Ausgabe 
7.5.1898 Erstes Blatt
 
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Berlin, 6. Mai. Da» Abgeordnetenhaus erledigte heute in zweiter Lesung die Eisenbahn-Vorlage. Die Position derselben betreffend die Bahnlinie Treuenbrtrtzen'Nauen wurde an die Budget-Commission verwiesen. Nachdem noch der Antrag v. Arnim auf Erhöhung de» Einkommens der Förster nach de« Commiffioulbeschluß erledigt worden war, wurde die Wahl bei Abgeordneten v. Staudy (eoos.) für den 4. Wahl­bezirk Posen für giltig erklärt. E! wurden schließlich noch Petitionen berathen. Nächste Sitzung SamStag. Privat- doceuteu Borlage in dritter Lesung und Vorlage betreffend Pfarrergehälter in zweiter Lesnvg.

Berlin, 5. Mat. Der Schluß bei preußischen Landtage» ist, wie allgemein angenommen wird, von bei Staatsregierung aus ben 18. Mai, einen Tag vor Himmel« fahrt, in Au»ficht genommen.

Frankfurt a. M., 5. Mai. DerFranks. Ztg." wirb an» London telegraphirt: Au» dem Umstande, daß noch keine direkten Nachrichten von dem amerikanischen Ge­schwader vor Manila eingetroffen find, schließt man, wie au» einer New Korker Depesche de»©lobe* hervorgeht, baß Dewry ohne genügenden ttohleovorrath von Hongkong abgefahren ist. Auch hat er angeblich nicht genügend Munition gehabt, um da» Bombardement Manila» durchzuführen. Nach einer Lonferenz, welche Präsident Mac Kinley, Marioesecretär Long und der Marioe-SriegSrath gestern hatten, sollen dringende Depeschen nach San Francisco abgegangen fein.

BreSlau, 5. Mai. Bezüglich der vorzeitigen Ab­reise Kaiser Wilhelm» au» Dresden und der an diese Thatfache geknüpften Gerüchte erhält derBrest. Gen.- Anz." von seinem Wiener Bureau solgeude Mittheilungen: Bei allen Hoffestlichkeiten werden die kleinsten Detail» vorher genau festgestellt. TS war daher auch in diesem Falle vorher ausdrücklich vereinbart, daß Kaiser Franz Josef ben Trink- ipruch auf König Albert ausbrachte. Ja, gerade wegen bieseS Toastes, ber von vielen Zeitungen beS Ja- uob AuslanbeS all Ursache ber vorzeitigen Abreise Kaiser Wilhelm! hin- gestellt wirb, fiob vorher bie eingehendsten Verhandlungen zwischen Wien, Dresden und Berlin gepflogen worben. Der österreichische Kaiser wollte nämlich, baß Kaiser Wilhelm ben Toast ausbrtnge, aber ber deutsche Kaiser bestand unter dem ausdrücklichen Hinweis auf die langjährige innige Freundschaft zwischen König Albert und Kaiser Franz Josef, daß der österreichische Kaiser den Toast sprach. In diesem Sinne richtete Kaiser Wilhelm auch ein Handschreiben au »seinen kaiserlichen Freund, welches bie Bebenken des österreichischen Kaiser! zerstreute.

Hamburg, 5. Mai. Fürst Bilmarck erklärte sich bereit zur Entgegennahme des aufgeschobenen Geburt!« tag!«Fackelzuges, ben ihm ber ReichStagS-Wahlvereiu nun um bie Mitte bieseS Monat! bringen will.

Freiburg, 5. Mai. Die Jnthronisiruug Dr. Komps all Erzdiichos von Freiburg finbet in Münster am 12. Mai statt. Al! Jnthronisator amtirt nach bemBerl. L.-Auz." Bischoff Haffner von Mainz.

Arrskrud.

Wien, 5. Mai. Die Regierung sagte ben brutschen Parteien bie Aufhebung bet Sprach enverorb- rruugen zu, wenn von ihnen Delegirte in ben Sprachen« Ausschuß entseubet würben. Die Deutschen enklärten, nur bann in biesen Ausschuß einzutreten, wenn vorher bie Sprachen- verorboungen aufgehoben würben. Da bie! eine Lapttulatiou der Regierung wäre, so verweigerte fie bie Ersüllung bet Bedingung. Die Situation hat sich babutch wesentlich ver- schlechtett.

