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vertragen tönnen. Man kann Mithin eben auch eine Kopfdüngung mit einem bcrftlbtu geben.
-4- Ortender-, 1. November. Auch der heutige, zweite Markttag, dessen Besuch mehrere von bet Äsenbahn- Setrieb-inspection eingelegte Sondcrzüge erleichterten, brachte, Dank de« günstigen Wetter«, sehr starken Verkehr. E« waren nahezu 1800 Stück Rindvieh und circa 1100 Schweine auf- getrieben, welche größtentheil« abgesetzt wurden und durchschnittlich gute Preise erzielten. Je nach Qualität kosteten junge Rinder bi« 120 Mk., zweijährige Rinder 150 bi« 200 Mk., und frischmelkende Kühe 300 bi« 400 Mk.; Ferkel wurden bi« 60 Mk. da« Paar, ßäufet bi« 80 Mk. per Stück verkauft. Auch der Krämermarkt, besten Stände bl« Selter« ausgepflanzt find, war außerordentlich besucht. Die au«- wärtigen und hiesigen Geschäft«leute find durchweg zufrieden.
n. Ober Florfttbt, 81. October. Bei der hier patt- gehabten vürgerrneisterwahl wurde Herr Schultheis, der dies Amt schon neun Jahre bekleidet hat, einstimmig wiedrrqewählt.
X. Darmstadt, 1. November. Mehrere Jahre sorgsamen Fleißes und angestrengter Arbeit waren auf die Neuaufstellung der Technischen Mustersammlung de« Lande«- gewerbeverein« im Neubau der Centralstelle für Gewerbe in der Neckarstraße verwandt worden, und diese neugeordnete Sammlung konnte nunmehr heute vor den Spitzen der Behörden und den eingeladenen Industriellen und Gewerbetreibenden, (darunter Mayer-Mainz, Jochem-Worms), eröffnet werden. Es geschah die« in einem festlichen Acte, dem der Staatsminister Excellenz Rothe, Geheimerath Emmerling, Ministerialräthe Sold an und Braun beiwohnten. In seiner Ansprache dankte der Präsident der genannten Centralstelle, Regierungsrath Noack, der Regierung für die stet« bewiesene Fürsorge für da« Unternehmen und sprach allen sonst um besten Zustandekommen verdienten Corporationen und Personen (dem engeren Au«schuß de« Landesgewerbevereins, der Aufstellung« Commission, den Industriellen und Handwerkern, die von ihnen hergestellte Gegenstände hergaben) pflichtgemäßen Dank au«. Er kam auf den Zweck der Technischen Mustersammlung zu sprechen und meinte, e« sei anderen Städten wie Nürnberg, Karlsruhe u. s. w. gegenüber hier in Hesten, wo man es noch mit sehr bescheidenen Anfängen zu thun habe, noch viel zu leisten. Innerhalb Jahresfrist gedenke man auch durch Zuziehung eines Saale» im Erdgeschoß Hilfs- und Betriebsmaschinen für den Handwerker im Betriebe vorführen zu können, zu bereit leihweise Hergabe wohl betreffenbe Firmen bereit sein würben. — Der Herr Staatsminister sprach ble besten Wünsche für ba» weitere Gebeihen des wichtigen Unternehmens aus; danach begann unter sachkundiger Führung ein mehr als einstündiger Rundgang durch die sehr reichhaltige, in die vier Gruppen: Holz, Keramik, Textilarbeiten, Metalle im großen Ganzen räumlich abgegrenzte Sammlung, der sehr befriedigte. Auch Bibliothek, Vorbilderund Lehrmittel-Sammlung wurden mit vielem Jntereste be- fichttgt.
Oppenheim, 30. October. In diesem Herbst hält es sehr schwer, da« Geschäft in 1898er in Gang zu bringen. Wa» hier von Bergweinen verkauft wurde, ist belanglos- allerdings beginnt die Lese auch erst morgen. In Dienheim dagegen, wo bereit« drei Tage geherbstet wird, find erst einige unbedeutende Partien mittlerer Lagen zu 24 bis 26 Mark per Aiche zu 64 Liter abgesetzt worden, ohne
daß es sicher ist, daß dies« Preis als Norm für die weitere ' Abwickelung des Ginkanfgeschäfts gelten kann. Im Vergleich zu den für die Gartenweine gezahlten Preisen wäre oben angegebene Bezahlung der Wingertsweine billig zu nennen. Die Lage des Herbstgeschäfts scheint die gleiche zu bleiben wie zu Anfang: Große Forderungen der Winzer gegenüber ein« kleinen Zahl sehr zurückhaltender Häufet. Im Wald- ülvnSheimer Farrenberg oberhalb Ludwigshöhe wurden zu Anfang der Lese 24 bis 26 Mark für die Aiche zu 64 Liter bezahlt, später sanken die Preise um einige Mark. Auch hier wat die Nachfrage nicht bedeutend. In Guntersblum erzielten die leichten Sandweine 15 bis 17 Maik per 56 Liter, von Bergweinen Ist der Berkaus einer Partie von 300 Aichen bester Lagen zu 26 Mk. per 56 Liter bemerkenßwerth, sonst ist es noch still. An verschiedenen anberen Oxten der Umgebung ist bereits Herbst, doch hört man nicht« von Preisen und Verkauf. In Nierstein wird sehr über den schlechten Trnteausfall geklagt. In alten Weinen, besonders in 1897ern, kamen noch kurz vor Herbst mehrere schöne Abschlüffe zustande. Die Preise waren 650 bis 725 Mk. per 1200 Liter. Herbsttermine find morgen in Hillesheim und Weinolsheim, am Mittwoch in Hahnheim, Zornheim, Friesenheim und Köngernheim. „Darmst. Zig."
