der Ehresrechte und Polizeiaufsicht, eventuell Unterbringung tm Arbeit-Hause oder Landesverweisung zulässig ist. Ebenso lehnte die Commission die Heraufsetzung de- Schutzalters der Mädchen auf 18 Jahre ab.
Berlin, 4. Februar. Wie von verschtedenea Seiten ge« meldet wird, soll der Laudrath deS Kreises Ntederbarutm, Herr v. Waldow, zum Nachfolger des in da- Ministerium de« Innern berufenen Ober«Präfidialrath- Dr. Maubach in Königsberg ausersehen sein.
Thorn, 4. Februar. Die Weichsel steigt stark) der Hochwaffer-S'gnalball wurde bereit- gezogen.
rlu-tQuö.
Wien, 4. Februar. Heute wurden auch die klinischen Borträge an der hiesigen Universität unterbrochen. Die slaotschen Studenten traten vielfach provocatorisch gegen die Deutschen auf. In einzelnen Fällen wurden heftige Zu« sarnrnenstöße nur durch da- Dazwischentreten der Professoren verhindert. Die slavtschen Studenten haben sich telegraphisch an den jungtschechischen Landtag-club gewendet mit dem An« suchen, bei der Regierung vorstellig zu werden, daß diese ihnen Schutz zu Theil werden laste.
Zanlbrnck, 4. Februar. Der Senat der Universität hat mit Ermächtigung de- Unterricht-mintster- die Vorlesungen an den weltlichen Facultäteu auf 14 Tage suSpeudirt.
Reicheuberg, 4. Februar. Der Handel-senat de- hieflgen Kreisgerichts wie- heute daS Verlangen ab, czrchlsch zu verhandeln, mit der Begründung, daß die Verhandlungssprache des KreiSgerichtS Reichenberg die deutsche sei, da die Czechen nur einen unbedeutenden Procentsatz deS Gericht-« sprengelS ausmachen.
Prag, 4. Februar. Ein im Landtag eingereichter Antrag der Abgg. Herold und Pacak enthält einen Gesetz« entwurf, wonach daS Königreich Böhmen ein einziges untheil- bareS Ganze- bildet, die czechrfche und die deutsche Sprache in ganz Böhmen gleichberechtigte Landessprachen find, alle an den böhmischen Landtag gerichteten Rescripte, Entscheidungen, Anträge und RegierungSmittheil- ungen in czechtscher und deutscher Sprache erlaffen werden wüsten, die czechtsche und deutsche Sprache bet allen Staats« und Laude-ämtern Amtssprachen find, die im Lande angeftellten Staat-« und Landesbeamten beider Landessprachen mächtig sein und die öffentlichen Aufschriften, Bezeichnungen und dergleichen der Staats- und autonomen Landesbehörden in beiden Landessprachen ausgeführt sein wüsten. Die Staat-« und Laude-behörden wüsten die Verhandlungen und Erledigungen in der EinretchungSsprache durchführen. Der Antrag wurde dem Bovquoi'schen Sprachenausschuß überwiesen.
Graz, 4. Februar. Landtag. Der Slovene Rofina verliest eine Interpellation in slovenischer Sprache, worauf großer Lärm entsteht und die Rufe: „Deutsch! Deutsch!" ertönen. Der Landeshauptmann ersucht, den Redner sprechen zu lasten und droht m>t der Räumung der Gallerte. Als Rofina in slovenischer Sprache fortfährt, entsteht neuerdings großer Lärm, auch die Rufe: „Deutsch! Deutsch!" werden wieder gehört. Der Landeshauptmann läßt hierauf die Gallerten räumen und unterbricht die Sitzung. Die sloveai- schen Galleriebesucher rufen beim Verlassen: „Ztoio", die deutschen sangen die „Wacht am Rhein". Hierauf schließt Rosina seine Interpellation, wobei fortwährend gerufen wird: „Deutsch! Deutsch!" Der deutschnationale Abgeordnete Walz protesttrt gegen die Provocation, die darin liege, daß die Interpellation in slovenischer Sprache verlesen sei, worauf der Sloveue Robtc bemerkt, daß da- auch in früheren Jahren anstandslos geschehen sei und erklärt, die Slovenen würden sich in dem Gebrauche ihrer Muttersprache tm Land« tage weder bei Interpellationen noch in der Debatte beeis« trächtigen lassen.
