Geuerallieutenant Pfurelsti empfangen. Er begab sich nach der Kaserne, um dort einen Imbiß etoznaehmeu. Darauf begab er sich nach dem Paradefelde, um über die dortige Garnison die Parade abzunehmen. Während derselben herrschte heftiger Regen und Sturm. Um IV, Uhr fand im Casino eiu Festmahl statt.
ArrrUr»-.
Bien, 3. Juni. Die tu auswärtigen Blättern verbreiteten Gerüchte von einem beabfichtigten Austritt der Polen aus dem ReichSrath, sowie von dem Rücktritt des Handels- Ministers Baernreither werden von cowpeteoter Sette für unbegründet bezeichnet.
Paris, 3. Juni. Luch der„GauloiS" veröffentlicht heute eiu Telegramm, wonach Admiral Lervera sich während der Beschießung von Santiago nicht dort befand. ES verlautet, Lervera sei nach den Philippinen abgegaogeu, wo er binnen 14 Tagen erwartet wird. Die Flotte, welche sich bei der Beschießung am Eingänge deS Hafens befand, soll diejenige deS Admirals Puhlamh gewesen sein.
London, 3. Juni. „Daily Mail" wird auS Wien gemeldet, Spanien solle ein neues Gesuch au die Großmächte gerichtet haben, damit dieselben tuterveniren und einen für Spanien annehmbaren Frieden herbeiführeu.
Loudon, 3. Juni. Bei dem neuerdings wieder auf- genommenen Bombardement auf Santiago find nach einer Meldung aus Kingston zahlreiche Granaten in Santiago selbst geplatzt und haben auf der Alemada und in der ThomaSstraße großen Schaden verursacht. Die Martue- truppeu legten im Canal neue Seeminen. Mehrere alte Schiffe find bei Punta Corda versenkt worden, um die Einfahrt zu sperren. Ja der Stadt soll Panik herrschen.
London, 3. Juni. Nach einer Meldung aus Havanna haben die Insurgenten unter der Führung Gomez, 600 Mann stark, einen Angriff auf das Fort La Cruz gemacht. Sie wurden zurückgeschlageu und ließen 68 Tobte auf der Wahlstatt zurück.
Loudon, 3. Juni. Bei dem Untergang de» Dampfers »Jane Grey, der auf der Fahrt nach Alaska begriffen war, kamea 61 Passagiere ums Leben. 27 wurden gerettet. Unter den Ertrunkenen befinden fich zwei ForschungSreiseude.
Antwerpen, 3. Juni. Aus LaS Palmas wird der Untergang des deutschen Dampfers „Lothar Bohlen" gemeldet. Die an Bord befindlichen 150 Personen wurden gerettet.
Athen, 3. Juoi. Hier wurden heute Nacht starke Erderschütterungen verspürt.
wahlbervegrrng.
• AuS dem Wahlkreise Alsseld-Lauterbach'Echotteu wird geschrieben: Obschon nur 14 Tage uu» noch von dem Reichs- tagSwahltermiu trennen, ist in unserem Wahlkreis kaum von einer Wahlbewegung die Rede. Bon den Freisinnigen ist Schriftsteller Dr. EhlerS (Frankfurt a. M.), von den Social- demokrateu Buchdrucker Philipp Schmidt (Frankfurt a. M.), vom Bund der Landwirthe Oeconom Schade (Altenburg bei Alsfeld) als Eandtdat aufgestellt- letzterer wird von den Nationalliberaleu unterstützt werden. Biel klüger wäre eS gewesen, wenn mau, wie dies im Wahlkreis Gießen der Fall, seitens der liberalen Parteien fich auf einen Caudtdaten geeinigt hätte, um tu erfolgreicher Weise dem Antisemiten, seitherigen ReichStagSabgeordoeteu Bindewald, eutgegeo- zutretev. Dieser hat in Laubach bereits Schritte gethau behufs Miethe eines Saales, kann aber hier Niemanden finden, der bereit ist, der Versammlung zu präfidiren.
*△ Mainz, 3. Juni. In der gestern Abend stattgehabtev Generalversammlung der hiesigen demokratischen Partei wurde einstimmig beschlossen, bei der bevorsteheuden Reichs- tagSwahl von der Aufstellung eines eigenen Candtdateu Ab-
Frischgepflanzte Rosen dünge man im ersten Jahre nicht, ebenso entferne man im ersten Jahre die meisten Knospen, da dieselben doch unvollkommene Blumen bringen, die Pflanze wird dadurch gestärkt und bringt dann große und vollkommene Blumen im zweiten Jahre.
