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werden.
wesen sein.
• Der Trsusseem eine« Wamel. Mao hat bisher immer nur den HochzeitSausstattungen der holden Weiblich-
Wetter.
Berlin, 5. Juli. Finauzminister v. Miquel bleibt bis zum 11. Jali tn Ems, wo ihm die Kur nach von dort ein- gelaufenen Nachrichten gut bekommt. Lr reist dann auf mehrere Wochen nach dem Schwarzwald.
Pofen, 5. Juli. Der Dorstand des Vereins polnischer Sterz te tn Posen hat mit Rücksicht auf die Verfügung deS Regierungspräsidenten, daß Ausländer zu dem Congreß polnischer «erzte und Naturforscher nicht -ugelasseu werden ( dürfen, beschlossen, den Congreß überhaupt nicht in Pofen I .roe| anderen erwähnten Männern ausgenommen, stattfiudru zu lafsen. Derselbe foll tn Krakau abgehalten
♦ Jena, 4. Juli. Der V. C. Verband der Turner- schäften auf deutschen Hochschulen verwilligte auf seinem Psingst-Convent, wie nachträglich bekannt wird, 1000 Mark für die deutschen Nationalfeste.
■ * Innsbruck, 30. Juni. Vor einigen Tagen wurde bei Hochfinstermünz ein Adlerhorst ausgehoben, am 27.d.M. wieder einer im TegeSthal, das sich zwischen Naffereith und dem Fernpaß gegen Westen erstreckt. Der Förster Josef Wörndle aus Naffereith hatte den Horst entdeckt. Am genannten Tage nun ließen sich zwei Männer Karl Mayr und Hans Kerchlango, an einem Seile 120 Meter tief hinab. Mit einem prächtigen jungen Adler und einem Adlerei, das neben dem Horste lag, kamen sie glücklich wieder oben an. Erst im vorigen Jahre wurde in der Nähe von Naffereith von demselben Förster ein Adlerhorst entdeckt und von den
• Sine Depesche vom spanisch - amerikanischen Kriegtzschan- platze bis nach New-York tn 35 Minuten. Die wenigsten Zeitungsleser machen sich wohl einen Begriff davon, welchen weiten und umständlichen Weg die Depeschen vom spanisch, amerikanischen Kriege nehmen und dürsten daher sicherlich nachstehende Ausführungen, wie sie das Intern. Patentbureau von Heimann u. Co. in Oppeln erfährt, von allgemeinem Jntereffe fein. Die Kabeldepesche, welche aus Manilla nach New.York die Meldung brachte, daß die spanische Flotte von den Amerikanern angegriffen werde, legte die ca. 23 000 Kilometer lange Strecke in 35 Minuten zurück und wurde aus diesem Wege von mehreren Telegraphenltnien ausgenommen und weiter befördert. Von nicht geringem Jntereffe ist natürlich der eingeschlagene Weg und zwar von Manilla nach Hongkong, von da nach der französischen Lolonie Cochtn China (Station Saigoun). Von da aus gelangte die Depesche nach Singapore und nahm dann ihren Weg um die malayische Halbinsel nach Madras, von wo aus eine festländische Tele- graphenlinie bis nach Bombay geht. Von Bombay gelangte die Depesche durch den indischen Ocean nach Aden und von hier durch das Kabel des rothen Meeres nach Suez und hierauf nach Alexandrien. Von hier aus gelangte die Depesche über Malta und Gibraltar nach CarcavelloS bei Lissabon und von hier weiter nach der Kabelftation von Landsmd an der Südküste Englands. Von hier ging die Depesche nicht bittet, sondern erst über London und Water- ville (Irland) nach dem atlandischen Kabel seinem Bestimmungs- orte New York zu. Der zurückgelegte Weg beträgt mehr als zwei Drittel des Erdumfanges und ist die Zeit von 35Min. in Folge der verschiedmartig einzuschlagenden Wege eine geradezu fabelhafte. Die Kosten dieser Depesche, wie über- Haupt aller derartiger Depeschen, dürften nicht gering ge-