Budapest, 4. Februar. Abgeordnetenhaus. Der HandelSmtntster beantwortete die Interpellation Metzels in der Angelegenheit der Magyasirirung. Der Minister erklärte, von Seiten der Regierung sei keinerlei Erlaß an die Oberbeamten der Staatsbahnen in der Angelegenheit der Magharifirung ergangen. Wenn e- eine solche Strömung gäbe, bewege sie sich auf socialer Grundlage. Da in dieser Beziehung kein Mißbrauch obwalte, so habe die Regierung keine Veranlassung, irgend eine Verfügung zu treffen. DaS HauS nahm von der Antwort Kenntniß.
Pari-, 4. Februar. Für daS Frühjahr werden zahlreiche Garnison-Verschiebungen, so der Garnisonen in Toul, Verdun und anderen angekündigt. Die Mllttär« Commission der Kammer wird jedoch dem Vernehmen nach den Krieg-minister ersuchen, den Garnisonwechsel sür die Truppen an der Grenze einzuschränken, damit die Offiziere Gelegenheit haben, sich mit den Oertlichkeiten daselbst möglichst vertraut zu machen.
CocaUs sind provinzielles.
Gießen, den 5. Februar 1898.
•• Kirchliche Dienstuachrichteu. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarrver- walrer August Bickel Haupt zu Groß-Umstadt, Decanat Groß-Umstadt, die zweite lutherische Pfarrftelle daselbst, und dem Pfarrverwalter Heinrich Hunzinger zu Schafheim, Drcarat Groß-Umstadt, die evangelische Pfarrftelle daselbst zu übertragen.
*• Kunstausstellung. Wie sich naturgemäß jede Ausstellung zu einer Sammelstätte von Fleiß und aufgewandter Mühe bezeichnen läßt, so weift auch die Ausstellung im ThurmhauS am Brand nach dem letzten Wechsel der Gemälde eine Anzahl Kunstwerke auf, die durch ihre Naturwahrheit und nicht zum Mindesten durch ihre Farbenpracht Anspruch auf ein getreue- Bild entfernter, namentlich der den südlichen Regionen entnommenen Motiven erheben dürfen, obwohl wir durch einen Vergleich von unserem Gesichtskreise au- manche Details als der Natürlichkeit entbehrend zu bezeichnen versucht wären. Zwei solcher wohlgelungener Bilder
zeigt Hetz-München, welcher seinem „Motiv auS Capri" ein weiteres: „Blick auf die Peterskirchr in Rom" beigefügr hat. Gleichfalls durch Farbenschönheit und vorzügliche Ausführung zeichnen sich aus: „Hinter-Gosausee in Oesterreich" von Hacker-München, „Landschaft an der Weser" von Weinert- Hannover, und „Badersee am Fuße der Zugspitze" von Bartels-Hanau. Ein dankbare« Motiv hat Horst-Hamburg zu seinem Bffde: „Gelegenheit macht Diebe" gewählt. Vier E njährige find auf einem größeren Bauerngur etnquartirt, und die allezeit zu losen Streichen aufgelegten Jünger Mar- werden wohl keine sich bietende Gelegenheit vorübergehen lassen, um ihrem Uebermuth die Zügel schießen zu lassen. Die tralle Srallmagd, welche ihr Weg, zwei Eimer tragend, an den Soldaten vorüberführt, darf nicht ungeschoren bleiben- schnell hat sie einer der Einjährigen erfaßt, die eine Hand die Taille, die andere einen Arm des Mädchen- festhaltend, um so der sich Sträubenden einen Kuß auf die feisten Backen zu drücken. Da- lachende Gesicht des Mädchens beweist, daß sie einen Spaß wohl versteht, ander- die dazu kommende behäbige Bäuerin, die mit erhobenen Armen über solche Unverschämtheit lo-zetert, damit natürlich nur den Spott und die ganze Ungebundenheit der Uebrigen heroorrufend, die sich „bald todilachen" wollen. — Außer einem sich scharf ab« hebeudru hübschen Gebtrg-bild „Bei der Leipziger Hütte" von Hofer-Bremen, der noch zwei Bilder „Alpenrosen" und „Tragole" zur Ansicht bringt, zieren die Ausstellung zwei reizende Strandbilder: „Von der Ostsee" von Boerner- Dresden, und „Am Oftseeftrandr" von Wachenhusen-Berltn. Besonders hervorgehobeu zu werden verdient ein werthvolle- Jagdstück von Heubach-MUnchen: „Platzhirsch". Die äußerst sorgfältig und wohlgelungene Ausführung diese- Gemäldes versucht unS, dasselbe als das Beste der gegenwärtigen Serie zu bezeichnen. Ein weitere- Jagdstück bringt WachSmuth« München: „Drei Füchse". Da- Bildchen, welches aus dem am Boden liegenden Rucksack nur zwei Fuchsschwänze sehen läßt, legt die Vermuthung nahe, daß der dritte Fuchs der schelmische Jäger selbst ist. Von neu ausgestellten Blumenstücken athmen ruhige stimmungsvolle Wärme: „Weiße Rhododendron" von Nees von Esenbeck und „Bor dem Gnaden- btlde" von Strecker-München. Nicht unerwähnt lassen wollen wir ein ansprechendes Bild von Rieper-München: „Bäuerliches Mahl" und einige von Schlabttz-Berlin seiner Collection noch zugefügte Bilder: „Genrebild", „Kathel", und zwei Aquarelle: „Au- Tyrol", „Besigheim".
** Stadttheater. Am Montag, den 7. d«. Mts. wird auf allgemeinen Wunsch Blumenthal-Kadelburgs „Hans Huckebein" wiederholt. Auch diese Borstellung findet de« enorm hohen AufführungS-HonorareS wegen bei erhöhten Preisen statt. — Am Donnerstag, den 10. Februar ist einmaliges Gastspiel der Kgl. Hofschauspielerin Fräulein Marie Barkany aus Berlin. Die Künstlerin tritt als „Fedora" auf. Die „Kölnische Zeitung" schreibt unterm 26. März 1897 über „Marie Barkany": „Fedora ist die Hauptperson deS Stückes- alle übrigen Personen verschwinden neben ihr. Die Rolle der Fedora, die Sardou ursprünglich für Sarah Bernhardt geschrieben hatte, stellt an die Darstellerin große Anforderungen. Unter den deutschen Künstlerinnen, welche als Fedora die schönsten Triumphe gefeiert haben, nimmt unser verehrter Gast, Fräulein Marie Barkany nicht den letzten Platz ein. Fräulein Barkany, die längere Zeit dem Verbände des k. Schauspielhauses in Berlin angehörte, später eine Zierde des Lesfingtheateis bildete, hat sich feit einer Reihe von Jahren ausschließlich der GastsPtelcarriSre gewidmet. Wo immer fie erscheint, wird fie vom Publikum wie von der Presse auf daS Wärmste begrüßt und mit großem Beifall aufgenommen. Die Dame ist eine hübsche, außerordentlich pikante Bühneuersckeiuung,- tiefe Leidenschaft, ein überaus modulation-fähige- Organ und ein feiner Geschmack hinsichtlich der Auswahl ihrer Toiletten, die geradezu großartig sind, bilden die Vorzüge der Künstlerin, die in vielen Novitäien mit stets neuem Erfolge bedeutende Rollen schuf. In der „Fedora", die im ganzen Stücke von einer außerordentlichen Leidenschaft beherrscht wird, kann daS schöne Organ der Dame so recht zur vollen Geltung kommen. Als vollendete Künstlerin zeigte sich Fräulein Barkany namentlich im zweiten und im vierten Acte. Unbestritten stand sie auf der Höhe ihrer Aufgabe im zweiten Acte in jener Scene, da sie al- Fedora den Grafen Jpanoff nach und nach dazu treibt, ihr offtn zu gestehen, daß er es war, der den Wladimir ermordete. Wie meisterhaft verstand fie es, ihre tief im Herzen lodernde Leidenschaft unter dem leichten Uaterhaltungs- ton zu verbergen, so zwar, daß LoriS Jpanoff nicht- davon merkt, während der Zuschauer alle- ahnt und durchschaut! Erschütternd ist die Schlußscene- auch hier zeigte Fräulein Barkany ihr reiches künstlerische« Können in hervorragendem Maße. DaS Publikum spendete Fräulein Barkany reichen Beifall und rief die verdiente Künstlerin nach jeder Scene mehrmals hervor.