Der Boden soll für die Rose nicht bloß gut zubereitet, sondern auch Wurzel rein sein. Dies ist er aber nicht in der Nähe von großen Bäumen, die bekanntlich in weite Fernen ihre Wurzeln treiben. Man pflanze darum Rosen nicht in ihre Nähe, sondern gebe ihnen einen freien Standort und pflanze neben sie nur seicht- und schwachwurzelnde Sommergewächse. Aber vielleicht hat ein Gartenfreund unter schattigen Bäumen ein lauschiges Ruheplätzchen und wünscht davor eine Rosengruppe- oder vor einer Baum- oder Gebüschgruppe würde sich ein Rosenrondell reizend ausnehmen, was ist da zu thust? Die Stelle tief ausgraben und die hereinlaufenden Wurzeln ausstechen hilft nicht viel; in rin, zwei Jahren sind die Wurzeln wieder hereingewachsen und in dem Maße stärker und dichter, als der Boden gedüngt und ver- bessert worden ist. Da hat sich denn folgendes Verfahren bewährt. Man gräbt die Pflanzstelle so tief aus, bis keine Wurzeln mehr von der Seite hereinlaufeu. Dann schneidet man alte oder neue Bretter, wie man sie gerade bekommen kann, in der Länge der Tiefe der Grube zu und stellt sie an die glatt und senkrecht abgestochenen Wände so, daß keine Spalte zwischen ihnen bleibt. Wo das nicht vermieden «erden kann, hat man dahinter ein schmales Brett zu bringen, das die Spalte schließt. Dann füllt man die Erde wieder ein. Die nun wieder wachsenden Wurzeln der Bäume büden einen ganzen Filz um die Bretter, dringen aber nicht gleich in Die Grube ein. Auf eine Reihe von Jahren thut dies Verfahren gut, bis die Bretter verfault sind, was aber langsam geschieht, da sie ganz in der Erde stecken.
Dies Capitel ist etwa» prosaisch ausgefallen. Aber die Poesie der Blumen entfaltet sich auf dem Boden der Prosa. Da» ist nun einmal nicht anders.
stand zu nehmen und der demokrattschen Wählerschaft zu empfehlen, schon t« ersten Wahlgang für den socialdemo- kratischeu Candtdateu Dr. David die Stimmen zu geben. Wenige Stimmen in der Versammlung vertraten die Ansicht, wenigstens einen Zählcandidaten aufzustellen, aber der Mangel au etuer geeigneten Persönlichkeit, sowie die Befürchtung, daß bei der völligen Aussichtslosigkeit des Steges eines solchen Candidaten die demokratische Wählerschaft fich zersplittern würde und das Resultat mithin die Stärke der demokrattschen Partei doch nicht erkennen lasse, bewog die Gegner des oben erwähnten Beschlusses, fich der Majorität onzuschlteßeu. Bon allen Seiten wurde betont, daß man mit de« Beschluß nicht von dem demokratischen Prinzip abweiche, sondern daß man lediglich, den Verhältnissen entgegenkommend, der am nächststehenden Partei Rechnung tragen wolle.
• Hamburger Wahlkreise. Nachdem alle Bersnche, zwischen dem RetchStagSwahlverein, dem Liberalen Verein und dem verein der Freifiunigeu VolkSpartei, eine Einigung zweck» Aufstellung gemeinsamer Candidaten für die bevorstehende RetchStagSwahl zu erzielen, gescheitert find und der Reichs- tagSwahlveretn mit der Aufstellung eigener Candidaten jede wettere Verständigung unmöglich gemacht hat, haben fich auch die beiden fretfiuntgen Vereine zur Aufstellung eigener Cav- didateu entschlossen. Und zwar ist zwischen bem Liberalen Verein und dem Verein der Freisinnigen VolkSpartei ein Abkommen dahin getroffen worden, daß beide Vereine bei den Wahlen zusammengehen sollen und daß im zweiten und dritten Wahlkreis ein Candtdat der freisinnigen VolkSpartei, im ersten Wahlkreis ein Candtdat der fretfinnigeu Vereinigung aufgestellt werden soll. Der Liberale Verein ist fich zur Stunde über die Candidateufrage noch nicht völlig einig- doch darf als ziemlich sicher angenommen werden, daß der Liberale Verein die Candtdatur Herrn Dr. Theodor Barth-Berlin autragen wird. Dem Verein der Freisinnigen VolkSpartei ist eS gelungen, für den zweiten Wahlkreis in dem Bürgerschaftsmitglied Herrn W. Menzel einen geeigneten Candi- baten zu fiuben, während für den dritten Wahlkreis Herr Rechtsanwalt Dr. Türkheim al» Candtdat der freisinnigen VolkSpartei aufgestellt ist. Beide Herren haben ihre Bereitwilligkeit zur Annahme der Candtdatur bereits erklärt. Die Candidaten werden fich in einer Wählerversammlung, die für Anfang nächster Woche in Aussicht gestellt ist, ihren Wählern vorstellen.
