gedenkt der Kaiser einem Diner beim LaudwirthschaftSwiuister Freiherr« v. Hammerstetn-Loxten beizuwohueu.
Berlin, 4. Februar. N^ch einer telegraphischen Meldung an daS Obercommando der Marine ist die -weite Division des Kreuzergeschwaders, bestehend aus den Schiffen .Deutschland" und .Gefion" am 1. Februar von Sokotra nach Colombo tu See gegangen. Da- Schulschiff .Stein" beab« sicht'gt am 5. d. M. von St. Thoma- die Heimreise anzu- treten, desgleichen das Schulschiff .Charlotte" vou Kewest aus am 8 Februar.
verlt», 4. Februar. Die Budget-Commission des Reichstags erledigte heute die Etats für Südwestafrika, Togo und Kamerun. Büm letzteren erklärte Unterstaat-' secretär Freiherr v. Richthofen bte Lage Kamerun-; bezüglich der Weiter-Entwickelung des Plantagenbaues seien die besten Hoffnungen vorhanden.
verliu, 4. Februar. Die Reichstags-Commission zur Vorberathuug der Civil-Prozetz-Ordnung erledigte heute die Abschnitte Ehesachen und Entmündigungsverfahren im Wesentlichen nach den RegieruugSbeschiüffen.
Berlin, 4. Februar. Der .Reichsanzeiger" veröffentlicht eine längere Abhandlung über die Gefährlichkeit der San Josö-SchtldlauS und ihre Bekämpfung. ES sei eine nicht unabweisbare Pflicht der Regierung, den heimischen Obstbau vor der drohenden BerseuchungSgefahr zu schützen, weshalb auch die Einfuhr lebender Pflanzen und Pflanzenabfälle gänzlich, die Einfuhr von Obst- und Obstabsällen unter der Voraussetzung verboten werden mußte, daß daS Vorhandensein der SchildlauS festgestellt ist.
Berlin, 4. Februar. Die WahlprüfungS-Commisfiou des Reichstags hat heute die Wahl ReichmuthS (Rp.) auf Grund der vom Reichstage abgeschloffenen Erhebungen wieder für ungültig erklärt.
Köln, 4. Februar. Im Proceß gegen den Schutzmann Kiefer erkannte heute die Strafkammer auf Freisprechung, da weder vorsätzliche noch fahrlässige Körperverletzung, noch Freiheitsberaubung vorliege. Auch der dolus eventualis wurde als nicht vorhanden bezeichnet.
Arr-la«-.
Wie», 4. Februar. Die Haltung der hiesigen slawischen Studentenschaft gegen die Deutschen nimmt einen immer bedrohlicherenCharacterau. Wo deutsche Studenten sich auf der Straße in Minderzahl zeigen, werden dieselben von Slawen ohne jede Ursache überfallen und mit bereit ge halteuev Knüppeln blutig geschlagen, so heute vor dem All- g meinen Kraukenhause, der Universität, der Hochschule für Bodeu-Cultur und der Technik. Bor letzterer trieben es die Slawen so arg, daß der Profeffor Toula, welcher vom Fenster aus den Borgang beobachtet hatte, auf die Straße eilte, die Polizei herbetrief und die deutschen Studenten, welche in großer Zahl anwesend waren, durch Etnlaffen in die Aula schützte. Trotzdem hatte die slawische Studentenschaft die Kühnheit, durch eine Deputation dem Rector der Technik eine Beschwerdeschrtft gegen die deutschen Studenten zu überreichen, in welcher erklärt wird, daß die slawische Studentenschaft durch Absingen deutscher Nationallieder pro- vocirt worden sei und daß dieselben dies nicht länger dulden würden.
CecMes unb proetasUltef,
Dießen, den 5. Februar.
* Betreffs der Rückerstattung der Fahrpreises für nicht benutzte Fahrkarten hat jetzt die Etfeobahnverwaltung die für das Publikum wichtige und anerkennenSwerthe Verfügung anläßlich eines bestimmten Falles erlaffen, daß ein Erstattungsanspruch für nicht benutzte Fahrkarten erst tu
Feuilleton.