** Vortrag. Stein« Saalbau war gestern Abend noch stärker besucht, al- am vorhergehenden Abend und mag wohl da- Thema: „Erduntergavg" mit eine Ursache davon gewesen sein. Herr Docent Jens Lützen ging von der Falb'schen Prophezeiung aus, daß am 13. November 1899 eine Erdkatastrophe bevorstände und erklärte dieselbe für richtig und wissenschaftlich begründet. Er schilderte die Entstehung und die Bahnen der Himmelskörper, unterstützt von zahlreichen Photographien und Z-ichnungen, welche durch einen Nebelbilderapparat wiedergegeden wurden. Die Bedenken ängstlicher Gemüther zerstreute Herr Lützen, indem er nachwtes, daß der Zusammenstoß der Erde mit einem Kometen durauS ungefährlich sei und außerdem alle 33 Jahre stattfände. Der ansprechende Vortrag fand wiederholten und am Schlüsse sehr lebhaften Beifall- die Zuhörer aber verließen in gehobener Stimmung den Saal, da die Befürchtung, so nahe vor dem allgemeinen Kladderadatsch zu stehen, al« unbegründet nachgewiesen wurde.
*♦ Eine Herz- und Magevstarkuog ist für Jedermann ' eine erwünschte Sache, besonder« zur jetzigen Winterszeit.
War ist aber eine solche? Nun, außer bei genießlicherr Diner« und obligaten Wrinfltzungen kann fich Jedermann diesen Hochgenuß jederzeit wir Scheller- Eler-Cognac verschaffen, der dahier in der Löwendrogerie (W. Klidinger) in verschiedenen Quantitäten zu haben ist. De« Näheren verweisen wir auf das dieSoezügliche Inserat in heutiger Nummer.
kl etebt etrtcB. «v-gedotr.
Februar: 1. Ludwig Stork, Bahnar beiter dahier, und Elisabeth Emerick hterselbst. 2 JustuS Sauer, Kutscher dahier, und Katharine Dietrich Hierselbst.
Januar: 24. Dem Schreiner Karl Joses Plattner ein Sohn, Karl Hieronymus. 26. Dem Kirchendiener Hermann Hosse eine Tochter. 27. Dem Bäckermeister August Deibel ein Sohn. 27. Dem Schreiner Heinrich Frethöser eine Tochter, Marie Eltsabethe Mathilde. 27. Dem Kaufmann Friedrich Lath eine Tochter. 30. Dem Schlosser Karl Alt ein Sohn. Februar: 1. Dem Schneider Ludwig Hormann ein Sohn. 1. Dem Fuhrmann August Kratz eine Tochter, Marie Margarethe. 1. Dem Locomottohetzer Moritz OSwald eine Tochter. 2. Dem Zahnarzt Theodor Fruttg eine Tochter. 2. Dem Rangirer Werner Krug ein Sohn, Johann Jacob Karl. 2. Dem Postassistenten LouiS Todt ein Sohn.
•dtotittu.
Januar: 24. Heinrich Usioger, 43 Jahre alt, Taglöhnrr dahier. 28. August Kiefer, ’/a Jahre alt, Sohn von WUbelm Kiefer zu Runkel. 30. August Morgenschweitz, 43 Jahre alt, Bergmann von Bacharach. 30. Karoline Ferdinande v. Herff, geb. Scha ff, alt 55 Jabre alt, Ehefrau von Generalmajor a. D. Friedrich Ludwig August o. Herff von Darmstadt. Februar: 1. Heinrich Schnterle, 22 Tage alt, Sohn von Taglöhner Johann Friedrich Schnierle dahier. 1. Jakob George, 40 Jahre alt, Kellner dahier. 4. Dr. Earl Wilhelm Hempel, 78 Jabre alt, Apotheker dahier.
Auszug aus den Airchenbücheen
der Stadt (Lieben.
Evangelische Gemrinbe.
•daafU.
MarkuSgemeinde.
Den 30. Januar. Dem Schlosser Martin Spieser ein Sohn, Heinrich Friedrich Wilhelm, geboren den 7. December.