Rom, 5. Mai. Die Aufhebung bet Kornzölle hat in ben Provinzen einen günstigen Tiubruck gemacht. Die Gemüther haben fich überall beruhigt. Die Uebertragung ber Polizeigewalt auf bie Torplcommanbo! in Piacenza, Bologna, Bari und Ancona erweist sich al! ein wirksame! Mittel. Durch bie Aushebung ber Getreibezölle und Einberufung bei Jahrgang! 1873 erwächst dem Budget eine Last von circa 7 Millionen. Ein namhafte! Deficit ist nunmehr sicher.

Brüssel, 5. Mat. Don Carlo! erklärte, er werbe keine revolutionäre Bewegung in Spanien provocirrn uob nicht! unternehmen, ehe ber Krieg beenbet sei.

London, 5. Mai. DieTime!" veröffentlicht eine De­pesche desNew Kork Herold", bie besagt, ber ameri« konische Kriegsplan laufe baraus hinaus, Porto rico zu nehmen. Die Regierung beabsichtige, baffelbe für immer al! Flotten- und Kohlenstation zu behalten.

Madrid, 5. Mat. In der Provinz Oviedo ist wegen der durch die Lebeolmitteltheueruug hervorgerusenen Unruhen der Belagerunglzustand erklärt worden. In der Kammer erklärten die Altconservativeu, fie würden während der Dauer der jetzigen Zustände die Regierung uutersiützen.

Madrid, 5. Mai. Nach einer amtlichen Depesche au! Havanna gab am Montag ein amerikanische! Panzerschiff vier Kanonenschüffe auf die Batterie Canara» ab und dampfte daun wieder seewärtl. Durch bie Schliffe ist Nie­mand verwundet worden.

Madrid, 5. Mai. Die Regierung ist zur Zeit bemüht, auf Grund bestimmter Vorschläge zu einer baldigen Einigung mir den Kammern Über ihre Finanzpläne zu gelangen. Die Kammern werden vor Erledigung der Finanzgesetze nicht auseinandergehen.

Madrid, 5. Mai. Ausständige Bergarbeiter von Murcia veranstalteien eine Kundgebung gegen da! Octroi. Wie e! heißt, steckten sie den Bahnhof und die Bürgermeisterei in Brand. Militär schritt ein, einige Personen wurden ver­wundet. Der Belagerungszustand ist im Bezirk Earthagena erklärt worden. Auch in Leon, Oviedo und anderen Städten kam e! infolge der Beodtheuerung zu Ruhe­störungen.

Washivgioo. 5. Mai. Admiral Lampson wird mit seiner Flottille, welche Kohlenvorräthe in Keywest eingenommen

hat, die spanische Flotte, vor Portorico kreuzend, erwarten, um den Spaniern die Erreichung Portorico!, welche! als Operatiovsbafi! dienen könnte, zu verwehren.

Washington. 5. Mai. Mac Kinley sagte allen Militär- und Marine-Attaches während des Krieges weitgehendste Er­leichterungen zu.

Washington. 6. Mai. Da die Opposittou im Seaat gegen eine Annexion von Hawaii noch sehr stark ist, so dürfte Mac Kinley das Anerbieten de! Präsidenten von Hawaii, bie Republik zn anuectiren, zurückweisen.

Rem-Kork, 5. Mai. Obgleich sammtliche Berichte aus Manila bisher noch fehlen, bringen bie amerikanischen Blätter boch ausführliche Berichte über bas Bombarbement und bie Zerstörung Manila!. In officiellen Kreisen ist noch keinerlei Mittheilnng eingetroffen. Die Blätter besprechen bie Zukunft ber Philippinen.Heraldo" will bie Philippinen an Amerika augeschloffen wiffen,World" unbJournal" find für Abtretung bet Philippinen an Englanb, wofür Englanb an bie Bereinigten Staaten ein anbere! Lanb zu geben hätte.

