leistete außerdem Ungeheuerliches in Koloraturen- ihr Spiel ist immer einwandfrei, im Gelang jedoch würde sich'- der Mühe lohnen, wenn sie da- Metall ihrer Kehle mindestens zu annehmbarem Talmigold auSbtldeu wollte. Frl. Würdig als „schöne Ungarin" gefiel diesmal besonders durch das einheitlich durchgeführte Registerhalten ihrer Sprache, fie klang diesmal durchaus wohlklingend tief- ihr an fich vortreffliches Spiel gewann dadurch noch um ein Bedeutendes. — Das Publikum, da- fich in fröhlicher NeujahrSsttmmnng befand, und noch mehr durch daS Spiel dazu antmirt wurde, spendete lebhaften Beifall. DaS Hau- war beinahe aus« verkauft.
• • Kroubauer'scheS Ouarteir-BereiuS Soncert am 9. Januar. Wie aus dem Juseraientheil ersichtlich, enthält das Programm in abwechselungsreicher Weise eine Fülle musikalischer Dar- bietungen. Zu einer der iutereffavtesteu Nummern zahlen wir die Frühliugscautate von Gonvyfür Männerchor mit Sopran-Solo, die unter der kleinen Zahl von bedeutenden Werken dieses an und für sich wenig gepflegten Zweiges der Mufiklitteratur einen hervorragenden Platz einniwmt. Gonvy können wir zwar nicht unseren Landsmann nennm, er hat mit kurzen Unterbrechungen nur in Paris gelebt und wirkt dort noch, trotzdem ist bet seinen Compositionen und namentlich in der Frühlingscantate, bei allem franzöfischeu Esprit Mendelssohns Einfluß unverkennbar. Meisterhaft haben Dichter und Compontst den Frühlingsanfang, dieses hehre Wunder, der Natur abgelauscht, wie in der Natur erst durch Sturm und Wetter zum Sonnenschein zu gelangen ist, so malen auch die Töne und Accorde Gonvy« den Kampf der Elemente in realistischer Weise. Der erste Chor schildert un« die Sehnsucht nach dem Frühling und die herzliche Bitte an jenen, den eisigen Winter zu vertreiben. Diesem folgt ein gewaltiger Sturmchor, in welchem die einzelnen Stimmen, gleich fich bekämpfenden Gewalten in forte for- tissimo gegeneinander brausen, sich trennen und wieder aufeinander stoßen, um endlich kampfeSmüd und kampfeSmatt im leisesten Piano zu verhauchen, zu ersterben. Gesiegt hat der Lenz, ein breiter, inniger Chorsatz, vom Sopran geführt, ve kündet unS daS Ereigniß und besingt eS wonniglich ent« zückt in süßer Melodie- endlich in einem mächtigen Jubelchor in wuchtigen Accorden auStönend, den Sieg des herrlichen Jünglings Lenz feiernd.
• • Verlegung der Grmeindesteuerziele. Der 1895 stattgehabte 5. hessische Städtetag halte beschloffen, die Regierung zu ersuchen, die ErhebungSziele sür die Gemeindesteuer auf die Monate -Mai, Juli, September, November, Januar und März zu verlegen unter natürlich gleichzeitiger Aenderung der Staatssteuerziele. Das Ministerium des Innern ant- wartete Im October 1896, „daß eS gleichfalls die Verlegung der Steuererhebungsziele für wünschenswerth erachte, und demgemäß wegen Ab- anderung des Gesetzes vom 29. August 1874 mit dem Finanzministerium ins Benehmen getreten sei." Bei dieser ministeriellen Sympathie Erklärung scheint es bis jetzt geblieben zu sein, denn bis heute hat man über die Abänderung des betr. Gesetze« nichts erfahren. Der im November d. I. abgehaltrne 6. hessische Städtetag beschloß wiederholt eine Verlegung der Steuerziele zu beantragen und, um endlich die Angelegenheit in Fluß zu bringen, hat nunmehr der Ab- geordnete Köhler-Darmstadt eine dahingehende Interpellation an die Regierung gerichtet.
