Ausgabe 
4.11.1898 Zweites Blatt
 
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jtutttitllt (Int Vtyity n Berichten bei Sanbfeuen oortgelreuen Aufzeichnung!: iferen Lesern ble amfilant-. Dal FenerwehttonimnK üänbige Bezirttawt Stritte zu eigene giagebogen VN» [ntoorten anlgefflHi werben es Feuers? Daraus stob m: M Feuer entstand m,' -Durch Irrsinnig, ilbst entstanden." - ,Ss erwenbet." - Feil blc

®aa alljährlich drohte, zur Folge gehabt hätte, wenn er ausgeführt worden wäre. Leider in diesem Falle fand Napoleon hierzu nicht wehr Gelegenheit, und später, al» die Frage der Gera-Regulirung immer dringender wurde, stand man von der Benutzung dieser Pläne um der Kostspieligkeit ihrer Ausführung Willen ebenfalls ab. Statt besten ist der ehemalige Festung»graben in eine zur Aufnahme des Sera- Hochwassers bestimmtes Flußbett unter einem Kostenaufwand von rund zwei Millionen Mark in einem Zeiträume von acht Jahren au-gebaut worden, doch kann man de» Bedauern» stch nicht entfchlagen, daß die Ideen de» Ingenieur» Napoleon nicht zu verwirklichen waren.

(in armer Millionär. In welch peinliche Situation ein etwa» geiziger Cröfus gerathen kann, dafür liefert eine amüsante kleine Scene, die sich unlängst im Palai» einer in Pari» sehr bekannten Gräfin abspielte, die trefflichste Illustration. Die Aristokratinnen der lustigen Seinestadt scheinen augenblicklich von einer wahren Manie besesten zu sein, in ihren Salon» kleine Wohlthätigkeit-bazar», Concerte rc. zu arrangiren, bei denen die unglückseligen Vertreter de» starken Geschlecht» natürlich, wie immer bei solchen Gelegen­heiten, die Opfer find, die gerupft werden. So hatte denn auch Gräfin V . . . ., eine Dame, deren stattliche Ahnen- reihe e» ihr schon gestattet, sich mit nonchalanter Grazie und eleganter Impertinenz zu bewegen, eine musikalische Soiree zum Besten de» Hospital» für b inde Frauen veranstaltet und da» kleine Eintrittsgeld von 50 Francs pro Person festgesetzt. Wenn die vornehmen Freunde und Bekannten der wohlthät'gen Fee aber glaubten, daß man c- bei dem Ent­richten des etwa» ungewöhnlichen Preise» für ein -simple» Eoncertbrllet bewenden taffen würde, so irrten sie sich gewaltig. Zur nicht freudigen Ueberraschung der anwesenden Cavaliere schickte sich nämlich die in einer Schleppe von reichgesticktem Moiröe einherrauschende Herrin de» Hause» nach Beendigung der musikalischen Productionen an, mit ihrem liebenswürdigsten Lächeln von einem ihrer Gäste zum anderen zu gleiten, ge­folgt von einem in himmelblaue Sammctllvröe gekleideten Lakaien, der einen großen goldenen Teller in der Hand trug. Diesen ominösen Behälter erwartete die Schöne natürlich bald mit knisternden Banknoten und blitzenden Goldstücken angefüllt zu sehen. Madame irrte sich auch nicht; mit ge­zwungenem Lächeln und einer geheimen Verwünschung ent­nahmen die Herren der Schöpfung manch nette» Sümmchen ihrer mehr oder weniger gefüllten Börse. Nun trat die Gräfin auf einen ältlichen Eavalier zu, der inmitten einer Gruppe eleganter, junger Damen stand, die sich lachend und neckend um ihn geschaart hatten, um aus,upaffen, wie viel der seine» Rüchthum» wie seine» Geize» wegen allgemein bekannte Monsieur X. wohl der schönen Sammlerin geben würde. Der Belagerte vermochte kaum seinen Aerger Über die boshaft kichernden Dämchen zu verbergen.Für unser Hospital, bitte", flötete die Gräfin dicht vor ihm und nahm dem Lakaien den Teller ab, um ihn dem Crösu» eigenhändig hinzuhalten. Da» Gesicht de» in die Enge Getriebenen wurde roth wie «ine reife Tomate; nervös zitternd, fuhr seinerechte Hand in die Westentasche aber leer kam sie wieder heraus. Es war dem Millionär unmöglich, sich von seinem gelsibtm Mammon zu trennen.Ich habe nicht- absolut nicht»-, stieß er ingrimmig hervor.Wirklich nicht- rief die Gräfin, o, wie schrecklich!" Dann den halbgefüllten Teller dem ver­dutzten Nabob derart ousdrängend, daß dieser ihn nehmen mußte, um ihn nicht zu Boden fallen zu lasten, fügte die nicht au» dem Concept zu bringende Schöne hinzu:Um Alle­in der Welt, nehmen Ste diese Kleinigkeit, Monsieur. Wir bitten jo nur für die Aermsten, die absolutnicht- haben."

