Ausgabe 
2.11.1898 Zweites Blatt
 
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de-Verbände»

meinten de- Großherzogthum

der Rechner in den Land ge-

Berufung einlegen, die Geheimaeten aber ausliefern, weil der Laffationshof entschlofsen ist, -egen Alle, welche den Justiz« gang fernerhin aufhalten wollen, einen Haftbefehl zu erlassen. ist zweifellos, daß verschiedene Documeute, deren Fälschungen allzu plump waren, vernichtet worden find. Der Laffationshof wird eine besondere Delegation von drei Lassationsräthen unter Bards Leitung mit der Untersuchung betrauen, die mindestens acht Wochen beanspruchen dürste.

nächsten Generalversammlung wurde Vilbel bestimmt. Die in der Tagesordnung angekündigte Wahl eines Ausschuß­mitgliedes an Stelle des Vorsitzenden, der mit Rücksicht auf fein hohes Alter und seine Dienstgeschäfte zurückzutreten wünschte, konnte unterbleiben, da Herr Rentmeister Ehrhardt, von allen Seiten wiederholt bestürmt, seinen Rücktritt vorerst

war von etwa 90 Mitgliedern aus saft allen Kreisen besucht, dauerte von IO1/, bis 2 Uhr, sührte unter dem Vorsitze de- Rentmeisters Ehrhardt-Viernheim zu lebhaften, durchaus fachlichen, loyalen Debatten und fefielte das Jutereffe der Theilnehmer ununterbrochen bis zum Schluffe. Aus dem Referat des Vorsitzenden ist als wichtigster Punkt hervor­zuheben die ihm zugegangene Zuschrift Großh. Staats- Ministeriums, wonach noch fortwährend amtliche Erhebungen über das Gesuch des Verbandes um gesetzliche Einführung von Ruhegehalt und Relicten-Bersorgung für die Rechner im Gange find und nach Beendigung dieser Erhebungen »eitere Entschließung folgen wird. Diese Mittheilung rief allseitigen Beifall hervor. Die vom Ausschuß vorgeprüfte Verbaudsrechnung pro 1897/98 gab zu keinen Beanstand» uugeu Anlaß- dem Berbandsrechner, Einnehmer Loos- Lampertheim, wurde Entlastung ertheilt. Eine beantragte Statuten'Arnderung von geringem Belang wurde genehmigt. Die Beiträge pro 1899 wurden in gleicher Höhe, wie seither festgesetzt, feinet wurde der Ausschuß beauftragt, Namen» des Landesverbandes wegen Erhöhung der Hebgebühren für Einziehung und Ablieferung der Beiträge zur land, und forst- wirthschaftlichen BerufSgruoffenschaft mit dem Vorstand dieser Anstalt in Benehmen zu treten. Die zur Begründung eines Antrags des KreisverbandeS Dieburg dargelegten Mißstände bei Neubesetzung und Dotirung von Rechnerstellen, namentlich in kleinen Landgemeinden, fanden volle Würdigung, doch

Locales unb provinzielles.

Inheiden, 29. Ociober. Unter dem Vorsitze des Herrn Mühlenbefitzers vtoll zur Riedmühle wurde am gestrigen Abend die Einrichtung einer Spar- und Darlehn kaffe für Inheiden, LraiS Horloff und Utphe vollzogen. Die neue Genoffenschast hat Anschluß an den Verband der hesfischen landw. Genoffenschasten zu Offenbach a. M. genommen.

In Kohden erlag am 26. d. M. Herr Zugführer i. P. Krähl einem langwierigen, äußerst schmerzhaften Magenübel. Der Verblichene stammte ans Ulfa und war durch feine langjährige Wirksamkeit bei der Oberheff. Bahn einem großen Theile des reisenden Publikums wohl bekannt und bei demselben wegen seines liebenswürdigen entgegenkommenden Wesens beliebt.

