wird jedem Theilnehmer diese einfache, wohlgelungene Schluß, feier der Kaufmännischen Fachschule tu freundlicher Grtnue- ruug bleiben.
Der Gymuafialdiretter. Ueber die erste Aufführung de» Schauspiels „Der Ghmnafialdtrector" von E. Zabel und Alfred Bock am Stadttheater zu Lübeck meldet die Lübecker Preffe: „Die Specialtdee bewegt sich tu Eonferenzzimmerluft und in einer profefforalen GesrllschaftSsphäre, welche von den Autoren durch mehrere glücklich gezeichnete Figuren treffend characterisirt und belebt tst. Der Stoff ist mit großem Geschick behandelt, die Spannung wird erhalten und gesteigert. Die intereffaute Arbeit, die eine neue scharfe Photographie drS Leben« darstellt, ist des gespendeten Beifalls werth und wird noch manche Wiederholung erleben.
•• Verhaftet. Die „N. Friedb. Ztg." meldet an« Friedberg: Ein junger Mann, der seine Familie in Gießen hat, und der am 1. April hier in ein Geschäft eintreten sollte, benutzte den Lag vor seinem Eintritt, um in vier Wirtschaften die Sammelbüchsen für die Waisenkinder mit- zuuehmen und sie ihre« Inhalte« zu berauben. Er wurde gestern auf der Arbeitsstätte festgenommen und in Untersuchungshaft geführt.
•• Befihvechfel. Da« Hau« de« Photographen Ludw. Orth, Neuenbäue 11 ging zum Preise von Mk. 30000 in den Besitz des Kaufmann« Richard Buch acker über.
•• Wetterbericht. Ueber Mittel- und Südeuropa ist da« Barometer feit gestern weiter gesunken- das DepreffionS- gebiet lag am Morgen über Ostbahern und Oesterreich. Auch im äußersten Norden und Nordwesten hat da« dortige Minimum an Umfang und Tiefe gewonnen. Relativ höherer Druck liegt nur im Westen Irland«. In Süddeutschland haben frische nördliche Winde eingesetzt und find allenthalben, zumal in der Schweiz, Niederschläge gefallen. — Voraussichtliche Witterung: Meist trübes, ziemlich kühle« Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
Der Zucker als Nahrungsmittel.
Von Dr. med. H. Baelau.
(Nachdruck verboten).
KO. Der deutsche LandwirthschaftSrath nennt als eines der Mittel zur Förderung der Zuckerindustrie und des Rübenbaues in erster Linie Folgendes:
„Es ist durch Wort und Schrift den weitesten Kreisen zur Ueberzeugung zu bringen, daß der Zucker nicht ein Luxusgegenstand, sondern ein sehr wichtiges, gesundes und billiges Nahrung»- und Krafterzeugungsmittel ist."
Es dürfte interessant sein, zu prüfen, wie die medizinische Wiffenschaft dieser Aeußerung des deutschen Landwirthschafts- raths gegenüber sich verhält und in früheren Zeiten verhalten hat.
Die Meinungen über die Fragen: „Ist der Zucker dem menschlichen Organismus gesund oder nicht," scheidet auch heute noch die medizinische Welt in zwei Parteien, die sich geradezu schroff gegenüberstehen. Die eine Partei erklärt mit großer Entschiedenheit und fester Ueberzeugung: „Der Zucker ist dem Magen und den Zähnen schädlich und im Uebermaß genossen, erzeugt er sogar die Zuckerharnruhr." Die andere Partei dagegen behauptet ebenso bestimmt und überzeugt: „Der Zucker ist dem menschlichen Organismus sehr dienlich, denn er befördert die Verdauung, verhindert die Säurebildung im Magen und beseitigt viele Verdauungs- beschwerden. Er regt keine Fäulniß an, er verhindert sie vielmehr."
Aeltere Aerzte behaupten ferner Folgendes: „Ein mäßiger Zuckergenuß regt die Verdauung an; ein übermäßiger hingegen übt einen nachtheiligen Reiz auf die Verdauung aus, indem sich zu viel freie Milchsäure entwickelt, die sogar in den Absonderungen, namentlich im Speichel, wiedererkannt wird und so zersetzend auf die Zähne einwirkt."