• Der Redakteur eines englische» Blattes hat in eine» Anfluge von ^Galgenhumor" seinen Mitarbeitern folgende Rathschläge ertheilt: So lange Sie zum Schreiben etwas Anderes als Feder und Tinte gebrauchen können, hüten Sie sich, sie zu verwenden. Die Schrift könnte leicht zu deutlich sein und würde dann die Aufmerksamkeit des RedacteurS und > des Setzers nicht genügend fesseln. Sind Sie aber durch den Zufall bemüht, mit Tinte und Feder zu schreiben, fr hüten Sie sich wenigstens, bei dem Wenden des Papier» Löschpapier zu benutzen- dies ist schon längst aus der Mode. Wenn Sie einen Klecks machen, mögen Sie sich ihrer Zunge bedienen, um ihn zu entfernen. Derart wird es Ihnenauch gelingen, ihn auf einen größeren Raum und in gleichmäßiger Weise auszubreiten. Ein intelligenter Setzer fühlt sich nie mehr geschmeichelt, als wenn es gilt, einige zwanzig Wörter, die durch dieses Verfahren unleserlich gemacht wurden, zu entziffern. Wir selbst sahen deren mehrere eine halbe Stunde damit zubringen, solch eine Stelle zu lesen- während dieser Zeit fluchten sie wie die Matrosen, was bei ihnen darauf deutet, daß sie höchst guter Laune find. Wenden Sie nie Satzzeichen an- uns ist es sehr angenehm, wenn wirerrathe» müssen, was Sie eigentlich sagen wollten. Große Anfangsbuchstaben zu gebrauchen, ist ebenfalls überflüsfig, so könne» wir wenigstens die Zeichen nach eigenem Gutdünken anwendeo. Es ist vollkommen unnöthig, fich eine leserliche Handschrift anzueignen, fie verräth immer eine plebejische Abstammung und berechtigt überdies zu der Annahme, daß Sie in einer öffentlichen Schule Ihre Ausbildung erhalten haben. Eine schlechte Schrift deutet auf Genie hin. Biele Schriftsteller machen fich überhaupt auf diese Weise bemerkbar. Schließen Sie daher bei dem Schreiben die Augen und schreibeu Sie so unleserlich wie möglich. Auf Eigennamen ist nicht besonder» zu achten, denn jeder Setzer kennt den Bor- und Zuname» eine» jeden Mannes, Weibes und «indes auf der ganzen Welt, und wenn wir nur den Anfangsbuchstaben eine» Namens errathen zu können glauben, so genügt die- vollkommen- wohl ist es wahr, daß wir jüngst Samuel Marisgon statt Lemuel Meffenger gedruckt haben, doch wird dadurch gewiß kein gebildeter Leser irregeführt worden sein. Als» nochmals, achten Sie nicht auf den Eigennamen. Sehr Vortheilhaft ist e», beide Seiten des Papiers zu befchreibeu, und wenn fie vollgeschrieben find, und man einige hundert Zeilen beifügen muß, empfiehlt eS fich, über die Quere z» schreiben, denn noch ein Blatt deshalb zu opfern, wäre wahrscheinlich deS Guten zu viel gethan. Wir find i» siebenten Himmel, wenn wir solch ein Manuskript in Händen haben - am liebsten wäre eS uns, wenn wir auch den Schreiber in einem stillen Winkel unter unseren Händen hätten. Wie wäre die Rache süß- DaS braune Packpapier ist zum Schreibe» besonders verwendbar; wenn Sie aber eben keins haben, so kann man auf der Straße wohl im Vorbeigehen von eine» Plaeate das nöthige Papier abreißen. Falls man fich eine» solchen Papier» bedient, ist es rathsam, auf jener Seite zu schreiben, die bekleistert ist. Wenn ein Artikel beendet ist, so trage man ihn, ehe er der Redaction zugefandt wird, einige Tage in der Tasche mit fich herum. Wurde der Artikel mit Bleistift geschrieben, so find die Bortheile des
Ausland.