Butzbach, 29. Oetober. Die Oberhessische In­dustrie- und Gewerbe-AuSstellung, die im Lause diese- Sommers in unfern Manern stattfand, und deren ganzer Ausführung von den zahlreichen Besuchern aus Nah und Fern, darunter viele hervorragende Persönlichkeiten, das ungetheil- teste Lob gespendet wurde, kann nunmehr auch mit Stolz auf das finanzielle Ergebniß zurückblicken. In einer gestern Abend stattgehabten Sitzung des GesammtauSstellungS-LomiteS, fand seitens der mit großer Umficht und Sachkenntniß geleiteten Finanzrommisfion, welche durch die anderen Commisfionen entsprechend unterstützt wurde, durch den Vorsitzenden der Fiuanzeommisfiou, Herrn Medicinalrath Dr. Bogt, die aus­führliche Rechnungsablage statt. Dieselbe ergab das über­raschende Resultat, daß bei der Ausstellung, trotzdem an nicht» gespart wurde, waS zu dem Belingen nöthig war, ein Ueber- schuß von 9293 Mk. 17 Psg. erzielt wurde. Wir gratuliren allen Bethriligteu zu diesem Abschluß. Der Ueberschuß wird nach Abzug von Zuwendungen sür verschiedene Zwecke, die noch naher zu vereinbaren find, dem hiefigen Gewerbeverein zufließen. Von besonderem Interesse dürste sein, zu ersahren, daß die Gesammt'Etnnahmen 31,377 Mk. 45 Psg. betrugen, darunter figuriren solgende Posten: sür Tageskarten 11,642 Mk. 25 Psg., Dauerkarten 4294 Mk., Bierabgabe 1905 Mk. 6 Psg. Platzmiethe 1973 Mk. 73 Psg.; die Gesammt-AuSgaben be­trugen: 22,084 Mk. 28 Psg., darunter sür Bauarbeiten 7129 Mk. 22 Psg., Dekorationen 1425 Mk. 40 Psg., Ber- gnügungen 2517 Mk. 25 Psg.

Offenbach a. R., 29. October. DieOffenb. Ztg." schreibt: Die JnnungSbewegung im Buchdruckerei­gewerbe beschäftigte auch die hiesigen Buchdruckereibsfitzer. Bestern Abend sand imRestaurant Degenhardt" eine Zu­sammenkunft statt, um endgültig zu der von Darmstadt aus angeregten Errichtung einer Buchdrucker-Zwangsiunung für die Provinzen Starkenburg und Rheinheffen Stellung zu nehmen. An dieser Versammlung nahmen Vertreter sämmt- licher hiesiger Buchdruckerei'Firmen Thril. ES wurde ein­stimmig beschloffen, die Errichtung einer Buchdrucker-Zwangs- innnug abzulehnen, da die im Buchdruckerei-Gewerbe bereits vorhandenen Organisationen vollständig ausreicheu, um etwaige rmftretende Schäden wirksam zu bekämpfen. Um aber die Berufsintereffen im Buchdruckereigewerbe in Zukunft wahr- nehmen zu können, wurde ferner einstimmig beschloffen, sich zu einer Bereinigung der Offenbacher Buchdruckereibesitzer zu constitniren. Schließlich verpflichteten sich sämmtliche Firmen- Inhaber, welche die zwischen den Prinzipalen und den Gehilfen im Jahre 1896 abgeschlossene Tarisgemeinschast noch nicht anerkannt haben, den Tarif nunmehr auch in ihren Betrieben einzuführen. Die Anerkennung de» Tarifs ist die erste er­freuliche Errungenschaft der Bereinigung der hiefigen Buch­druckereibefitzer.

Offenbach, 23. October. Heute fand dahier im Gast- Hause zum Engel die erste ordentliche Generalversammlung

Vermischtes.

* Die Deutschen Heilflättenvereiue, deren Zahl stetig wächst, verfolgen den Zweck, Minderbewtttelten im eigenen Lande eine Heil- und Erholungsstätte zu schaffen. Ihre Arbeit findet in steigendem Maße Anerkennung und Förderung. Ist es doch von den höchsten ärztlichen Autoritäten, wie den Geheimrathen v. Leydeu, v. Ziemffen u. A., dargethau und wiederholt betont worden, daß Lungenkranke sehr wohl im eigenen Lande genesen können und es durchaus nicht nöthig haben, die fein gelegenen, dazu meist sehr kostspieligen Kur­orte im Süden aufzusuchen. Der neuerdings wieder ver­breitete Ausrus zur Unterstützung einer Heilstätte in Davos gilt nicht der Förderung der Deutschen Heilstätttnsache.

