Ausgabe 
5.6.1898 Erstes Blatt
 
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Dame bemerkt sah, entfloh er in der Verwirrung auf den Kircheuspeicher. Die Dame rief um Hilfe, uud rasch war die Polizei zur Stelle. Diese verhaftete deu Gauner auf dem Kircheuspeicher und eßcortirte ihn nach dem Lorscher Amts- gerichtSgesäuguiß. Deu Inhalt der Büchse hatte der Dieb bereits au sich genommen. Er betrug 6 Mk. 85 Pfg.

Mainz. 3. Juni. Da« Ministerium hat das Gesuch eine« Theile« der hiesigen Metzgerinnung nm Abäud eruug der Bestimmungen über die Sonntagsruhe dahin, daß das seitherige Offeuhalteu der GeschäftSlädeu an 2 Stunden Sonntag Abend« in Wegfall komme, abgelehnt. Der seitherige Modus habe sich bewährt uud sei al« dem Jutereffe de« Publikum dienlich befunden worden.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 72 Jahren, am 5. Juni 1826, starb zu London Karl Maria von Weber, ein echter deutscher Genius, in seinen herrlichen Compositionen gleich groß wie volks- thümlich. Von seinen Meisterwerken seien hier nur die heute noch gern gehörten OpernPreciosa",Freischütz" und Oberon" erwähnt. Der Dichter wurde am 18. December 1786 zu Eutin geboren.

Vor 292 Jahren, am 6. Juni 1606, wurde zu Rouen der Dichter Pierre Corneille geboren, der Schöpfer der dramatischen Poesie der Franzosen, die in der Form sich enge an die alten gegebenen Muster anschließt, wie gleich sein erstes dem Seneca nachgebildetes DramaMedea" bewies. Der Dichter starb am 1. October 1684 in Paris.

vermischtes.

* Salzschlirf, 2. Juni. Die Eröffnung de« hiesigen Schwesternhauses ist gestern erfolgt. Dasselbe wird von fünf barmherzigen Schwestern aus dem Mutterhause zu Fulda bezogen werden. Die geräumige HauScaPelle wird in nächster Zeit etngeweiht.

* Apolda, 3. Juni. Am Abend des zweiten Pfingftfeier- tags hörten Paffanteu in der Ritterstraße jammervolles Ge­schrei au« dem vierten Stock eine« Hause«. Al« man die Thüre gewaltsam geöffnet hatte, sah man die Treppe lichterloh brennen, sodaß eS unmöglich war, die Rettung der Be­wohner de« vierten Stockes auf diesem Wege zu bewerk­stelligen. Eilig wurden Teppiche herbeigeholt uud aufgehalten. Die Wirkerehefrau Müller warf zunächst ihre 2, 4, 7 und 9 Jahre alten Kinder aus dem Fenster und stürzte sich dann selbst herab- als letzte folgte die Schwester der Frau Müller. Das zuerst herausgeworfene 2 Jahre alte Kind fiel neben dem Teppich auf da« Straßenpflaster und starb bald darauf, die übrigen erlitten Verletzungen.

* Hamburg, 3. Juni. Der BerbaudStag deutscher Thierfchutzvereine lehnte den Antrag Leipzig, eine eigene BundeSzeitung zu begründen, al« verfrüht ab, ebenso den Antrag Berlin, die Herausgabe eines Verbandskalenders dem Berliner Verein zu übertragen, und beschloß auf Antrag Karlsruhe, die ReichSregieruug zu ersuchen, das Stopfen der Gänse in Deutschland zu verbieten. Aus dem BerbaudStag waren 141 Vereine mit 70000 Mitgliedern vertreten.

Zur BischofSwahl in Fulda. Wie aus Fulda dem Schwab. Merk." witgetheilt wiid, hat die meiste Aussicht, zum Bischof der Diöcese Fulda gewählt zu werden, der derzeitige Abt deS Klosters Maria-Laach. Letzterer sei in vertraulicher Form von der Regierung als persona gratissima bezeichnet und darauf vom Kardinal Dr. Kopp dem Papst warm empfohlen worden.

