der Gesangverein „Cacilia" noch ein Lied gesungen, nahm der Zug wieder Aufstellung und marschirte durch die Straßen der Stadt. — Die Eiumüthigkeit, mit der man tu unserer Stadt zu solcheu Feierlichkeiten schreitet, gibt einen Beweis für das gute Verhältuiß zwischen Herrschaft und Gemeinde, und kann mau daran nur feine Freude haben.
Darmstadt, 3. December. Wie man hört, werden die 1. und 2. Abtheilung de- Großh. Hessischen Feldartillerie- Regiment» Nr. 25 am 1. October n. I». iu ihre neue Garnison Mainz übersiedeln. Die seit einigen Jahren im Lager deS Truppenübungsplatzes untergebrachte 3. Abtheilung desselben Regiment- wird zu gleicher Zeit iu die hiesige Artilleriekaserne verlegt und die 1. Abtheilung des Feldartillerie- RegimentS Nr. 25 bilden.
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♦ Quellenfund. Wir brachten jüngst die Notiz von dem kürzlich in BreSlau erfolgten Ableben des sehr bewährten QnellevfinderS Alexander Graf Wrschowetz, eines Sohnes des rühmlichst bekannten, zuletzt tu Schweidnitz tu Schlesien wohn- haften Hauptmanns und QuellenfiuderS Graf Wrschowetz. Bekanntlich hat der jüngere Graf Alexander Wrschowetz groß- artige Erfolge tu der Anzeigung unterirdischer Wafferläufe erzielt — mehrfach ist er u. a. auch auf den Gütern des Kaisers thätig gewesen — und kann mau eS wohl al- feststehend betrachten, daß derselbe eine etgrnthümliche wahrscheinlich auf ErfahruugSsätzeu und geologischen Principteu beruhende Methode befolgte. ES wird unsere Leser vielleicht interesfiren, zu erfahren, daß die Keuutniß dieser Methode nicht mit dem Tode deS jüngeren Grafen verloren gegangen ist- im Gegeutheil, sie ist nicht nur erhalten, sondern scheint sogar noch bedeutend weiter auSgebaut worden zu seiu. Von dem älteren Grafen wurde diese Methode uämlich dem inzwischen ebenfalls verstorbenen Herrn Traugott Horra in PeterSwaldan, Schlefieu, gelehrt, und daß diese Lehre auf fruchtbaren Boden gefallen war, beweisen die außerordeut- l cheu Erfolge deS Herrn Traugott Horra iu der Nutzbarmachung zahlreicher unterirdischer Wasierläufe durch Bohruugeo. Bon dem Vater vererbte sich diese Lehre auf den Sohu, den jetzigen Bohriugeuieur und Hydroguost Herrn Paul Horra tu Naumburg tu S,, welcher tu seiner nahezu 20 jährigen Thätigkeit ebenfalls schon fast iu allen Thetleu Deutschlands Quellendesttmmuugen und umfangreiche Wasierbrschaffuugru mit fast nur guten Erfolgen auSgeführt hat. Diese Erfolge dürften also wohl in der Hauptsache darauf basieren, daß Herr Ingenieur Paul Horra heute der alleinige Besitzer der durch die Grafen Wrschowetz erprobten WafferausfinduugS- lehre ist, welcher wohl auch der Grund ist, daß oben genannter Herr in Jndustriekretsen als competeute Persönlichkeit zur Lösung schwieriger Wafferfrageu allgemein geschätzt wird.
♦ Einen angenehmen Fund wachte der Prrlmutterfabri- kaut G. in Altona. Lr empfing iu den letzten Tagen rineu größeren Posten Perlmutterschaaleu und hatte dabei daS Glück, in einer jener Muscheln eine sehr werthvolle große Perle zu findeu, die bereits zu hohem Preise einen Käufer fand. Bor etwa fünf Jahren hatte G. schon einmal tu einer damals käuflich erworbenen Perlmutterschale eine Perle gefunden.