Tie Königin L-noria ist auch eine große Freundin der Hunde. In der Neigung der Königin unter den treuen Vierfüßlern nimmt die erste Stelle unbestritten der weiße SchäferhundSchneeball" ein. Die Königin besitzt 60 bi« 60 Leibhunde. Stet- sind einige um ihre Herrin. Wenigstens einmal die Woche steigt die Herrscherin Großbritannien» vor dem prächtig eingerichteten Hundehause ab Dann wird die ganze Meute lo-gelaffen. Sind Junge da, so werden sie an die Equipage getragen, und die Königin schaut sich das junge Volk an.

Jerusalem von der Kehrseite. Man wird in diesen Tagen, soweit r- nicht schon geschehen ist, ohne Zweifel manche r.läuzende poetische Schilderung von der Hauplstätte de» heiligen Lande» zu lesen bekommen. Man möchte ja diese Ernpfidung jetzt gerade nicht gern stören, aber dte Ge­rechtigkeit verlangt den Hinweis, daß es ta Jerusalem Biele» gibt, wa» einen stlm«ung»oollen Eindruck zu schädigen und einen in solchen Eindruck vertieften Menschen au» seinen Träumen zu reißen vermag. Nur al» Ganze» au» der vogel- perspective betrachtet, kann die heilige Stadt eine rein mächtige Wirkung ans da» Gemüth oulübtn, während sich bei näherem Zusehen da» Auge von manchem Bild mit Schauder abwendet. So schildert in derAllgem. Wiener Medicinischen ßeitung* cm Wiener Arzt seine Eindrücke bei einem Besuch in Jeru salem etwa folgendermaßen: Den Blick de» Arzte» festele neben dem allgemeinen Treiben auf den Straßen der Statt besonder» da» reiche Krankenmatertal, da» »hm hier allem- halben auffiößt und da» jede Klinik neidisch machen könnte. Der Bewohner von Jerusalem geht allerdings unbekümmert an dem Elend und den Schmerzen vorüber, die überall aus den Straßen und an den Häusereckcn sich dem Auge anszu- drängen scheinen- auch der Europäer muß sich kchoell daran gewöhnen, fall» er sich nicht den Appetit für den ganzen Aufenthalt In Jerusalem verderben losten will. Die Acht- lofigkeit gegenüber den einfachsten Geboten der Reinlichkeit und Gesnndheit-pflege spottet jeder Beschreibung. Hier breitet gerade ein Eßwaarenverkäufer seine Leckerbiffcn in uurntttel- barer Rahe eiet« Düagerhausen» au»; ein schwer beladener Esel streift einen Theil der Borrarhe In den Straßenschmutz, ohne daß fich Jemand darüber aushält. Daneben bereitet sich gerade ans etuem Hausen von Orangen em räudiger Hund seinen Ruheplatz. Kommt nun ein Käuser, so stößt der Frucht-