Der Februar.
Don I. C Schmidt, Kunst- und Handelsgärtner, Erfurt.
(Nachdruck verboten.)
Hornung, so heißt der deutsche Name, den der römische „Februarius" von Karl dem Großen erhalten hat. Auf den „Wintarmanoth", den echten Wintermonat Januar folgt der „unechte" Monat, denn „unecht" bedeutet das altnordische Wort hornungr. Und unecht ist der Februar denn auch in der Regel, halb Winter, halb Frühling, halb im kalten Schnee und halb schon im warmen Sonnenschein. Noch braust der Nordwind über die frostige Erde, aber schon nistet der Kreuzschnabel und die ersten Zugvögel suchen heimgekehrt warme Plätze. In den Wurzeln der Bäume regen sich die feinen Faserwurzeln und beginnen die durch die Winterfeuchligkeit mundgerecht gemachte Nahrung aus dem Boden aufzusaugen. Die bescheidene Haselnuß schmückt sich mit ihren purpurrothen Sternlein, den weiblichen Blüthen, rechten Morgensternen des Frühlings; das Schneeglöckchen nickt uns aus dem Gartenbeet entgegen, und der Huflattich streckt neugierig sein gelbes Köpfchen aus der kahlen Erde. Im Blumen- und Obstgarten gilt's sich zu rüsten und zu richten auf das mit Macht erwachende Leben der Natur. Möge der Monat mit seinen Geschäften trotz seines Namens ein echter werden, eine echte, solide Grundlage geben für die nach ihm kommende Zeit!
Wo auf frühe Gemüsecultur Werth gelegt wird und Warmbeete zur Verfügung stehen, da macht man nun die ersten Aussaaten; diese Saaten können selbst im Zimmer geschehen. In flache große Töpfe giebt man eine gute Scherbenunterlage und füllt dann leichte, sandige Erde zur Aufnahme der Samen ein. Fertig besät, sollen diese Töpfe nicht ganz gefüllt sein, sondern so viel Raum oben haben, daß man eine Glasscheibe auflegen kann. In solche Töpfe sät man nun Gurken und Melonen, die bester in Torfmüll als in Erde keimen und immer mit warmem Wasser begossen werden müssen. Die rasch ausgehenden Pflänzchen werden
spätestens drei tage» an die Kaffe derjenige» Stativ» zu stellen sei, bei welcher die nicht benutzte Fahrkarte gelöst worden.
• • BerichtSaffeffore» als stellvertretende Richter. Einer Aeuheruug des StaatSsecretärS Riederding bet den Rrtchs- tagSoerhandlungen zufolge besteht für Preußen die Absicht, Gerichtsassessoren in größerer Anzahl i» Justizdienst zu befchäfttgen, um dem Richterpersonal Zett zum Studium deS Bürgerlichen Gesetzbuchs zu schaffen. Offenbar im Zusammenhang damit steht eS, wovon schon seit einiger Zeit in Darm- stadt die Rede ist: daß nämlich für Hessen eine gleiche Maßnahme geplant sei.
• • 3» einem Schreibe» der MUttar-Z»te»da»tnr de» 11. AnaeecorpS zu Kassel in Sachen der btrecten Ankäufe bet den produztrenden Laudwtrthen wurden den Bürger» metstereien auch die Borthetle mitgetheilt, welche den Land- wirthen zu Thetl werden, wenn sie dtrcct mit dem Proviantamt tn Verbindung treten, und find die Bürgermeistereien ersucht worden, Laudwtrthe, w lche in der Lage find, von ihren Producten abzugeben, diese Borthetle zur Kenntniß zu bringen. Diese Borthetle sollen darin bestehen: 1) bet direktem Verkehr mit dem Proviantamt falle der Verdienst deS Zwischenhändlers fort, 2) die Proviantämter dürfen für daS Material die höchsten Marktpreise bezahlen und 3) der Land- Wirth erhält für seine an die Proviantämter abgelteferten ErzeugN'sse Baarzahlung, während er im Verkehr mit Händlern ober Maklern vielfach entweber auf bte Auszahlung ber Kaufpreise warten muß, ober für einen Thetl deS Geldes Maaren — wie fie die Händler neben den LandeSprobncten häufig feil halten — annehmen muß.
