstände» des GastwirthevereinS ein trau»- portabler Damps entwickel er zur Reinigung von Bler- leirungeu io Thärtgkett vorgeführt. Der ReiaigungSapparat ist höchst einfach,- man rrh'tzt ein Stück Eisen (Volzev), dessen Gewicht von der zu erzielenden Dampfmenge abhängt und führt da»selbe in einen gegen Wärmeverluste isolirten, ver- schließbaren Eyltnder ein. Durch Zufuhr von Wasser tu feine» Strahl wird die tu dem Eyltnder aufgespetcherte Warme zur Dampfentwtckeluug auSgenutzt. Durch beliebige» AuSwechsela der Bolzen ist man tm Staude, eine ganz |
enorme Menge strömende» Dampfe» am verwendungSorte zu erzeugen.
** Obstba»e»rf»8. Ja der Zeit vom 2. bis 7. Mai d. I. uud nochmal» tm Sommer nach Ueberetnkauft weiterer sechs Tage findet au der Großh. Obstbauschule zu Friedberg ein ObstbaucursuS für Geistliche, Lehrer und sonstige Freunde de» Obstbaues statt. Für die Herren Lehrer, welche daran theilnehmen wollen, wird eS erfreulich sein, zu vernehmen, daß dieselben nach Verfügung Großh. Ministeriums für diese Zeit beurlaubt werden. Zugleich findet während dieser Zeit für Interessenten auS Lehrerkretsen ein CnrsuS in landwirthschaftlicher Buchführung täglich zwei Stunden kostenfrei statt. ES wäre zu wünschen, daß fich dieser CursuS einer recht zahlreichen Betheiligung erfreue.
** Der Ausschuß bei hessischen LandwitthschaftSrathes läßt durch seinen Präsidenten die Großherzogltche Regierung uud die hessischen Relchstagsabgeordneteu ersuchen, bet der Reichs- regierung sofort und dringlichst zu beantragen, daß die Einfuhr von lebenden Pflanzen uud frischen Pflauzenabfällen, von Kisten und Fässern, soweit solche al» Verpackungsmaterial gedient haben, ferner die Einfuhr von frischem Obst uud Obstabfälleo, soweit solche mit lebenden Schtldläusen behaftet sein können, nicht nur auS Amerika, sondern auch auS allen übrigen Ländern verboten werde, welche die Ein- uud Durchfuhr ohne Untersuchung gestatten. Ferner soll eine internationale Bereinigung augeregt werden zum Erlaß gemeinsamer Abwehr- und Bekämpfuogsrnaß- regeln.
** Der Allgemeine verband der beutscheu laudwirthschaft- licheu Geuoffeoschofteu zählt nunmehr in 25 Provinzial« und LaudeSoerbälldeu über 4700 landwirthschaftliche und ländliche Genossenschaften als Mitglieder. Er stellt sich in der soeben erschteuenen Internationalen GeuossenschaftSstatistik (Loudon 1898) al- der mitgliederreichste Verband Europas dar. In Deutschland erreichen die beiden ältesten und nächst ihm stärksten Geuossenschaftsverbände in Eharlotteuburg (Begründer H. Schulze-Delitzsch, Bestand ca. 1530 Vereine) und Neuwied (Begründer F. W. Raiffeisen, Bestand ca. 2900 Beretue), auch nicht zusammen mehr als seine Mitgliederzahl. Im letzten Halbjahr ist ihm der verband der GetreideverkaufS- geuosseuschaften im Fichtelgebirge beigetreteu. Die ihm an- geschlossenen Ceutralgeuossenschafteu haben fich in diesem Halbjahr von 31 auf 85, die ländlichen Spar- und Darlehenskassen von 2275 auf 2407, die Bezugs« und Absatzgeuoffen- schäften von 1127 auf 1242, die Molkereigenossenschaften von 830 auf 871 und alle übrigen Gruppen laudwtrthschaft- licher Genossenschaften von 127 auf 149 vermehrt. Die meisten Genossenschaften dieses Verbandes finden wir tu Baden (584 in zwei Verbänden), Hannover (542 tu zwei verbänden) und Hessen (487). Die Spar- uud Darlehenskassen haben sich n Hessen, der Pfalz und ueuerdiug» besouder- tu Schlesien am zahlreichsten entwickelt. Der landwirthschaftliche Ge« noffenschaftStag für ganz Deutschland wird für dieses Jahr tm August in Karlsruhe stattfinden.
** DaS Fahrrad im Heere. Bei den Control-Der- ammluugcu, ote grgeuwäctig tm Gange sind, tritt das militärische Interesse am Radfahrwesen wieder zu Tage. Rad- ahrer, die geneigt find, bei einer etwaigen Mobilmachung als Radsoldateu einzutreten, werden aufgefordert, fich zu melden uud ihre Räder von einer Cornmisstou uutersuchen zu lassen. Tauglich befundene Räder werden im Kriegsfall militärfiScalisches Eigeuthum und mit 250 Mk. für jede» Rad vergütet.