Wien, 5. Juli. Dem Prager Blatte „Raroduy Listi" zufolge erhielt der vom niederösterreichischen Landtage be- fchloffene Gesetzentwurf, wonach an allen öffentlichen Volks» und Bürgerschulen Nieder-Oesterreich» die Unterrichtssprache ausschließlich die deutsche fei, nicht die kaiserliche Sanction. DaS „Neue Wiener Tageblatt" bemerkt dazu, daß eS auf deutscher Seite ernste Beunruhigung Hervorrufen müsse, daß einem einstimmig gefaßten Beschluß der Vertretung der Stammlande der Monarchie, der fich als eine nationale, nnter den gegenwärtigen Berhältniffen gradezu unerläßliche Schutzmaßregel darstelle, einfach zurückgewieseu wird.
London, 5. Jali. Unter den vor Santiago liegenden amerikautschen Truppen rief die Nachricht von der Vernichtung der Flotte EerveraS große Begeisterung hervor. Der Jubel war unbeschreiblich, als General Shafter selbst da» Ereigniß mittheilte.
Madrid, 5. Juli. Nach hier eingegangenen Meldungen soll e» unrichtig fein, daß die Flotte CerveraS von den Amerikanern zerstört worden sei. Server« habe seine Schiffe auch nicht verbrannt, sondern die Flotte fei in westlicher Richtung davongefahren.
Wafhingion, 5. Juli. Admiral Watson sandte an die Regierung in Washington einen Bericht über die Zerstörung der spanischen Flotte. Darnach find von den Spaniern etwa 300 Mann getödtet oder ertrunken, 160 verwundet und 1600 Mann sowie 70 Osfiziere gefangen. Samsons Offiziere und Mannschaften erhalten 170000 Dollar für die Vernichtung
der spanischen Flotte.
Re» York, 5. Juli. Osfietelle Kreise glauben, daß Admiral Sampson in das Innere der Bah von Santiago riudringeu und die Stadt bombardiren wird, wenn der kett Interesse geschenkt- daß aber der Trouffeau eines Manne»
System» unschätzbar. Suchen Sie ein oder das andere Blatt zu verlieren- die Zusammenfügung loser, nicht nummerirter Blätter macht uns stets besondere Freude.
* Ein jüngst in London gestorbener alter Jung' geselle hat fein ganzes verwögen den acht Damen vermacht, welche ihm hintereinander Körbe verabreicht haben. Er begründete diese sonderbare Bestimmung folgendermaßen: „Indem diese Damen meine Werbung abwiesen, erlaubten fie mir ein ruhiges, von Familiensorgen freie» Leben z« führen und verdienen die Dankbarkeit, die ich ihnen hierdurch beweise."
Universitäts-Nachrichten.
— Der ordentliche Professor der klassischen Archäologie an der Universität tn Innsbruck, Dr. Emil Reisch, ist zum ordentliche» Professor diese» Fache« an der Universität tn Wien, der Prtoat- docent Dr.Ernst Krau» zum außerordentlichen Proseffor der deutsche» Sprache und Literatur an der böhmischen Untoerfität tn Praß ernannt worden. ~
— Der außerordentliche Professor tn der juristischen Facuttm der Universität Marburg, Dr. Traeger, wurde zum ordentlichen Professor ernannt.
