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Vom 1. Januar 1898.
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treffende» Schnellzug infolge Hinaurf atzten» über die Weiche zusammen. Die Maschine beider Züge und ein Güterwagen wurden beschädigt. Für den Schnellzug wurde von Lohr anS eine Reservemaschine requtrirt, die ihn mit l^stündiger Verspätung r*ad) Frankfurt brachte. Von dem
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Man nehme 1 Liter Weingeist, l1/« Liter Wasser, für 7b Pfg. «ellinghoft» Cognac-Essenz hinzu, so erhält man 2*/< Liter Cognac, welcher der chemischen Zusammensetzung nach dem echten gleich ist und ihm an Geschmack und Bekörnm- lichkeit nicht nachsteht. MclltnghosfS ikognae Essenz ist echt nur in Original» flasch-n zu 76 Pfg. mit dem NamenSzuge de8 Herstellers, Br. gf. W. Mclltnghoff in Mülheim a. d. Ruhr. 181
dec alten Wunde wurde ein Un formfetz-u entfernt, zwischen deu Armknochen eingeklemmt festsaß.
• Aschaffenburg, 4. Januar. Heute Nachmlttug 2 Uhr stieß bei Laufach ein Güterzug mkr dem München Nachmittage 4 Uhr 43 Min. tn Frankfurt
Tttrehliche Anzeigen der evangGemein-e.
Donner tag, den 6. Januar (Epiphanias), Abends 8 Uhr, im Eonfirmandensaal Neustadt 61: Misfton»ftnnde über „Evangelische Mission in China". Pfarrer Schlosser-
Wöchentliche Neberstcht der TodeSsölie in Gießen.
53. Woche. Vom 26. Dccember bis 31. Dccember 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (ind. 1600 Mann MUitKr). GrerbltchkeitSziffer: 6,58, nach Abzug der Ortsfremden 2,19 i/oo.
Kinder
Frische Schellfische und Cablian von Mittwoch bis Freitag; jeden Mittwoch Abend: ges. Schellfisch, jeden Donnerstag
in einzelnen Metern franoo Ins Haus
ft in Winter, Frühjahr- und Aommerstoffen
öl n m. Die te Klammern gesetztm Ziffern gebe» an, wie vielt der Todesfälle in der betreffende» Krankheit aus vor» auswärts nach Gießen gedr«!chtr Ltranke tomirm.
Vepmischtes.
* Frankfurt a. M., 3. Januar. Ein seltsames Inserat lieft mau in der heutigen Nummer deS Intelligenz- blätter unter der Ueberschrift ^Bexkehr": Ein junges Ehepaar, beide Aristokraten — beide Ausländer — die sich fürchterlich langweilen in Frankfurt, suchen sich vexkehrShalber mit LeidenSgenoffen in Bexbiudung zu setzen, am gewünschtcsten musikalische. Reflectanten belieben ihre Adreffe unter 817 Z in der Expedition niederzulegen.
• Aachen, 3. Januar. Laut der „Aachener Post" ist amSamStag Abend zu später Stunde ein hiesiger Bezirks- selb wedel, dcffeu Frau und etn SuSläudkr verhaftet worden. Die Frau wurde nach einer bei dem Feldwebel vorgenommeneu Haussuchung auf freien Fuß gesetzt, der Feldwebel im Mtlitärarrest, der Ausländer in der Strafanstalt untergebracht. Utber den Grund der Verhaftung wußte die ^Aachener Post" nichts Zuverlässiges witzutheilen- mehrere Militärperfouen versichern, daß man auf den Verkehr de» BezirkSfcldwebelS mit dem AuSlande schon seit einiger Zeit aufmerksam geworden sei und den Feldwebel daher schärfer beobachtet habe. ES scheint sich demnach um Landes- verraih zu handeln.
* Alteneffea, 3. Januar. Einen schlechten Scherz erlaubte sich Meier Tage am hiesigen Bahnhofe ein Reisender aus Esten, indem er Abend», aiS ein Persouenzug zur Abfahrt im Bahnhof bereit stand, plötzlich bett Ruf „Abfahren!" ertönen ließ, worauf sich der Zug in Bewegung setzte, sodaß mehrere Reisende, welche noch mitsahren wollten, zuxückbleiben mußten. Der ^Wttz" kam dem Herrn aber schlecht zu strhen- er war erkannt worden, wurde verhaftet und zum Polizeibureau abgeführt, wo er sich noch ganz ungeberdtg benommen haben soll.