Xut di* »eit für »eit
Vor 138 Jahren, am 3. November 1760, errang Friedrich der Große durch den Beistand Ziethens bei Torgau einen schwer erkämpften Sieg über die Oesterreicher unter Daun. Hierdurch gewann der preußische König Sachsen wieder und konnte die Winterquartiere bei Leipzig beziehen; aber 1400 Streiter bedeckten da« Schlachtfeld.
2Cird?lid>c Anzeigen der Statt Gietzen.
Im Confirmandensaal, Neustadt 61:
DonnetSlag den 3. November, Abends 8 Uhr: Bibelstunde.
Phil. 1, 21 ff. Pfarrer Dr. Grein.
Wöchentliche Ueberficht der Todessälle in Gießen.
44. Woche. Vom 23. October bis 29. October 1898. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (tncl. 1600 Mann Militär)
Sterblichkeitsziffer: 15,10 o/«.
Kinder
ES starben an : Zusammen:
Erwachsene: im
vom
1. Lebensjahr: 2.-
-15. Jahr:
Atrophie
2
— 2
—
Nhachitis
1
— ——
1
Diarrhöe
1
— —
1
Lungenentzündung
1
— —
1
Kreb«
1
1 —
—
Schlagfluß
1
1 —
—
Summa
; 7
2 2
3
v«rk<h», Land- und volk»wir«hschafe.
Gießen, 2. November. Der gestrige Auftrieb auf dem Viehmarkt bestand in ca. 900 Stück Rindvieh, darunter etwa 400 Kälber. Schwere Milchkühe fehlten gänzlich. Der Markt war infolge Eon. currenz deS Ortenberger Marktes etwas gedrückt. Die Preise für Milchkühe waren dieselben wie beim letzten Markt. Der Kälberhandel ging flott und wurde für die Maare durchschnittlich ein guter Preis bezahlt. Schwere Kälber waren unter 60 Mark nicht zu haben. Mittelwaare kostete 55—58 Mark, — leichtere Thiere wurden zwischen 50—63 Mark pro Ctr. Schlachtgewicht gehandelt. Der ziemlich spät beendete Markt wurde bi» auf einige Rinder und einige Stück Milchkühe geräumt.
Nencstc Nachrichten.
Depeschen M Bureau .Herold*.
kerlio, 2. November. In den höheren Stillung n einiger Provinzialregiernngen dürften in nächster Zelt der« chiedene Personal - Veränderungen eintreten. Abgesehen von dem wahrscheinlichen Abgang des einen oder des anderen Oberpräfidenten und von dem Wechsel im Regierungs- Präsidium zu Erfurt werden die Regierung« Präsidenten in Bromberg und Trier demnächst in den Ruhestand treten und es ist anzunehmen, daß sich diejenigen in Kastel und Schleswig in naher Zeit gleichfalls aus dem Staatsdienste zurvckziehet werden. Im Zusammenhänge mit diesen Personal-Veränderungen dürfte dann auch die Neu-Besetzung des schon seit Jahresfrist vacanten Postens de« Präsidenten der Ober« Rechnungskammer in Potsdam «folgen. Hierfür tommerr, wie der „Loealanzeiger" berichtet, der Präsident der Teehandlung, v. Burchard, und der Oberprästdent von Westfalen, Studt, in erster Linie in Betracht.;
Berlin, 2. November, von den verbündeten ReglernngiN ist eine Vorlage betreffend die Ersetzung des Boreides durch den Nacheid Im Strafverfahren in Vordereitung ge nommeu worden, die noch in der bevorstehenden Tagung dem Reichstage zugehen soll.
Berlin, 2. November. Der ,volks-Ztg." ist an zuständiger Stelle nichts davon bekannt, daß dem nächsten Landtage ein neues Bereinsgesetz zugehen soll.
Paris, 2. November. Das neue Cab inet hielt gestern Nachmittag feine erste Sitzung ab und besprach die innere und auswärtige Politik. Heute werden sich die Minister dem Präsidenten Faure vorstellin. Morgen findet wiederum ein Ministerrath statt, in welchem die Stellung des Cabinet« gegenüber der Kammer erörtert werden soll. In der Faschoda-Frage billigten die Minister die bisherige Haltung Delcaffö's.