Die jüngsten Jünger Aeskulaps hingegen sagen: „Der Zucker versäuert den Magen nur dann, wenn er in zu kleinen Mengen dem schon versäuerten Magen zugeführt wird. Dann reißt ihn nämlich die Milchsäuregährung mit. Er überwältigt diese aber, wenn er in größeren Mengen genossen wird." In der That ist in neuerer Zeit durch sorgsame Beobachtungen von Seiten hervorragender Aerzte sestgestellt worden, daß die fäulnißbewirkende Milchsäuregährung durch hinreichende Zuckerzufuhr beseitigt wird. Diese schöne Wirkung aber hat nur der reine Zucker, also der Zucker in Substanz oder in reinem Wasser gelöst, nicht aber der Zucker in Form von Confect, Kuchen und dergleichen. Diese Form kann mäßig genossen vielleicht sehr nahrhaft sein, im Uebermaß aber wird sic Kindern wie Erwachsenen schädlich.
Der Zucker in Substanz regt die Verdauung an, er befördert die Auflösung der ei w eiß artigen, eisen- und kalkhaltigen Nahrungsmittel. Daraus geht hervor, daß Zuckergenuß für bleichsüchtige Personen und besonders für Kinder, die an Rhachitis, der englischen Krankheit, leiden, ein Heilmittel sein muß. Es ist bet Kindern nicht immer Naschhaftigkeit, wenn sie gierig nach reinem Zucker greifen, es ist in vielen Fällen ein Naturtrieb, der instinktmäßig nach dem richtigen greifen läßt. Schon im Jahre 1878 empfahl Dr. Böcke! in seinen Schriften den Zucker als ein vorzügliche» Heilmittel gegen die oft hartnäckig austretende „englische Krankheit". Nach seiner Erklärung bewirken die Zucker- gaben eine Alkoholbildung und diese hebt dann die übermäßig vorhandene Milchsäure und die durch letztere verursachte übermäßige Ausfuhr der Knochensalze auf, die dann dem Knochenbau zu gute kommen und so bald Genesung bewirken.
Der Zucker wäre demnach von sehr großem Werthe für die Verdauung und so auch für die Erhaltung und Kräftigung unseres Körper«. Es kann ihm also die weiteste Verbreitung, der wettgehendste Verbrauch gewünscht werden. Nicht aber den chemischen Surrogaten des Zucker«. Allen Surrogaten für Rahrung«mittel kann nur mit dem größten Mißtrauen begegnet werden. Die organische Chemie hat viel Gute» geleistet, aber auch manchmal Schlechte» gebracht. Es sei
hier nur an die künstliche Darstellung des „bitteren Mandelöls" erinnert, welches die Zuckerbäcker so gerne an Stelle der „bitteren Mandeln" verwerthen. Bittermandelöl ist lange nicht so wohlschmeckend im Kuchen al» bittere Mandeln und ist dem Magen so schädlich, daß man die Verwendung dieses künstlichen Oels an Stelle der Mandeln al» Nahrungsmütel- Verfälschung auffasten und bestrafen sollte.
E» ist eine sehr verbreitete Ansicht, daß Zuckergenuß die Zähne angreife. Das ist eine sehr falsche Meinung, ganz das Gegcntheil ist nach dem Vorhergesagten der Fall. Wenn durch Zuckergenuß der Knochenbau der Kmder gestärkt wird, warum sollen dann die Zähne ausgenommen fein, die doch vom selben Blute erzeugt und ernährt werden? Die weißen und urgesunden Zähne der Neger in den großartigen westindischen Zuckercolonieen, in denen so ungeheuer viel Zucker gebaut und auch von den Negern verzehrt wird, sprechen auch für da» Falsche der obigen Meinung. Zur Zeit der Zuckerernte werden sogar dürre und abgezehrte Neger durch den Zuckergenuß wieder kräftig und wohlbeleibt, ohne daß ihre Zähne darunter leiden. Auch die viel Zucker genießenden Engländer und Amerikaner haben weit bestere Zähne al» die Deutschen und Franzosen, welche aus verschiedenen Gründen weniger Zucker zu sich nehmen. Am wenigsten Zucker genießen die Deutschen. Sie stehen noch auf dem Standpunkte, daß der Hauptbeftandtheil einer guten Mahlzeit „Fleisch" sein müsse. Mit dem stetig wachsenden Reichthum unseres Vaterlandes, das heute noch wirthschaftlich und körperlich an den Folgen des unseligen dreißigjährigen Krieges krankt, wird man das Stadium des übergroßen Fleischgenusses, sowie noch manche andere Eigenthümlichkeiten, die als Folgen der Armuth unserer Vorfahren zu betrachten sind, bald überwinden. Wir werden mit der Zeit schon von selbst immer reifer für den Verbrauch des Zuckers als Nahrungsmittel werden. Man kann aber heute schon im Vergleich zu früher von einem fabelhaften Consum des Zuckers reden. Im Anfänge des achtzehnten Jahrhunderts verbrauchte ganz Europa etwa 100 Millionen Pfund Zucker. Fünfzig Jahre später war der Verbrauch schon um das Fünffache gestiegen. Vom August 1892 bis Februar 1893 erzeugte Deutschland allein annähernd 300 Millionen Pfund Runkelrübenzucker.