** Die Schuhe werde« theurer! Wie aus Fachkreisen berichtet wird, haben Schuhwaaren einen PretSauf schlag von 6 bis 10 pCt. erfahren. Dieser Preisaufschlag rührt vom ?ohwaareumarkte her. In Folge fortgesetzten Mangel» an Rohhäuteu muß die Lederfabrikattou für die von ihr be- uöthigteu Häute einen höheren Preis zahlen. Dieser höhere Preis kommt dann zunächst bei dem fertigen Leder uud des Weiteren auch bei den aus dem theueren Leder gefertigten Schuhwaaren zum Ausdruck. Die Preisbewegung hält schon ast sechs Monate au und wird voraussichtlich längere Zeit bestehen bleiben, ja, es ist sogar wahrscheinlich, daß dieselbe uoch eine weitere Steigerung erfahrt. Für die Schuhwaaren der FrühjahrSlieferuugeu wußten die Schuhhändler durch, gängig höhere Preise anlegen, wo dies nicht der Fall ist, hat man es in der Regel mit einer reduclrten Qualität der Waare zu thuu, also nur mit einem scheinbaren Vortheil.
Wahlnachricht. Der „Lauterb. Auz." schreibt: Au Stelle des die nochmalige Annahme eine» Mandat» ablehnen« den ReichStag-abgeordneten Dr. Osann zu Darmstadt hat )!e nationalliberale Partei daselbst die Eaudidatur für den Wahlkreis Darmstadt-Groß-Gerau Herrn Kreisrath Braun u Lauterbach angetragen, doch hat derselbe dem Vernehmen nach eine Kandidatur sür den genannten Wahlkreis abgelehnt.
Hansen bei Butzbach, 5. April. Eine am 1. April auf •tm HauSderg angebrachte Vorrichtung zur Bestimmung deS Wetter» zeichnet fich, wie alle genialen Erfindungen, !>urch höchste Einfachheit au», und besteht auS einem einfachen dauerhaften, etwa 1 Meter langen, im Freien hängenden — Strick. Sie zeigt folgende untrügliche Wetteransagen: 1. Schön — wenn der Strick trocken ist. 2. Regen — wenn der Strick naß ist. 3. Veränderlich — wenn der Strick bald naß, bald trocken ist. 4. Wind — wenn der Strick hin und her baumelt. 5. Frost — wenn der Strick gefroren ist.— Dieselben Beobachtungen wurden am 1. d». Mrs. von ver- chtedenen Naturfreunden auf der „Hochwarte" (Gießen) »eobachtet.
Nidda, 6. April. Herr Heilgehilfe und Barbier E. Ferro dahier, einer der ältesten Niddaer Bürger, beging dieser Tage seinen 70 G eburt »tag in voller tseiste»- und «ölperfrische. Herr Ferro, ein geborener Friedberger, ließ ich vor 51 Jahren dahier nieder und hat die meisten von den Kunden, mit welchen er damal» begann, überlebt. Gegenwärtig arbeiten zwei Söhne desselben dahier im nämlichen
Fach. Gestern starb die älteste Frau dahier, nämlich die Wittwe de» ehemaligen Paplersabrtkanten Fr. Schneider z» Ober-Schmitten, im Alter von 88 Jahren.
Lauterbach, 5. April. Auf eine Einladung de» Turnverein» Lauterbach versammelten fich am letzten SamStag in der Burgwirthschaft eine größere Anzahl Bewohner nuferer Stadt zweck» Vorbesprechung über da» in diesem Jahre hier abzuhaltende 25. Turnfest de» Gaue» Hessen. Nach Be- grüßuug der Versammlung durch Herrn Helfenbein wurde Herr Krei»rath Braun zum Festpräsidenten gewählt. Unter (einen Vorsitz trat man al»bald in die Tage»ordnung ein, unb wurde der 26. Juni al» eigentlicher Festtag bestimmt. Ueber die Wahl be» Festplatze» entspann fich eine längere Debatte, nach, welcher beschlossen würbe, ben Platz zur Abhaltung be» Feste» in einer gemeinschaftlichen Sitzung zu bestimmen. Nachdem hierauf uoch die verschledeoeu Ausschüsse gewählt worden waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die Stimmung aller Anwesenden war eine für da» Fkst sehr günstige und verspricht dasselbe sich demjenigen von 1881, das uoch in der Meisten Erinnerung ist, würdig anzureihen. „Gut Heil!"
Aul bem Weschnitzthal. 5. April. Ein schwerer Unglücksfall ereignete fich heute in Unter-Mengelbach. Zwei Mädchen de» Schreinermeister» Aegidiu» Kolmer i« Alter von 7 und 10 Jahren waren im Walde mit Holzsnchen beschäftigt. An einem steilen Abhange holten die Kinder unter einen gefällten Tannenstamme die Späne hervor. Der Stamm, der doch jedenfalls lose lag, kam in Bewegung und rollte über das zehnjährige Mädchen hinweg, während da» kleinere noch rasch auSweichen konnte. SlS letztere» nach seinem Schwesterchen sah, gab dies kein Lebenszeichen mehr von fich- eS eilte sodann nach Hanse unb nelbete ba» Bor- gefallene. Als bie bestürzten Eltern unb größeren Geschwister hiuauSkamrn, fanden sie leider nur noch eine bereits erstarrte Leiche. Darmst. Tgl. Anz.