Locales und Krovinzielles.
Grüuberg, 1. Juni. Wie nunmehr bestimmt ist, soll das fünfundzwanzigjährige Stiftungsfest der hiesigen freiwilligen Feuerwehr am 7. August d. I. gefeiert werden. Von den Gründern des Vereins gehören noch 13 jetzt als active Mitglieder der Wehr an.
n. Ober-Roßbach, 3. Juni. Herr Lehrer Wal brecht hier feierte gestern unter großer Betheiltgung Seilen» der Ge- metudeangehörigen sein 50jährige» Dienstjubtläum. Al- Vertreter der Großh. KretSschulcommisfion waren erschienen die Herren Geh. RegterungSrath Dr. Braden, KretSschul- Inspektor Süß und Dekan Kalbhenn. Ebenso betheiligten fich an der Frier Herr Dekan Meyer von Friedberg und alle Lehrer deS Bezirk». Die Gemeinden, in denen Herr Wal- brecht früher gewirkt hat, hatten Vertreter gesandt. Um 10 Uhr begann in der zu Ehren dcS Jubilar» geschmückten Kirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, der Gotte»- bitnft, in dem der Ortsgetftliche, Herr Pfarrer Becker, unter Zugrundelegung der Btbelstelle Luc. 10, 20 auf die reichgesegnete Thätigkeit de» Gefeierten htnwie». Hierauf brachte Herr Geh. RegterungSrath Dr. Braden die Glückwünsche der obersten Schulbehörde und der KretSschulcommisfion und überreichte dem Jubilar die ihm Allerhöchsten Ort» verliehene OrdenSauSzeichnung. Herr Decan Meyer verlas sodann ein Glückwunsch- und Dankschreiben deS Ober-ConfistoriumS für die Dienste, die Herr Walbrecht al» Organist und ReltgionS- lehrer der Kirche geleistet hat. Die Gemeinde gratultrte durch unfern Herrn Bürgermeister und überreichte ein schöne» Bild, den predigenden Jesu» darstellend. Für den Kirchen- und Schulvorstand brachte Herr Pfarrer Becker die Glückwünsche dar. Herr Lehrer LooS von Södel, ein alter rüstiger Lehrerveteran, der noch in der Schule thätig ist, obgleich er vor fieben Jahren sein 50 jähriges Jubiläum gefeiert hat, that dasselbe im Namen der Lehrer, die einen schönen Ruhe- seffel al» Andenken gestiftet hatten. Auch der nichtamtliche Lehrer-Couferenzbezirk Friedberg gratultrte durch Herrn Lehrer Müller von Fauerbach. Mit Ueberreichung eine» Haussegens und Darbringung der Glückwünsche Seitens der Schüler durch die oberste Schülerin schloß dieser Thetl der Feier. Am Nachmittag fand ein Festessen statt, bei welchem eine stattliche Anzahl von Toasten au-gebracht wurde.
Der evangel. Gottesdienst und das Cultusgebäude.
Thesen
der am 9. Juni in Gießen (Stein» Garten) stattfindenden theologischen 6onferen|.
1. Die innere und äußere Gestalt des cd. Cultusraurnrs wirb in erster Linie nicht bestimmt nach ästhetischen oder kunstgeschichtlichen Gesichtspunkten, sondern nach dem Zweck und den Formen deS Gottesdienstes in der Gegenwart — und für die Gegenwart.
2. Dieselbe Stellung, die der ev. Gottesdienst nach seiner Entstehung und religiösen Grundlage zur Tradition kirchlicher Sitte einnimmt, gilt auch für dm EultuSraum. Darnach bestimmt sich die Forderung, inwieweit das ev. Eultuvgebäude confefRoneQ fein foll.
3. Der ev. Gottesdienst fordert von dem EultuSraum, der nicht Wohnstätte Gotte», sondern Versammlungsort der feiernden Gemeinde ist, dah daS Wort de» Ltturgm und Predigers überall hörbar ist, b. h. die Kirche muß akustisch sein und darf eine dementfprechende Größe nicht überschreiten; daß die liturgischen Handlungen der Gemeinde sichtbar find b. h. der Raum muh frei fein; daß daS allgemeine Priefterthum der Gemeinde feinen Ausdruck findet d. h. die Kirche muh ein einheitlicher Raum fein. Nach bitfer Hinsicht ist ein „Chor" unnöthig
4. Da das gottesdienstliche Lebm im Protestantismus in den
Einzelgemeinden und Einzelkirchm fich stet» individuell au-gestaltel hat und auSgestallm soll, fo ist die Art und Weise, wie diele Ford* * rungen erfüllt werden, abhängig von localm Sittm und Wünsche». (Reform. Luth. Unirt. Gottesdienst usw.).