Denselben. Dem Maschinist Karl Stroh ein Sohn, Richard Hans Martin, geboren den 30. August.
Denselben. Dem. Spengler Anton Bellnhöfer eine Tochter^ Emilie Marie Antonte, geboren den 13. September.
Lukasgemeinde.
Den 23. Januar. Dem Kaufmann Wilhelm HaaS ein Sohn, Wilhelm Hans Karl, geboren den 23. December.
Den 24. Januar. Dem Photograph Wilhelm Becker ein Sohn, Karl Wilhelm, geboren den 22. December.
Den 30. Januar. Dem Schlaffer Earl Bechthold ein Sohn, Karl Ludwig Theodor, geboren den 20. Januar.
Militärgemeinde.
Den 23. Januar. Dem Vicefeldwebel Johann Rühl Bambry eine Tochter, Thekla Katharina, geboren dm 5. December.
Den 30. Januar. Dem Hoboist Franz Theodor Backhaus eine Tochter, Kätha Marie Friederike, geboren den 13. December.
BrnHau.
MarkuSgemeinde.
Den 29. Januar. Marte Eltsabethe Heyl, geb Heyl, Ehesrau von Gastwtrth Johann Friedrich Heyl, 53 Jahre alt, starb ben 27. Januar.
Johann-Sgemeinde.
Den 23. Januar. Anna Haidt, geb. Best, Wtttwe deS schützen Karl Hardt zu Gießen, 67 Jabre alt, starb den 21. Januar.
Briefkasten.
K. in G. Wir sahen von Veröffentlichung frag!. Notiz aü, weil darum gebeten wurde; derartigen Bitten tragen wir immer Rechnung, einerlei von welcher Seite fie kommen.
v. in -D. Berichte von nur localem Interesse von dort wollen Sie uns nicht senden.
R. am Eiammiisch in D. Sie haben die Wette oerlorm. Die Parade bet Homburg wurde durch btide Leibgarden eröffnet. Die Leibgarde deö Kaisers trägt dunklen, dtejmige der Kaiserin weißen Koller.
Norddeutscher Lloyd, in Gießm vertretm durch die Agenten Eart LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 4. Februar. fPer transatlantischen Telegraph.! DerSchnellpostdamvfer Havel, Eapt.H.Ehrtstoffers, vom Nord deutsch« Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 4. Februar. fPer transatlantischm Telegraph.js Der Postdampser Stuttgart, Eapt. Bruns, vom Norddeutsch« Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommm.
t)erfet>r, €aub* tmfc VoUswivthschaft.
Gießen, 6. Februar. Marktbericht. Aus dem heutig« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,95, Hühnereier pr. St. 0—0 H,2 St. 13—154, Enteneier 1 St. 0—00H, Gänse« eter pr. ®L 00—00 H, Käse pr. St.4 —9 Käsematte pr. 6t. 3 4> Erbsen yr. Liter 18 Linsen pr. Liter 32 Tauben pr. Paar X 0,90 bis 1,00, Hühner pr. Stück 0,90 biß 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,60—1,00, Enten pr. Stück •* 1,60—2,CO, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Psd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Psd. 60—66 H, Schweinefleisch yr. Psd. 72 bis 76 4, Schwein«.« fleisch, gesalzen, pr. Psd. 80 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 * Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,(0 bi! 0,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Eentner 6,00—0,00 X, Milch pr. Liter 16 4-
Neueste Nachrichten.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 5. Februar. Bei der geplanten Reform der Sonntagsruhe soll e- sich, den „Berl. Pol. Nachr." zufolge, nur noch um eine Revision polizeilicher Verfügung handeln.
Wien, 5. Februar. D'e Herzogin Elemeutine und der Herzog Philipp von Coburg sind nach mehr« möchentlichem Aufenthalt in Sofia hierher zurückgekehrt.
Wien, 5. Februar. Die Skandale der tschechischen Studenten haben fich gestern nicht wiederholt. Man befürchtet, daß indeß heute gelegentlich des officlcllen deutschen Studeuten« bummels Zusammenstöße erfolgen werden, da die Slaven die Parole au-gegeben haben, gleichfalls auf dem Bummel ' zu erscheinen.


