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jm ben Streit überhaupt zu schlichten, nur noch einen Ausweg wufcten. Sie begaben sich zu ihrem Präsidenten, Herrn Rrüget und baten ihn, die Sache in bk Hanb zu nehmen. WaS er für richtig halten würbe, daß wollten fie bann thun. Nachdem bleiet die Selben Kampsbahne ruhig angehört hatte, sagte er zu bem «eiteren: „Du bist ber Erstgeborene, mein Sohn, Dir gebührt also baS Borrrcht, baS Gut in ?,wet The.le zu theilen.- Sich mit listigem Augenzwinkern bem Anderen zuwenbenb, fuhr er fort: „Unb Du al« berJüngste darfst Dir von bem geteilten Land baS Stück aursuchen, da« Dir am Vesten gefällt/ Wie verlautet, gaben sich bk leiben Brüder mit blesem weisen Rtchttspiuch nicht nur zn- Vleben, sonbetn sie zogen im herzlichsten Einvernehmen von bannen, Jeber mit bem stolzen Bewußtsein, bem Anderen gegenüber im vorthrtl zu sein.
• Origlnal-Mlttheilungen über Marinewesen. Der Verkehr nach den beurschen Norbieebädern Ist in bteiem Jabte noch ta höherem Maße wie früher burch neueingerichtete Berbinb« engen über Bremerhaven zur See erleichtert worben. Der Norddeutsche Lloyb läßt seine «alonschnelldampfer im Anschluß an bie au< allen Theilen Deutschlands nach Bremer- Haven geleiteten Schnellzüge im laufenden Jahre nicht nut nie früher nach Helgoland, Norderney und Borkum, sondern auch nach Westerland aus Sylt, Wittdün auf Amrum, Wyk ouf Föhr und Juist laufen. Die betreffenden Blllet« lauten
überall dort, wo el angängig ist, sowohl für ben Seeverkehr über Bremerhaven all über die bem betreffenben Babeorte nächstliegende Eisenbahnstation. Zu bemerken ist, daß ber Seeverkehr gegen frühere Jahre außetorbentllch zugenommen hat. Die vom Notbdeutschen Lloyd auf Wunsch zu über» sendenden Prospekte enthalten sämmtliche Eisenbahnverbindungen aus bem Jnlanbe und werben seldstverstäublich gratis Übermittelt.
• Ist der Sport gesund? Ja, solange et Gymnastik bleibt; nein, sobald er zur Athletik aulartet. Die Athletik aber unterscheidet sich von der Gymnastik durch bal Einseitige und durch baS Uebermäßige ihre! Betriebs. Sie gefährdet ben, ber fie treibt, burch bk unvermeidliche lieber» anftrengueg gewiffer Organe, namentlich des Hetzen«, nab ben, ber fie aufgtebt, durch ben Rückschlag in bem grünblich aul feinem Gleichgewicht gebrachten Organismus. Für baS letztere ist bie Fettsucht, ber gewesene Athleten verfallen, ein Beispiel. ES geht ihnen gerade wie den Mastochsen, bk, je schwerer fie vorder arbeiten mußten, besto rascher zu mästen find. Daß bk Athletik nicht gesunb ist, bafür liefern neuer- btugl bk Erfahrungen au hervorragenben Radfahrern reichliche Beweise. So lesen wir tu bet „Rabsahtetzeltung* (1898 Nr. 18): „Die französischen RecrutlrungSbuteauS scheinen keine allzuhohe Meinung von ben RadsahrchamplonS bezüglich ihrer Tauglichkeit für ben MllitSrblenst zu Haden; 1
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fie haben nämlich in ber letzten Zeit nicht weniger all acht, borunter mehrere über Frankreich! Grenzen Hinaul in bet Sportwelt bekannte Champion! kurzweg für bknstuntaugllch erklärt ober zurückgestellt. El finb blei: Rleuport, Wegen Herzkrankheit zurückgestellt; Ruinart, wegen Herzhypertrophie für untauglich erklärt; bie beiben robusten Tanbemfahrer Rsvot und Domain, wegen schlechter und schwacher Constitution zurückgestellt; ber herkulische Delchamp! und ber riefen» starke Dumont wegen Herzkrankheit für dienstuntauglich erklärt, unb ber Trainer Deneau wegen Beinverletzung zurückgestellt. Da! höchste aber ist, baß jetzt auch bet Weltchampion Paul Boutrlllon im Brüffelet Consulat für zu schwach befunden wurde, bie Anforderungen bei Milltätbieustel zu erfüllen/
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Eine kühle unb angenehme Speise, stets willkommen Jung und Alt, ist eine Blanc-Mange mit Brown unb Potfon'« Mondamin (35 Gr. 10 Minuten mit </3 Liter Milch, Zucker, Vanille, wrnia Salz gekocht). Derselben kann gekochtes Obst, Fruchtsast rc. beigegeben roerben. Statt ber Milch läßt sich mit Rhabarber, Stachelbeeren ober anberem frischem Obst eine erfrischende und nahrhafte Speise bereiten. Mondamin ist in Pack, ä 60, 30 und 16 Pfg. Überall erhält!. Für die gute Qualität bürgt am besten Brown u. Polson'l 40 jähriger Weltruf. Engro! bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M.
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Angebot der Arbeitnehmer r 1 Buchbinder, 1 Krankenwärter, 1 Schrei- mer, 1 Hausburscke, 1 Taglöhner, 1 Fubrknecht, 1 Waschfrau, 1 Putzfrau, 1 Flickfrau, 2 Büglerinnen, 2 Näherinnen, 1 Comptorist zum Beifchreiben von Büchern oder als Korrespondent, 1 Bureaugehülse.
Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Schießer, 1 Drechsler, mehrere Eisen- Sreber, 2 Spengler, 1 Installateur, 1 Krankenwärter, 1 Glaser, 2 Bauschlosser, 1 Wagner, 4 jung. Schuhmacher, 7 Bauschreiner, 1 jüng. Schneider, 1 Schweizer, 3 Fuhrkneckte, 1 Kutscher, 24 Taglöhner, 2 Hausbürschchen vom Lande, 7 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Monatsfrau, 1 Lauffrau. _____________
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Verdingung
Die zur Unterhaltung der Ltadt- kuabeufchule für dal Rechnungsjahr 1898/99 vorgesehenen Weiss- biuderarbeiten sollen
Montag den 8. August,
Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden.
Arbeitlbeschreibung und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamt Zimmer Nr. 6, offen. . .. '
Angebote auf Vordruck sind bis zu obengenanntem Termin verschlossen bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist 8 Tage.
Gießen, den 2. August 1898. Das Stadtbauamt.
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