• • „Ich danke für Obst!", baS Wort, buchstäblich gemeint, wirb man nur zu bald hören können, nachdem aus sanitären Gründen ein Verbot ber Einfuhr von frischem amerikanischem Obst erlassen ist, daS seit Herbst 1896 in Millionen Fässern über ben Ocean nach Deutschland gebracht wurde. Die letzte deutsche Obsternte war überhaupt — im Durchschnitt gerechnet — keine günstige, und trotz ber amerikanischen Einfuhr hielten fich bic Preise. Nun baS Verbot kommt, wirb eS ganz andere Preise geben; man hat das in Berlin schon jetzt gemerkt, wo mit einem Schlage die Aepfel- Preise um ein Drittel bis um die Hälfte gestiegen find, unb bort ist noch ein Hauptstapelplatz für amerikanisches Obst. Für bte brutschen Obftbanmzüchter unb Lanbwirthe ist aber ber Hinweis am Platze, ihre Aufmerksamkeit in erhöhtem Maße einer stärkeren Probuction zu wtbmen. DaS Geschäft lohnt.
§§ Ilbeshausen, 2. Februar. Der Sturm, welcher seit zwei Tagen herrscht, wars tu einem schönen großen Fichtenbestand zwischen hier unb NöSdertS etwa 200 Festmeter starke Baufichten um unb warf fie derart durcheinander, daß die Stämme nur mit großer Schwierigkeit von den Holzhauern herauSgebracht werden können.
Lauterbach, 4. Februar. Wegen Stellungnahme ber nattonalltberaleu Partei bei ben diesjährigen Reichs« tag Sw ahlen findet am Sonntag den 6 Februar, Nachmittags um 4 Uhr, in der Burgwirthschaft hier eine Besprechung statt.
HL. Darmstadt, 4. Februar. Am Mittwoch überraschte Herr Geh. Hofrath Profeffor Dr. Wagner-Darmstadt im BortragScursuS für praktische Lanbwirthe die Zuhörer durch Mtttheilung ganz neuer unb hochbebeutenber Forschungsergebnisse, bte u. A. die bisherige Anschauung über die Stallmistbehanblung unb -Wirkung ganz umfloßen. Land- gertchtSrath Dr. Mei sei-Darmstadt sprach über: „Praktische Fragen aus dem LandwirthschaftSrecht". Am Donnerstag würbe die Organisation beS Einkaufs der laudwirthschaft- lichen Hilfsstoffe unb des Absatzes ber laubwirthschaftlichen
einzeln in kleine Töpfe gepflanzt unb vorläufig an bas Zimmerfenster gebracht, bis ein zu ihrer Aufnahme noth- roenbiger Mistbeetkasten vorbereitet ist. Auch Treibfalat kann jetzt im Zimmer gesät werben. Man pikirt bie ausgehenden Sämlinge in flache Holzkistchen unb pflanzt sie gleichfalls später in Warmbeete. Vorgekeimt wirb im Zimmer Sellerie unb Breitlauch; man vermischt ben Samen mit Erde, füllt bas Ganze in einen Topf, hält es warm unb mäßig feucht unb lockert es ab unb zu auf. Sobalb nun bie Samen in ber Erbe zu keimen beginnen, werben sie auf ein bereit gehaltenes halbwarmes Warmbeet ausgestreut. Man nennt dieses Verfahren „Vorkeimen" unb wenbet es mit Vortheil bei Gemüsearten an.
Es bereitet jetzt ein schönes Vergnüg n, in ben Garten zu gehen, dort einige kräftige Pflanzen frühblühenber Stauben unb zweijährige Gewächse auszunehmen, in Töpfe zu pflanzen unb bann langsam an einem sonnigen Fensterbrett zu treiben. Zu ben Gewächsen, die sich auf die geschilderte Art leicht zur Blüthe bringen lassen, gehören: Primula veris unb Primula auricula, Bellis perennis fl. pl., Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht unb auch Veilchen.