5. Ein prinzipieller Grund, oerschiedme (Stätten für die einzelnen Elemente und Acte de» GotteSdimstes in dem EultuSraum anzu- orbnen, besteht nicht. Die kirchliche Sttte aber verlangt für die Worto-rkündigung der Prediat die Kanzel, für die verschiedenen Formen deS Gebets und der Lection wie für einzelne liturg. Handlungen ein Betpult oder einen „Altar", für - die Abmdmahlßfeier einen Tisch ober einen „Altar", wobei in dm meisten Kirchen der „Altar" als Stätte der „Liturgie" und der AbmdmahlSseier zugleich bient.
Die Stellung deS Taufstein», der nicht an dm Eingang gefrört, ist für die Raumanlage ohne Bedeutung.
6. Die Grundformm biefer lit. Stätten finb nicht zu entbehren. Jede Form, die nicht unmittelbar dem lit. Zweck dient, ist auf ihre» Zusammenhang mit der gegmwärtigm Frömmigkeit zu prüfen.
7. Ob von biefen lit. Stätten die eine, der Altar, einen be» sonderen Raum (Ehor, ApfiS) für fich erhalten foll, mtscheidet die Ansicht über das Verhältnih von Allardimst (Liturgie) und Abmdmahlsfeier zur Predigt.
8. ES ergeben sich daher zwei ©litten, die in dem Eultu». raum sichtbar sein und fich zugleich an der für die Akustik geeigneten Stelle befinden und welchm sich die Sitze der Gemeinde zuwenden sollm (nicht „inmitten der Gemeinde"). Ihre Vereinigung an einem Ort in irgend einer Form ist die einfachste Lösung der Frage und ist nicht au» liturgischen Gründm zu oerwerfm. Wo aber ein besonderer Raum für Gebet und Abendmahl verlangt wird, ist die Kanzel jedenfalls in die Nähe be8 Altars zu stellen. In btefem Fall bleibt der Altar der Hauptpunkt des Raume».
9. Sind die Emporen unvermeidlich, so sind sie mit der Rauwanlage und dem Aufbau organisch zu verbinden.
Der Zweck und die Bedeutung, die der Orgel und dem Sängerchor im Gottesdienst zukommt, sprechen gegen ihre Verbindung mit den liturgischen Stätten.
10. Sofern die Gröhe der Gemeinde besondere Räume für die Nebengottesdienfte verlangt, find solche womöglich mit dem Raum für den sonntäglichen Hauptgotte-dienst zu verbinden. Dagegen kann es nicht grundsätzlich gefordert roerben, daß ihm bie Räume für die katechetischen und foctalen Tätigkeiten der Gemeinde angeschlossm werden.
11. Durch diese Grundsätze der Liturgik wird die Raumanlage (Grundrih), dann aber auch der Ausbau (Querschnitt) und die Formensprache beeinflußt.
12. Die Resultate der neueren Versuche im Kirchenbau find, daß hinsichtlich der Raumanlage für kleinere Kirchen die oblonge Form in Gestalt der einschiffigen und zweischiffigen (svmmetrifch und unsymmetrisch) Langhausbauten, für größere Kirche der dreischifsige Langhausbau (Hallenkirchen, mit schmalen Seitenschiffen) und der Centtalbau (mit ober ohne Kreuzsorld) angewendet werden-
13 Tfrürme (Glockenräume, Treppenhäuser) tonnen (bei ausreichenden Mitteln) aus practischen und historischen Gründen nicht tnebr fehlen, lieber ihre Stellung und Verbindung mit dem Gebäude entscheidet die Architectur. Die Orimtirung der Kirchen ist nicht nothwendig.
14. Es ist Aufgabe der Architectnr al» Kunst, Raumanlage, Aufbau und äußere Formengebung in eine innere Harmonie zu bringen und fo dem Zweck und der Idee deS Bauwerkes einen entsprechenden und auch nach außen hin erkennbaren Ausdruck zu geben.
15. Der Zusammenhang des Kirchenbaues mit der Kunst ia der Geschichte lehrt, daß der Kunst bie Freiheit bleiben muß, wie sie die liturgischen Forderungen erfüllt.