• Weihnachten für unsere Blinden! Wenn die Liebe fich rüstet, den Bedürftigen den Weihnachtstisch zu decken, vergißt sie auch unserer armen Blinden nicht. Der beste Liebesdienst, der im Laufe des Jahres ihnen erwiesen werden kann, ist, Ihnen Arbeit zu beschaffen. Zu Weihnachteu aber find unsere Blinden, soweit sie dr» Lesens der mit den Fingern zu fühlenden Bliudeupunktschrift kundig find, am dankbarsten für ein gutes Buch in Punktschrift. Sicherlich erweisen wir allen Freunden unserer Blinden, die diesen eine bleibende Weihnachtsfreude bereiten möchten, eturu Dienst, indem wir sie auf die vorzüglichen, sehr billigen (33*/,pCt. unter dem Herstellungspreise), von dem Verein zur Beschaffung von Hochdruckschrtfteu für Blinde (Leipzig) hergestellteu „Blinden- dücher" aufmerksam machen. ES find bisher erschienen: FrieS: „Büchlein von der Geduld der Kinder Gottes" (geb. 2.40 Mk.) — Söruer: „Lcyer und Schwert" (geh. IMk.).— „Pharu» am Meere des Lebens" (3 Bde. geb. je 2.50 Mk. oder 6 Hefte je 1.25 Mk.) — Schiller: „Jungfrau von Orleans" (2 Bde. geb. zuf. 5 Mk.) — „Braut von Messina" (geb. 8.50 Mk.) — „Deklamatortum" (Bd. 1, geb. 3.50 Mk.) — Goethe: „Reineke Fuchs" (2 Bde. ged. zuf. 5 Mk.). Sämmtliche Schriften find zu beziehen durch Georg Wigand, Leipzig, Seeburgstrahe 44. Möchten diese Bücher zum Segen unserer Blinden, als Licht und Trost für einsame Stauden, als gute unterhaltende uud belehrende Freunde wette ver« breitung finden.
* Eine Postkarte von Hendrik Witbooi. Aus Nürnberg schreibt mau: Au Herrn Regierungsrath Barou v. Tücher ist aus Gibeon tu Deutsch-Südwest Afrika eine etngeschriebeue Postkarte mit deu Poststempeln Gibeon, KeetmanuShoop und Lapetowu vom 18. October etugetroffen. Sie enthält folgenden Text: „Gibeon (Deutsch-Südwest'Afrika), 9. Oktober 1898. Euer Hochwohlgeboren uud deu übrigen Mitgliedern der Abtheilung Nürnberg der deutschen Eolouial- gesellschaft seudeu viele Grüße! (gezeignet) Demmler, kaiserlicher Secondelirutenant in der Schutztruppe für Südwest- Afrika und sein neuer Freund (gezeichnet) Hendrik Witbooi." Hendrik Witbooi, Häuptling de» Stammes der Witbooi» (Kowefiu), ist als ein kriegserfahrener, tapferer und ehrgeiziger, aber auch stolzer und characterfester Führer aus den jahrelangen blutigen Kämpfen mit deu deutschen Schutz- truppen in Südwest Afrika bekannt. Er ist au» einem erbitterten Gegner nun ein Freund der Deutschen geworden, denen er als ehrenhafter Mann fein Wort hält. Er steht jetzt im Solde der Deutschen uud ist der Schutztruppe eine thatkräftige Hilfe. Witbooi hat seturu Namen auf der ermähnten Postkarte eigenhändig unterschrieben, mit groben, zittrigen Zügen, die das Ungewohnte der Federführung und
die harte Hand deutlich erkennen laffeu. Durch diese Unterschrift hat die Postkarte einen ganz besonderen Werth und fie verdient deshalb das allgemeine Jutereffe. Herr Barou v. Tücher hat die Karte der Colonial- uud Mariue-AuS- stelluug in Nürnberg zur Verfügung gestellt, wo fie im „grünen Saal" unter GlaS in der Weise, daß fie von beiden Seiten gelesen werden kann, ausgestellt ist.
• Wie viele Kirchhöfe hat Berlin? AuS Anlaß des letzten TodtevfesteS hat man fich einmal die Mühe genommen, die vorhandenen Kirchhöfe aller Loufesfiouen der RrichShaupt- stadt genau zu zählen: ES find nicht weniger als eiuhun- dertundueuu! Allerdings find daWvter verschiedene, auf welchen alle Grabstellen besetzt find. DaS Einkommen der KirchhofS-Jnspeetoren (Todtengraber) in Berlin ging früher in großen Gemeinden bis zu 25 000, selbst 30 000 Mark im Jahr. Neuerdings find aber die Bestimmungen -geändert, es find von den Einnahmen aus Blumen rc. entsprechende Abgaben an die Ktrchrnkaffeu zu entrichten. — Immerhin find 109 Friedhöfe bei der heutigen Einwohnerzahl von rund 1800 000 Seelen ziemlich viel.