Händler aber auch nur in diese« Fall den Hund mH . di« Faß von seiner Waar: fort, und da» Thier wartet dann i geduldig, bl» der Kauf abgeschlossen ist, um dann seinen Platz wieder einzunehmen. Innerhalb solcher Sttaßenscrnen wundert man fich dann weniger über die anderen abstoßenden Bilder, besonder» über die Menge von Kranken mit furchtbar ent­stellten Gefichrern und Körperthellen. Besonder» find e» zwei Krankheiten, der Aussatz und da» Trachom, eine furchtbare Art der Augenentzündung, deren schreckliche Folgen dem Wanderer in den Straßen Jerusalem» überall ausstoßen. Biele dieser Elenden mögen überhaupt kein Dach wiflen, unter de« sie fich lagern könnten; der Hauptgrund zu ihrem Aufenthalt auf den Straßen ist ihnen aber die Au»nutzung Ihrer Krankhe t zur Bettelei, so lange e» Irgend möglich ist. : Gegen eingehendere Schilderungen sträubt sich da» ästhetische I Empfinden. Nur noch einen Blick wollen wir auf da» Lepra- ! Kraakenhau» der Stadt werfen, zumal e» fich au»schlleßlich in deutschen Händen befindet und auch in dem deutschen viertel liegt. Während da» übrlx-e Jerusalem irn Großen und Ganzen einem Trümmerhaufen gleicht, in dem e» nicht darauf an- kommt, ganze Straßenzüge zum Empfang de» deutschen Kaiser» nlederzureißen, zeichnet fich da» deutsche Stadtviertel durch seine Reinlichkeit und gute Bebauung vorlhei hast au». Zur Z lt de» Besuche» waren 36 Kranke in dem AuSsatzspüal, fämmtlich so schwere Fälle, daß sie fich auf den Straßen nicht mehr aufhalten können. Sobald e» ihnen unter der Pflege de» Arzte» und seiner Gehülfen aber wieder etwa» bester geht, find fie nicht mehr zu halten, denn die Krankheit muß ihnen wenigsten» Etwa» einbringkn. So gehört e» z. B. zu den } gewöhnlichen Erscheinungen, daß die Kranken die ihnen vom . Arzt entfernten abgestorbenen Glieder sofort für ein paar ; Piaster verkaufen. ES ist ein furchtbar schwerer Dienst, den deutsche Männer und Frauen in diesem Krankenhaus üben nommen Haden, aber e» ist doch ein wohlthuende» Gefühl, daß dadurch wenigsten» Etwas geschieht, um die Seuchennoth zu lindern. K. Z.

