Ausgabe 
5.3.1898 Erstes Blatt
 
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«och Ackerbau, ja stieg auf Obstbäume, um fie au-zuputzru. Auch feine verstorbenen Geschwister zeichneten sich durch be- sonder» hohe» Alter au».

§§ vobenhausen, 3. März. Der in vorige Woche hier stattgesundeuePetrimarkt" zeigte an Schweifen eine schwache Auffahrt. Während auf den anderen Märkten zum größten Thetl der Schweinemarkt mit Ferkeln befahren ist, fehlten diese hier fast gänzlich, und nur Läufer waren vor­handen. Die im Herbste so hohen Schweinepreise scheinen den Winter überdauert zu haben- denn fie herrschten auch auf unserem Markt. Für baß Paar Läufer zweiter Güte wurden bezahlt 7080 Mk. und 8090 Mk., für baß Paar erster Güte 90100 Mk. uab 100120 Mk. Die fetten Schweine find im Preise etwaß zurückgegangen, nachdem diese hohen Preise fich so lange erhalten hatten. Man bezahlt zur Zelt für daß Pfund Lebendgewicht 43 und 44 Pfg., immer noch Prei» genug.

Haufen (Kreiß Offenbach), 3. Marz. Gestern Mittag wurde auf dem Wege nach Hausen eine männliche Leiche gefunden, an der die Nase fehlt. Die Leiche wurde alß die­jenige de» Arbekcer» Josef Asfion auß Weiskirchen erkannt. Ein Verbrechen liegt wohl nicht vor, doch ist die Sache der Gerichtsbehörde in Offenbach mitgetheilt worden, von wo auß dir Untersuchung eingeleltet wurde.

Mainz, 3. März. Für die Nationalfestspiele ans dem Niederwald hat man Seiten» der städtischen Ftnanz- kcetse nur geringe Sympathie, was darau» hervorgeht, daß «an gestern im Finanzausschuß der Stadtverordnetenversamm­lung baß Gesuch beß Ausschüsse», für bte Natioualfestspiele einen jährlichen Zuschuß von 4000 Mk. zu bewilligen, ein­stimmig ablehnte. Bingen, Rüdesheim und Wiesbaden haben bekanntlich Zuschüsse bewilligt. Zur Untersuchung der in dem städtischen Gaswerk dahier vorgekommeuen Unterschleife weilt schon seit vier Wochen aus der Oderrechnungskammer tu Darmstadt eine Commission hier, die aber noch nicht die geringste Unregelmäßigkeit entdecken konnte und ihr Urtheil, tote bei dem Uebergang de» Gaswerks in städtischen Besitz, dahin abgegeben hat, daß die vorhandenen Bücher muster­haft geführt worden. Außer dem Geständniß des Caffirer» mangelt bis jetzt noch jede» greifbare Material, um dem in die Sache verwickelten Beamten mehr als einen alllrdings strafbaren Leichtsinn zur Last zu legen. Im Allgemeinen ge­winnt e» den Anschein, daß die ganze UnterschleifSgeschichte iw Vornherein sehr aufgebauscht worden ist.

WormS, 1. März. Der Bau der Straßenbrücke schreitet, Dank der Energie der Unternehmer und der sehr günstigen Bauwitterung, rüstig voran. Nachdem der erste Strompfeiler auf der Roseugartener Seite bi» auf den Aus­bau der Thürme in der Hauptsache fertig gestellt ist, wird j tzt mit dem ersten diesseitigen Strompfeiler begonnen. Da durch den B.ückeubau viele Arbeiter, die seither in hiesigen Geschäften thättg waren, daselbst lohnendere Beschäftigung fanden, so klagen viele Geschäftsleute über Mangel an Arbeitskräften.

Vermischtes.

* Breslau, 3. März. Der Holzbildhauer Stehn au» Hamburg, ein 17jährlger Bursche, versuchte gestern Abend im Postamt am MatthiaSplatz einen Raub. Zwei Frei­marken fordernd, ergriff Stehn zwei Geldschwingen, die 8000 bezw. 2000 Mk. enthielten, und entfloh. Im Hausflur wurde ihm die erste Schwinge entrissen, die andere auf dem Matthiasplatz, nachdem die Festnahme des Räuber- gelungen war.

Glatz, 1. März. Auf den Schießständen am Puhu- berge hat sich ein Unglück»fall ereignet. Der Füsilier Ulrich der 7. Compagnie des 38. Regiment» hatte Dienst an der Scheibe. Als ein Mann mit gelademm Gewehr schon im Anschlag lag, trat Ulrich noch einmal hinter die Scheibe. In demselben Augenblick drückte der zielende Sol­dat ab. U'rich, dem die Kugel durch die Schläfe ging, war sofort tobt.