Rach dem Genüsse vieler Speisen ist der Zucker ein gutes Verdauungsmittel. Man kann oft die Folgen einer Ueberladung des Magens dadurch verhindern, daß man ein Glas Zuckerwasser trinkt. Diese Wirkung des Zuckers kannte schon der berühmte Arzt Hufeland, der darüber sehr aussühr- lich in seiner Makrobiotik schreibt. Er meint u. A.: Reichlicher Zuckergenuß paßt besser für Menschen, die schwere Speisen genießen, besser für magere als für fette Menschen.
Wenn Zuckerbäcker und Müller schlechte Zähne haben, so rührt da» nicht vom Zucker oder Mehlgenuß her, sondern es kommt davon, daß sich bei diesen Personen der Zucker- und Mehlstaub zwischen die Zähne festsetzt und dann schädliche Prozesse hervorruft. Bet genügender Zahnpflege würde das nicht vorkommen. Der Zucker trägt zur Verdauung bei, er ist ein Genuß- aber kein eigentliches Nahruugs- mittel.
• Diez, 1. April. Der zum 11. und 12. Jaui d. I«. hierher berufene nassauische Städtetag wird über folgende Gegenstände verhandeln: 1. Den Gesetzentwurf wegen Anstellung der Gemeindebeamteu. 2. Versicherung der Städte gegen Haftpflicht. 3. Polizeiliche« Vorgehen gegen Personen, die sich der Unterstützungspflicht gegenüber ihren Angehörigen entziehen. 4. Straßenreinigung.
Eingesandt.
«ieftttt, 4. April 1898.
Nachdem der Kirchenvorstand der Johannesgcmeinde in verschiedenen Artikeln deS „Gießener Anzeigers", zuletzt auch Seiten« des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege deftigen Angriffen und Vorwürfen autzgesetzt war, möge eö einem Mttgliede der Zohannes-Kirchengemeinde gestattet sein, seine Ansicht auch in anderer Richtung zu äußern und das betr. Rundschreiben einer kurzen Betrachtung zu unterziehen. Vor Allem geht klar daraus hervor, daß die kirchliche Armen- und Krankenpflege älter ist alS der A llg. Verein — sie ist so alt wie die Kirche selbst — und daß der Geistliche einer Kirchengemeinde mit Unterstützung der gewählten Mitglieder deS Kirchenvorstandes, auch nach unserm Gesetz und unserer kirchlichen Ordnung, sie zu üben verpflichjtet ist. Bei dieser Anordnung hat wohl die kirchliche Behörde die Ansicht gehabt, daß die Seelsorge eng mit dieser Thätigkeit verbunden sein soll. Handelt cS sich doch bei vielen Unterstützungen oft mehr um geistlichen Zuspruch, um ein HerauSztehen au« Versunkenheit und geistigem Elend als um Linderung der leiblichen Roth, deren Beseitigung in erster Linie der politischen Gemeinde zukommt. Der Kirchenvorstand hat die ihm gesetzlich für Armen- und Krankenpflege überwiesenen Mittel zu verwalten, zu verwenden und in Rechnung zu stellen, deren Prüfung der Behörde obliegt. Daß der Kirchrnoorstand der JohanneS- gemeinde in dieser seiner Stellung einen neuen Verein für Armen- und Krankenpflege zu gründen beabsichtige, geht sicher aus dem Rundschreiben nicht hervor, ist auch nach unserer Auffassung ganz und gar ausgeschlossen. Zur richtigen Erfüllung seiner ihm durch das Gesetz überwiesenen Aufgabe hat auch, nach dem Rundschreiben zu urtheilen, der Geistliche der JohanneSgemeinde eine oder mehrere Diaconisstnnen nöthig in der Weise, wie dieS jetzt überall in größeren, mitunter sogar kleineren Kirchengemeinden der Fall ist. ES war detzhalb Seitens deS Kirchenvorstandes ein Vertrag mit dem Allg. Verein abgeschlossen worden, wonach dieser dem Geistlichen für seine seelsorgerische Thätigkeit, verbunden mit Armen- und Krankenpflege, gegen Bezahlung eine Schwester zur Verfügung stellte. Wie kommt es nun. daß dieses Verhältniß nicht mehr besteht ? Da« letzte Rundschreiben sagt dieS deutlich. Der Allg. Verein drohte in einem Schreiben, dem Geistlichen diese Schwester zu entziehen, wenn der Kirchenoorstand der JohanneSgemeinde — seiner Pflicht