Dr. Nansen und die Mondtabellen. Au» E h r i st a n i a, 24. Oktober, schreibt man denM. N. N.": Ein angesehener englischer Gelehrter, Mr. Plumstead, hat fich der Mühe unter­zogen, die bekannten Darstellungen Frithjof Nansen» Über die abenteuerreiche Fahrt derFram" Im Ei»meere unter da» nüchterne Licht einer streg wissenschaftlichen Kritik zu stellen. Mr. Plumstead Ist hierbei zu Ergebnisten gekommen, die den Nimbus de» norwegischen Reisenden In bedenklichem Grade zu verdunkeln drohen. Nausen hatte bekanntlich sowohl schristl.ch wie mündlich auf seinen zahlreichen vortrag-reifen die Aenße- rung gethan, daß er bei seinen geographischen Berechnungen keine Monddistanzen eingetragen habe, weil sein Chronometer unglücklicherweise während der Fahrt den Dienst versagte. Er sei, nachdem er mit Johansen dieFram" verlosten, 36 Stunden vorwärts marschirt, ohne zu rasten; am 12. April habe er wahrgenommen, daß die mitgeführten Uhren stehen geblieben seien. Während dreier Tage hatte man keine Längenobservation gemacht und beeilte fich daher, eine Zeit­berechnung unverweilt auizustellen. Hierbei war Nansen ge­zwungen, die drei zw schen liegenden Tage im ungefähren Durchschnitte zu berechnen. Am 13. April so fährt Nansen in seiner Reisedeschreibung fort wollte Ich zur Ergänzung einige Monddistanzen fixiren, aber indem ich mich i hierzu anschickte, mußte ich die Entdeckung machen, daß wir 1 die erforderlichen Moudtabrllen au Bord derFram" btr* ! geffen hatten. Diese Mittheilung über die vergessenen Mond- tafeln findet fich in allen Vorträgen Nansen» wieder, ebenso in den schriftlichen Arbeiten, dte der norwegische Forscher über seine Fahrt veröffentlichte. Mr. Plumstead weist zur Belenchiung der Nansen'ichen Darstellung daraus hin, daß ' der Mond zu jener Zeit überhaupt nicht geschienen habe, und zwar weder acht Tage vorher bl» dolle acht Tage nach dem ; 13. April. Ohne Zweifel, so fügt der englische Forscher ' ironisch hinzu, hatte H:rr Nansen seine guten Gründe, daß er seine Mondobservationen unterließ. Seine bezügliche 1 Rcch-sertigung erinnere Indessen allzu lebhaft an jenen eng­lischen Seeeapilän, der sich wegen verabsäumten Salutschießen» zu veraatworten hatte. Der Olfizier hatte zehn Entschul- I digungsqründe für fein incorrccte» Verhalten. Al» er jedoch : den cificn angab, nämlich: daß man kein Pulver zum ; Schießen gehabt hätte, war der irqairirtnbe Richter groß rnüihlg genug, ihm die übrigen neun Entschuldigungsgründe zu erlösten. Auch Frtthjof Nansen hatte fich, meint Mr. ' Plumstead, gern damit begnügen dürfen, von allen Ent- lastungsbeweisen den wahrscheinlichsten anzugeben. Im Uebrigen wäre e» von größtem Werthe gewesen, wenn die In Frage stehenden Distanzberechnuvgen wenigsten» nach­träglich au»gesührt worden wären. Man hätte damit wenig- > stenS die schätzbare Möglichkeit gewonnen, festzustellen, ob Nansen fich zu jener Zeit Überhaupt an dem von ihm an­gegebenen Platze befunden habe. Am 8. April will Nansen nach eigener An»sage seinen nördlichsten Punkt (86° 14') erreicht haben. Am 12. genannten MonatS blieben die Chronometer stehen. Bolle zwölf Monate später entdeckte er jedoch erst, daß seine Uhren eine Differenz von 26 Miauten auswiesen; seine Längenberechnung wich um 61/l Grad ab. Nichtsdestoweniger rühmt Nansen bei jeder Gelegenheit die 1 außerordentliche Präcifion, mit der sich die Beobachrungen de» englischen Geographen Lesgh Smith und die (einigen qe- ' deckt hätten. Da»Wunderbare" hierbei ist nur der Us- ' stand, daß die Fehlrrchnung Nansen» erst zu Tage kam, al» I er bereit» lange auf Franz JosephS-Land wieder festen Fuß , gefaßt hatte. Wie unter solchen Umständen Nansen» und de» j Engländer» Observationengenau Übereinstimmend" bezeichnet werden können, erscheint offenbar al» ein schwer lösbare» Räthsel. Dr Nansen hat e» sich seinerseits nicht nehmen loffen, den Plumstead',chen Anmerkungen in einer geharnischten Erwiderung entgegen zu treten. Ohne fich auf sachliche

i Gegengründe, die hier doch jedensall» an ihrem Orte sein würden, elnzulaffen, bezeichnet der norwegische Reffende die englische Rritif al» Ausdruck einer gehässigen, durch ober­flächliche» Studium irregesührten Meinung. Ob Herr Nansen

diese wohlseile Apologie wirklich sür ausreichend erachtet, bleibt seine eigene Sache.

Wissenschaft, Literatur und Annft.