Iw Restaurant.Kellner, ich hab 'ae Portion Liber und nicht Leder bestellt!"

Schiff-nachrichten,

Der PostdampferFriesland" derRed Star Linie' In Antwerpen ist laut Telegramm am 2. März wohlbehalten in Newyork angekommen.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen.

Soanselische «eeeinbt.

Gottesdienst-

Sonntag, den 6. März, Reminiscere.

3« der Gtsdttirch«.

Vormittags 9/a Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarcuSgemeinde. Pfarrer Dr. Grein.

Abends 6 Uhr: siehe Johanneskirche.

Sonntag den 13. März findet im Abendgottesdienst B ichte und heil Abendmahl für die Markusgemetnde statt. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer erbeten.

In der JohanneSttrche.

Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittags um 11 Uhr: Kinderkirche für die LucaS- gemeinde. Pfarrer Dingeldey.

Abend« 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde.

Pfarrer Dr. Naumann.

Montag, den 7. MSrz, Abends 8 vhr, »ibelfltmbe im Confirmandensaal der Johanneskirche Epheserbrief, Cap b. Der Wandel als Gottes Nachfolger in Liebe und Licht.

Pfarrer Dr. Naumann.

Mittwoch den 9. MSrz, Abend« 6 Uhr, dritte Pafston»« andacht in der Jvhannesktrche- Pfarrer Dr. Naumann-

Katholische Gemeinde.

Samstag den 5. MSrz.

Nachmittags um 4 Uhr und Abends um S Uhr GelegenheÜ zur hl Beichte.

Sonntag den 6. MSrz.

Zweiter Favenfonntag.

Beginn der österlichen Zeit.

Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur dl. Beichte :

um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben Aus- theilung der heil Communion;

um 8 Uhr: zweite heil. Messe;

, um 9Vs Uhr Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 51/, Uhr: Christenlehre, darauf Fastenandacht.

Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fastenandacht

HstteMmst in ser

SamStag den 5. MSrz 1898-

Vorabend 680 Uhr. Morgens 9 Uhr Predigt, Nachmittags 3 Udr «chriflerklLrnng, SabbathauSgang 6»o Udr. _

Verkehr, Land« wnt>

- ®le Mecklenburg «,-elitz,»« S,poth«»<«b««k 1« Neustrelitz und Berlin übersendet uns ihren GesLäftsbericbt pro 1897 und stellt von demselben laut Inserat in unserer heutigen Nummer jedem Pfandbrief. Besitzer ein Exemplar kostenlos zur Ver­fügung

Nenefie Nachrichten.

Depeschen deS BureauHerold".

Kiel, 4. März. Auf Befehl des Kaiser» wird der zweite Bürgermeister von Hamburg, Dr. Moenkeberg, di« Taufe de» am 12. d. MtS. in Stettin vom Stapel laufenden Kreuzer» vollziehen.

Köln, 4. März. DerKöln. Volksztg." wird au» par­lamentarischen Kreisen berichtet, daß die Stellung de» bayr- rischen Gesandten, Grafen Lerchenfelb, wegen Differenzen Bayerns mit Preußen über den obersten Militär-GerichtSho für Bauern unhaltbar geworden ist.

Graz, 4. März. Dr. Bruno Wille ist nach Ver- büßung seiner Strafe au» Oesterreich außgewiesen worden. Binnen 24 Stunden mußte er da» Staatsgebiet verlassen.

Pari», 4. März. Major Esterhazy läßt erklären, daß er gleich dem Obersten Henry mehr Licht über die schwebenden Fragen, bei denen Picqiart bethriligt ist, er­wartet, bevor er sich mit diesem schlägt.

Pari», 4. März. Oberst Henry, der zuerst erklärte, sich nicht mit Picquart schlagen zu wollen, hat demselben nun- mehr doch seine Zeugen geschickt.

Muster auf Verlangen franco ins Haus.

zum Anzug;

für Mk. 3.75.

Pari», 4. MSrz. General Billot hat an den Advo­katen Ptlate, welcher die Initiative zu einer Kundgebung Ür die Armee gegeben hat, einen Danksagebrief geschrieben.

Pari», 4. März.GauloiS" schreibt: Der Advocot de G. habe gestern in eigener Person nach dem Senats- bureau einen Brief gebracht, welcher fich in noch schärferen Worten über den Senator Trarieux außdrückt, al» dies der Hauptmann Bügouen gethan. Er tadelt besonder» die Haltung desselben vor dem Asfisenhof.

