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Menschen während eines Gewitters befällt, aus nervösen Störungen entsteht, die durch bedeutende Veränderung des electrischen Zustandes der Erde und der Atmosphäre hervor- gerufen werden.
• Eine lustige Geschichte wird aus Basel berichtet: Bekanntlich wird gegenwärtig der schändlichen Damenmode, den Schmuck der Hüte mit dem Gefieder der Sing- und anderen Vögel zu vervollständigen, der Krieg erklärt. Gegen die Dummheit kämpfen aber selbst Götter vergebens, und so scheint es auch mit dem Kampfe gegen die Mode zu sein. Doch was die Polizei, was die Erwachsenen nicht fertig bringen, das brachten unlängst in Basel Knaben fertig, und zwar mit einem Mittel, das ebenso einfach als wirkungsvoll stch erwies. Ganz in der Nähe einer Baseler Knaben. Secundärschule spazierte eine Modedame umher, die auf ihrem Hute die reinste Vogelausstellung zur Schau trug. Die aus der Schule tretenden Knaben, denen der Lehrer offenbar kurz vorher in der Schule die Ungeheuerlichkeit dieser Mode vor Augen geführt hatte, erblickten das Modeungeheuer, und — 0 Graus — im Gänsemarsch ginge hinter der erschreckten Dame her und in eintönigem Gesänge unter taktmäßigem Händeklatschen erschallte: Mo—de—da—me, Vogel—mord, Mo—de—da—me, Vo—gel—mord! Fast die ganze Schule wollte sich anschließen, und nur der Umstand, daß die Dame in das Haus einer Verwandten sich flüchten konnte, hielt die Jungen davon ab, die Dame durch die ganze Stadt zu begleiten. Die Dame soll einen heiligen Schwur gethan haben, nie mehr Vogelschmuck auf ihrem stolzen Haupte zu tragen.
Literatur uttfc Arrnft
— Allen Denjenigen, welche sich auf leichte und bequeme Art die Kenntntß der französischen, englischen und italienischen Sprache arteignen wollen, feien die Zeitschriften „Le Repetiteur“, „The Repeater“, „Jl ripetitore“ zum Abonnement warm empfohlen. (Verlag dor Rosenbaum & Hart, Berlin.) Es läßt stch kaum ein besseres Mittel, diese wichtigsten fremden Sprachen, deren Kenntntß in allen Berufszweigen äußerst werthooll ist, ausfindig machen, als die Methode der genannten Zeitschriften. Unter jedem fremden Wort steht das entsprechende deutsche, so daß dem Leser das Unbekannte sofort auffällt und bet der Wiederholung in Erinnerung gebracht wird, wodurch der Wortschatz sich beständig oergrößert. Der Inhalt der Journale ist intereffant und unterhaltend, es wechseln in bunter Reihe Poesie und Prosa, Ernst und Scherz, alles ist im modernen Stil und äußerst praktisch gehalten. Für die weiter Fortgeschrittenen ist ebenfalls gesorgt, indem die Htägtg erscheinenden Blätter allmonatlich eine Beilage mit nur französischem, englischem und italienischem Texte enthalten, dem zum Zwecke besseren Verständnisses am Fuße jeder Seite die nothtgen Anmerkungen beigegben sind. ES
dürften daher diese Zeitschriften, deren AbonnementSprets pro Quartal nur je 1 Mk. beträgt, vielen unserer Leser willkommen sein. Abonnements auf diese Journale können zu jeder Zeit bei allen Postanstalten und Buchhandlungen gemacht werden.
- Ein bemerkenswerther Brief von Willibald Alexis befindet stch in einer Berliner Handschrtftensammlung. Briese des märkischen SchildererS sind sehr selten. Der vorliegende stammt aus Berlin vom Jahre 1843 und enthält Klagen über den schlechten Absatz von Büchern. Eine Stelle des zwei Octavseiten umsasienden Briefes lautet: „Das ist das einige Deutschland, wo es ein ungeheueres Glück ist, wenn von einem guten Roman bis 500 Exemplare adgehen! Man muß Modedame sein, um die Deutschen in Bewegung zu setzen, entweder Frau v. Paalzow oder Gräfin Hahn oder Bettina."
— Franz Liszt-Denkmal. Die Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins, die unter Vorsitz des General- mustkdirectors Fritz Steinbach in Mainz tagte, beschloß, dem Grundstock für ein Franz Liszt-Denkmal aus dem Vereinsoermögen 5000 Mk. zu überweisen. Professor Kellermann (München) übernahm die Bürgschaft für weitere 5000 Ult., so daß die bis jetzt vorhandene Gesammtsumme 33000 Mk. beträgt.
— Professor Bernhard Scholz in Frankfurt a. M. hat seine dort erfolgreich aufgeführte Oper „Ingo", die deutsches Heldenthum besingt und darstellt, dem Fürsten Bismarck als dem Vorkämpfer des deutschen Rationalgedankens gewidmet. Der Fürst hat die Widmung in einem höchst liebenswürdigen Schreiben an den Komponisten angenommen.
Universttäts - Nachrichten.
— Die Mittheilung, daß Herr Adolf Schaeffer in Frank- furt a. M. die Universität Freiburg zum Erben seiner außerordentlich wertbvollen spanischen Büchersammlung eingesetzt hat, veranlaßte die philosophische Facultät, den Verfasser der „Geschichte des spanischen Nationaldramas" zum Doctor honoris causa zu ernennen-
— Der Professor der Mathematik David Hilbert in Göttingen hat einen Ruf an die Universität Leipzig als Nachfolger des nach Christiania berufenen Professors Sophus Lie erhalten, wird ihm jedoch nicht folgen.
— An der Universität Erlangen ist der außerordentliche Professor für innere Medicin, Dr. Fleischer, zum ordentlichen Professor für die medtcintsch propädeutischen Fächer und für Geschichte der Medicin berufen worden.
— Der außerordentliche Professor der Musikwissenschaft an der deutschen Universität in Prag, Dr. Guido Adler, wurde zum ordentlichen Professor der Theorie und Geschichte der Musik an der Universität in Wien ernannt.
— An der Universität Bern hat sich Fräulein Dr. Anjuta Tumarkin aus Rußland für Philosophie und Literatur habililirt.
— Die Wiener Universität wählte den Pflanzenphysiologen Hosrath Dr. Wiesner zum nächstjährigen Rector.
ITaitirXcAM z- Notiz, daß m. Kuren g. ZwangF- ■t" V& VUSvU qedanken,Angst,Schlaflosigk.,Asthma, ■■■■■■«■■■*■■ Herzerreg.,Schwäche,Magenverstimmung, Darmträgh., des Gicht rc. wieder v. April—Oct. in Auerbach, heff. Bergstr., stattfinden. Prospecte üb. Eigenart u. Wirkung gratis. 2133 Dr. Borcherdt.
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