Von der VcrlagSbuLbandluna B. G. Teubner In Leipzig wirb soeben unter dem Titel ,Hu» Natur und Geiste-Welt", Sammlung wiffenschaltlich-gemelnvrrständlicher Darsttllungen aus allen Gebieten de» Wiflen», ein Unternehmen ins Leben gerufen, daS drm immer größer werbenden Bedürsn'ß nach bildender, zugleich belehrender und unterhaltender Lectüre tn besonderer Weise entgegen kommen will. Die Sammlung w'll Darflellungen richurer wichtiger Gebiete auS allen WffsenSgebirten in einzelnen in sich abgeschlossenen Bändchen tn sorgsamer Auswahl bringen, wobei vor Allem an practische und augenblickliche Jntereflen angeknüpfl werden soll. Die Behandlung deS Stoffe- soll eine erschöpfende, volkSihümliche, »u- gleich aber auch aut wisfmschaftltcher Grundlage ruhende sein, wofür Vie Mitwirkung anglsebener Fachmänner Gewähr bietet. So wird eine Lectüre geboten, die nicht nur auf wirklich allgemeine- Interesse wird rechnen dürfen, sondern die auch, weil fie nach Umfang und Inhalt von Jedem leicht bewältigt werden kann, wirkliche Befrie­digung und dauernden Nutzen gewähren wird. Für die Erfüllung diese- Programm- bietet die soeben erschienene 1. Lieferung beste Gewähr. Sie bringt außer Probeseiten der nächsten Bändchen (Sociale Bewegungen und Thcorien bi- zur modernen Arbeiter­bewegung" von Gustav Maier,Bau und Leben dc- ThiereS" o.'N dem bekannten Zoologen Dr. W. Hiack- und .Schrift- und Buch­wesen in alter und neuer Zeit" von dem durch sein WerkUnsere Muttersprache" schnell bekannt gewordenen Profeflor Dr. O. Weise) den Ansana de« ersten, da- 8 Vorträge au- der Gesundheit-lehre von dem Proseflor der Hygiene an der Universität München Dr. H. Buchner enthält. Sorgfältig ausgesührte Illustrationen begleiten den Text, da- Verständnitz erleichternd. Die vorliegende erste Liefe­rung bringt in der Einleitung einen kurzen geschichtlichen lieberbltcf der Hygiene, in dem darauf hingewiesen wird, daß bereit» bei den ältesten Cult.rrvölkern Spuren von hygi-nlschen Kenntnissen vor­handen waren. Auf den nächsten Sriten ist fodann au-sührlich dar­gestellt, welchen wichtigen Einfluß die Lust aus unsere Gesundheit au-übt. Wir können dem Unternehmen, welche- zu dem außer- 0'deutlich billigen Preise von 20 Pfg. sür die Lieferung in trefflicher Ausstattung Arbeiten bewährter Verfasser bringt, nur Glück wünschen und Jedem die Sammlung, die übrigen- auch in monatlichen Bändchen zu 90 Pfg. (Mk. 1,16 geschmackvoll gebunden) au-gegeben wird, auf da- Wärmste zur Anschaffung empfehlen.

Wie zwei Kinder da» heilige Land besuchten. Er­zählt von Helene Stofch, Berlin, Martin War neck. Gerade recht­zeitig zum Tage der Einweihung-feier der Erlöserkirche in Jerusalem erschien die- Büchlein. Die Verfasserin, Frau des Pastor Slosch in Berlin, weicher früher Mifsionar war, schildert hier die Erlebnisse und Eindrücke ihrer Kinder, mit denen ste auf der Rückreise von Indien acht Wochen im heiligen Land verbrachte. Die Sprache ist meisterhaft, für Kinder wundervoll geschrieben Das Büchlein läßt die kleinen Leser eine Wanderung durch alle die Stätten machen, wo unser Herr gewandelt Ist und zeigt ihnen, wie e- jetzt dort au-sieht. Die guten Illustrationen dienen sehr zur Veranschaulichung. Wir können da- schriftchen iux Massenoertheilung an die Jugend nicht warm genug empfehlen, sei e- jetzt zur Erinnerung an die Kaisersahrt, sei ev al-WeihnachrSgabe bei Sonnlag-schulbelchcerungen u. f. w. Die Ausstattung ist sehr gut, reich illustrirt und kostet da- Büchlern nur 15 Pfg. 100 Exemplare Mk. 12; 500 Exemplare Mk. 55; 1000 Exemplare Mk. 100.