* Sind Fleisch- und Fettiheile von Thiereu mit örtlicher Tuberculose zur meuschlichea Nahrung zuzulaffeu oder nicht? lieber diese Frage berichtet ein Obergutachten der thierärzt- lichen Hochschule in Berlin unter Anderem Folgendes:Die sanitätspolizeiliche Beurtheilung des Fleisches tuberculöser Thiere richtet sich nach der Ausbreitung des KrankheitS- prozeffes und nach dem Einfluß, welchen die Tuberculose auf den Ernährungszustand der Thiere ausgeübt hat. Das Fleisch tuberculöser Thiere ist nur dann als gesundheitsschädlich zu betrachten, wenn die tuberculöse Erkrankung bereits eine sehr weite Ausdehnung erlangt hat und die Eingeweide (Lunge, Leber, Milz, Nieren) sowie das Fleisch selbst, beziehungsweise die in demselben gelagerten Lymphgefäße, Lymphdrüsen, Knochen und Gelenke ergriffen sind; desgleichen muß eine gesundheitsschädliche Beschaffenheit des Fleisches angenommen werden, wenn die Tuberculose zur Abmagerung der erkrankten Thiere geführt hat. In diesen beiden Fällen liegt eine Allgemeinerkrankung durch Eindringen der Tuberkelbazillen in das Blut vor. Als unschädlich ist dagegen das Fleisch solcher Thiere anzusehen, welche nur in geringem Grade mit der Tuberculose behaftet sind und eine Verschlechterung des Ernährungszustandes nicht erkennen laffen. Unter gering« gradigen Erkrankungen sind hierbei alle die­jenigen zu verstehen, bei welchen sich die krank­haften Veränderungen nur in den Verdauungs- oderAthmungSorgauen und in den dazu gehörigen Lymphdrüsen vorfinden. In den zuletzt ange­führten Fällen hat die Tuberculose keinen nach­theiligen Einfluß auf da« Fleisch der Thiere. Das Fleisch kann daher nach Entfernung der erkrankten Theile ohne Bedenken dem freien Verkehr übergeben werden. Die vorstehenden Grund­sätze über die Beurtheiluna des Fleisches tuberculöser Thiere sind nach einem gemeinschaftlichen Erlaß der preußischen Ministerien des Innern, der Landwirthschaft, des Cultus und des Handels sowie in Bayern vom 26. März 1892 bei Ausübung der Fleischbeschau in Anwendung zu bringen. Der Erlaß nimmt zwar besonders auf die Tuberculose des Rindes Bezug, ist indessen auch bei der Begutachtung der Tuberculose des Schweines sinngemäß anzuwenden, weil die in Frage stehende Krankheit bet beiden Schlachtthiergattungen identisch ist.

Univerfitäts - Nachrichten.

Bonn. Hier ist der außerordentliche Professor Englert zum Ordinarius für kitholtsche Apologetik, der Prioatbozent Dr. Kruse in der rredizintschen Facultät zum außerordentlichen Profeffor ernannt worden.

Bonn. In der philosophischen Facultät hat sich Dr. August Hagenbach als Prioatbozent mit einer Vorlesung über Argon und Helium habUitirt.

Würzburg. Dr. Tretzel an der landwtrthschaftlichen Hoch­schule in Karlsruhe hat einen Ruf an die Untersuchungsanstatt der hiesigen Universität erhalten und angenommen.

Auszug aus den Standesaintsregiftern

der Stadt Giesteu.

Aufgebote.

Mat: 31. Gustav Karl Ludwig Orbig, Gerichlslchreiber-ASpirant zu Butzbach, mit Luise Katharine Gerhardt Hierselbst. 31. Hermann Fleischer, Schneider dahier, mit Katharine Schneider von Boben- bausen. 31. Philipp Hahn, Fabrikarbeiter zu Gießen, mit Ann« Hormel von Oberwalgern. 31. Ernst Hermann Heinrich Schnabel, Schlaffer dahier, mit Elisabeth Ida Auguste Griebel Hierselbst. Juni: 1. Richard Löwenthal, Kaufmann zu Gießen, mit Karoline Schuster zu Mannheim. 2. Wilhelm Färber, Lehrer zu Sossenheim, mit Johanna Keßler zu HalbS. 3. Hermann Garnadt, Taglöhner zu Herbornseelbach, mit Jobanna Katharina Maria PtScator daselbst.

Eheschließungen.

Mai: 28. Johann Friedrich Earl Barnick, Schneider dahier, mit Katharine Wilhelmine Großbaus Hierselbst. 28. Heinrich Peter, Schlaffer dahier, mit Katharine Elisabethe Schäfer Hierselbst. 28. Karl Kimmel, Fabrikarbeiter dahier, mit Ann« Elisabeth Claar Hierselbst. 28. Wilhelm Eiskeller, Hausbursche dahier, mit Katharine DebuS Hierselbst. 31. Wilhelm Schwalb, Geometer dahier, mit Susanne Christ von Großen-Buseck.

Geborene.