Rew-Kork, 5. Mai. Nach einer Depesche derNew Kork World" au! Key West ist die Briefpost de! spani­schen Dampfer!Argonanta" gestern theilweise unter­sucht worden. Man habe dabei eine wichtige Mittheilung gefunden, au! welcher hervorgehe, daß bie spanische Armee Vorbereitungen treffe, fich im westlichen Theile von Cuba zusammenzuziehen. Weiter würben burch aufgesunbene Briese bie Nachrichtm über ba! in Havanna herrschende Elend be­stätigt. Die Briese sollen nach Washington befördert unb bort einer grünblichen Untersuchung unterzogen werben.

Rew-Kork, 5. Mai. Die New-Korker Lootseo- boote erhielten Befehl, allabendlich Sandy Hook aozu- laufen und bi! Tagelanbruch dort vor Anker zu bleiben, da man die Befürchtung hegt, daß, fall! bie spanische Flotte bie Lootseuboote aufbringt, die Lootsen unter Androhung ber Tobelstrafe gezwungen würben, bie spanische Florre in ben Hasen zu führen.

Rew-Kork, 5. Mai. Der in Philadelphia an Bord bei Kreuzer!St. Paul" unter bem Verbachte der Spionage verhaftete Manu erklärt, er fei Oesterreicher, gab jedoch, als man ihn nach feinem Namen fragte, an, er heiße Ho warb Hannan. Man fand bei ihm eine Zeichnung des Innern bei St. Paul.

Rew Kork, 5. Mai. Da!Eveniug Journal" berichtet: Gestern lonbeten zwei Detachements mit Waffen und Munition unter bem Schutze bei KreuzersWilmington" an ber cubanifcheu Küste. Der Kreuzer zersprengte burch Geschützfeuer bie spanische Cavallerie, wobei sechzehn Spanier getöbtet unb 60 verwunbet würben. Gerüchtweise verlautet, baS TorpedobootTrierson" sei während eine! Orkan! untergegangen.

Havanna, 5. Mai. Da! cubanischc Parlament wird morgen seine Verhandlungen beginnen.

Wahlbewegung.

Gute Rathschlage für Wahl-Versammlungen ertheilt derBorwärt!". Dieselben find auch für anbere Parteien zu empfehlen unb gehen bahtn,dafür zu sorgen, baß auch vor Beginn ber Versammlungen burch Oeffnen ber Fenster und ber Ventilation für srische Luft gesorgt unb zu bem gleichen Zweck ba» Rauchen von vornherein untersagt wird. Weiter empfiehlt fich, ben Rebnern einen Platz anzuweiseu, von bem au! fie miubesteuS einen bi! anberthalb Meter über ben Köpsen bet Versammlung stehen, bawit fie ben Saal Übersehen unb von allen versammelten gesehen werben können, wa! da! Reben und da! Verstehen erleichtert unb zur größeren Ruhe in ben Versammlungen beitrügt. Ferner empfiehlt fich, für bie Rebner ein GlaS Wasser ober der- gleichen bereit zu halten, bamit ihnen in ber Hitze ber Ver­sammlungen da! Sprechen erleichtert wird."

Gießen, 6. Mai 1898.

RS. Reichsgericht»-Entscheidung. (Nachdruck verboten.) Wegen Mordes wurde ber Taglöhner Karl Conrad IV. am 10. März b. I. vom Schwurgericht bet Provinz Ober- heffen zu Gießen zum Tode verurtheilt. Der Angeklagte stand im Dienste eine! Bauern, der den Bau eine! Wege! übernommen hatte, zeigte sich aber so faul, daß ihm gekündigt wurde. Eines Tage!, all er seinen Dienst schon verlaffen hatte, schlich er fich hinterlistig an ben mit seiner Arbeit be­schäftigten Bauern heran unb versetzte ihm mehrere Schläge mit bet Axt, bie sofort ben Tob bei Opfer! herbeiführten. Der Angeklagte focht dal Unheil mit bem Rechtsmittel bir Revision an unb rügte zur Rechtfertigung berselben Der- letzung de! § 59 bei Strafgesetzbuchs, sowie unterlassene Ver­eidigung eines Sachverständigen al! Zeuge- ber Medtcinal- rath Dr. Drescher von Schotten habe nicht blo! ein Gut­achten, fonbern auch eine Schilderung bei objektiven Thal- bestandel al! Zeuge abgegeben, sei aber in dieser letzteren Eigenschaft nicht vereidigt worden. Im Uebtigen sei der An­geklagte notorisch trunksüchtig, sowie geistig und moralisch verkommen, habe also die ihm zur Last gelegte That ohne Uebetlegung begangen. Der erste Richter habe es aber unter­lassen, eine Feststellung bezüglich bei Geisteszustandes de! Angeklagten zu treffen. In Uebereinftimmung mit dem An­träge und den AulfÜhrungeu de! Reichlanwalt! erkannte ber erste Strafsenat auf Berwerfung bet Revision de! Angeklagten unb legte bem Beschwerbesühtet bie Kosten bei Rechtsmittel! zur Last.