nachkommend, für seine Armen und Kranken zu sorgen — es unternehmen wurde, die ihm bet der großen Zahl seiner Armen zu knapp zugemestenen Mittel durch freiwillige Gaben seiner wohlhabenderen Kirchengemeinde- glieder zu ergänzen. Wie läßt sich eine solche Bevormundung Seiten« eines Vereins rechtfertigen? Wenn hernach der Kirchenvorstand einen weiteren Versuch machte, mit dem Allg. Verein sich zu verständigen, so geschah die« offenbar nur, um kein Zerwürfniß aufkommen zu lassen, das gewiß einer solchen Sache Nicht« nutzen kann. Wie berechtigt oder unberechtigt das Gesuch des Kirchen Vorstände« war, der Allg. Verein möge bei seiner von ihm oorgenommenen Neu- eintheiluug in vier Stadtbezirke — entsprechend den vier Kirchen-
gemeinden — den jeweiligen Geistlichen zum Vorsitzenden de« Bezirke« zu machen, der doch seiner Seelsorge anvertraut ist, kann Jeder, der Jntereste für die Kirche und ihre Einrichtungen bat, au» vorstehenden Darlegungen selbst ermeffm. Wenn der Allg Verein auf diesen Vorschlag nicht etngtng, sondern der kirchlichen Armenpflege derJohannesgemeinde die Schwester entzog, so hat er gewiß nicht gut und nicht tm Interesse der Allgemeinheit und Gernettr- samkeit gehandelt. Daß der Geistliche seine amtliche Thätigkeit von den Zufälligkeiten einer Wahl abhängig machen soll seitens eines Verein«, der — wie ein Artikelschreiber deS „Gießen-r Anzeiger- sagt — über die Würdigkeit oder Un Würdigkeit für den Dienst der Charitas durch seme Abstimmung entscheidet, kann ihm Niemand im Ernste zumuthen. — Wenn nun nach all diesem endlich der Kirchen- vorstand der Zohannrsgemeinde für seine Zwecke, besonders auch, um die ihm seilen» des Allg. Verein« versagte Schwester zu gewinnen, eine Sammlung veranstaltet, so sagt das bett. Rundschreiben, daß dies Niemandem zuLeide, nur zum Besten der Kirchen- gemein de und ihrer bedürftigen Mitglieder geschehe.
Mögen diese Zeilen dazu beitragen, den Allg. Verein zu veranlassen, die auch vom Kirchenvorstand der Johannesgememde in den betr. Rundschreiben ausgesprochene Bereitwilligkeit zu einer D rständigung zu benutzen.
Universität- - Nachrichten.
Halle a. d. S. Frl. Hildegard Ziegler, Tochter de« bekannten freisinnigen Geistlichen Pastor prim, in Leegoitz, die fett mehreren Jahren der philosophischen Facu'tät unserer Universität angehört, hat am Dienstag auf Grund ihrer Dissertation über da» ohronicon Carionia promovttt und daS Rigorosum magna cum laude bestanden. Nach Dorothea Christiania, der Tochter de« Quedlinburger Arzte« Leporin, die 1754 in Halle feierlich zum Doctor promovirt wurde, tst Frl. Ziegler, wie die „Saale-Zeitung" constatttt, der erste weiblich- Docior in Halle.
— Der Professor der Universität Würzburg, Albert Ehrhardt, ist zum Ordtnariu« für Kirchengeschichte an der Universität Wien ernannt.
— Professor Dr. Crusius von der philosophischen Facultät der Universität Tübingen hat den Rus nach Heidelberg als Nachfolger Erwin Rohde« angenommen; er war auch nach Tübingen al« RohdeS Nachfolger gekommen.
— Wie das Wiener „Vaterland" meldet, stnd für jene Lehrstühle der katholischen Universität zu Freiburg in der Schweiz, die durch den Rücktritt ihrer bisherigen Inhaber frei wurden, Professoren aus Oesterreich gewonnen worden, und zwar Privat- bocent Dr. Ferdinand Detter in Wien für deutsche Sprache und Prioatdocent Dr. Julius Jüthner in Prag für griechische Sprache und Literatur. Dr. Jüthner hat Italien, Griechenland, sowie Kleinasten bereist und die Ausgrabungen in Ephesu« mitgeleittt. Ferner sollen zwei junge Juristen au« Oesterreich dem Rufe nach Freiburg gefolgt sein. Dem Vernehmen nach ist für den Lehrstuhl der 9iattonaU öconomie Dr. Ruhland in Aussicht genommen.