Mai: 22. Dem Postasststenten Georg Ludwig Petri ein Sohn, Johann Heinrich Wilhelm. 23. Dem Taglöhner Karl Lotz III. eine Tochter, Karoline Elise. 26. Dem Taalöher Heinrich Wallbott ein Sohn, Karl Peter Oskar. 27. Dem Rottenarbeiter Ludwig Mehl eine Tochter, Anna. 28. Dem Postschaffner Georg Pfaff ein Sohn, Georg Karl. 30. Dem Taglöhner Friedrich Weber ein Sohn. 31. Dem Hutmacher Lorenz Ament ein Sohn, Jobann Baptist. Juni: 1. Dem Schlosser Johannes Roth ein Sohn. 2. Dem Tag­löhner Carl August Pasbach ein Sohn, Paul.

Gestorbene.

Mai: 27. Anna Marie Hofmann, 64 Jahre alt, Privatin dahier. 28. Katharine Pleyer, geb. Mehling, 27 Jahre alt, Ehefrau von Gewerbelehrer Anton Josef Pleyer zu Mainz. 28. Elisabethe Zecher, geb. Lautenschläger, 69 Jahre alt, Wittwe von Gymnasial Pedell Johannes Zecher dahier. 28. Helene Aßmann, geb. Bossemer, alt 94_ Jahre, Wittwe von Taglöhner Jakob Aßmann dabier. 30. Georg Rühl, 23 Jahre alt, Knecht von Brauerschwend. 30. Ernst Thorwart, 44 Jahre alt, Bierbr«uer dahier. 31. Jobanna Fr«nk, geb. Speier, 66 Jahre alt, Wittwe von Pferdehändler Anselm Fr«nk zu Büdingen. 31. Dorothea Hartmann, geb. Hoffmann. 42V, Jahre alt, Wittwe von Bergmann Johann Hartmann zu Rußhütte bei Saarbrücken. Juni: 2. Georg Ludwig Niepoth, 67 Jahre alt, Rentner von Schlitz, Kreis Lauterbach. 2. Adolf Hans August Warmbrunn, 10 Monate alt, Sohn von Metallgießer Franz Warmbrunn dahier. 2. Babette Marie Riegelmann, 6 Monate alt, Tochter von Restaurateur Christian Riegelmann dahier. 3. Heinrich Junker, 30 Jahre «It, Fabrikarbeiter von Steinberg, Kreis Gießen. 3. Aloise Hägerich, geb. Krespach, 48 Jahre «It, Witlwe von Schneider Andreas Hägerich zu Ober- Eschbach, Kreis Friedberg._____________________________________

Auszug aus den Airchenbüchern

der Stadt Gieße«.

Evangelische Gemeintze.

Getraute.

M«tth äusgemeinde.

Den 30. Mai. Georg Christian Wilhelm Bernhard Harz, Glasermeister zu Butzb«ch, und Marie Margarethe Moritzine Bickel, Tochter des Kirchendieners Leonhard Bickel zu Gießen.^

Denselben. Wilhelm EiSfeller, Hausbursche zu Gießen, Und Katharine Debus, Tochter deS verstorbenen Müllers Georg Debus zu Muschenbrim.

Den 31. Mai. Wilhelm Schwalb, Geometer zu Gießen, und Susanne Christ, Tochter deS verstorbenen Müllers Philipp Christ zu Großen-Buseck.

LukaSgemeinde.

Den 28. Mai. Heinrich Peter, Schlosser, ein Wittwer, und Katharine Elisabethe Schäfer, Tochter deS Bremsers Heinrich Schäfer zu Gießen.

JohanneSgemeinde.

Den 30. Mai. Johann Friedrich Carl Barnick, Schneider, und Katharine Wilhelmine Gioßhaus, Tochter des verstorbenen Steuer-Einnehmers Johann Andre«« David Großhaus zu Liebenwerda.

Getaufte.

Matthäusaemeinde.

Den 29. Mai. Dem Schlosser Ludwig Kreuter ein Sohn, Adolf, geboren den 17. April.

Denselben. Dem Viehhändler Johannes Born ein Sohn, Heinrich Daniel, geboren dm 21. Januar.

Denselben. Dem Maurer Johannes Thomas ein Sohn, Karl, geboren den 24. März.

Denselben. Eine uneheliche Tochter, Ottilie, geboren den 2. April.

Denselben. Dem Amtsrichter Ludwig Neuenhagen ein Sohn, Johann Georg Karl Ferdinand Hermann, geboren den 1. April.

» Den 30 Mai. Dem Straßenkehrer Peter Merkel eine Tochter, Gertrude Elisabeth, geboren den 10. Januar. '"

Denselben. Dem Privatier Ludwig Preisag eine Tochter, Irene Mathilde Luise, geboren den 24. Februar.