• Erwitte (Krei» L ppstadt), 2. Januar. In dem hiesigen Krankenhause urterzog sich der KriegSveteran Joseph Gerling au» Böckenförde einer Operation de« Arm'», in den er bei Marr la Tour einen Schuß erhalten hatte. Aus
E» starb«« an: ßsxleaaias: Erwachsene: tm
Fr. Leo Nachfl., C. Herber,
Seltersweg 71.
begrüßte die Erschienenen und legte die Bortheile dar, die dem Volks- und verkehrsreichen, fruchtbaren mittleren Nidda- thal dann erwüchse», wenn e» von einer Bahn, die in Fried« berg endige, längs durchschnitten würde, anstatt von einer solchen in der Nähe von Nieder-Florstadt durchquert zu werden. Die Versammlung war einstimmig der Ansicht, daß nur eine Bahn von Ranstadt nach Friedberg im Jntereste der genannten Gegend läge. Auch die Landtags-Abgeordneten theilten diese Ansicht und versprachen, für diese» Project in der Kammer eintreten zu wollen. Der Bersammlung konnte rtoch mttgetheilt werden, daß die Gemcinderäthe sämmtlicher in Betracht kommenden Orte protocollarisch sich zur freien lSeländestellung verpflichtet haben, und daß sich bereit» eine Privatgesellschaft zum Bau der Bahn bet freier Gelävdr- stellnng bereit erklärt hat.
Herchenhain, 1. Januar. Unser Dorf, welche» als die höchst gelegenste Ansiedelung des Vogelsberg» angesehen wird, ist in manchen Wintern den verheerendsten Schneestürmen ausgesetzt. Der jetzige Winter ist sehr gelind und herrscht da» schönste Wttter. Touristen sieht man oft unsere Gegend durchwandern. Der Radfahrer Club de» höheren Vogels- berge« hatte auf dem heutigen NeujahrStage einen vereinö- aukflug nach hier veranstaltet und war derselbe auch von dem besten Wetter begünstigt.
Schwalheim, 4. Januar. In der Shlvesternacht entstand in einer hiesigen Wirthschaft zwischen jungen Leuten Streit, der tn eine Schlägerei auszuarten drohte. Um sich dem zu entziehen, sprang ein Urlauber znm Fenster hinaus und brach dabei ein Bei».
Stockhausen, 3. Januar. Mit Drillingen beschenkt wurde am NeujahrStage der Feldschütz tn dem benachbarte» SchadgeS. E» waren drei Knaben, der eine Knabe kam tobt zur Welt, die beiden anderen verstaxben wenige Stunden später.
Neueste Nachr ichten.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 5. Januar. Wie der „Local Anzeiger" berichtet, batte Erzbischof v. Stab lew sky gestern auch m't dem F nanzminister Miquel eine längere Besprechung. Der Bischof wird noch bt« heute Aiiend in Berlin bleiven.
Berlin, 5. Januar. Wie der ^DoraärtS" hö.t, ist beim Magistrat ein Schreibe» des Obexpiäfideute» eingrgangen, worin unter H »weis auf ein eventuelles Einschreiten der Aufsichtsbehörde der Magistrat aufgesoxdert wird, dem Beschluß der Stadtverordneten Bersommlung betriff» Errichtung eines Denksteins für die Märzgefallenen nicht deizatreten. — Dimselben Blatte zufolge erschien gestern Vormittag in der akademischen Lesehalle ein Beamter der Universi'ät, um im Auftrage deS RectorS die „Sociolifti • fchen Monatshefte" und den „Social.stischen Studenten", von denen je ein Exemplar zu Beginn von
Schnell & Bechthold.
Alleinige Niederlage bei Herrn
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eines Auges beraubt, sondern auch im Gesicht verunstaltet. Die Folge dieses Unglücksfalles war, daß in Hvlzhausen in diesem Jahre nicht ein einziger Schuß gefallen ist.
* Eine Telephonprobe. In einem süddeutschen Städtchen wurde dieser Tage die neu eingerichttte Fernsprechleitung zum ersten Male erprobt. Nach allen Richtungen sandte der prüfende Beamte durch den Draht Grüße und Frage». AnS den Antworten, die er erhielt, seien folgende characte- riftische mitgetheilt. Aus Freiburg (Stimme eines weiblichen Beamten): Hä, be» sich aber nett, daß Sie jetzt a» Anschluß Habel Ja fretli, m'r versteht jedi Silb'. — Aus Rmt« liogen (Stimme eine» weiblichen Beamten): I soll mit Jhua a Geschprach afange? Ja aber 'S fällt mir grab nex ei zum schwätza. Wann mei Geburtstag fei? O Sie, der ischt jo scho lang gwä! — Aus Stuttgart: So so, ischt d' Leitung bei Jhna fertig? Ja, ja, wa verstrht'S saumäßig gurt. So a Telephon ischt halt doch a gottsträflig gscheide Einrichtung! — An» Frankfurt: Ei was wolle Sie dann! So, Sie hawwe's jetzt aach? D' Leitung geht wirklich foi! — AnS Köln: Jewiß dat, e» jetzt auejezäichnet, ich versteh janz genau wat jesprochen tolro. — Aus München: Jetzt do fchangt'S her! DöS freut mi! Gratulire! Guet iS d' Leitung. Schad, baß wir net a Mal z'samm trinken können. — AnS Berlin: Hier Berlin. Leitung auSjezeichnet, aber jar keene Zeit. Schluß!