* Goethedeukmal. Der geschästssührende Ausschuß zur Errichtung eines Goethedenkmals zu Straßburg i. Els. erläßt solgendeu Ausruf: Das kommende Jahr 1899 bringt den 150. Geburtstag Goethes. Unvermindert und unver- gänglich glänzt der Ruhm unseres größten Dichters, den zu­gleich die Weltltteratur zu ihren besten Namen zählt. Goethe zu seiern hat Straßburg ein besonderes Anrecht. Die Uni­versität nennt ihn ihren berühmtesten Studenten. Das Münster ist von ihm zuerst wieder al» ein Denkmal wahrerundgroßer Kunst geprießeu worden. Straßburg und das Elsaß hat er als Greis noch in einer Schilderung voll Liebe und Schön­heit verherrlicht. Hier hat Goethe die Vollkraft seiner Jugend erlangt. Hier ist er als Dichter von zierlicher Tändelei zu stürmischer Empfindung sortgeschritten. Hier hat er Götz und Faust geplant. Diese herrliche Jünglingsgestalt würdig und dauernd vor die Augen der Nachkommen zu stellen wird eine reizvolle Ausgabe sür den bildenden Künstler fein. Längst und von verschiedenen Seiten erwogen, ist der Gedanke, dem jungen Goethe in Straßburg ein Standbild zu errichten, im vergangenen Juni neu angeregt und jetzt mit vereinten Kräften in Angriff genommen worden. Mit der Bitte um Beiträge dazu wenden wir un» an die Bewohner des Elsaß: mögen fie Goethe das begeisterte Lob ihrer Heimat vergelten! Wir wenden uns an die deutschen Studenten: fie dürfen mit Stolz auf Goethe als da» Vorbild edlen Wiffen»drange» und frischer Jugendlust Hinweisen. Wir wenden un» an jeden Deutschen, der deutsche Art und Kunst liebt, an die Gebildeten der ganzen Welt, denen Goethe srohe Stunden geistiger Erhebung bereitet hat. Beiträge werden bei der Bankcommaudite Kauffmann, Engelhorn & Co. in Straßburg, sowie bei der Bank für Handel und Judustrie in Straßburg uud deren Filiale tu Frankfurt a. M. in Empfang genommen.

lieber die Brautausstattung der Priuzesfiu Pauliue von Württemberg berichtet derEons.": Die Braut-Toilette ist au» schwerstem weißen Satiu-Duchrffe gearbeitet und reich in Silber gestickt. Die Taille, da» Tablier, sowie die Schleppe find in reizenden graziösen Guirlanden, die durch Schleifen abwechselnd gebunden werden, ausgesührt- die Garnitur der Taille besteht au» echten Beniser Spitzen. Bet der Cour- totlette ist der Rock au» weißem, schwerem, großgemustertem Damast mit einer 4 Meter langen Eourschleppe aus türkischem Seidensammet gefertigt. Die Bordüre zeigt reichste Gold- Bouillon-Stickerei in prächtigem Desfiu mit breitem, fibirischem Zobelbesatz. Uebereiuftimmend mit der Schleppe ist die Taille ebenfalls au» türkischem Sammet, reich mit Gold­stickerei, Zobelbesatz uud echten Spitzen gearbeitet- zu dem weißen Damastrock gehört auch die deeolletirte Taille aus demselben Stoff und mit ächter Spitzengarnitur. Die weiße Toilette ist ans Faille fiacgitfe gefertigt- der Rock, ein wahres Kunstwerk, wurde aus LrLpeliffe-Application mit Krhstallsteincheu auf Spitzen gearbeitet und die Taille dem- entsprechend mit echten Spitzen garnirt. Die deeolletirte gelbe Satin-Ducheffe-Toilette zeigt eint wundervolle Entredeux- Application und Silberpailletten in hervorragendem Schleifen- desfiu nebst gleichfarbiger Crepeliffe-Garnitur. Bei der Tür- kije-Moir4'Toilette besteht die Garnitur aus weißen, schmalen Crspeliffe Rüschchen, auf Guipureborde reich applicirt- fie hat eine große Atlasschleise mit eingeknöpsten Fransen. Zu Aus- stattuug gehören ferner noch eine schwarze Faille ftautzaise- Toilette mit reichster Stickerei aus Eheuille mit Pailletten, eine schwarze Moirv Schlepptoilette mit hoher und deeolletirter Taille, Rock und Taille mit prachtvollen schwarzen Guipore- borden uud echter Spitzrugaruttur, sowie eine hellblaue Damasttoilette mit wundervollem Schleisendesfin, weißem