Denselben. Dem Gefangen«usseher Friedrich Lang ein Sohn, Jeremias Karl, geboten den 30. April.

Denselben. Dem LehramtSaffeffor zu Groß-Umstadt Dr. Wilhelm Schottler eine Tochter, Marth« Cäcilie, geboren den 26. März. 4

Denselben. Eine uneheliche Tochter, Lina Katharine, geboren den 14. Mai.

M«rkuSgemeinde.

Dm 29. Mai. Dem Heizer Louis Jung eine Tochter, Charlotte Luise, geboren den 3. April.

Denselben. Dem Maurer und Weißbinder Johann Ernst Hauser ein Sohn, Hans Wilhelm, geboren den 20. April.

Denselben. Dem Kaufmann Louis Ockel eine Tochter, Emma Luise Karol«, geboren den 5. Mai.

Denselben. Dem Condtlor Ludwig Döll ein Sohn, Otto Wilhelm, geboren den 2. April. «

Den 30. Mai. Dem Lackirer August Stock 'ein Sohn, Han« Leonhard, geboren dm 26 März.

Denselben. Dem Bierbriuereibefitzcr Georg Bichler eine Tochter, Gertrud, geboren den 17. April

Den 1. Juni. Dem Kellner Wilhelm Bastian eine Tochter, Paula, geboren den 25 April.

LukaSgemeinde.

Den 29. Mai. Dem Bauunternehmer Heinrich Winn eine Tochter. Anna Johanna Margarethe Gertrud Clara, geborm dm 25. März.

Denselben. Dem Locomotivführer Georg Friedrich Wilhelm Rößler ein Sohn, Heinrich August WUhelm, geboren dm 18. April.

Denselben. Dem Former Ludwig Ott ein Sohn, Wilhelm Konrad Ludwig, geboren den 24. April.

Dmselbm. Dem Dachdecker Heinrich Schwall eine Tochter Elisabeth Anna, geboren den 28 April.

Dmselbm. Dem Glasermeister Heinrich Arnold ein Sohn Heinrich Georg Karl HanS, geboren den 8. April

Dmselbm. Dem Jnsti'utSdimer Johann Mepoth ein Sohn Karl Wilhelm, geboren den 30 April.

Dm 30. Mai. Dem Hauswart Friedrich Förfterling eine Tochter, Auguste, geboren dm 17. April.

Dmielben. Dem Briefträger Johann Auguft^Köhler ein Sohn Johann Karl Hermann Otto, geboren dm 12. Mai.

JohanneSgemeinde.

Dm 29. Mai. Dem Complorist Georg Wilhelm Thül rin Sohn, Ludwig Johann Otto, geborm den 17. Avril.

Dmselbm. Dem Locomottvbeizer Karl Emil Jakob Moritz Gerlach eine Tochter, Lina Franziska Karola Henriette, geboren den 2o. April.

Dmselbm. Dem Maurer Heinrich Rühl ein Sohn, Heinttch geborm den 12. April.

Militärgemeinde.

Den 29. Mai. Dem Sergeant und Regimentsschreiber Johann Konrad Löchel ein Sohn, Hermann Clemens Gerhard, geborm den 25 April.

Den 30. Mai. Dem Sergeant Georg Karl Haupt eine Tochter, Frida Lina Katharine, geboren dm 14. April.

Beerdigte.

MattbäuSgemeinde.

Den^29. Mai. Anna Marie Hofmann, 64 Jahre alt, starb

MarkuSgemeinde.

t t Dm 1. 3uni. Emst Thorwart, Bierbrauer, 44 fJ-hre alt, starb dm 30. Mai.

LukaSgemeinde.

M«>i. Elisabeth Zecher, geb. Laudmschläger, Wittwe

von Postillon Johannes Zecher, 69 Jahre alt, starb dm 28. Mai.

JohanneSgemeinde.

AJ _ Den 31. Mai. Helme Aßmann, geb. Bosemann, HoSpttalitio, 94 Jahre «It, starb den 28. Mat.

Verkehr, Land- unb volkswirthschast.