216] 3 Zimmeixvohnnng vir 1. Fcdr. zu vermiethen, sowie ein mott. Zimmer.
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„ „ Frühjahrs- und Sommerstoff w „ n
Schellfisch©
eingetroffen bei 300
J. M. Schulhof.
Lungenschwindsucht 1
BöSart. Neubilduna 1
Summa: 3
Ein Versuch beweist Schuumirke dass trotz allen Nachahmungen das ächte Llcblg'eohe Baok-Pulver u. Back-Mehl «einen ersten Standpunkt seit ‘25 Jahren behauptet. Man a hte g nur auf den Namen „Liebig“ e» u. die Schutzmarke. Zu haben in allen besseren Geschäften u. Meine & Liebig, Hannover.
Schmoller» Rectorat wieder auSgelegt worden war, zu con- fiSciren. Diese Verfügung traf der Rector auf birccten Erlaß des Minister» hin.
Wien, 5. Januar. Die Bersammlung der deutschböhmischen LaudtagSabgeordneteu soll am kommenden Sonntag Nachmittag in Leitmeritz und nicht in Prag stattfinden. Der Abgeordnete Schlesinger will dort über die Besprechung des Baron Gautsch berichten. Die deutschen Abgeordnete« wollen sich mit Revolvern versehen, wenn sie in den böhmischen Landrag kommen.
Budapest, 5. Januar. Zwischen lern liberalen Abgeordneten, Redacteur bei Nemzet, Edmund Gajarh und dem zur Volkspartei gehörigen Abgeordneten Rakowsky wurde ein Säbelduell ausgetragen, weil Gajary während der vorgestrigen Rede Rakowsky» diesem feige Heuchelei vorwarf- ebenso sand gestern eia Säbelduell zwischen de« Abgeordneten Grafen Stephan Tisza und dem Abgeordnete« Olah statt. Letzterer gebrauchte tn der gestrigen Sitzung de» Abgeordnetenhauses gegen den Grafen TiSza einen beleidigenden Zwischenruf. In beiden Zweikämpfen wurden die Gegner nur unerheblich verletzt. Ein wettere» Duell zwischen zwei Abgeorbnetea ist für heute angekünbigt.
Charleroi, 5. Januar. 400 auSftänbische Grubenarbeiter besetzten geftem Abend die Grube von Gilli, um ihre College» von der Arbeit abzuhalten. Rcquirirte GenSdarmeu wurden mit Sxeinwürfen empfangen, doch gelang es denselben, die Rädelssührer zu verhaften.
Pari», 5. Januar. In dem Vororte Bellevue erschoß gestern Frau GoSliller zu» Eifersucht ihren Gatten, den Theilhader deS bekanntm WaarenhauseS Bon marche, und verletzte sich hierauf selbst lebensgefährlich durch zwei Schüffe.
London, 5. Januar. Etn Schooner, welcher au» Tacoma angckomwen ist, hat cu» Peking die Mitthetlung gebracht, daß Li-Huug-Tschaag an Einfluß gewinne und im Begriff strhe, die Leiiunj der chinesischen Politik wieder zu Übernehmen.
London, 5. Januaf. Bon 17 Schiffen, welche der Viceadmtral Buller besthligt und die sich in de» Gewäffern de» äußerste» Osten» jrfinden, liegen 7 in Chemulpo, 2 in Port Arthur, die übrigen im chinesischen Meere. I« Ganzen find 63 Kriegsschiffe in deu chinesischen Gewässern anwesend.
London, 5. Januar. Wie verlautet, wird Ende Januar auf der Rückfahrt vot Jerusalem das deutsche Kaiserpaar dem italienischen Hofe einen Besuch abstatien. Die kaiserliche Familie, welche vorher Konstantinopel besucht, verläßt bei Genua da» Schiff und begibt sich nach Turin zur Ausstellung, wo eine Zuammenkunst mit König Humbert statt- finbet. Die Heimrei'e erfolgt über Mailand und den St. Gottdard.
Loudon, 5. Jan,ar. Der Vorsitzende deS Marinebau v e r e i v S hat vo» den bedeutendsten uordeoglischen Schiffs- gewerbetreibenden einen Brief erhalten, in welchem eS heißt, die Werkstätten wiedjr unter folgenden Bedingungen eröffae» zu wollen: 1. Vermoderung der Arbeitsstunden ohne Lohnherabsetzung. 2. üeibehaltung der gegenwärtigen Arbeits- löhue. 3. Da»Reyt für die Arbeiter, die Arbeitsbedingungen ducch ihre Delegirt^ besprechen zu dürfen. 4. Die Arbeiter werden einige ihre, Ansprüche fallen lassen und namentlich zuqeben, baß die Arbeit "fnigelaffen werde für die nicht in den Verein eingeschiebeuen 8tbeiter.
Petersburg, 5. Januar. Zwilchen den Großgrundbesitzern Skariniki und LemfiSki fand em Pistolenduell statt, in welchem SkarinSki g et übtet wurde.
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