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Band der LundwIrtoßO
ca. 25 fertige Anzüge für Knaben,
ca. 60 bis 80 Meter Stoff zu Winterkleidern für Mädchen
ca. 150 Meter Baumwollflanell bezw. Halbleinen zu Hemden.
Ferner soll die Anfertigung von ca. 20 Mädchenkleidern und von 45 Knaben- und Mädchenhemden vergeben werden.
Angebote auf Lieferung der Anzüge und Stoffe, sowie Anfertigung Mädchenkleider und -Hemden sind bis spätestens 16. Juli d. I. dem Armenamte einzureichen, woselbst auch Stoffmuster eingesehen
Anzahl der bei der ersten ordentlichen Wahl abgegebenen Stimmen für die verschiedenen Parteikandidaten.
Zulassung der Frauen zum Recht-anwalt-berus mit 21707 gegen 20046 Stimmen angenommen.
Paris, 4. Juni. Gestern Nachmittag überfiel aus der Avenue Buegeaud Esterhazy den Obersten Picquard und versetzte ihm mehrere Stockichläge über die Schultern. Herbeigerufene Polizisten trafen Beide nicht mehr an.
Brüffel, 4. Juni. Jeyme, der Sohn von Don Carlo», ist hier eingetroffen. Die Ankunft wird mit einer geplanten carltstischen Action in Verbindung gebracht.
Antwerpen, 4. Juli. Wie die Blätter melden, wurde der Dampfer „Swtzzerland" auf der Fahrt von Philadelphia nach hier von einem unbekannten, wahrscheinlich amerkauischen, Sch ffe angeschoffeu. Dasselbe hatte zwei Kanonenkugeln abgefeuert. Der Dampfer, welcher 36 Paffa- giere an Bord hatte, wurde nicht getroffen.
Reichspariel Polen
Zur Reichstagsstatistik.
Die Wahlschlacht ist geschlagen und wieder sendet das deutsche Volk feine 397 Reichslagsabgeordneten in das Reichsparlament, die gleiche Zahl, wie vor fast drei Jahrzehnten, obgleich das Reich seither um weit mehr als den vierten Theil an der Einwohnerzahl gewachsen ist und eigentlich über 500Sendlinge der Nation für die neue Legislaturperiode hätte bestimmen sollen. Nun, vielleicht wäre dann der Wirrwar noch größer geworden und die deutsche Einheit, die sich in mehr als einem Dutzend Parteien und Parteichen documentirt, hätte dann dem Reichstag vielleicht noch einige Schattirungen mehr verliehen. Prägt sich ja in diesem bunten Parteigemisch noch aufs Deutlichste der durch Jahrhunderte lange Kleinstaaterei en gros auferzogene und vererbte Sonderbunds-, Jnnungs- und Parti- culargeift des Deutschen aus, der es einstweilen noch nicht über sich gewinnt, sich ein großes „Für" und ein großes „Wider", in zwei Hauptparteien zu theilen, wie es zweifellos erfpießlicher wäre. Man hat deßhalb wohl Recht, in Anbetracht dieser höchst unerfreulichen Zersplitterung der parlamentarischen Kräfte, eine Zersplitterung, die eher zu-, als abnimmt, von einem Niedergang des Parlamentarismus zu reden. Pon einer Gleichgiltigkeit der ReichS- wählerschaft LM politischen Leven, üoer die oft Klage geführt wird, ist aber in Wirklichkeit nichts zu merken, denn obgleich wie gesagt, das Reich seit feiner Gründung an Bevölkerungszahl nur um gut den vierten Theil gewachsen ist, hat sich die Betheiligung an den Wahlen ständig gehoben und sich, wie die beistehende Tafel des bewährten Statistikers Prof. Hickmann beweist, verdoppelt. Das liegt nicht nur an dem immer geschloffener werdenden Ansturm der sozialistischen Wählermaffen und der parteipolitischen Rührigkeit jener breiten Volkskreise, die den festen Thurm des Centrums bauen helfen, das liegt auch an dem ganz allgemeinen Fortschritt des staatsbürgerlichen und politischen Bewußtseins. Die Statistik und somit die Thatsache, bekundet das hinreichend.