Beim Einpflanzen achte man barauf, baß die Wurzelballen nicht zu sehr verletzt werben. Werben bie Töpfe gleichmäßig feucht gehalten, bie Pflanzen bei Sonnenschein besprengt, so beginnt das Blühen oft schon nach wenigen Tagen.
Recht viel Vergnügen macht es jetzt auch, einige ab- geschnittene Zweige im Zimmer zur Entfaltung ihrer Blumen zu veranlassen. Von allen recht früh blühenben Gehölzen: Kirschen, Forsithien, Goldjohannisbeeren, Faulbaum u. a. gelingt es leicht, vollkommene Blüthm zu erhalten. Wrr schneiben junge Triebe von diesen Gehölzen, bie neben ben spitzeren BlattknoSpen auch möglichst viele ber rundlichen Blüthenknospen tragen unb bringen bie Triebe in eine mit Wasser gefüllte Vase, die wir im warmen Zimmer aufstellen. Wirb baS Wasser oft burch neues, möglichst erwärmtes ersetzt, so beginnen in ben kahlen Zweigen bie Blumenknospen gar rasch zu erblühen.
Erzeugnisse behandelt, erstere von Dr. Thieß-Offenbach, letztere von Generalsekretär Dr. Müller-Off-nbach. lieber laudwirthschaftlicheS Maschinenwesen sprach Oeconomlerath Häuter-Speyer. Heute früh war die Thetlnehmerzahl auf 256 gestiegen. Vorträge hielten Generalsekretär Müller- Offenbach über: „Die Organisation der Hebung der Rind- Viehzucht", hierauf Prof. Dr. Ramm-PoppelSdorf über: „FütteruugSlehre". Die D ScussionS-Nachwittage werden ao- dauernd sehr stark besucht. ES ist in Aussicht genommen, für nächstes Jahr wiederum einen BottragScnrsuS abzuhalten.
Mainz, 5. Februar, lieber die Unterschlagung», geschichre am hiesigen Gaswerk berichtet der „Mainzer Anzeiger" weiter: Zwei Beamte der OderrechnungSkammer find aus dem Bureau des Gaswerks fortgesetzt thätig; dieselben find immer noch mit dem JnstallationScouto beschäs- tigt unb dürfte noch längere Zeit hingehen, bi» alle» ein. gehend geprüft worden ist. Die massenhaft tu der Stadt aufrreteudeu Gerüchte sollen vorläufig noch jeden wirklichen Hintergrund entbehren, die eiugeleirete Untersuchung dürste nach jeder Richtung Klarheit bringen. Der iuhaftirte Direktor Hess em er, dessen Familie allgemein bedauert wird, wurde gestern Bormittag schon von dem Unterfuchuog»rtchter vernommen; tu eingewethten Kreisen bezweifelt man sehr stark, daß fich derselbe einer strafbareu Handlung schuldig gemacht habe. Gestern Vormittag fand tu desseu Wohnung eine Haussuchung statt und wurden eine Menge Briese beschlagnahmt. — Von anderer Seite erhalten wir folgende Zuschrift: „In Sachen der Untersuchung der Zustände in dem Gaswerk fand im Laufe des gestrigen Tages in der Privat- Wohnung des Herrn Direktor» Hessemer eine circa fünf Stunden dauernde Haussuchung durch mehrere Beamten der Crtmiual-Abthellung statt. Die gesummte umfang« reiche Privat-Correspondenz deS Herrn Hessemer wurde bet dieser Gelegenheit einer eingehenden Durchsicht unterzogen, deren Resultat noch abgewartet werden muß. B:S jetzt sollen Schriftstücke nicht gefunden worden fein, die auf eine Unredlichkeit von Seiten deS Herrn Direktors Hessemer schließen lassen müßten. Ferner theilt man un» mit: Die Berhastuog deS Herrn Heffemer erfolgte nicht, wie vielfach in der Stadt geglaubt wird, wegen einer von ihm begangenen Unredlichkeit, sondern lediglich wegen AmtSverletzuvg, die er dadurch verübt haben soll, daß er, Kenntniß von der Unterschlagung eines seiner Untergebenen gehabt habe, ohne daß er denselben zur Anzeige gebracht hatte. — Der Kasfirer Reimann scheint die Absicht gehegt zu haben, fich einen Harem anzulegen. Trotzdem derselbe mit einem nicht unvermögenden Mädchen auS Finthen morgen die zweite Ehe eingeben wollte, schrieb er noch wenige Tage vor seiner Verhaftung an eine in der kleinen QuintinSgoffe wohnende Wlttwe einen Brief, indem er versprach, sofort mit ihr vor da» Standesamt treten zu wollen, wenn fie ihm 4000 Mk. baar überlasse. Auch mit verschiedenen Küchenfeen seines Erhebungsbezirks in der Neustadt soll derselbe manche zarte Bande geknüpft und mehrfach die Ehe versprochen haben.