auch einmal werth sein könnte, näher beschrieben zu werde», ist noch selten Jemand eingefallen. Dafür dürften nun folgende, dem ausführlichen Bericht eines amerikan sche» Journals entnommene Details, die kostbare AuSstaffirung eines Newyorker Bräutigam» betreffend, um so mehr iuteresfiren. Der jetzt bereits glückliche junge Ehemann, der eine der reichsten Erbinnen der »Empire City" heimführen durfte und selbst zu den mit schnödem Mammon in Ueberfiuß gesegnete» Menschenkinder« gehört, hat e» sich schon erlauben können, da- ansehnliche kleine Kapital von 50000 Doll, in Hochzeitsstaat für seine eigene werthe Person anzulegen. Der junge Herr brachte die letzten sechs Wochen vor dem festgesetzten Heirathstermin fast ausschließlich mit Einkäufen und Besuchen bei seinen Schneidern und Wäschenäherinnen zu. Die kostspieligsten Stücke dieses bemerkenSwerthen Trouffeau» waren unzweifelhaft zwei Dutzend sogen. „PhjamaS", ein Kle dnngS- stück, für be» der Ntchtamerikaner keine rechte Bezeichnung hat. TS ist eine Art Neglige in luxuriösester Gestalt. Diese 24 PyjamaS waren aus der besten indischen Seide i» den verschiedensten Farben angefertigt und verschwenderisch mit Handstickereien tn zarten contrastirenden Nuancen versehen worden. Jedes dieser exotischen Gewa^er, deffen Manschetten mit Perlen und Brillanten verzierten Goldknöpfe« auSgestattet waren, dürfte wohl rd. 500 Mk. gekostet habe«. Drei au, japanischer Seide hergestellte Schlafröcke und baz» paffende Handschnhe verschlangen weitere 1500 Mk. In Bezug auf die Wäsche deS jungen Krösus hatteu die geschickte» Hände der Näherinnen wahre Kunstwerke aus den ihnen zur Verfügung gestellten weichsten Seidenstoffen in creme- und heliotropfarbenen, zartblauen und mattrosa Schattirungen
»-gearbeiteten Beamten, die in Hinblick auf die Halbheit der i Leistungen, die sie gerade noch zu vollbringen vermögen, »nverhältnißmäßige Kosten verursachen ober zu frühzeitiger Penfionirung zwingen — sofern man e» der Roth gehorchend oder unter Hintansetzung der Humanität und Billigkeit nicht vorzieht, dieselben einfach zu entlassen und mit ihren Familien im vorgerückten Lebensalter einem unverdienten und um so bitteren Elende preiszugeben. Aber auch im Moment selbst wird sich ein Erholungsurlaub als im Interesse beider Theile liegend erweisen. Die Nichtleistung der Arbeit während einer kurzen Ruhepause muß ihren Ausgleich finden durch die Mehrleistung, welche durch die erlangte größere Arbeits- frische und Arbeitsfähigkeit bedingt wird.
Es kann hier nicht der Ort fein, eine ausführliche Abhandlung zu geben über alle die Punkte, die in gesundheitlicher und volkswirthschaftlicher Beziehung das in Rede stehende kurze Ausspannen von Geist und Körper dringend wünschenSwertb erscheinen lassen; wir müssen uns auch be- | gnügen, nur kurz darauf hinzuweisen, wie vielleicht andere kostspielige Lebensgewohnheiten, die der Gesundheit und der Erfüllung der Amtspflichten weniger förderlich sind, Ein- schränkungen erfahren würden, wenn kein Hinderniß bestehen würde, etwa verfügbare Mittel zur Befriedigung edlerer Lebensbedürfnisse, als welche sich wohl eine kleine Erholungs- reise characterisiren läßt, zu verwenden. Die angedeuteten Punkte mögen genügen, um zu zeigen, daß der hier angeregten Frage nach gesundheitlichen und volkswirthschaftlichen Rück- sichten doch eine größere Bedeutung innewohnt, als es auf dem ersten Augenblick scheinen mag, mindestens aber eine genügend große, um sie der Beachtung aller wohlwollenden und weitblickenden Arbeitgeber dringend zu empfehlen.
(Deutsche Privat-Beamten-Zeitung.)
Deutsches Reich.
Darmstadt, 4. Juli. Hebet den Rücktritt der Hettu Finauzminister Weder Exc. find in der Presse und tm Publikum Gerüchte lautbar geworden, welche alle der Wahr- heit nicht entsprechen. Ja Wirklichkeit ist vielmehr der Sach- verhalt, wie dem „Darmst. Tgbl." von zuverläsfiger Seite »itgetheilt wird, folgender: Bor etwa 8 Tagen hielt ve. Exc. der Finauzminister seinem Landesherrn über das Ent- laffungSgefuch des Herrn StaatSministerS Finger Bortrag. Bei dieser Gelegenheit schon äußerte Se. König!. Hoheit der Großherzog, daß er Herrn Provinzial-Director Rothe zu deffen Nachfolger auSersehen habe. Diese Sachlage führte bei Herrn Fiuanzmiuister Weber zu der Erwägung, daß e» ihm im dienstlichen Jntereffe nicht möglich fei, unter dem neuen Staatsmiuister daS Portefeuille des FinauzministeriumS noch beizubehalteu. Gestützt auf diese Erwägungen reichte demgemäß auch Herr Finauzminister Weder sofort sein Ent- laffuugSgesuch ein. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog drang wiederholt in den Minister, fich die Sache zu überlegen und gab dem Gesuch erst statt, als Herr Weber auf demfelben beharrte. Die Dienstentlaffuug erfolgte unter wiederholten Aeußerungen des Bedauerns und in der huldvollsten und ehrendsten Weise. Als Staatsminister war Herr Weber über- Haupt nie in Betracht gekommen, daher kann auch nicht die Rede von einem in letzter Stunde erfolgten Umschlag sein.