Wenn der Poet singt: „Der Dichter steht auf einer höheren Warte — Als auf den Zinnen der Partei", so kann der Statistiker ein gleiches von sich behaupten und mit kühler Gelaffenheit schaut er auf das bunte, schematische Bild, das seinen Augen die Wahl- und Fractionsgeschichte des deutschen Reichstages feit mehr als einem Vierteljahrhundert bietet. Da erkennen wir deutlich, wie sich das politische Jntereffe verstärkt. Es wird documentirt durch das Factum, daß bei der ersten deutschen Reichstagswahl im Jahre 1871 nur etwa die Hälste, nämlich knapp 4 Millionen, 52pCt., der annähernd 8 Millionen umfaffenden Wahlberechtigten zur Wahlurne schritten. Wenn heute von 11 Millionen Wahlberechtigten gegen 8 Millionen ihr Wahlrecht ausübten, d. h. circa s/4 der Wählerschaft, so bedeutet dies, daß das politische Jntereffe seit 27 Jahren wie schon bemerkt, um die Hälfte zugenommen hat.
werden können.
Gießen, den 2. Juli 1898.
Die Armen-Deputation.
und Graf Murawiew mit gemeinsame Action Staaten geplant hätten, der kretischen zu behandeln.
Key-West, 4. Juli.
An diesem Jntereffe participiren aber nicht, wie man oft behauptet hat, nur die Socialdemokraten, sondern auch, wenn vielleicht auch nicht in gleich starkem Maße, die bürgerlichen Parteien. Diese Erstarkung des politischen Lebens ist jedenfalls das BemerkenSwertheste und Erfreulichste beim Anblick des beistehenden Reichstagswahl-Diagramms. Vielleicht aber würde das politische Leben noch mehr erstarken, wenn sich die Parteiverhältnisse einfacher gestalten und für die Wählerschaft bei den Bestand von fünfvierteldutzend Einzelparteien und Schattirungen nicht das Wort zur Geltung gelangen müßte: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Zwischen Schwarz und Weiß kann man bald seine Entscheidung treffen, weniger leicht aber in einer reichen Farbenscala.
Neueste Nachrichten.
Depesche» de» Bureau „Herold".
Leipzig, 4. Juli. Heute früh kurz vor 7 Uhr stieß in der Süvstraße ein Radfahrer mit einem Wagen der Straßenbahn zusammen. Der Radfahrer war sofort tobt.
Budapest, 4. Juli. Au der galizischen Grenze macht fich unter der bäuerlichen Bevölkerung eine bedenkliche Erregung bemerkbar, welche befürchten läßt, daß die galizischen Unruhen fich auf ungarische» Gebiet übertragen. Der Bicegespau de» Zipser Comitat» erbat sich deßhalb GenSdarmerie-Berstärkung.
Zurich, 4. Juli. Im Kanton Zürich wurde gestern bet der Volksabstimmung über da» neue Advokaturgesetz die
Von den Einzelparteien ist die Socialdemokratie am stärksten gewachsen. Von bescheidenen 124 800 Stimmen im Jahre 1871 hat sie es, nachdem nur in der Wahl nach den Attentaten auf Kaiser Wilhelm I. in ihrer Aufwärtsbewegung ein Stimmenrückgang bemerklich geworden, jetzt bis auf mehr als 2 Millionen Stimmen gebracht, ist also in dieser Hinsicht fast um das Siebzehnfache gewachsen und es ist einstweilen kaum zu erwarten, daß sie zurückgeht. Die Conservativen und das Centrum haben ihre Stimmenzahl seither etwa verdoppelt, langsam zurückgegangen sind die Elsäffer, ein Beweis, daß der „Reichsgedanke" in den Reichslanden mehr und mehr an Boden gewinnt.