16. Wenn man unter Baustil bie Eigenart künstlerischen Ausdruck» versteht, mit welcher Raumanlage, Rauwausbau und Formen- gebung in eine innere Einheit gebracht sind, so entspricht ke«ner der sogen, kirchlichen Baustile dem ev. EultuSraum der Gegenwart.
17. Versteht man unter Stil die Formensprache ober die Technik, so ist keiner auszuschließen, der den liturg. und practischen (Bauplatz, Geldmittel, Baumaterialien usw.) Verhältnissen entspricht und welcher der Feier und der Andacht des ev. Gottesdienste» dient und sie erhöht.
• Deutsche EchiffSbaukaust. Der neue Dampfer, den die Hamburg Amerika-Linie auf der Werft „Vulkan" bet Stettin bauen läßt, wird alle jetzt schwimmenden HaudelSdampfer an Geschwindigkeit übertreffen. Diese soll 23,5 Seemeilen betragen. Da» Schiff erhält eine Länge von 209,1 Metern und eine Brette von 20 Metern. Die beiden vierfachen Expansionsmaschinen sollen zusammen 86000 Pferbekräfte entwickeln. An Größe wirb dieses Riesenschtff aber noch von dem in Bau befindlichen Dampfer,Dceantc" der White Star Line in England Übertroffen werden, denn dieses Schiff erhall bet gleicher Breite wie der vorgenannte deutsche Dampfer eine Länge von 213,3 Meter. Mit diesen Schiffen ist man wieder auf die Größe de» ,®reat Tastern" zarückgekommea, der, im Jahre 1860 von Scot Ruffel all Rad- und Schrauben- dampfer erbaut, eine Länge von 207 Meter, eine Breite von 25,3 Meter und ein Deplacement von 27 000 Tonnen besaß. Die Maschinen inbicirten zusammen 7650 Pferbekräfte und verliehen dem Schiff eine für bamaltge Verhältnisse ganz außergewöhnliche Geschwindigkeit von 14,5 Seemeilen.
* Die erste Lokomotive in Oftafrika. Bon der britischen Uganba-Eisenbahn finb bie ersten 100 engl. Meilen (160 Kilometer) dem verkehr übergeben worden, uud e» ist auch schon der Fahrplan erschienen. Der Dienst wird gegenwärtig von einem einzigen Zuge versehen, der von Kiliobini am DienStag, Donnerstag, Freitag unb Samltag jeder Woche abgeht. Vorläufig geht eS freilich noch recht langsam ans dieser Bahn, denn der Zug, der 7 Uhr 20 Min. Kiliodtoi verläßt, ist erst um 4 Uhr Nachmittags an dem andern End- punkte Boi, die Geschwindigkeit betragt also nicht einmal ganz 20 Kilometer in der Stunde. Die Rückreise geht etwa- schneller unb bauert nur etwa» über sechs Stnnben. Auße den genannten Orten find noch neun Stationen vorhanden* Makupa- Brücke, Changamwe, Unter - MazeraS, MazeraS Mariakani, Maja Chnmoi, Samburn, MacKinuon-Straße und Maungo. Für bie Reisenden giebt e» drei Klassen mit recht verschiedenen Preisen. Die ganze Strecke kostet in der ersten Klasse etwa 38 Mk., in der zweiten 19, unb in bet dritten 3.50 Mk. Für die Beförderung von Vieh und Gepäck ist ausgezeichnet Sorge getragen, unb bie Eisenbahngesellschaft fieht bet Benutzung ihre» Werke» mit großer Zuversicht entgegen.
" Ter Zug in» Goldland. Die Zahl ber Golbsuchenben, bie seit Januar auf ihrem Wege nach Kloudyke bie Berg- Pässe überschritten Haden, wirb auf 25,000 geschätzt. Ein durch Taue geschützter Fußpfad führt schon bi» zur Höhe de» Chilkoot Passe», während durch den Weißen Paß bereit» acht Kilometer Weges fertig geworben finb, auf denen Wagenverkehr möglich ist.
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SÄ 3 KaMarien a «rnborn "
Ubti tomme
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Groß-- ifOrP PaMgarM, Mack zu flW
Gießen, den Großh- Obers
VorUagdmi 2 Ubr, ottfrev tzellnsM 0,
1 Billard, 1 Sepbas, 6 2 LednW
Gießen, den - 5646 Mutt
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Rachmi int -Adler" zu im Auftrage des öfftntlidi gegen i 66 tat-N 47 „ N
Versteigerung zu jedem atmt: 6647 tzn
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