, 4. Juni. Marktbericht. Auf dem fr artigen Wochmmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. A 0,801,00, Hühnertter pt.Ctß0 4, 2 St. 1011 4, Enteneier 1 St. 6CO 4, Gänse der pr. St. 10-12 4, Käse 2 St. 9-15 4. Käsematte pr/St. 3 V Erbsen pr. Liier 20 4, Linsen pr. Liter 32 4, Tauben pr. Ba« 0,75 bi« 0,90, Hühner pr. Stück 1,CO bi« 1,&, H«h»en pr. etiS 1,7°, Enten pr. Stück A 1,802,00, Gänse pr. Pstoch * M^0,00 Ochsmfleisch pr< Pfd. 66-74 4, Kuh« und Rindfleisch pr. Pfd. 6266 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi« 72 4, Schweim- sieflch. Sesalzm, pr. Pfd. 76 4L, Kalbfleisch pr. Pfd. 62-64 X.

p? Pfd- 6070 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00 Mi Weißkraul pr. Stück 000 4, Zwiebeln pr. Lmtnn 10,0012,00 Ui, Milch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 5^60 A Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Naä>. mittags. Wahrend der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.

m .Berichtigung. In den beiden letzten Marktberichten ist der Preis für Ochsenfleisch mit 2 Pfg. höher notirt; ein Preisauffchlag Hal icdock nicht stattgefunden.

Neueft« Nachrichten.

Depeschen de« BureauHerold".

Berlin, 4. Juni. Am 28. d. Mt«. finden in Pari«, Straßburg, Berlin, Wien, Warschau und Petersburg gleich, zeitig Ballon-Aufstiege zum Zwecke wissenschaftlicher Studien statt.

Berlin, 4. Juni. Nach einer Hamburger Meldung de« Kleinen Journal«" explodirie tu Lockstedt aus uaauf- geklärte Weise ein Geschoß. Drei Arbeiter wurden schwer, ein Arbeiter tödtlich verletzt.

Wien, 4. Juni. Wie in parlamentarischen Kreisen ver­lautet, besteht die Abficht, im RetchSrath die erste Lesung der Regierungsvorlage in Abendfitzungeu ftattfiudeu zu laffen. Diese Nachricht hat in deu Reihen der Oppofition einen heftigen Widerstand hervorgerufen, Sollte da« Vorhaben der Regierung erzwungen werden, so würden sich die Sturm- exceffe noch stärker als unter der Aera Badeni wiederholen.

Loudon, 4. Juni.Daily Mail" meldet au« Washington, daS Marineamt habe deu Befehl gegeben, eine wichtige Action vor Santiago erfolgen zu laffen.

Loudon, 4. Juni.Moruing Poft" berichtet, der ameri­kanische KriegSplau bestehe darin, eine große Anzahl Truppen bei Santiago landen zu laffen, welche sich mit deu In« surgeuteu unter dem Befehl von Carcia vereinigen sollen, um Santiago zur Uebergabe zu zwingen und diese Stadt zur Hauptstadt der cubanischeu Republik zu machen.

Madrid, 4. Juni. DerJmpaicial" berichtet au« Havanna über die Vorgänge in der Bucht von Steufuego« Folgende«: Sin mit Leben«mitteln im Hafen von Cienfuego« anlaugendeS Handelsschiff lief unter dem Schutz von drei Kanonenbooten tu deu Hafen ein. Auf der die Bucht beherrschenden Höhe befand sich eine Rebellentruppe. AlS die Schiffe zu feuern begauueu, hißten sie die weiße Flagge. Einem Abgesandten der Kanonenboote erklärten fie: Wir find Cabaner und nicht bereit, uu« zu unterwerfen, aber ebensowenig entschlossen, die Spanier zu befehden.

Madrid, 4. Juni. Aus dem letzten unter dem Vorsitz der Königin Regenten abgehalteuen Ministerrath ist hervoi' zuhebev, daß Sagasta die Meinung aussprach, im Juli die Sammer schließen zn können. Der Ministerpräfideut betonte ferner, daß der Krieg im Allgemeinen Spanien die Shw- pathieu der Großmächte erworben habe, die freilich bis sitzt platonisch geblieben seien. Hinsichtlich der Amerika am Europa verbindenden Label machte der Minister de« Aeußereu einige Mtttheiluugen, au« denen hervorzugehen scheint, daß einige Staaten gegen die Zerschneidung protestiren.

Petersburg, 4. Juni. Im Fergau - Gebiet h Mittel-Asien überfielen Siugeboreoea die Russen, wobei e» viele Todte und Schwerverwuudete gab.

Havanna, 4. Juni. Die hiefigen Militärbehörden find von Madrid au« verständigt worden, einen Landung-- versuch der amerikauischeu Truppen nicht mehr >u verhindern, um die gelandeten Truppen angreifen u können und zu vernichten. Siu solcher Steg würde jeden, all« da« Ansehen und den Patrioti«mu« der Soldaten bedeutend erhöhen. In finanzieller Hinsicht könnte der Sieg Spanien mächtige Dienste für die Hebung seine« Lredtt« tat Auslande und für Aufnahme einer größeren inneren Kriegs­anleihe leisten.

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