• * Vlm Schalter der Eilgut.Abfertigung ist folgender Anschlag angebracht: Vom 3. Januar 1898 ab werden leichtverderbliche Eilgüter in nicht zu großen Mengen Vormittags zwischen 5 und 5</z Uhr zur Beförderung mit d?m um 6 Uhr 20 Miu. VoranttagS in der Richtung Frank- furt abgehenden Etlgüterzuge am Gepäckschalter angenommen.
Die Veteranen, die Anspruch auf die Kaiser- Wilhelm-Medaille haben, werden fich noch längere Zeit gedulden müffen, ehe sie in den Besitz dieser Devkmünze kommen werden. Nicht weniger als 800,000 Meldungen sollen dafür vorliegen, während bis zum 1. April 1898 erst e»wa 200,000 Stück geprägt werden können.
♦ * Em Act empörender Rohheit spielte sich in der Neujahrs nacht in der oberen Ludwtgstraße ab. Der Bahn- bedienstete Einhäuser befand fich in Begleitung seines Schwiegersohnes Lin gelb ach auf dem Wege nach seiner am Leihgefternerweg gelegenen Wohnung. In der oberen Ludwtgstraße begegneten denselben fünf junge Burschen, von denen vier fich alsbald mit ihnen aubandeu, sie zur Erde warfen und schlugen, wobei einer der Burschen eine dicke Zaunlatte abriß und auf die beiden Daliegenden mit aller Wucht eiuschlug. Dem Lingelbach wurde die Schädeldecke durchschlagen und liegt er hoffnungslos darnieder. Die vier Thäler wurden in Untersuchungshaft genommen.
** Eine weitere Schlägerei entwickelte sich in der Dammstraße - hier verletzte ein Soldat de« 115. Regiment« einen Metzgerburschrn durch zwei Säbelhiebe am Kopfe.
Der Unfug des Froschwerfens und das Abbreunen sonstiger Feuerwerktkörper wurde in der NeujahrSuacht stark betrieben, sodaß eS zuweilen gefährlich war, die Hauptstraßen zu passiren. Es wurde eine große Anzahl Personen notirt und angrzetgt.
*• Ein »och schulpflichtiger Zunge vergnügte sich am Sylvesterabend auf der Straße mit Abbrennen benga> ltschrr Streichhölzer und schleuderte hierbei ein brennendes Holz zu einem offenen Fenster hinein- hierdurch geriethen die Vorhänge in Brand.
G. Großen Linde», 1. Januar. Auch der hiesigen Gemeinde ist in diesem Jahre wieder von dem Braunstein- bergwerk durch Herrn Director PaScoe in Gießen eine sehr willkommene, dankenSwerthe Gabe von 200 Mk. für die in Segen wirkende Kleinkinderschule als Weihnachtsgeschenk zu Theil geworden. ES ist die« ein schönes Zeichen für den so wohlthäligeu Sinn der allseitig, besonders auch in dieser
Hinsicht in der Umgegend hochgeschätzten Firma C. W. Fernie, die viele Arbeiter auS den nächsten Orten beschäftigt und denselben einen schönen Verdienst und manche besondere Vortheile gewährt.
4- AuS der Umgegeud, 2. Januar. Eine gelungene Eiseubahnepisode trug viel zur Erheiterung der Mit- reisenden bei. Eine Familie, bestehend au« Mann, Frau und Töchterchen, steigen zwischen den Feiertagen am Bahnhof der Provinzialhauptstadt Gießen in einen Wagen 4. Klaffe, um nach Erledigung ihrer Geschäfte dem häuslichen Herde ent- gegenzudampfeu. Bet der Hinfahrt hatte der Zug nach dem Einsteigen vor seinem Ziele einmal gehalten, folglich muß er eS auch jetzt bei der Rückreise thun, so denkt die Frau. Aber er thut e« nicht, sondern überfährt ohne „Halt" diese erste, kleine Station. Der Mann erfaßt die Situation richtig und steigt beim ersten Halten des Zuges aus. Fcau und Tochter haben, wie gewöhnlich, auch diesmal recht und wollen eS abwarten, bis der Zug das zweite Mal hält. Sie steigen auf der dritten Station, also eine Station von der Heimath entfernt, aus. Schaffner und Zugführer stellen fie für diese Extravaganz zur Rede. Unter Weinen erklärt die Frau den richtigen Sachverhalt. An Spott, für den ja Niemand bei einem Schaden zu sorgen braucht, ist kein Mangel. Zum Glück geht in der entgegengesetzten Richtung noch (in letzter Zag, mir welchem sie dem im Wartesaal ihrer harrruden Gatten und Vater, der fich unterdessen mit humorgespickteu Witzen über den Geniestreich seines ehelichen Gemahl- die Wartezeit verkürzte, evtgegeneilen.