London, 4. März.Daily Graphik" meldet, daß. nachdem spanische Taucher den gesunkenen DampferMain e" untersucht haben, es feststrhe, daß daS Unglück durch eine Ursache im Javern beß Schiffes entstanden ist.

London, 4. März. Die Regierung in Buenos-Ayres wird eine militärische Eommrsston nach Europa senden, um Krieg »rüst un g en anzukaufen.

Madrid, 4. März. Ein Mitglied der liberasen Partei erklärte betreff» der Eoncentration beß amerikanischen Ge­schwader» in Hongkong Folgendes: Die Bereinigten Staaten Haven nicht genug Schiff-, um eine Operation im Süllen Ocern zu unternehmen. Wmn die Bereinigten Staaten Sch ff- nach Manilla senden, wird Spanien seine Schiffe nach New York schicken.

Warschau, 4. März. Alle geplanten Theateraufführ­ungen, Eoucerte und sonstigen Festlichkeiten anläßlich der bevorstehenden hundertjährigen Geburtstagsfeier des größten polnischen Dichters Mickiewicz sind polizetlich in ganz Polen verholen worden. Die Polizei entfernte die Bilder und Büsten des Dichter» in allen Buch- und Kunsthandlungen, tote auch in den Ausstellungen. Die Censur verbot allen Blättern den Hinweis auf den JubilaumStag. Die Auf­regung hierüber ist iu ganz Polen ungeheuer.

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Rordhäufer araft'«ichoitt-t». Vor erst ganz kurzer Z>it hat btr vereidigte GrrichtSchemikcr Dr. C. Bischofs in Berlin denNordhäuser Kcast-Cichorieu" auf seine Bestaodthetle untersucht und wollten wir unter Hinweis auf die drutige Annonce nicht ver fehlen, unsere Leser auf das glänzende Resultat aufmerksam zu machen. -

Unsere Leser machen wir auf die imAnnoncentheilunseres beutiaen Blattes enthaltene Bekanntmachung der Technischen «om- schMt zu Dar»«adt ausmerk am. Dieselbe gewahrt eine voll­ständig? wissenschaftliche und künstlerische Ausbildung iür den tech­nischen Beruf. In besonderen Abtheilungcn werden ^^"ecten, Bau-Ingenieure, Cultur-Jngenieure, Maschinen-Jngenieure, Elrctro- Jngenteure, Chemiker, Electro-Chemiker und Apotheker ausgebttdel desgleichen in der allgemeinen Abtheilung Lehrer U Mathematik und Naturwissenschaften, sowie Geometer. Auch Fabrikanten, Kunst - und Gewerbetreibenden ist die Hochschule zur Erlangung der "sorb»r- lichen Kenntnisse behilflich. B-for.ders ist noch hervorzuheben, da« durch die eingerichteten Herbst- und Oster curse es ermöglicht^ist, im Herbst oder zu Ostern mit dem Studium zu beginnen und somit ohne Zettversäumnitz nach je oi-r Semestern die Vorprüfung und nach je acht Semestern die Hauptprüfung abzulegen.

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Versteigerungen.

Brenn- u. Nutzholz- Versteigerung

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Dienstag den 8. März l. I., von Vormittags 9*/a Uhr an, sollen versteigert werden:

a. im Distrikt Höler: Buchen: 18 rm Scheiter, 110 rm Knüppel, 50 rm Stöcke, 2500 Wellen; Eichen: 120 rm Knüppel, 180 rm Stöcke, 2300 Wellen; Nadelholz: 2 rm Knüppel, 250 Wellen.

b. au» den Distrikten Kolnhäuser- kop', Fuchsstrauch und Kellersberg: Buchen: 1,4 rm Scheiter, 17 rm Knüppel, 4 rm Stöcke, 190 Wellen; Eichen: 5 rm Knüppel, 6,4 rm Stöcke, 30 Wellen.

c. aus dem Distrikt Schwarzwald: 2 rm Buchen Knüppel, 70 Buchen- Wellen usw.

Nur das unter a. aufgeführte Holz wird vorgezeigt. Es wird gebeten,

vom anderen Holz vor der Ver- ieigerung Einsicht zu nehmen.

Von Nutzholz aus dem Distrikt Höler kommen zum Ausgebot: 12 Kiefernstämme 5,54 fm, 13 Buchenstangen ----- 0,34 fm.

Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Lich nach Garbenteich beim sogenannten Hölereck.

Lich, am 21. Februar 1898.

1891 Dr. Diefferrbach.

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Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 56 Pfg.

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