Vermischtes.
* Göttingen, 3. Februar. Der Verein zur Hebung de» Fremdenverkehrs bittet um Zusendung von Adressen alter Göttingerinnen und Göttinger. Er will ihnen allen mit der Bitte um eine kleine Gegengabe ein illustrirte» Büchlein schicken, daS eine Schilderung des heutigen Göttinger Studentenlebens giebt und in die Worte anSkltngt: Extra Gottingam non est vita. Der Reinertrag des Unternehmen» soll d-m Fonds zufließen, der für den Bau eine» monumentalen Marktbrunnens auf dem RathhauSplotze gesammelt wird.
Sowie es das Wetter erlaubt — unb der Februar scheint die Milbe seines Vorgängers übernehmen zu wollen, pflanze man, um einen Frühlings- unb Sornrnerflot zu haben, das reizenbe Myosotis Rehsteineri (Zwerg-Vergißmeinnicht). Es ist ein Kleinob für ben Garten. Es wirb nur 2 bil 3 cm hoch unb bringt Tausenbe himmelblaue Blumen. Für ganz niebrig gehaltene Teppichbeete ist es wie geschaffen. Man kann einen Blumenteppich im wahrsten Sinne beS Wortes bavon hüben.
Wer im Herbste aus irgenb welchen Grünben etwa er* forderliche Neupflanzungen von Obstbäumen nicht ausführen konnte, der benutze nun die günstige Witterung zur Vornahme ber Pflanzung Für jeben Baum wirb ein möglichst geräumiges Pflanzloch ausgeworfen. In bie Mitte biefei Pflanzloches wirb ber Pfahl gefetzt unb an biefen Pfahl der Baum gepflanzt. Ist die Erbe schlecht, so ersetze man daaufgeworfene Erdreich durch gute, kräftige Composterde. Vor der Pflanzung werben etwa beschäbigte Wurzeln mit scharfem Messer derart abgefchnitten, baß bie Schnittfläche nach unten gerichtet ist. Bei ber Pflanzung sollen zwei Mann thätig fein, einer, ber ben Baum in ber richtigen Lage hält und ein zweiter, bet bie Erbe einfüllt. Dabei wird bet Baum immer etwas herauf unb herunter gehoben, sobaß bas Erdreich überall zwischen bie Wurzeln gelangt. Ist so boi Pflanzloch mit Erbe gefüllt, so tritt man biefelbe fest an und giebt bann reichlich Wasser. Da sich die Erde trotz bei Antretens allmählich noch etwas fetzt, so darf bas gepflanzte Bäumchen vorläufig nur locket an ben beigegebenen Pfahl gebunben werben; erst nach brei bis vier Wochen wird ei bann endgültig angebunden.
Der Februar bient noch bazu, ältere Obstbäume tüchtig zu büngen. Man mache, am besten mit dem Erdbohrer, in bet Kronentraufe Löcher unb gieße bann flüssigen Dünget hinein. In manchen Gartenbüchern finbet sich eine merk roütbige Regel: „Das Viehsalz ist ein sehr wirksames Mittel zum Düngen ber Bäume". Mit bem gebantenlofen Nachbeten dieses Satzes ist schon viel Unheil angerichtet worden. Ich warne davor!