Friedberg, 29. December. Im Mai dieses Jahre« find e- 60 Jahre gewesen, daß das htefige Predigerseminar in« Leben getreten ist. Nach dem Tode des Direktor« Mathias als ältester Schüler der genannten Anstalt lebt noch der Dccan a. D. Buchhold in Offenheim.
3m Wahlkreis Friedberg-Vudiugen stellen die Christlich. Socialen Herrn Pfarrer Bernbeck von Staden al« Reich«- tagScandidaten auf.
-e. Neu - Ulrichstein, 1. Januar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro December 1897. Ende December 1897 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 74 Mann. Dieselben Vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 14; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kaffel 5, Regierungsbezirk Wiesbaden 8- Provinz Rhein- lande 8, Provinz Hannover 2, Provinz Sachsen 5, Provinz Ostpreußen 1, Provinz Schlesien 3- Provinz Brandenburg 1, Provinz Westfolen 2, Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 2; Großherzogthum Baden 2 - thüringische Staaten 5; Ausland: Oesterreich > Ungarn 1, Schweiz 1, Italien 1. Hiervon waren: Arbeiter 35, Anstreicher 3, Bäcker 2, Bergmann 1, Former 1, Forstausseher 1, Gärtner 2, Kaufleute 4, Kellner 1, Klempner 2, Kürschner 2, Landwirth 1, Maurer 3, Schloffer 3, Schmied 1, Schneider 4, Schuhmacher 5, Schreiber 1, Tüncher 1, Zimmermann 1. Gearbeitet wurde an 1849 Tagen. Verpflegt wurde an 2242 Tagen. Im Monat December 1897 wurden entlasten 11 Mann, und zwar zur Familie zurück 1, auf eigenen Wunsch 5, wegen Truak 2, wegen Contractbruchs 3 Seit Bestehen der Colonie find ausgenommen worden im Ganzen 3369, dagegen abgegangen im Ganzen 3295 Mann, bleibt Bestand am 31. December 1897 : 74 Mann.
□ Darmstadt, 2. Januar. An unserem Museums- Neubau konnten Dank der der Vornahme von Bauarbüten günstigen Witterung de« Spätjahr« die Fundamenürung«- albeiten erheblich gefördert werden- es ist unverkennbar, daß die Durchführung der ganzen Sache nunmehr ein beschleunigte« Tempo angenommen hat.
nn. Darmstadt, 1. Januar. Von einem recht bedauerlichen Mißgeschick wurde die Familie des verstorbenen Postassistenten Wittenberger hier während der WeihnachtS- feiertage betroffen, das wieder zu besonderer Vorsicht bei offenen Wunden mahnt. Der 15jährige Sohn der Wittwe, ein talentvoller Schüler der hiesigen Realgymnasiums, arrangirte für den Christbaum den Baumschmuck. Er vergoldete zu diesem Zweck die Tannenzapfen und vedtenee fich dazu de« sogen, flüssigen Brillantgoldes. Von diesem kam ihm beim Vergolden in eine kleine Wunde, welche er an seinem Finger hatte. Er beachtete dtesm Umstand nicht eher, bis ihn sein Arm surchtbar schmerzte. Leider soll der junge Mann seinen Angehörigen erst Mittheilung von seinen Schmerzen gemacht haben, als die Kunst des Arztes schon zu spät kam. Der Arzt konnte nur eine hochgradige Blutvergiftung eoustatiren, der der BedouernSwerthe noch an demselben Tage erlag. Dec Uoglück-fall ist um |o tragischer, als auch der Vater des Verstorbenen an einer Blutvergiftung, die er fich durch das Rauchen einer Cigarre au der Zunge zugezogeu hatte, gestorben ist, und die Familie in kurzer Zeit ihrer beiden Stützen beraubt wurde.