* Ueber da» Alter des Niagarafälle» auf Gründ der Erosion an der Mündung des Schlundes sprach Profeffor G. F. Wright auf der letzten Versammlung amerikanischer Naturforscher zu Boston. Er erklärte nach gründlichen Untersuchungen, die er diesen Sommer vorgenommeu, die Schätzungen von 30 000 bi» 40 000 Jahren für übertrieben und glaubt, daß der Fluß uur etwa 10 000 Jahre gebraucht habe, um deu Fall zu bilden, da nach mäßiger Schätzung von den 21 Meter dicken Schieferthonen, die den Ntagarakalkfteiu tragen, jährlich 2,5 bis 5 Centime»» durch Erosion zerstört werden, also viel mehr, als mau bisher angenommen hat.
* Das Straßburger Goethe-Denkmal und die deutsche Studentenschaft. Aus Straßburg schreibt mau der „Frkf. Ztg.": Nachdem bisher die „Alten Herren", Excelleuzeu uud noch Höhere an der Spitze, für das Gorthedenkmal mit einer jugeud- frischeu Begeisterung gearbeit hatten, die unseren gebildeten Kreisen zur Ehre reicht, schickt fich nunmehr auch die studentische Aetivitaö au, in dem Wettstreit zu Gunsten des Denkmals ihre» größten Commilitoneu iu das Vordertreffeu zu rücken. Die Straßburger Studentenschaft, als die tu erster Linie bethetligte, hat deu Beschluß gefaßt, an die Studeuteuschaften der sämmtlicheu deutschsprachigen Universitäten uud Hochschulen mit der Aufforderung heranzutreten, von fich aus geschloffen an den Sammlungen für das Denkmal thetlzuuehmen und gleichzeitig über ihre engeren Kreise hinaus immer wieder neue Freunde für die schöne Idee zu werben. Eine schöne Idee, so recht charakteristisch für unsere Zeit, soll dabei Verwirklichung finden. Das Comrtee hat durch einen sehr talentvolle« jungen Maler, Herrn Emmerich au» Straßburg, eine künstlerisch ausgeführte Ansichtspostkarte Herstellen laffeu; und je ein Exemplar davon wird jedem Studenten zugeheu, der sich mit einer Mark an der Sammlung betheiltgr. Die Karte zeigt den jungen Goethe auf einem Felsen, der Sonne gegenüber, in deren Anblick versunken. Im Hintergrund erhebt fich iu zartem Morgenduft da» Straßburger Münster, und aus der Ferne jubeln flotte Burschen dem Dichter jüug- liug zu.
• Die Sesammtzahl der evangelischen Jünglings-Vereine beträgt nach Angaben der „Weltconferevz" 5545 gegen 5118 im Jahre 1894; die Mitgliederzahl stieg von 456676 auf 488270. Deutschland zählt 1405 Vereine mit 85000 Mitgliedern. Besoldete Srcretäre giebt eS 1489; auf Deutschland kommen 52. Am Günstigsten stehen die Verhält- vtffe in Amerika; dieses hat auch die meisten BeretuShäuser und Secretäre. Bon fast 600 Häusern kommen nur 112 auf Europa. 175 Vereine mit 7209 Mitgliedern weist der norddeutsche JüngliugSbund auf. Diesem Bunde gehören 26 Vereine mit besonderen Jugeudabtheilungen, sowie 130 Posaunen- und 55 Sängerchöre au.