Berlin, 5. Juli. Bon der N or blau drei s e de» Kaisers wird au» Helsingborg gemeldet, daß der Kaiser fich in bestem Wohlsein befindet. Es ist Aussicht auf gute»
Waffenstillstand abläuft, ohne daß die Spanier sich ergeben haben. ___
Locales rrnd provinzielle».
§§ Bo» Vogelsberg, 3. Juli. Gestern wurde die erste sogen. Vogelsberger Bahn, die Linie Wächtersbach— Birstein eröffnet und eiugeweiht. Diese Einweihung verlief in glänzender Weise, und waren besonders viele auswärtige Theiluehmer erschienen. Gegen 12 Uhr Mittags fand Ab- fahrt der Festgäste von Birstein nach Wächtersbach statt. Der festlich geschmückte Zug fuhr gegen Vs3 Uhr wieder in Birstein unter den Klängen der Btrsteiner Capelle ein. Nach der Ankunft hielt Herr Bürgermeister Tiuschütz die Begrüßungsrede, welche mit großem Beifall ausgenommen wurde. Sodann sand ein Festzug bi» zum Gasthose „Zum Erbprinzen statt. Am Festesten .daselbst nahmen 120 Personen Theil. Den ersten Toast brachte Oberpräfideut von Magdeburg (Caffel) auf deu Kaiser aus. Herr Landrath von Baumbach aus Gelnhausen toastete aus den Oberpräfidenten, Amtsrichter Hosmann trank auf die Zukunft der Bahn und ihre Wetterführung. Der Regierungspräsident Graf Clairou d'Hauston- Ville (Castel) war auch bei Eröffnung der Strecke anwesend. Auf dem in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes gelegenen Festplatze begann bald ein regeS Treiben und war für Vergnügen aller Art gesorgt. — Mit der Ausführung der specielleu Borarbeiteu der Bahnlinie Nebenbahn Lauterbach- Grebenhain und der generellen Vorarbeiten für die Linie Grebenhain—Gedern, wird in den nächsten Tagen begonnen. Mit der Ausführung der Vorarbeiten ist die Firma Kuoch
I und Kallmeier in Halle betraut worden.
Friedberg, 5. Juli. Heute Früh um 6 Uhr ereignete sich im hiefigen Bahnhofe ein gräßliches Unglück. Ein noch nicht lange im Dienst stehender Rangierer, Namen» Harig, sprang beim Rangieren von einem Zuge ab und wurde von einer int anderen Geleise fahrenden Maschine überfahren und so schwer verletzt, daß der Tod auf dem Transporte nach dem Hospital eintrat.
E. Echzell, 4. Juli. Der heutige Vieh- speciell der Schweiuemarkt litt unter der Ungunst der Witterung. Es herrschte eine kühle, unbehagliche Witterung, die tn Regen überzugehen drohte, was auch richtig am Nachmittag geschah. Kühl und zurückhaltend war der Markt, die Preise wichen, obgleich außerordentlich schöne Thiere ausgetrieben waren. Die feinsten Milchferkel von 6 bi» 7 Wochen waren noch am Meisten gesucht, erlitten aber Preisrückgänge um 8 bis 9 Mk. das Paar gegen die seitherigen Preise, d. h. 15 bis 20 pCt. In demselben Berhältniste gingen die älteren Sortimente zurück. Trächtige Zuchtsauen fanden wenig Nachfrage. Die anhaltende Näfle, die die Beendigung der Heuernte verhindert, macht die Leute bedenklich. Trotz alledem steht eS geradezu I prachtvoll in unfern Feldern auS, wir hätten nur warme, I trockene Witterung nöthig und eine gute Ernte würde unter I Dach kommen. _____
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