Wien, 2. April. Der Professor der Pathologie, Salomoa Stricker ist beute, 64 Jahre alt, gestorben.
— Wie die „National Zeitung" hört, soll vom 1. October ab an den preußischen medicinischen Facultätm die Bestimmung in Kraft treten, daß der medicinische Doctortitel erst nach dem Bestehen der ärztlichen Staatsprüfung erlangt werden kann.
— In Bautzen ist im Alter von 83 Jahren der Geheime Regierungscath a. D. Ernst Theodor Stöckbardt, früher Dttector de« landwirthschastlichen Institut« der Universität Jena und Referent für Landwirthfchaft und Gewerbewesen bei dem Staatsministerium in Weimar, gestorben.
Vevikeh*, €aub« ttttfc VoUswinhschaft.
GrLttberO, 2. April. Fruchtvreife. Weizen.<20,50—21,00, Korn X 16,00-16,20, Gerste 17,50-18.00, Hafers 15,74—16,00, Erbsen X 00-CO, Linien X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 6—7, Samen X 00,00.
Neueste Nachrichten.
Depeschen de» Bureau „Herold".
Berlin, 4. April. Die Morgeublätter melden av« Warschau: Da« in der Nähe ;bon Wilna gelegene Gut Werkt, welche« der verstorbenen Gemahltu de« deutschen Reichskanzler«, der Fürstin Hohenlohe gehörte, wird an einen Petersburger (Lapttaltsten verkauft werden. Der Kaufprei« beträgt 400 000 Rubel.
Berlin, 4. April. Gestern Mittag 11 Uhr trafen mit dem Schnellzuge aus Wien auf dem hiesigen Anhalter Bahnhöfe drei ungarische Professoren mit 32 Studenten der Handelsakademie tu Stuhlweisenburg und Oedenburg ein. Auf dem Bahnhofe hatten sich etwa hundert hier ansäffige Ungarn, zum größten Thetle Mitglieder de« hiesigen Ungarv- Beretn« versammelt, nm ihre Landsleute zu empfangen. Der Vorsitzende de« Ungarn-Verein« hielt eine Ansprache. Dan» begaben sich die Ungarn zum österreichisch-ungarischen Botschafter, der seine Landsleute empfing. Die Ungarn werden zwei Tage in Berlin bleiben und sodann nach Hamburg und Siel ihre Reise fortsetzen.
Wie», 4. April. Dem gestrigen Ministerrath soll der neue Flotteoplau bereit« mttgetheilt worden sein. Der dahingehende Aufwand wird auf mehrere Jahre vertheilt werden. Die Delegationen werden jedenfall« die Vorlage auf« Heftigste bekämpfen, da sowohl tu Oesterreich wie 1» Ungarn heftige Opposition sich geltend macht, hauptsächlich vom Gesichtspunkte de« Ausgleich« Verhältnisse«.
Wie», 4. April. Die Nachrichten über die krisenhaften parlamentarischen Verhältnisse solle» übertrieben sein. Die Regierung habe noch kein neue« Sprachengesetz ausgearbeitet.
Amsterdam, 4. April. Mehrere Mitglieder de« holländischen Preßbunde« beantragten, die französische Presse zur KlöaungSfeier der Königin Wilhelmine nicht einzuladen, wett Frankreich seit dem Zola-Proceß nicht «ehr z» den Culturstaaten gehöre.
Part», 4. April. Der Krieg«minister hat dem Militär- Gouverneur von Pari« den Befehl ertheilt, die Offiziere, welche tm Proceß Esterhazy zu Gericht saßen, zusammen zu berufen, um zu entscheiden, ob fie die Klage gegen Zol« von Neuem aufnehmen wollen. Die Sitzung de« Krieg«- rathe« wird wahrscheinlich am Donnerstag stattfinden.
Pari», 4. April. Zola erhielt anläßlich der Kasfirung de.S UrtheilS deS Schwurgerichts zahlreiche Glückwunsch- Depeschen. Zola erklärte, daß er eine« neuen Prozesse «uthtg entgegensehe, da eS sich nicht um feine Person handle, sondern um die Rehabilitirung von DrehfnS.
Pari«, 4. April. Privatdepeschen au« Madrid melde», der Abbruch der diplomatischen Beziehungen sei
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