* Ueber das Sammeln von Wappen. Während in der neueren Zeit das Sammeln von Briefmarken, Ansichtspostkarten, Stempelmarken u. dgl. sehr viele Liebhaber gefunden hat, ist da- Wappensammeln etwas in den Hintergrund getreten. Vor etwa 20—40 Jahren waren dagegen Wappen ein sehr beliebter Sammelgegenstand, und zwar in der Form von Tiegelabdrücken, was gegenwärtig wohl noch immer eine Anzahl Liebhaber hat. Da nun aber die Heraldik (zu deutsch die Wappenkunde und die Wappen- knust) gegenwärtig wieder iu den weitesten Kreisen beliebt ist, so hat die Firma A. Weller iu Kahla i. Th. eS jetzt gerade al» die geeignetste Zeit betrachtet, da» Sammeln von Wappn wieder aufzuuehmeu. Zu diesem Zweck erscheinen in dem genannten Verlag monatlich einige Hundert Wappeubtlder, welche iu deutlichen, klaren, mit deu richtigen Farben ver- seheuen Zeichnungen hergestellt find, und nicht uur allein al» blose» Sammelobjret, sondern auch als Vorlage für Gravirungen, oruamrntale Zeichnungen rc. dienen können. Ein solche» Wappenbild kostet nur 2 Pfg., dieselben können nach Belieben einzeln gesammelt werden, z. B. laffen fich Wappen von LaudeS- theileu, Provinzen, Städten, Wappen regierender Häuser uud Staaten, Wappen des hohen und niedern Adel», Wappen der Bürger, geistlichen Würdenträger und Stifte, Corps-, Verein»' uud BerufSwappeu nach Belieben sammeln; zu diesen Wappen sind auch Wappenbücher zum Etnkleben der Wappen im Preis von 2,50 bi» 4,80 Mk. käuflich zu haben. Durch die Billig- keit und die künstlerische Au-sührung der WaPPcn hofft die Verlag-Handlung mit Recht, den Kunst- und Familiensinn zu heben und demgemäß eine recht rege Betheiliguug von Jung uud Alt gefichert zu halten.
♦ Was drei Neune« im Staude find. Die ^Magdeburger Zeitung" wirft die Frage auf: „Welches ist die größte Zahl die mau mit drei Ziffern schreiben kann, und beantwortet sie wie folgt: „Der Nichtmathematiker komme bet Beantwortung dieser Frage nicht über die Zahl 999 hinaus, aber man kann mit drei Neunen eine viel größere, geradezu ungehmre Zahl darstelleu, wenn mau fie folgendermaßen setzt: 9 99 So werden sie, wie jeder^Schülrr der Mathematik weiß, gelesen: „Neun hoch neun hoch neun"
und bedeuten eine zweimaliee Potenzirung. Die zuerst v^r- zunehmende Potenzirung ®9 („neun hoch neun") besagt, die Zahl 9 soll 9 mal mir fich selbst multiplictrt werden, wa- dte schon recht ansehnliche, aber noch durchaus faßbare Zahl 337 420489 erziebt. In Folge der -weiten Potenzirung muß die Grundzahl 9 nunmehr 387 420489 mal mit fich selbst multiplicirt werden. Was dabei herauSkommt, ist noch nie berechnet worden und wird auch schwerlich jemals berechnet werden, au» dem einfachen Grunde, weil die Zeit eines Menschenlebens zur genauen Berechnung nicht ausreichen würde. ES läßt sich aber sagen: die fragliche Rteseozahl würde jedenfalls mehr al« 369 Millionen Ziffern haben. Wollte man eine solche Z ffernreihe niederschreiben, indem man ein sehr langes Papierband nähme und auf 1 Drcimrtrr 20 Ziffern brächte, so würde da» Ban- eine Länge von 18,48478 bi» 18,485 Kilometer haben müssen, da» heißt fast daS l^fache de» ErddurchmeffrrS, der im Aequator 12 756 Kilometer beträgt, und zur bloßen Niederschrfit würde man, wenn man in der Minute 100 Ziffern zu Papier brachte und täglich, mit Einschluß aller Sonn- uud Feiertage, zehn Stunden arbeitete, ungefähr 17 Jahre gebrauchen. Alle», wak man sonst von sehr großen Zahlen kennt, z. B. diejenige, welche durch fortgesetzte Verdoppelung der Anzahl der Wetzenkörner auf den Feldern eine» Schachbrettes entsteht oder diejenige, welche aus dem ZinseSzinS eine- zu Christi Zeit angelegten Pfennigs erwächst, ist ganz ver- schwindrnd gering gegenüber der hier beschriebenen Riesenzahl, die sich einfach mit drei Neunen darstelleu läßt."
• Ein Schlauberger. Ja einem Theater in York- shire war folgende» Placat oe» Direktors zu lesen: „Damen, die ihr Haar an den Hüten befestigt haben, ist gestattet, die Hüte aufzubehalten." Damit war die leidige Hutfrage für diese» Theater zur Zufriedenheit gelöst.
wrftenschaft, titeratur und Aunft.