Nervosität bei Kindern. Auch der größte Optimist wird nicht leugnen können, daß wir am Ausgang de» neunzehnten Jahrhundert- im Zeichen der^icrvositäl" leben. Zwar blieb diese krankhafte Erscheinung auch vergangenen Zeiten nicht ftemd, aber die jetzige allg meine Ausbreitung hat fie er ft mit der Steigerung der Cullur erfahren. Diese selbst ist dabei allerdings nur inbirrct be- thetligt, denn nicht die höhere Eultur ist wie manche behaupten ein Fluch für die Menschheit, sondern die irrige, aber leider weit verbreitete Anschauung, datz man die Gesetze der Hygiene mit Füßen treten könne. Richt» aber rächt stch bitterer alfi das. Daher auch dte Zunahme der Nervosität unter den Erwachsenen, daher auch dte vielen nervösen Kinder. Die Nervosität bei letzteren, die viel häufiger auftritt, atS man im Allgemeinen glaubt, behandelt Dr. A. Hentzelt in einem emg-henben Aufsätze, den die allbeliebte illustrirte Famllien- zertlchriftZur Guten Stunde^ (Deutsche» BerlagShauS Bong & Co-, Berlin W., Drei- de» VierzehntaaöhefteS 40 Pfg.) in ihrem neuesten Hefte veröffentlicht. Auch der sonstige Inhalt deS Heste» legt wieder Zeugniß ab für die Gediegenheit und Reichhaltigkeit dieser Zeitschrift. Die AbtheilungFür unsne Frauen" zeigt wieder thre gewohnte Fülle an praktischen Darbietungen auS allen Gebieten Ur Hauswirthscyaft, Gesundheitspflege, HauS- und Zimmer gärtneret, Hauslhierzucht, Mode, Handarbeit u. f. w.

Eine Herkomer Nummer kann man das soeben «rschlmene Heft 4 derModernen Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Berlin W. 57, Leipzig, Wien, Stuttgart. Preis 60 Pfg.) nennen. Ein großer Theil des herrlich auSgestaltelen Hefte» ist dem großen Meister, oem Schöpfer des wunderbaren Bildes der Miß Grant, gewidmet. Hubert Herkomer ist Maler, Radirer, Dichter, Eomponist und Theater­birector in einer Person. Al» eine der interessantesten Künstler­erscheinungen der modernen Zeit steht er da. Auf den Mann, der in seiner BillegtaturBushey-Howie tn England so unermüdlich schafft und wirkt, können wir um so stolzer fein, al» er ein Deutscher ist. Eine Fülle seltener Bilder de» großen Meisters, von Otntn viele weiteren Kreisen noch unbekannt sind, bietet Heft 4 derMo­dernen Kunst tn ausgezeichneten Reproduktionen dar. JmBerein mit ihnen gewährt der von Jarno J^flen vorzüglich geschrtedene Text in die künstlerische Thätigketl, dte Ideen und Pläne He.kornerS, sowie in feine Familie und sein Heim, einen intimen, wahrhaft feffdnbeo Einblick. Ü berhaupt ist an künstlerischen Gaden elften Range» Hrft 4 ungemein reich. Die zahlreichen Jlluftratioven zu einer großen Reihe sehr unterhaltender Artikel, welche Sport, Theater, Ballet, Kunstgewerbe, Vorgänge an Hose u. s. w. behandeln, ouden wahre Perlen illustrativer Kunst. Der T«xl ist so srisch und lebendig, daß man sich wirklich mitten im modernen Leden lühlt. Daß ein solche- Helt derModerne Kunst" nur 60 Pfg. kostet, ist iw Hin­blick auf die wundervolle Ausstattung und den prächligm JnhAlt geradezu staunenSwerth, und um so mehr als den Abonnenten und Denjenigen, die noch jetzt in das Abonnement eintreten, sieben als Wandschmuck bestimmte, große, Kupferdruck Kunstblätter nach Werkm erster Meister zum Vorzugspreise von 4 Mark für da» Blatt geboten werden, während der Preis eine» jeden dieser Blätter im Kunsthandel 30 Mark beträgt.

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SHeMroi, 2 November. Fruchtmarkt. Roth er Wetze» X 14,82, weißer Weizen X 10.00, Kom X 11.70, Gerste X 000, Hafer X 6 60

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lasten sich aus 1 Packet Mondamin k 60 Ptg. Herstellen. Erscheint der Preis auch etwa- hoch, so ist wiederum Mondamin dermaßen ergiebig, daß sehr wenig davon zu einem Flammri gehört. Der durch Mondamin erlangte zarte und köstliche Gelchmock ist unver­gleichlich, weil frei von jedem Beigeschmack. Dietz wolle die Hausfrau besonders beachten. Im U-brigen bürgt für die gute Qualität Brown und Polson's 40jähriger Weltruf. Mondamin ist tn allen einfchläg. Geschäft, z. hab. Engros bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M.