(Senetäte, tarntet Mercier v°d ®onfe, feinet der J-suiten. überwogen andere Gründe und WlWen und dehh-Ib wurde pater Dulac und die Antisemiten Millevohe und Drumont. ] dieser Gegenstand aus ein Jahr Aurückgestellt. Als Ott der Es handelte sich um die Frage der Herausgabe der Geheim­acten. Wie verlautet, wird der Beneralstab nur scheinbar

s" statt. Dieselbe

noch zu verschieben, dieser einmüthigen Vertrauenskundgebung Rechnung trug und sich mit bewegten Worten des Dankes zur Weitersührung der Geschäfte bereit erklärte. Zum Schluffe sei noch bemerkt, daß der Landesverband nunmehr nahezu 400 Mitglieder zählt, daß bereits in 12 von den 18 Kreisen des Landes Kreisverbände bestehen, und daß die Organisation, von der die Mitglieder eine wesentliche Hebung des ganzen Standes nach verschiedenen Rtchtungen hin erhoffen, wohl in nicht ferner Zeit alle Kreise des Lande» nmsaffeu wird.

Babenhausen, 28. October. Durch einen erschütternden Tod ess all erlitt heute ein Jagdvergnügen ein jähe» Ende. Eine große Jagdgesellschaft an» Frankfurt a. M. veranstaltete nämlich heute Vormtttag in der Nachbargemarkung Langstadt t>in Feldtreibjagen, wozu auch zahlreiche Jagdfreuude au» Darmstadt eingeladen waren. Beim ersten Angehen stürzte Herr Rentner Renz au» Darmstadt zusammen und war alsbald eine Leiche. Der Unglückliche erlag vermuthlich einem Herzschlag. Wegen diese» tragischen Ereiguiffe», das unter der Jagdgesellschast die größte Bestürzung hervorrief, wurde natürlich die Jagd alsbald aufgehoben.

CrLpellffe-Tablier und echten Spitzen garnirt. Die Silber- stlckerei der Brauttoilette wurde von Hoflieferant Rudolf Böbel (Stuttgart), die reiche Stickerei der Eourtoilette von der Hoskunststickerei von Fräulein Rosa Maier (Ulm), beide in tadelloser Aussührung geliefert.

* Ueber die Schädlichkeit überheizter Raume schreibt der medicinische Mitarbeiter derBerl. Wiffensch. Lorresp.": Der heraunahende Winter läßt folgende Betrachtungen über den gesundheitsnachtheiligen Einfluß Überheizter Räume vielleicht nicht ganz unintereffant erscheinen: Es gibt unter den Menschen gewiß nur Wenige, die sich bewußt find, was fie ihrer Lunge und den ResPirattonSorgauen zumuthen, wenn fie ein öffentliches Local betreten. Man geht bet 510 Grad Kälte in Winterkleidung Über die Straße und tritt innerhalb weniger Secunden in den Überheizten Raum, der wohl an die 1820 Grad Wärme hat- die Lunge muß also momentan eine Differenz von 2580 Grad aushalten können. Wenn die» schon eine harte Probe sür eine gesunde Lunge ist, so ist kaum nöthig, hervorzuheben, daß eine an­gegriffene Lunge noch mehr darunter leidet. ES giebt ja schwächliche, alte Leute, die den Mangel innerer Wärme durch Zimmerhitze ersetzen müffen - doch bilden diese nicht den Hanpt- bestand de» Theater- uud ConcertpublikumS, und darum sollte billiger Weise die Temperatur dieser öffentlichen Locale der dem rüstigen Alter angehörendeu Mehrzahl angepaßt werden. ES sollten deshalb auch Wirthe und Vorsteher öffentlicher Locale angehalten werden, zunächst aus den Thermometerstand Rückficht zu nehmen, und danach die Portion Heizungsmaterial zu bemeffen. Sodann sollte das Local genügende Zeit vor Beginn der Versammlung geheizt werden, damit der Ofen Zeit hat, abzukühlen, und nicht ein etwaiges Opferlamm, da» Abends in seiner Nähe fitzen muß, Gesahr läuft, bei leben­digem Leibe geschmort zu werden. Ebenso ist eS absolut nöthig, bei der FeuerungSmenge auf die zu erwartende An­zahl Menschen Rückficht zu nehmen. Denn die natürliche Ausdünstung der Menschen und die daran» folgende Wärme- Entwicklung steigert die Temperatur eine» geschloffenen Raume» von Minute zu Minute bi» zur Unerträglichkeit, und die Folgen dieser Unerträglichkeit geben sich oft in höchst unlieb­samer Weise kund.