— Bet der großen Beliebtheit, deren sich das schreiben von Ansichtspostkarten zu erfreuen hat, erregt e« bei allen Freunden dieses Sports das lebhafteste Interesse, wenn eine hervorragende Neuheit auf diesem Gebiete erscheint. Die Langenscbeidt'sche Verlagsbuchhandlung, Berlin SW. 46, Hallesche Straße 17, hat es unternommen, durch die Ausgabe von mustergiltig — ein» und mehrfarbig — ausgeführten Künstlerpostkarten diesem Gegenstände eine praktische Anwendung zu geben, indem sie die Thätigkeit des Kartenschreibers in den Dienst einer Sache stellt, welche nach dem Urtheile von berufenen Kennern und nach den bisher erzielten Erfolgen die weiteste Verbreitung verdient. Die Karten sind nach neuen, hervorragenden Aufnahmen angefertigr und in ihrer Ausführung (Einfarbig, Mondschein, Photographiedruck und Aquarell- monier) so künstlerisch und decent gehalten, baß der eingebruckte kurze Text als nothwendiger Bestandtheil der Karte erscheint. Die Langenfchetdt'sche Verlagsbuchhandlung, Berlin SW. 46, Hallesche Straße 17, ist gern bereit, allen unseren Lesern 4 Probekarten auf Verlangen gratis und franco zu übersenden, wenn sich dieselben auf unsere Zeitung beziehen.
— Aus Lenz und Herbst, Erzählungen für die reifere Jugend von Klara Jäger, tUufttht von August H. Plinke; Preis 2 Mk., Verlag von Moritz Schauenburg in Lahr in Baden. „Aus Lenz und Herbst" enthält eine Re.he von Erzählungen für die reifere Jugend, welche Frau M. v. Etzel, unter dem Pseudonym Klara Jäger im Lenz ihrer Tage geschrieben und jetzt, im Spätherbst ihres Lebens, in ein-m kleinen Bändchen zusammengestellt hat. Unter den verschiedenen Zusammenstellungen von Erzählungen, die eS unternehmen, unterhaltend und zugleich veredelnd auf ihre Leser in dem zarten Alter, für welche« sie berechnet sind, einzuwirken, nimmt in der That das obige Bändchen einen bervorragenden Platz ein, und die Verfasserin hat fich mst ihren Erzählungen auch verdientermaßen einen guten Klang erworben. Zu den alten Freunden, welche in der Jugend mit Vergnügen begrüßt wurden, wird manche Mutter die Erzählungen rechnen, welche jetzt in einem kleinen Bändchen vereinigt find, und in dankbarer Erinnerung froher Stunden die Ueberzcugung gewinnen, daß es eine willkommene Festgabe für den Weihnachtstisch ihrer herangewachsenen Lieblinge sein wird. Eine Reihe von Künstlerband autzgefühitcr Vignetten und Illustrationen, welche Bezug auf den Jnbalt der einzelnen Erzählungen nehmen, erhöhen daS Interesse der Leser; ferner macht die sorgsame und ge- schmackoolle äußere Ausstattung einen sehr gefälligen Eindruck.
Sch^frnachrLchterr.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agentm Carl LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 3. December. sPer tranSallantischen Telegraph.) Der Postdampfer Gera, Capt. W. Meißel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newycirk angekommm.
Spitlplen der ommigteu Frankfurter Stnkttheater.
Mittwoch den 7. December: Gastspiel von Frau Sigrid Arnoldson. Der Barbier von Sevilla. Donnerstag den 8. December : Ingo. Freitag den 9. December geschloffen. SamStag , den 10. Decemoer: Dec Wildschütz. Sonntag den 11. December: Lohengrin. Montag den 12 December: Zweites und letzte» Gastspiel der Frau Stcgried Arnoldson. Margarethe. Dienstag ben 13. December: Der schwarze Domino.
Mittwoch den 7. Decemder: Das Erbe. Donnerstag den 8. December: Im weißen Rößl. Freitag ben 9 December: Faust. Samstag den 10. December: Zaza. Sonntag den 11. December, Nachmittags 31/» Uhr: Das Erbe. Abends 7 Uhr: Zaza.Montag den 12. December: Minna von Barnhelm.__
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