* Sport. Am kommenden Sonntag nehmen zum erste« Male mehrere hier trainirer.be Rennfahrer an aulwärtigen Rennen theil. Verheyen und Duill gehen noch Mainz. Ludwig Opel startet in Oldenburg. Der heißeste Kamps wird unzweifelhaft daselbst um den Wanderpreis bei Groß- Herzog« von Oldenburg ausgesochten, an dem Opel sich be­

theiligt. Der hier übende Rennfahrer Knipset aus Frank­furt a. M. endlich startet am Sonntag in Ctefeld.

* Sigel- und Geyugelzucht-Sereiu Am Sonntag findet eine Hauptversammlung bei Bogel- unb Geflügelzucht- Vereins imöafe Leib" statt. Herr Lehret Schneidet au! Heuchelheim wirb einen Vortrag übetAuszucht ber Kücken" halten. Freunde ber Geflügelzucht und ber Vogelwelt find al! Gäste zu dieser Bersammluog willkommen.

* Fleischer Bezirkstag. Der Bezitklverein beider Hesieu und Naffau im Deutschen Fleischvetbanb hält Sonntag ben 8. Mai seinen Bezirkstag in Fulba ab. Es ist zu hoffe», baß nicht nur bie Mitglieder bet bem 12. Bezitklverein an- gehörenben Innungen, sondern auch die fich für die Fleischer­sache illtetesfiteuden selbstständigen Meister bei Großherzog, thnml zahlreich erscheinen werben. Die Referate za ben Berhanblungeu haben lautet gewiegte, fochkunbige Collegen übernommen, wie Lantz-Darmstadt, Falk-Mainz, Marx- Frankfurt, Heel'Wiksbaden, Pitt-Gießen, Heß-Mainz usw. E! stehen unter den 14 mehrere hochwichtige Punkte auf ber Tagesotbtmng. Nach Erledigung derselben: Gang noch bem Stadtschloß, Abends 7 Uhr Festessen, daraus Ball irn Bütget- vereiv. Am Montag: Frühstück, welches die Innung Fulda den Gästen bietet und bei welchem selbst ber ansprnchvollste Geschmack seine Rechnung finben wirb- Mittag! 12 Uhr Ausflug in bie Rhön, Besuch ber Milseburg rc., Abend! Rückkehr zum Anschluß an die Züge nach allen Richtungen. Jeder Theilnehmet dürfte den Bezirkstag in Fulda demnach noch lange in günstigster Erinnerung behalten.

* * Touristisches. Nächsten Sonntag den 8. Mai trifft der Frankfurter Taunulclub in zahlreicher Gesellschaft in Münzenberg ein. Derselbe fährt bis Großeu-Linden, woselbst um 8 Uhr Vormittag! die Ankunft erfolgt, von da ab marschirt derselbe über Schiffenbetg und Kloster Atnlbnrg nach Münzenberg, wo längerer Auseuthalt genommen wird. Nach Eintreffen ber Touristenveteine von Weilburg, Wetzlar, Gießen und Bad Nauheim findet Nachmittag! halb 3 Uhr gemeinschaftliche! Mtttageffen statt. Der Frankfurter Taunus- club begibt sich von Münzenberg au! noch Bad-Nauheim, von wo au! bie Rückreise mit bem bort um 9 Uhr 5 Mm. Abend! abgehenden Zuge nach Frankfurt erfolgt. Die Marschzeit beträgt ca. 7 Stunden- Die anderen Touristen- vereine dürften von Butzbach aus in ihre Heimath zurück- kehren. Möge gutes Wetter ben Sonntag begünstigen.

* Damen im Postdieusk. Selt Anfang otefer Woche finb bei der Odeipostdireclion Darmstadt etwa zwanzig Damen dienstlich verwendet. TheUweise finb bieselben an ber Schreibmaschine beschäftigt, ebenso auch beim Rech nunglwesen.