Petersburg, 2. November. Die Gerüchte, daß Rußlano in der ägyptischen Frage Schritte unternommen habe, werden als unbegründet bezeichnet. —
„leistet mir vorzüglicte Dienste, die Haut bleibt trotz der vielen Waschungen, denen wir die Hände unterziehen müffen. glatt und geschmeidig, sodaß ein Sinreiben mit Glycerin, Vaselin rc. überflüssig ist und werde ich dieselbe empfehlen." Aehnliche Schreiben vieler hervorragender Mediciner liegen vor. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich.10125
— Junker & Ruh-Oesen. Ein Ofen, der, einmal ange- zündet, täglich einmaligen iirachfüllen« der Kohlen, etwaiger Regelung der Klappen und zeitweiliger Entfernung der Asche bedarf, um durch Wochen und Monate fortzubrennen, besitzt gewiß unschätzbare Vorzüge, zumal wenn er bei sparsamstem Brande eine bedeutende Heizkraft entwickelt und die äußeren Theile niemals glühend werden. Die Junker & Ruh-Oefen, von denen fortwährend neue, geschmackvolle Modelle erscheinen, erfüllen alle diese Anforderungen in hohem Maße. Sie zeichnen sich auch dadurch aus, daß die Roste leicht ersetzbar sind und die Zeiger-Regulirung mit einem Griff auf jeden Grad der Wärmeerzeugung zu stellen ist. Die Ausführung ter Junker & Ruh-Oefen ist tadellos, ihre Form vollendet. Angesicht« der reichhaltigen Auswahl, sowohl was Größe al« Ausstattung betrifft, wird der Käufer leicht da« ihm Zusagende betau«* finden können, zumal die Firma Junker L Ruh in Karlsruhe bei der Herstellung ihrer Oefen jelem Geschmack und Btdürfnitz Rechnung getragen hat. 10538
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Gartewftrahe 8.
Angebot der Arbeitnehmer: 1 Feinbäcker, 1 Conditor, 1 Glaser, 2 Fuhrknecbte, 2 Kutscher, 1 Packer, 1 Lagerarbeiter, 1 Lauffrau, 1 Näherin, 1 Comptoinft, 1 Bürcaugebülse, 1 Schreibgehülfe.
Nachfrage der Arbeitgeber: 4 Eisendreher, 1 tüchtiger selbstständiger Installateur, 6 tüchtige Spengler auf Weißblech, 4 Schlosser, 1 jüngerer Schneider, « Taglöhner, 5 Lauffrauen, 1 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 10 Aus- ripperinnen, Wukelmacherinnen. 2 Näherinnen.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Annerod für das Jahr 1899 1900 liegt vom 4. November l. I. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Büreau zur Einsicht der Jntereffenten offen.
Annerod, den 1. November 1898.
Grobherzogliche Bürgermeister« Annerod.
Horn. 10906
13 c li n n ntiii a rij nn tjen
Die Maul- und Klauenieuche unter den Schafherden zu Wißmar ist erloschen. 10917
Krofdorf, 1. November 1898.
pie H>otizei-Perwalttmg.
Der Bürgermeister.
I. V.: Ludwig.
Pkrstkigninititn,
MMmr-NerllkMritng.
Freitag den 4. November d. Js., Nachmittags 3 Uhr, werden im Bieker'schen Saale, Neustadt 55 dahiec, nachverzeichnete Nachlaß- gegenstände gegen Baarzahlung versteigert:
1 Bett, 1 Topha, Stühle, 1 Tisch, ICommode, Bilder, 1 Spiegel, 1 Schiebkarren, Körbe, Haus- und Küchengeräthe.
10926 I. A.: Schneider.
Modiliar-Verstkigerulis.
Aus dem Nachlaß des Herrn L. Hein, ^reozplay 15 dahier, kommen Freitag den 4. d. Mt«., Nachmittag« 2 Uhr, nachverzeichnete Gegenstände zur Versteigerung:
1 Pianino, 1 Klavierstuhl,
1 sehr seiner Eckschrank, 1 Nähmaschine, 1 Badewanne, 2 (5'ffservice, eine goldene Herrennhr, ein Gasometer, eine Partie Bücher u. f. w. 10927
Die angeführten Gegenstände können auch vor dem VersteigerungS- termm aus der Hand abgegeben werden. Das Nähere bei Herrn Kaufmann Schlatter, Neuenweg.
(i: in P fr hin u ii cn
HMMihe FchellWe
frisch eingetroffen.
110937 J. H. Schalhof.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Muschenheim pro, 1899/1900 liegt vom 4. November 1898 an acht Tage lang >ur Einsicht der Jntereffenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.
Muschenheim, den 2. November 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Muschenheim.
Roth. 10915
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Allertshausen sür 1899/1900 liegt vom 4. d. Mts. an acht Tage lang auf der Bürgermeisterei dahier zur Einsicht aller Jntereffenten offen.
Allertshausen, den 1. November 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen.
Hillgärtner. 10919
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