* Vom Hinteren Odenwald, 27. December. Ein trauriger Unglücks fall ereignete fich gestern in Eberbach. Der den Touristen und AuSflüglrrn wohlbekannte Wirth „Zur Churpfalz", Herr Epp, wollte >m dritten Stockwerk feines Hauses die Jaloufien in Ordnung bringen, bekam aber daS Ueber- gewicht und stürzte in den Hof hinab, wo man ihn als Leiche wegtrug.
* Aus dem deutschen Leien in Petersburg. Die deutsche Gesellschaft in der russischen Hauptstadt ist außerordentlich groß. Schließlich red)tun mcht nur die Reichsdeutschen dazu, sondern auch die Raffen, deren Muttersprache daS Deutsche ist. Ohne jeden prlitischen Beigeschmack ergibt eS fich ganz von selbst, daß drse beiden Theile des Deutsch- thumS viel im Leben sich berühren und fich gesellschaftlich mischen. In ihren Vereinen, mögen fie f.uchtfröhlichen Untergrund haben oder der tesonnenen Geselligkeit, der Aus bildung und Erhaltung körperlicher und geistiger Kräfte oder dem Wohlthun ohne Ansehm der Person gewidmet sein, überall finden fich ReichSdeutche und Russischdeutsche neben
einander. Wenn der Reichsdeutsche seine Feste feiert und dem BacchuS oder GambrinuS seine Opfer darbrtngt, so steht ihm der Deutschruffe al« in solchen Dingen hocher- fayrener Freund zur Seite, und mit Elfer sucht der Reichsdeutsche nach Gelegenheiten, wo er beweisen kann, daß er als Gast in dem Laude an seinen Freuden- und Festtagen innigsten Anthetl nimmt. So hat man es lange gehalten, und so wird es hoffentlich immer bleiben. Hervorragende Leistungen hat das Deutschthum in Petersburg durch die Gründung und das Wirken der „Palme" aufzuweisen und durch seine Wohlthätigkeit. Die „Palme" war ursprünglich ein Handwerkervereiv, doch ist fie allmählich nach allen Richtungen hin auSgebaut und erweitert worden. Es ist ein Genuß, an Sonntagen und an den Theaterabenden dort den einfachen deutschen Mann der Arbeit zu sehen, wie er, durch seinen Fleiß in behäbige Verhältnisse gelangt, nun mit Kind und Kegel fich-seines Leben« freut, wissenschaftliche Borträge, wie fie der um den Verein und seine idealen Ziele verdiente Dr. Schmidt in« Leben gerufen hat, mit Jntereffe anhört und sich es dann in seinen weiten Clubräumen so wohl gehen läßt, wie eS der Wohlanstand eines straff erzogenen Volke« und die hier wüt hinauSgeschobene Polizeistunde gestatten. Die Wohlthätigkeit der Deutschen rechnet nicht mit kleinen Beträgen- mau rechnet in Petersburg überhaupt nicht mit Kleiaigkeiten. ES sind sehr bedeutende Summen, di« alljährlich in die Säckel der Vereine fließen und von hier den Weg zu den Bedürftigen und Unglücklichen ohne Unterschied finden.
Eingesandt.
Nachdem die evangelische Gemeinde ihren fünften Geistlichen erhalten hat, und wie die kirchlichen Mittheilungen berichten, soll derselbe in erster Linie die Seelsorge an den Kliniken übernehmen, da wird es denn auch wohl möglich sein, daß sämmtliche Leichen aus diesen Anstalten, auch bei denen, wo sich keine Angehörigen einfinden, unter Begleitung eines Geistlichen stattfinden, und nicht, wie bisher, so ohne Sang und Klang eingescharrt werden; übt man doch bei Selbstmördern eine mildere Anschauung. Wenn es auch für einen Geistlichen gerade bei schlechtem Wetter nicht sehr angenehm ist, den weiten Weg von den neuen Kliniken bis zum Friedhof zu machm, da wäre doch wohl bei solchen, wo kein Leichengefolge statt- findet, die Einrichtung zu treffen, daß die Leiche am Eingang deS Friedhofs von einem Geistlichen in Empfang genommen, zu Grabe geleitet und nach christlicher Sitte eingesegnet würde; es braucht ja keine lange Rede gehalten zu werden. Dies würde für die auf dem Friedhof Anwesenden einen besseren Eindruck machen, wie das bisherige Verfahren. Hoffentlich genügt diese Anregung, um der Frage näher zu treten, und, um mit Herrn Bötticher zu reden, die Sache in Erwägung zu ziehen. Dann wäre der Zweck dieser Zeilen erreicht. x-
Gießen, den 1. Januar 1898.