Das Diagramm macht es Jedem sehr deutlich, wie
dem Beistände Oesterreich» eine gegen die Vereinigten um die cnbauische Frage ähnlich
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einer alten, dtsch. Lebens-, Sterbek.- u. Ausst.-Bers.-Gesellschast ist zu vergeben. Herren, welche sich persönl. der Org. u. Acgui- sition widmen, werden bevorzugt. Gest. Off. unter »Nr. 6721* an die Exped. d. Bl. erbeten. 6721
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Sozialdemokraten
Im Jahre 1871 1881
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Leipzig und Wien.
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Deutschsoziale Reformpartei 263900 sloooo (Antisemiten)
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140000
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Bekanntmachung.
Zur diesjährigen Ausführung der Ebelstiftung werden u. A. erforderlich und sollen auf dem Submissionswege bezogen werden:
Loudon, 4.Juli. General SHafter telegraphtrte nach Washington, daß e» infolge der starken Verluste unmöglich sei, Santiago zu nehmen, bevor er Verstärkang»truppen erhalten habe.
London, 4. Juli. „National Review" veröffentlicht einen sensationellen Artikel, in welchem e» heißt, daß Hauotaux
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es sich sonst mit der Stimmenzahl verhält. Aus den mittleren Kreisen läßt sich leicht der Vergleich hinsichtlich der Große der Fractionen bei den Wahlen von 1871, 1881, 1893 und 1898 ersehen. Es ergibt sich, daß die Conservativen jetzt 57 Mann stark (gegen 1893 mit einem — von 15) in den Reichstag einrücken. Die Freiconservativen zählen 20 (— 8), die Nationalliberalen 49 (— 4), die Antisemiten 12 (—4), das Centrum 104 (+ 8), Welfen und Particularisten 9 (+ 2), der bayr. Bauernbund 4, Polen 14 (— 5), Dänen 1, Elsässer 10 X+ 2), Freisinnige Vereinigung 11 (— 2), Freis. Volkspartei 29 (4- 5), Süddeutsche Volkspartei 8 (— 3), Sozialdemokraten 57 (-|- 13). S.
' auch In Offenbach °8 getvesea Ist, soll md M thellmise Duner Ist der nach- ^rium bti Jnntur :l< 88 der Städte- ifdi 76 der Land» dw dnrch folgende Rechnung und de» Sitzung der Stadt- athi) unter ßthunf er Mitte grtvWw de» Vorsitzenden ist seiner Vnhindnnng litt haben, dringende fr Erthetluug bon itüfung bchuivodnen, m Geietzrotivurs ist Zn Lnikrl 88 der eordnung »ar nicht isung der Richutlut ntiider Sitzung zu dieses ausdrilikllch kett die wirksamste ftlmmmg, daß der Pchnntz der Rech» beiMvhntn Mv, Einheit derselben in hiten Äullunft nnd
Die Verwaltungen timmendrn Eingaben ingm gebeten, welche p der Beigeordneten herzoglichen Rigierung Landtag vorgelegten Ktädteordnung, eine stehenden
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Bekanntmachung.
Der Louis Schultheis und deffen Verlobte Auguste Karo- linc Renner von Gießen haben unter dem 14. Juni 1898 durch Ehevertrag völlige Gütertrennung vereinbart.
Gieß n, am 2. Juli 1898.
Großh. Amtsgericht.
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Wahlbetheiligung.
Verhältnis der abgegebenen gur Wählerzahl.
1893
Anzahl der bei der ersten ordentlichen Wahl abgegebenen Stimmen für die verschied.
Parteikandidaten
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Graphisch-statistische Darstellung
Fraktionen im Deutschen Reichstage vom Jahre i87i-i898 von Prof. A. L. Hickmann.
Vergleichende Größe der Perzent ueiies Verhältnis der Wahlberechtigten Fraktionen im Deutschen Reichstage, zur Bevölkerung des Deutschen Reichs.
Parteistellung der 397 Abgeordneten. Jahre 1871
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