Dcrmifd?tes*
* kt. Johann, 6. Aprtl. In vergangener Nacht wurde der Wirth Golbach in Malstatt-Burbach von einen Italiener au» Rache erstochen und seine Frau nicht unerheb- lich verletzt. Der Thäter entfloh, wurde aber heute Morgen im nahen Böcklingen festgenommen.
* Gffen, 6. April. Der im Essener MeineidSprozeß zu 21/, Jahren Zuchthaus verurtheilte Bergmann Schröder hat nach Verbüßung seiner Strafe das Zuchthaus in Werde« verlassen. Die Sozialdemokraten in Essen haben ihn zuck Protest gegen da» SchwurgerichtSurtheil al» Reichstag»- Candidaten ausgestellt. Da er auch zu Ehrverlust verurtheilt ist, würden die auf ihn fallenden Stimmen nicht gezählt werden können.
* Remscheid, 3. April. In Haddenbach war bie Fran eine» Fabrikarbeiter» au» Rath von einer Nachbarin be» Obstdiebstahl» bekchnlbigt worben. Diese Beschuldigung soll fie fich sehr zu Herzen genommen haben unb fie faßte be« Entschluß, fich unb ihre fünf Kluber im Alter von 2 bl» 12 Jahren um» Leben zu bringen. Gestern Äbenb gegen 8 Uhr ging fie an einen Teich, band ihre betben jüngsten Kinder mit Stricken an fich fest, bann stürzte sie fich mit ihnen, nachdem ihr die bret übrigen Kinder laut fchreienb bavongelaufen waren, in» Wasser unb alle brei ertranken. Die drei anderen Kinder liefen zu« Vater unb machten ihm Mitthrilung von bem, wa» fie hatieu ansehen müssen.
* Sin „Grünenthal" in Rußland. Gelegentlich einer in der Petersburger Reichsdruckerel bei ber Bankuoten-AuSgabe vorgenommenen Revision stellte sich ein M,nco von zwei Hunbertrubelscheinen heraus, bie noch nicht mit ber laufenden Nummer unb Unterschrift be» Kassirer» versehen waren. Nach ben von ber Poltzeibehölbe angestellten Untersuchung» gelang eS, einen in ber Druckerei angestellten Factor al» ber Unterschlagung schulbtg zu ermitteln, ber biele auch ein- gestanb. Die betben Scheine, von benen ber Verhaftete b-reit» einen Huubenrubelschein an feine Wirthin für 75 Rubel abgesetzt unb ben unberen in seinem Hausflur versteckt hatte, find eingezogen worben.
* Ein feine! Geschäft. Der AufsichtSrath ber Farbwerke vorm. Meister, Lucius & Brüning in Höchst beschloß in seiner am SamStag abgehaltenea Sitzung, der am 7. Mal er. stattfindeuden Generalversammlung pro 1897 eine D.vtbenbe von 26 Procent vorzu'chlageu.
* Ja den April geschickt würben zahlreiche Eh ar Lott en» bürg er. Die borttge „Bürgerztg." hatte ein „interessante» militärische» Schauspiel" an ber Eharlottenburger Brücke an« gefünbigt. Diese sollte einer Belastungsprobe für militärische Zwecke unterzogen werben. Die „Garbe-Arttllerie vom Orantenburger Thor" sollte mit ihren schwersten Geschützen tm Schritt unb tm Trab bte Probe vornehmen, Pionter- offizlere „tu Booten vom Wasser au» bte Wirkungen be» Anprall» auf bie Träger beobachten." Aber nicht bie» bie Charlottenburger fanbeu sich tn Hellen Hausen ein, sonder« ein Berliner Lokalblatt entsandte auch zwei Spectalbertcht- erstatter mit einem photoaraphischeu Apparat.
• Debet die Gefiadelöhne i« England veröffentlicht da» „Labour Departement" interessante Angaben. Danach sind die Löhne im Allgemeinen in London am höchsten, während sie tn Irland am niedrigsten find. Auch mit bem Alter wechseln bte Löhne ganz beträchtlich, ebenso tritt bie merk- würblge Thaisache auf, baß ber Lohn um so höhet ist, je mehr Dienstboten in bem betreffenben Haushalt beschäftigt werben. So erhält z. B. eine 20jährige Köchin pr, Jahr in London burchschutttltch 346 Mark, während ber Lohn in Jrlanb nur 220 Mark beträgt. Die höchsten Löhne erhalten Köchinnen tm Alter zwischen 35 und 40 Jahren, nämlich in Lonbon 566 Mark unb in Irland 426 Mark jährlich. Binb tn einem Haushalt zwei Dienstboten beschästigt, so erhätt bte Köchin durchschnittlich 380 Mk. und ba» Stubenmäbchea 314 Mk. - bet vier Dienstboten aber steigen bte Löhne schon ganz bebeutenb. Die Köchln erhält daun bnrchschnittltch 520 Mk. jährlich und ba» Stubeumäbchm
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