* * Eifeubahurath. Zu Mitgliebern bei preußischen Landeieisendahnrath! wurden au! Heffen gewählt: au! ben Kreisen ber Lanb- unb Forstwirthschaft Gutsbesitzer Wern. her au! Nierstein al! Mitglied, Oberforstrath Dr. Walther au! Darrnstabt all Stellvertreter, aus ben Kreisen ber Jn- dustrie Geh. Commerzienrath Michel all Mitglied unb Geh. Commerzienrath Weiutraut-Offenbach all Stell­vertreter.

* * Für Raucher. Eine neue Bestimmung bete, da! Rauchen in der zweiten unb britten Wagenklaffe ist am 1. bl. Mtl. eiugesührt worben. Diese lautet: Wenn in ge­mischten Zügen ber Hauptbahnen nur je eine Abteilung zweiter unb brttter Klaffe vorhanbeu ist, bars in tiefen Ad- theilungen nur unter Zustimmung aller in benfelben mit- reisenden Personen geraucht werden. In derartigen Fällen werden in den einzelnen Abtheilen Pappschilder mit der Auf­schrift:Da! Rauchen ist nur unter Zustimmung aller Mit« reisenden gestattet" aufgehängt. Bisher galten die Abtheile in solchen Fällen all Rauchabtheile.

Stellenvermittlung de8 Allgemeinen deutschen Lehrerinnen- Verein!. Direkte Bewerbung um Stellen hat in ber Regel eine Unmasse vergeblicher Arbeit unb vergeblicher Geld­aulgaben für die Lehrerin zur Folge, benn da bei öffent­lichen Ausschreibungen genaue Angaben über bie gestellten Anforberungen nicht gemacht werben können, muß bie Be- Werbung meisten! auf gut Glück eingereicht werben unb führt in ben seltensten Fällen zu bem erwünschten Ziele. Anderer- seit! erfahren auch Diejenigen, die ohne eine sachverständige Vermittlung Lehrerinnen suchen, mannigsoche Enttäuschungen. Daher bedienen fich seit Jahren zahlreiche Familien und Schulen bei Bedarf von Lehrerinnen der Stellenvermittlung des Allgemeinen deutschen Lehrerinnen-Bereivl. Im ber« floffenen Jahre wurden ziemlich ebenso vzsle Stellen in Scholen wie in Familien durch den Verein besetzt, tm Ganzen 595. Selbst zahlreiche Behörden ziehen jetzt die Vermittlung durch ben Verein ber öffentlichen Aulschrerbung ihrer Stellen vor ober bebtecen sich beiber Mittel. So werden viele wiffen- schastliche, Fach- und Musiklehrerinnen alljährlich durch bin Verein versorgt.Die rechte Lehrerin aus bie rechte Stelle," bal ist ber Grundsatz, nach welchem seine Stellenvermittlung arbeitet. Daher mögen die Lehrerinnen fich vertrauensvoll an fie wenden. In zahlreichen Städten befinden sich Zweig- aostalten. Die flbriffe ist: 6entrÖlleitung der Stellen« Vermittlung de! Allgemeinen deutschen Lehrerinnen.vereins, Leipzig, Hohe Straße 35, tm Lehrerinnenheim.

Ja Amerika verstorbene Hesteu. Lh'llcothe, O., Beter Hüsing er, 69 Jahre alt, ans Lampertheim. New-Kork, Johann Titlet, 81 Jahre alt, au! Weisenau. Jersey City Heightl, N. I-, Anna Elisabetha Brack, geb. Muth, 67 Jahre alt, au! Meisenheim.

(§) Ruppertenrod, 5. Mai. Unser gestriger Früh' jahrsmarkt nahm einen guten Verlaus, obwohl da! einzig schöne Maiwetter der beiden vorausgegangenen Tage nicht mehr anhielt, sondern leichte Sprühregen fielen. Der Vieh- markt war mit Schweinen außerordentlich stark befahren- ungefähr 1000 Stück waren aufgetrieben. Der Handel ging ungeachtet der recht hohen Preise sehr lebhast, weil die Nach' frage nach Jungschweinen überaal stark war. Man bezahlte für die Ferkel zweiter Güte pro Paar 45 bis 50 Mark,