Der Schneemann al« Sonntagsiüger.
Selbst die eiligsten und geschäftigsten Paffanten der Bahnhofstraße werden jetzt gezwungen, einen Augenblick Halt zu machen, und zwar veranlaßt durch das schön decorirte Schaufenster der Firma S. Sammet, Bahnhofstraße, welches eine verschneite Winter- landschaft darstellt. Inmitten derselben steht ein Schneemann per Cylinder und einem Besm als Gewehr und wird vor. zwei Buden mit Schneebällen beworfen. Hinter dem Schneemann befindet fich aus Reisern eine Hecke, in welcher fich Marder befinden. Am effect- vollsten macht sich die Decoratton am Abend durch das grünliche Licht, welches vorstellt, als wenn der Mond dieselbe bescheinen würde. Die Decke und Seitenwände sind mit Schneemaffm und Tannenreisig bedeckt. Das Schaufenster ist fortwährend von einer großen Menschenmenge belagert, die mit lachender Miene davongeht. Die Decoratton ist entworfen und ausgeführt von dem Decoratcur der Firma, Herrn Fränkl, und erregt in hohem Grade die Aufmerksamkeit der Passanten.________________________________
A«-Mg an» den Kirchenbüchern
der Stadt Gietzerr.
Evangelische Gemeinde.
Lukasgemeinde.
Vetravta»
Den 30. December. Johannes Peter Balsrr, Fabrikarbeiter, ein Wittwer, und Marie Krieger, Tochter des Schneiders Philipp Krieger aus Allendorf a. d. Lumda.
Den 25. December. Dem Schulverwalter Friedrich Balder eine Tochter, Else Dora Auguste Emilie, geboren den 30. October.
Denselben. Dem Bäcker Karl Germann ein Sohn, Karl Franz Anton Arnold, geboren den 11. October.
Denselben. Dem Gärtner Johannes Heß eine Tochter, Marie Johanna Katharina, geboren den 27. October.
Denselben. Dem Kaufmann Karl Gemmecker ein Sohn, Wilhelm Ludwig, geboren den 9. November.
Den 26. December. Dem Schuhmacher Karl Amend eine Tochter, Margarethe, geboren den 27. Ocloder.
Denselben. Dem Bureaudiener Ludwig Adolph eine Tochter, Anna Maria Margarethe, geboren den 13. December.
Denselben. Dem Hilfsbremser Philipp Karl Rahm eine Tochter, Marie Wilhelmine, geboren den 5. November.
Den 30. December. Dem Gastwirth Christian Riegelwann eine Tochter, Babette Maria, geboren den 25. November.
Denselben. Dem Pfarrer August Dmgeldey eirt Sohn, Karl August Werner Hellmuth, geboren den 15 November.
Deutsches Reich.
Berlin, 31. Drcrmber. Wie dir „Corresp. für Kunst und Wissenschaft" erfährt, ist auf Befehl deS Kaisers der 22. März 189 8 al« vaterländischer Gedenktag für die Aufstellung der erst-n, vi« dahin fertigen künstlerischen Gruppen der SirgeLallee in Aussicht genommen worden und e» wird mit diesem Acte jedenfalls eine größere Feierlichkeit verbunden sein.
Friedrichsruh, L Januar. Zum Besuche bei dem Fürsten Bismarck find zur. Zeit die Grafen Herbert und Wilhelm BiSmarck, sowie Geheimerath Schweniuger an- wefend. Da« Befinden de« Fürsten hat sich in den letzten Togen nicht verändert. Der Fürst nimmt regelmäßig au der Familientofel Theil.
Duisburg, 31. December. Amtlich wird gemeldet: Gestern Abend l(ft/z Uhr wurde ein von Sterkrade nach Oberhausen fahrender Jagd wagen auf der Kreuzung mit der Bahnlinie Osterfeld—Sterkrade (Emscherthalbahv) von ' der Maschine eine- Zuge« gefaßt und bei Seite geschleudert. ■ Bon den Insassen d:S Wagen« wurde getödtet Ober--