Der praktische Rathgeber im Obst- und Gartenbau setzte im Frühjahre einen Prei» von 200 Mark au» für die praktischste Garteuleiter. Am 7. Oktober war der Ein» iendnngStermin abgelaufen und waren 32 verschiedene Leitern eingegangen. Da» Preisgericht bestand außer aus den Redactenren der Wochenschrift und dem Obergärtner der Ver­suchsstation au» zwei Arbeitern, die die Leitern praktisch beim Pflaumen- unb Nüffepfiücken erprobt hatten, zwei Tischler­meistern, einem Baumschulenbefitzer und zwei Ingenieuren. Das Preisgericht erkannte einstimmig den Preis Herrn Obergärtner Reinhold Krowa» auf Dominium Oberhof am Bahnhöfe Gnadenfrei zu. Die Leiter ist 4 Meter lang, au» astfreiem Fichtenholz gearbeitet, ist mit Stützen nur 35 Pfund schwer, steht vermöge einer sehr finnreichen einfachen Eoustruction sehr fest, läßt sich ohne jede Mühe in eine An­legeleiter umwandeln und kostet mit Stützen nur 13 Mark. Sie ist für diesen Prei» von Herrn Obergärtner Krowa» zrr beziehen.

Einen neuen Beweis von seiner BorzLglichkeit hat das Mondamin", deren alleinige Fabrikanten Brownu.Polson find, dadurch erfahren, daß e» auf der so glänzend beschickten Hannover'schen Kochkunst-AuSstellun» die höchste Auszeichnung (Goldene Medaille) erhalten hat. Wir nahmen gern hiervon Notiz, da sich Brown u. Polson angelegen sein laffen, immer dieselbe gute Qualität zu bringen, welche ihnen einen mehr denn 40jährigen Weltruf erworben hat. Die Verwendbarkeit desMondamins- im Haushalt ist eine sehr vielseitige: Mondamin" ist nicht nur zu FlammrhS, Pudding» u. f. w. vorzüglich, sondern eignet sich ganz besonder» zu warme« Milch- unb Fruchtspeisen, Sovflsr», Dessert» usw. Auch sür Kinder und Kranke istMondamin" mit Milch zu Suppe oder Brei gekocht ausgezeichnet, da es diese Speisen bedeutend leichter verdaulicher macht und wird e» von den Herrn Aerztea besonders gern empfohlen. DaßMondamin" in allen ein­schlägigen Geschäften unserer Stadt zu haben ist, möchte wohl genügend bekannt sein.

* Das Lob der Nichttadfahrer wird der Abwechselung halber auch einmal gesungen und zwar in einem Gedicht, ba» dieD. Ztg." veröffentlicht. Die harmlos-lustigen Verse haben folgenden Wortlaut: O Mensch, wenn Du kein Radler bist So danke Gott und sei zusrieden, Denn siehe, auf der Welt wohl ist Dir dann ein hohe» Glück be- schieden. Du bleibst bewahrt vor vielem Schaden, Vor Knochenbrüchen mancherlei, Kriegst Du auch nicht so dicke Waden, Bist Du doch vieler Sorgen srei. Kommst vom Spaziergang Du nach Hause, So ist Dein Kleid noch heil unb ganz, Du plagst Dich nicht in Deiner Klause Mit Deine» Rad'» verblich'nem Glanz. Im Gegen- theil, Du kannst Dich laben An einem Abendschoppen noch, Kannst ruhig in Dein Bett Dich graben, In Deinem Kops ist ja kein Loch! Auch brauchst Du nimmer- her zu blechen Für Reparatur und Polizei, Denn beim Spaziergang höchstens brechen Kann Stock und Regenschirm entzwei Wohl Dir, der Du zu Fuße laufest, Dir geht so leicht die Lust nicht auß, Und wenn auch, daß Du sroh verschnaufest, Winkt freundlich Dir de» Wirthe» Haus. Dann kannst Du ruhig drinnen fitzen Und halten gute lange Rast, Mußt nicht ums Rad da draußen schwitzen, Dir stiehlt man» nicht, weil Du kein» hast, Und schmeckt der Stoff Dir allzu feine, So trinke fröhlich nur ein» mehr. Denn sicher kommst Du heim per Beine, Doch auf dem Rad ist'» manchmal schwer. So gehst durch» Leben Du zufrieden Du Nichtrad­fahrer unversehrt, Vorausgesetzt, Gott mags verhüten Daß Dich kein Radler überfährt.

Wie der «Hemau» fein soll. Der musterhafte Ehemann geht täglich mit seiner Frau spazieren und fürchtet sich nicht vor Putzläben. Er hat immer ein gefülltes Portt-

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